"Lohnt sich eine BV-Mitgliedschaft?"

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
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Michael13
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"Lohnt sich eine BV-Mitgliedschaft?"

Beitrag von Michael13 » 31. Dezember 2007 00:37

Einen wunderschönen Guten Abend an alle,

das alte Jahr ist am Gehen, das neue am Kommen ... Zeit für Fragen des Rück- und Vorblicks.

Wie viele vielleicht mitbekommen haben, war dieses Jahr für die BVSS sehr turbulent. Die Mitgliederzahlen des Forums (siehe u.a. http://forum.bvss.de/viewtopic.php?t=1029) zeigen eine immense Zunahme in den Monaten September und Oktober. Vermutlich war dies beeinflusst durch die Entlassung der langjährigen Geschäftsführerin der IBS in Köln und den BuKo in Stuttgart. Auch 2008 wird es neue Entwicklungen geben, u.a. eine/n neue/n GeschäftsführerIn der IBS, wahrscheinliche Umstellung des BVSS-Forums, Kongress für stotternde Menschen in Dresden (der erste in den NBL seit mehr als 10 Jahren) ... die BVSS wird 30 Jahre alt (oder sehe ich das nicht richtig?) ...

Kurzum, es geht um ein Bewusstsein, wofür die BVSS steht und was sie will. Kann sie bzw. ihre Mitglieder dies so ausführen oder nicht? Alles hängt natürlich auch von der finanziellen Frage ab (auch 2008 müssen m.E. die Büroräume abbezahlt werden) sowie der Entwicklung der Mitgliederzahlen (welche seit 2004 rückläufig sind ... gibt es neue Tendenzen, dann bitte korrigiert mich).
... Ohne neue Mitglieder in der BV kein neuer Wind, keine neuen "Kunden", möglicherweise weniger Förderung usw. ... Neue Mitglieder werden also nötig sein.

Es stellen sich daher folgende Fragen:
Was bringt eine Mitgliedschaft in der BVSS für Vorteile mit sich?
Gibt es eventuell sogar Nachteile?
Gibt es andere Wege zur Selbsthilfe?
Warum werden jahrelange Mitglieder von SHGs keine BVSS-Mitglieder?

So weit, so gut ... Bis bald und alles Gute für 2008, ciao Micha.

Norbert

Beitrag von Norbert » 31. Dezember 2007 01:02

Muss ich jetzt gaaaaaaanz schneeeeeeeell anworten, bevor der Vorhang faellt? :lol:

Waere eventuell gut, dies woandershin zu verschieben? Sonst hat Micha ja auch keine Moeglichkeit mehr, hier zu lesen und zu antworten. Oder Fragen zu stellen...

N.

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Beitrag von ---***--- » 31. Dezember 2007 01:12

nAbend, Euch alten Unken :wink:,

1. diesen Bereich wird es vielleicht immer noch geben?
2. vielleicht kommt nur ein anderer hinzu in den die Mitglieder-Threads verschoben werden?
3. Dies hier wäre dann keiner.
4. Micha wird immer Fragen stellen können.
5. Und sowieso wieder Mitglied.
6. Weil er seine Wette verloren hat und uns allen ein Eis spendieren wird.
7. So schnell passiert hier nix.
8. Der Admin ist in Urlaub.
9. Und die Mods auch :biggrin

Mensch, die Gelegenheit, den :aufsmaul mal zu nehmen.

Guten Rutsch!
Mechthild

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Michael13
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Beitrag von Michael13 » 31. Dezember 2007 01:23

Danke, Mechthild, für deine Antwort ...

Dass mit dem Eis spendieren hast du so heraus gelesen wie du es gern wolltest ... Mal abgesehen davon gibt's hier im Osten nur "Moskauer Eis" ... dat wollen "Wessis", die Angst vor den Commies haben, eh nicht (war'n Scherz :) ... naja, okay, Moskauer Eis gibt's wirklich ... gibt ja auch viele Russen in Dresden).

Zudem wäre es schön, wenn du als ehemalige Moderatorin so viel Feingefühl für die Leitung einer Diskussion aufbringen könntest, auch auf die eingangs gestellten Fragen einzugehen :) ... bitte nicht persönlich nehmen, Mechthild, doch ich sollte wohl - wenn die Moderatoren im Urlaub sind - mal etwas korrigierend eingreifen. So verstehe ich Moderation ... entschuldige mein Tun bitte :)

Also, nochmals die Fragen:
Was bringt eine Mitgliedschaft in der BVSS für Vorteile mit sich?
Gibt es eventuell sogar Nachteile?
Gibt es andere Wege zur Selbsthilfe?
Warum werden jahrelange Mitglieder von SHGs keine BVSS-Mitglieder?


In diesem Sinne, alles Gute ... ciao Micha.

PS: Norbert, wir haben die Versicherung eines BVSS-Mitgliedes, dass wir auch übermorgen noch hier schreiben können ... also, leg los :)

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Beitrag von Frankie » 31. Dezember 2007 09:49

Michael13 hat geschrieben: Was bringt eine Mitgliedschaft in der BVSS für Vorteile mit sich?
Eigentlich keine richtig greifbaren Vorteile, außer den Ermäßigungen bei Seminaren etc. und den Bezug des Kieselsteins... Warum bin ich aber trotzdem seit über 20 Jahren Mitglied? Dies kann ich in Abwandlung eines berühmten Zitats so beantworten:

"Frage nicht, was die Stotterervereinigung für dich tun kann, sondern was Du für die Stotterervereinigung tun kannst."

Mit anderen Worten: Unterstützung der Arbeit einer Vereinigung, die ich für sinnvoll erachte.

Grüße,
Frank

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Beitrag von ---***--- » 31. Dezember 2007 10:38

Lieber Micha,
Michael13 hat geschrieben:Zudem wäre es schön, wenn du als ehemalige Moderatorin so viel Feingefühl für die Leitung einer Diskussion aufbringen könntest, auch auf die eingangs gestellten Fragen einzugehen
Ich bin sehr wohl auf die Diskussion eingegangen!
Nämlich Deine Vermutung, das Forum der BVSS würde "umgestellt" werden, auch darauf ist Norbert eingegangen. (nein, ich nehme es nicht persönlich, hoffentlich nimmst Du es nicht persönlich, dass ich Dir hiermit ausgewiesen habe, die unterschiedlichen Facetten eines Textes nicht erfasst zu haben , :wink:)

Deine Fragen hast Du hier schon so häufig gestellt. Und ich habe sie mehrfach beantwortet. Bist Du wirklich an Antworten interessiert?

Mir fällt auf, dass es für Dich bei der BVSS-Mitgliedschaft um ein Preis-Leistungsverhältnis geht, um eine Kosten-Nutzen-Rechnung. So eine Denkweise ist mir bei der Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Verein völlig fremd. Auch ich bin seit fast 20 Jahren Mitglied (genau weiß ich es nicht, bestimmt seit 1991), einfach, weil ich es sehr unterstützenswert fand und finde, die Belange von Stotterern zu vertreten. Und aus diesem Grund engagiere ich mich, nach meinen Möglichkeiten und Kräften. Und bezahle sogar dafür. Genau wie es Frank schreibt:
"Frage nicht, was die Stotterervereinigung für dich tun kann, sondern was Du für die Stotterervereinigung tun kannst."

Haben 60 Jahre Sozialismus und 17 Jahre Turbokapitalismus im Osten jeden Sinn für das Engagement für eine Gemeinschaft erstickt? (provokante Frage, ich weiß, es gibt hier viele aus "dem Osten", die sich engagieren)

Bitte Micha, mach keinen neuen Thread auf, das kannst Du hier beantworten, weil es um Deinen Thread und um einen Austausch geht, es geht um eine Stellungnahme von Dir.

Und weiterhin:
Guten Rutsch

Mechthild

PS: 20 neue Threads am vorletzten und letzten Tag in einem geschlossenen Bereich - raffiniert! aber zu spät, Deine Wette ist verloren, :P, gut, ich nehm auch Russen-Eis :? :biggrin

Norbert

Beitrag von Norbert » 31. Dezember 2007 11:39

Mechthild hat geschrieben:Mir fällt auf, dass es für Dich bei der BVSS-Mitgliedschaft um ein Preis-Leistungsverhältnis geht, um eine Kosten-Nutzen-Rechnung. So eine Denkweise ist mir bei der Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Verein völlig fremd. Auch ich bin seit fast 20 Jahren Mitglied (genau weiß ich es nicht, bestimmt seit 1991), einfach, weil ich es sehr unterstützenswert fand und finde, die Belange von Stotterern zu vertreten. Und aus diesem Grund engagiere ich mich, nach meinen Möglichkeiten und Kräften. Und bezahle sogar dafür. Genau wie es Frank schreibt:
"Frage nicht, was die Stotterervereinigung für dich tun kann, sondern was Du für die Stotterervereinigung tun kannst."
Hallo Mechthild - ja, so sehe ich es auch, eher als moralische denn als Kosten-Nutzen-Rechnung. Deshalb ist es aber auch berechtigt, seine Mitgliedschaft zu kuendigen wenn man mit einem Verein aus welchen Gruenden auch immer nicht [mehr] identifiziert werden moechte, sei es weil einem die Richtung nicht stimmt, oder weil das Verhalten der Verantwortlichen einem unmoralisch vorkommt. [*]

Denn auch wenn man nur zaehneknirschend weiterzahlt, von den in der Verantwortung stehenden wird das als begeisterte Zustimmung und Approbation verkauft, genau wie hier bei der Wahl 2005 nach dem Irak-Krieg.

Oder man geht einfach weil, wie ich jetzt mal Micha unterstelle, man annimmt dass diese Art der Interessensvertretung ueberholt ist und im Grossen und Ganzen mehr Schaden als Nutzen anrichtet (auch wenn ich dem nicht zustimme).

N.

[*]: Nacheditiertes PS: Und das ist dann ein wesentlicheres Engagement als das von Karteileichen, die jedes Jahr ohne groesseres Nachdenken ihren Obulus abzwacken.

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Beitrag von ---***--- » 31. Dezember 2007 13:41

Norbert hat geschrieben: ... eher als moralische denn als Kosten-Nutzen-Rechnung. Deshalb ist es aber auch berechtigt, seine Mitgliedschaft zu kuendigen wenn man mit einem Verein aus welchen Gruenden auch immer nicht [mehr] identifiziert werden moechte, sei es weil einem die Richtung nicht stimmt, oder weil das Verhalten der Verantwortlichen einem unmoralisch vorkommt. [*]

Denn auch wenn man nur zaehneknirschend weiterzahlt, von den in der Verantwortung stehenden wird das als begeisterte Zustimmung und Approbation verkauft, genau wie hier bei der Wahl 2005 nach dem Irak-Krieg.
...
[*]: Nacheditiertes PS: Und das ist dann ein wesentlicheres Engagement als das von Karteileichen, die jedes Jahr ohne groesseres Nachdenken ihren Obulus abzwacken.
Hallo Norbert,

natürlich darf jeder sein Mitgliedschaft auch wieder kündigen, wenn die Richtung nicht stimmt sowieso.
Wenn mir das Verhalten der Verantwortlichen unmoralisch* vorkäme, würde ich aber anders vorgehen.
- bei einem ungesetzlichen Vorgehen: zur Rechenschaft ziehen, notfalls per Anzeige
- bei einem Verhalten, das meinen Grundsätzen und allgemeinen Anforderungen an ein "gutes" Verhalten widerspricht (z.B. das Wie des Umgangs miteinander): darauf aufmerksam machen, das gewünschte Verhalten einfordern
- falls das keinen Erfolg hat: mich nicht weiter mit unmoralischen Menschen beschäftigen und mir andere Wege suchen, die Ziele, für die ich eintrete zu verfolgen

Insofern glaube ich nicht, dass es ausreicht, nur mit den Füßen abzustimmen, viel besser als das leise grummelnd Weiterbezahlen ist es nicht. Susanne G. hatte hier ja mal geschrieben: Love it, change it or leave it. Mehr Möglichkeiten, die Sinn machen, sehe ich auch nicht.

Micha scheint sich noch dermaßen an der BVSS-Organisation zu reiben, von "leave it" keine Spur, vielleicht um seine eigene Position zu finden, oder sieht für sich zu wenige Möglichkeiten, Erfolg zu haben? Immerhin schrieb Micha selber, er hätte sich um die Geschäftsführerstelle beworben. Ein wenig unentschieden finde ich das...

Micha! Was sagst Du dazu?

sG Mechthild

*Anforderungen an "moralisches" und "unmoralisches" Verhalten: jeder Mensch macht Fehler, nur der Papst nicht, wenn er Ex-Kathedra spricht (glaubt er). Ich versuche, mich mit solchen Urteilen zurückzuhalten, bevor ich nicht möglichst viele Informationen gesammelt habe.

Norbert

Beitrag von Norbert » 31. Dezember 2007 15:04

Mechthild hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben: ... eher als moralische denn als Kosten-Nutzen-Rechnung. Deshalb ist es aber auch berechtigt, seine Mitgliedschaft zu kuendigen wenn man mit einem Verein aus welchen Gruenden auch immer nicht [mehr] identifiziert werden moechte, sei es weil einem die Richtung nicht stimmt, oder weil das Verhalten der Verantwortlichen einem unmoralisch vorkommt. [*]

Denn auch wenn man nur zaehneknirschend weiterzahlt, von den in der Verantwortung stehenden wird das als begeisterte Zustimmung und Approbation verkauft, genau wie hier bei der Wahl 2005 nach dem Irak-Krieg.
...
[*]: Nacheditiertes PS: Und das ist dann ein wesentlicheres Engagement als das von Karteileichen, die jedes Jahr ohne groesseres Nachdenken ihren Obulus abzwacken.
Hallo Norbert,

natürlich darf jeder sein Mitgliedschaft auch wieder kündigen, wenn die Richtung nicht stimmt sowieso.
Wenn mir das Verhalten der Verantwortlichen unmoralisch* vorkäme, würde ich aber anders vorgehen.
- bei einem Verhalten, das meinen Grundsätzen und allgemeinen Anforderungen an ein "gutes" Verhalten widerspricht (z.B. das Wie des Umgangs miteinander): darauf aufmerksam machen, das gewünschte Verhalten einfordern
- falls das keinen Erfolg hat: mich nicht weiter mit unmoralischen Menschen beschäftigen und mir andere Wege suchen, die Ziele, für die ich eintrete zu verfolgen
Inwiefern das jetzt 'anders' ist als das was Micha oder Blanka gemacht haben erschliesst sich mir jetzt nicht.
Micha scheint sich noch dermaßen an der BVSS-Organisation zu reiben, von "leave it" keine Spur, vielleicht um seine eigene Position zu finden, oder sieht für sich zu wenige Möglichkeiten, Erfolg zu haben? Immerhin schrieb Micha selber, er hätte sich um die Geschäftsführerstelle beworben. Ein wenig unentschieden finde ich das...
Das Leben ist halt nicht immer schwarz und weiss. Es ist natuerlich fuer die Mehrheit irgendwie bequemer zu sagen "wir haben gewonnen, ihr koennt abhauen" aber man kann doch die Ansicht haben, das moechte ich verfolgen und vielleicht, soweit meine Meinung irgendetwas zaehlt, ein bisschen mitbestimmen, aber ich moechte mich aber nicht durch eine Mitgliedserklaerung fuer Gegenwaertiges verantwortlich und unterstuetzend zeigen. Fuer Dich ist es ein 'entweder drinnen oder draussen, man kann ja wieder eintreten' waehrend andere sich damit etwas schwerer tun.
*Anforderungen an "moralisches" und "unmoralisches" Verhalten: jeder Mensch macht Fehler, nur der Papst nicht, wenn er Ex-Kathedra spricht (glaubt er). Ich versuche, mich mit solchen Urteilen zurückzuhalten, bevor ich nicht möglichst viele Informationen gesammelt habe.
Unmoralisches Verhalten kann auch ganz bewusst geschehen, muss also nicht unbedingt ein 'Fehler' sein. Wenn es denn einer ist, kann man ja sagen 'dumm gelaufen, tut mir leid'. So geht man normalerweise damit um. Natuerlich macht man sich nur ein Urteil wenn man Informationen gesammelt hat. Meinst Du, ich haette das nicht getan? Oder andere? Worauf basiert Deine Annahme?

Gruss

Norbert

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Beitrag von ---***--- » 31. Dezember 2007 15:41

Hallo Norbert,
Norbert hat geschrieben: ... aber man kann doch die Ansicht haben, das moechte ich verfolgen und vielleicht, soweit meine Meinung irgendetwas zaehlt, ein bisschen mitbestimmen, aber ich moechte mich aber nicht durch eine Mitgliedserklaerung fuer Gegenwaertiges verantwortlich und unterstuetzend zeigen.
Ist ein Mitglied für Gegenwärtiges verantwortlich und unterstützt ein Mitglied alles? Für mich ist es ein Unterschied, ob ich mich mit der Organisation, den Verantwortlichen, mit der, mit denen ich mich auseinandersetze, verbunden fühle, von innen kritisiere. Oder von außen. Ich höre, lese Argumente, Kritik an der BVSS und ich kann sie für mich nicht in dem Maße nachvollziehen. Weil ich selber nie eine Karriere oder eine Position in diesem Verein angestrebt habe und er auch nicht mein Leben ist, auch Stottern nicht mein Leben ist, ist mein Abstand zu den Beteiligten groß, ich betrachte es aus der Perspektive eines an Sachfragen interessierten Mitglieds. Und ich komme aus einem Beruf, in dem in Gremien und mit Bürgern viel gestritten und verhandelt wird und am Ende immer Ergebnisse stehen. Ja, mir geht es in der Diskussion um den Verein zu wenig um Sachfragen, zu viel um persönliche Enttäuschungen. Vielleicht sind Anklagen ein Mittel, um Entäuschungen zu verarbeiten, wie in einem Scheidungsdrama, wo sich die Freunde des Paares dann auch entscheiden sollen. Jedenfalls viel Drama.
Norbert hat geschrieben:Natuerlich macht man sich nur ein Urteil wenn man Informationen gesammelt hat. Meinst Du, ich haette das nicht getan? Oder andere? Worauf basiert Deine Annahme?
Welche Annahme?
Ich wollte ausdrücken, dass es schwer sein kann, man es sich auch schwer machen sollte, ein solches Urteil zu fällen.
Im Ungefähren lässt sich schlecht schreiben, ich weiß nicht, ob Du auf etwas Konkretes anspielst, ich vermute: schon, will jetzt aber nicht raten,

sG Mechthild

Norbert

Beitrag von Norbert » 31. Dezember 2007 16:18

Mechthild hat geschrieben:Hallo Norbert,
Norbert hat geschrieben: ... aber man kann doch die Ansicht haben, das moechte ich verfolgen und vielleicht, soweit meine Meinung irgendetwas zaehlt, ein bisschen mitbestimmen, aber ich moechte mich aber nicht durch eine Mitgliedserklaerung fuer Gegenwaertiges verantwortlich und unterstuetzend zeigen.
Ist ein Mitglied für Gegenwärtiges verantwortlich und unterstützt ein Mitglied alles?
Aber sicher. Du traegst es mit. Am Tag der Invasion im Iraq bin ich - nach mehrerer vorherigen Protestschreiben an meine MP, Teilnahem an Demos, Petitionen u.ae. aus der Labour Party ausgetreten. Es war die Partei, die die Kriegfuehrenden an der Macht hielt, und nicht zur Rechenschaft zog. Ich wollte nicht zu den Leuten gehoeren. Ich will damit den BV Vorstand nicht in die Naehe von Kriegstreibern gestellt wissen, bevor das wieder missverstanden wird.
Für mich ist es ein Unterschied, ob ich mich mit der Organisation, den Verantwortlichen, mit der, mit denen ich mich auseinandersetze, verbunden fühle, von innen kritisiere. Oder von außen. Ich höre, lese Argumente, Kritik an der BVSS und ich kann sie für mich nicht in dem Maße nachvollziehen. Weil ich selber nie eine Karriere oder eine Position in diesem Verein angestrebt habe und er auch nicht mein Leben ist, auch Stottern nicht mein Leben ist, ist mein Abstand zu den Beteiligten groß, ich betrachte es aus der Perspektive eines an Sachfragen interessierten Mitglieds.
Dann bist Du ja recht distanziert. Andere sind dem Verein viel naeher, viel mehr verbunden und reagieren demnach auch ziemlich anders. Das eine ist nicht besser als das andere. Ohne Leidenschaft, wie die von Konrad, oder Matthias K, kommt man nicht weit. Es koennen aber nicht alle Haeuptlinge sein, man braucht auch Indianer und das sind die "an Sachfragen interessierten Mitglieder". Die BV ist auch nicht mein Leben. Ich habe auch nie fuer ein Amt kandidiert und mich nie beworben. Ich koennte mir keine Situation vorstellen in der es so waere. Ich habe die BV als Organisation auch nie kritisert. Ganz im Gegenteil. Ich kenne weder Martin Sommer, noch Reiner Nonenberg. Auch wenn ich immer als 'Ruths Freund' betrachtet werde, habe ich seit knapp 3 Monaten doch nicht mehr mit ihr kommuniziert, und halte das nicht fuer ungewoehnlich. MK habe ich einmal persoenlich gesprochen. Also, welche persoenlichen Enttaeuschungen hier hineinspielen sollen verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz.
Norbert hat geschrieben:Natuerlich macht man sich nur ein Urteil wenn man Informationen gesammelt hat. Meinst Du, ich haette das nicht getan? Oder andere? Worauf basiert Deine Annahme?
Mechthild hat geschrieben:Welche Annahme?
Ich wollte ausdrücken, dass es schwer sein kann, man es sich auch schwer machen sollte, ein solches Urteil zu fällen.
Ja, aber ich verstehe immer noch nicht warum Du es fuer noetig fandst, dies klar zu machen. Hattest Du den Eindruck ich haette es mir zu leicht gemacht?

Gruss

N.

Ich schaff noch die 500 vor dem Ausschluss!

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Beitrag von Frankie » 31. Dezember 2007 16:41

Norbert hat geschrieben:Ich schaff noch die 500 vor dem Ausschluss!
Norbert, warum ständig diese Polemik? Bisher wissen wir alle nur, dass es einen vereinsinternen Bereich geben wird und dass der Rest des Forums weiterhin für alle offen ist. Soweit ich gesehen habe, gibt es bei Deinem Verein, der BSA, noch nicht mal so ein Forum (correct me if I'm wrong).

Grüße,
Frank

Norbert

Beitrag von Norbert » 31. Dezember 2007 20:40

Frankie hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:Ich schaff noch die 500 vor dem Ausschluss!
Norbert, warum ständig diese Polemik? Bisher wissen wir alle nur, dass es einen vereinsinternen Bereich geben wird und dass der Rest des Forums weiterhin für alle offen ist. Soweit ich gesehen habe, gibt es bei Deinem Verein, der BSA, noch nicht mal so ein Forum (correct me if I'm wrong).
Ach Frank, nimms' doch nicht so tragisch. Ich tu's ja auch nicht. Hab nur das Smilie dahinter vergessen! :-)

Frohes Neues!

Norbert

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Beitrag von Tarantandy » 2. Januar 2008 16:24

Hi Norbert, hi alle,

"Jesundet Neuet" erstmal!
Norbert hat geschrieben: Aber sicher. Du traegst es mit. Am Tag der Invasion im Iraq bin ich - nach mehrerer vorherigen Protestschreiben an meine MP, Teilnahem an Demos, Petitionen u.ae. aus der Labour Party ausgetreten. Es war die Partei, die die Kriegfuehrenden an der Macht hielt, und nicht zur Rechenschaft zog. Ich wollte nicht zu den Leuten gehoeren. Ich will damit den BV Vorstand nicht in die Naehe von Kriegstreibern gestellt wissen, bevor das wieder missverstanden wird.
Der Vergleich mit der Labour-Party hinkt nicht nur weil die BV-Führung keinen Krieg vorbereitet, sondern vor allem wegen der Menge der Mitglieder. Die Labour-Party ist sicher eine Massen-Organisation mit zigtausenden von Mitgliedern.
Die BV dagegen hat nur etwas über 1000 Mitglieder.
Sollte man nicht meinen, dass in der BV dann auch "Oppositionen" besser gehört werden können, weil sie automatisch einen höheren Anteil haben?

Auch sehe ich in der aktuellen BV-Politik keinen Sündenfall, der vergleichbar einschneidend ist wie der Irak-Krieg für die Labour-Party (oder die Einführung von Hartz 4 und der Start der Angriffskriege für die deutschen Grünen).

Generell würde mich interessieren, was die Leute, die sich bereits von der BV abgewandt haben, noch an der BV-Politik interessiert.

Liebe Grüße

Andi.

Norbert

Beitrag von Norbert » 2. Januar 2008 17:27

andikuttner hat geschrieben:Hi Norbert, hi alle,

"Jesundet Neuet" erstmal!
Norbert hat geschrieben: Aber sicher. Du traegst es mit. Am Tag der Invasion im Iraq bin ich - nach mehrerer vorherigen Protestschreiben an meine MP, Teilnahem an Demos, Petitionen u.ae. aus der Labour Party ausgetreten. Es war die Partei, die die Kriegfuehrenden an der Macht hielt, und nicht zur Rechenschaft zog. Ich wollte nicht zu den Leuten gehoeren. Ich will damit den BV Vorstand nicht in die Naehe von Kriegstreibern gestellt wissen, bevor das wieder missverstanden wird.
Der Vergleich mit der Labour-Party hinkt nicht nur weil die BV-Führung keinen Krieg vorbereitet, sondern vor allem wegen der Menge der Mitglieder. Die Labour-Party ist sicher eine Massen-Organisation mit zigtausenden von Mitgliedern.
Die BV dagegen hat nur etwas über 1000 Mitglieder.
Sollte man nicht meinen, dass in der BV dann auch "Oppositionen" besser gehört werden können, weil sie automatisch einen höheren Anteil haben?
Hallo Andi

deswegen habe ich ja extra geschrieben dass ich die BV-Fuehrung nicht mit Kriegstreiben in Verbindung bringen moechte. Aber ich glaube nicht, dass der Verdacht hinkt. Es ist doch eigentlich egal, wieviele Mitglieder ein Verein hat - jedes Mitglied hat doch seinen eigenen Anteil, und den kann man nicht dividieren.
Generell würde mich interessieren, was die Leute, die sich bereits von der BV abgewandt haben, noch an der BV-Politik interessiert.
Das war ja gerade der Punkt den ich gemacht habe, viele wenden sich nicht von der BV ab, sondern u.a. von der gegenwaertigen Ausrichtung, oder den Persoenlichkeiten im Vorstand, oder dem Vorgehen des Vorstands und vieles mehr. Sie sind im Moment (oder sogar auf Dauer) in der BV in der Minderheit. Deswegen heisst es ja nicht, man moechte nicht argumentieren, um eventuell mal die Mehrheit zu werden.

Bei mir ist das so: ich moechte kein Mitglied sein a) weil mir das hier zum Mitschreiben etwas zu teuer ist und ich die BSA finanziell unterstuetze (auch wenn sie mir mein Gehalt zahlt...); ausserdem habe ich (b) Bauchschmerzen beim Vorgehen in diesem Herbst, das haben wir ja schon ausdiskutiert, muss man ja nicht noch mal...; und als "Sondermitglied" in meiner Funktion als BSA Direktor, wie vorgeschlagen, moechte ich hier auch nicht mitschreiben, denn dann schrieb ich eben als BSA Direktor, nicht als Privatmensch mit vielleicht ein paar nuetzlichen Erfahrungen.

Womit ichkeine Probleme habe ist die, nennen wir es mal, Vision des Vorstands, da bin ich eher gespannt inwieweit das laeuft, was nicht laeuft, und was man abkupfern kann. :lol: Ich denke mal, bei anderen sind die Beweggruende wieder ganz unterschiedlich. Aber von einem Abwenden von der BV kann ueberhaupt keine Rede sein.

Gruss

Norbert

A propos "Opposition hoeren": vor kurzem war hier ein Beitrag darueber wie schlecht die Kommunikation in der BV vererinsmaessig ist. Beispiel: die geplante Forumsaenderung wurde nicht angekuendigt. Dabei fiel mir ein, wie oft wir das auch in der BSA nicht gut genug hinbekommen, und im Communications Forum, dessen Vorsitzender ich bin, hinkt es auch manchmal. Man sollte ja nun denken dass Leute mit Kommunikationsbehinderungen ein ganz besonderes Gespuer fuer gute Kommunikation haben, scheint aber nicht unbedingt so zu sein. Senn ich Micha waere, wuerde ich jetzt dreizehn Fragen dazu stellen... :lol:

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