Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer

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Mondblume
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Re: Kontaktsuche

Beitrag von Mondblume » 17. Juni 2014 16:49

hallo liebe Susanne, schön dass du dich hier angemeldet hast!!!!!!!!!!!!!!

Ich hoffe es werden sich einige liebe Menschen hier melden.

Viel Spaß mir
den neuen Möglichkeiten

Heike

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grasendes Schaf
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Re: Kontaktsuche

Beitrag von grasendes Schaf » 19. Juni 2014 01:09

Hallo Susanne

Meine Frau und ich kommen aus Singen bzw. aus Worblingen. Wir stottern beide. Wenn du magst kannst ja ne PN schreiben.

Viele grüße.
gS
"Seid doch nicht so unverantwortungslos"

Minou100
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Re: Kontaktsuche

Beitrag von Minou100 » 11. Juli 2014 10:59

Entschuldigt bitte, dass ich mich jetzt erst melde habe den Internetanschluss noch nicht so lange....versuche mal eine PN zu schreiben . L G Susanne

FLB
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Vorstellung

Beitrag von FLB » 21. Juli 2014 21:10

Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem dieses Forum entdeckt und mich vorhin angemeldet.
"Sich Vorstellen" ist eigentlich so garnicht mein Ding (=kann ich irgendwie nicht?!?), trotzdem versuche ich
das mal, weil ich denke das es sinnvoll ist.

Ich komme aus Krefeld, bin Mitte 40, männlich, und stottere seid meiner Jugend.
Erst seit den letzten - grob - 15 Jahren ging es mir immer besser, auch das Stottern hat sich stark gebessert.
Vorlesen ist immernoch ein Drama, mit einem bestimmten Wort auf eine Frage antworten müssen geht garnicht (PANIK!!!). Telefon mag ich nicht.
Was ich intuitiv gelernt habe, ist, problematische Wörter/Silben zu vermeiden oder den Satz Sekundenbruchteile bevor, oder wenn ich ihn schon begonnen habe, umzubauen. Manchmal führt dies zu ungewöhnlicher Grammatik- oder Satzkonstruktionen :-)

Problematisch sind für mich Wort(-teil)anfänge wie P,B,T,K usw, wenn es ganz "schlimm" kommt - das hatte ich aber länger nicht - auch M und N.

Weiter möchte ich mich erstmal nicht "outen", jedenfalls nicht öffentlich.

So, bei Fragen trotzdem fragen :-)
Notfalls antworte ich "privat".

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T_homas
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Re: Vorstellung

Beitrag von T_homas » 22. Juli 2014 11:06

Hallo,

das Vermeiden eignet sich jeder über Kurz oder Lang an,ist bei mir genauso und bei allen anderen bestimmt auch.
Bin seit geraumer Zeit in Sprechtherapie und da stottere ich auch nicht,zumindest für die Logopäden.
Im Inneren schon,nur weiß ich genau im Vorfeld wann ein Block kommt und kann sichtbare/hörbare Blocks in nichtsichtbare,-hörbare umwandeln,der Zuhörer meint dann es wäre alles bestens.

Zudem tausche ich genauso Wörter aus,alles muss in Bruchteilen einer Sekunde funktionieren,das alles an Konzentration kann man aber nicht lange aufrechterhalten,außerdem strengt es zu sehr an.

Meine Logopäden meinen auch schon nach bestimmt 20 Sitzungen:Ich bin mal gespannt wann ich sie mal stottern höre.

Klar ist das toll,es geht ja (denkt man),man fällt vllt. in gewissen Situationen nicht auf,aber der Rahmen ist auch mit ohne Druck und Stress verbunden.

Woander siehts da schon wieder anders aus und ein Erfolg in gewissen Situationen mal flüssig zu reden mit Vermeiden ist es auch nicht.

Das Stottern ist weiterhin da und kontrolliert einen,deswegen muss man die Vermeidung abbauen,nur so kann man an seinem Stottern arbeiten und es verbessern.

Natürlich einfacher geschrieben als getan,ich scheue mich da auch jedes Mal und nur mit ambulanter Therapie geht es auch nicht.

Ungewöhnliche Satzkonstruktionen mit Wörtern die absolut da nicht reinpassen sind auch nicht ungewöhnlich,ist bei mir auch ab und an.Man kann sich nicht auf alles zu 100% gleich konzentrieren während man sich auf Vermeidung,Satzaufbau und Blocklösung fokussiert,irgendwas bleibt dann auf der Strecke.


mfg
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

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Re: Vorstellung

Beitrag von FLB » 22. Juli 2014 23:11

T_homas hat geschrieben: Das Stottern ist weiterhin da und kontrolliert einen,deswegen muss man die Vermeidung abbauen,nur so kann man an seinem Stottern arbeiten und es verbessern.
Hallo Thomas,
danke für Deine Antwort - das scheinen wir uns ja recht ähnlich zu sein :-)

Nein, im allg. kontrolliert mich das Stottern nicht mehr - in normalen Alltagssituationen, abgesehen von den erwähnten, stottere ich nicht viel und ich denke inzwischen auch nicht mehr ständig über "Stottern" nach.
Ich bin einfach mit den Jahren relaxter und selbstbewusster geworden, das hat den Hauptteil ausgemacht. Natürlich stottere ich weiterhin - aber die Häufiggkeit dessen ist stark gesunken. Ich war ein starker Stotterer
und hatte lange auch starke Sprechangst.

Aktuell geht es mir gut, so wie es ist. Und solange das so bleibt, mache ich auch nichts daran. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht (damals) daß - je mehr ich damit Beschäftigte - bzw. je mehr mich das Stottern beschäftigte ;-), d.h. je mehr ich mir "einen Kopf" machte, es schlimmer wurde. Wahrscheinlich auch wegen der Sprechangst.
Ich seh das jetzt alles relaxt und locker.. und stottere (deswegen!) sehr sehr viel weniger. Das ist ok für mich und ich kann damit leben. Fast immer. Vorlesen ist nicht so wichtig..

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Re: Vorstellung

Beitrag von FLB » 22. Juli 2014 23:57

p.s. :-)

Gibt es hier im Forum jemanden aus Krefeld oder Umgebung ?

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selina
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Neu hier! :)

Beitrag von selina » 13. Oktober 2014 23:21

Hallo alle zusammen!

Ich habe mich gerade angemeldet und würde mich gerne vorstellen.
Mein Name ist Selina und ich bin 20 Jahre alt.
Schon als ich klein war (1./2. Klasse), war ich bei einer Logopädin- allerdings wegen der Schwierigkeit s und sch auseinanderzuhalten
und nicht wegen dem Stottern. In den darauffolgenden Jahren hatte ich keinerlei Sprachschwierigkeiten.
Ich hab mich in der Schule immer sehr gerne beteiligt, ich habe immer liebend gerne vorgelesen oder Referate gehalten.
Bis zur 5./6.. Klasse war auch noch alles in Ordnung, ich habe sogar an öffentlichen "Vorlesewettbewerben" erfolgreich teilgenommen.
Ca. in der 7. Klasse hat es plötzlich angefangen mit dem Stottern und das sehr stark. Wenn ich aufgerufen wurde zum Vorlesen blieb ich
eigentlich an jedem Wort hängen. Es war die Hölle für mich. Es gibt bestimmte Laute, dir mir Schwierigkeiten bereiten (vorallem vermeintlich
harte Laute wie K, P, B..) aber wenn ich unter Stress stehe, bleibe ich fast an jedem Laut hängen. Es gibt und gab bessere und schlechtere Phasen.
Bald begann ich mit einer Therapie bei einer Logopädin. Fast 2 Jahre war ich bei ihr und wirklich verbessert hat sich dadurch nichts. Die erlernten Techniken
brachten mich nicht wirklich weiter. Letztendlich wurde ich entlassen, mit dem Hinweis, dass sie mit mir nicht mehr tun könnte. Es sei wohl psychisch bedingt.
Seitdem habe ich keine therapeutische Hilfe mehr genommen (seit ca. 5 Jahren). Besondere Schwierigkeiten habe ich mit dem Telefonieren, ich umgehe es wo ich nur kann. Ich spreche lieber persönlich mit Menschen, als mit Ihnen zu telefonieren. Ich habe das Gefühl, dass es unter anderem daran liegt, dass das Stottern vorallem dann auftritt, wenn ich "auf Abruf" etwas bestimmtes sagen muss (zB am Telefon die Vorstellung). Des Weiteren stottere ich häufig, wenn ich mich mit meinem Namen vorstellen muss. Aufgrund dessen ist es schon häufiger vorgekommen, dass sich jemand mir vorstellt, mir die Hand reicht und ich statt mit meinem Namen nur mit einem Hallo reagiere, um dem Stottern zu entgehen. Es gibt viele Situationen, die ich umgehe, für die ich mich aber schäme, weil ich weiß, dass sich das eigentlich nicht gehört (Wenn ich mich jemandem nicht vorstelle oder wenn ich jemanden nicht zurückrufe trotz Nachricht auf der Mailbox)
Ich bin eigentlich ein sehr kontaktfreudiger Mensch, ich würde gerne Vorträge halten oder mich sofort um alles telefonisch kümmern, anstatt es so umständlich zu machen, aber die Angst vor dem Stottern hindert mich ungemein.

Ich hoffe, es hat sich jemand die Mühe gemacht, meinen langen Text durchzulesen. Danke schon einmal dafür :)

Ich würde mich freuen, wenn sich hier nette Kontakte zu anderen Stotterern ergeben und man sich bestenfalls über Probleme und Hilfreiches
austauschen kann.

:)

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Roland Pauli
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Re: Neu hier! :)

Beitrag von Roland Pauli » 14. Oktober 2014 00:39

Hallo Selina,

super, dass du dich hier eingefunden hast.
Herzlich willkommen.

Wenn du bis zur 6. Klasse so gut gesprochen hast, kannst du wohl davon ausgehen, dass dein Stottern relativ gut behandelbar sein könnte.

Schön, dass du deine Situationen so gut beschrieben hast.

Ich selbst hatte bis vor 16 Jahren so lange Blockaden, dass einige Leute einfach aufgelegt oder mich blöd angemacht hatten. Ich war kurz vor dem Verstummen, wenn ich nur den Hörer in die Hand genommen hatte, um einen Kunden anzurufen.

Vorträge zu halten, ist eine Standardsituation, die sich relativ schnell gut bewätigen lässt, auch wenn du dir das momentan überhaupt nicht vorstellen kannst. Denn wenn du dir bewusst machst, dass du den Beginn des Vortrags bestimmen kannst und auch dein Sprechtempo, das dir liegt, kannst du dich mit einiger Übung realtiv schnell auf der sicheren Seite fühlen.

Hier findest du eine Möglichkeit sich mental auf Voträge vorbereiten zu können:

Vorwort:

Diese Leitsätze lese ich erst für mich alleine an dem Pult, an dem ich später meinen Vortrag halten werde. Eventuell spreche ich sie ins Mikrofon, wenn ich den Vortrag mit Mikrofon halten werde. Diese Leitsätze erinnern mich an meine rhetorischen Grundlagen und geben mir viel Sicherheit. Durch lautes Lesen mit hoher innerer Beteiligung setze ich die Inhalte dieser Leitsätze um und bekomme dadurch ein gutes Sprechselbstbewusstsein. Zuerst übe ich meinen Text für mich alleine. Wenn ich durch sorgfältige Nachbereitungen sicher geworden bin, trage ich ihn auch anderen vor und lasse mir Feedback geben. Durch mehrfaches Wiederholen bekomme ich immer mehr Sicherheit und freue mich, dass ich den Mut und die Zuversicht habe, diesen Vortrag zu halten.

1 Ich atme ruhig.
2 Ich spüre eine tiefe Ruhe in mir.
3 Ich bin völlig locker.

4 Ich habe mich inhaltlich gut vorbereitet.
5 Ich gehe mit ruhigen, zügigen Schritten zum Rednerpult.
6 Ich stelle mich aufrecht hinter das Rednerpult.

7 Ich lege meinen Text auf das Pult.
8 Ich lese mir den ersten Satz gedanklich flüssig durch.
9 Ich habe so viel Zeit wie ich brauche.

10 Ich schaue wohlwollend in die Runde.
11 Ich gönne mir 3 Sekunden Pause.
12 Ich öffne langsam meinen Mund.

13 Ich lasse sanft meinen Atem kommen.
14 Ich spüre die Kühle beim Einatmen.
15 Mit der Kühle meines Atems fühle ich Ruhe.

16 Ich lasse mir Zeit, meine Formulierungen zu finden.
17 Ich spreche ruhig.
18 Ich halte gut Blickkontakt.

19 Ich spreche klar und artikuliert.
20 Beim Komma hebe ich meine Stimme und beim Punkt senke ich sie ab.
21 Ich hebe und senke meine Stimme und verleihe ihr viel Ausdruckskraft.

22 Ich verändere bewusst die Lautstärke, um sinnbetont zu sprechen.
23 Ich werde gut verstanden.
24 Ich freue mich, vor meinen Zuhörern natürlich und selbstbewusst zu sprechen.

25 Ich fühle mich völlig sicher.
26 Ich freue mich auf meinen Vortrag.

Dir alles Gute, Selina

LG

Roland

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Jaspis
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Re: Neu hier! :)

Beitrag von Jaspis » 14. Oktober 2014 09:37

Hallo Selina,
herzlich willkommen hier!
Ich habe mich in vielen Stellen Deines Textes selbst erkannt, als ich so alt war wie Du. Es wird Dir nicht sofort helfen, aber hoffentlich doch Hoffnung machen, dass es mir inzwischen, aber da liegen mehr als 20 Jahre dazwischen, viel besser geht mit dem Sprechen.
Ich habe erst mit Ende 20 zur Stotterer-Selbsthilfe gefunden und es im Nachhinein sehr bedauert, dass ich nicht schon viel früher darauf gestoßen bin, denn mit Anfang-Mitte 20 hätte ich als Studentin sehr viel mehr Zeit gehabt ...
Es gibt inzwischen eine "junge Szene" innerhalb der Selbsthilfe, die Flow-Sprechgruppen. Gerade fand wieder das jährliche bundesweite Treffen der Stotterer-Selbsthilfe in Heidelberg statt und es waren wieder viele junge Leute dabei. ich würde Dir gern den Rat geben, Dich an diese "jungen" Gruppen zu wenden, sie sind gut vernetzt und unterstützen sich gegenseitig: http://www.flow-sprechgruppe.de/ Vielleicht gibt es eine Gruppe in deiner Nähe?

Den Satz "Es sei wohl psychisch bedingt." habe ich auch oft zu hören bekommen - und es irgendwann selbst geglaubt. Allerdings könnte es wirklich sein, wie von Roland schon geschrieben, dass Du im Grunde nur ein leichtes Stottern hast und viel Sprechangst dabei ist. Diese Sprechangst kann man tatsächlich besser "psychisch" bearbeiten. Mir selbst hat das sehr geholfen, bei mir war die Sprechangst immer größer als das eigentliche Stottern. Ich habe also gelernt, die Sprechangst abzubauen und mit dem Reststottern besser umzugehen. In den meisten Bereichen klappt das ganz gut, z.B. auch beim Telefonieren, da liegen Welten zwischen meiner früheren Telefonangst und dem heutigen fast normalen Verhältnis zum Telefon.

Ich wünsche Dir hier viele Kontakte und einen guten Austausch!
Gruß, Jaspis!

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Max84
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Ein herzliches Hallo!

Beitrag von Max84 » 7. Juli 2015 21:08

Ich heiße Max, bin 31 Jahre alt und stottere seit meinem 6. Lebensjahr. Vor geraumer Zeit habe ich mich in diesem Forum angemeldet, es aber nicht weiter beachtet. Heute habe ich längere Zeit gestöbert und beschlossen, mich vorzustellen und ein paar Auszüge aus meinem Lebensweg preiszugeben.

Den typischen Leidensweg, den ich hinter mir habe, kennt jeder Stotterer. Hänseleien in der Schule, Kommunikationsprobleme mit fremden und bekannten, auch "engen" Menschen, Ängste, Hoffnungen. Das ständige Auf und Ab eben. Erste logopädische Sitzungen im Kindesalter brachten keinen Erfolg. So zog ich das Stottern mit mir weiter, bis ich mich mit 18 Jahren für die Del-Ferro-Therapie entschied. Das Ergebnis während der Therapie war phänomenal. Zum ersten Mal dachte ich, ich kann flüssig sprechen und mein Selbstbewusstsein schoss förmlich in die Höhe. Die Ernüchterung kam im Alltagsleben leider umso schneller zum Vorschein. Das Konzept passte einfach nicht zu den alltäglichen Situationen.

Als selbstständiger Unternehmer mit Personalverantwortung und täglichem, persönlichem, wie telefonsichem Kundenkontakt werde ich ständig mit meinem "Problem" konfrontiert. Von den Schwierigkeiten, wenn Emotionen im Spiel sind ganz zu schweigen, fällt mir der Alltag oftmals sehr schwer. Entspannungsübungen, wie progressive Muskelentspannung, lindern meine inneren Verspannungen etwas, aber diese Barriere im Kopf lässt sich einfach nicht knacken.

Seit Anfang 2014 stelle ich mich als Patient einer Berufsfachschule für Logopädie zur Verfügung. Die erlernte Technik des weichen Stimmeinsatzes klappt ganz gut, aber ich merke einfach, dass mein Kopf auch ein ganz großes Wörtchen mitredet.

Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

Viele Grüße aus Augsburg,
Max

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Re: Ein herzliches Hallo!

Beitrag von Roland Pauli » 7. Juli 2015 23:18

Max84 hat geschrieben:... So zog ich das Stottern mit mir weiter, bis ich mich mit 18 Jahren für die Del-Ferro-Therapie entschied. Das Ergebnis während der Therapie war phänomenal. Zum ersten Mal dachte ich, ich kann flüssig sprechen und mein Selbstbewusstsein schoss förmlich in die Höhe. Die Ernüchterung kam im Alltagsleben leider umso schneller zum Vorschein. Das Konzept passte einfach nicht zu den alltäglichen Situationen...
Hallo Max,

auch ich hatte in dieser Therapie tolle Erfolge, die sich aber leider in den Alltag nicht übertragen ließen. Auch die üblichen Entspannungstechniken halfen im Alltag nicht.

Glücklicherweise fand ich meinen mentalen Weg, der mich seit vielen Jahren begleitet und dem ich eine sehr hohe Lebensqualität zu verdanken habe. Als Selbständiger ist gerade das Telefonieren mit Neukunden für mich seit vielen Jahren ein wichtiger Eckpfeiler meiner Tätigkeit geworden. Kleine Symptome in kritischen Situationen nehme ich inzwischen gelassen zur Kenntnis, weil ich erfahren habe, dass sie keinen Einfluss auf eine gute Komunnikation haben.

Ich wünsche dir ähnlich gute Erfolge mit deinem weichen Stimmeinsatz.

Liebe Grüße aus Erlangen

Roland

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Re: Ein herzliches Hallo!

Beitrag von Torsten » 8. Juli 2015 11:48

Hallo Max,

herzlich willkommen im Forum auch von mir. Was du über deine Del-Ferro-Erfahrungen schreibst, ist sehr interessant - ich meine, dass die Methode während der Therapie gut gewirkt hat, im Alltag dann aber nicht.

Gruß, Torsten
www.stottertheorie.de

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Re: Ein herzliches Hallo!

Beitrag von Heiko Bräuer » 8. Juli 2015 17:56

Max84 hat geschrieben:
Als selbstständiger Unternehmer mit Personalverantwortung und täglichem, persönlichem, wie telefonsichem Kundenkontakt werde ich ständig mit meinem "Problem" konfrontiert. Von den Schwierigkeiten, wenn Emotionen im Spiel sind ganz zu schweigen, fällt mir der Alltag oftmals sehr schwer. Entspannungsübungen, wie progressive Muskelentspannung, lindern meine inneren Verspannungen etwas, aber diese Barriere im Kopf lässt sich einfach nicht knacken.

Seit Anfang 2014 stelle ich mich als Patient einer Berufsfachschule für Logopädie zur Verfügung. Die erlernte Technik des weichen Stimmeinsatzes klappt ganz gut, aber ich merke einfach, dass mein Kopf auch ein ganz großes Wörtchen mitredet.

Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

Viele Grüße aus Augsburg,
Max
Hallo Max,

auch auf diesem Wege von mir ein herzliches Willkommen.

Das du selbständiger Unternehmer geworden bist, finde ich toll und zeigt mir, dass du schon ganz gut mit deinem Stottern klarkommst.
Dazu gehört meiner Meinung nach viel Mut und auch viel Selbstbewusstsein, wovon einige Stotterer leider zu wenig haben und daher eher einen Beruf wählen, wo man weniger sprechen muss.
Mich würde einmal interresieren, wie es dazu gekommen ist, das du dich selbständig gemacht hast? Hattest du nie Bedenken wegen deines Stotterns?

Gruß Heiko

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Re: Ein herzliches Hallo!

Beitrag von Max84 » 8. Juli 2015 20:06

Vielen Dank für euere Willkommensgrüße, das freut mich sehr.

@Roland

Deine Zeilen lesen sich toll. Ich denke, dass wird auch mein Weg werden. Vermutlich ist es besser, mit dem "Problem" zu leben und die Angst davor zu verlieren, als ständig zu versuchen, dagegen anzukämpfen. Ich habe mich bereits bei dir gemeldet ;-)

@Torsten

Während der Therapie war man in einem geschütztem Bereich - verglichen mit einem Cocon. Wie schon geschrieben, war der Wechsel von diesem Bereich in die Realität sehr hart. Als ich gemerkt habe, dass es nicht funktioniert hat, war ich natürlich sehr enttäuscht und es nahm seinen Lauf....

@Heiko

Vielen Dank für dein Lob. Man "muss" ja irgendwie mit dem Stottern klarkommen. Ich bin Gott sei Dank nicht der Typ, der sich zu sehr versteckt, aber der tägliche Kampf macht auch sehr mürbe. Meine Eltern hatten einen Betrieb, den ich übernommen habe. Bedenken habe ich jeden Tag, gerade vor unangenehmen Gesprächssituationen und speziell am Telefon.

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