Heilmittelverordnung für Stottertherapie

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C.A.N.E.
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Heilmittelverordnung für Stottertherapie

Beitrag von C.A.N.E. » 14. Januar 2015 16:56

Hallo Leute,

habe mich nach 5 Jahren Stottern dazu entschlossen, eine Stottertherapie zu beginnen. Habe mich bei einem Logopäden angemeldet. Dieser lädt seine Patienten zu Vorgesprächen ein, um die Art der Therapie zu bestimmen. Nun soll ich eine Heilmittelverordnung vom Arzt einholen. Mir wurde auch ein Muster geschickt, wie diese Heilmittelverordnung auszusehen hat. Was ist das überhaupt? Soll ich jetzt einfach zu meinem Arzt gehen und Ihm diese Muster vorlegen, damit er weiß was er tun muss? Oder soll ich Ihm sagen das ich stottere und eine Therapie machen möchte? Bitte helft mir!!

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T_homas
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Re: Heilmittelverordnung für Stottertherapie

Beitrag von T_homas » 14. Januar 2015 17:02

Hallo,

ja,einfach zu deinem Hausarzt gehen und ihm sagen,dass du ein Rezept (Heilmittelverordnung) für den Logopäden haben willst,wenn er es nicht weiß,dann einfach sagen,dass du st otterst.Er füllt es dann automatisch aus.
Ist nichts anderes als eine Überweisung,mit der er (Logopäde)dich dann erst mal für 10 Therapiestunden behandeln kann.

Mit dem gehts du dann zum Logopäden.
Zuletzt geändert von T_homas am 14. Januar 2015 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
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C.A.N.E.
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Re: Heilmittelverordnung für Stottertherapie

Beitrag von C.A.N.E. » 14. Januar 2015 17:04

OK. Vielen Dank!

Nina 1999
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Re: Heilmittelverordnung für Stottertherapie

Beitrag von Nina 1999 » 13. August 2017 14:14

Hallo!

Laut der KVB (Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns) wird Logopädie auf dem Formular "Muster 14 - Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie" verordnet. Grundsätzlich kann sowohl der Hausarzt als auch der Facharzt (z. B. HNO, Neurologe, Pneumologe) das Rezept ausstellen. Da eine störungsbildabhängige Diagnostik z. B. Tonaudiogramm durchzuführen ist, wird die Erstverordnung überwiegend von einem Facharzt ausgestellt. Hausärzte können jedoch auf zeitnah erhobene Fremdbefunde zurückgreifen. Folgeverordnungen sind möglich, sofern eine aktuelle Befunderhebung möglich ist bzw. vorliegt.

Eine vollständig ausgefüllte Heilmittelverordnung ist unerlässlich. Die Vordrucke sind vom Vertragsarzt zudem mit Arztstempel und persönlich zu unterzeichnen. Eingescannte Unterschriften sind unzulässig.

Seit 1. Juli 2014 ist immer der ICD-10-GM-Code anzugeben, und zwar "einstellig". Das bedeutet, dass der ICD-10-GM-Code einschließlich der letzten Stelle definiert werden muss (Beispiel: G35.20, nicht nur G35.2- oder G35.-).

Zum 1. Januar 2017 wurde ein zweites elektronisch lesbares ICD-10-Feld auf die Verordnungsformulare aufgebracht. Es besteht keine Verpflichtung, dieses zweite ICD-10-Feld zu befüllen.

Für jede auf dem Rezept angegebene (logopädische) Diagnose gilt die sogenannte "Gesamtverordnungsmenge im Regelfall". Was heißt das eigentlich? Der Heilmttelkatalog schreibt - je nach Störungsbild - individuell vor, wie viele Rezepte bzw. Therapieeinheiten unmittelbar hintereinander zulässig sind. Z. B. ist "Stottern" mit einer Erstverordnung (10 Stunden) und vier weiteren Rezepten (á 10 Stunden) - sogenannten Folgeverordnungen - klassifiziert. Insgesamt beträgt die Gesamtverordnungsmenge im Regelfall also 50 Stunden.

Wenn nach den geleisteten Einheiten weiterer Therapiebedarf besteht, kann der Arzt auch Rezepte außerhalb der Regel, sogenannte "Verordnungen außerhalb des Regelfalls" ausstellen. Diese müssen aber eine Begründung beeinhalten, warum der Patient nicht in die (eigentlich) vorgeschriebene Behandlungspause von drei Monaten, geht. Das ist beispielsweise bei Menschen, mit schweren, chronischen Erkrankungen, der Fall. Nach Ablauf der Pause beginnt ein neuer Regelfall - und dem Patienten stehen erneut 50 Behandlungen zu.

Gruß

Nina 1999
Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen:
In der ersten wird es lächerlich gemacht.
In der zweiten bekämpft,
in der dritten gilt es als selbstverständlich.
(Arthur Schopenhauer)

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