Stottern den negativen Touch nehmen...

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Re: Stottern den negativen Touch nehmen...

Beitrag von Quarti » 6. August 2016 21:33

Hallo. Ich bin neu hier. Ich möchte Ihre Geschichte erzählen. Im Alter von 5 Jahren, der Hund mich angegriffen und ich fing an zu Stottern. Jedes mal, wenn ich sah den Hund, ich begann zu Weinen und zu Stottern. Stress verursacht die ständigen Angriffe der Wiederholung von Buchstaben. Im fortgeschrittenem Alter habe ich mich entschieden, auf ein unglaubliches Experiment. Ich war ein freiwilliger in einem Tierheim für Hunde. Ich habe gelernt, mit Ihnen zu kommunizieren und sah Sie unglücklich. Mein Stottern vergangen. Ich glaube, dass das erworbene Stottern erfordert einen individuellen Ansatz. Nicht immer Allgemeine Methoden helfen können.
[von der Moderation editiert]
Zuletzt geändert von Heiko Bräuer am 6. August 2016 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stottern den negativen Touch nehmen...

Beitrag von esche » 18. August 2016 17:31

Hallo zusammen,
ich fang mal mit einer eigentlich völlig harmlosen Begebenheit an. Neulich in der Arbeit erwähnte eine Kollegin völlig wertfrei das Wort "Stottern", da sie (Normalsprecher) sich an irgendeinem Wort aufgehängt hatte. Zeitgleich fuhr es mir wie ein Blitz durch den Körper, noch bevor ich überhaupt das Gesagte bewusst verarbeiten konnte. Und das, wo ich doch meinte, dass ich schon viel weiter bin in meiner Einstellung diesem Thema gegenüber.

Ich finde nun, nach über einem Jahr intensiver Auseinandersetzung damit, auch nichts mehr "böses", unerlaubtes oder was auch immer, obwohl ich das wohl in meiner Kindheit so mitbekommen habe. Da wurde mir, als ich etwa 8 war, ziemlich entsetzt gesagt: "du stotterst ja :shock: ". Das hat anscheinend einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Das habe ich eigentlich ganz gut für mich erkannt, einsortiert und auch ins Positive geändert. Inzwischen würde ich mich wohl darüber freuen nach dem Motto "Na endlich merkts mal jemand!". 8)

Aber irgendwas in irgendwelchen Hirnregionen, die der Verstand nicht steuern kann, ist da sehr hartnäckig und findet immer noch, dass Stottern diesen negativen Touch hat, und da komm ich nicht ran. Auch ist es mir vermutlich deshalb nicht möglich, bewusst Stotterstellen hörbar durchzuziehen. Da ich nur sehr leicht stottere und normalweise vorher merke, wenn was nicht funktioniert, ergreife ich völlig automatisiert irgendwelche Maßnahmen, um so flüssig wie möglich weiterzusprechen, siehe "Flüssigsprechen zum Nulltariv": http://forum.bvss.de/viewtopic.php?f=1&t=4364
Ja, ich weiß, das ist jetzt eher ein Luxusproblem :roll: - eigentlich sollte ich ja darüber froh sein, aber ich würde mich besser fühlen, wenn ich da nicht so ferngesteuert wäre... nur reicht es scheinbar nicht aus, seine Einstellung zu ändern, sondern die Urinstinkte (oder was auch immer das ist) müsse auch irgendwie mitgenommen werden. Aber wie?

LG esche

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Re: Stottern den negativen Touch nehmen...

Beitrag von PetraS » 20. August 2016 09:06

Hallo Esche,
esche hat geschrieben: Ja, ich weiß, das ist jetzt eher ein Luxusproblem :roll: - eigentlich sollte ich ja darüber froh sein, aber ich würde mich besser fühlen, wenn ich da nicht so ferngesteuert wäre... nur reicht es scheinbar nicht aus, seine Einstellung zu ändern, sondern die Urinstinkte (oder was auch immer das ist) müsse auch irgendwie mitgenommen werden. Aber wie?
Ich wüsste da was, liebe Esche!
Komm doch zum Buko, dort wirst du sicherlich turbo-desensibilisiert, wenn du mit so vielen Stotterern zusammen bist!
Gruß
Petra

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Re: Stottern den negativen Touch nehmen...

Beitrag von Märchenzähler » 13. Dezember 2016 09:23

PetraS hat geschrieben:Nein, Sprechen hat keinen negativen Touch, Sprechen ist das Ideal, Stottern der klägliche Versuch, diesem Ideal nachzueifern.
Wenn ich stottere, dann versuche ich, dem Ideal des Sprechens nachzueifern?
Was für ein schönes Hafenkäse-Märchen für meine Sammlung!

Und was kommt raus, wenn ich es nicht versuche? Zwerg-Grummeln?

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