Stottern und Schreibprobleme

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teimo
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Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von teimo » 3. August 2017 11:56

Liebe Forumsgemeinde,

mich würde interessieren, ob ihr schon einmal etwas davon gehört habt, dass Stottern und Schreibprobleme zusammenhängen können.

Konkret geht es darum, dass ich einige Buchstaben und Zahlen (darunter u.a. das W & S und die 3 & 5) nicht gut schreiben kann. Ich hänge quasi am Anfang des Buchstabens/der Zahl und brauche mehrere Anläufe, setze also immer wieder neu an, bis ich den Bogen/die Wendung des Buchstabens schreiben kann. Das Schreiben dieser Buchstaben/Zahlen dauert dadurch oft drei- bis fünfmal so lange als normalerweise.

In meine Therapie sagte mir die Logopädin, ich solle beim Schreiben dieser Buchstaben/Zahlen ausatmen. Das hat auch funktioniert. Nur denke ich da natürlich in bspw. Klausuren nicht dran. Was dazu führt, dass ich oft nicht fertig werden und dadurch natürlich meine Noten nicht bekomme. Daher überlege ich auch schon länger, mein Jura-Studium zu beenden und etwas anderes zu machen.

Dennoch würde ich gerne wissen, ob ihr schon einmal einen Zusammenhang zwischen Stottern und Schreiben festgestellt habt bzw. ob euch das schon einmal untergekommen ist. Meine Logopädin war sehr überrascht und wusste spontan auch keine Antwort (erst nach einigen weiteren Therapiesitzungen).

Danke und LG
Timo
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PetraS
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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von PetraS » 3. August 2017 21:44

Hallo Timo,
teimo hat geschrieben:
3. August 2017 11:56
mich würde interessieren, ob ihr schon einmal etwas davon gehört habt, dass Stottern und Schreibprobleme zusammenhängen können.
In der Tat habe ich diesen Zusammenhang bei mir auch festgestellt und zwar nicht nur beim Stottern und Schreiben, sondern auch beim Klavierspielen.

Erstmalig fiel es mir im Alter von 14 Jahren beim Klavierspielen auf. Der Zusammenhang war derselbe wie beim Sprechen, wenn wir Stottern mal in folgender Form definieren:
Ich versuche, etwas zu sagen, kann es aber nicht in genau dem Moment, wo ich es sagen will
Genauso war es beim Spielen eines bestimmten Klavierstückes, wo ich nicht in der Lage war (trotz des vorgegebenen Rhythmus) die Taste in dem Moment und in der exakten Koordination zu drücken, wie ich es wollte. Der Finger hinkte immer einen Moment hinter meinem Willen hinterher.

Später fiel mir dasselbe beim Schreiben auf, insbesondere beim Unterschreiben. Ich wollte Anfang der 1980'er Jahre ins Ausland reisen und ließ mir - so etwas gab es damals - Reiseschecks ausstellen. Damit auch später beim Einlösen der Schecks ein Vergleich möglich ist, musste ich noch in der Bank die Schecks unterschreiben. Also: 15 oder 20 Mal meine eigene Unterschrift. Das war eine richtige Tortur, weil meine Hand einfach nicht das machte, was ich wollte, insbesondere wenn ich versuchte, die Unterschrift flüssig und möglichst gleich zu machen.

Es war dasselbe Gefühl, das ich auch hatte, wenn ich etwas sagen wollte und das Wort stets später und unkontrollierter herausplatzte, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Es ging einfach nicht.

Ich hätte vermutlich ganz langsam und wie ein Grundschulkind die Unterschriften schreiben können, aber das ist ebenso wenig realistisch, wie man nicht ständig kontrolliert, gebunden und langsam sprechen kann.

Übrigens war dieses Probleme des unkontrollierten Schreibens, wenn man bereits eine ausgereifte Handschrift hat, auch der Grund, warum ich im späteren Schulalter und in der Uni keine Schreibschrift mehr verwendet habe. Druckschrift konnte ich besser kontrollieren, auch wenn es auch dort manchmal hakt, wenn ich anfangen will.

Mich würde wirklich interessieren, ob noch mehr Leute diese Beobachtung gemacht haben und ob es eine neurologische Erklärung (einen Zusammenhang z.B. wegen der Gehirnhälften bzw. Sprachzentrum und Feinmotorik) gibt.
Gruß
Petra

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Torsten
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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Torsten » 4. August 2017 10:33

Hallo Timo,

beim Schreiben mit der Hand hatte ich nie Probleme, beim Tippen merke ich, dass ich oft zu schnell bin und dann Buchstaben überspringe oder verdrehe.

Ich bin jetzt Anfang 60, und wir haben in der Schule, in der ersten Klasse, noch richtig Schönschreiben geübt. Dadurch haben sich die flüssigen Bewegungsabläufe gut automatisiert. Ich habe dann aber, ähnlich wie Petra, später meistens Druckbuchstaben geschrieben, Ich kann sehr gut Schreibschrift schreiben, aber nur langsam, andernfalls entgleitet sie mir.

Vielleicht könnte es dir helfen, wenn du – falls du neben deinem Studium dazu Zeit hast – folgendes übst: In einem Heft mit Linien eine ganze Seite Ws oder Dreien, so schön und gleichmäßig wie möglich. Und ausatmen dabei. Und wenn du dabei Probleme spürst, dann zerlege die Buchstaben in ihre Teile: Zuerst den oberen Bogen der 3, dann eine kurze Pause, dann den unteren Bogen. Die 5 besteht aus drei Teilbewegungen: dem senkrechten Strich, dem Bogen und dem waagerechten Strich. Und so weiter

Denn genau dies muss dein Gehirn machen: Es muss für jeden Buchstaben die Teilbewegungen in der richtigen Reihenfolge „abspulen“. Deine Stockungen beim Schreiben könnten daher rühren, dass das nicht gut funktioniert – dass also dein Gehirn nicht „weiß“ (nicht gut automatisiert hat) welche Teilbewegung zuerst kommt. Das Gehirn versucht dann gewissermaßen, die Schreibbewegung für den Buchstaben als Ganzes (holistisch und nicht inkrementell) zu steuern, und das ist bei W, S, 3 oder 5 schwierig.

Beim Unterschreiben passiert es mir auch manchmal, dass die Bewegung aus dem Ruder läuft oder dass es „hakt“. Ich muss mir dann die Teilbewegungen und deren Reihenfolge bewusst machen, und dann geht es wieder.

Es kann hier tatsächlich eine Parallele zum Stottern bestehen: Es gibt eine Untersuchung, deren Ergebnisse sich in dem Sinne interpretieren lassen, dass stotternde Kinder länger dazu tendieren, auf die Programme der Wörter holistisch zuzugreifen, während nicht stotternde Kinder eher zu einem inkrementellen Zugriff übergehen (Byrd, Conture und Ohde, 2007).

Gruß, Torsten
www.stottertheorie.de

DPrell
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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von DPrell » 5. August 2017 09:44

Ich versuche mir gerade Zehnfinger schreiben beizubringen, auch da merke ich, das ich oft Buchstaben verwechsele oder in Gedanken viel schneller bin als beim Tippen, auch meine Handschrift ist die reinste Klaue, es sei denn ich schreibe sehr langsam, daann geht es. Oft passiert es beim Und, das ich das vergesse und schon längst die Leertaste gedrückt habe, oder ich S und D verwechsele. Aber ich bin ja noch am lernen, vielleicht wird es ja mal besser. Tippe nämlich gerade ein Buch, mir war es nach ner Weile zulangweilig mit dem Programm oder der Seite Tipp10 zu üben, hab mich immer nur geärgert, das ich von den Fehlerprozenten nicht runterkam.

Gruß Doreen

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teimo
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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von teimo » 5. August 2017 11:54

Hallo zusammen,

an der Tastatur überspringt denke ich jeder mal irgendwelche Buchstaben. Ob mit 10-Finger-Schreibtechnik oder ohne. Ich denke, das ist ganz normal und sollte nicht unbedingt mit dem Stottern in Verbindung gebracht werden. Ich kenne niemanden, der alle Buchstaben gleich hintereinander weg schreibt, ohne dabei auch mal irgendwo Fehler zu machen. Ich selbst schreibe relativ schnell auf der Tastatur und überspringe eben durch die Schnelligkeit öfter mal Buchstaben. Aber das auf mein Stottern zurückzuführen käme mir nie in den Sinn.

Ich finde es aber dennoch interessant, dass auch andere Stotterer dieses Phänomen beobachten konnten.

Mich würde trotzdem weiterhin interessieren, ob noch andere solch einen Zusammenhang feststellen konnten und wie deren Meinung dazu ist.

Danke und LG
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PetraS
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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von PetraS » 5. August 2017 15:09

Hallo nochmal,
DPrell hat geschrieben:
5. August 2017 09:44
Ich versuche mir gerade Zehnfinger schreiben beizubringen, auch da merke ich, das ich oft Buchstaben verwechsele oder in Gedanken viel schneller bin als beim Tippen (...)
ich stimme mit Timo darin überein, dass ich glaube, dass Vertauschen von Fingern und Auslassen von Buchstaben jedem beim Tippen passieren kann, insbesondere, wenn man noch am Üben ist.
Was ich aber als Parallele zum Stottern empfinde - weil es sich auch gefühlsmäßig so anfühlt - ist, wenn ich eine Taste (Klavier oder PC) drücken will und ein nennenswerter Zeitunterschied zwischen dem "ich will" und "ich kann" steht. Also ich versuche bereits zu tippen, es geht aber nicht.

Was mir zu @Torsten noch einfiel:
Wir haben auch in der Grundschule noch richtig schönschreiben gelernt, und ich habe stets mit einer Klassenkameradin um die schönste Handschrift gewetteifert. Da hatte ich nie Probleme, langsam und sauber die Buchstaben in gestochener Schreibschrift zu schreiben.
Erst als es ans Schnellschreiben ging, die persönliche, typische Handschrift, sind mir diese zeitlichen Diskrepanzen aufgefallen oder auch, dass ich z.B. beim kleinen "Z" (ich schreibe es wie in der neuen deutschen Rechtschreibung) nach dem ersten Bogen steckenbleibe und erst einmal nicht weiter kann.

Ich erinnere mich an eine Bewerbung, die ich mal nach dem Studium geschrieben habe, und wo ich einen ausführlichen Lebenslauf schreiben musste. Die jüngeren in diesem Forum kennen das sicher nicht mehr, aber ein ausführlicher Lebenslauf muss in Handschrift geschrieben sein. Es war für mich der reinste Horror, weil ich keine Fehler machen wollte und x-mal angefangen habe. Ich hätte es vielleicht flüssig mit einer Kinderschrift schreiben können, aber beim ausführlichen Lebenslauf kommt es ja gerade auf die ausgereifte Handschrift an, die einiges über den Charakter des Schreibers aussagen soll.

Ich habe es letztendlich aufgegeben und den Lebenslauf in Druckschrift geschrieben.
Nun bin ich mal gespannt, wer noch ähnliche Beobachtungen gemacht hat.
Petra

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Carposept » 8. August 2017 00:19

DPrell hat geschrieben:
5. August 2017 09:44
Ich versuche mir gerade Zehnfinger schreiben beizubringen, auch da merke ich, das ich oft Buchstaben verwechsele oder in Gedanken viel schneller bin als beim Tippen, auch meine Handschrift ist die reinste Klaue, es sei denn ich schreibe sehr langsam, daann geht es. Oft passiert es beim Und, das ich das vergesse und schon längst die Leertaste gedrückt habe, oder ich S und D verwechsele. Aber ich bin ja noch am lernen, vielleicht wird es ja mal besser. Tippe nämlich gerade ein Buch, mir war es nach ner Weile zulangweilig mit dem Programm oder der Seite Tipp10 zu üben, hab mich immer nur geärgert, das ich von den Fehlerprozenten nicht runterkam.

Gruß Doreen
Ich habe das gleiche Problem :roll:

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Nina 1999 » 12. August 2017 17:44

Hallo!

Auch, wenn mein Sprechen - besonders in Stresssituationen - oft stockend und zögerlich wirkt, habe ich keine Probleme mit dem Schriftbild bzw. dem Schreiben von Sätzen oder (längeren) Texten. Ich bevorzuge eher das Schreiben als das Sprechen. Die Messenger WhatsApp und Co. ermöglichen heutzutage einen eher nicht persönlichen Kontakt - was Vor- und Nachteile hat.

Wenn es in der Schule im Deutschunterricht nicht gerade um das Vorlesen oder das Halten von Referaten geht, kann ich gute Leistungen abliefern. Mehr Zeit brauche ich allerdings bei mündlichen Aufgaben. Meine nicht-stotternden Mitschüler haben da natürlich einen "Heimvorteil". Sie müssen sich nicht tage- bzw. wochenlang auf Vorträge vorbereiten. Das wird quasi zwei Tage vor Abgabe erledigt. So hat jeder Stärken und Schwächen - und das ist auch gut so.

"Nobody is perfect!"

Gruß

Nina 1999
Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen:
In der ersten wird es lächerlich gemacht.
In der zweiten bekämpft,
in der dritten gilt es als selbstverständlich.
(Arthur Schopenhauer)

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Crintel » 26. August 2017 18:04

Ich hatte noch nie ein ähnliches Problem.Ich frage mich, warum solche Probleme entstehen

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Jaspis » 28. August 2017 14:39

Ich habe auch Probleme mit Schreibschrift, vor allem in den letzten Jahren, wo man es immer weniger übt. Ich kann generell nicht schreiben, wenn jemand zuguckt, dann verschreibe ich mich dauernd, rutsche weg, ein Bogen zuviel, einer zuwenig. Meine Kinder sind immer sauer, wenn ich Entschuldigungszettel nicht in ihrem Beisein schreibe. Ich drucke die jetzt mit PC, voll die Vermeidung! Ich weiß und spüre das genau.
Es ist bei Schreibschrift wie beim Sprechen - etwas sehr persönliches, was andere begutachten könn(t)en. Druckbuchstaben sind anonymer.

Beim Unterschreiben an der Kasse beim Bezahlen mit EC Karte oder beim Paketboten: voll das Gekritzel! Ich jubele immer, wenn das Kartenbezahlen mit PIN geht, genauso toll wie Selbstbedienungsbäcker! Voll die Vermeidung, ich weiß...

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Heiko Bräuer » 28. August 2017 17:21

In der heutigen Zeit schreibt man Meiner Meinung nach fast nur noch mit dem PC oder Smartphone und da ist die Auto-Korrektur oder auch Auto-Vervollständigung auch schon selbstverständlich. So verlernen wir mehr und mehr mit der Hand zu schreiben.
Wenn ich auf Arbeit eine Notiz schreibe kommt es auch häufiger vor, dass ich etwas falsch schreibe oder nicht weiß wie ein schwieriges Wort richtig geschrieben wird. Obwohl ich es bestimmt schon 10-100mal geschrieben habe, aber halt vor 15Jahren in der Schulzeit.
Grundsätzlich war ich früher in Rechtschreibung, aber immer im Mittelfeld und nie schlecht, trotz Stottern. Da waren andere ohne Stottern schlechter ;-)

Auch denke ich das wir in der heutigen Zeit immer weniger Bücher lesen und so auch nicht mehr optisch aufnehmen, wie etwas geschrieben wird. Aber wie oben schon erwähnt haben wir ja die Tolle Auto-Korrektur. Vielleicht erfindet jemand mal eine Brille mit Auto-Korrektur, dann müssen wir uns keine Schreibweisen mehr merken ;-)

Gruß Heiko

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von Crintel » 29. August 2017 05:21

Ich habe leider das gleiche Problem wie der Autor der Nachricht

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von teimo » 29. August 2017 10:47

Erst einmal Danke ich euch allen für die Antworten. Das ist wirklich hilfreich. Ich stimme auch teilweise überein. Bspw. damit, dass wir durch immer mehr digitalisierung das Schreiben mit einem Stift mehr und mehr "verlernen".

@Crintel: Ich verstehe leider nicht genau was Du meinst. Erst schreibst Du, Du hättest keinerlei Probleme und dann einige Zeit später, dass Du genau die gleichen Probleme hast. Vielleicht kannst Du hier mal mehr als nur einen Satz schreiben und erläutern, was genau Du meinst.
Crintel hat geschrieben:
26. August 2017 18:04
Ich hatte noch nie ein ähnliches Problem.Ich frage mich, warum solche Probleme entstehen
Crintel hat geschrieben:
29. August 2017 05:21
Ich habe leider das gleiche Problem wie der Autor der Nachricht
Aber ja, es ist interessant zu fragen, wo solche Probleme herkommen. Stottern ist ja generell nicht so gut erforscht wie andere - entschuldigt den Ausdruck - Behinderungen. Aber umso mehr finde ich, sind solche Beiträge wie dieser hier wichtig, um seine Erfahrungen zu teilen.
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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von esche » 29. August 2017 11:16

Interessantes Thema. Ich kann mich noch sehr deutlich daran erinnern, dass ich in der 5. Klasse (als mir auch die Probleme beim Sprechen zum ersten Mal so richtig aufgefallen sind) nicht in der Lage war, meine Hefte einfach ganz normal mit Namen und Fach zu beschriften. Seltsamerweise bekam ich das feinmotorisch irgendwie nicht geregelt. Ich hab dann erst mit Bleistift vorgeschrieben und das konnte ich danach normal flüssig mit Füller "nachmalen".

Diese Schwierigkeiten beim Schreiben treten manchmal heute noch auf. Besonders wenn mir jemand zusieht gehts mir genau wie dir, Jaspis. Meine Schrift hakelt oder flutscht weg, e-Schlaufen funktionieren auch mit bewusster Willenskraft nicht (wird immer ein i ohne Punkt), Buchstaben werden undeutlich, abgekürzt usw. Hauptsache, der (nicht wirklich vorhandene) Schreibfluss wird irgendwie aufrechterhalten. Es fühlt sich genauso an, wie wenn gerade das Sprechen nicht richtig in Echtzeit funktioniert - sowohl körperlich als auch emotional.

Muss noch dazu sagen, dass ich auch nach der Schulzeit immer viel handschriftlich geschrieben habe, ständig lese und feinmotorisch eher überdurchschnittlich fit bin. Daran kanns bei mir nicht liegen.

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Re: Stottern und Schreibprobleme

Beitrag von turnschuh » 2. September 2017 19:58

mit dem Schreiben bzw. dem Schreibfluß habe ich keine Probleme. Natürlich ist meine Rechtschreibung nicht immer richtig, aber darum geht es hier ja nicht....

Im Job schreibe ich relativ viel mit der Hand auf, weil ich die Angewohnheit habe, ständig Notizen zu machen, das klappt bei mir gut.

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