ROPANA®-Methode/Roland Pauli, Fragen, Antworten, Erfahrungen

Fragen, Erklärungen, allgemeine Diskussionen und Erfahrungsberichte zu bestimmten Therapiekonzepten (reine Sprechtechniken, Non-Avoidance-Ansatz, ...). Für eine professionelle Beratung wende Dich bitte an die Fachberatung
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Roland Pauli
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Mündliche Prüfung im Studium

Beitrag von Roland Pauli » 22. Dezember 2006 18:17

Heute erreichte mich eine E-Mail, die mich besonders freute:

Hallo lieber Roland!

Da zur Zeit praktisch jeden Abend etwas los ist, komme ich kaum zum Anrufen, deshalb wollte ich wenigstens eine kurze Mail schreiben. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein frohes und gesegnetes Fest und ein paar erholsame Tage!

Ich hatte am Montag meine letzte Uniprüfung. Es war eine mündliche Einzelprüfung, drei Prüfer, eine Stunde - also eine frühere Horrorsituation. Ich war aber gut vorbereitet und hatte keine Sprechangst. Auch wenn es dann wegen der Nervosität sprachlich nicht flüssig lief, konnte ich trotzdem ruhig bleiben und mein Wissen gut rüberbringen. Ich habe dann sogar eine 1,0 bekommen! Vor Ropana war so etwas für mich nicht vorstellbar.

Ich hoffe, wir können nach Weihnachten wieder einmal telefonieren.

Viele Grüße,
Thomas

Gast

Beitrag von Gast » 27. Dezember 2006 13:08

Schön, aber warum stellst du Reklame nicht auf deine eigene Homepage? :?

transit
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Beitrag von transit » 27. Dezember 2006 14:37

:roll: Cleverer wäre es wirklich gewesen, der Thomas hätte hier selbst geschrieben, oder ?

So offensive Werbung, Roland, .... auch wenn du vielleicht verständlicherweise spontan in großer Begeisterung gehandelt hast .... , das soll doch hier im Forum nicht so sein.

Könntest du daher an Thomas die Bitte weiterleiten, mal selbst einen Erfahrungsbericht hier zu schreiben ?

:wink:
isabel

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erfahrungen/ eindrücke ropana methode

Beitrag von matthias90 » 21. Januar 2007 17:43

:!: :!: :!:
Roland ich muss sagen, deine methode ist echt klasse!!!

Nachdem ich jetzt dieses seminar absolviert hab, fühl ich mich viel freier in meinem sprechen un kann schon erste kleinere erfolge feiern! :D

mir ist jedoch auch klar, dass ohne regelmäßiges Üben KEINE therapie anschlagen KANN!!! :wink: soll heissen: man MUSS auch noch in einem hohen trainingszustand üben üben üben....

ich kann JEDEM :!: v.a jugendlichem stotterer!!! diese methode "empfehlen" ,
da sich die vor- un nachbereitungen gut ins altagsleben übertragen lassen un man nicht extrem viel zeit auf diverse sprechübungben verwenden muss :!:

außerdem übt und"trainiert" man im seminar in einer lockeren atmosphäre ohne jeglichen erfolgszwang bzw. -druck!



... es ist nur so überraschend wie man mit 3 seminartagen einen solchen erfolg erzielen kann un dazu noch soooo einfach... mir ist es unbegreiflich wie ich 7en LANGE jahre lang nichts gegen mein stottern unternomen hab :?: :!: :idea: :wink:

ich wolt noch sagen,dass..

V:A die anderen seminarteilnehmer un auch roland zu dem sehr gelockerten und angenhemen arbeitsumfeld beitrugen :wink: :!:

MFG matthias
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Jugendlicher unter vielen Erwachsenen

Beitrag von Roland Pauli » 22. Januar 2007 12:29

Hallo Matthias,

jetzt bin ich doch etwas überrascht, dass Du vor allem Jugendlichen das Seminar empfiehlst, weil Du ja in diesem Seminar der einzigste Jugendliche warst.

Ich dachte schon, dass viele Gesprächsthemen aus der Berufs- und Erwachsenenwelt der anderen, die zwischen 38 und 67 Jahren waren, Dich gelangweilt haben könnten.

Herzlichst

Roland

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antwort^^

Beitrag von matthias90 » 22. Januar 2007 20:17

:D ach ist des herrlich :lol: ... metzger ,bäcker usw.geht ales einwandrei.....
auch bestellungen im lokal bring ich einwandfrei rüber :D nur die leitsätze auch in der schule anzuwenden gelingt mir noch nich so gut.... bei dem einem lehrer mehr bei dem einen weniger :? naja aber ich denk mal dass ich da noich viiiiiiiel erreichen kann durch vor- bzw nachberbeitungen :wink:

ja jetzt zum thema:
mag zwar sein, war vilt nicht immer grad gerade mein gesorächsthema aber geschadet hat es mir sicher nich :wink: und die ossi-wessi-witze war ja mehr eine deutsche-geschichtsstunde als spässle :)

nunja :wink: jetzt komm ich mal auf dem punkt :wink:

ich konnte von diesen drei tagen soviel mitnehmen, das ich im ersten moment für langweilig erachtet habe, was mir aber später im nachhinein für mein späteres leben als durchaus seeehr hilfreich erschien :!:

macht schon nen unterschied ob eine 68 jährighe renterin von ihrem leben erzählt oder en 16jähriger jungspund :wink:


MFG

matthias burkhardt :wink:
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ROPANA®-Methode Roland Pauli/ Fragen, Antworten, Erfahrungen

Beitrag von Roland Pauli » 25. Januar 2007 23:52

Auf Wunsch des Moderatoren-Teams können hier der Übersicht halber alle Fragen, Antworten, Stellungnahmen und Erfahrungsberichte zur ROPANA®-Methode gepostet werden.

Die Methode selbst ist hier beschrieben. Die zahlreichen Erfahrungsberichte auf meiner Homepage vermitteln einen Einblick in die Seminararbeit, wobei sich die Schwerpunkte immer an den Teilnehmern orientieren.

Mein früheres starke Stottern 1997 kann man hier sehen und zu hören.

1998 hatte ich in meiner Not die Grundzüge der Methode aus mentalen Traingsformen für Sportler entwickelt und später immer weiter verfeinert. Ich hatte das altbekannte Problem, therapeutische Elemente nur im Schonraum, aber leider kaum im Alltag einsetzen zu können. Nach ca. 11 Monaten war ich dann endlich auch im Alltag "überm Berg".

1999 stellte ich meine Methode zum ersten Mal auf dem Bundeskongress in München in Form eines Arbeitskreises vor, 2001 in Ghent/Belgien auf dem Weltkongress und seitdem in gut 50 Seminaren im deutschsprachigen Raum.

Inzwischen habe ich diese Methode auch an viele Logopäden weitergegeben, die damit ihr Therapieangebot erweitern konnten.

Ich wünsche uns allen einen fruchtbaren Gedankenaustausch, entweder hier im Forum oder auch per Telefon.

Herzlichst
Roland

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Beitrag von dosi » 26. Januar 2007 12:35

Lieber Roland!
Das ist mir doch schon ein Trost, daß Du anfangs auch nicht so perfekt im Alltag agiert hast. Wenn Du mehrere Monate gebraucht hast, um den Alltag zu bezwingen, muß ich mich nach einer Woche nicht verrückt machen. Aber ich bin ein wenig ungeduldig und mein Hang zum Perfektionismus macht es auch nicht leichter. Also mit meinen Kindern, meinen besten Freunden und lieben Anrufern kann ich das Gelernte gut anwenden. Aber auf Arbeit muß ich mich auf soviel Anderes konzentrieren und die Zeit drängt ganz entsetzlich. Da geht es noch so richtig schief. Aber ich bleib dran! Dosi
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

Wolf Schneider

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antwort^^

Beitrag von matthias90 » 26. Januar 2007 14:39

sodala :wink:
also bei freunden un daheim im kreis der familie kann ich schon gut sprechen und kann die methode gut anwenden
...nur im"beruf" soll heissen in der schule muss ich mich noch sehr anstregen un das gelingt mir noch nicht so gut...

un eines wurmt mich doch sehr:wink: ... beim bäcker bekom ich das wort DONUT nich raus.... naja muss mich hald noch mehr auf die 3 elemente besinnen^^

aber wie heist es so schön, es ist noch kein meister vom himel gefallen :D :wink:

mfg matthias
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Perfektionismus

Beitrag von Roland Pauli » 26. Januar 2007 15:15

Liebe Dosi,

Du hast schon viel erkannt: Perfektionismus macht es wirklich nicht leichter, sondern schwerer. Aber zum Glück hast Du ja nur einen Hang dazu.

Im Wikipedia findest Du unter Perfektionismus u.a.:

Perfektionisten gestehen sich selbst keine Fehler zu, überfordern sich selbst und streben nach Unmöglichem. Da das Unmögliche aber nicht erreichbar ist, empfinden sich Perfektionisten oft als Versager.

Unter Perfektionismus Leidende sind oft von der Realität enttäuscht, weil sie Vollkommenheit vermissen, diese Enttäuschung kann sich zu Wut, universellem gestaltlosem Ärger, Pedanterie, Misstrauen, Kontrollzwang, und im schlimmsten Fall zu Angsterscheinungen und Depressionen verdichten („Anankastische Persönlichkeitsstörung“, auch „Zwanghafte Persönlichkeitsstörung“, ICD-10, F60.5).

Das Streben, in allen Lebensbereichen perfekt zu sein, kann nach einer Zeit extremer Belastungen zum Bruch oder Burnout-Syndrom führen. Der Erfolgsdruck, dem sich Perfektionisten aussetzen, kann aber auch als großer Antrieb und als produktiv erlebt werden, macht Perfektionisten jedoch nicht erfolgreicher.

Produktivität und Arbeit werden über zwischenmenschliche Gefühle und Vergnügen gestellt, und in Fragen der Moral und Ethik wird eine übersteigerte Gewissenhaftigkeit und Starrheit vertreten.

Unentschlossenheit führt oft zum Aufschieben von aktuellen Entscheidungen. Details, Regeln, Kleinigkeiten und „letzte Optimierungen“ stehlen dem Perfektionisten Zeit und Energie und lassen ihn das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren.

Perfektionisten suchen keine Lösungen, sondern Lücken. Ein für Perfektionisten zutreffendes Sprichwort lautet „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“.

Kannst Du Dich noch an das Vorwort der Basis-Leitsätze erinern:

"Diese Basis-Leitsätze höre oder lese ich jeden Morgen und jeden Abend, um immer ruhiger sprechen zu können. Dadurch wird sich der Ablauf der einzelnen Schritte automatisieren, und mein Sprechen wird langfristig immer sicherer werden. Schwankungen sind völlig normal und gehören zu unserem Leben dazu.

In schwierigen Zeiten bieten diese Leitsätze ein tragfähiges Fundament, um wieder schnell zu einer hohen Flüssigkeit zurückkehren zu können. Wichtig für den langfristigen Erfolg ist vor allem das regelmäßige Üben und Dranbleiben.

Die gewünschten Fortschritte werden sich einstellen, wenn ich weniger auf mein momentanes Sprechergebnis sondern mehr auf das Einhalten der 3 Elemente achte. Die 3 Elemente sind die Pause, die Kühle und die Zeit."

Wenn Du Dich an die Fortgeschrittenen im Seminar erinnerst: auch die konnten anfangs nur in einfachen Situationen an die Elemente denken und sie einsetzen. Unter Zeitdruck ging da anfangs erst einmal gar nichts. Und Du hast selbst erlebt, wie fit inzwischen schon manche sind.

Es ist für das erste Seminar schon prima, wenn Du bei Deinen Kindern, Deinen besten Freunden und lieben Anrufern das Gelernte gut anwenden kannst. Mehr ist zu Beginn wirklich nicht drin.

In anspruchsvollen Situationen ist das Gehirn erst einmal wie leer geblasen, und das geht jedem so. Erst nach und nach gelingt der Transfer auch in solchen Situationen. Und auch wenn Du einmal noch so geübt sein solltest, kann sich immer wieder einmal das Stottern zurückmelden.

Aber zum Glück dann immer schwächer und seltener und damit lässt es sich prima leben.

Weiter sind in Wikipedia:
"Ursache des Perfektionismus ist der meist erziehungsbedingte Irrglaube, nur als fehlerlose Person geliebt zu werden und sich das Recht geliebt zu werden verdienen zu müssen. Geliebt wird ein Mensch jedoch nur für seine Menschlichkeit und für die zur Menschlichkeit gehörende Unzulänglichkeit, also für die liebenswerte menschliche Schwäche. Halbwegs fehlerlos sind nur Maschinen, die nicht geliebt, sondern genutzt werden."

Also ich kann mit einigen Unzulänglichkeiten meines Daseins gut leben und bin dankbar für alles was mir hier und da gut gelingt.

Dass Du etwas ungeduldig mit Deinem Sprechen bist, kann ich gut verstehen. Es ging mir früher auch nicht schnell genug, aus diesem blöden Stottern heraus zu kommen. Diese Ungeduld zeugt aber auch von einer guten Motivation, jetzt Nägel mit Köpfen machen zu wollen.

Es freut mich von Dir zu hören, dass Du dran bleiben willst. Einer meiner Lieblingsleitsätze ist: "Ich freue mich über kleine und große Fortschritte".

Und Dir wünsche ich noch viele kleine Fortschritte, denn die großen kommen dann von selbst.

Herzlichst
Roland

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Schule und Bäcker

Beitrag von Roland Pauli » 26. Januar 2007 15:25

Lieber Matthias,

prima, dass Du bei Freunden und daheim im Kreis der Familie schon gut sprechen und die Methode gut anwenden kannst. Da bist Du schneller als ich es je war. Aber Du bist ja erst 16 und ich war damals schon 47 :wink:

In der Schule und beim Bäcker wird es schon noch etwas dauern, das ist ganz normal. Aber durch geduldige Nachbereitungen hast Du gute Chancen, auch das noch hinzukriegen.

Viel Erfolg weiterhin.

Herzlichst

Roland
nobody is perfect :wink:

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Re: Perfektionismus

Beitrag von Ernst-Martin » 26. Januar 2007 19:05

rolandpauli hat geschrieben:
Liebe Dosi,

... zutreffendes Sprichwort lautet „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“.
Es ist für das erste Seminar schon prima, wenn Du bei Deinen Kindern, Deinen besten Freunden und lieben Anrufern das Gelernte gut anwenden kannst. Mehr ist zu Beginn wirklich nicht drin.


Herzlichst
Roland
Lieber Roland, Du Seminarleiter,
schöne und tröstende Worte hast Du für unsere Dosi gefunden, wirklich!
:lol:
Bitte, schön: Um die Ruhe beim Sprechen zu gewinnen, sag doch das o.a. Sprichwort einmal Dosis Chefin - nur umgekehrt .. dies wäre wohl ein bischen riskant und daher verstehe ich Dosi;
ich würde mich auch erst einmal um einen Kompromiss bemühen .... vorsichtshalber!

:oops:
Schön, daß Du einem Ropana-Thread zugestimmt hast - immerhin ein Anfang zu einem "Therapeuten-Ordner", der leichter zu finden ist ...
:wink:
Ernst-Martin,
der Lechgeist
--------------------------------
... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

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Ropana-Erfahrungsbericht

Beitrag von ThomasK » 2. Februar 2007 14:31

Hallo Forum,

ich bin der Thomas, von dem obige von Roland zitierte Mail stammt. Hier aufgrund der Nachfrage ein paar Sätze zu Ropana.

Warum Roland nach dem Veröffentlichen meiner Mail wegen "offensiver Werbung" kritisiert wurde, kann ich nicht ganz nachvollziehen: schließlich war die Mail echt, und von einem "echten Betroffenen" :wink:

OK, los geht's:

Im Juni 2004 war ich auf meinem ersten Ropana-Seminar mit Roland, im nächsten Jahr auf einem weiteren. Ich bin, um das vorwegzunehmen, von der Methode begeistert und arbeite immer noch damit. Ich muss aber nur noch recht selten überhaupt etwas machen, denn in den meisten Situationen ist meine Sprechflüssigkeit und - wichtiger - innere Ruhe so hoch, dass ich dazu keinen Anlass mehr sehe. Es gibt durchaus verbliebene Problemsituationen, in denen es nicht so gut läuft. Da fehlt mir die Konsequenz beim Üben, aber auch das hat einen eigentlich guten Grund: das Stottern in diesen Situationen macht mir dank der durch Ropana gewonnenen Souveränität einfach weniger aus.

Meine Gedanken zur Ropana-Methode und meine Erfahrungen in diesem ersten Seminar habe ich recht ausführlich damals in einem anderen Forum beschrieben: http://forum.sprachheilpaedagogik.de/vi ... 9195b03686

Das kann ich alles auch heute noch bestätigen. Da es sicher viele interessiert, schreibe ich noch einen Absatz zum Thema Üben und Fortschritt:

In der ersten Zeit habe ich recht intensiv zuhause geübt, d.h. regelmäßig die Leitsätze gelesen und - schon etwas weniger konsequent - nachbereitet. Bei der Nachbereitung habe ich mir am Anfang den Kopf darüber zerbrochen, wie ich mir die gestotterten Sätze aus dem Alltag möglichst wörtlich merken kann. Bald habe ich aber bemerkt, dass das nicht entscheidend ist, sondern die Situation an sich und das Gefühl, das ich dabei hatte, entscheidend sind, denn sie sind die Stressauslöser (oder eben nicht). Mit ihnen muss man also das ruhige, richtige Sprechen beim Üben verknüpfen.

Die ersten Erfolge haben sich sofort eingestellt, allerdings in leichten Situationen, wo ich keinen Stress gefühlt habe. Bei den nächstschwierigeren Sprechsituationen hat sich in den ersten Wochen wenig getan, aber Roland hatte uns erklärt, dass damit zu rechnen sei und da ich beim Üben ein gutes Gefühl hatte, habe ich weitergemacht. Tatsächlich kamen dann mit der Zeit immer mehr Situationen hinzu, in denen es immer besser lief. Den Fortschritt habe ich als langsam, aber stetig wahrgenommen. Heute stottere ich nur bei wenigen Sprechsituationen "richtig" (d.h. abgesehen von kleinen Hängern und Verzögerungen), beispielsweise bei schwierigen Telefonaten, und auch das kann ich fast immer vermeiden, wenn ich mir genügend Zeit zur Vorbereitung lasse.

Besonders hilfreich war für mich in den fast drei Jahren seitdem immer auch Roland selbst, das möchte ich hier gerne ausdrücklich festhalten. Er ist immer hilfsbereit und hat ein offenes Ohr, und erzählt auch gerne selbst von seinen Erfahrungen. Oft habe ich ihn vor einer schwierigen Prüfung angerufen und und frisches Selbstvertrauen getankt.

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Beitrag von Lämmchen » 26. Februar 2007 10:16

Hallo zusammen,

ich war dieses Wochenende auf einem Ropana Seminar und möchte ein wenig davon berichten.
:D

Logisch, dass die Angst vorm Sprechen bei vielen Stotternden die Symptomatik verschlechtert. Durch das Sprechen der Leitsätze aber, wurde mir diese Angst mehr und mehr genommen. Nun muss ich sagen, dass ich kein starkter Stotterer bin, jedoch gibt es Situationen, in denen ich kein einziges Wort herausbekomme. Durch das Üben der Leitsätze, wurde ich auch innerlich ruhiger und entspannter. Das flüssige Sprechen war einfach nicht mehr so anstrengend wie zuvor. Ich verkrampfte mich in der Situation gar nicht mehr. Das war einfach ein tolles Erlebnis. Jedoch muss ich sagen, dass wie erwähnt, meine Symptomatik nicht so stark ist, jedoch ist mein Stottern im Kopf immer vorhanden. Ich muss immer daran denken, wie ich den nächsten Satz oder das nächste Wort flüssig sprechen kann. Wenn ich aber die Leitsätze spreche, werde ich ruhiger und gelassener, und es klappt einfach besser.

Ich freute mich auch, dass unsere Gruppe so nett und unsere Gespräche so locker und interessant waren.

Ich kann mir auch für die Zukunft vorstellen, nocheinmal solch ein Seminar zu besuchen, da es mir viel gebracht hat.

lg Claudia

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Beitrag von Heiko Bräuer » 26. Februar 2007 12:44

Sphinxis hat geschrieben: Logisch, dass die Angst vorm Sprechen bei vielen Stotternden die Symptomatik verschlechtert. Durch das Sprechen der Leitsätze aber, wurde mir diese Angst mehr und mehr genommen. [...] Durch das Üben der Leitsätze, wurde ich auch innerlich ruhiger und entspannter. Das flüssige Sprechen war einfach nicht mehr so anstrengend wie zuvor. Ich verkrampfte mich in der Situation gar nicht mehr. Das war einfach ein tolles Erlebnis. Jedoch muss ich sagen, dass wie erwähnt, meine Symptomatik nicht so stark ist, jedoch ist mein Stottern im Kopf immer vorhanden. Ich muss immer daran denken, wie ich den nächsten Satz oder das nächste Wort flüssig sprechen kann. Wenn ich aber die Leitsätze spreche, werde ich ruhiger und gelassener, und es klappt einfach besser.

Ich freute mich auch, dass unsere Gruppe so nett und unsere Gespräche so locker und interessant waren.

Ich kann mir auch für die Zukunft vorstellen, nocheinmal solch ein Seminar zu besuchen, da es mir viel gebracht hat.

lg Claudia
Hallo Claudia oder auch Roland,

leider kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum man durch das sprechen dieser Leitsätze seine Angst verlieren soll?
Dabei ist auch verwunderlich warum man eine Angst vor Sprechen hat, denn dies kann man ja eventuell mit der Angst vor dem Stottern gleichsetzen....
Das man dadurch ruhiger und entspannter wird kann ich noch ganz gut nachvollziehen, aber nicht das man dadurch seine Angst verliert. Ich denke eher mal das man seine Angst nur verliert wenn man sich den Situationen stellt, in dennen man Angst hat. Oder denkst du es hilft wenn ich mir einrede, dass ich keine Angst vor Spinnen hab und dann aber immernoch Angst habe eine solche anzufassen?

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