Für und Wider einer Selbsthilfegruppe

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
---***---
Die Kirschblüte
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Beitrag von ---***--- » 23. Oktober 2007 11:41

Hi zusammen,

hallo Erwin, erstmal,
glaube, Dein Beitrag oben war der Durchbruch in unserer Beziehung :smile, :biggrin,
jetzt verstehe ich endlich, was Du die ganze Zeit sagen willst.
Und ich bin, was Salsa und Hüfteinsatz, psychologische und sprechtechnische Ansätze und das unqualifizierte Zerreißen angeht völlig einer Meinung mit Dir. Wer kennt wen schon wirklich? Nach meinem Eindruck ist halt auch nicht jede Therapie oder jeder Ansatz etwas für jeden. Die meisten haben sehr viel Therapieerfahrung - und sind gereizt, wenn ihnen was anderes als das Ultimative angepriesen wird und die eigenen Erfahrungen plötzlich nichts zählen sollen. Ich hoffe, es entsteht ein Austausch ...
Vielleicht kannst Du im Therapie-Subforum einen Link hierher setzen?

zu meiner SHG-Erfahrung:
die ist wohl ein Beispiel, wie es nicht funktioniert.
Um 1990 rum habe ich versucht mit der SHG München Kontakt aufzunehmen, schriftlich, habe mich nicht getraut, anzurufen. Ich habe nie eine Antwort erhalten.
Anfang der 90er Jahre habe ich selber versucht, in Würzburg Kontakte zu knüpfen und war Ansprechpartnerin, auch im Kieselstein abgedruckt. Dadurch kam es zu einem regelmäßigen Treffen mit einer Lehrlogopädin und Logopädenschülern, schließlich hat Bernd Koppenhagen einen Stammtisch initiiert, in einer Kneipe. Ich fand die Gespräche aber bald langweilig, ich fand, wir haben uns im Kreis gedreht. Ich habe andere Wege gesucht und gefunden, mich mit Stotterern auszutauschen, erst durch Seminare der BVSS, dann durch die VR-Therapie. Mir hat der Prozeß, eine SHG zu finden, zu lange gedauert, eine wirkliche Gruppe ist nicht entstanden. Ich selber habe damals wenig dazu beitragen können, ich war zu jung, um eine Gruppe anzuleiten, und war sehr mit meinem eigenen Stottern beschäftigt,

sG Mechthild

blanka

Beitrag von blanka » 23. Oktober 2007 11:41

Ehrlich gesagt, ich weiß das gar nicht mehr, wie ich zur SHG in München fand. Ich glaube, die Logopädin damals sagte mir, dass sowas existierte.

Erwin
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2007, ohne moos nix los

Beitrag von Erwin » 23. Oktober 2007 15:06

2007, ohne moos nix los

ja nun, web 2.0, selbsthilfe marketing 2007

der zeitgeist galoppiert, habe mich mal ganz eigennützig, und wegen meinem sohn in den verteiler aufnehmen lassen.

wie findet man die richtige gruppe?

gruß erwin

einladung zur adhs gruppe, von heute 09:15
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---Ursprüngliche Nachricht---
From: "ADS-Selbsthilfegruppe Darmstadt" <ads>AD(H)S Beratung und Coaching

To:
Subject: Treffen der AD(H)S-Erwachsenen-Selbsthilfegruppe

Liebe erwachsene ADS-ler und Interessierte,

mangels Raum haben wir nun mehrere Monate keine Selbsthilfegruppen-Treffen gehabt. Durch glückliche Umstände kann uns ein neuer Teilnehmer einen Raum anbieten, und wir können uns wieder treffen.

Für ein erstes Treffen der AD(H)S-Erwachsenengruppe

in der Alicenstr. 5, Hinterhof schlage ich

Mittwoch, den 7. November, 19.30 Uhr vor.

Hier Die Wegbeschreibung:
Alicenstr. 5 / Hinterhof
Abfhart A5 / A67 Richtung Stadtmitte. Am Maritim nach links abbiegen, Richtung Hbf . Dann am Cinemaxx vorbei immer geradeaus halten, Rechtskurve nehmen und auf die Bismarkstrasse, bis diese endet am Willi Brand Platz, dann links in die Frankfurter Str..Vom Willy- Brandt Platz auf der Frankfurter Str. Richtung Arheiligen die zweite Strasse links einbiegen. Dann die erste Hofeinfahrt auf der rechten Seite. Parken ist nur begrenzt im Hof möglich.

Es wäre toll, wenn Ihr recht zahlreich erscheint, damit wir gemeinsam planen können, wie und wann es mit der Gruppe weitergehen soll. Wenn Ihr noch andere Betroffene kennt, gebt die Info bitte auch weiter. "Neue" sind jederzeit willkommen.

Am 1.10. war ich bei einer Selbsthilfeveranstaltung in Frankfurt mit unserer Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Ich konnte tatsächlich mit ihr sprechen und auf die schlechte ärztliche Versorgung bei Erwachsenen mit AD(H)S hinweisen (wir sind im aktuellen Abrechnungssystem eben unrentabel für die Ärzte) und auf die Problematik mit dem Off-Label-Use von Methylphenidat und der meist fehlenden Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
Ich erwarte nun keine Wunder, aber freue mich, dass unsere Anliegen so wieder einmal ins Bewußtsein gerufen wurden.

Der U.S.-Senat hat den 19. September zum Nationalen ADHS-Tag ausgerufen. Dort hat man offenbar inzwischen erkannt, welche Bedeutung das Thema hat, das rund 3% der erwachsenen Bevölkerung betrifft. Mal sehen, wie lange es dauert, bis diese Erkenntnis über den großen Teich schwappt.

Doch nun erst einmal alles Gute und viele Grüße bis zum Wiedersehen im November,

Sabine Heidemann


Friedrichstr. 6, 64342 Seeheim
06257/869872 Fax 869871
Mail: Heidemann-Seeheim@t-online.de

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Mit freundlichen Grüßen von
Sabine Heidemann

AD(H)S Beratung und Coaching

blanka

Datenschutz?

Beitrag von blanka » 23. Oktober 2007 18:50

Lieber Erwin, hast Du denn Frau Heidemann vorher gefragt, ob es ok für sie ist, wenn Du ihre Einladung, die nur für Mitglieder gedacht war, in einem öffentlich zugänglichen Forum zum Thema Stottern publik machst, mit Name, Adresse und Telefonnummer?

Reicht doch vollkommen aus, wenn Du uns mitteilst, was Du toll findest an der Form, wie die ADS SHG ihre Vereinsarbeit macht...

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dosi
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Beitrag von dosi » 23. Oktober 2007 19:05

Was macht Ihr eigentlich, damit alle Mitglieder auch wirklich kommen? Sie wissen den Termin und ich rufe sie jedes Mal noch extra an. Eigentlich sind wir alle erwachsen, aber ohne Erinnerung läuft wenig bis gar nichts. Manchmal habe ich richtig das Gefühl aufdringlich zu sein und das will ich ja auch nicht. Was macht Ihr?
Dosi
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

Wolf Schneider

Erwin
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nein habe ich nicht

Beitrag von Erwin » 23. Oktober 2007 19:14

hallo blanka,

stimmt habe ich auch dran gedacht. aber die frau kann eigentlich keine probleme damit haben. erstens schreibt sie ja das die einladung an andere betroffene weitergeleitet werden soll. zum anderen geht sie ja ganz offensiv damit um. und ehrlich.
sie schreibt wenigstens dazu, dass sie beraten und coachen will oder kann.

gruß erwin


shg frankfurt am main
ach, ja. habe ich vergessen. 1985 hatten wir in frankfurt einen republick flüchtling. 3 fluchtversuche. 2 jahre knast oder so. der fühlte sich von honecker und seiner frau verarscht.
der hatte wirklich keine zeit zu verlieren. der war auch auf der suche nach der richtigen, wie die anderen auch, siehe oben.

nach einem viertel jahr hat der sich selbst geholfen, seine traumfrau im katalog bestellt und wurde auch nie wieder gesehen in der gruppe. auch eine form von selbsthilfe, nicht ganz politisch korrekt. aber sehr konsequent.und zielstrebig.

der war auch bei theo zum infonachmittag. auf einer dieser info-tage habe ich andreas starke kennengelernt, mehr aus der frerne, als frisch gebackenen logopäden. soweit ich weis. damals hat er sich nur mit einer hand gemeldet. damals sah der aus wie joe cocker oder cat-stevens damals auch aussahen vollbart lange mähne. was waren wir früher jünger.
heute meldet er sich bei mitgliederversammlungen beidhändig. das hat josef fischer auch so gemacht. aber schon immer. als ich im frankfurter westend (kettenhofweg) therapie gemacht habe, hat joschka die häuser in der nachbarschaft besetzt. in diesen westendhäusern am palmengarten sitzen heute die werbeärsche drin und machen werbekampagnen für ulla schmidt. oder auch für pro-voce, wer weis.
....und mit pflastersteinen geworfen. oder josef fischer stand mit nacktem oberkörper an der startbahn-west und hat dem hessischen innenminister gedroht. er solle doch seine polizisten wieder zurückpfeifen. ich war dabei. nicht als polizist, sondern als anwohner.

gruß erwin

blanka

Beitrag von blanka » 23. Oktober 2007 20:14

:roll: Hm, Deinem Post kann man immerhin die Weisheit entnehmen, dass Republikflüchtlinge nicht unbedingt die besseren Menschen sind, aber sonst weiß ich wenig damit anzufangen.

transit
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SHG-Darmstadt-ADS und Stottern ?

Beitrag von transit » 24. Oktober 2007 00:01

Hi, habe diese Antwort-Mail soeben an Sabine Heidemann gesendet :
:knuddel: §dumm :grinundwe: §knin
Ist doch gut, ein Netzwerk zu knüpfen.

**************************************************************
Hallo Sabine Heidemann,

soeben erfuhr ich von einem "guten Freund" ( http://www.erwingeier.de/ ) über das Forum http://www.forum.bvss.de/ von der Darmstädter SHG für ADS-Erwachsene.

Falls es ihnen auch darum geht, neue ADSler für ihre SHG zu interessieren, möchte ich ihnen gerne empfehlen, die Mitteilung über die Treffen auch in den Foren
http://www.adhs.ch (von Dr Martin Winkler und DiplPsych Piero Rossi ) sowie
http://www.tokol.de ( von Jochen Banz - hier gibt es eine ADS-Stammtisch-Liste und -Subforum ) zu posten.

Bin selbst in der SHG für ADS-Erwachsene-Hannover und inzwischen in Job und Alltag recht flüssig sprechende Stotternde ADSlerin, evtl resultierend aus dem bei ADS häufig zu findenden Poltern.
Tipp : Googeln : ADHD / ADD and cluttering - ADHD / ADD and stuttering.
Poltern (to clutter) ist dieses stockende, suchende Sprechen von den hiervon betr. ADSlern.

Ich wünsche viel Erfolg mit dem Wieder-Aufleben der Darmstädter SHG.

... und seien sie bitte nicht böse mit Erwin Geier, weil er ihre Verteiler-interne Mail in unserem geschützten ( nur mit Registrierung zu betretenden) Subforum dargestellt hat. Er wollte dies in bester Absicht als gutes Vorbild ihrer Initiative bzgl unserer SHG-Misere tun. Ausserdem ist er ein ewiger großer Junge und ein angehender Salsero. Sie werden ja bald selbst das Vergnügen haben, sich einen persönlichen Eindruck von ihm zu bilden. :-)
Gruß
Isabel Cäsar

*************************************************************

LG Isabel

blanka

Beitrag von blanka » 24. Oktober 2007 03:34

Hallo Isabel, hallo Erwin,

ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, was der unkommentierte Abdruck von Korrespondenzen aus anderen Selbsthilfegruppen als solchen der Stottiszene uns sagen soll. Wenn Ihr damit irgendwas über die Struktur oder übergreifende Probleme etc etc von Selbsthilfe im allgemeinen sagen wollt, was für die StottiSHGs von Interesse sein könnte, macht das doch einfach. Ansonsten könnt Ihr das doch auch privaterweise austauschen oder im Off Topic neue Mitglieder anwerben, wie auch immer.

Zum Thema:

Ich fand die Gruppenabende damals nicht sehr anziehend, eigentlich hat mich erst das Königsseminar in die BVSS gepusht. Die SHG in Berlin finde ich klasse, wahrscheinlich ist der Vorteil die Anzahl der MItglieder und dadurch ein Riesenangebot: der Dienstagabend mit der Möglichkeit, eine Gruppe zu moderieren, der Mittwoch mit Vortragsmöglichkeit mit Videoaufzeichnung, der Freitag mit dem Stammtisch und dazwischen auch noch irgendwelche Sachen.

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Beitrag von ---***--- » 24. Oktober 2007 11:13

Hi Blanka,

finden in Berlin jeden Dienstag, Mittwoch und Freitag solche Treffen statt?
wow.
Wieviele Leute sind in der SHG? Gibt es Infos dazu im Netz?
Könnte auch jemand, der zu Besuch/auf Urlaub/auf Abgeordnetenfahrt usw. in Berlin ist, dazu kommen?
Könntest Du einen Link reinstellen?

lG Mechthild

Erwin
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ganz normal eigentlich

Beitrag von Erwin » 24. Oktober 2007 11:29

hallo blanka,

wo ist das problem. inzwischen habe ich die gleiche mail von fr. heidemann auch über den verteiler der selbsthilfe-kontakt und beratungsstelle in darmstadt erhalten. weitergeleitet von claudia krämer, die macht sowas hauptberuflich (20 std. die woche) übrigens eine stotternde frau, sozialarbeiterin, die sich quasi aus der stotterer-selbsthilfe-darmstadt heraus entwickelt hat.
mit frau heidemann habe ich mich ca. 2 stunden am telefon unterhalten. vor 3 wochen oder so. die kennt bereits meinen offenen kommunikationsstil.
deine ängste sind völlig unsinnig. selbsthilfegruppen tauschen sich übrigens in sinnvoller weise aus. da ist claudia kremer die expertin für.

darüberhinaus gibt es in den ads-gruppen überdurchschnittlich viele stotterer. beide behindertengruppen haben auf grund ihrer behinderungen eine hohes risiko an depression zu erkranken. diese depressionen sind genauso endogen wie ads und stottern auch.

welches problem hast du mit informationen jenseits des eigenen vorgartens.

kommentiert habe ich die mail sehr wohl. schon. das war vielleicht ein klein wenig sündig. gebe ich zu.

gruß erwin

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Tarantandy
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Beitrag von Tarantandy » 24. Oktober 2007 12:46

Hi Blanka,
blanka hat geschrieben: Die SHG in Berlin finde ich klasse, wahrscheinlich ist der Vorteil die Anzahl der MItglieder und dadurch ein Riesenangebot: der Dienstagabend mit der Möglichkeit, eine Gruppe zu moderieren, der Mittwoch mit Vortragsmöglichkeit mit Videoaufzeichnung, der Freitag mit dem Stammtisch und dazwischen auch noch irgendwelche Sachen.
als ich neu nach Berlin kam, war für mich die "Größe" der Berliner Gruppe durchaus ein Problem. Ich kam aus Stuttgart, einer überschaubaren Gruppe, wo ich sehr aktiv gewesen bin. Nun kam ich nach Berlin, und sah, hier gibt es alles, hier läuft alles... Da sah ich die Notwendigkeit als nicht so groß, mich selbst einzubringen. Dazu gab' s 1000 andere spannende Dinge in Berlin, denen ich mich dann eher zugewandt habe...
So wurde das leider nie so richtig was aus mir und der Berliner Selbsthilfe. Obwohl es einige sehr nette Leute darin gibt. (Arschnasen aber natürlich auch)
Bist du nun wieder regelmäßig hier?

Liebe Grüße

Andi.

transit
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Beitrag von transit » 24. Oktober 2007 13:37

@ Blanka, @ Andi,
schließe mich der Frage an : Wieviele SHGler seid ihr ? Ausserdem :
Nehmen dieselben Leute an allen thematischen Gruppenabenden teil - oder bilden sich doch Interessengemeinschaften, Parallelgruppen verschiedener TN ?

@ Erwin,
danke für den Tipp an Alle: SHG-Verteiler über KIBIS. Werde mich da mal informieren, wie das in Hannover ist. Wie wird der Verteiler genutzt ? nur für Termin-Bekanntgaben ?
Bzgl ADS-Stottern : bitte auch an Poltern denken (siehe auch Berichte, zB Neuhaus etc - "Stürmische Sprachentwicklung"). Therap.Vorgehen ist bei Poltern anders als bei Stottern. Überlegen : ADS-->Poltern-->+Stottern.

LG Isabel

blanka

Beitrag von blanka » 24. Oktober 2007 14:51

Berlin:

http://www.stotterer-selbsthilfegruppen.de/berlin/

@ Mechthild

Klar, einfach aufs Programm schaun, ggf noch jemanden anmailen oder anrufen von den genannten Kontaktpersonen, einer Stippvisite von abroad steht nix im Wege! Ich selber habe anno dazumal auf meiner Interrail (aber nur national) Reise auch versucht, die SHGs abzuklappern, ich glaube, damals war ich nur bei einer Hamburger Gruppe - da durfte ich gleich als Dauerleihgabe den Van Riper mitnehmen, das war eine klasse Reiselektüre :D

Dienstag ist wöchentlich, Mittwoch 2wöchentlich, der freitägliche Stammtisch einmal im Monat. Ich glaube, es gibt noch eine Theatergruppe, und einen schwullesbischen Stammtisch gab es auch mal, aber da saß ich meist allein ein Stündchen im Szenecafé, mal mit nem anderen Stotti, der aber auch andere Homobehinderte nicht dabei haben wollte - ich fand das eine prima Idee, die Fühler in die Richtung auszustrecken - und es besteht immerhin mit einer Kontaktperson die Möglichkeit, das wieder ins Leben zu rufen. Ach ja und dann hatten wir zwischenzeitlich noch einen Englisch Circle mit 3 bis 5 Leuten. Vielleicht kriegen wir das wieder hin ab Januar...

@ Andi

Ich glaube, das liegt eher an den vielen anderen Möglichkeiten in Berlin.

@ Isabel

Klar bilden sich dann Interessengemeinschaften etc aus ;) Und man kann sich da mehr oder weniger reinfallen lassen - und mehr oder weniger aktiv mitarbeiten. Wieviele es sind? Da könnte Axel wohl mehr zu sagen, ich glaube an die 100 Leute - die Adressen in der Mailinglist find ich immer sehr beeindruckend, wenn wieder ne Rundmail kommt...

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Matze1970
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Mein Weg zur Selbsthilfe

Beitrag von Matze1970 » 24. Oktober 2007 20:16

Hallo zusammen,

ich machte mit 19 Jahren eine Therapie an der Tübinger Logopädenschule. Meine Logopädin sagte mir, dass sich hier auch eine Stotterer-Selbsthilfegruppe regelmäßig trifft. Lange habe ich mich aber geweigert, dort hin zu gehen.
:dagegen:
Schließlich hatte ich eine gute Logopädin, so dachte ich. Als ich mit 25 Jahren eine Auffrischtherapie an der Logopädenschule machte, schleiften mich eines Tages zwei Logopädenschülerinnen, die mich behandelten, in die Selbsthilfegruppe. Sie gaben vor, dass sie die Gruppe kennen lernen möchten und ich doch mitgehen kann. Ich war dann zweimal dort, fühlte mich aber nicht richtig wohl bei denen. Ein Jahr später dachte ich mir, dass die Selbsthilfegruppe mir helfen könne, mit dem Stottern allein klar zu kommen, schließlich will ich nicht bis an den Rest meines Lebens zum Logopäden gehen. Diese Einstellung machte mich schließlich fitt für die Stotterer-Selbsthilfe, und ich ging plötzlich gerne hin.
:volllol
Der Rest ging dann recht schnell. Ich organisierte mit der Gruppe den BUKO 1997 in Reutlingen mit, und ein Jahr später war ich Vorsitzender des LV Baden-Württemberg und zwei Jahre später Beiratssprecher. Vor vier Jahren habe ich mich zurückgezogen, weil mir alles zuviel wurde. Ich spürte irgendwo das "Burnout-Syndrom" und hatte das Gefühl, dass die ehrenamtliche Arbeit zum Fulltimejob wird.
:ohnemi:
Nach Jahren des Abstands interessiere ich mich nun wieder mehr für die Stotti-Szene und habe mich hier im Forum angemeldet. Außerdem beabsichtige ich, an meinem jetzigen Wohnort eine Stotterer-Selbsthilfegruppe zu gründen.
:dafuer:
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich die richtige Einstellung zu mir und meinem Stottern sowie klar definierte Ziele für den zukünftigen Umgang mit der Sprachbehinderung, in die Selbsthilfe führten. Auch wichtig empfand ich das Klima in der Gruppe sowie deren Programm.

Liebe Grüße
Matze :wink:
Wer die anderen neben sich klein macht ist nie groß.
(Johann Gottfried Seume)

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