Stottersituationen können Chancen u. keine Demütigungen sein

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Roland Pauli
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Stottersituationen können Chancen u. keine Demütigungen sein

Beitrag von Roland Pauli » 27. Januar 2015 01:20

Stan Wawrinka, Nr. 4 der Weltrangliste, Titelverteidiger bei den Australian Open sagte in einem Interview über die Dinge, die ihn als Tennisspieler weiterbringen:

Als Tennisspieler musst du dich daran gewöhnen, jede Woche zu verlieren. Wenn du das Turnier nicht gewinnst, gehst du jede Woche als Verlierer nach Hause. Aber dann kommt es darauf an, dass du das Positive aus den Niederlagen ziehst und dich dadurch verbesserst. Jede Niederlage macht dich besser.

Für mich (Roland Pauli) bedeudet das inzwischen: So kann man mit Größe verlieren. Entweder man gewinnt das Match oder an Erfahrung. Diese Einstellung habe ich von Dr. Loehr gelernt. Mir ist es gestern erst wieder beim Spiel um die Meisterschaft passiert. Aber Vizemeister gefällt mir auch ganz gut - und ich habe strategisch wieder etwas dazugelernt. Dem Gegner habe ich gerne gratuliert, weil ich wieder etwas gelernt habe.

Mit dem Stottern ist es ähnlich: Stottersymptome müssen keine Niederlagen, sondern könnten Chancen sein, sich weiter zu entwickeln. Indem ich analysieren kann: was ist passiert, wie habe ich mich gefühlt, was habe ich versucht, habe ich das eingestzt, was ich mir in so einer Situation vorgenommen habe. Stottersituationen können also Chancen und keine Demütigungen sein um sich weiter zu entwickeln. Wenn man das eigene Sottern nicht ständig als Niederlage sieht, sondern als Ansporn, eine passende Therapie anzugehen und sie durchzuhalten, ist man nicht mehr Opfer seines Stotterns sondern Gestalter seines neuen Lebensweges.

Es gibt inzwischen so viele gute Therapien. Nur informieren wäre gut, um die zu finden, mit der man sich anfreunden kann.

Herzliche Grüße

Roland
www.ropana.de

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