3-jährige Tochter "Mama, ich kann nicht sprechen"

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Tita2017
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3-jährige Tochter "Mama, ich kann nicht sprechen"

Beitrag von Tita2017 » 12. Februar 2017 22:30

Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu auf dieses Forum gestoßen und habe mich gerade angemeldet, um hier schreiben zu können.

Seit 5 Tagen stottert meine 3-jährige Tochter. Von 0 auf 100. Ich habe sie vom Kindergarten abgeholt, gefragt wie der Tag war, und sie sagte: Ich will nicht sprechen. Das waren wohl die ersten Anzeichen..

Das Stottern ist mir dann am Nachmittag aufgefallen. Bis zu 20 Wiederholungen pro Anfangssilbe, am Satzanfang aber auch mittendrin. Es handelt sich also definitiv nicht um kleinkindtypische Sprachungenauigkeiten, sondern um richtiges Stottern.
Sie merkt auch selbst, dass etwas nicht stimmt. Ganz schlimm ihr Satz vor 2 Tagen: Mama, ich kann nicht sprechen.

Ich habe mich eingelesen in die Materie, versuche ganz entspannt umzugehen mit dem Thema.

Was ich nicht möchte: Dass sie aus Angst das Sprechen vermeidet. Sie lebt über Sprache. Immer am Singen, Sprechen, Erzählen! Obwohl sie nicht sehr schnell beim Wörter Lernen etc. war, auch ihre Aussprache ist etwas undeutlicher als bei ihrer kleinen Schwester (die sehr sprachbegabt scheint mit knapp 2), aber alles absolut in der Norm. Wir hatten gerade erst unsere U7a und sie hat problemlos bestanden. Das war vor wenigen Tagen, da hat sie noch gar nicht gestottert...

Vor zwei Tagen habe ich gemerkt, dass sie stiller wird..

Zum Glück war heute alles gut, sie hat - trotz Stottern - viel gesprochen, wir hatten viel Spaß.

Morgen geht nach 4 Tagen Pause, sie war auch krank dazwischen, der Kindergarten wieder los. Und ich mache mir Sorgen. Habe Angst, dass die anderen Kinder auf ihr Stottern reagieren könnten und sie verunsichern...

Ich freue mich über jeglichen Austausch und eure Kommentare. Ich komme selbst aus dem Sprachlehrbereich, habe also viel Ahnung von Sprache, aber null Ahnung vom Stottern.

Herzliche Grüße

Titas Mama

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PetraS
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Re: 3-jährige Tochter "Mama, ich kann nicht sprechen"

Beitrag von PetraS » 13. Februar 2017 08:56

Hallo Titas Mama,
ich lese gerade deinen Bericht und möchte dich erst einmal auffordern, ruhig und besonnen zu bleiben.
Ja, Stottern tritt oftmals von jetzt auf gleich auf.

Du solltest jetzt beobachten, die Menschen drumherum (Erzieherinnen, Mütter der Freundeskinder) auf die Situation aufmerksam machen, damit sie nicht unnötig dauernd das Kind zu "nur mal langsam" "hol mal tief Luft" auffordern, und lies mal die alten Threads im Bereich Fachberatung.

Die Fachberatung der BVSS ist nur noch telefonisch erreichbar, womit du einen viel schnelleren Draht zu ihnen bekommst.
Ich an deiner Stelle würde mir - neben den Tipps hier - schnelle Hilfe bei der telefonischen Fachberatung holen.

Petra

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Beitrag von F.J.Neffe » 28. April 2017 10:32

Mir wurden immer wieder gute Erfahrungen bei den verschiedensten Kinderproblemen durch Schlafsuggestion berichtet.
Wenn das Kind schläft, lenkt nichts ab und du kannst direkt mit den tatsächlich zuständigen Kräften sprechen, sie achten und anerkennen, auftanken und aufrichten, ihnen ihre mögliche gute Entwicklung beschreiben, sie dafür begeistern, ihnen einen klaren Auftrag dafür geben. Jeden Abend ein paar Minuten für ein gutes Gespräch mit den Talenten und Potentialen. Beispiele findest du im Coué-Brief 9 zur Schlafsuggestion oder auch auf www.coue.it.
Guten Erfolg!
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Re: 3-jährige Tochter "Mama, ich kann nicht sprechen"

Beitrag von turnschuh » 29. April 2017 22:46

...ich glaube im ersten Schritt müssen die Eltern mal beruhigt und das ganze Thema "Stottern" versachlicht werden. Ich denke, dass Eltern, die bisher zum Stottern keinen Bezug hatten, erschrecken und sich deshalb hier Hilfe suchend melden.

Insofern wäre es sicherlich das beste, sich zunächst fachlich und kompetent beraten zu lassen, was es mit dem Stottern auf sich hat. Dann kann man als Eltern hoffentlich etwas ruhiger und souveräner mit umgehen.

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Beitrag von F.J.Neffe » 29. April 2017 22:58

Ein wirklich wichtiger, guter Tip, das mit dem Beruhigen der Eltern und der Versachlichung des Themas!
Aber warum dann wieder NUR über das Stottern beraten und für die menschliche Seite gar nichts tun ???
Der Mensch besteht doch nicht bloß aus Stottern oder Nichtstottern.
Wer stottert ist auch ein ganzer, kompletter MENSCH.
Mit faszinierenden Talenten.
Franz Josef Neffe
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Re: Den Menschen nicht vergessen

Beitrag von PetraS » 30. April 2017 21:21

Hallo,
F.J.Neffe hat geschrieben:
29. April 2017 22:58
Aber warum dann wieder NUR über das Stottern beraten und für die menschliche Seite gar nichts tun ???
Ich denke, weil es in diesem Forum vornehmlich um Stottern geht und ich sicher bin, die Eltern der kleinen Tita wissen ganz genau, was ihrem Kind gut tut.
Der Mensch besteht doch nicht bloß aus Stottern oder Nichtstottern.
Wer stottert ist auch ein ganzer, kompletter MENSCH.
Ich sehe nicht, wo dies irgendwer in Abrede gestellt hätte.
Allerdinge ist einer besorgten Mutter mit solch einem Spruch leider nicht geholfen.

Mich würde ehrlich interessieren, wie es mit der Kleinen weitergegangen ist.
Würde mich über ein Feedback freuen.
Petra

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Re: Sprechkräfte lösen, stärken, zum Wachsen bringen

Beitrag von kovox » 1. Mai 2017 18:58

F.J.Neffe hat geschrieben:
28. April 2017 10:32
Mir wurden immer wieder gute Erfahrungen bei den verschiedensten Kinderproblemen durch Schlafsuggestion berichtet.
Das ist interessant. Scheinbar werden diese Erfahrungen ausschließlich an Sie berichtet, denn mit einer Google-Suche finde ich keine. Stattdessen finde ich quer durch das ganze Internet ein ganze Latte von ähnlichen Beiträgen von "F.J.Neffe" in verschiedensten Internet-Foren - Epilepsie, Neurodermitis, Behinderungen, ganz allgemein zu Kindern und Familie. Hier nur ein paar Links:
http://www.intakt.info/forum/forum/them ... Epilepsie=
http://www.neurodermitisportal.de/forum ... t3286.html
F.J.Neffe hat geschrieben:
28. April 2017 10:32
Wenn das Kind schläft, lenkt nichts ab und du kannst direkt mit den tatsächlich zuständigen Kräften sprechen, sie achten und anerkennen, auftanken und aufrichten, ihnen ihre mögliche gute Entwicklung beschreiben, sie dafür begeistern, ihnen einen klaren Auftrag dafür geben.
Sehr interessant. Welche Entwicklung soll man einem stotternden Kind beschreiben, das gerade zu stottern angefangen hat? Ich fürchte, Sie verstehen nicht, dass Stottern keine Vorstufe von Sprechen ist, in der ein Kind stecken geblieben ist, sondern gar keine Entwicklungsstufe ist.
F.J.Neffe hat geschrieben:
28. April 2017 10:32
Beispiele findest du im Coué-Brief 9 zur Schlafsuggestion oder auch auf www.coue.it.
Ich kann Ihr Beispiel nicht ganz übertragen. Helfen Sie mir bitte. Was soll ich meinem schlafenden Kind zuflüstern? Doch nicht etwa: "Um groß zu werden und gesund zu bleiben, brauchst du kein Stottern." Oder ist der Link nur eine Marketing-Maßnahme für Ihre Webseiten?

Beste Grüße,
Thorsten

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Beitrag von F.J.Neffe » 1. Mai 2017 19:40

Dass finde ich nett, dass man sich soviel Zeit nimmt für Befürchtungen und Vorhaltungen in diesem Forum.
Lieber Thorsten, du hast ja selbst entdeckt, in wie vielen Beiträgen im Net ich über Erfahrungen und Rückmeldungen und Ergebnisse berichtet habe.
Wenn du daraus etwas lernen magst: es steht dir zur Verfügung. Wenn nicht, dann danke ich dir einfach für alles, was du mir mit deinem Statement über dich offenbarst.
Franz Josef Neffe
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Re: Nett

Beitrag von kovox » 1. Mai 2017 20:37

F.J.Neffe hat geschrieben:
1. Mai 2017 19:40
Lieber Thorsten, du hast ja selbst entdeckt, in wie vielen Beiträgen im Net ich über Erfahrungen und Rückmeldungen und Ergebnisse berichtet habe.
Nein, genau das habe ich, wie oben erklärt, eben nicht entdecken können. Nur Ihre allgemein gehaltenen Werbestatements wie das obige.

Gern geschehen wegen der Offenbarung. Da Sie meinen Beitrag jedoch missverstanden haben, wird es wohl leider keine richtige sein.

Beste Grüße,
Thorsten

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Beitrag von F.J.Neffe » 1. Mai 2017 20:54

Ich werde mich hüten, dir deine Meinung zu nehmen.
Was tät ich damit?
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