Greifenhofer Institut

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Peg16
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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von Peg16 » 3. November 2016 15:44

Liebe Petra,
Deine ausführliche Antwort überrascht mich doch sehr! Meinen freien Text so auseinander zu dividieren ist interessant! Eigentlich wollte ich mich nicht weiter an einer Diskussion im Forum über Herrn Greifenhofer beteiligen. Aber aufgrund deines letzten Beitrags fühle ich mich aber als Mutter benötigt hier ein letztes Mal zu reagieren.
Deine Sorge um meine 15-jährige Tochter ist sicherlich gut gemeint, aber unbegründet! Wir pflegen einen liebevolles und intensives Verhältnis!
Als Mutter habe ich nur den Wunsch meiner Tochter zu unerstützen und ihr zu helfen und das nicht nur weil ich der der Bringschuld bin und sie noch minderjährig ist. Sicherlich, kannst du das als Mutter nachempfinden! Unser intensives Verhältnis ist sicherlich so stark., da mein Engel ein als Frühchen mit vielen Problemen zur Welt kam. Wir hatten viele gesundheitliche Herausforderungen zu bestehen und ich bin heute sehr dankbar, dass ich bei meinen Entscheidungen oftmals auf mein so genanntes Bauchgefühl gehört hatte und auch alternativen Methoden vertraut habe. Es fühlte sich richtig an, also haben wir gemeinsam die Entscheidung getroffen und es probiert. Im anderen Fall wäre meine Tochter heute sicherlich nicht da, wo sie jetzt ist und damit meine ich nicht nur ihr sprachliches Problem! "Wer nicht wagt der nicht gewinnt!"
Zur sprachlichen Vergangenheit meiner Tochter möchte ich in insoweit nur berichten, dass sie sagt eine sehr starke Stotterin seit ihrem zweiten Lebensjahr war! Damals war sie nicht in der Lage auch nur annähernd ihren Namen oder gar einen Satz zu sagen. Das Ganze stellte sich so dramatisch dar, dass mir bei Ihren Versuchen oftmals die Tränen kamen. So sehr habe ich Ihren Schmerz mitgefühlt. Ich glaube deshalb, dass eine Mutter sich sehr wohl in die Lage ihres Kindes versetzen und den Schmerz oder die Demütigung genauso spüren kann. Bis heute haben wir also schon einen langen und steinigen Weg mit 10 jähriger Erfahrung verschiedenster Logopäden, Sprachheilschule und 2 Intensivtherapien (eine davon im Greifenhofer Institut) hinter uns. Der "Abnutzungseffekt" ist mir aus einer anderen Intensivtherapie sehr wohl bekannt und genau deshalb haben wir nach neuen Wegen gesucht! Auch ich mußte mich in den letzten Jahre für meine Tochter mit etlichen Studien auseinandersetzten. Weiß von daher auch, dass es sehr viele Therapien gibt, die vor 10 oder gar 20 Jahren hoch gelobt wurden und heute als nicht sinnvoll dargestellt werden. So wird es immer sein, die Wissenschaft und der Mensch entwickeln sich weiter. Auch in der Allgemeinmedizin ist das so ( siehe als Bsp. Akkupunktur oder Globolis)!
Meine Tochter kennt die Erfahrung der Ausgrenzung aufgrund Ihres Sprachproblems und genau deshalb arbeitet sie, aus eigenen Antrieb, hart an sich!
Sie möchte nicht mehr durch Ihr Sprachproblem im Mittelpunkt stehen oder ausgegrenzt werden! Heute besucht mein Engel ein Gymnasium und niemand dort weiß von Ihren Sprachproblem! Sie selbst ist so stolz auf Ihre Leistung und ich als Mutter freue mich jeden Tag mit ihr! Genau deshalb hatte ich mich hier gemeldet, um auch eine positive Erfahrung bekannt zu geben. Warum kommt es mir so vor, als wäre die Moderation hier im Forum nicht neutral? Vielleicht weil jede positive Äußerung über die Greifenhofer Therapie zerpflückt wird? Tatsächlich wurde mir sogar gestern von einem sehr renommierten American Chiropraktiker bestätigt, dass er Herrn Greifenhofer's Erfolge in der Vergangenheit live erlebt hatte. Er hatte früher mit ihm zusammengearbeitet! Da ich Herrn Greifenhofer nur aus der Therapie kenne und weder mit ihm verwandt bin, noch vorher über ihn gelesen hatte, bin ich dankbar nur im Vorfeld einige Beiträge gelesen zu haben. Ich hatte mir unbeeinflusst eine alte Kerner Sendung angesehen, von dem man bekanntermaßen eingeladen werden muß. Mich beeindruckte Herrn Greifenhofers Methode sehr! Hier im Forum spüre ich eher eine ablehnende Haltung und ich beobachte, dass echte Meinungsfreiheit irgendwie anders aussieht! Ich verabschiede mich hiermit! Meine Zeit ist mir dann doch zu schade, denn ich glaube nicht wirklich daran, dass meine Beiträge wirklich etwas bewegen!
Nichts für Ungut!
herzliche Grüße
Peg16

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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von PetraS » 5. November 2016 12:05

Hallo,
vorab einmal ein Hinweis an @greifenhofer: Ich habe gerade mal in den Mitgliedern nachgesehen, ein User "Greifenhofer" ist bei uns als aktiver User gemeldet, und ich kann versichern, dass weder das Moderatorenteam, noch der Admin in irgendeiner Weise Greifenhofer gesperrt haben. Solche Maßnahmen stehen uns grundlos nicht zu, außerdem wird hier die Meinungsfreiheit NICHT beschränkt, es sei denn, es handelt sich um Spam oder um persönliche Beleidigungen. Wir sind an einer vielseitigen Diskussion interessiert, dazu gehört aber auch, dass man sich kritischen Fragen stellen muss.
Nun zu dem Beitrag von Peg16, auch wenn sie vielleicht nicht mehr mitliest.
Peg16 hat geschrieben: Deine ausführliche Antwort überrascht mich doch sehr! Meinen freien Text so auseinander zu dividieren ist interessant!
Das ist der Sinn der Zitierfunktion. Dann kann man sich besser über einzelne Teile unterhalten und genauere Fragen stellen.
Peg16 hat geschrieben: Deine Sorge um meine 15-jährige Tochter ist sicherlich gut gemeint, aber unbegründet! Wir pflegen einen liebevolles und intensives Verhältnis!
Dies habe ich niemals in Frage gestellt.
Peg16 hat geschrieben:Meine Tochter kennt die Erfahrung der Ausgrenzung aufgrund Ihres Sprachproblems und genau deshalb arbeitet sie, aus eigenen Antrieb, hart an sich! ... Heute besucht mein Engel ein Gymnasium und niemand dort weiß von Ihren Sprachproblem!
Bei dem letzten Satz wird mir ehrlich gesagt ganz mulmig. Es ist mit das Kontraproduktivste beim Stottern, was es gibt, wenn man um alles in der Welt verhindern will, dass die Umwelt von dem Sprechproblem etwas mitbekommt. Das Stottern - das ja niemals weg ist - schwebt dann wie ein Damoklesschwert über einem, und wenn dann tatsächlich ein Block auftritt, selbst ein ganz kleiner, trifft es einen mitten ins Herz und kann zu unverhältnismäßigem Frust führen, wenn man nicht in der Therapie darauf entsprechend vorbereitet wird.

Viele Therapien machen es deshalb den Betroffenen zur Aufgabe, nach oder während der Therapie vor der Klasse, vor allen Mitschülern vom Stottern und von der Therapie zu berichten, damit alle Beteiligten Empathie entwickeln können und eben KEINE Ausgrenzung stattfindet. Nur wer über ein Problem wie Stottern informiert ist, kann auch Empathie entwickeln. Und leider ist die deutsche Gesellschaft keineswegs über Stottern aufgeklärt, im Gegenteil, die in Filmen transportierten Vorurteile oder die Witzfigur des dummen Stotterers geistern noch in vielen Köpfen herum.
Peg16 hat geschrieben:Sie selbst ist so stolz auf Ihre Leistung und ich als Mutter freue mich jeden Tag mit ihr! Genau deshalb hatte ich mich hier gemeldet, um auch eine positive Erfahrung bekannt zu geben.
Mich freut das, dass es euch so gut geht. Ich mache mir halt nur berechtigte Sorgen, das ist alles!
Peg16 hat geschrieben:Warum kommt es mir so vor, als wäre die Moderation hier im Forum nicht neutral? Vielleicht weil jede positive Äußerung über die Greifenhofer Therapie zerpflückt wird?
Ich bin nur eine von drei Moderatoren und damit nicht stellvertretend für die Moderation hier im Forum. Ich bin auch von niemandem beauftragt worden, irgend etwas schlecht zu reden, was gut ist. Insbesondere bin ich nicht der verlängerte Arm der BV, sondern genau so ein User wie jeder andere auch. Allerdings habe ich mich vielleicht intensiver als die meisten Menschen mit dem Thema Stottern befasst.
Ich beurteile die jeweilige Therapie nach zwei Kriterien:
  • Mit welchen Versprechungen und auf welcher Theorie des Stotterns die Methode aufgebaut ist,
  • Welchen dauerhaften Erfolg sie hat. Wobei Erfolg für mich nicht die objektive Sprechflüssigkeit, sondern die Zufriedenheit des Betroffenen ist, wie er sich nach der Therapie für seine Zukunft mit dem Stottern gerüstet fühlt.
Peg16 hat geschrieben:Hier im Forum spüre ich eher eine ablehnende Haltung und ich beobachte, dass echte Meinungsfreiheit irgendwie anders aussieht! Ich verabschiede mich hiermit! Meine Zeit ist mir dann doch zu schade, denn ich glaube nicht wirklich daran, dass meine Beiträge wirklich etwas bewegen!
Meinungsfreiheit bedeutet auch, dass man sich Rückfragen aussetzt. Und meine Erfahrung mit der Auseinandersetzung mit kritischen Rückfragen ist die, dass man sehr viel daraus lernt und viel mehr reflektiert.
Mir wie auch dir geht es nur um die Sache, nämlich dass ein derzeit 15-jähriges Mädchen, das sein ganzes Leben noch vor sich hat, glücklich MIT ihrem Stottern auch in Zukunft klar kommt. Und was ich gemacht habe, ist lediglich der Hinweis darauf, dass das Kapitel Stottern mit dem Besuch bei Greifenhofer nicht abgeschlossen ist. Denn Stottern nach so einer langen Stottergeschichte ist in aller Regel NICHT heilbar.
Würde mich freuen, in einem Jahr von euch zu hören. Dann wäre ich überzeugt!
Gruß
Petra

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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von Ralf_D. » 12. November 2016 09:20

Guten Morgen,
ich möchte mich zum Thema Greifenhofer auch mal zu Wort melden.

Vor etwa 20 Jahren kam ich zum ersten Mal mit dem Institut in Kontakt, da ich in der Sendung "Schreinemakers Live" ein Video eines am 1. Tag sehr stark stotternden Mannes sah, der am 10. Tag bereits symptomfrei (!!) war.
Darauf hin kam der "Therapeut" Herr Greifenhofer zu Wort, und erzählte, dass man dies mittels "Hypnose" und Zwerchfellatmung erreichen könne.
Ich dachte zu dem Zeitpunkt an sogen. "Tiefenhypnose" und dass man dadurch vielleicht in seine frühe Kindheit zurück versetzt werden könne, um das Stottern "auszulöschen"....
Ja, das waren meine Gedanken.
Aber ich bin mir sicher, ich war/bin nicht der einzigste, der diese Vorstellung hatte.
Zu der angeblichen "Hypnose" aber später mehr.

Für mich war das wie ein Erdbeben meiner Gefühle, ich brach in Tränen aus. Ich dachte mir, DAS ist die RETTUNG für mich. Bei diesem Menschen werde ich GEHEILT !!
Ich dachte, scheißegal wie teuer diese "Therapie" sei... auch wenn das 30.000 DM kosten würde... ich würde meine ganzen Ersparnisse zusammen kratzen, denn das Ergebnis sei mit Geld nicht aufzuwiegen.

Sicherlich war ich damals (mit ca. 30 Jahren) in Sachen "Stottertherapie" noch nicht so erfahren, wie heute, denn sonst würde ich jedem (!!), der diese "Therapie" angehen möchte, davon abraten, bzw. ich würde ihm sagen, er solle sich von den 2000 Euro lieber eine schöne Mittelmeerreise leisten, das hätte sogar einen ähnlichen Effekt aufs Stottern, wie diese 10 Tage bei Herrn Greifenhofer. :mrgreen:

Natürlich habe ich die (damals) 2500 DM sofort !! überwiesen (dies war ja schließlich gefordert) und habe mich sehr gefreut, als ich die Nachricht bekam, das Geld sei eingegangen und ich könne die Therapie 4 Wochen später beginnen.

Ich hab mich dann am nächsten Tag ins Auto gesetzt und Herrn Greifenhofer in Paderborn besucht. Er hatte zufällig gerade Zeit und spielte mir ein paar seiner Videos vor.
Aber komisch, so richtig "geheilt" wirkten diese ehemaligen Absolventen der Threapie nicht auf mich.
Ein erster kleiner Dämpfer für mich und meine Hoffnungen, dennoch versprach mir Herr Greifenhofer, dass ich durch seine Methode anschließend nicht/nie mehr stottern würde. Das beruhigte mich nun wieder.

-----------------------------------------------

Der 1. Tag im Institut in Paderborn war dann eine tiefe Ernüchterung, ja Enttäuschung für mich.
Wir bekamen ein paar Unterlagen, es wurde uns etwas von Zwerchfellatmung erzählt und am Ende folgte die sogen. "Hypnose" im Sitzen, die aber nichts weiteres war, als eine Entspannungsübung (mit positiven Suggestionen), wie sie in jedem zweiten VHS-Wochenend-Seminar angeboten wird und was man bei Ebay oder auf dem Flohmarkt auf MC oder CD in Hülle und Fülle hinterher geworfen kriegt... nur eben diesmal aufs Stottern bezogen.

to be continued...

P.S. Ach, reicht erst mal, was soll ich mir die Finger wund schreiben, über einen Geschäftsmann, der mit trivialen und banalsten Methoden versucht, Stotterer zu "heilen" und als "Beweis" dafür ein 20 sekündiges Video vorspielt. :lol:
We are Motörhead und we play Rock n' Roll!

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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von PetraS » 25. November 2016 13:36

Hallo Ralf,
eigentlich war ich sehr gespannt darauf, wie es in deiner Geschichte weitergeht, und ich glaube, dass auch andere Forumsmitglieder immer noch sehr neugierig sind.
Würde mich freuen, von dir zu hören.
Gruß
Petra

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Greifenhofer Institut Erfahrungsbericht

Beitrag von Anna28 » 16. März 2018 17:39

Hallo zusammen,
Ich würde gerne meine Erfahrungen mit euch teilen wollen, die ich im Greifenhofer Institut gemacht habe. Direkt vor ab, spart euch die falschen Hoffnungen und [..!!!...] sowas sollte verboten werden als das man von der Person Greifenhofer hier Preis geben darf [...Leider muss ich vieles aufgrund der Moderation umändern] Dabei ist es aus meiner Sicht sehr relevant, aber gut.
Vor einiger Zeit hatte ich mich total verzweifelt beim Greifenhofer Institut gemeldet und auf den AB gesprochen. Am nächsten Tag meldete sich Herr Greifenhofer, am selben Abend noch einmal. Seit diesem Abend meldete sich Herr Greifenhofer regelmäßig bei mir, über WhatsApp oder telefonisch. Die ersten 2-3 Telefonate erkundigte er sich über meinen Werdegang, was ich alles schon unternommen hätte. Währenddessen unterbrach er mich schon ganz oft und fiel mir ins Wort. Bis Therapiebeginn waren es zu diesem Zeitpunkt noch ca. 3 Wochen. Herr Greifenhofer teilte sich mir jeden Abend mit [... auf bitten der Moderation muss ich auch hier privates, intime Details die Herr Greifenhofer Preis gegeben hat; löschen...] welches ich als reine Plage empfunden habe. Es kreiste sich alles um Herr Greifenhofers privat leben. Da er auf mich sehr redebedürftig wirkte, hörte ich einfach nur zu. Ich habe mir oft Gedanken gemacht, wie man so unzufrieden sein kann. All das habe ich jedoch ausgeblendet und mich auf die Therapie gefreut.
Ich war schon mal in Hypnosebehandlung, daher beschäftigte ich mich ohnehin schon viel mit dem Unterbewusstsein. Bis hierhin war auch alles gut. Ich durfte eine Mutter kennenlernen, die mit ihrem 6-jährigen Sohn auch da war und dem es geholfen hat. Natürlich hat es dem kleinen Jungen geholfen! Heute weiß ich, dass er hat auch nicht allzu viele negativen Gedanken, Gefühle und Erfahrungen gesammelt, aufgebaut und in sich gefestigt hat, wie eine erwachsene Person; und dass er in seinem Alter auch noch nichts in Frage stellt! Normalerweise hätte ich im Februar 2018 zum 25. Jubiläum angefangen, allein aus dem Grund, dass anlässlich des Jubiläums die Therapiekosten um die Hälfte reduziert waren. Herr Greifenhofer fand mich „so nett“, dass ich jedoch bereits am 02.01.2018 für den gleichen Preis anfangen konnte. Ich dachte mir besser kann es gar nicht gehen, direkt zum Jahresbeginn einen neuen Lebensabschnitt stotterfrei(!) zu beginnen. Zu dem Zeitpunkt war auch eine jüngere Teilnehmerin eingeplant- und wie man sich denken kann ist es zu zweit vorteilhafter, auch was das Üben anbelangt. Eine Woche vor Beginn schickte mir Greifenhofer jeden Morgen eine WhatsApp-Nachricht mit „Der Countdown läuft…noch 7 Tage“ usw. Ich fand es zunächst sehr aufmerksam, dass er mich bereits vor Beginn der Therapie so intensiv begleitet. Er erzählte mir auch, dass er bis heute noch mit vielen seiner Teilnehmern Kontakt hätte, wie gut es denen gehen würde und wie dankbar Sie seien...aha.. Je mehr Greifenhofer mir sowas erzählte, umso fokussierter wurde ich, meine Vorfreude wuchs und ich konnte es kaum abwarten! Wenn man schon Heilungserfolge verspricht und mit toll inszenierten Erfolgsvideos bei YouTube wirbt, dann kann es ja nur gut werden!...Mannnn !!! Wär ich nur bloss eher auf den Forum gestossen(!)
Am 2.1 ging es nun endlich los...auf dem Weg dorthin durfte ich Greifenhofer von zu Hause abholen, laut ihm lag es ja ohnehin auf dem Weg. Klar, kein Problem. Ich Spiel gerne Therapeut, Chiffuer und gebe Tipps was Privates anbelangt...was will Mann mehr?! Er verhilft mir im Gegenzug zu einem neuen Lebensabschnitt- für die Hälfte des Preises (das aber auch nur, aus meiner Sicht, weil sonst die andere Teilnehmerin alleine wäre). Während der Therapie habe ich Greifenhofer dann auch noch 2x nach Hause gefahren. [...] beim dritten mal habe ich abgelehnt- siehe da; nächster Chiffuer war der Vater der jüngeren Teilnehmerin..* kopf schüttel/ Roll Eyes- auch eine Option!
Die Ortschaft war wirklich schrecklich. Außer das Mausefalle Hotel weit und breit nichts, ziemlich tote Gegend. Das war mir egal, für mich ist nicht das Umfeld relevant, sondern die Heilungsversprechungen. Im Hotel eingecheckt, bei einer Tasse, wo ich wieder nur zuhören durfte, traf später endlich auch die jüngere Teilnehmerin samt Eltern und drei Geschwister ein. Wovon die Jüngste glaube ich 5 oder 6 Jahre alt war, und wie ihre Schwester auch eine Stottersymptomatik aufwies. Sie sagte z.B. Sätze wie „Ich ich ich ich ich ich ich ich möchte das haben.“ Die Kleine war sich dessen jedoch gar nicht bewusst und strahlte voller Lebensfreude. Wir, Greifenhofer, die Mutter, die Teilnehmerin (13 Jahre alt- ich nenn sie mal Leila) und ich gingen in einen Raum, der auch zum Hotel gehörte. Bevor es losging, wollte Greifenhofer sofort die restliche Summe der Therapie von der Mutter in bar haben, in unserem Beisein. Ich empfand es mehr als unangenehm und unprofessionell zugleich. Ich konnte die Gier aus Greifenhofers Augen ablesen und im Augenwinkel Leila zusammenzucken sehen. Später erzählte sie mir, dass sie Angst hat es nicht zu schaffen, ihre Eltern zu enttäuschen, da der ganze Aufwand für Sie in Kauf genommen wurde und ihre Eltern so eine hohe Geldsumme für sie bezahlen mussten. Sie tat mir sehr Leid. Greifenhofer hielt uns zunächst unsere Situation vor Augen, nannte Alltagsbeispiele wie „Wenn du zum Bäcker gehst, drehst du dich öfters panisch um, um dich zu vergewissern, wie lange die Schlange schon ist, bestellst statt 2 Brötchen 3 Brötchen weil du bei der Zahl 2 stottern würdest…“ usw. Nach jedem Satz folgte ein „Stimmt’s?!?!?! Hab ich recht ?!?!?!“ Und ohne unser zustimmendes Nicken ging es auch nicht vorwärts! Das ging mehr wie eine Stunde so. Ich habe meine Aggression nicht verborgen! … Ich gehe doch auch nicht zum Arzt wenn ich eine Grippe habe, um mir vom Arzt anzuhören wie er mir all meine Symptome ganz stolz auflistet und auf meine Bestätigung wartet, ehe ich mein Antibiotika bekomme. Meine persönliche Meinung hierzu ist, dass solche Personen, die sich erst mal eine Bestätigung von außen einholen müssen, als Therapeut mehr als inkompetent... oder macht man das so heutzutage?! Egal, blende es aus, du bist hier um ein neuen Lebensabschnitt zu beginnen, dachte ich mir. Leila und ich mussten danach vor die Kamera. Name Adresse alter etc reinsprechen...macht auch Sinn vorher nochmal schön aufzuwühlen, Salz in die wunde streuen, alles negative vor Augen zu halten, damit das erste Video katastrophal wird. Am ersten Tag konnte ich mich auf die Hypnose nicht einlassen, ich konnte mich nicht entspannen weil mir Greifenhofers Art, Wortwahl und Haltung nicht angenehm war. Bei der 2. Hypnosesitzung sprich am 2. Tag hatte ich Fragen über Fragen und keine Antwort drauf erhalten; stattdessen „du bist eine Frau, es liegt in eurer Natur, dass ihr Frauen ständig Fragen habt“ kam dabei mit weit aufgerissenen Augen auf mich zu, als würde er mich einschüchtern wollen und ignorierte mich anschließend! Ein paar Male ging das so, wenn ich ihm eine Frage stellte, und mir wurde bewusst, dass ich ebenso mit einer Wand sprechen könnte. Meine persönliche Meinung auch hier: Greifenhofer ist als Person ein ziemlicher [..naja...] als Therapeut inkompetent und mehr wie ablehnend. Ich konnte meine Sätze nicht einmal zu Ende aussprechen, da er mir STÄNDIG ins Wort fiel(!) und argumentierte „du stehst dir selber im Weg“!
Am 2. Tag wollte ich abbrechen, da ich mich mehr wie unwohl fühlte, nicht ernst genommen, keine Antworten bekam und hatte dies Herr Greifenhofer auch mitgeteilt. Er flehte mich regelrecht an“ die Ängste seien normal“ und wieder versprach er mir, dass es mir danach besser gehen wird. Ich fragte ihn auch, ob ich zu seinen ehemaligen Teilnehmern mal Kontakt aufnehmen dürfte, um Erfahrungen aus erster Hand zu hören und dadurch hoffentlich aufzuhören, die Fehler bei mir selbst zu suchen. Zwei Tage später bekam ich einen Kontakt von einem der Teilnehmer. Und dieser ließ sich momentan, welch Zufall, bei Greifenhofer zum Hypnose Therapeuten ausbilden. Das erfuhr ich jedoch erst im Nachhinein. Einen anderen – neutraleren - Kontakt von den angeblich 50.000 Teilnehmern konnte man mir nicht geben?! Obwohl man stets mit seinen Teilnehmern noch im guten Kontakt steht, wie anfangs behauptet?! Ich kam mir mehr wie verarscht vor und bin sauer, dass ich es nicht eher erfahren habe. Denn 2 Tage dort, die sogenannten „Schnuppertage“, hätten mich nur 250€ gekostet statt die 875€ insgesamt. Klar, dass er also den 2. Tag verstreichen ließ und mir erst im Anschluss den Kontakt gab - so kann man auch seine Brötchen verdienen.
Bei der 3./4. Hypnose Sitzung machte sich allmählich Zorn in mir breit! Falsche Hoffnungen machen und dann nicht eine einzige gescheite Antwort geben können! Auch erwähnte Greifenhofer oft, sehr oft mit erhobenem Haupt, dass er nicht wie all die anderen „Langweiler“ nach Plan arbeiten würde- aha! Jeden Tag eine Hypnose Sitzung, ein bisschen in den Bauch atmen und ca 20 Minuten „Ich packe meinen Koffer“ spielen.. das ist also gar nicht langweilig und vollkommen außerplanmäßig??!! Insgesamt berief sich die „Therapiezeit“ auf drei Stunden pro Tag- in denen es jedoch größtenteils um Greifenhofers Privatleben ging und all seine tollen Erfolgserlebnisse etc. Ich hatte den Eindruck, dass Greifenhofer nur kam, um in der Mausefalle lecker Mittag zu essen. Und zu den „Therapiesitzungen“: Jeder Laie weiß, dass selbst ein Stotterer einen Satz, oder sogar mehrere Sätze, auch mal flüssig sprechen kann. Wenn dem so war klatschte Greifenhofer sofort in die Hände und rief „siehste habe ich dir doch gesagt, denk an die drei Punkte und es funktioniert“ Mein Gott, heute kann sich wirklich jeder Therapeut nennen!!!
Bei einer seiner vielen Zigarettenpause rieb sich Greifenhofer dann die Hände und sagte „die kleine Schwester von der Teilnehmerin, kannst dir ja vorstellen wo sie bald hin kommt“ und grinste höllisch. Sich vor mir künstlich über Logopäden aufregen und erzählen, dass er gegen diese rechtliche Wege einleiten würde und sich dabei schon auf eine hohe Summe freut, steht er nun also auch noch vor mir und wartet ganz selbstgefällig darauf, dass die Kleine demnächst auch seinen Zirkus besucht. Mir ist regelrecht schlecht geworden!!! Ich war so froh, wie ich zu Hause war und musste mich erstmal ein paar Tage von Herr Greifenhofer erholen; flüssig bin ich nicht geworden- es liegt ja jetzt an mir, wie fleißig ich übe und die 3 Punkte anwende (durch die Nase in den Bauch atmen, meinen Gegenüber anschauen und Blickkontakt halten). Einen Monat später war ich jedoch immer noch verzweifelt, da sich einfach kein Erfolg zeigen wollte. Herr Greifenhofer unterstellte mir daraufhin, nicht geübt zu haben! Nachdem ich laut und deutlich meine Meinung kund gemacht habe, hieß es „ich würde FALSCH üben“ und da fiel mir ALLES aus dem Gesicht!!! Was kann man beim Lesen und in den Bauch atmen denn falsch machen?!!! Ich lese ohnehin gern. Jeden Tag mindestens 1 Stunde laut und deutlich, 2x täglich die Hypnose angehört und stets in den Bauch geatmet, dass soll ja fruchten! Wenn ich das nicht getan habe, habe ich mich schon schlecht gefühlt(!) - ich konnte also gar nicht mehr anders handeln!
Dazu kam auf einmal, dass ich Panikzustände bekam und nicht mehr vor 5 Uhr einschlafen konnte, bis mir die Augen regelrecht zugefallen sind, und das als Berufstätige! Nach der Hypnose von Greifenhofer habe ich Angstzustände bekommen. In der ersten Suggestion wird ein paar Mal gesagt „du fühlst dich schwer als würde dich jemand regelrecht in das Polster drücken“ diesen Satz habe ich seltsam empfunden, dachte zugleich, er wird schon wissen was er da tut! Immerhin 25 Jahre Jubiläum. Irgendwann ist mir aufgefallen, als ich in Hypnose gegangen bin ( vom Handy aus mit Headset ) dass ich bei diesem Satz schlagartig die Augen öffne, weil ich eine seltsame Angst verspürte. Ich habe daraufhin wieder mit Herrn Greifenhofer Kontakt aufgenommen und mitgeteilt, dass ich, seitdem ich wieder zu Hause bin und mich auf die Hypnose richtig einlassen kann (zu Hause gelang mir das besser als während der Therapie, weil er zu Hause ja nicht als Person anwesend war und somit nur seine Stimme) diese Panikattacken habe. Daraufhin unterstellt Greifenhofer mir ,dass meine Panikzustände nicht von der Hypnose, da ich sie ja während der Therapie auch nicht hatte - was Herr Greifenhofer nicht weiss- dass ich mich da ja auch nicht richtig fallen lassen konnte aufgrund seiner physischen Anwesenheit und seiner ganzen Art und Weise! Ich habe Herr Greifenhofer ein paarmal in der Früh über WhatsApp geschrieben und darum gebeten mir zu helfen und mich von dieser Angst zu befreien, die ich ja vorher NICHT hatte. Ich hatte noch nie Schlafprobleme und schon gar nicht Panikzustände. Greifenhofer verlangte daraufhin 50 oder 100€ von mir (das weiß ich nicht mehr genau), um mich von meinen Ängsten zu befreien, womit ich natürlich nicht einverstanden war! Ich sehe nicht ein für etwas zu bezahlen, was ich vorher NICHT hatte. Ich wurde abgewimmelt, man habe plötzlich keine Zeit mehr und müsste arbeiten. Hinzu kam, dass ich von seiner Frau eine E-Mail erhalten habe, dass ich mich nur noch zu angemessenen Zeiten melden soll und Ihren Mann nicht mehr kontaktieren solle! Natürlich! Soll ich mich nun auch noch dafür einschuldigen, dass ich auch berufstätig bin und vielleicht 1-2 Stunden höchstens Schlaf bekommen hatte zu dieser Zeit??!!! Also gut, habe Frau Greifenhofer eine Email geschickt und bis heute keine Antwort erhalten..sowas nennt sich Patientenbetreuung. Ich habe später versucht über einige YouTube Videos Kontakt aufzunehmen, von ehemaligen Teilnehmern. Diese haben mir zwar geschrieben, waren jedoch nicht bereit mit mir zu telefonieren. Was darauf hindeutet, dass auch sie erfolglos geblieben sind. Ich wünschte, ich hätte mir all den Aufwand, die Zeit und das Geld, und vor allen Dingen meine ganze Hoffnung erspart! Es hat mir kein bisschen geholfen zu dem habe ich jetzt Panikzustände.
Das war meine persönliche Erfahrung plus die zusätzlichen Plage, die ich hier jedoch nicht preisgeben darf.

Danke Greifenhofer für diese unglaublich negative Erfahrung.
Zuletzt geändert von Anna28 am 18. März 2018 18:29, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Greifenhofer Institut Erfahrungsbericht

Beitrag von T_homas » 16. März 2018 17:50

Hallo Anna,

zuerst einmal vielen Dank,dass du dich traust,das auch hier zu schreiben.
Ich denke mal der beste Weg um so etwas publik zu machen,ist über dieses Forum.
Ich habe deinen Text mal durchgelesen und kann selbst nur mit dem Kopf schütteln.
Ich kenne die Therapie nicht,habe aber schon zahllose negative Meinungen von Ex-Teilnehmern gelesen oder gehört.
Die BVSS warnt nicht umsonst vor Greifenhofer und Co.

Sei froh,dass du es hinter dir hast und versuche eine Therapie die seriös ist und auch erfolgsorientiert.
Die Mühe ist es wert,auch wenn du jetzt nach dieser enttäuscht sein solltest.


mfg
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Re: Greifenhofer Institut Erfahrungsbericht

Beitrag von Anna28 » 16. März 2018 19:05

Hallo Thomas, schön das du dir die Zeit genommen hast, ich weiss langer Text. Das Problem liegt nicht nur am weiter machen. Ich trau mich nicht zu schlafen, ich weiss nicht ob ich mit dem Rücken zur Tür oder zum Fenster schlafen soll- ich habe echt Angst einzuschlafen. Ja den Zirkus hätt ich mir so gern erspart. Es ist mir ein Rätsel wie man so praktizieren darf.
Ich hoffe nur das ich viele damit erreiche...
L g

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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von Torsten » 17. März 2018 10:15

Liebe Anna,

danke für diesen ausführlichen (und erschütternden) Bericht. Leider ist es so, dass jeder sich „Therapeut“ oder „Stottertherapeut“ nennen darf – das sind keine geschützten Berufsbezeichnungen (wie z.B. „Arzt“, „Heilpraktiker“ oder „Logopäde“).

Ich hoffe, dass du diesen Hypnose-Text nicht mehr anhörst. Ich an deiner Stelle würde diese CD (oder was es sonst ist) „rituell zerstören“ – ich würde meine ganze Wut daran auslassen, um mich innerlich davon zu befreien.

Und vielleicht ist es auch wichtig, dass du dich von dem Geld, das du bezahlt hast, innerlich „verabschiedest“ – es ist verloren, vergiss es! Manchmal passiert es im Leben, dass man sich irrt und einen Haufen Geld zum Fenster hinaus wirft.I Ich glaube, es ist wichtig, mit dem Ganzen innerlich abzuschließen, damit du wieder ruhig schlafen kannst.

Wenn die Angststörung aber nicht nachlässt, solltest du dir Hilfe holen – bei einem (staatlich geprüften!) Psychologen, oder vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe von Menschen mit Angststörungen.

Viele Grüße

Torsten
www.stottertheorie.de

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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von Anna28 » 17. März 2018 15:54

Hallo Thorsten,
Die CD hör ich mir nicht mehr an da gibt es bei YouTube wesentlich bessere. Ja, ist schon heavy das man als inkompente Person, welches nicht im geringsten mit sich im reinen ist praktizieren darf. Ich erinner mich, da hatte sich eine Heilpraktikerin auch dazu gestellt um etwas abzusegnen oder sonst was- saß einfach mit in der Runde; hab es auch nicht so recht verstanden. Glaube niemand hier im Forum. Ich wünschte ich wäre eher auf diese Seite gestossen.
Ja die nächtliche Angst ist immer noch da, derzeit habe ich das Licht an. Du hast Recht, ich sollte der Sache auf den Grund gehen. Mit staatlicher, zugelassener Unterstützung.
Lieben Gruss

Anna28
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Re: Greifenhofer Institut

Beitrag von Anna28 » 18. März 2018 17:33

Ralf_D. hat geschrieben:
12. November 2016 09:20
Guten Morgen,
ich möchte mich zum Thema Greifenhofer auch mal zu Wort melden.

Vor etwa 20 Jahren kam ich zum ersten Mal mit dem Institut in Kontakt, da ich in der Sendung "Schreinemakers Live" ein Video eines am 1. Tag sehr stark stotternden Mannes sah, der am 10. Tag bereits symptomfrei (!!) war.
Darauf hin kam der "Therapeut" Herr Greifenhofer zu Wort, und erzählte, dass man dies mittels "Hypnose" und Zwerchfellatmung erreichen könne.
Ich dachte zu dem Zeitpunkt an sogen. "Tiefenhypnose" und dass man dadurch vielleicht in seine frühe Kindheit zurück versetzt werden könne, um das Stottern "auszulöschen"....
Ja, das waren meine Gedanken.
Aber ich bin mir sicher, ich war/bin nicht der einzigste, der diese Vorstellung hatte.
Zu der angeblichen "Hypnose" aber später mehr.

Für mich war das wie ein Erdbeben meiner Gefühle, ich brach in Tränen aus. Ich dachte mir, DAS ist die RETTUNG für mich. Bei diesem Menschen werde ich GEHEILT !!
Ich dachte, scheißegal wie teuer diese "Therapie" sei... auch wenn das 30.000 DM kosten würde... ich würde meine ganzen Ersparnisse zusammen kratzen, denn das Ergebnis sei mit Geld nicht aufzuwiegen.

Sicherlich war ich damals (mit ca. 30 Jahren) in Sachen "Stottertherapie" noch nicht so erfahren, wie heute, denn sonst würde ich jedem (!!), der diese "Therapie" angehen möchte, davon abraten, bzw. ich würde ihm sagen, er solle sich von den 2000 Euro lieber eine schöne Mittelmeerreise leisten, das hätte sogar einen ähnlichen Effekt aufs Stottern, wie diese 10 Tage bei Herrn Greifenhofer. :mrgreen:

Natürlich habe ich die (damals) 2500 DM sofort !! überwiesen (dies war ja schließlich gefordert) und habe mich sehr gefreut, als ich die Nachricht bekam, das Geld sei eingegangen und ich könne die Therapie 4 Wochen später beginnen.

Ich hab mich dann am nächsten Tag ins Auto gesetzt und Herrn Greifenhofer in Paderborn besucht. Er hatte zufällig gerade Zeit und spielte mir ein paar seiner Videos vor.
Aber komisch, so richtig "geheilt" wirkten diese ehemaligen Absolventen der Threapie nicht auf mich.
Ein erster kleiner Dämpfer für mich und meine Hoffnungen, dennoch versprach mir Herr Greifenhofer, dass ich durch seine Methode anschließend nicht/nie mehr stottern würde. Das beruhigte mich nun wieder.

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Der 1. Tag im Institut in Paderborn war dann eine tiefe Ernüchterung, ja Enttäuschung für mich.
Wir bekamen ein paar Unterlagen, es wurde uns etwas von Zwerchfellatmung erzählt und am Ende folgte die sogen. "Hypnose" im Sitzen, die aber nichts weiteres war, als eine Entspannungsübung (mit positiven Suggestionen), wie sie in jedem zweiten VHS-Wochenend-Seminar angeboten wird und was man bei Ebay oder auf dem Flohmarkt auf MC oder CD in Hülle und Fülle hinterher geworfen kriegt... nur eben diesmal aufs Stottern bezogen.

to be continued...

P.S. Ach, reicht erst mal, was soll ich mir die Finger wund schreiben, über einen Geschäftsmann, der mit trivialen und banalsten Methoden versucht, Stotterer zu "heilen" und als "Beweis" dafür ein 20 sekündiges Video vorspielt. :lol:
Hallo Ralf, ich finde du hättest ruhig weiter schreiben können. Oder hat es Herr Greifenhofer auf ein Tag verkürtz😄 wie war der Umgang zu dir... Wie ist es dir danach ergangen...lass von dir hören. Lieben Gruss

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