Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
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Heiko Bräuer
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Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Beitrag von Heiko Bräuer » 17. Juli 2008 05:21

Hallo,

ich habe mich letztens bei meiner Krankenkassen (Knappschaft) über Vorsorgeuntersuchungen und anderen finanziellen UNterstützungen informiert. Dabei bin ich auf das hier gestoßen, wonach Selbsthilfegruppen finanziell gefördert werden können! Ist das gängige Praxis oder nur bei meiner Krankenkasse so? Hat schon jemand Erfahrung damit, ob da auch Stottererselbsthilfegruppen gefördert werden können?

Gruß heiko

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dosi
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Re: Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Beitrag von dosi » 17. Juli 2008 12:21

Hallo Heiko!
Selbstverständlich werden auch Stotterer-SHG von den Krankenkassen unterstützt. Das macht nicht nur Deine Kasse. Dazu muß die Gruppe mindestens ein ganz Jahr existieren und eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern haben.
Ab diesem Jahr gab es da auch wieder eine Neuregelung. Die kannst Du bei der BV genau erfragen.
Weiterhin kann man z.B. in der Heimatstadt Fördergelder beantragen. Bei uns läuft das über "Vereinszuschüsse", auch wenn wir kein richtiger Verein sind.
Ich hätte auch beim Gesundheitsamt Fördergeld beantragen können, doch das geht nur, wenn man sonst keine Gelder von anderen Institutionen bekommt.
Sicher gibt es bei Dir in der Gegend Selbsthilfekontaktstellen, die Dir da mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Da habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.
Viel Erfolg wünscht Dosi
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

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Re: Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Beitrag von Heiko Bräuer » 17. Juli 2008 15:58

Danke dosi,
also ich bin in keiner Selbsthilfegruppe und will auch nicht unbedingt eine Gründen! Vor 2 Jahren war ich mal in einer, aber das war eben 20km von Zittau entfernt und da kann man abends ohne Auto nicht mal schenll hin, sondern ist auf den ÖPNV angewiesen.
Mal sehen ob diese Förderung nächstes jahr mit dem Gesundheitsfond auch so bleibt, denn da müssen die Kassen ja sparen bzw. da bekommen nur noch schwerer Kranke etwas ohne Probleme....

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Re: Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Beitrag von dosi » 17. Juli 2008 21:32

Ja unser Gesundheitswesen macht mir auch Sorgen. Ich bin im Ambulanten Dienst und man könnte leicht die Krise kriegen, wenn man sieht, was die Patienten alles selber bezahlen dürfen. Die Krankheit selbst ist schon Strafe genug und dann bezahlt man z.B. Verbandsmaterial allein. Mit welcher Begründung? Ich denke, daß es so kommt, daß nur noch das wirklich Lebensnotwendige von der Kasse bezahlt wird. Sind Selbsthilfegruppen für das Überleben notwendig?
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Re: Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Beitrag von djub » 17. Juli 2008 22:59

---Achtung. Dies ist mein 333. Beitrag---es könnte Ironie enthalten sein--- :roll:
Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlecht, dass die Menschen mehr selber für ihre Gesundheit bezahlen müssen.
Ähnlich wie mit den hohen Benzinpreisen. Nur wenn der Preis hoch ist, wird das Gut behutsam genutzt. Die Menschen sind leider nur über den Geldbeutel zum Umdenken zu bewegen.
Wie verschwenderisch gehen die meisten Menschen mit ihrem Körper um?
Hohe Kosten bei Krankheit sind also ein Anreiz, sich gesund zu halten. Etwas, das die wenigsten Menschen tun.
Natürlich sind sehr viele Menschen völlig unschuldig an ihrer Krankheit, aber für die bleibt unter'm Strich ja das Geld, dass für die sich nun gesund haltenden nicht ausgegeben wird (besonders an Verwaltungskosten würde gespart...).
Die Menschen achten also mehr auf sich. D.h. sie brauchen Zeit für gesunde Ernährung, Sport und Erholung. Sie gehen also weniger arbeiten.
Dadurch, dass jeder einzelne weniger arbeitet, sind absolut mehr Leute in Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote sinkt drastisch.
Da mehr Leute nun ein geregeltes Einkommen haben und dazu noch gesund leben, sind sie entspannter und es gibt weniger Neid und Langeweile.
Die Folge ist eine erheblich geringere Kriminalität.
Dadurch werden wiederum auch die Krankenhäuser entlastet, denn es gibt weniger Verletzungen durch Verbrechen und auf Grund der Entspanntheit weniger Verkehrsunfälle.
Es ist also mehr übrig für die unschuldig Erkrankten.
...
...
...
Und am Ende sind alle glücklich.

Der Gesundheitsfond rettet die Welt!
Verlierer suchen Bestätigung. Gewinner suchen Entwicklung.

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Re: Selbsthilfegruppe, finanzielle Unterstützung von KK?

Beitrag von dosi » 19. Juli 2008 10:35

Hi djub!
An welcher Droge hast Du denn genascht? Ich will auch eine Prise davon.
Das hört sich natürlich wunderschön an, wird aber nie so funktionieren. Was gut und richtig ist: Die Menschen werden mehr auf sich und ihre Gesundheit achten. Sollte jedenfalls so sein, aber meist trifft die Krankheit völlig ohne Vorwarnung ein und dann hat man den Salat bzw. die Kosten. Nur weil Du arm bist, mußt du früher sterben? Auch da ist ein kleines Stück Wahrheit drin. Kranke Mitarbeiter sind nicht gern gesehen. Viele gehen erst viel zu spät zum Arzt, weil sie um ihren Arbeitsplatz bangen. Da wird stolz berichtet, daß der Krankenstand immer weiter zurück geht. Tolle Sache oder etwas was uns zum Nachdenken anregen sollte?
Ich denke wirklich, daß unsere Gesundheitsministerin nicht mal ansatzweise weiß, was sie mit ihren Entscheidungen in der Praxis anrichtet. Man müßte sie mal wochenweise in einem Heim, in einem Krankenhaus, in einer Arztpraxis und im ambulanten Dienst mitlaufen lassen, damit sie den Hauch einer Ahnung bekäme.
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