Selbsthilfe und Vereine

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
Erwin
deaktivierter User
Beiträge: 423
Registriert: 4. Oktober 2006 23:16

buh rufe, isabel war traurig, hahnenkrämpfe

Beitrag von Erwin » 27. Juni 2007 10:54

hallo,

mehr mitbestimmung wagen, verbandsarbeit

hinterher ist man entweder schlauer, traurig oder weint. wie nach dem kleinen tod. manchmal gibt es nur verlierer. isabel kopf hoch. wegen uns eitlen altern männern brauchsts du nicht traurig sein. das haben wir garnicht verdient.

ich entschuldige mich für diesen krampf. diese umwege machen aber sogar manchmal spass. kosten aber zeit. können auch eine übung darin sein wie man etwas nicht anpackt

da sind mir beim wesentlichen, der zeit die unsere haupt und ehrenamtlichen leider nicht haben! haben sie etwa zuviele aufgaben. wer soll das alles ändern.

da gibt es die helferindustrie, die leute leben vom helfen, versus selbsthilfe und ehrenamt. und da gibt es uns

da gibt es mich. ich habe mich auf eine stelle beworben die nicht ausgeschrieben war. und auf einen arbeitsplatz standort den es noch nicht gibt. nur geträumt.

und es gibt norbert aus united kingdom, der uns die monarchie erklären wollte, näherbringen versuchte. aber seine von mir nicht gewünschten ratschläge stammen aus einer anderen zeit. wir sind demokratie und haben 2007. by by zeremonienmeister oder hofmarschall, sorry.

aber, sorry, mir kann man nichts wirklich überrachendes mehr erklären nach 20 jahren umweltschutz und grüner k(g?)remien-arbeit

...... ich gebe ja zu der absatz war wieder zu lang

gruß erwin

Norbert

Beitrag von Norbert » 27. Juni 2007 12:46

--
Zuletzt geändert von Norbert am 9. Januar 2008 23:26, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Ernst-Martin
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 988
Registriert: 12. August 2006 10:41
PLZ: 86343
Ort: Augsburg
Land: Bayern
BVSS-Mitglied: nein

Sind wir nicht ein vornehmes forum?

Beitrag von Ernst-Martin » 27. Juni 2007 13:52

Erwin hat geschrieben:hallo,

ich entschuldige mich für diesen krampf. diese umwege machen aber sogar manchmal spass. kosten aber zeit. können auch eine übung darin sein wie man etwas nicht anpackt

gruß erwin
Lieber Erwin, heißt dies auch, daß Du auch keine Ausdrücke mehr in den Mund nimmst - auch keine unterstellten ..., wie z.B. Dein babbal-.......(armer Hund?)?
:lol:
Wenn ja,
dann schlage ich Dich für den Vorhimmel vor!
steht auch in der Bibel: Lukas 15,7 ...


Nun wollte ich noch Norberts Entschuldigung einfügen - hat nicht geklappt!

Sind wir nun nicht ein vornehmes forum?

... und wäre die Briefwahl nicht auch interessant? Man kann ja die Anträge, über die man abstimmen soll, vorher stellen!
Was wäre eigentlich billiger und problemloser? Eine Umfrage hier im forum oder sonst per eMail, damit Eure EDV automatisch mitzählen könnte?

Weiterhin die besten Ideen!
:wink:

Weiterhin die besten Ideen
Ernst-Martin,
der Lechgeist
--------------------------------
... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

Erwin
deaktivierter User
Beiträge: 423
Registriert: 4. Oktober 2006 23:16

miltärseelsorger

Beitrag von Erwin » 27. Juni 2007 14:33

hallo ernst-martin,

willtse mich ver...äppeln. das paradies ist nicht da wo ich hinkomme, sondern anderswo. vielleicht bleibe ich ja noch#ne weile hier, im fegefeuer der eitelkeiten.

back up

woody allen antwortete mal auf die frage: feuer, erd oder seebestattung? 'er wolle das alles nicht! er bliebe lieber im wohnzimmer.....' wenn er dann mal nicht als katzenspreu für den kater endet. tatata, das kommt von mir

da schließe ich mich an. hölle, hölle....

kennst du übrigens die unterschiede zwischen himmel und hölle....
ich auch nicht. ich bin nämlich atheist und schreibe von meinem heim-arbeitsplatz aus..... du miltärseelsorger

viele grüße erwin

Erwin
deaktivierter User
Beiträge: 423
Registriert: 4. Oktober 2006 23:16

2. fremdsprache

Beitrag von Erwin » 29. Juni 2007 10:58

hallo norbert,

kann stotternder mann aus hessen bei euch in der geschäftsstelle ein auslandspraktikum machen. mein arbeitgeber, die t-systems wird ja immer internationaler.

ich würde meine 5 tage bildungsurlaub verbraten. zu not würde ich auch akten abstauben, hauptsache ich lerne ein wenig english.

mae west hat mal gesagt, auf die frage nach dem geheimnis ihres erfolges:

when i'm good, i 'm very very good
and when i'm bad, i'm better


gruß aus darmstadt

erwin

Norbert

Re: 2. fremdsprache

Beitrag von Norbert » 29. Juni 2007 12:31

--
Zuletzt geändert von Norbert am 9. Januar 2008 23:27, insgesamt 1-mal geändert.

Erwin
deaktivierter User
Beiträge: 423
Registriert: 4. Oktober 2006 23:16

Beitrag von Erwin » 30. Juni 2007 01:30

vielen dank norbert,

wenn ich dann so weit bin melde ich mich..wieder. wer einen stotterer beim wort nimmt ist ein sadist.

ich werde trotzdem sehr fleissig üben, das englische. vielleicht kann ich#s ja mal dringend brauchen.

backup:

better more over come
and less heading for a fall and healing for one moment in time

bis dahin...........

gruß aus hessen

erwin

Benutzeravatar
Michael13
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 726
Registriert: 7. November 2006 03:19
Ort: Dresden
Kontaktdaten:

Beitrag von Michael13 » 12. Juli 2007 16:13

Hallo lieber Erwin, hallo liebe/r LeserIn,
Erwin hat geschrieben:... wer einen stotterer beim wort nimmt ist ein sadist.
erwin
So weit ich weiß stammt dieses Zitat von der französischen Schauspielerin Jeanne Moreau, die ursprünglich sagte: "Wer eine Frau beim Wort nimmt, is ein Sadist."
Hmmm, wenn du das jetzt auf stotternde Menschen (oder meinetwegen auch Stotterer, wenn du möchtest) anwendest, dann meinst du wohl die Frau im Stotternden, hmm :) ...
Das erinnert mich an eine halb ernste, halb spaßige Unterhaltung mit einer tschechischen Stotternden, die meinte, dass stotternde Menschen Hermaphroditen ähnlich seien. Sie meinte sicherlich keine körperlichen, sondern geistigen bzw. seelischen Zwitter ... war auch ein Übersetzungsproblem, mein Tschechisch war nicht vorhanden und ihr Deutsch war zwar gut, aber bei solchen Themen verstehen sich ja Deutsche schon kaum :) ...
Kurzum: man könnte da durchaus eine wissenschaftliche und/oder philosophische Frage draus machen ... die Geschlechterfrage ist ja durchaus eine interessante - man schaue sich nur immer wieder die steigenden Zugriffe beim Thema "Partnerwahl" an :) ...
Vielleicht interessant für einige ist dieser Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Intersexualit%C3%A4t

So weit, so gut ... Bis bald und alles Gute, ciao Micha.

PS: Übrigens, Erwin, hattest du den Moreau-Spruch eventuell hier gefunden: http://hinweis.xtm.de/stottern/artikel/ ... %20....pdf

Norbert

Selbsthilfe und Vereine

Beitrag von Norbert » 11. September 2007 18:39

--
Zuletzt geändert von Norbert am 9. Januar 2008 23:27, insgesamt 1-mal geändert.

Erwin
deaktivierter User
Beiträge: 423
Registriert: 4. Oktober 2006 23:16

das ist garnicht originell

Beitrag von Erwin » 11. September 2007 21:04

hallo norbert,

edit by mod:
Beitrag gelöscht.
Grund: der übliche

Gruß
das Mod Team

Benutzeravatar
Michael13
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 726
Registriert: 7. November 2006 03:19
Ort: Dresden
Kontaktdaten:

Beitrag von Michael13 » 12. September 2007 13:59

Hallo lieber Norbert, hallo lieber Erwin (auch wenn nicht sichtbar :) ... hat wohl seine Gründe), liebe/r LeserIn,

ich finde deine Aufschlüsselung in drei Ebenen (oder auch mehr) sehr interessant, Norbert. Gut, wenn man manche Dinge mal etwas getrennt sehen kann ... um sie dann aber auch wieder miteinander verbinden zu können. Warum sollte eine Person nicht alle drei Ebenen "bedienen" können?
Das Hauptproblem besteht m.E. nach darin, dass durch die finanzielle Komponente Neiddiskussionen entstehen. Dass alle am selben Strang ziehen wollen, ist schön und gut und wichtig ... doch tun sie das auch?
Es ist m.E. nach völlig legitim zu hinterfragen, warum z.B. ein/e LogopädIn Therapie macht, warum ein BVSS- oder BSA-Verantwortlicher in bestimmten Positionen Geld für seine Arbeit bekommt. Ich denke, wir haben manchmal einfach zuviel Angst vor einigen Fragen ... die Antworten sind ja meist eher sachlich und nüchtern :) ...

Auch ich habe mitunter Situationen erlebt, die mich wirklich nachdenklich gemacht haben. Wenn man z.B. ein Seminar organisiert und sich noch zwei Monate hinterher über 10 Euro Porto- und Telefonie-Ausgleichskosten unterhält, dann merkt man wieder wie das Leben an solchen Kleinigkeiten zu scheitern scheint. Beträge in fünf- oder sechsstelliger Höhe werden ohne großes Murren abgewinkt, und bei 10 Euro hört der Spaß auf :) ... ich will mich da keineswegs aus der Verantwortung ziehen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass wir alle Menschen sind und manchmal sehr eigentümliche Entscheidungen treffen (ich auch :)). Ganz einfach weil wir uns unserer Selbst nicht wirklich bewusst sind.

Meine Meinung und da schweife ich vielleicht etwas ab, wird es noch etwas dauern, ehe die den Neid verursachende Gier aus den Menschen verschwinden wird (hatte diesbezüglich auch eine ganz witzige Unterhaltung mit Robert auf dem BSA-Treffen in Telford am Wochenende) ... Wir haben alle idealistische Vorstellungen im Kopf und scheitern wohl manchmal an den Alltäglichkeiten ... oder anders herum (das ist wohl öfters der Fall): wir haben es uns abgewöhnt mal idealistisch zu denken und meinen nun, alles müsste "realistisch" sein. Dabei vergessen wir meist, dass wir uns selbst unsere Realität schaffen.

Hoppla, auch weit abgeschweift :) ... naja, c'est la vié (wie die Briten sagen :)) ... ciao Micha.

blanka

Re: Selbsthilfe und Vereine - koennte ein bisschen lang werd

Beitrag von blanka » 18. September 2007 18:30

Norbert hat geschrieben:Ich hatte am Wochenende eine Diskussion auf unserer Jahreshauptversammlung (AGM). Ein junger Mann, nennen wir ihn mal Tim, war aergerlich dass wir ihm nicht die Gelegenheit bieten wuerden, Oeffentlichkeitsarbeit fuer die BSA zu machen, die Trommel zu ruehren, in die Schulen zu gehen, Lehrer aufzuklaeren usw.
Versteh ich nicht ganz, was Tim nun eigtl geärgert hat. Darf er nicht? Hat er BSA Hausverbot?
Norbert hat geschrieben: 1) Selbsthilfe ist ja v.a. SELBSThilfe und dazu braucht man eigentlich keinen Verein; das ist oertlich, eine lokale Sache, zwischenmenschlich. In UK sind, soweit wir wissen, die meisten Mitglieder von Selbsthilfegruppen nicht auch BSA Mitglieder. Beispiel: Bob. Bob leitet eine SHG in Yorkshire. Bob arbeitet hauptberuflich mit verhaltensauffaelligen jungen Leuten. Bob schmeisst sich aus 3 Meilen Hoehe aus Flugzeugen um fuers Stottern die Trommel zu ruehren. Bob kreiert eine Musik-CD mit Texten von stotternden Kindern und Jugendlichen die am 22 Oktober in Doncaster der Oeffentlichkeit vorgestellt wird. Wir waren nicht beteiligt, aber haben eine Einladung bekommen. Bob wuerde all das auch machen wenn es BSA nicht gaebe.
Bob ist eine Ausnahme und kann sicher nicht als Vorbild gelten. Um sowas zu machen, braucht man natürlich anderweitig Ressourcen (ergo Zeit, Geld, Kontakte), die einem ansonsten ein Verein zur Verfügung stellen kann. Wie hat Bob denn zb die CD produziert?
Norbert hat geschrieben: 2) Aktivisten - die z.B. freiwillig Aufklaerungsposter verteilen, fuer den Vorstand kandidieren in London und in Edinburgh, Open Days organisieren, 'offizielle' BSA Botschafter sind bei so Sachen wie Rotary Clubs die mal einen Redner fuer einen Mittagstreff brauchen (da findet man garantiert einen aelteren Herrn der sagt er haette auch mal gestottert, kann man das nicht auch in Deutschland anzetteln?) usw. Der Verein gibt da die Moeglichkeit zur individuellen Selbsthilfe durch Hilfe.
Das mit dem Rotary Club find ich interessant - kannst Du dazu mehr schreiben, Norbert? Wie funktioniert das?
Norbert hat geschrieben: und dann ist da noch die dritte Ebene: wie z.B. auf die Regierung und Gesetzgebung Einfluss zu nehmen, die groesseren Projekte eben, "to put stammering on the map", weiss jetzt nicht wie man das auf Deutsch sagt. Ich denke mal, dazu braucht man den Verein, und der Verein braucht die Mitglieder.
Si.
Norbert hat geschrieben: Um das jetzt mal zu uebertragen - wer macht denn was in Deutschland? Ist das Verhaeltnis oft gespannt weil nicht genau festgelegt ist, wer was macht, wer wofuer verantwortlich ist - und wer nicht? Ich laufe immer noch der Frage hinterher, warum es in der BV so oft so konfliktbeladen ist, und das scheint ja ganz unabhaengig von den jeweiligen Hauptdarstellern zu sein.
Nicht wirklich. Sieh Dir doch mal an, wer im Demosthenes Forum ist, wer im AK Verwaltung und Finanzen etc. Da sitzen seit tausend Jahren die gleichen Leute. Und es ist nicht festgelegt, wer was macht, im Gegenteil, die Selbsthelfer werden zu wenig unterstützt von der Bundesebene. Leider schreiben ja die Betroffenen, die sich wirklich auskennen, nix hier. Der LV Berlin läuft ziemlich gut, aber vor allem deswegen, weil da einfach gar nichts mit der BV gemacht wird - das wird einfach alles vor Ort organisiert, Krankenkassenzuschüsse etc. Und deshalb klappt das auch.
Norbert hat geschrieben: Ist das irgendwo genau festgelegt, wie z.B.: die Selbsthilfegruppen machen das und das, sind verantwortlich gegenueber weissnichwem, oder voellig unabhaengig, und die Landesverbaende machen dies und jenes und sind den SHGs gegenueber verantwortlich [?] und die BV macht was anderes, aber eben NICHT a oder b oder c?
Frag doch mal den, der zuständig ist: Matthias Kremer, laut Blick in den letzten Kieselstein: Selbsthilfegruppen und LVs. Und frag Lothar, seit Jahren Beiratssprecher gewesen.

Wie gesagt, ein Manko ist, dass hier leider niemand schreibt, der sich wirklich auskennt.

Norbert

Re: Selbsthilfe und Vereine - koennte ein bisschen lang werd

Beitrag von Norbert » 18. September 2007 18:50

--
Zuletzt geändert von Norbert am 9. Januar 2008 23:28, insgesamt 1-mal geändert.

blanka

Re: Selbsthilfe und Vereine - koennte ein bisschen lang werd

Beitrag von blanka » 20. September 2007 10:35

Norbert hat geschrieben: Dann muss man natuerlich die Struktur und die Finanzierung mal grundlegend ueberdenken, deswegen wuerden mich Einzelheiten ueber Matthias K's Denken ja so brennend interessieren.
Hat er Dich denn noch nicht angerufen? Eigentlich wird ja jeder von ihm persönlich angerufen oder angemailt, der hier kontrovers zum Thema schreibt. Wäre irgendwie auch effektiver, gleich ins Forum zu posten.

Zum Thema: Ich denke, ein Verband wie die BVSS sollte nicht nur die Experten- und Lobbyschiene bedienen, und vor allem nicht nur ausschließlich, sondern vor allem Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Eine Infrastruktur zu haben, in der man Betroffenen trifft, seine Kompetenzen erweitern kann - in Form von Gruppenleitung (Seminare, Abende, Organisation von Ausflügen etc) und Infoständen bei Messen oder in der Fussgängerzone... Das alles ist ja mit wenig Aufwand möglich.

Das wichtigste Merkmal eines Vereins ist ja seine Dynamik - die Fluktuation seiner Mitglieder, die Änderung der Ziele (weil einige erreicht werden, weil sich die gesellschaftliche Situation ändert, etc)...

Insofern muss ein Verein vor allem eine Grundinfrastruktur sichern, eine Arbeitsgrundlage, von der aus dann verschiedene und neue Leute dann agieren können. Sobald etwas nur an einzelnen Personen hängt, ist es schon schlecht - einzelne können sicher mal Katalysator sein und Kräfte bündeln, aber damit etwas losgeht und vor allem Bestand hat, braucht es schon auch die anderen. Verein halt... Ist eigentlich wie eine Partei.

Benutzeravatar
Michael13
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 726
Registriert: 7. November 2006 03:19
Ort: Dresden
Kontaktdaten:

Re: Selbsthilfe und Vereine - koennte ein bisschen lang werd

Beitrag von Michael13 » 24. September 2007 15:03

Liebe Blanka,lieber Norbert, liebe/r LeserIn,
blanka hat geschrieben:Insofern muss ein Verein vor allem eine Grundinfrastruktur sichern, eine Arbeitsgrundlage, von der aus dann verschiedene und neue Leute dann agieren können. Sobald etwas nur an einzelnen Personen hängt, ist es schon schlecht - einzelne können sicher mal Katalysator sein und Kräfte bündeln, aber damit etwas losgeht und vor allem Bestand hat, braucht es schon auch die anderen. Verein halt... Ist eigentlich wie eine Partei.
Ganz recht, Blanka ... "Ist eigentlich wie eine Partei".

Soweit ich weiß, ist eine Partei eine eher patriarchalisch entstandene Einrichtung mit mitunter vielen Hierarchien. Man muss häufig starke Ellenbogen haben, um nach oben zu kommen im "Treten und getreten werden"-Spiel. Es ist wie in der Wirtschaft. Auch ein Verein ist ein Spielplatz für Egos, genauso wie Parteien und Chefetagen ... "It's a man's world" :)

Und schauen wir uns doch mal die deutsche Parteienlandschaft an. Die SPD stirbt aus (30% Mitgliederverlust seit 1998), die CDU stirbt langsamer, aber ebenso merklich. Nicht mal jeder 30.te Bundesbürger ist Mitglied einer Partei ... Die Parteiendemokratie neigt sich nicht zuletzt durch das Internet dem Ende entgegen. Ebenso die Art von Verein, wie wir sie kennen. Was wäre die Debatte um die Entlassung von Ruth Heap ohne das BVSS-Forum gewesen? Ein "heilloses" Umhertelefonieren, oder? :) ... keine Ahnung, kann es mir kaum vorstellen ...

Es geht m.E. momentan um nichts anderes als um eine andere Organisationsform als jener des bisherigen BVSS-Vereins. Netzwerke und Initiativen mögen unsteter sein, jedoch auch flexibler und haben einen großen Vorteil: Man kann sich beteiligen, wenn man Laune und somit Lust hat. Bei einer mehr oder minder psychischen Angelegenheit wie dem Stottern, kann eine regelmäßige Beschäftigung mit eben jener Sache zu einer Verfestigung führen. Das ist meine eigene Erfahrung aus 10 Jahren Selbsthilfe bzw. SHG-Erfahrung.
Auf dem BSA-Kongress in Telford (http://forum.bvss.de/viewtopic.php?t=590) fragte mich auch eine Teilnehmerin, warum einige Teilnehmer trotz unzähliger Therapien und SGHs immer noch so stark stottern würden. Zugegeben ein komplexes Thema, doch die Frage ist durchaus berechtigt und bedarf eine kritischen Auseinandersetzung.

Ich bin sehr wohl der Meinung, dass die bisherige Form der BV ihre Berechtigung hatte. Doch die Zeiten haben sich geändert ... schauen wir einfach auf die gesellschaftlichen Veränderungen, nicht zuletzt die sog. Bindungs"angst" (würde es eher als "skepsis" sehen). Die BV hat sich zudem mit den Jahren, ja, Jahrzehnten mittlerweile, wohl in eine Richtung entwickelt, die m.E. aus diesem Zitat ganz gut hervor geht.

Die meisten Egoisten sind ehemalige Altruisten.
George Bernard Shaw (1856-1950), irischer Schriftsteller
(Quelle: http://www.zitate.de/ergebnisse.php?kategorie=Egoismus)


In diesem Sinne, gönnt der BV und vor allem in erster Linie Euch mal eine Schaffenspause, macht tabula rasa und öffnet Euren Blick.
Die Zukunft liegt vorn, nicht in der Vergangenheit. Man (und frau) tu gut daran, aus der Vergangenheit zu lernen und nicht daran festzuhalten.
Ist es Zeit loszulassen?

Alles Gute, Micha.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast