Für und Wider einer Selbsthilfegruppe

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
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Frenky
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Selbsthilfegruppen erhalten

Beitrag von Frenky » 26. September 2006 19:07

Hallo,
was mich mal interessieren würde:
Wie viele von Euch gehen in eine Selbsthilfegruppe und wie groß ist euer Gruppe?

Was macht ihr alles um bekannt zu werden?

Wie macht ihr die Selbsthilfegruppe den anderen "schmackhaft"?

Wie lange kommen die Leute in eure Gruppe?

Wie hoch ist das Durchschnittsalter in eurer Gruppe?

Ich selbst komme aus Neuwied (Rheinland-Pfalz).
Seit längerer Zeit kommen keine neuen Leute mehr in unsere Gruppe.
Ich denke einfach mal die meisten wissen nichts von der Existens unserer Gruppe.
Mitglieder, die schon längere Zeit dabei sind haben immer weniger Antrieb und Motivation.
Mitlerweile sind wir nur noch zu dritt (alle mitte 30).
Durch die Teilnahme an Selbsthilfegruppen-tagen bzw beim Rheinland-Pfalz-Tag lernte ich noch nie Betroffene kennen.

Geht das nur mir so, oder wie ist das bei euch?

Liebe Grüße,
Frenky

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"Werbung weckt Wünsche"

Beitrag von Ernst-Martin » 26. September 2006 19:15

Lieber Frenky,

dies passiert, wenn

a) die Mentalitäten der einzelnen sich nicht ergänzen oder

b) der gemeinsame Erlebnisdrang fehlt.
8)
Mach Dir nichts daraus;
vielleicht findest Du hier im forum gute Freunde.
:lol:
probiers doch mal und stell Dich unter off topic vor (Vorname und Interessen genügen); Du machst ja einen guten Eindruck!
Ernst-Martin,
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Selbsthilfegruppe

Beitrag von Stotterbegabter » 26. September 2006 20:11

@ Frenky

Hallo Frenky,

zu deinen Fragen möchte ich dir gerne antworten. Ich selber komme aus der Berliner Selbsthilfegruppe. Die größe der Gruppe variiert immer wieder. Ob die Leute hinkommen oder wegbleiben liegt immer daran, wie sehr sie von ihrem Stottern beinflußt werden. Eine schwankende Teilnehmeranzahl bei Selbsthilfegruppen ist normal. Jedoch muss ich sagen das Berlin eine große Stadt ist. Wir bekommen auch regelmäßig neue Mitglieder. Das passiert bei euch wahrscheinlich eher selten.

Die Berliner Selbsthilfegruppe hat schon Flyer und Prospekte ausserdem nehmen wir regelmäßig mit einem Stand an Veranstaltungen in Berlin teil, bei denen es um Schule, Stottern usw. geht.

Jemandem die Gruppe schmackhaft machen, halte ich für keine gute Idee. Mann kann den Betroffenen sagen, dass es solch eine Gruppe gibt, doch ob der Betroffene hingeht muss er komplett für sich selber entscheiden, Meist kommen die Leute wenn der Leidensdruck groß ist oder wenn sie Probleme haben. Um bei solchen Sachen zu helfen ist die Selbsthilfe ja auch da.

Es gibt bei uns Leute die kommen schon ziemlich viele Jahre. Mal regelmäßig und mal unregelmäßig. Ich selber bin 4 Jahre dabei. Die "alten Hasen" sind schon 15 Jahre und mehr in der Selbsthilfe.

Im Durchschnitt sind wir 7 Leute. Es gab Zeiten da waren wir im Duchschnitt 12 und mehr und es gab auch Zeiten da waren wir 4 und weniger. Unser Durchschnittsalter liegt auch bei über 30.

Wenn deinen Leute nicht mehr zur Selbsthilfe kommen, dann liegt es vielleicht daran, dass ihr Stottern sie zur Zeit nicht belastet.

Es ist wichtig mit den Leuten deiner Selbsthilfegruppe in Kontakt zu bleiben. Wenn sie nicht zur Gruppe kommen, dann rufe sie einfach mal an und erkundige dich nach ihrem Befinden. Schon alleine solch ein Gepräch ist Selbsthilfe.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

viele Grüße

Jens
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Beitrag von Tarantandy » 27. September 2006 10:57

Hallo Frenky,

kurzer Erfahrungsbericht von mir: ich bin früher regelmäßig in Selbsthilfegruppen gegangen, etwa von 1996/97 bis 2000, habe mich da auch engagiert und es war ne klasse Sache. Die Spaß gemacht und mich weiter gebracht hat. Irgendwann habe ich jedoch immer mehr die Bindung dazu verloren, und bin immer seltener hingegangen. V.a. auch deswegen, da ich viele andere Kontakte außerhalb der SH hatte, die auch alle "versorgt" werden mussten.
Heute habe ich noch einige Freunde aus der SH, und habe sporadische Kontakte zu anderen Stotternden, die ich dann, wie ich merke, umso mehr genießen kann.

Ich hatte seinerzeit von einer Logopädin von der Selbsthilfegruppe erfahren. Ich denke generell, dass es wichtig und sinnvoll für eine Gruppe ist, dass örtliche Logopäd/inn/en von der Gruppe und was sie ungefähr macht wissen.

Liebe Grüße

Andi.

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Beitrag von Andreas » 27. September 2006 12:53

Hallo Frenky,

ich bin seit einigen Jahren in der Kölner Selbsthilfe und auch im Vorstand aktiv.

Unsere Gruppe hat ca. 55 Mitglieder, davon kommen zu den wöchentlichen Treffen ca. zwischen sechs und 14 Personen, wobei die Zusammensetzung stark variiert. Auch die Altersstruktur ist bunt gemischt, zwischen 14 und ca. 65 Jahren.

Meiner Meinung nach ist ein attraktives Programm fast noch wichtiger als die Öffentlichkeitsarbeit. Immer nur "zusammenhocken" und über Probleme zu reden, ist sicherlich nicht förderlich. Daher legen wir auch Wert auf abwechslungsreiche und "praxisorientierte" Veranstaltungen, wie regelmäßige Übungsgruppen für spezielle Therapierichtungen, Telefontraining, Videotraining oder Workshops. Natürlich gibt es bei uns auch "normale" Abende, an denen die Erfahrungen ausgetauscht werden. Dies ist ja vor allem für neue Leute wichtig.

Die Gruppe lebt natürlich von ihren Mitgliedern, jedes Mitglied sollte sich einbringen. Manchmal erleben wir jedoch eine eher passive Haltung: die Besucher erwarten, dass man ihnen etwas vorsetzt. Wenn ihnen dies dann nicht gefällt, kommen sie auch nicht mehr...

Was die Öffentlichkeitsarbeit betrifft, veranstalten wir regelmäßig einen Infostand sowie einen Tag der offenen Tür. Außerdem verschicken wir unser Jahresprogramm an alle Logopäden und Therapeuten im Kölner Raum.

Viele Grüße

Andreas

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Beitrag von Ernst-Martin » 27. September 2006 17:12

Grüß Dich, Andreas, Du Administrator,
Andreas hat geschrieben:
Daher legen wir auch Wert auf abwechslungsreiche und "praxisorientierte" Veranstaltungen, wie regelmäßige Übungsgruppen für spezielle Therapierichtungen, Telefontraining, Videotraining oder Workshops. Natürlich gibt es bei uns auch "normale" Abende, an denen die Erfahrungen ausgetauscht werden.

Dies ist ja vor allem für neue Leute wichtig.

Außerdem verschicken wir unser Jahresprogramm an alle Logopäden und Therapeuten im Kölner Raum.

Viele Grüße

Die Augsburger Gruppe plant, die Jugendlichen anzusprechen und auch so ein Jahresprogramm zu entwerfen .... dürfen wir einmal in Eures reinschauen?

Mir wäre es sehr recht gewesen, wenn mich jemand angesprochen hätte, als ich noch 10 - 12 Jahre alt war - und mich besonders auf die gemeinsamen Freizeitmöglichkeiten der Sprachbehinderten aufmerksam gemacht hätte. :lol:

Ich war immer nur mit der Pfadfinder-Gruppe auf Tour - und darin der einzige Sprachbehinderte - nicht gerade angenehm (ich stand ja laufend im Wettbewerb mit den andern - ein Streß!)
:cry:
Ernst-Martin,
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Beitrag von Andreas » 28. September 2006 00:28

Hallo Ernst-Martin,
Ernst-Martin Schneider hat geschrieben:Die Augsburger Gruppe plant, die Jugendlichen anzusprechen und auch so ein Jahresprogramm zu entwerfen .... dürfen wir einmal in Eures reinschauen?
klar, Du findest es auf unserer Website http://koeln.stottern.info unter "Programm" sowie unter "Download".

Viele Grüße

Andreas

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Re: Selbsthilfegruppen erhalten

Beitrag von Heiko Bräuer » 26. Oktober 2006 15:02

Also ich bin seit 1 und 1/2 Jahr in einer Selbsthilfe Gruppe, die ich in gewisser Weise auch mit gegründet habe.Wir sind 5 Leute im Alter von 18 - 50 und treffen uns 1 mal (jeden3. Dienstag) im Monat. Jedoch bin ich der Einzige Jugendliche und mit einem Studenten sind wir beiden unter 30. Die anderen drei sind über 30, wobei es gut ist, das die Vorsitzende des LV Sachsen der Gruppe auch angehört. Zur Gründung der gruppe haben wir Flyer gedruckt und diese bei den Logopäden und anderen Sprachspezifischen Ärzten in der Region verteilt. Dies hatte den Effekt, das unsere gruppe von einst 4 auf 5 Personen gewachen ist und bald vieleicht 6 Stotterer haben wird. Wir haben allerdings noch nicht so viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben, außer einigen Kleinen Artikeln, zum Weltstottertag letzten Jahr, übers Stottern.
In der Richtung könnten wir von anderen Gruppen noch was lernen und eventuell mal einen Infostand in der Region veranstalten...

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Für und Wider einer Selbsthilfegruppe

Beitrag von dosi » 8. Januar 2007 13:53

Hallo Leute!
Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken im schönen Sachsen-Anhalt ínsbesondere in meiner Umgebung eine SHG zu gründen. Das ist alles noch sehr unausgereift und ich bitte um Eure Hilfe.
Die SHG, die einige Kilometer von hier entfernt war, existiert seit ca. 3Jahren nicht mehr. Ich habe durch das Lesen im Forum erst einmal richtig mitbekommen, was für extrem schwerwiegende Probleme manch Stotternder mit sich herum schleppt. Vielleicht wäre es für solche Leute eine prima Anlaufstelle. Und ich glaube, daß ich mit viel Eifer und Freude so einer Geschichte Leben einhauchen könnte.
Ganz uneigennützig ist das Ganze nicht, da ich ja sowieso für die "zweite Lebenshälfte" eine sinnvole Aufgabe suche.
Ich habe den Eindruck, daß in den neuen Ländern das Netz der SHG sehr dünn ist. Auch im Forum sind mehr Leute aus dem westl. Teil Deutschlands. Vielleicht ist es wirklich nötig so etwas hier anzubieten.
Ich habe schon beim BVSS gelesen und mich etwas informiert. Und in den nächsten Tagen werde ich dort sicher auch anrufen. Aber vielleicht könnt Ihr mir Ratschläge geben und mir abraten oder mich anfeuern.
Schon mal jetzt vielen Dank sagt DOSI
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

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Beitrag von Tarantandy » 8. Januar 2007 14:15

Hi Dosi,

ich kann dich nur kräftig "anfeuern", was dein Vorhaben angeht!
Ich habe viel von Selbsthilfegruppen profitiert; in Bezug auf Umgang mit dem Stottern, aber auch dadurch, dass ich regional wie bundesweit viele interessante Menschen aller Altersgruppen kennen gelernt habe.
Ich teile auch deine Einschätzung, dass es in den neuen Bundesländern eher wenige Gruppen gibt. Allerdings gab es immer mal interessierte Einzelpersonen. Auch zu denen kannst du möglicherweise über die BVSS Kontakt aufnehmen.

Nur zu!

Viel Erfolg wünscht

Andi.

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gemeinsam sind wir stark

Beitrag von Roland Pauli » 8. Januar 2007 14:52

Hallo Dosi,

eine Selbsthilfegruppe ist eine prima Ergänzung zur Therapie. Hier kannst Du Dich selbst weiter entwickeln und anderen helfen. Es macht zwar Arbeit eine Selbsthilfegruppe wieder zu beleben und zu pflegen, aber es lohnt sich. Ich hatte es 1998 auch so in Erlangen http://www.stotterer-selbsthilfegruppen.de/erlangen/ gemacht, und es macht Freude, die Weiterentwicklung bei den anderen und sich selbst wahrzunehmen.

Hier ist eine kleine Aufstellung, was Selbsthilfe alles leisten kann:

SELBSTHILFEGRUPPEN - gemeinsam sind wir stark

S ... SCHWIERIGKEITEN ÜBERWINDEN
E ... ERKENNEN UND HANDELN
L ... LEBEN GESTALTEN
B ... BEZIEHUNGEN AUFBAUEN
S ... SICH SELBST BESTIMMEN
T ... TEILNEHMEN UND VERSTEHEN
H ... HILFE GEBEN UND NEHMEN
I ... INFORMATIONEN SAMMELN
L ... LEBENSMUT SCHÖPFEN
F ... FÄHIGKEITEN STÄRKEN
E ... ERFAHRUNGEN NUTZEN
G ... GEMEINSAMKEITEN ENTDECKEN
R ... REDEN UND ZUHÖREN
U ... UNTERSTÜTZEN UND BEGLEITEN
P ... PROBLEMEN VORBEUGEN
P ... PERSÖNLICHKEITEN STÄRKEN
E ... EINSAMKEIT ÜBERWINDEN
N ... NEUE WEGE GEHEN

Viel Erfolg

Roland

transit
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Beitrag von transit » 9. Januar 2007 10:49

Hi Dosi,

Viel Erfolg dabei !

Es bedeutet Arbeit, bes. in der Gründungszeit. Und Durchhalten, bis sich ein mehr oder weniger regelmäßiger Teilnehmer-Stamm entwickelt hat.

Ein/e "Manager/in" ist wohl immer erforderlich.
Wichtig finde ich es, dass die Teilnehmer keine Konsumentenhaltung einnehmen - was leicht (egal, wo) passieren kann.

Ausser bei der BVSS - kannst du auch in größeren Städten bei Beratungsstellen für den Selbsthilfe-Bereich Info und Unterstützung - zBsp bei der Raumsuche - erhalten.
Jede kommunale Verwaltung (Rathaus) hat auch einen/n Behindertenbeauftragte/n.

In Hannover heisst diese Anlaufstelle KIBIS - so in etwa : Kontakt,Information und Beratung im SelbsthilfeBereich.

Es gibt von den Krankenkassen die Möglichkeit, Fördergelder zu erhalten.
Krankenkassen sind gesetzlich dazu angehalten, 1% der VersichertenBeiträge - falls diese Info so stimmt - für Prävention, worunter auch Selbsthilfe fällt - zur Verfügung zu stellen.
Weiss jemand Näheres darüber ?
Anträge müssen mE zum JahresBeginn eingehen. Also Multi Galoppi, Dosi.

Ich bin Beispielsweise bei der AOK versichert, also würde ich persönlich mich erstmal an meine Gesundheitskasse wenden. :wink:

Räume stellen zBsp Kirchengemeinden ( wenn du Glück hast, auch kostenfrei )zur Verfügung.
Mitunter auch Krankenhäuser, Kliniken.

Ich bin Teilnehmerin der ADS-Gruppe für Erwachsene Hannover. Wir haben 1xwö einen Raum in einem Freizeitheim gemietet, und zahlen für 3Std 9,-Euronen.

Hast du die Möglichkeit, mit ehemaligen Mitgliedern der alten SHG, die du erwähntest, Kontakt aufzunehmen ?

Gruß an die Powerfrau !

isabel
Zuletzt geändert von transit am 9. Januar 2007 21:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von dosi » 9. Januar 2007 16:14

Erst einmal vielen Dank für Eure Reaktionen.
Einen Raum hätte ich schon in unseren Pfarramt. Wie oft treffen sich die SHG eigentlich? Ist einmal im Monat zu wenig?
Meiner Logopädin habe ich heute von meinem Vorhaben erzählt und noch ehe ich sie vorsichtig fragen konnte, ob sie evtl. dann auch mal vorbei kommt, hatte sie sich schon selbst eingeladen. Fand ich richtig gut.
Ansonsten wirbele ich hier schon durch die Gegend und versuche etwas zu bewegen. Dosi
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Beitrag von transit » 9. Januar 2007 21:25

Wow, Super !

Ja, einmal im Monat scheint etwas wenig zu sein.
Wenn jemand 1x aussetzen muss, beträgt der Zwischenraum ja bereits schon 8 Wo.
Welchen "Selbsthilfe-Nutzen" hätte es dann ?
Erfahrungsgemäß, denke ich, 1x wö ist gut - aber 14-tägig sollte schon sein.

:wink: Stell' dir vor, jeder von uns dürfte nur alle 2 Wo mal im Forum lesen und schreiben.

Entstehen Kosten für die Raumnutzung ?
Ist das Pfarramt verkehrstechnisch gut zu erreichen ?
Welcher Einzugsbereich ist es dann eigentlich ?

Schön, dass deine Logo mit teilnehmen möchte, und die Selbsthilfe wertschätzt und ernst nimmt.
Müsst ihr aber sehen, ob professionelle Therapie nicht professionelle Therapie - und Selbsthilfegruppe nicht Selbsthilfegruppe sein soll.
Kommt auf die Bedürfnisse der Teilnehmer an - und ob man sein Seelenleben nicht lieber und leichter, zumindest in der Anfangszeit, nur "Genauso-Fühlenden" mitteilen möchte.

Mich persönlich hätte die Anwesenheit eines/r Logo/s einer anderen Teilnehmerin ! damals sehr gestört. Da hätte ich keinen Mucks mehr sagen mögen / können. Aber so bin vielleicht nur ich.
Lass' dich davon bloß nicht irritieren.

Wünsche dir Gutes Gelingen !

isabel







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Beitrag von dosi » 10. Januar 2007 16:19

Den Raum im Pfarramt bekomme ich wahrscheinlich kostenlos. Dafür bekommt der liebe Pastor im Sommer wieder 1-2Erdbeerkuchen und ausreichend Erdbeeren für seine Familie. Das ist keine Bestechung, nur ein nette Art miteinander umzugehen.
Ich denke, daß ich die Gruppe aller 2Wochen zu einem Treffen kommen lasse. Mit meinen unregelmäßigen Diensten ist jede Woche einfach nicht machbar.
Danke für den Tip mit den Krankenkassen. Ich habe heute schon mehrere angerufen. Es reicht, wenn man einen formlosen Antrag auf finazielle Unterstützung stellt. Das Geld wird auf alle antragstellenden SHG aufgeteilt. Vielleicht auch für andere Leute hier im Forum wichtig.
Meine Logopädin dachte ich da nur einmalig einzuladen. So als eine Art Referentin und Ansprechpartnerin. Wenn die Gruppe dann öfter auf sie Lust haben sollte, ist es mir auch recht.
Die umliegenden Stotterer-Gruppen sind gerade alle auseinander gefallen. Da hatte ich gestern noch angerufen und wollte Kontakte knüpfen und Rat einholen. Das hat mich ganz schön deprimiert. Aber ich versuche es trotzdem.
Dankbar nehme ich weitere Anregungen entgegen. Dosi
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