stottern beim lesen

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
Aaron14
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stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 16. September 2010 14:51

Hallo,

stottere schon seit meinem 4ten lebendsjahr. habe es jedoch geschaft mein stottern auf ein minimum zu reduzieren.
heute in der schule musste ich einen text vorlesen und habe mal wieder gestottert! :x
Wisst ihr vielleicht irgend welche übungen oder ähnliches mit denen ich es schaffe ohne stottern vorzulesen ( beim normalen reden muss ich nicht stottern).
währe echt super wenn einer von euch mir helfen könnte! :)

Gruß

Aaron
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transit
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von transit » 16. September 2010 23:41

Hallo Aaron,

Willkommen im Forum.

Mir geht es auch so, dass ich beim Laut-Lesen mehr Symptomatik habe, als beim alltäglichen freien Sprechen.

Hast du die Stottersymptome dann am Textanfang oder eher zwischendurch ?

Wodurch hast du es geschafft, dein Stottern auf ein Minimum zu reduzieren ?
Logopädie ?
Oder "Selbst-Therapie" ?
Ersetzt du eigentlich beim freien Sprechen Wörter durch andere ?

Ein Problem habe ich grundsätzlich mit Vorgaben von aussen, Regeln, Vorschriften, welche ich mir nicht selbst ausgesucht habe, und die ich persönlich nicht als absolut sinnvoll erachte oder erkenne. Kann eventuell auch ein Punkt sein bzgl eines vorgegebenen Textes.

Stotterst du auch beim Vorlesen eines von dir selbst verfassten Textes ?

Hast du schon beobachtet, wie du in der Situation des Vorlesens oder Vorlesen-Müssens atmest ?

Gruß

Aaron14
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 17. September 2010 15:23

Hallo transit,

stottere vorallem am Anfang des Satzes, nach einigen Sätzen lässt das Stottern dann zwar etwas nach, jedoch stottere ich dann immer noch genug.

Habe schon unzählig viele Therapien versucht, war z.B vier jahr bei drei unterschiedlichen Logopäden, war dann 10 Tage in Hamburg bei einer Therapie und habe mir vor etwa vier Monaten ein Buch gekauft.

Jedoch hat alles nicht gebracht, denn bis vor den Sommerferien 2010 stotterte ich noch bei allem, egal ob es frei Sprechen oder sich mit Freunden oder verwanten zu unterhalten. Am schlimmsten war jedoch das Telefonieren, was ich aber jetzt erstaunlicherweise sehr gut hinbekomme, da ich jetzt kaum mehr bzw. nur noch sehr wenig dabei stottere.

Ich stottere auch, egal ob ich den Text selbst schreibe oder bekommen habe.

Früher habe ich auch die gefürchteten wörter versucht durch andere zu ersetzten, jedoch muss ich das jetzt nicht mehr.

Ich weiß nicht ob es etwas mit der Pubertät zu tuen hat oder ob ich, beim normalen reden nicht mehr soviel nach denke, was ich gleich sagen will.
Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, das ich mir einfach sage scheiß egal was die anderen denken, ich weiß es aber leider nicht.

Stottere wie schon gesagt nur dann wenn ich richtig aufgeregt bin wie z.B beim Vorlesen.

Habe vor kuzem aber ein buch gefunden, welche den Namen " Sprechangst " trät, welches anscheinend wertvolle Tipps für Menschen hat die stottern oder Angst haben etwas vorzulesen oder zu tragen.
Hoffe mal dass mir dieses Buch weiter hilft.

Viele Grüße

Aaron
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transit
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von transit » 17. September 2010 21:13

Ja, Sprechangst, das ist ein wesentlicher Punkt. Sprechangst oder Stotterangst. Die Frage ist, ob man das überhaupt voneinander trennen kann, bzw unterscheiden kann.

Interessant, auch wenn man das zugrundeliegende Muster oft nicht erkennen kann, ist es schon, wann, bzw in welchen Situationen, oder in Gegenwart welcher Menschen man (mehr) stottert.

Die FreizeitSituation - ganz anderer Anspruch an "Sprache" (also auch an Sprechen) als in der Familie, Eltern, Schule. Bzw kein Anspruch.

Der Druck, perfekt zu sprechen, sprechen zu müssen, kann schon sehr früh entstanden sein.
Du darfst dich davon befreien.

Auch wenn jetzt alle hier aufschreien werden, ich persönlich finde in so einer Situation, wenn man schon viele der klassischen Therapien durchhat, und es auch um die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Befreiung von Druck und Erwartungsansprüchen von aussen (zBsp Eltern) geht, welche man, da in der frühen Kindheit, unreflektiert als die eigenen Ansprüche übernommen hat, Therapien wie die bei Hans Liebelt gut. Das meine ich ernst und es ist meine persönliche Meinung. Keine Werbung, wozu sollte ich das tun.
Meinungsfreiheit und Recht auf freie Meinungsäusserung. Wir sind kein geschlossenes Forum. Das mal vorweg. Danke.

Übrigens : Dem englischen König George VI, eigentlich Albert, hat eine Therapie dieser Art innerhalb von 2 Jahren sehr geholfen. Davon werden wir bald mehr sehen und hören :wink: .
Aber das gehört dann in einen anderen Thread.

Marco.WS
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Marco.WS » 17. September 2010 22:26

Aaron14 hat geschrieben:Ich weiß nicht ob es etwas mit der Pubertät zu tuen hat oder ob ich, beim normalen reden nicht mehr soviel nach denke, was ich gleich sagen will.
Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, das ich mir einfach sage scheiß egal was die anderen denken, ich weiß es aber leider nicht.
Hallo Aaron,

das bedingt sich vermutlich gegenseitig. Die Pubertät hat dir wahrscheinlich einen Selbstwertschub gegeben, der es dir ermöglicht, dich ein Stück weit von den Erwartungen der anderen zu lösen. Du bist spontaner und lockerer geworden, gehst schwierigen Situationen nicht mehr aus dem Weg. Das ist vermutlich der Grund dafür, dass du jetzt auch anders mit deinem Stottern umgehen kannst.

Auf jeden Fall finde ich es gut, dass du dein Problem selbst in die Hand genommen hast und dich nicht mehr allein auf therapeutische Hilfe verlässt. Mit deiner aktiven Einstellung wirst du im Laufe der Zeit noch mehr Erfolgserlebnisse haben und ganz sicher auch dein Leseproblem in den Griff bekommen. Dabei wünsche ich dir weiter viel Kraft und Durchhaltevermögen!

Aaron14
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 18. September 2010 08:28

Hallo,

vielen Dank!

Hoffe dass ihr recht habt. Ich glaube dass ich mit meinen anfang 15 noch ein wenig in dr Pubertät bleibe und hoffe auch mal, dass sich das ganze noch ein wenig bessert.

Gruß

Aaron
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 18. September 2010 19:51

Hallo nochmal alle mit einander,

weiß jemand von euch vielleicht, wo es Sprachübungen git um das stottern vor allen dingen beim lesen oder allgemein zu minimieren?

danke
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von transit » 18. September 2010 21:43

Hallo Aaron,

das wird dir so leider niemand sagen können.
Jedes Stottern ist individuell unterschiedlich. Jeder Stotternde stottert anders.
Zu berücksichtigen sind ausserdem Biographie, Umfeld, Komorbiditäten (zBsp Sprechangst, Depression, ADHS, AS, etc.).

Du könntest mal in den Literaturlisten des zur BVSS gehörenden Demosthenes-Verlages stöbern. Andererseits schriebst du ja, dass du bereits ein Fachbuch gekauft hast. Welches ist es ? Hast du davon profitieren können ?
Die BVSS bietet hin und wieder Seminare für Jugendliche an. Eine gute Informations-Möglichkeit. Das möchte ich dir empfehlen. Für das verlinkte ist, wie ich sehe, allerdings die Anmeldefrist bereits abgelaufen. Es soll dir daher nur als erste Informationsquelle dienen.

Da du schon, wie du schriebst, mehrere Therapien absolviert hast, könnte ich mir vorstellen, dass du diesbzgl auch auf Übungs-Erfahrungen zurückgreifen kannst.

Jedenfalls scheinst du sehr engagiert zu sein, und die Lösung deiner Probleme selbst in Angriff zu nehmen. Das ist gut.

Eine Pauschal-Patentlösung, oder "Allgemeine Anleitung zum Flüssig-Sprechen" ist mir persönlich jedoch leider nicht bekannt.

Marco.WS
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Marco.WS » 19. September 2010 00:15

Hallo Aaron,

ich habe den Eindruck, dass du bei aller berechtigten Motivation im Moment ein wenig zum Überehrgeiz neigst. In deinem ersten Beitrag hast du geschrieben:
Aaron14 hat geschrieben:stottere schon seit meinem 4ten lebendsjahr. habe es jedoch geschaft mein stottern auf ein minimum zu reduzieren.
heute in der schule musste ich einen text vorlesen und habe mal wieder gestottert! :x
Dein Wut-Smiley zeigt mir, dass du dich über dein Rest-Stottern ärgerst und dich möglicherweise dafür verurteilst. Das solltest du grundsätzlich nie tun. Im Gegenteil: Wenn du es tatsächlich geschafft hast, dein Stottern auf ein Minimum zu reduzieren, dann ist das etwas, auf das du sehr stolz sein kannst. Für viele von uns bleibt dieses Ziel ein leben lang unerreichbar, du dagegen hast dieses Ziel mit gerade einmal 15 Jahren ereicht. Respekt!

Von daher mein Rat: Sei nicht so übermäßig streng mit dir, sondern freu dich an dem, was du bisher erreicht hast und lass Rest ganz entspannt angehen. Damit will ich nicht sagen, dass du dich auf dem Erreichten ausruhen sollst, aber ein übertriebener Ehrgeiz wäre genauso falsch.

Ansonsten muss ich mich transit anschließen: Ein Standard-Trainingsprogramm, das jedem in gleicher Weise hilft, gibt es nicht und wird es auch nie geben, da jeder Stotterer in seiner Symptomatik und in seiner Persönlichkeit anders ist. Was dem einen hilft, kann für den anderen völlig ungeeignet sein - und umgekehrt. Informiere dich in aller Ruhe und von verschiedenen Seiten, in welcher Weise du weiterverfahren willst. Dann wirst du früher oder später auch deinen Weg finden.

Aaron14
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 19. September 2010 10:31

Hallo,

der Wut Smile sollte nicht bedeuten, dass ich mich darüber Ärgere, im Gegenteil! Mit meinem Stottern habe ich mich schon abgefunden. Es ärgert mich halt nur das es ausgerechnet beim lesen geschied oder bei Fremdsprachen ( Englisch und Französisch ). Ich kann davor normal sprechen, werde dann plötzlich von meiner Lehrerin aufgerufen und stottere dann auf einen schlag, nach dem lesen kann ich wieder einwandfrei sprechen. Ich glaube das hat wirklich etwas mit der Aufregung ( Sprechangst ) zu tun.

Ich habe mir das Buch " Globale Therapie des Stotterns " gekauft. Der Autor hat früher auch gestottert und das was er geschrieben hat, trifft auch auf mich zu. Jedoch finde ich diese Übungen die in dem Buch beschrieben werden nicht sehr hilfreich! Jetzt habe ich mir ein weiteres Buch bestellt, " Sprechangst " von Ulla Beushausen, welches für Stotternde aber auch für Menschen, welche einfach nur Angst haben zu sprechen. Der Grund, weshalb ich mir dieses Buch bestellt habe ist der, da das Buch beschreibt wie mein mit der AUFREGUNG umgehen soll. Da ich merke, das ich immer sehr aufgeregt bin wenn ich vorlesen muss habe ich mir jetzt dieses Buch bestellt.

Viele Grüße

Aaron
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Marco.WS » 19. September 2010 19:05

Hallo Aaron,

die Bücher, die du dir besorgt hast, kenne ich nicht, deshab kann ich nichts dazu sagen. Es ist aber in jedem Fall positiv, dass du dich selbstständig informierst, denn ich bin sicher, das wird nicht nur dein Stottern verbessern, sondern - viel wichtiger - auch dein Selbstbewusstsein weiter steigern.

Zu deinem Leseproblem: Du könnest natürlich mit deiner Lehrerin sprechen und sie bitten, dich mit Rücksicht auf dein Stottern in Zukunft nicht mehr zum Lesen aufzurufen. Die passenden Argumente lassen sich finden, wenn man das will. Ich weiß aber nicht, ob dir das wirklich hillft oder ob es nicht besser wäre, dich solchen Belastungssituationen ganz bewusst zu stellen.

Ich würde aber trotzdem mit deiner Lehrerin sprechen und sie darauf hinweisen, dass dir das Vorlesen vor der Klasse aufgrund deines Stotterns besonders schwer fällt. Ich würde ihr sagen, dass sie dich nicht grundsätzlich verschonen braucht, dass sie dir aber genügend Zeit geben soll - mehr Zeit als anderen Schülern, denn dieses Recht hast du aufgrund deiner Sprachbehinderung. Auf jeden Fall ist es immer gut, die Probleme so offen wie möglich anzusprechen, damit habe ich bislang nur positive Erfahrungen gemacht.

Aaron14
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 19. September 2010 19:56

Hallo Marco,

ich glaube das werde ich tun, meine Klasse hat sich schon längst damit abgefunden das ich stottere und wenn doch mal ein doofer kommentar kommt, da sage ich einfach " na und hast du ein problem damit ".
Meinen Lehrern habe ich bisher noch nie erzählt das ich stottere sondern sie es immer selbst " herausfinden " lassen.
Mit dem Sprechen ost es immer so, wenn ich Aufgerufen werde etwas zu einem bestimmten Thema zu sagen, antworte ich einfach, ohne auch nur einmal zu stottern oder darüber nachzudenken was ich sagen will. Denn ich persönlich finde das ich am meisten stottere wenn ich meinen Satz, welchen ich sagen will zuvor mehrmals im Kopf durchlaufen lasse und versuche ihn so einfach wie möglich zu machen. wenn dann mal das erste Wort gefallen ist, ist alles kein Problem mehr.

Gruß

Aaron
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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Marco.WS » 19. September 2010 20:46

Hallo Aaron,

in deinem Alter hätte ich wahrscheinlich auch noch nicht den Mut gehabt, meine Lehrer offen auf mein Stotter-Problem anzusprechen. Trotzdem möchte ich dich ausdrücklich ermutigen, dies zu tun, denn inzwischen weiß ich aus jahrelanger Erfahrung, dass die meisten Menschen (egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene) in der Regel sehr dankbar sind, wenn man ganz offen mit ihnen darüber spricht, welche Art von Rücksichtnahme man erwartet, wo man sich Unterstützung wünscht und wo man alleine klarkommt.

Von daher würde ich deinen Lehrern sinngemäß sagen, dass du im Prinzip behandelt werden möchtest wie jeder andere Jugendliche und deshalb auch nicht vom Vorlesen ausgenommen werden möchtest. Sag ihnen aber, dass sie wegen deiner Sprachbehinderung ein wenig mehr Geduld mit dir haben sollen und dich nicht unter Zeitdruck setzen dürfen.

Berichte hinterher ruhig mal darüber, wie die Gespräch mit deinen Lehrern ausgefallen sind, das würde mich interessieren. Ich bin mir sehr sicher, dass du größtenteils auf positive und verständnisvolle Reaktionen stoßen wirst.

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Re: stottern beim lesen

Beitrag von transit » 20. September 2010 05:48

Ich kann davor normal sprechen, werde dann plötzlich von meiner Lehrerin aufgerufen und stottere dann auf einen schlag,

Wenn deine mündliche Mitarbeit sonst ausreicht, wegen der Noten, zwangsläufig, könntest du, oder könnten deine Eltern, gegenüber den Lehrern/innen anregen, auf das Aufrufen zu verzichten. Oder zBsp, wenn das Vorlesen wirklich wichtig sein sollte ( mit 15 ? :roll: ), dies zBsp in einer Zweier-Situation mit der entsprechenden Lehrerin zu tun.

Bzgl des Angstabbaus gibt es zwei Hauptrichtungen -
das Flooding : sozusagen Überfluten, sich der größten Angst so lange aussetzen, bis die Angst und damit, wenn man Glück hat, auch die Angstsymptome verschwinden, hardcore, fast schon wie diese absurden Mutproben.
oder die schrittweise Desensibilisierung - an der untersten Stufe der angstauslösenden Situationen anfangen. Stufe 1 solange, bis er keine Probs mehr bereitet, dann Stufe 2 usw.
Ich habe für mich mit der schrittweisen Desensibilisierung die besseren Erfahrungen gemacht.
Es ist der menschliche Weg der Entwicklung.

Allerdings muss man da schon persönlich sehen, was geht und was nicht. Die Stufe, mit der man beginnt, ist halt die allererste. Und das kann bedeuten, Situationen tatsächlich erstmal passiv zu ertragen, also ohne zu reden / reden zu müssen. Und ohne sich dabei wie ein armseliger Versager zu fühlen - das wäre die verkehrte Denkrichtung - da würde man sich ein vermutetes Anspruchsdenken von aussen als sein eigenes überstülpen. Man muss wissen, wie man selbst darüber denkt - und fühlt. Zum Beispiel das Klingeln des Telefons "einfach nur " zu ertragen, war für mich schon heftig genug.
Für dich wäre das eventuell so, in der Situation des Reihum-Vorlesens vielleicht nur dazusitzen und diese Situation auszuhalten. (?)

Mir kommt gerade der morgendliche Gedanke :
Wäre es nicht schön, in einer Situation, von der man genau spürt, oder weiß, dass man sie zur Zeit nicht so umsetzen kann, wie man will, zu sagen : "Ich kann jetzt nicht." "Ich kann das jetzt nicht." "Das geht jetzt im Moment nicht." "Später bitte." ? Ist das nicht Selbstbestimmtes Handeln ? Schliesslich sind wir keine kleinen Kinder mehr. Kann man sowas machen ?

Plötzlich aufgerufen werden, und auf Kommando reden sollen, was ist das eigentlich für eine absurde Sache !? :lol: wenn ich mir das jetzt so überlege .....

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Re: stottern beim lesen

Beitrag von Aaron14 » 20. September 2010 17:09

hallo transit,

so habe ich das nicht gemeint, es macht mir nicht aus, wenn ich aufgerufen werde etwas zu einem besimmten thema zu sagen, da ich dabei nicht stottere. Das stottern tritt erst beim vorlesen auf.

Aaron
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