Selbsthilfe - Qualifizierung von stotternden Menschen

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
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Michael13
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Re: Selbsthilfe - Qualifizierung von stotternden Menschen

Beitrag von Michael13 » 2. März 2009 00:47

Ich halte die Idee durchaus für sinnvoll, Mechthild, doch wie möchtest du die Sprechbehinderung anders bewerten als zum Beispiel "im allgemeinen weniger gutaussehend"? :)

Letzteres wird auch recht häufig als Problem bei der Jobsuche angeführt ... Und wer hilft da?
Wer legt fest, welche Kriterien vom der BA als förderungswürdig angesehen werden sollen und welche nicht?
Das geht in Richtung "Wettbewerbsverzerrung" würde ich meinen ...

Die Frage ist doch auch, ob es einer Institution wie dem Arbeitsamt überhaupt noch bedarf???

Ich bin immer noch der Meinung, dass ein richtiger Personaler schon weiß, worauf er oder sie schauen sollte ...
Wenn er oder sie es nicht tut, dann sagt das auch viel über die Firma aus ... und da ist man vielleicht auch ganz gut dran, dort den Job nicht bekommen zu haben.

Ansonsten bieten auch Universitäten und VHSen Kommunikationskurse an ... oder es gibt Selbsthilfegruppen :)

Ich halte die "Inpflichtnahme der BA bzw. der ARGEn" für nicht sinnvoll, weil es einfachere Lösungen gibt. Die BA ist eine der größten Behörden Europas ... was soll denn da heraus kommen?
Mag sein, dass das in den alten Bundesländern anders ist, doch hier in den NBL sind die BA & ARGEn schon mit den jetzigen Aufgaben völlig überfordert.
Was nicht heißt, dass es nicht möglich wäre ... doch wie gesagt, was versprichst du dir denn von einer solchen Initiative der ARGEn?

Wer Probleme hat, aufgrund seines Stotterns eine passende Arbeit zu finden, sollte dies am besten mit der Fallmanagerin klären und wenn das nicht erhört wird, mit deren Vorgesetzten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass der persönliche Kontakt da mehr bringt als Kurse.

Alles Gute, Micha.

---***---
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Re: Selbsthilfe - Qualifizierung von stotternden Menschen

Beitrag von ---***--- » 2. März 2009 01:27

Hi Micha,
Michael13 hat geschrieben:Ich halte die Idee durchaus für sinnvoll, Mechthild, doch wie möchtest du die Sprechbehinderung anders bewerten als zum Beispiel "im allgemeinen weniger gutaussehend"? :)
ich weiß nicht, welche Idee Du für sinnvoll hälst, meine hast Du nicht ansatzweise verstanden. Und ich erklär's Dir auch nicht näher, das würde sehr weit führen. So viel Zeit hab ich nicht.
Michael13 hat geschrieben: Wer legt fest, welche Kriterien vom der BA als förderungswürdig angesehen werden sollen und welche nicht?
Das geht in Richtung "Wettbewerbsverzerrung" würde ich meinen ...
Bahnhof.
Michael13 hat geschrieben:Die Frage ist doch auch, ob es einer Institution wie dem Arbeitsamt überhaupt noch bedarf???
Nein, das ist hier mal ausnahmsweise überhaupt nicht die Frage.
Michael13 hat geschrieben:ch bin immer noch der Meinung, dass ein richtiger Personaler schon weiß, worauf er oder sie schauen sollte ...
Wenn er oder sie es nicht tut, dann sagt das auch viel über die Firma aus ... und da ist man vielleicht auch ganz gut dran, dort den Job nicht bekommen zu haben.
Hört sich sehr nach "Die Trauben sind sauer an". Ich bezweifle, dass Du schon viele Personaler kennengelernt hast.
Michael13 hat geschrieben:Ich halte die "Inpflichtnahme der BA bzw. der ARGEn" für nicht sinnvoll, weil es einfachere Lösungen gibt. Die BA ist eine der größten Behörden Europas ... was soll denn da heraus kommen?
Mag sein, dass das in den alten Bundesländern anders ist, doch hier in den NBL sind die BA & ARGEn schon mit den jetzigen Aufgaben völlig überfordert.
Was nicht heißt, dass es nicht möglich wäre ... doch wie gesagt, was versprichst du dir denn von einer solchen Initiative der ARGEn?
Nur Du bist auf dem Gleis "Inpflichtnahme der BA bzw. der ARGEn"... :roll: :roll: :roll:
Michael13 hat geschrieben:Wer Probleme hat, aufgrund seines Stotterns eine passende Arbeit zu finden, sollte dies am besten mit der Fallmanagerin klären und wenn das nicht erhört wird, mit deren Vorgesetzten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass der persönliche Kontakt da mehr bringt als Kurse.
Und welche passende Arbeit hast Du nun von Deiner Fallmanagerin bekommen?

Ich denke, "aktives Zuhören" könnte auch ein Trainigsbaustein sein.

Mach et jut. M.

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Re: Selbsthilfe - Qualifizierung von stotternden Menschen

Beitrag von Michael13 » 2. März 2009 16:24

Hallo Mechthild,

wenn ich nach dem dritten Male durchlesen, es richtig verstanden habe, würdest du es für sinnvoll halten, wenn Maßnahmen, die Stotternde ergreifen, um auf den Arbeitsmarkt zu gelangen, von der BA oder den ARGEn finanziell unterstützt werden. Konkret betrifft dies Weiterbildungen, welche die kommunikativen Kompetenz betreffen (u.a.). Habe ich dies so richtig verstanden, liebe Mechthild? :) ... du weißt doch, dass ich manchmal etwas schwer von Begriff bin.

Kurz ein paar Antworten auf deine Fragen:
>Mechthild: Ich bezweifle, dass Du schon viele Personaler kennengelernt hast.
Antwort Micha: Ab wann beginnt bei dir "viele"? ... ich habe vielleicht 5-20 kennengelernt, je nachdem, ob man die Stellen im Studium mit dazu zählt, die Bewerbungsrunden bei Stipendien usw.

>Mechthild: Nur Du bist auf dem Gleis "Inpflichtnahme der BA bzw. der ARGEn"...
Da hast du wahrscheinlich recht und meine Wortwahl ist unglücklich, da helfen auch keine "" ...
Also, du sprachest von einer Finanzierung von Weiterbildungen & Qualifikationen ... wenn ich das denn richtig verstanden habe.

>Mechthild: Und welche passende Arbeit hast Du nun von Deiner Fallmanagerin bekommen?
Ich habe noch keine "passende Arbeit" bekommen und habe auch nie danach verlangt. Die Arbeit bzw. den Arbeitsplatz suche ich mir schon selbst aus :) ...
Wozu gibt's Internet, Telefon und Kontakte?
Im Großen und Ganzen ist die BA Verwaltung, Arbeitsvermittlung macht dort schon seit 10 Jahren in vielen Bereichen überhaupt keinen Sinn mehr - nicht bei diesen Strukturen.

>Mechthild: Ich denke, "aktives Zuhören" könnte auch ein Trainigsbaustein sein.
Volle Zustimmung, Mechthild.

Alles Gute, Micha.

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