Ich stottere nicht mehr!!!!

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corniglio
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Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von corniglio » 31. August 2014 19:03

Nachdem ich bereits 200 Stunden Logopädie absolviert habe - auch bei auf Stottern spezialisierten Therapeuten - war ich es so leid, immer nur mäßige Erfolge verbuchen zu können, sodass ich bei eigenen Recherchen auf ein Institut in HH stieß, das mir Techniken vermittelte die dazu führten, dass ich nun GAR NICHT MEHR stottere. Natürlich ist diese Therapie mit Kosten verbunden, die keine Krankenkasse übernimmt. Aber ich für mich wage zu behaupten, dass das die beste Investition in mich selber gewesen ist, die ich jemals getätigt habe. Das Leben ist soviel lebenswerter geworden; ich glaube, jeder der stottert, weiß wovon ich nun FLÜSSIG sprechen kann ;-)

In diesem Zusammenhang frage ich mich, weshalb mir die bvss diesen Tipp nicht gegeben hat, sondern mir lediglich Adressen o. g. Logopäden genannt hat?
UND:
Warum zahlt eigentlich keine Krankenkasse diese Therapie wohl aber die immensen Kosten für die Logopädie?

Sucr4m
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Re: Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von Sucr4m » 31. August 2014 21:23

Zwei Gründe:
1. Norddeutsche sind nunmal die Übermenschen.
2. Die transnationale Logopädiemafia will es so.

corniglio
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Re: Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von corniglio » 31. August 2014 22:52

Ich erwarte nur seriösere Antworten - keinen geistigen Dünnsch...

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Torsten
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Re: Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von Torsten » 1. September 2014 11:34

Hi corniglio,

schön, dass Du nicht mehr stotterst. Für die Leser und Leserinnen in diesem Forum wäre natürlich interessant zu wissen, bei wem Du diese tolle Therapie gemacht hat. Hat das Institut eine Internetseite?

Außerdem würde mich interessieren: Was wurden dort für Methoden angewnandt, die das Stottern anscheinend so effektiv beseitigen? Wendest Du jetzt noch eine Methode an, oder redest Du spontan drauflos, und es tritt einfach kein Stottern mehr auf?

Die Antwort auf deine Frage, warum die BVSS dieses Institut nicht empfohlen hat und warum die Krankenkasse die Behandlung nicht bezahlt, ist einfach: Weil nur die etablierten und als wissenschaftlich gesichert geltenden Therapien empfohlen bzw. bezahlt werden. Das Institut, bei dem Du warst, zählt offenbar nicht dazu - was aber nicht zwangsläufig gegen dieses Institut spricht. Neue Methoden haben es am Anfang meistens schwer, Anerkennung zu finden.

Gruß, Torsten
www.stottertheorie.de

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Re: Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von corniglio » 1. September 2014 16:23

Hallo Thorsten,

das Institut heißt swt und hat den Sitz in Hamburg. Durch die Aktivierung des Zwerchfells, ist das Stottern bei mir ganz weg… Diese Methode ist beim besten Willen nicht neu, sondern bspw. bei Schauspielern zur Stimmbildung Gang und Gäbe und angewendet, lässt sie einen flüssig sprechen!!! Vorbei sind die lästigen und überflüssigen Besuche bei Logopäden!!!

Es ist wirklich jedem zu empfehlen, und das schreibe ich nicht, weil ich dafür Vergünstigungen bekomme, sondern weil ich und mein persönliches Umfeld vom Erfolg überzeugt bin.

Viele Grüße, Rainer

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Re: Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von T_homas » 1. September 2014 18:18

Zumindest scheint es bei SWT schnell zu gehen mit den Kursen,wird wohl daran liegen,dass die Kosten keiner trägt.Woanders sind Wartezeiten bis 2 Jahre schon Normalität. :grrr:
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

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Re: Ich stottere nicht mehr!!!!

Beitrag von Mark90 » 8. September 2014 01:24

Schön von dir zu hören das du nicht mehr stotterst.
Aber eines Vorweg, stottern ist leider nicht "heilbar", sondern lediglich therapierbar (Linderung). Also bleib am Ball und verfolg das gelernte. Übung macht den Meister ;-)

Und ja, soweit ich diesen Therapie-Ansatz im groben überflogen habe, kann dir zustimmen das ein Stotter-Therapie-Ansatz der sich auf den Zusammenhang von Atmung, Sprechen und Stimmbildung bezieht durchaus hilfreich sein kann. Sogar der Punkt mit dem Schauspieltraining kommt mir persönlich sehr bekannt vor. Meine letzteTherapie hatte sich stark auf meine Atmung und Artikulation konzentriert und meine Logopädin hatte dabei immer wieder Elemente eingbracht die sie aus der Zusammenarbeit mit Schauspielern kennt. Keine Ahnung nach welchem System das war, van-Ripper war es zumindestens nicht, auch wenn ich damit gute Erfahrungen habe. Mir aber hat es auf jeden fall sehr geholfen. Aber nicht jeder Therapie-Ansatz hilft jeden gleich gut. Der Erfolg einer Therapie hängt sicherlich von vielen Faktoren ab.

Logopäden und deren Therapieansätze würde ich aber mitnichten verallgemeinert als "lästig und überflüssig" bezeichnen, vor allem da meine Therapeutin auch eine von den Krankenkassen anerkannte Logopädin ist und auch auf diese Techniken zurückgegriffen hat.

Allgemein wenn ich so darüber nachdenke und gerade auf den Wikipedia-Eintrag der "Schlaffhorst und Andersen-Methode" gestoßen bin, ist dieser Hamburger Ansatz auch nicht wirklich neu und scheinbar durchaus auch unter Logopäden ein bekannter und verbreiteter Ansatz (bitte an die Experten im Forum, korrigiert mich wenn ich falsch liege!). Zumindenstens wird er durch Krankenkassen gezahlt, WENN eine entsprechend Ausbildung nachgewiesen werden kann! Was meiner Meinung nach auch gut so ist. Aus meiner Selbsthilfegruppe sowie hier aus dem Forum weiß ich aber ebenso auch das es scheinbar den ein oder anderen unseriösen Wunderheiler gibt. Nicht ohne Grund benötigt es um sich Logopäde nennen zu dürfen eine staatlich anerkannte Ausbildung.

Ich will keineswegs über die Leute und dieses Institut urteilen, das möchte und kann ich mir nicht anmaßen, aber keiner der auf deren Website angegeben Personen ist ausgebildeter Sprachtherapeut/Logopäde. Auch scheinen die Verantwortlichen eine sehr kritische Meinung zu den geläufigen Therapieformen der Logopäden zu haben, obwohl ihr Ansatz scheinbar stark von Schlaffhorst und Andersen beeinflusst wurde.

Wenn es hilft, perfekt! Dann hat es seinen Zweck erfüllt. Ich wünsche dir das Beste, dass es auch zukünftig weiterhin hilft und du am Ball bleibst.

Aber ich sage dir 1.700 Euro für ein 10-tätiges Seminar, das nicht einmal die Krankekasse bezahlt, ist verdammt viel Geld. Vor allem dann wenn man das Geld mir "frustrierten" Patienten und "verzweifelten" Eltern verdient und dabei alle anderen Ansätze als mehr oder weniger erfolglos darstellt und den eigene als einzig zielführenden (siehe deren Website).


Beste Grüße
Mark

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