DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Fragen, Erklärungen, allgemeine Diskussionen und Erfahrungsberichte zu bestimmten Therapiekonzepten (reine Sprechtechniken, Non-Avoidance-Ansatz, ...). Für eine professionelle Beratung wende Dich bitte an die Fachberatung
Tine0674
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DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Tine0674 » 5. Januar 2009 15:40

Hallo liebe Mitglieder ,

ich habe gelesen, das vor längerer Zeit bereits ein Thema zur DELPHIN Therapie hier im Forum
erstellt wurde.

Mein Sohn ist 9 Jahre alt und stottert seit seinem 4. Lebensjahr. Auch nach über 4 jähriger logopädischer Therapie und zwei stationäre Aufenthalte in der Sprachheilklinik Bissendorf gibt es bisher keine wesentliche Besserung.
Da der Leidensdruck nun immer größer wird, würde ich gern wissen,ob jemand Erfahrung mit der DELPHIN Therapie durch Sabine Schütz gemacht hat?!

Für Antworten wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße
Kerstin

Zypresse
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Zypresse » 11. Januar 2009 21:48

die Delfin Therapie von Sabine Schütz kenne ich nicht.Ich selbst habe aber als Kind gute Erfahrungen mit einem hund oder auch mit Pferden gemacht.Solche Tere machen ein Kind stärker und lösen die Spraxchblockierungen,sie machen Freude und sie geben Bestätigung.Alles Gute für den Filius! ! Dass Menschen,die nicht sprechen können oder nicht dürfen,andere durchaus positive eigenschaften entwickeln,kannst du in dem wunderbaren Buch von Chaim Potok"die Auserwählten" lesen.Viele Grüsse von Zypresse

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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Jaspis » 12. Januar 2009 10:23

Hallo Zypresse,
mit dem Tier Delfin hat die Therapie nichts zu tun, auch wenn das Logo auf der Homepage Delfine zeigt. DELPHIN ist die Abkürzung für
Deblockierungsimpuls
Entspannung nach Jacobson
Logopädie
Phonetik
Hör- und Wahrnehmungstraining
Intensität
Nasaler Schwingungsakzent

Diese Verwechslungsgefahr könnte auch viele abschrecken, denn Therapien mit echten Delfinen sind ja als sehr teuer bekannt.

Hier lief schon man eine Diskussion über eine Fernsehsendung mit Frau Schütz: http://forum.bvss.de/viewtopic.php?f=12&t=942

Gruß, Karen

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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von AndreasStarke » 12. Januar 2009 12:05

Liebe Kerstin,

zwei Ratschläge habe ich für Dich.
1. "Logopädie" ist kein einheitliches Konzept. Verschiedene Logopäd/inn/en gehen in der Behandlung unterschiedlich vor, mit mehr oder weniger Erfolg. Das ist leider der unbefriedigende Stand der Kunst. Wenn also Dein Kind schon seit 4 Jahren "in logopädischer Therapie" war, wäre es sicher an der Zeit, die Methode - und das heißt meistens die Logopädin - zu wechseln. Schau mal auf die Therapeutenliste auf meiner Website http://www.andreasstarke.de. Dort findest Du Kollegen, die an meinem 5-tägigen Fortbildungseminar teilgenommen haben aus allen Teilen Deutschlands. Es kann sein, dass Du dort fündig wirst.

2. Das, was Sabine Schütz macht, nach der Du ja gefragt hast, erscheint mir nicht aussichtslos, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Frau Schütz stellt sich immerhin der Fachdiskussion und hat auch ein fachlich vertretbares Konzept. Das ist immerhin mehr, als die bekannten Scharlatene zu bieten habe. Das gilt auch, obwohl mir einige Aspekte des Fernsehauftritts bei Günter Jauch nicht gefallen haben. [Siehe dazu die Diskussion, die Karen genannt hat.] Kurz und gut: Die Sache erscheint mir einen Versuch wert.

Halte uns auf dem Laufenden! Die Erfahrungsberichte und Rückmeldungen aus dem wirklichen Leben sind für alle Betroffenen nützlich.

Alles Gute
Andreas Starke
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Tine0674 » 12. Januar 2009 16:15

AndreasStarke hat geschrieben:Liebe Kerstin,

zwei Ratschläge habe ich für Dich.
1. "Logopädie" ist kein einheitliches Konzept. Verschiedene Logopäd/inn/en gehen in der Behandlung unterschiedlich vor, mit mehr oder weniger Erfolg. Das ist leider der unbefriedigende Stand der Kunst. Wenn also Dein Kind schon seit 4 Jahren "in logopädischer Therapie" war, wäre es sicher an der Zeit, die Methode - und das heißt meistens die Logopädin - zu wechseln. Schau mal auf die Therapeutenliste auf meiner Website http://www.andreasstarke.de. Dort findest Du Kollegen, die an meinem 5-tägigen Fortbildungseminar teilgenommen haben aus allen Teilen Deutschlands. Es kann sein, dass Du dort fündig wirst.

Vielen Dank für die Therapeutenliste. Leider wäre der nächstgelegene Logopäde noch ca. 60 km von unserem Wohnort entfernt.
Bereits 2 mal haben wir den Logopäden gewechselt, die allerdings beide fast identisch gearbeitet haben
.

2. Das, was Sabine Schütz macht, nach der Du ja gefragt hast, erscheint mir nicht aussichtslos, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Frau Schütz stellt sich immerhin der Fachdiskussion und hat auch ein fachlich vertretbares Konzept. Das ist immerhin mehr, als die bekannten Scharlatene zu bieten habe. Das gilt auch, obwohl mir einige Aspekte des Fernsehauftritts bei Günter Jauch nicht gefallen haben. [Siehe dazu die Diskussion, die Karen genannt hat.] Kurz und gut: Die Sache erscheint mir einen Versuch wert.

Halte uns auf dem Laufenden! Die Erfahrungsberichte und Rückmeldungen aus dem wirklichen Leben sind für alle Betroffenen nützlich.

Ich habe Jonas erstmal unverbindlich bei Sabine Schütz angemeldet. Leider sind schon alle Termine für dieses Jahr vergeben, so das wir uns für 2010 vormerken lassen haben. Ich werde gerne meine Erfahrungen weitergeben, denn auch ich interessiere mich natürlich für die Rückmeldungen verschiedener Therapien.

Alles Gute
Andreas Starke
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von AndreasStarke » 12. Januar 2009 17:24

Liebe Kerstin,

leider hast Du nicht geschrieben, wo Ihr wohnt.

Da die Frau Schütz derartig ausgebucht ist, ist mir noch eine weitere, vielleicht noch bessere Möglichkeit eingefallen:
http://www.lingualog.de/ferientherapie.htm

Dieses Konzept habe ich selbst mitentwickelt. Es wird m.E. von den beteiligten Logopädinnen, Claudia Osthues-Krebs und Mitarbeiterinnen, kompetent umgesetzt.

Falls Ihr dort teilnehmt, bitte ich ebenfalls um Rückmeldung. Meiner Meinung nach wird wertvolle Zeit verschenkt, wenn Ihr noch ein ganzes Jahr lang wartet.

Nochmals, alles Gute!
Andreas Starke
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Zypresse » 12. Januar 2009 20:01

Hallo Karen,da lag ich ja voll daneben.Danke für den Hinweis!Dennoch halte ich manche Tiere ,vielleicht auch den Delfin,für gute Therapiehelfer.Zypr.

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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Tine0674 » 15. Januar 2010 17:16

Hallo!

Da bereits schon ein Thema über Sabine Schütz in diesem Forum von einem Mod. geschlossen wurde, hole ich mal meinen alten Thread wieder hervor. :wink:

Ich finde es sehr schade, das über diese Therapie dermaßen abwertend geredet und diskutiert wird. Für manche war die Sendung im ZDF (37°) sicherlich
schlecht...für mich war sie sehr informativ! Und auch die Hilflosigkeit der Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen.

Hat denn jemand schon Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht?
Ich persönlich kenne jemanden, der im Sommer letzten Jahres daran teilgenommen hat und bis heute völlig flüssig und symptomfrei spricht. Somit durchaus erfolgreich...

Am Montag habe ich mit meinem Sohn einen Termin bei Sabine Schütz und werde evtl. im Sommer mit ihm diese Therapie angehen. Falls Interesse besteht, werde ich euch gerne meine Erfahren mitteilen.


Liebe Grüße

Kerstin

Qwent
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Qwent » 15. Januar 2010 22:16

Hallo Kerstin,

Kerstin schrieb:
...für mich war sie sehr informativ! Und auch die Hilflosigkeit der Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ja, und genau in die Kerbe schlägt ja Frau Schütz auch, weil sie weiß das sie damit die Eltern erreicht, das ist ja das perfide. :grrr:

Kerstin schrieb:
Ich persönlich kenne jemanden, der im Sommer letzten Jahres daran teilgenommen hat und bis heute völlig flüssig und symptomfrei spricht. Somit durchaus erfolgreich...
Jeder noch so unsinnige Therapieansatz wird erfolgreich therapierte Patienten vorweisen können. Wenn es z. B. eine Therapie geben würde die auf die Vorstellung aufbaut, das man sich den Gesprächspartner in Unterhosen vorstellt, wir es auch hier den einen oder andern Erfolg geben.

Auch das Erreichen eines flüssigen Sprechens mittels Sprechtechnik innerhalb einer Stunde ist nicht ungewöhnlich. Die Frage ist nur ob der Stotternde die Sprechtechnik adoptieren kann, ob sie mit seiner Persönlichkeit vereinbar ist. §gruebel Diese Frage stellt sich i. d. R. aber erst, wenn eine Gewöhnung eingetreten ist, was schon einige Monate dauern kann. Es gibt nicht wenige Stotternde die mit einer Sprechtechnik problemlos symptomfrei sprechen können, aber die Sprechtechnik nicht anwenden mögen und lieber weiter Stottern. :shock:

Die angebliche Erfolgsquote von 80 % ist ohne Bezuggrößen und damit eine Aussage ohne Wert. Im Filmbeitrag wird z. B. nach der ersten Therapiestunde eine deutliche höhere Flüssigkeit mittels Sprechtechnik zur Schau gestellt. Würde ich hier den Zeitpunkt der Erfolgsmessung legen, wäre ein Prozentsatz von 80 % ehe dürftig. §gruebel

M. E. kann der Erfolg einer Therapie frühestens nach einem Jahr beurteilt werden. Zum Anderen muss auch definiert werden was unter Erfolg zu verstehen ist – vollständige Heilung? Verbesserung der Flüssigkeit? Sprechen/Stottern mit mehr Selbstvertrauen/weniger Ängsten? Etc. Ich glaube das die wirklich Erfolgsquote von Frau Schütz unter 5 % liegen wird und die Quote derjenigen denen es nachher schlechter geht wie vorher deutlich höher liegen wird.

Einen Tag nach der Sendung lief im TV Programm von Radio Bremen (http://www.radiobremen.de/mediathek/ind ... ?id=023364 ) ein kurzer Beitrag übers Stottern. Hierin spricht die Logopäden von so genannten Crash-Therapien, dazu darf auch die Therapie von Frau Schütz gerechnet werden. :yes:

Kerstin schrieb:
Am Montag habe ich mit meinem Sohn einen Termin bei Sabine Schütz und werde evtl. im Sommer mit ihm diese Therapie angehen. Falls Interesse besteht, werde ich euch gerne meine Erfahren mitteilen.
Ja gerne! Aber bitte nicht nur hören was sie hören möchten! :wink:

Qwent

2412

Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von 2412 » 16. Januar 2010 13:45

Qwent hat geschrieben:Ich glaube das die wirklich Erfolgsquote von Frau Schütz unter 5 % liegen wird und die Quote derjenigen denen es nachher schlechter geht wie vorher deutlich höher liegen wird.
Davon kann man ausgehen, ja.


@ Kerstin:

Ich fürchte, deine Sehnsucht danach, dass dein Sohn das Stottern überwindet, blendet viele rationale Erwägungen aus. Du bist hier in einem Forum voller stotternder Menschen, die in der Regel viele Therapien hinter sich haben und nicht zuletzt deswegen auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Wir diskutieren hier nicht deswegen, weil wir eruieren wollen, wer von uns Recht hat, sondern um Menschen wie dir ein Bild davon zu geben, was man von Sabine Schütz erwarten darf. Du jedoch kündigst trotzig an, dass du deinen Sohn da anmelden wirst und wischst alle unsere Argumente beiseite. Du bist die Erziehungsberechtigte, du kannst das natürlich gerne so machen. Meine Mutter hat mich in meiner Kindheit von Therapie zu Therapie gezerrt, weil sie jedes Mal jemanden "kannte", dem diese und jene Therapie doch so "geholfen" habe. Ich persönlich plädiere dafür, dass in erster Linie Eltern stotternder Kinder eine Therapie machen. Eine Therapie, die ihnen die Augen öffnet, dass Stottern nicht heilbar ist und dass es völlig okay ist zu stottern. Besuche doch mal einen Bundeskongress der Stotterer-Selbsthilfe und du wirst allenthalben Führungskräfte, Ärzte, Juristen und Ingenieure antreffen, die stottern. Sie haben gelernt, damit umzugehen und sie haben gelernt, dass sie ein Leben lang Stotterer bleiben werden. Auch mit Stottern kann man ein schönes Leben führen. Doch genau das Gegenteil suggerierst du deinem Sohn, wenn du ihn an die Hand nimmst, ins Auto setzt und von Therapie zu Therapie eilst. Du machst ihm damit klar, dass er nicht stottern darf und dass es weg muss - um jeden Preis. So kann dein Sohn überhaupt nicht an seinem Selbstbild arbeiten und überhaupt nicht begreifen, dass es sinnvoller sein kann, das Stottern anzunehmen als dagegen ständig anzukämpfen.

Frau Schütz bietet - und das wird dir auch die BVSS sagen, wenn sie das ZDF-Video gesehen hat - keine seriöse Therapie an. Wir können uns gerne in einem Jahr darüber unterhalten, wie es deinem Sohn geht. Vielleicht bist du dann etwas einsichtiger.

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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Frankie » 16. Januar 2010 15:50

JonnyHell hat geschrieben:Eine Therapie, die ihnen die Augen öffnet, dass Stottern nicht heilbar ist und dass es völlig okay ist zu stottern.
Kurzer Einwand dazu: Kerstins Sohn ist erst 9 Jahre halt. Vor der Pubertät sind die Chancen recht gut, das Stottern dauerhaft zu verlieren, erst danach sollte man sich mit dem Gedanken vertraut machen, immer irgendwie damit zu tun zu haben.

Die Quote der vorpubertären Kinder, die ihr Stottern wieder verlieren, liegt übrigens auch bei ca. 80%. Wenn jemand also nur kleinere Kinder behandelt und dann eine Quote von 80% angibt, hat er zwar Recht, aber letztendlich nichts erreicht - diese Erfolgsquote hätte sich auch ohne Behandlung eingestellt.

Zurück zur Darstellung der Eltern: Ich kann zwar nachvollziehen, dass Eltern so empfinden, wie es in der Sendung gezeigt wurde, aber dies wurde als natürliche und zwangsläufige Reaktion auf das furchtbare Übel Stottern dargestellt. Es wurde suggeriert, dass man mit Stottern kein Abitur schafft, dass man sozial ausgeschlossen wird etc. etc. Für den 13-jährigen Jungen meinte der Sprecher sogar, es wäre vielleicht seine "letzte Chance". Kein Wort zur Beruhigung oder Information der Eltern, sondern nur Verstärkung der schon bestehenden Ängste. Diese Darstellung regt viele hier auf.

Es kann aber auch anders laufen: Einer meiner stotternden Bekannten, Anfang 40, spricht seit seiner Therapie vor 10 Jahren weiterhin fast immer äußerst flüssig, ist in der Selbsthilfe aktiv und gut informiert. Er hat drei Kinder, von denen eines zeitweise deutliche Unflüssigkeiten zeigt. Wie ist die Reaktion der Eltern darauf? Gelassen! Er meint, falls es sich manifestieren sollte, wäre das auch kein Problem, er weiß ja, wie man damit umgehen muss. In unflüssigen Phasen baut er selbst lockeres Pseudo-Stottern in sein Sprechen an und zeigt damit seinem Sohn, wie man damit umgehen kann. Er zeigt ihm auch, dass Stottern OK ist, dass er keine Angst haben muss und dass auch Mama und Papa keine Angst bekommen, wenn er mal wieder unflüssiger ist. Mir zeigt dies ganz klar: Information für Eltern ist am wichtigsten, erst dann kommt eine Therapie für das Kind. Verunsicherung der Eltern, damit eine Therapie bei einem ganz bestimmten Anbieter gebucht wird, ist unseriös.

Grüße,
Frank

2412

Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von 2412 » 16. Januar 2010 16:29

Frankie hat geschrieben:
JonnyHell hat geschrieben:Eine Therapie, die ihnen die Augen öffnet, dass Stottern nicht heilbar ist und dass es völlig okay ist zu stottern.
Kurzer Einwand dazu: Kerstins Sohn ist erst 9 Jahre halt. Vor der Pubertät sind die Chancen recht gut, das Stottern dauerhaft zu verlieren, erst danach sollte man sich mit dem Gedanken vertraut machen, immer irgendwie damit zu tun zu haben.
Ja, aber es bleibt leider dabei, dass Stottern nicht heilbar ist. Ob das Kind eine oder mehrere Therapien absolviert oder nicht, beeinflusst die Wahrscheinlichkeit nicht, ob das Kind das Stottern bis zur Pubertät, wie du ja schon sagst, verliert. Du hast natürlich Recht, dass man im Alter von 9 Jahren des Kindes sich noch nicht mit dem Stottern abfinden muss. Aber man sollte jedenfalls sich selbst als Elternteil darauf einstellen, dass es passieren könnte, dass es so bleibt.

Tine0674
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Tine0674 » 16. Januar 2010 18:26

Danke für die Antworten... :)

@ JonnyHell

Zunächst einmal kündige ich nicht trotzig an, meinen Sohn bei Sabine Schütz anzumelden. Ich habe gesagt, das ich es sehr schade finde wie sofort
der Beitrag im ZDF kritisiert wird. Das Eltern sich hilflos fühlen,ist in der Realität nun mal so. Ja, ich habe bereits während der stationären Sprachtherapien eine Therapie für mich gemacht und das war genau das Richtige ! Das sehe ich genauso...
Das aus Jonas ein so selbstbewusster Junge geworden ist, liegt sicherlich auch daran, das wir sein stottern angenommen und es früh entabuisiert haben.

Ich bin ganz gewiss nicht blauäugig und ich weiss sehr genau, das stottern nicht heilbar ist. Ich weiss auch, das ein hoher Prozentsatz an Kinder in der Pubertät das stottern wieder verlieren.

Ich habe nicht vor, Jonas von einer Therapie zur nächsten zu schleifen. Es ist sein großer Wunsch, vor der weiterführenden Schule im Sommer eine Stottertherapie zu machen. Ob da nun Sabine Schütz das Richtige ist...das weiss ich erst hinterher!

Vielleicht könntest Du mir einfach einige seriöse Therapien nennen....das wäre super! :)


Kerstin

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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Jaspis » 16. Januar 2010 19:00

Hallo Kerstin,
wenn Ihr für den Sommer eine Therapie anvisiert, wäre vielleicht auch dieses Sommercamp geeignet:
http://www.sommercamp-hessen.de/
Es wird von Susanne Cook (vormals Rosenberger) schon seit einigen Jahren durchgeführt. Sie arbeitet nach dem Van-Riper-Ansatz (Akzeptanz und Modifikation von Stottern) und ist eine innerhalb der BVSS anerkannte und von der Interdisziplinären Vereinigung der Stottertherapeuten (ivs) zertifzierte Therapeutin. Es gibt auch Nachsorgewochenenden oder man könnte ggflls. diese Art Therapie nach dem Camp zuhause bei einer/m ebenfalls von der ivs oder BVSS zertifizierten Therapeutin/en fortsetzen.

Gruß, Karen

Quax
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Re: DELPHIN Therapie Sabine Schütz

Beitrag von Quax » 16. Januar 2010 19:33

Tine 0674 hat geschrieben
Zunächst einmal kündige ich nicht trotzig an, meinen Sohn bei Sabine Schütz anzumelden. Ich habe gesagt, das ich es sehr schade finde wie sofort
der Beitrag im ZDF kritisiert wird.
Der Beitrag des ZDF war zu kritisieren, das wird dir nahezu jeder sagen, der sich halbwegs mit der Sache auskennt. Dass man aber natürlich trotzdem über Einzelheiten diskutieren kann, ist klar.

Jonny Hell wird dir wahrscheinlich die IKS-Therapie in Saarbrücken empfehlen, aber ich will ihm insofern nicht zuvor kommen. Außerdem weiß ich nicht, inwiefern VR schon für Kinder geeignet ist. Da ist er in der Tat besser informiert als ich.
Wenn du einen s.g. globalen Ansatz suchst, dann käme noch die KST in Kassel für euch in Frage, von der weiß ich sicher, dass sie Kinder-Kurse anbietet.

Wenn du weitere Fragen hast, schreib' mich / uns einfach an.

Viele Grüße

BERND :D :grinundwe: :mrgreen: :knuddel:
Zuletzt geändert von Quax am 16. Januar 2010 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

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