Selbsthilfe und Vereine

Erfahrungen in Selbsthilfegruppen, Landesverbänden und Seminaren. Hier bitte keine Diskussion über BVSS-interne Themen
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Michael13
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Was kommt nach der Selbsthilfe?

Beitrag von Michael13 » 25. September 2007 21:27

Einen schönen guten Abend an alle,

ein immer mal wieder aufkommendes Thema ist jenes, was man (und frau) machen, wenn die Selbsthilfe in der Gruppe, sprich in derSHG, nicht mehr zu einer hilfreichen persönlichen Entwicklung führt. Menschen entwickeln sich zwangsläufig unterschiedlich schnell, das ist völlig normal. Was passiert, wenn einige "nur" Leseübungen machen wollen und sich (noch?) nicht in die Öffentlichkeit getrauen, während anderen das "Trockenschwimmen" nicht ausreicht, ja, es sogar langweilig für sie wird? Einer der Punkte, warum SHGs mitunter eine so kurze Halbwertszeit haben.

Wenn dann noch Dinge wie Neid oder Missgunst (in 99% der Fälle unbewusst) auftreten, wirkt sich das auch nachteilig auf sie SGH und ihre Arbeit aus, möglicherweise auch auf die LVs.

Daher die Fragen:
Was kommt für Euch nach der SHG?
Wie fließen Eure Erfahrungen dennoch in die SHGs oder andere Betätigungsfelder, welche das Stottern betreffen, ein?
Wie minimiert Ihr die Reibungen des Loslösens, der Veränderungen und nutzt stattdessen die neuen Energien?


Alles Liebe, Micha.

---***---
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Beitrag von ---***--- » 25. September 2007 21:53

Guten Abend Micha,

für mich gibt es gar kein "nach der SHG", weil es quasi nie ein "in der SHG" gab - es gab keine in meiner Stadt, als ich selber eine wollte und auch gegründet hätte, und nun, wo es eine gibt, brauche ich keine mehr.

"Selbsthilfe" bedeutet für mich viel mehr als "Selbsthilfegruppe", es bedeutet für mich, über große Entfernungen Menschen gefunden zu haben, mit denen ich mich stotternd und nicht stotternd entwickeln konnte und kann. "Selbsthilfe" bedeutet für mich Engagement in der Selbsthilfebewegung, etwas zurückgeben, weiter geben, von dem, was ich auch durch die BVSS bekommen habe: Wissen über Stottern, Unterstützung, usw.

viele Grüße, Mechthild

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Beitrag von dosi » 26. September 2007 18:53

Hallo Micha!
Du wirfst immer Fragen auf und entziehst Dich selber deren Beantwortung. Warum?
Wenn Dich etwas intressiert, dann schreibe doch auch Deine eigene Meinung dazu. Wäre sicher auch nicht unwichtig.
Ich war nie ein großer Fan von Selbsthilfegruppen und nun leite ich selber eine. Da finde ich es persönlich sehr schwer, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Es muß etwas Reizvolles haben, etwas gegen die Stotterproblematik tun, man muß Leute treffen, die wichtig sind für das eigene Leben ...
Richtig schwer wird es, wenn die einzelnen Mitglieder nach unterschiedlichen Therapieansätzen arbeiten. Manche finden Pseudostottern toll, ich lehne es ab - um nur ein Beispiel zu nennen.
Ich denke schon, daß es gewisse Phasen gibt, wo Leute die Selbsthilfe benötigen und dann prima ohne diese leben können. Deshalb schaue ich angestrengt nach neuen Mitgliedern. In der Gruppe ist Bewegung und so soll es auch sein.
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

Wolf Schneider

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Beitrag von Michael13 » 26. September 2007 19:19

Hallo Dosi, hallo Mechthild, hallo "Rest" (mir ist bisher noch kein besseres Wort für "Rest" eingefallen, vielleicht "alle Übrigen" ?), :)
dosi hat geschrieben:Hallo Micha!
Du wirfst immer Fragen auf und entziehst Dich selber deren Beantwortung. Warum?
Ganz einfach:
1. ich möchte durchaus einen Dialog und keinen Monolog.
2. Fragen sind m.E. wichtiger als Antworten, weil es andere Blickwinkel eröffnet. Fragen regen zum Nachdenken an. Antworten meist nicht wirklich.
3. ich entziehe mich nicht der Beantwortung meiner Fragen, liebe Dosi.
Gegenfrage:
a. Warum sollte ich Fragen stellen, wenn ich sie hinterher gleich beantworte. Dann kann ich es doch auch sein lassen, oder? :)
b. Ich antworte auch auf Fragen ... wenn man mir denn welche stellen würde :)

dosi hat geschrieben:Ich denke schon, daß es gewisse Phasen gibt, wo Leute die Selbsthilfe benötigen und dann prima ohne diese leben können. Deshalb schaue ich angestrengt nach neuen Mitgliedern. In der Gruppe ist Bewegung und so soll es auch sein.
Das sehe ich auch so wie Du ... jede/r hat so seine Phase und mich interessiert eben insbesondere die Phase, wenn Menschen merken, dass ihnen diese oder jene Art der Selbsthilfe nichts mehr bringt.

Es gibt ja auch stotternde Menschen, die gar nicht in einer SHG waren, siehe Mechthilds Beitrag ... naja, vielleicht ist ja auch das Forum eine Art Selbsthilfegruppe? ... Jede/r kann kommen und gehen wie sie oder er möchte. Es gibt keinen Beitrag, Raummiete entfällt auch nicht ... einige Dinge sind ja fast schon optimal. Obwohl ich weiß, dass den persönlichen Kontakt nichts ersetzen kann ...

So weit, so gut ... Was möchtest du denn noch hören, Dosi? :)

Alles Gute, Micha.

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Beitrag von ---***--- » 26. September 2007 19:35

Michael13 hat geschrieben:vielleicht ist ja auch das Forum eine Art Selbsthilfegruppe? ... Jede/r kann kommen und gehen wie sie oder er möchte. Es gibt keinen Beitrag, Raummiete entfällt auch nicht ... einige Dinge sind ja fast schon optimal
- und wären perfekt, wenn wir das stotternde Schreiben endlich einführen würden.
:biggrin

Lieber Micha,

eine Frage von mir an Dich:
Was hast Du von Deiner Teilnahme in einer SHG erwartet und was hat sich für dich erfüllt, was nicht? Hast Du Dich losgelöst? Mit Reibungen?

Übrigens war ich schon ab und an bei Selbsthilfegruppenabenden, aber nie zu Zeiten, in denen ich viel von den Treffen gehabt hätte.

schönen Gruß, Mechthild

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Beitrag von Michael13 » 26. September 2007 20:50

Liebe Mechthild, liebe "übrigen" LeserInnen,
Mechthild hat geschrieben:Lieber Micha,
eine Frage von mir an Dich:
Was hast Du von Deiner Teilnahme in einer SHG erwartet und was hat sich für dich erfüllt, was nicht? Hast Du Dich losgelöst? Mit Reibungen?
Mechthild
Um korrekt zu sein, sind es ja vier Fragen, nicht eine :)

Kurz und knapp:
Erwartungen: hmm, ist zehn Jahre her (als ich mit der SHG-Bewegung erstmals in Kontakt kam) ... ich glaube, ich wollte etwas neues in Bezug auf mein Stottern herausfinden. Ich wollte Menschen kennenlernen. Ich wollte, dass sich etwas an meinem Stottern verändert. Ich war ein guter Vermeider, doch auch sonst recht locker, dass es schon vor zehn Jahren vorkam, dass bei einer Veranstaltung, wo die Dresdner SHG einen Stand hatte, mir eine Passantin sagte, dass sie dachte, ich sei der Betreuer der SHG (und quasi nicht direkt betroffen).
Meine Erwartungen waren sicher vielseitig und dennoch auch nicht allzu groß, denke ich, weil ich merkte, dass ich mich auch nicht so hundertpro "heimisch" fühlte (was ja auch gut so ist, ich wollte ja nicht festwurzeln :)). Jedenfall ging ich nicht selten vom Gruppenabend nach Hause mit dem Gefühl "Warum bist du eigentlich hier? So schlimm ist doch dein Stottern gar nicht."

Was hat sich erfüllt: Ja, ich habe viele Menschen kennen gelernt. Und dafür bin ich dankbar. Mein Stottern hat sich auch verändert, jedoch wohl mehr durch andere Dinge als die SHGs ... so genau lässt sich das nicht sagen, jedoch denke ich habe mir meine Indien-Aufenthalte die größten Veränderungen gebracht, weil sie nach und nach alle Aspekte behandelten, die mit dem Stottern zusammenstehen, u.a. die Selbstsuche, Atmung, das Verhältnis zu den Eltern, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen usw.

Loslösen: Ja, ich denke schon. Jedoch war ich ja eigentlich nie richtig in einer SHG. Selbst in meinen "Hoch-Zeiten" war ich nicht mehr als 5-8 mal im Jahr dabei, meist weniger als 5 mal. Die Weihnachtsfeiern waren eigentlich immer ganz nett, doch auch da ging es mir wohl weniger um das Stottern als um das Zusammensein als solches.

Reibungen: Ja, gab es ... weil ich wohl nicht schnell genug eingesehen habe, dass ich einige Strukturen lieber so lasse und etwas eigenes (er-)schaffe als die bestehenden zu verändern. Manchmal ist es "billiger" und sinnvoller ein neues Haus zu bauen, als ein altes zu renovieren. Auch das alte Haus hatte seinen Nutzen und im "schlimmsten" Fall bleibt es eben mit den immer gleichen Bewohnern bestehen. Auch okay ...

Alles in allem, habe ich in SHGs sehr viel Lebenserfahrung bekommen können ... so und/oder so :) ... Alles Gute, Micha.

Erwin
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einflussnahme von lobbyisten auf die selbsthilfe

Beitrag von Erwin » 11. Oktober 2007 08:44

stottern braucht eine lobby
lobby braucht lobyisten
lobbyisten brauchen die selbsthilfe
braucht die selbsthilfe aber lobbyisten?

richtlinien zur verwendung von selbsthilfefördermitteln - und nicht therapiefördermittel

quelle:
http://www.bag-selbsthilfe.de/files/Gem ... saetze.pdf

backup-----------------------------------------------------------------------------

Gemeinsame und einheitliche Grundsätze der Spitzenverbände der Krankenkassen zur
Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20 Abs. 4 SGB V vom 10. März 2000 in der Fassung vom
11. Mai 2006
19
6. Erklärung zur Wahrung von Neutralität und Unabhängigkeit
Zu den Voraussetzungen für eine Förderung von Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen
und Selbsthilfekontaktstellen nach § 20 Abs. 4 SGB V gehört ihre
neutrale Ausrichtung. Die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Vertreter
der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen
beobachten zunehmende Versuche der Einflussnahme von Wirtschaftsunternehmen
(u.a. Pharma- und Biotechindustrie, Medizinproduktehersteller)
auf die Selbsthilfe mit dem Ziel des Auf- und Ausbaus ihrer Absatzmärkte.
Diese Einflussnahme gestaltet sich häufig subtil und äußert sich nicht nur in der
Bereitstellung von Finanzmitteln z.B. für die Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch in
der aktiven Einbeziehung der Selbsthilfe beispielsweise bei Patientenforen zur
Werbung für bestimmte Therapien, Produkte, Medikamente und ihre Inhalts- bzw.
Wirkstoffe. In einigen Fällen sind Selbsthilfezusammenschlüsse von Wirtschaftsunternehmen
selbst initiiert worden.
Der Selbsthilfe steht es selbstverständlich frei, sich ihre Kooperationspartner zu
suchen und ihr Aufgabenprofil zu definieren. Das Anliegen und die Aufgabe der
Krankenkassen und ihrer Verbände ist es jedoch, für die Versicherten Neutralität
und Unabhängigkeit der Selbsthilfe zu gewährleisten sowie die ordnungsgemäße
Verwendung von Beitragsmitteln sicherzustellen.
Seitens der Krankenkassen und ihrer Verbände ist vorgesehen, zukünftig bei der
Prüfung der Förderanträge und der Mittelbewilligung eine durch Unterschrift bestätigte
Erklärung zu Grunde zu legen. Sie erhoffen sich dadurch auch einen Anstoß
zur Diskussion der Thematik innerhalb der Selbsthilfe und zur Schaffung von
Transparenz auch gegenüber den Mitgliedern der Selbsthilfegruppen und -
organisationen. Die Spitzenverbände der Krankenkassen werden zu gegebener
Zeit über die Verwendung einer diesbezüglichen Erklärung auf den verschiedenen
Förderebenen informieren.
7. Perspektive
Die Krankenkassen und ihre Verbände gehen davon aus, dass ihre finanzielle
Förderung auch zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Selbsthilfearbeit führt.
Über die weitere Umsetzung des § 20 Abs. 4 SGB V führen die Krankenkassen
und ihre Verbände deshalb auf den jeweiligen Ebenen einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch
unter Beteiligung von Vertretern der Selbsthilfe. Darüber hinaus
wird der Arbeitskreis auf Bundesebene die weitere Umsetzung begleiten und die
gewonnenen Erfahrungen regelmäßig bilanzieren.

-----------------------------------------------------------------------------------

f e h l e n t w i c k l u n g e n

selbsthilfearbeit im visier der sekten

http://www.lichtblick99.de/so-kvpm6.html

was ist gehirnwäsche

http://www.agpf.de/lifton22.htm

selbsthilfegruppe für sektenaussteiger

http://www.selbsthilfe-forum.de/link/in ... 6955c9c240

verbraucherberatung auf dem psychomarkt, sekten usw.

http://www.agpf.de/Heinemann-Psychomark ... d-2005.pdf

mit diesen fragen müssen wir seit stuttgart leben. aber davor auch schon.

schaut mal über den gartenzaun: andere selbsthilfegruppen haben sich schon von der gier der lobbyisten befreien können.

googlen unter:

pharma lobby selbsthilfe
scientologie therapie lobby
gehirnwäsche therapie sekten


z.b. 3 beiträge

http://www.nakos.de/site/data/SHSP_AKNd ... INFO87.pdf

http://www.sekis-berlin.de/uploads/medi ... studie.pdf

http://www.mamazone.de/pdf/pharma011005.pdf


suche pressesprecher/in oder besser bodyguard und schutzengelInnen. bitte melden. wer schützt mich beim schmutzaufwirbeln.......selbsthilfe geht nicht von alleine und nicht alleine!

gruß erwin
Zuletzt geändert von Erwin am 16. Oktober 2007 11:31, insgesamt 4-mal geändert.

transit
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Re: einflussnahme von lobbyisten auf die selbsthilfe

Beitrag von transit » 11. Oktober 2007 09:58

Erwin hat geschrieben:.... suche pressesprecher/in oder besser bodyguard und schutzengelInnen. bitte melden. wer schützt mich beim schmutzaufwirbeln....
Leichter wäre es, einen Sack Flöhe zu hüten. :streichel
Isabel
:wink:

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Beitrag von ---***--- » 11. Oktober 2007 12:03

Hallo Erwin,

mir wird aus Deinen Beiträgen nicht klar, was Deine Vorwürfe konkret sind.

Die von Dir eingestellten Links weisen auf "Unterwanderung" und Instrumentalisierung von Selbsthilfegruppen durch die Pharmaindustrie. Die ist an uns, zum Glück, nicht interessiert. Klar sehe ich, dass sich hier Behandler tummeln, die sind da, wo ihre Arbeit ist. Wo sonst? Einige mussten sich schon warm anziehen, wie Du selber weißt.

Erwin, meine Fragen an Dich:
Was verstehst Du unter "Selbsthilfe"?
Du gebrauchst das Wort so häufig und gerade bei Dir verstehe ich nicht, was Du damit meinst.

Wie soll die BVSS strukturiert sein?
Welche Aufgaben soll sie verfolgen?
Wie siehst Du Deinen eigenen Beitrag zur "Selbsthilfe"?
Wie kann erreicht werden, dass die Belange stotternder Menschen beachtet werden - in der Schule, der Berufswelt, in der Gesetzgebung, in der öffentlichen Wahrnehmung, in der therapeutischen Versorgung stotternder Kinder, Jugendlicher und Erwachsener?

aus Deinem 2. Link ein Zitat:
m.E. ist die Aufgabe der BVSS hier weiterführend, beim Thema Stottern geht es mehr als bei anderen "Krankheiten" und "Behinderungen" um Aufklärung, Ausräumen von Vorurteilen usw.

schönen Gruß schon mal, Mechthild
1.3.1 Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von betroffenen Menschen
auf örtlicher/regionaler Ebene, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung
von bestimmten Krankheiten und/oder psychischen Problemen richten, von
denen sie entweder selbst oder als Angehörige betroffen sind. Das Ziel ihrer Arbeit
ist die Verbesserung der Behandlungs- und persönlichen Lebensqualität sowie die
Überwindung der mit vielen chronischen Krankheiten und Behinderungen einhergehenden
Isolation und gesellschaftlichen Ausgrenzung. Sie wirken im örtlichen/regionalen
Bereich in ihr soziales und politisches Umfeld hinein. Ihre Arbeit ist nicht auf
materielle Gewinnerzielung ausgerichtet. In der regelmäßigen Gruppenarbeit geben
Selbsthilfegruppen Hilfestellung und sind Gesprächspartner für ihre Mitglieder sowie
gegenüber externen Ansprechpartnern. Ihre Arbeit ist geprägt von gegenseitiger
Unterstützung und dem Erfahrungsaustausch über den Krankheits- und Behandlungsverlauf.
Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern (z.B. Ärzten,
Therapeuten, anderen Medizin-, Gesundheits- oder Sozialberufen) geleitet. Das
schließt eine gelegentliche Hinzuziehung von Experten zu bestimmten Fragestellungen
nicht aus.
1.3.2 Selbsthilfeorganisationen
Zu Selbsthilfeorganisationen/-verbänden haben sich Selbsthilfegruppen auf Landes-
oder Bundesebene zusammengeschlossen, die auf ein bestimmtes Krankheitsbild,
eine gemeinsame Krankheitsursache oder eine gemeinsame Krankheitsfolge spezialisiert
sind. Selbsthilfeorganisationen sind Organisationen mit überregionaler Interessenvertretung,
meist größeren Mitgliederzahlen, teilweise mit hauptamtlichem
Personal, bestimmter Rechtsform (zumeist als eingetragener Verein), stärkeren
Kontakten zu Behörden, Sozialleistungsträgern, Trägern der Freien Wohlfahrtspflege,
Leistungserbringern usw.
Als Aufgaben der Selbsthilfeorganisationen sind beispielhaft zu nennen: Interessenvertretung
im gesundheits- und sozialpolitischen Bereich, Herausgabe von Medien
zur Information und Unterstützung der betroffenen Menschen sowie der ihnen
nahe stehenden weiteren Organisationen, Durchführung von Lehrgängen, Seminaren,
Konferenzen und Fachtagungen. Neben Dienstleistungen für die eigenen Mitglieder
erbringen sie Beratungs- und Informationsleistungen für Dritte. Abhängig
vom jeweiligen Selbstverständnis und vom Verbreitungsgrad einer chronischen Erkrankung
oder Behinderung haben sich unterschiedliche Verbands- bzw. Organisationsstrukturen
herausgebildet. Dementsprechend weisen Bundesorganisationen
nicht immer eigenständig ausgebildete Strukturen auf der Landes- und der Orts-
/Regionalebene auf.
1.3.3 Selbsthilfekontaktstellen
Selbsthilfekontaktstellen sind örtlich oder regional arbeitende, professionelle Beratungseinrichtungen
mit hauptamtlichem Personal. Sie stellen Bereichs-, Themen-
und Indikationsgruppen übergreifend Dienstleistungsangebote zur methodischen
Anleitung, Unterstützung und Stabilisierung von Selbsthilfegruppen bereit. Sie unterstützen
aktiv bei der Gruppengründung und vermitteln oder bieten z.B. infrastrukturelle
Hilfen in Form von Gruppenräumen, Beratung oder Praxisbegleitung von
Gruppen an.
Eine Hauptzielgruppe von Selbsthilfekontaktstellen sind Bürger, die noch nicht Teilnehmer
bzw. Mitglieder von Selbsthilfegruppen sind, sondern sich über Möglichkeiten
und Grenzen der Selbsthilfe informieren und beraten lassen, z.B. über das
Spektrum regionaler Selbsthilfegruppen. Selbsthilfekontaktstellen stärken die Kooperation
und Zusammenarbeit von Selbsthilfegruppen und Professionellen, vermitteln
Kontakte und Kooperationspartner und fördern die Vernetzung der Angebote in
der Region.
Selbsthilfekontaktstellen verstehen sich als Agenturen zur Stärkung der Motivation,
Eigenverantwortung und gegenseitigen freiwilligen Hilfe. Sie nehmen eine Wegweiserfunktion
im System der gesundheitsbezogenen und sozialen Dienstleistungsangebote
wahr und können dadurch zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur
beitragen.

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Schmutzaufwirbeln

Beitrag von Jaspis » 11. Oktober 2007 12:26

Hallo Erwin,
als hessischer Schutzengel wäre ich dazu bereit. :-)
Hier gleich ein erster Vorschlag:
1(!) Kolumne pro Woche a la "Verfasst am: 10.10.2007, 11:06 Titel: verlorene zeit?".

Damit erreichst Du Deine Anhänger, die genügend Zeit zum Nachdenken bekommen und die Anderen können sich eine Woche lang erholen.

Himmlische Grüße, Karen :heilig

Erwin
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liebe mechthild

Beitrag von Erwin » 11. Oktober 2007 12:27

hallo mechthild,

bitte suche es dir selber raus. in selbsthilfe. dozieren, das machen schon genug leute hier.

nur so viel; wann bist du soweit, wann stark genug? wie kann ich dir auf die sprünge helfen? endlich zu begreifen, das immer dann, wenn andreas was tut, sagt, denkt. ....das du wieder lernnen must, ohne therapeuten zu handeln, zu leben; selber zu denken. nach-denken. wieder-denken. selber-denken = selbst-hilfe.

ich bin andreas als therapeut mindestens so dankbar wir du auch. ich habe ihn als therapeut auch in den himmel gehoben....wo er sicher ganicht hinwollte.

ich weis ja garnicht mehr
was ich glauben kann.
ich glaube manchmal nur noch daran
das 1 kg fleisch eine gute suppe geben
....bin kein vegetarier.

aber das belegt:
dass alles eine glaubensfrage ist. glaube bitte wieder mehr an dich und vertraue dir selber. schließe deine therapie so bald wie möglich ab. tu es für dich, sonst kommst du da nie mehr raus!

ist das dann noch gute therapie? wenn andreas seine patienten so instrumentalisiert, ohne das er selbst und genauso seine patienten, das wahrnehmen können. ich hätte ja so gerne nur mies geträumt.

....
aber das er jetzt die ganze bäckerei sein muss, ihm die scheibe brot zuwenig ist.....das ist beinahe päpstlicher größenwahn. vielleicht ziehen ihn ja seine ziehsöhne bald selbst zurück. weil er ja nicht mehr nützlich sein kann, und ja eigentlich keine fremden götter dulden kann, auf dauer.
wer in dieser truppe benutzt eigentlich wen? wer spielt mühle und wer schach?
habe das saarlandpapier, die handreichung, mal mit sprachheilpädagogen, logopäden, sprachheilbeauftragen diskutiert. aus neugierde. um herauszubekommen was fakt ist. ob es vergleichbares schon gibt.
...einer hat mir im vertrauen gesagt: mc-donalds haben wir auch schon abgewährt, wegen dem pausenbrot und so. mc-donalds strategie, und ikea strategie -- das kennen wir doch - nachwuchs züchten.

.....zur handreichung für schuleen:
das war dem arzt des gesundheitsamtes alles zu streng, zuviel leidensdruck des verfassers. zu weinerlich, zu kompakt, zu misionarisch, oberlehrerhaft und spirituell.....eher was für den religionsunterricht.

finde es selber raus, mechthild

sorry, selbst mit lügen-detektor, beruhigungsmittel oder so, würde ich zum gleichen ergebnis kommen. bin ganz ruhig, ganz nüchtern, das macht aber alles nur noch schlimmer.
die langsamen der erkenntnis, glauben, das diese langsamkeit dazu gehört. epikur und nitzsche


wenn du es wirklich wissen willst

dann ist das doch unsinn mit der satzung der bvs (ohne selbsthilfe) zu wedeln. das ist keine selbsthilfesatzung, sondern eine vereins-satzung. das sind zwei paar schuh

schau dir mal auf meiner homepage oder hier im forum den brief von ernst herhaus an - selbsthilfe ein brief, an den kieselstein wie er mal war.

selbsthilfeforen sind selbsthilfeforen, und keine dozenten oberlehrerforen. da nützt dein mädchenhaftes naives - hihi und haha - gar nichts. das ist eine ernsthafte abgrenzung zur experten und fachwelt. was hier im forum passiert ist eine ziemliche zitatenmachine. das ist ja das unschöne vorbild. weil hier so viele seminarleiter und pseudoexperten wildern. glauben alle leser das es so sein müsste. die sollen ja schreiben. aber in ihrer eigenen rubrik. das war doch mal konzenz. und ein stotterer der hauptberuflich als therapeut oder so tätig ist, für den müssen die selben regeln gelten.
was hier läuft ist, das in der provinzliga heimlich bundesligaspieler mitkicken. wenn so was rauskäme wurden die spiele anuliert oder so.

ein selbsthilfeforum könnte ein forum sein wo nur die person und das problem zählen, nicht der beruf oder die herkunft. fachleute und experten sind bestenfalls als moderatoren willkommen. moderatoren die moderieren und nicht selber mit diskutieren.
hier müsste es deswegen um selbst-erlebtes und selbst-erfahrenes gehen und weniger um reines bücherwissen. und auch nicht um das beraterwissen von trollen aus dem königreich. gleiche unter gleichen. das machen übrigens sehr viele selbsthilfe gruppen mit ausserordentlichem erfolg so. suche dir mal den brief von ernst herhaus, und lies dir mal durch, welche gruppenprinzipien oder selbsthilfeprinzipien bei den anonymen alkoholikern, beim kompentenznetz-depression oder bei den emotion anonymous angewendet werden.

wichtig ist das du es selber tust.

gruß erwin

---***---
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Re: liebe mechthild

Beitrag von ---***--- » 13. Oktober 2007 19:41

Hallo Erwin,

ich habe Dich gefragt,
Was verstehst Du unter "Selbsthilfe"?
Du gebrauchst das Wort so häufig und gerade bei Dir verstehe ich nicht, was Du damit meinst.

Wie soll die BVSS strukturiert sein?
Welche Aufgaben soll sie verfolgen?
Wie siehst Du Deinen eigenen Beitrag zur "Selbsthilfe"?
Wie kann erreicht werden, dass die Belange stotternder Menschen beachtet werden - in der Schule, der Berufswelt, in der Gesetzgebung, in der öffentlichen Wahrnehmung, in der therapeutischen Versorgung stotternder Kinder, Jugendlicher und Erwachsener?


mein Zitat war eine Definition aus einem Deiner Links, nicht aus der Satzung. Bitte lies, was Du hier einstellst.

Du hast mir im Wesentlichen geantwortet:
Erwin hat geschrieben:bitte suche es dir selber raus. in selbsthilfe. dozieren, das machen schon genug leute hier.

nur so viel; wann bist du soweit, wann stark genug? wie kann ich dir auf die sprünge helfen? endlich zu begreifen, das immer dann, wenn andreas was tut, sagt, denkt. ....das du wieder lernnen must, ohne therapeuten zu handeln, zu leben; selber zu denken. nach-denken. wieder-denken. selber-denken = selbst-hilfe.
Mein erster Gedanke beim Lesen war: Du kannst nicht von mir sprechen. War es nicht Möller, den Du so gerne zitierst, der von der "Kolonialisierung" geschrieben hat? Vielleicht waren Deine Erfahrungen mit dem Nicht-Loslassen der Therapie so, meine sind es nicht.

Jetzt ist mein Eindruck, die meisten hier dürften nach Deiner Meinung gar nicht im Forum schreiben, Du willst es fast allen verbieten. Na ja, fast schaffst Du es ja, ganze Diskussionen alleine zu bestreiten.
ein selbsthilfeforum könnte ein forum sein wo nur die person und das problem zählen, nicht der beruf oder die herkunft.
So ist es doch. Mach Dir mal die Mühe, die Beiträge der Leute zu lesen und aus deiner eigenen Erfahrung zu schreiben, nichts sonst. Das machen die meisten Schreiber hier.
fachleute und experten sind bestenfalls als moderatoren willkommen. moderatoren die moderieren und nicht selber mit diskutieren.
Das habe ich Dir einige Male erklärt: Dies ist ein Forum der Selbsthilfe und wie in fast allen Internetforen sind die Moderatoren selber Nutzer. Ihre Aufgaben sind im Wesentlichen das Ordnen und darauf achten, dass die Netiquette eingehalten wird, nicht die Gesprächsführung oder -Lenkung.
Mein Vorschlag: Du könntest diesen Posten auch übernehmen. Selbst-Hilfe.
Oder: Falls Du solche "professionellen" Moderatoren wünschst, sorge als BV-Mitglied dafür, dass die "angestellt" werden. Oder werde eben selber einer.

Mein Eindruck auch: Dir scheint die Struktur des ganzen Forums nicht klar zu sein. Es geht gar nicht in jedem Sub-Forum um die Probleme jedes einzelnen mit seinem Stottern. Hier zum Beispiel ist der BVSS-Bereich, hier geht's um Selbsthilfegruppen und den Verein, im Forum "Therapie" um Therapieangebote. Dort schreiben Therapeuten, in "Stottern - alles zum Thema" in der Regel nur die "normalen" Stotternden (und ich bin eine von denen, auch Norbert oder oder oder).

Meine Ausgangsfrage, was Du unter "Selbsthilfe" verstehst, hat sich für mich damit immer noch nicht geklärt. Genauer: wie Du Deinen eigenen Beitrag siehst. Was kannst Du tun, was tust Du?
habe das saarlandpapier, die handreichung, mal mit sprachheilpädagogen, logopäden, sprachheilbeauftragen diskutiert. aus neugierde. um herauszubekommen was fakt ist. ob es vergleichbares schon gibt.
...einer hat mir im vertrauen gesagt: mc-donalds haben wir auch schon abgewährt, wegen dem pausenbrot und so. mc-donalds strategie, und ikea strategie -- das kennen wir doch - nachwuchs züchten.

.....zur handreichung für schuleen:
das war dem arzt des gesundheitsamtes alles zu streng, zuviel leidensdruck des verfassers. zu weinerlich, zu kompakt, zu misionarisch, oberlehrerhaft und spirituell.....eher was für den religionsunterricht.
Das verstehe ich nun gar nicht. Denkst Du selber, Erwin?

Erst mal kümmerst es mich nicht, was ein Sprachheilpädagoge, ein Logopäde, ein Sprachheilbeauftragter und ein Arzt "im Vertrauen" raunen.
Butter bei die Fisch, bitte.
Kritik, fundiert, Argumente, Gegenpositionen, Selber-Machen. Nörgeln mag mal Sinn machen, auf Dauer nervt es mich, wenn dann nichts Konstruktives kommt.
Als alter Grüner müsstest Du die anspruchsvollen Wechselwähler doch kennen. Oder wie Susanne G. geschrieben hat: love it - change it - leave it.
Du willst anscheinend was ändern, das wird aber nicht gehen, wenn Du schwammig argumentierst.

Weißt Du noch die Fragen? Weißt Du noch worum es geht? Selbsthilfe und Lobby-Arbeit für Stotternde (nicht für Therapeuten, bitte nicht verwechseln).
Find ich wichtig, setz ich Zeit und Kreativität für ein. Und Du?

viele Grüße,
Mechthild

Erwin
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du willst garnicht

Beitrag von Erwin » 13. Oktober 2007 20:35

hallo mechthild, ganz die alte pressesprecherin von pro-voce

tut mir leid, es geht wohl nur so.......und du nennst das noch kreativ und mühevoll. hoffentlich erstickste da nicht drann, für diese burchen zu reden die nur an ihre kohle denken. und wenig an anerkennung. denk doch mal an dich selber. oder springt für dich auch was raus? so ein mist.

lass meinen mist bei mir. und ich kann deinen bei dir lassen.

zuerst musst du in der lage sein wenn du fehler gemacht hast dir selber zu verzeihen. du wirst lachen, aber ich wusste schon so ziemlich genau was von dir zurückkommt. dein quellenstudium muss lange gedauert haben. aber es war sinnlos. du schreibst kein wort von dir. und mich willst therapieren. nein danke liebe mechthild. da ist er wieder dieser arme besserwisser stil.
haste dich mit dem meister abgesprochen?

das was ich über selbsthilfe schreibe ist zunächgst auch zitiert. das war es, solange bis ich es dann verstanden habe. und seit dem wirkt es.

es tut mir leid das du dir noch nicht geholfen hast. du sprichst wieder nicht von dir du wedelst wieder mit bücher wissen. schade.

was kann ich den dafür das sich hier im forum so ein dozentenstil entwickelt hat. ihr kennt es ja garnicht anders. das scheint ein problem von stotter-therapie im speziellen zu sein.

da gibt es einen guru der nur zu 90% rehabilitiert ist. er macht seine nöte zur tugend und schwört seine jünger darauf ein. und wächst ihm mal einer über den kopf, ist er ein clown, kasper oder sonst was. das ist eine lachnummer

wenn du da wirklich raus willst. vertrau dir selber und deiner dan wachsenden urteilskraft. schau dir mal an was hans liebelt z.b. erreicht hat. oder viele andere auch. du bist ziemlich vorborhrt. schade.
.........das könnte doch für die die bei andreas nicht abgeholt werden was sein. aber das wäre dann auch therapie und keine selbsthilfe. .... die nie von selbst geht. die geht mit nach-denken, weiter-denken und selbsthilfe

ich hasse auch das bescheuerte zitieren. zuerst wird zerlegt was die anderen schreiben, und dann kommt nur heise luft. meistens. in einer normalen selbsthilfegruppe würdest du entweder mitmachen oder rausfliegen.

und warum, weil du angst hast du selber zu sein. oder hier davon zu schreiben. schade

solange du aus büchern zitierst gehe ich nicht auf solche zitate ein. warum auch, soll ich jetzt mit ernst herhaus wedeln oder möller, richter usw. nee.

aber meistens wird das hier so gemacht. geh einfach mal in eine normale selbsthilfegruppe dann weiste wovon ich rede.
es gibt auch gruppen für sektenopfer. christen. alkoholiker. aber die stotterergruppen die sind schon was besonders. und effizient werden sie durch andreas heilslehre auch nicht.

leider. hör endlich auf mit diesem, haha hihi

http://www.erwingeier.de/63101/home.html

haste dir mal den brief durchgelesen mit vielen quellen zum tiefer einsteigen. von dem was die richtigen gruppen machen haste keinen dunst.


gruß erwin

http://www.erwingeier.de

---***---
Die Kirschblüte
Die Kirschblüte
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Beitrag von ---***--- » 13. Oktober 2007 21:04

Hi Erwin,

wovon sprichst Du?
Ich muss zugeben, ich habe gar kein Quellenstudium betrieben, weil ich noch anderes zu tun habe.
Ich habe Dir konkrete Fragen gestellt.
Ich habe aus Deinem Beitrag zitiert, angemerkt, was ich nicht verstanden habe.
Du antwortest nicht.

Vielleicht ist Dir die Geschichte von der Privataudienz bei Andreas lieber, ich fand die auch lustig, stimmt halt nicht.

Es sind meine Fragen, ich frage, was ich nicht an Deinem Beitrag verstanden habe. Erwin, es ist mühsam, Gespräche laufen für mich anders ab. Ich hab auch keine Lust auf der Ebene zu argumentieren: Deine Probleme mit Andreas, mit Deiner Rolle in der Selbsthilfe usw. Die meisten geben Dir ihr gutes und ehrliches Feedback, da gibt es keine Tricks und doppelte Böden.

Mein Feedback, letztmals: Du schreibst von der Selbsthilfe sehr allgemein und schwammig, für mich nicht verständlich. Du entziehst Dich einer ernsthaften Diskussion über Inhalte und verlegst die Diskussion auf Vermutungen über Verschwörungen und Konspirationen. Ich habe Dir konkrete Fragen gestellt und konkrete Antworten erwartet. Wenn ich naiv war, dann darin, dass ich Dir fundierte Ideen zugetraut hatte. Keine Sorge, ich lerne schnell aus Fehlern und es wird nicht mehr vorkommen, ich frag Dich nichts mehr. Ich hab Dir auch konkrete Vorschläge gemacht, auch hier: s.o.

Mach et jut, Erwin,
Mechthild

Erwin
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Beitrag von Erwin » 13. Oktober 2007 22:08

ja mechthild,

hilfreiche gedanken, kommunikationsstil, gruppenprinzipien der aa und ea gruppen

vorsicht sehr sprirituell, sektenartig, das böse wort. denn es kommt daher immer drauf auf an vom wem und wie dieses konzept und programm vermittelt wird. was besseres habe ich nicht.
das ist ein wenig simpel alles. und wird intelektuell unter deinem niveou bleiben. aber hier geht es nicht um den´kopf. sondern um emotionen. um den bauch und das herz. ich gebe zu dass man solche texte keinem lehrer in die hand drücken sollte. der wird damit nichts anfangen können.

grundsatz: nur aus eigener erfahrung berichten und niemals andere belehren. also das gegenteil von dem was die meisten von uns kennen, kennen können. weil es so ungewöhnlich ist. aber du kannst auch watzlawick fragen, der sagt ähnliches mit ähnlichen worten. aber den w. haben wir ja schon durchgekaut

Wir kommen nicht einer anderen Person zuliebe. Wir kommen, um uns selbst zu helfen und unsere Erfahrungen, Kraft und Hoffnung miteinander zu teilen.

"Experten" sind wir nur für unsere eigene Lebensgeschichte und dafür, wie wir versuchen, nach dem Programm zu leben, was das Programm an uns bewirkt und was EA für uns getan hat. Keiner spricht für Emotions Anonymous als Ganzes.

Wir respektieren die Anonymität eines jeden - wir stellen keine Fragen. Wir bemühen uns um eine Atmosphäre der Liebe und der Annahme. Für uns ist es nicht wichtig, wer Du bist oder was Du getan hast. Du bist willkommen.

wir urteilen nicht, wir kritisieren nicht, wir argumentieren nicht. Wir geben keine Ratschläge in persönlichen oder familiären Angelegenheiten.
EA ist keine Gesprächsrunde, in der wir uns ständig unser Elend vor Augen halten, sondern ein Weg, auf dem wir lernen, uns davon zu lösen. Unsere Gelassenheit kommt zum Teil daher, dass wir fähig sind, mit unseren ungelösten Problemen in Frieden zu leben.


Wir diskutieren niemals über Religion, Politik, nationale oder internationale Streitfragen, andere Glaubenslehren oder Ideologien. EA nimmt niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft.
Emotions Anonymous ist ein spirituelles, kein religiöses Programm. Wir befürworten keine bestimmte Glaubensvorstellung.

Die Schritte empfehlen einen Glauben an eine Macht, größer als wir selbst - "Gott, wie wir ihn verstehen". Das kann menschliche Liebe sein, eine Kraft zum Guten, die Gruppe, die Natur, das Universum, Gott oder alles was sich jemand als persönliche Höhere Macht wählt.

Wir benutzen das Programm - wir analysieren es nicht. Mit der Erfahrung kommt das Verständnis. Jeden Tag wenden wir etwas aus dem Programm auf unser persönliches Leben an.

Es hat uns nicht geholfen, einen Krankheits- oder Gesundheitszustand zu bezeichnen. Unsere Symptome mögen sich unterscheiden, unsere zugrundeliegenden Emotionen jedoch sind gleich oder ähnlich. Wir erkennen, dass wir in unseren Schwierigkeiten und Krankheiten nicht einzigartig sind.

Jeder und jede hat das Recht auf die eigene Meinung und kann diese beim Meeting (im Rahmen der EA-Regeln) äußern. Wir sind alle gleich - niemand ist wichtiger als die anderen.

Das Schöne und Wunderbare des EA-Programms besteht auch darin, dass wir in den Meetings alles sagen können und wissen, dass es dort bleibt.

Was immer wir in einem Meeting, am Telefon oder direkt von einem anderen Mitglied hören ist vertraulich und darf nicht weitergegeben werden, weder EA-Mitgliedern noch Bekannte, Familienmitglieder, Verwandten oder Freunden.

Wir danken Alcoholics Anonymous für die Erlaubnis, dieses Programm zu benutzen


das mit dem arzt beim gesundheitsamt da war so:

der mensch ging völlig ohne voruteile mit dem text um. seine antwort entsprach ziemlich genau dem was ich schon von anderen stotterern gehört habe, und was auch mein ganz eigenes urteil war. steht mir nicht zu, klar. aber ich kam zu diesem ergebnis.

so reden übrigens viele, wenn sie stärken und hier die irrtümer der stotterer-selbsthilfe benennen. das kann man sogar nachvollziehen. wenn betroffene mit diesen erheblichen verletzungen und kindheitserfahrungen formulieren.

von wegen sekten-theorien, es ist viel zu ernst

aber es geht hier auch um personen und machenschaften. im grunde genau ist es mir ehrlich gesagt egal. ihr könnt vereine gründen bis ihr platzt. ihr könnt mit blauen, gelben oder grünen bussen die schulen abklappern. auch egal. im saarland in bayer usw.

missioniere wo du willst. aber wenn du es gut findest, das hier unter dem deckmantel der effienz <andreas> versucht wird, weil der van-riper zirkel nicht mehr abwirft, die fördermittel der selbsthilfe für van-ripertherapie einzusetzten, da wird es wieder spannend.


selbsthilfe, wo man das lernen kann

wenn du wissen willst was selbsthilfe ist, da musst du den leuten zuhören und zusehen, bei denen sie geholfen hat. das kann man nicht beschreiben.

es gibt kliniken in deutschland die unterstützen und fördern selbsthilfe auf geniale art. abends werden immer selbsthilfemeetings angeboten. da ist für jeden was dabei. das könnte effizent sein,
wenn du wirklich erfahren willst wie selbsthilfe wirkt.
du hat die wahl. entweder du machst da ein praktikum, oder vielleicht selber eine kur. das ist sozusagen ein selbsthilfelabor.

http://www.klinik-bad-herrenalb.de/

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Die Leitung der Klinik übernahm er Anfang 1989 und damit auch das Behandlungskonzept seines Gründervaters, Walther H. Lechler. Darüber sagt Dr. Oppl heute: „Die Tiefe dieses Konzepts erschloss sich mir erst im Lauf der Zeit. Wir, das Behandlerteam, lassen uns von einem humanistischen Menschenbild leiten, von der Idee, dass unsere Patienten nicht nur berechtigt sind, am Leben zu sein, sondern im Leben sind und sich wieder in Familie und Gesellschaft zugehörig fühlen können. Dies erfordert Einsatz von allen Seiten, der weniger durch Logik begründbar ist als dadurch, dass er sich rückwirkend (hin und wieder) als sinnvoll erweist
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http://www.hochgrat-klinik.de/

Therapeutische Gemeinschaft
Sie ist Grundlage und Rahmen der Therapie und wird als Lehr- und Lerngemeinschaft bezeichnet. Hier wirkt der heilende Einfluß der Gruppe. Das Prinzip ist stark geprägt durch „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Menschen unterstützen sich gegenseitig. Sie können sich in der Gemeinschaft zeigen, so wie sie sind, mit ihren Stärken und Schwächen. Sie erhalten Unterstützung, Ermutigung und Rückmeldungen zu problematischem Verhalten.

Fastenvereinbarungen

Den Fastenvereinbarungen stimmt jeder Patient für die Dauer der Behandlung freiwillig zu. Ihr Sinn liegt nicht in der Abstinenz selbst. Stattdessen sollen sich durch das Fasten die Gefühle zeigen, die sonst durch betäubende

Anonyme Selbsthilfegruppen

Die Teilnahme an Anonymen Selbsthilfegruppen ist Bestandteil der Therapie. Sie finden mehrmals pro Woche am Abend in der Klinik oder in der nahen Umgebung statt. Hier wird themenspezifisch erörtert, wie Betroffene mit ihrer eigenen Sucht oder der Sucht ihrer Angehörigen umgehen können.
Die Arbeit in den Selbsthilfegruppen beruht auf dem 12-Schritte-Programm. Dieses ist fester Bestandteil des Therapie-Konzeptes.

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hans liebelt
ist übrigens ein kenner der szene. vielleicht hat er ja den nerv dir zu berichten. lücken zu schliessen.


gruß erwin

den hans liebelt habe ich gerne eingebaut. auch um dir zu spiegeln wie penetrant so was sein kann. aber der hans ist in wirklichkeit ein kenner diese szene

hans jetzt kannst du mal loslegen

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