diese Seite http://www.ti-ger.org ist der Ti-Ger-Analogie der Akzeptanz von Stottern gewidmet. Sehr inspirierend.
Die Ti-Ger-Analogie der Akzeptanz von Stottern ist eine Idee, die eine Gruppe englisch-sprachiger Mit-Stotterer im Internet entwickelt hat.
- Nehmen wir an, wir haben einen wilden Tiger, der für unser Stottern steht. Dein Tiger und Dein Stottern sind ein und dasselbe. Wir können versuchen, diesen Tiger in einen Wandschrank zu sperren, aber er ist zu stark für die Tür, und so sprengt er da durch. Der Tiger kann flüchten, wann immer er will. Und wenn er aus seinem Wandschrank herausspringt, wird er sich auf Dich stürzen, Dich zerreißen und Dir unbarmherzig in den Hintern treten.
Es wird nicht klappen, wenn Du versuchst, mit diesem wilden Tiger fertig zu werden, indem Du ihm Deinen RĂĽcken zudrehst. Er wird weiter machen und Dich in den Hintern treten. Du redest Dir ein Es gibt keinen Tiger - AU! Es gibt keinen Tiger - AU! Stottern zu leugnen funktioniert nicht. Dein Stottern zu verheimlichen scheint auch nicht zu funktionieren.
Also drehst Du Dich um, um dem Tiger ins Auge zu sehen. Es ist ein furchterregender Prozess, aber Du bietest ihm die Stirn. Und Du könntest zuerst niedergedrückt werden, aber Du lässt diesen Tiger nicht Deine Entscheidungen treffen. Langsam beginnt Dein Tiger, seine Macht über Dich zu verlieren, und Du beginnst, mehr Frieden und Kontrolle über Dein Leben zu erfahren. Du kannst sogar zum absichtlichen Stottern kommen, das ist eine Umkehrung der Macht. Das Stottern machte Dich gewöhnlich ängstlich vor dem Sprechen und fühlte sich wie ein Versagen in der Kommunikation an. Aber so wie Dein Tiger schwächer wird, kommst Du zu diesem Punkt, mehr Kontrolle über Dich und Dein Sprechen zu haben.
Du hast den Tiger nun an einer Leine, und Du gehst in der Stadt spazieren; Deine Angst vor dem Stottern und vor sozialer Bestrafung ist jetzt minimal. Du könntest sogar zu den Leuten hingehen und willentlich stottern! He! Du willst meinen Tiger sehen? Und Du erreichst den Punkt, wo Du wirklich stolz darauf bist.
Und Du fängst an, mit ihm zu anzugeben. Und Du lässt den Tiger von der Leine und hätschelst ihn wie ein Schoßtier.
Wenn Du dem Tier ins Gesicht siehst, kann das Tier klein beigeben. Wenn Du Stottern ins Gesicht siehst, ist es so viel leichter zu handhaben als wenn Du versuchst, ihm den RĂĽcken zu zeigen.
Das ist ein Teil der Homepage. Ich habe versprochen, auch die anderen Texte zu übersetzen. Das kann gerne jemand anderes auch machen, bei mir könnte es dauern. Falls Ihr Vorschläge habt, wie die Übersetzung flüssiger klingen könnte: gerne, her damit!
Die Schreibweise Ti-Ger soll ein Stotterereignis darstellen. Neben den Zeichnungen des niedlichen Ti-Gers gibt es auch schon ein Ti-Ger-Smiley: (:o] oder :O] (find ich schöner...). Es soll demnächst Ti-Ger-Buttons geben... Einen Ti-Ger als Stofftier kann man mit an den Arbeitsplatz nehmen...
Die Ti-Ger.org-Seite ist von Daniele Rossi gestaltet, der auf Stuttering is cool schreibt, podcastet, Stotter-Comics zeichnet. Coole Seite, cooler Inhalt. Soweit er wüsste, gäbe es keine Heilung von Stottern, also warum sollte man dann nicht ein wenig Spaß damit haben, schreibt er.
Das ist eine Mitmach-Seite. Ihr könnt Audio-Kommentare schicken, die Möglichkeiten, Anruf, mp3-Datei per Email, Voicemail, sind hier erklärt. Daniele freut sich über Stimmen, zu allem, zu seiner Seite, über Stottern, zu Ti-Ger, auch gesungen, anonym, sogar auf Deutsch
Auf flickr können eigene Zeichnungen, Fotos von Eurem Ti-Ger eingestellt werden, hier: http://www.flickr.com/photos/danielerossi/3717916260/ Jede/r hat seinen/ihren eigenen Ti-Ger, sagt Daniele.
Mir gefällt's. Sehr :O]



, für mich ist es schlichtweg Stottern. Ein Ereignis führt i. d. R. zu Erfahrungen und damit zu einem veränderten Verhalten. Stotternde kommen mir oft so vor als würden sie auf immer der gleichen Bahn, auf immer der gleichen Art gegen die gleiche Gummiwand rennen ohne daraus einen Funken Erkenntnis mitzunehmen.

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