Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

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T_homas
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von T_homas » 2. Januar 2015 16:37

Ein Logopäde ist kein Arzt.

Um Letzteres zu erreichen,reicht es nicht,mal so mir nichts dir nichts für ein paar Jahre die Schulbank zu drücken.
Ich glaub mitm schlechten Hauptschulabschluss zur Logopädieschule zu gehen,ist da einfacher

Deswegen gehe ich bei einem schlechten Zahnarztresultat zu einem anderen Zahnarzt,Graduierte müssen schon was mehr aufm Kasten haben,da werf ich nicht gleich die Flinte ins Korn und behandle meine Zähne selbst.

Natürlich pauschalisiere ich damit nicht,ich kann mich aber mit meinem Facharbeiter auch nicht mit einem Chirurgen gleichsetzen.
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AndreasStarke
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von AndreasStarke » 2. Januar 2015 17:32

T_homas hat geschrieben:Ein Logopäde ist kein Arzt.
Wohl wahr!
T_homas hat geschrieben:Um Letzteres zu erreichen,reicht es nicht,mal so mir nichts dir nichts für ein paar Jahre die Schulbank zu drücken.
Ich glaub mitm schlechten Hauptschulabschluss zur Logopädieschule zu gehen,ist da einfacher.
Nun mal langsam. Ich habe selbst als Lehrlogopäde gearbeitet, Prüfungen abgenommen und ein Aufnahmeverfahren entwickelt und durchgeführt. Das eine kann ich Dir sagen: Bewerber mit einem schlechten Hauptschulabschluss hatten wir keine dabei. Die haben es nicht einmal versucht, weil es von vornherein völlig klar war, dass sie keine Chance hatten. Ich weiß auch, dass die ganz überwiegende Mehrheit der "Logopädieschüler" Abitur hatten, ein mittlerer Schulabschluss war schon die Ausnahme. Die Entscheidung, die Logopädieausbildung als Ausbildung und nicht als Studium zu konzipieren, war übrigens eine politische. Anders als die Amerikaner, die das duale Ausbildungssystem (Arbeit im Betrieb und Berufschule parallel) nicht in dem Maße kennen wie wir, hatten sich die Deutschen noch nicht entschieden, viele Berufe zu "verakademisieren". Das hat sich mit dem Bologna-Prozess (Umformung der Studiengänge in Bachelor- und Masterstudiengänge) ganz verändert. Jedenfalls 1980 war es so, dass man (1) möglichst viele Berufe für Haupt- und Realschüler offenhalten wollte und (2) die fertigen Logopäden und andere sog. Heilmittelerbringer nicht als Hochschulabsolventen bezahlen wollte. Die zuständigen Ärzte (Phoniater) klagten schon: "Der Dr.-Log. ist der Tod der Phoniatie." Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Jetzt jedenfalls gibt es viele Bachelor-Studiengänge an allen möglichen Hochschulen und viele Kollegen sind inzwischen Professoren mit entsprechender Forschungstätigkeit.

Es ist aber richtig, und das werde ich auch nie bestreiten, dass in der Logopädenausbildung die Störung Stottern keine angemessene Rolle spielt. Das ist seit 1980, als ich in Amerika war, schon besser geworden, von Null angefangen konnte es nur besser werden. Die Suche nach einer kompetenten Stottertherapeutin ist also ein Glücksspiel geblieben. Wie immer in solch problematischen Entscheidungssituationen, in denen Zufall eine große Rolle spielt, schlage ich folgende Faustregel vor: Man mache nur eine Therapie bei jemandem, der/die nach eigener Aussage (1) besonderes Interesse an der Behandlung von Stottern hat und (2) Erfahrungen mit der Behandlung hat. Damit verbessert man die Trefferrate wahrscheinlich schon wesentlich. Man müsste also noch weitere Kriterien heranziehen. Ich schlage vor: (A) Befragung von Experten (ein solcher könnte schon der verordnende Arzt sein, aber er ist es meistens nicht), (B) Befragung von früheren Teilnehmern, (C) Beratung durch die BVSS, (D) Auswertung von Beiträgen in Foren, wie z.B. diesem. Auch das öffentliche Auftreten, z.B. durch Websites kann man heranziehen. Häufig kann man Unsinn dort schon erkennen. Leider können das viele Interessenten aber nicht. Fernsehauftritte stellen eine eher negative Auslese dar, leicht erkennbar an übertriebenen Versprechungen wie z.B. "80 Prozent aller Teilnehmer geheilt!" Näheres dazu hier:
http://www.andreasstarke.de/heilbar.html
T_homas hat geschrieben:Deswegen gehe ich bei einem schlechten Zahnarztresultat zu einem anderen Zahnarzt,Graduierte müssen schon was mehr aufm Kasten haben,da werf ich nicht gleich die Flinte ins Korn und behandle meine Zähne selbst.
Das Beispiel war schon ein bisschen steil gewählt nach dem Motto: Übertreibung macht anschaulich. Aber die Idee wäre in vielen anderen Fällen dieselbe: Schlechte Erfahrungen sollten kein Grund sein, die ganze Leistung in Frage zu stellen. Das gilt für Urlaubsreisen ebenso wie für die Partnerwahl, im Grunde für alle Käufe von Produkten und Dienstleistungen. Eine unglückliche Urlaubsreise oder Partnerwahl kann ja kein Grund sein, nie mehr in Urlaub zu fahren oder die Partnersuche völlig einzustellen. Manche tun das ja, aber ob man so glücklich wird ... Du kannst ja mal im Stillen überlegen, was das für die Lösung des Problems Stottern heißt.
T_homas hat geschrieben:Natürlich pauschalisiere ich damit nicht,ich kann mich aber mit meinem Facharbeiter auch nicht mit einem Chirurgen gleichsetzen.
Du pauschalisierst damit nicht? Mit was? Jedenfalls bin ich mir mit meiner tüchtigen und kompetenten Zahnärztin einig, dass ihre Tätigkeit im Wesentlichen eine handwerkliche (vergleichbar mit Feinmechanik) ist. Ärzte erzählen sich folgenden Witz: Was ist der Unterschied zwischen einem Chirurgen, einem Internisten und einem Psychiater? Ganz einfach. Der Chirurg weiß nichts, kann aber alles. Der Internist weiß alles, kann aber nichts. Und der Psychiater: weiß nichts, kann nichts. Jedenfalls ist ein Logopäde näher am Psychiater als am Chirurgen oder Internisten. (Den letzten Satz bitte ich nur im Zusammenhang zu zitieren.)
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Steffen-2 » 2. Januar 2015 20:35

AndreasStarke hat geschrieben:Wenn Du nun schreibst, dass Du "so ein Van-Riper-Treffen trotzdem mal besuchen könntest" kann ich das wirklich nicht verstehen. Wo anders könntest Du so viele zutreffende Informationen über eine bestimmte Therapie (nämlich meine) oder Therapierichtung erhalten, als bei einem solchen Treffen?
ch möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich eigentlich auf der Suche bin nach etwas anderem, nämlich einer Alternative zur Logopädie. Daher bitte ich um Verständis, wenn ich zurückhaltend reagiere, wenn man mir jetzt doch wieder was logopädisches empfiehlt. Die Überschrift zu dem Thread heißt: "Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?" Und dass sie bei mir und vielen anderen nicht mehr hilft, setze ich dabei jetzt einfach als gegeben voraus.

Ich habe Verständnis, wenn du deinen Berufsstand verteidigst, aber bitte versteh du auch mich, dass ich nach so vielen Enttäuschungen mein Vertrauen in die Logopädie so gut wie verloren habe. Ich habe schon viel Zeit, Arbeit und auch Geld in die Logopädie investiert. Wer garantiert mir, dass es ausgerechnet beim nächsten Mal funktioniert, dass sich die Investitionen irgendwann auszahlen? Das kannst du nicht und das kann keiner!

Ich versuche, trotzdem so offen und unvoreingenommen wie möglich zu sein. Ich kann und will es aber nicht mehr nicht akzeptieren, dass die Logopädie ein "Monopol" auf die Behandlung des Stotterns für sich beansprucht. Du schreibst ja selbst, dass die Behandlung von Stotternden in der Logopädenausbildung Stottern keine angemessene Rolle spielt, damit bestätigt du ja genau meine These!

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Mut » 2. Januar 2015 21:31

Um die Therapie zu beurteilen muss ich sie erst einmal absolvieren.

Ich möchte das haben , was ich noch nie hatte deswegen mache ich was , was ich noch nie gemacht habe. Ich werde alles für den Erfolg geben und üben so viel ich kann.

Natürlich ist eine intensive Therapie kein selbstverständliches Qualitätsmerkmal. Aber ich finde es etwas voreilig zu sagen "wenn man etwas schlechtes intensiv macht, wird es dadurch auch nicht besser". Es ist zwar die Wahrheit aber ich erwarte von einem praktizierenden Logopäden hier positive Aussagen.

Wiegesagt ich war zwei Monate lang 1 Stunde/Woche bei einer Logopädin und es brachte mir keinen langfristigen Erfolg. Die Übungen fand ich gut, aber einfach viel zu wenig. Sie hat das sehr gut und verständlich erklärt. Aber was bringt es wenn man es bei der Sitzung übt übt und übt , nach Hause kommt und ins alte Sprechmuster zurückfällt. Aus diesem Grund hab ich mich nach einer intensiveren Therapie umgesehen und, ich hoffe auch mit Erfolg, gefunden.

Ich habe nie gesagt dass ich die Therapieform , die ich machen werde, schon kenne. Im Gegenteil weil ich sowas noch nicht kenne, versuche ich diesen Weg. Meine Motivation war nicht allein Gareth Gates, sondern die Videos von Leuten die das McGuire Programm gemacht haben. Leute, die wesentlich mehr stottern als ich, erzielen wahnsinnige Ergebnisse. Dass es kurz nach oder während der Therapie sehr flüssig geht und das "normal" ist , weiß ich selber. Trotzdem war es für mich Motivation pur!

Gruß

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von T_homas » 3. Januar 2015 00:49

Post war Mist,deswegen gelöscht. §xlol
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Frankie » 3. Januar 2015 17:30

Hallo Steffen,

ich habe bei Hartmut Zückner meine Therapie gemacht und kann dir daher sicher sagen, wenn die Logopädin nur die Prolongation mit dir gemacht hat, war dies Unsinn. Die Prolongation ist nur ein Baustein eines längeren Therapieprogramms nach Van Riper, das im Wesentlichen der Intensivtherapie von Andreas Starke ähnelt. Ohne alle Bausteine durchlaufen zu haben, am besten im Rahmen einer Intensiv-Gruppentherapie, wird man mit der Prolongation alleine wohl selten langfristige Erfolge erzielen können. Am wichtigsten ist dabei die Phase der Desensibilisierung, bei der die negativen Gefühle (Angst, Scham) im Zusammenhang mit dem Stottern abgebaut werden. Ohne erfolgreiche Desensibilisierung klappen auch auch die besten Sprechtechniken nicht. Daher würde ich die Logopädie nicht generell verteufeln - und Del Ferro schon gar nicht zur seriösen Logopädie zählen.

Grüße
Frank

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Steffen-2 » 4. Januar 2015 00:20

Die Prolongation war nicht das einzige Element in meiner letzten Therapie, vielleicht habe ich das etwas verkürzt dargestellt. Es begann mit Pseudostottern, dann kam Zeitlupensprechen und dann erst die eigentliche Prolongation.

Die Desensibilisierung haben wir nebenbei immer mal wieder eingeschoben, indem ich z.B. aus dem Therapieraum nach draußen telefoniert habe. Ich bin mit meiner Therapeutin auch oft genug in die Stadt zum Einkaufen gegangen, eben das übliche Progamm, das man aus allen Stotterherapien kennt. Meine Therapeutin hat z.B. auch extra fremde Personen in den Therapieraum geholt, mit denen ich dann spontan ein Gespräch führen musste. Es gab also in jedem Fall Übungen zur Desensibiliserung. Das klappte auch immer wunderbar und nahezu perfekt. Aber eben nur, solange meine Therapeutin daneben stand. Wenn ich die gleichen Übungen für mich alleine mache (Einkaufen, Telefonieren usw.) fällt es mir noch heute oft genauso schwer wie vor der Therapie.

Das meinte ich auch mit den "zwei Welten": Wenn die Therapeutin dabei ist und mir Sicherheit gibt, kann ich sprachlich praktisch alles, wenn ich für mich alleine in Alltagssituationen gehe, dann kann ich oft überhaupt nichts davon umsetzen. Ich kann es mir wirklich nicht erklären, wo da der Halken an der Sache liegen könnte. :roll:

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Jaspis » 4. Januar 2015 18:42

Steffen-2 hat geschrieben:Das meinte ich auch mit den "zwei Welten": Wenn die Therapeutin dabei ist und mir Sicherheit gibt, kann ich sprachlich praktisch alles, wenn ich für mich alleine in Alltagssituationen gehe, dann kann ich oft überhaupt nichts davon umsetzen. Ich kann es mir wirklich nicht erklären, wo da der Haken an der Sache liegen könnte. :roll:
Hallo Steffen,
spontan würde ich dazu sagen: unterschiedliche Einstellungen und Erwartungen.
Wenn Du mit der Therapeutin unterwegs warst/bist, gehst Du da auch Deine ganz realen Aufgaben an? Oder sind das nur Übungsaufgaben? Bei denen es Dir, salopp gesagt, egal sein kann, was dabei herauskommt? War die Therapeutin auch mal bei Situationen dabei, die wirklich wichtig für Dich sind?
Es sind ja wirklich 2 Welten, und mit der Therapeutin übt man meist nur in der einen Welt, im Schonraum. Ein Schonraum kann sehr nützlich sein, weil man überhaupt mal zum Üben kommt. Aber der Transfer in die reale Welt fällt vielen sehr schwer.
Ich selbst war nie bei wöchentlichen Therapiestunden, ich habe mehrmals an Wochenendseminaren teilgenommen. Da baut sich auch ein Schonraum auf, aber durch das lange Zusammensein geht es auch schon in die Realität hinein.
Ich habe irgendwann angefangen, wenn ich in einem Schonraum sehr gut gesprochen habe, genau in mich hineinzuspüren, was denn da anders in meinen Einstellungen und Gefühlen ist. Meist habe ich mir in einer Übungssituation weniger Gedanken über den Inhalt und meine Wirkung auf andere gemacht und ich habe mich mehr auf das eigentliche Sprechen konzentriert, ohne gleichzeitige Bewertung meiner Wirkung und meines "Erfolges". Ich habe dann versucht, diese Einstellungen und Gefühle auch in realen Situationen zu reproduzieren. Für mich war das der Transfer von Schonraum in die Realität. Das ging nicht von heute auf morgen und ich habe das wirklich geübt. Eigentlich ist das wie eine Desensibilisierung. Aber nicht gegen die Reaktionen anderer, sondern gegen mich selbst, gegen meine eigenen Gedanken und Reaktionen während des Stotterns.

Bist Du noch bei der Therapeutin und könntest die Situationen mit ihr noch mal genau beleuchten? Oder kannst Du Dich in die stattgefundenen Situationen noch mal hineinversetzen und so vielleicht Deine innere Einstellung während der erfolgreichen Übungsstunden herausfinden?

Auf die eigentliche Frage "Was tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?" ist meine Antwort: Psychologie. Ich denke sogar, erst zum Psychologen, dann zum Logopäden. Um die Veränderungen, die zum stotterfreien Sprechen nötig sind, überhaupt zu ermöglichen. Denn die Veränderungen können nur in einem selbst stattfinden. Und das schüttelt man nicht mal so eben aus dem Ärmel.

Gruß, Jaspis!

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Frankie » 4. Januar 2015 19:09

Hallo Steffen,

[quote="Steffen-2"Wenn ich die gleichen Übungen für mich alleine mache (Einkaufen, Telefonieren usw.) fällt es mir noch heute oft genauso schwer wie vor der Therapie.
[/quote]

Kannst du sagen, warum es im normalen Alltag nicht klappt? Woran es liegt, dass du die Techniken nicht anwenden kannst?

Grüße
Frank

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Steffen-2 » 4. Januar 2015 19:35

Hallo Jaspis,

das sind sehr interessante Überlegungen von dir, vielen Dank dafür!
Jaspis hat geschrieben:Wenn Du mit der Therapeutin unterwegs warst/bist, gehst Du da auch Deine ganz realen Aufgaben an? Oder sind das nur Übungsaufgaben? Bei denen es Dir, salopp gesagt, egal sein kann, was dabei herauskommt? War die Therapeutin auch mal bei Situationen dabei, die wirklich wichtig für Dich sind?
Wir haben durchaus darauf geachtet, die Therapie so gut wie möglich in mein reales Leben zu integrieren. Ich habe z.B. aus der Sprechstunde heraus Arzttermine abgemacht oder auch mal einen Handwerkertermin, also alles Dinge, die sich so oder so hätte machen müssen. Wir sind auch zusammen zum Einkaufen gegangen, wo immer sich das anbot.

Darüber hinaus war es aber schwierig, in realen Situationen zu üben, denn meine Therapeutin kann mich ja nicht - überspitzt gesagt - an die Hand nehmen und mich durch mein ganzes Leben begleiten, an den Arbeitsplatz, zu meiner Familie oder sonstwo hin. Mag sein, dass sich in stationären Therapien mehr Übungsmöglichkeiten ergeben, aber einer ambulanten Therapie sind da naturgemäß schnell Grenzen gesetzt, da kann ich den Tranfser in den Alltag schlussendlich nur allein bewältigen. Dieses DIlemma hat auch meine Therapeutin so gesehen.
Jaspis hat geschrieben:Ich habe irgendwann angefangen, wenn ich in einem Schonraum sehr gut gesprochen habe, genau in mich hineinzuspüren, was denn da anders in meinen Einstellungen und Gefühlen ist. Meist habe ich mir in einer Übungssituation weniger Gedanken über den Inhalt und meine Wirkung auf andere gemacht und ich habe mich mehr auf das eigentliche Sprechen konzentriert, ohne gleichzeitige Bewertung meiner Wirkung und meines "Erfolges". Ich habe dann versucht, diese Einstellungen und Gefühle auch in realen Situationen zu reproduzieren. Für mich war das der Transfer von Schonraum in die Realität. Das ging nicht von heute auf morgen und ich habe das wirklich geübt. Eigentlich ist das wie eine Desensibilisierung. Aber nicht gegen die Reaktionen anderer, sondern gegen mich selbst, gegen meine eigenen Gedanken und Reaktionen während des Stotterns.
Das hört sich sehr nachvollziehbar und ich sehe es für mich mittlerweise genauso: Vielleicht ist das keine Frage bloßen, rein repetativen Übens, sondern eine Frage der inneren Einstellung und Selbtsicherheit, mit der man an solche Situationen rangeht.
Jaspis hat geschrieben:Auf die eigentliche Frage "Was tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?" ist meine Antwort: Psychologie. Ich denke sogar, erst zum Psychologen, dann zum Logopäden. Um die Veränderungen, die zum stotterfreien Sprechen nötig sind, überhaupt zu ermöglichen. Denn die Veränderungen können nur in einem selbst stattfinden. Und das schüttelt man nicht mal so eben aus dem Ärmel.
Danke, dass du das so offen anspricht. Ich habe vor kurzem tatsächlich eine Psychotherapie angefangen, aber nicht wegen Stottern, sondern wegen anderer Probleme, die ich hier nicht öffentlich machen möchte. Von daher werde ich mich jetzt sowieso erstmal mit voller Kraft auf die Psychotherapie konzentrieren, aber das Thema Stottern möchte ich trotzdem nicht aus den Augen verlieren.

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Steffen-2 » 4. Januar 2015 20:05

Frankie hat geschrieben:Kannst du sagen, warum es im normalen Alltag nicht klappt? Woran es liegt, dass du die Techniken nicht anwenden kannst?
Ja, dazu habe ich duchaus Vermutungen. Bin mir aber noch nicht sicher, ob und wie ich das hier öffentlich thematisieren möchte, denn ich müsste dazu über zu viele "wunde Punkte" sprechen.

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Roland Pauli » 5. Januar 2015 00:08

Steffen-2 hat geschrieben: Aber eben nur, solange meine Therapeutin daneben stand. Wenn ich die gleichen Übungen für mich alleine mache (Einkaufen, Telefonieren usw.) fällt es mir noch heute oft genauso schwer wie vor der Therapie.

Das meinte ich auch mit den "zwei Welten": Wenn die Therapeutin dabei ist und mir Sicherheit gibt, kann ich sprachlich praktisch alles, wenn ich für mich alleine in Alltagssituationen gehe, dann kann ich oft überhaupt nichts davon umsetzen. Ich kann es mir wirklich nicht erklären, wo da der Halken an der Sache liegen könnte. :roll:
Hallo Seffen-2,

wenn du schreibst: "Wenn die Therapeutin dabei ist und mir Sicherheit gibt, kann ich sprachlich praktisch alles...

Jetzt wäre der nächste Schritt in meinen Augen, dir selbst die Sicherheit zu geben. Ich hatte das so praktiziert, dass ich selbständig erst einmal sehr leichte Aufgaben gewählt hatte, an denen ich allerdings anfangs auch immer wieder gescheitert bin. Also machte ich nach den Situationen für mich allein zuhause Nachbereitungen. Ich vertiefte mich gedanklich noch einmal in eine Situation, die nicht wunschgemäß verlaufen war und sprach die gestotterten Passagen so oft ruhig und geduldig vor mich hin, bis ich ein gutes Gefühl hatte. Dann nahm ich mir vor, beim nächsten Mal in der gleichen Art und Weise zu sprechen.

Da ging es etwas besser, aber immer noch nicht so, wie ich es erhofft hatte. Also machte ich wieder meine Nachbereitung und nahm mir vor, beim nächsten Mal mich mit meinen Leitsätzen mental gut vorzubereiten, bevor ich wieder in so eine Situation ging. Durch die kleinen Verbesserungen hatte ich dann weniger Versagensängste und meine Sprechzuversicht nahm allmählich zu. Auch mein Minderwertigkeitsgefühl wegen meines Stotterns wurde merklich weniger.

Es war ein Prozess über Monate, aber ich bin froh, diese Zeit durchgehalten zu haben.

Sprechängste oder Versagensängste abzubauen geht leider weder schnell noch geradlinig, und ich erlebe bei meinen Seminarteilnehmern immer wieder die gleichen großen Schwankungen wie früher bei mir selbst.

Viel Erfolg bei deinen Unternehmungen.

Roland

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von paul.dest » 5. Januar 2015 21:12

Hallo Steffen,

Ich lese bei diesem Thread von Anfang an mit und finde Deine Schilderungen höchst interessant. Allerdings bin ich mir an manchen Stellen nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehe. Zum Beispiel schreibst Du zum einen:
Steffen-2 hat geschrieben:Es sind bei mir immer zwei grundverschiedene Welten, die sich gegenüber stehen: In therapeutischen Situationen kann ich praktisch mühelos sprechen, da brauche ich die Prolongation nicht.
Verstehe ich das "praktisch mühelos ... brauche ich die Prolongation nicht" richtig, dass in therapeutischen Situationen praktisch keine Sprechhindernisse in Deinem Sprechen auftauchen?

Zum anderen zählst Du die therapeutischen Situationen (unter anderem) wie folgt auf:
Steffen-2 hat geschrieben:Ich habe z.B. aus der Sprechstunde heraus Arzttermine abgemacht oder auch mal einen Handwerkertermin, also alles Dinge, die sich so oder so hätte machen müssen. Wir sind auch zusammen zum Einkaufen gegangen, wo immer sich das anbot.
In allen diesen therapeutischen Situationen hast Du praktisch nicht gestottert? Auch keine Sprechhindernisse erlebt?

Deine folgende Ratlosigkeit wundert mich nicht, denn sie basiert auf einem Missverständnis, was Desensibilisierung sein soll:
Steffen-2 hat geschrieben:Ich würde mich selbst nicht als jemanden bezeichnen, der Sprechsituationen gezielt meidet, aber selbst bei Arbeitskollegen oder meiner eigenen Familie (Eltern, Geschwister) stottere ich oft noch sehr stark, obwohl das ja Menschen sind, die schon viele Jahre kenne und die mir eigentlich bestens vertraut sind. Trotzdem ist auch da bis heute keine Desensibiliserung eingetreten. Ich bin da wirklich ratlos, warum diese Übertragung in den Alltag bei mir nur so unzureichend gelingt.
Desensibilisiert-sein heißt nicht, dass man nicht stottert. Desensibilisiert-sein heißt, ...

...

-----------------

Der vollständige Inhalt dieses Beitrages ist ab jetzt nur noch unter http://www.stottern-verstehen.de verfügbar.
Zuletzt geändert von paul.dest am 5. Dezember 2016 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
http://stottern-verstehen.de

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von AndreasStarke » 6. Januar 2015 16:23

Steffen-2 hat geschrieben:Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich eigentlich auf der Suche bin nach etwas anderem, nämlich einer Alternative zur Logopädie. Daher bitte ich um Verständis, wenn ich zurückhaltend reagiere, wenn man mir jetzt doch wieder was logopädisches empfiehlt. Die Überschrift zu dem Thread heißt: "Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?" Und dass sie bei mir und vielen anderen nicht mehr hilft, setze ich dabei jetzt einfach als gegeben voraus.
Ja, natürlich. Aber, wie Du siehst, habe ich die Voraussetzung Deiner Frage "... wenn Logopädie nicht mehr hilft?" schon nicht akzeptiert. Wenn jemand fragt: "Was kann ich tun, wenn der Mond viereckig ist?" kann ich ja auch Stellung nehmen zu der Frage, ob der Fragesteller ein Wahrnehmungsproblem hat, denn der Mond ist tatsächlich nicht viereckig, oder?
Steffen-2 hat geschrieben:Ich habe Verständnis, wenn du deinen Berufsstand verteidigst, aber bitte versteh du auch mich, dass ich nach so vielen Enttäuschungen mein Vertrauen in die Logopädie so gut wie verloren habe. Ich habe schon viel Zeit, Arbeit und auch Geld in die Logopädie investiert. Wer garantiert mir, dass es ausgerechnet beim nächsten Mal funktioniert, dass sich die Investitionen irgendwann auszahlen? Das kannst du nicht und das kann keiner!
Es geht nicht darum, ob ich meinen Berufsstand verteidige, das tue nicht natürlich gerne, aber nicht um jeden Preis. Die Frage ist ja, ob Du das Vertrauen zurecht verloren hast, oder ob Du nicht einfach nur Pech gehabt hast. Wenn Du "nur Pech" gehabt hast, ist das natürlich eine Schande für den Berufsstand der Logopäden. Und es kann ja auch sein, dass viele Logopäd/inn/en Stottern nicht behandeln können. Aber man kann doch das Prinzip des "Fitnesstrainings" bezüglich der gesundheitsfördernden Wirkung nicht in Frage stellen, wenn man ein paar Mal an einen inkompetenden Trainer geraten ist. D.h., und das gilt universell, dass man die Bwertung einer Maßnahme trennen muss von den Personen, die diese Maßnahme vermitteln / betreiben. Da bleibt dem Hilfesuchenden nichts anderes übrig, als auf die Suche zu gehen nach, in diesem Falle einer/m Therapeutin/in, die das, was sie tut, tatsächlich beherrscht, soll heißen, gut kann. Man müsste sich dann Gedanken machen, wie man bei dieser Suche vorgeht. Die Nutzung von Informationen von Leuten, die in einer gleichen Lage sind oder waren, halte ich dabei für unverzichtbar.
Steffen-2 hat geschrieben:Ich versuche, trotzdem so offen und unvoreingenommen wie möglich zu sein. Ich kann und will es aber nicht mehr nicht akzeptieren, dass die Logopädie ein "Monopol" auf die Behandlung des Stotterns für sich beansprucht. Du schreibst ja selbst, dass die Behandlung von Stotternden in der Logopädenausbildung Stottern keine angemessene Rolle spielt, damit bestätigt du ja genau meine These!
Das mit dem "Monopol" halte ich auch für fragwürdig. Man könnte mit derselben Berechtigung "nicht akzeptieren", dass Fitnesstraining für eine nützliche Maßnahme zur körperlichen Ertüchtigung anzusehen ist. Das ist doch nur ein Streit um Begriffe. Selbstverständlich kann man alles, was zur körperlichen Ertüchtigung beiträgt, ob man jetzt (ohne Ortsveränderung) auf einem Laufband unterwegs ist oder (mit Ortsveränderung) durch den Wald trabt, als "Fitnesstraining" bezeichnen. Das ist sogar ein sehr guter Vergleich, weil natürlich jede/r Stottertherapeut/in aus einer Vielzahl von Quellen schöpft. So gut wie jede/r Logopädin/e weiß, dass zu einer wirksamen Stottertherapie (1) gewisse Übungen gehören über deren genaue Form damit noch nichts gesagt ist. Dazu gehören auch (2) die Verbesserung gewisser emotionaler Probleme, insbesondere das, was oft für "Sprechangst" bezeichnet wird, tatsächlich aber eine "Stotterangst" (Angst vor dem Stottern) ist. Damit schließe ich nicht aus, dass in einzelnen Fällen sogar nur (1) oder nur (2) ausreicht. Aber das zu beurteilen, ist dann eben Sache einer/s sachverständigen erfahrenen Therapeutin/en.

Nach wirklichen Alternativen zur Logopädie wirst Du lange suchen müssen. Ich halte "die Logopädie" für die erste Wahl, weil das Fach als eine Kombination aus Linguistik, Psychotherapie und Medizin konzipiert ist und somit weite Bereiche, die für die Behandlung des Stotterns wichtig sind / sein könnten, umfasst, besser als das bei anderen Berufen der Fall ist.

Eine auf den ersten Blick wirklich alternative Methode wäre das Rhetoriktraining, das der Amerikaner Michael Williams anbietet. Ein Video findest Du unter
https://www.youtube.com/user/StartSpeakingAhora
Das wirst Du vielleicht akzeptieren, weil es nicht unter "Logopädie" (amerikanisch: Speech-Language Pathology) läuft. Ich halte diesen Ansatz natürlich nicht für so hoffnungslos wie Homöopathie, Meditationsübungen, Chiropraktik, Bachblüten, Hypsose und was es da sonst noch alles gibt. Michael Williams bietet ein Rhetoriktraining an und hofft (mit einiger Berechtigung), dass sich die Fähigkeit, öffentlich gut zu sprechen auf die Sprechflüssigkeit im normalen Gespräch und bei anderen Gelegenheiten überträgt. Aber das könnte ein/e Logopädin/e natürlich auch machen. Ich weiß auch von einigen Kolleg/inn/en, die in diesem Bereich tätig sind.
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Steffen-2 » 6. Januar 2015 22:43

paul.dest hat geschrieben:Verstehe ich das "praktisch mühelos ... brauche ich die Prolongation nicht" richtig, dass in therapeutischen Situationen praktisch keine Sprechhindernisse in Deinem Sprechen auftauchen?
paul.dest hat geschrieben:n allen diesen therapeutischen Situationen hast Du praktisch nicht gestottert? Auch keine Sprechhindernisse erlebt?
Ja, genauso ist es: Wenn ich mit meiner Therapeutin allein bin oder wenn sie mit mir z.B. zum Einkaufen geht, dann stottere praktisch überhaupt nicht. Es entstehen gar keine Stotterereigneisse, an denne ich die Prolongation anmwenden könnte oder müsste. Da muss ich schon zum Pseudostottern greifen, um überhaupt mal prolongieren zu können. Therapeutische Situationen (wenn meine Therapeutin dabei ist) sind für mich eigentlich nur langweilig und überhaupt keine Herauforderung mehr, das ist es ja.

Wenn meine Therapeutin nicht dabei und ich mich allen möglichen Alltagsituation selbst behaupten muss, dann ist es wieder das totale Gegenteil: Ich bemühe mich, die Prolongationstechniken so gut und so oft wie mögich anwenden, aber es schnürt mir - im wahrsten Sinn des Wortes - regelrecht die Kehle zu und ich werde unsagbar nervös, da hilft mir die Prolongation nicht im geringsten!

Deshalb hat auch meine Therapeutin zum Schluss kaum noch Möglichkeiten gesehen, mir helfen, weil die Problem ja in ihrem Beisein nie auftauchen, sondern nur dann, wenn sie nicht dabei ist.
paul.dest hat geschrieben:Warum machst Du die Prolongation, wie sie Dir von der Logopädin gezeigt worden ist, nicht in Gesprächssituationen mit Deinen Geschwistern?
Wie eben gesagt: Es gelingt mir einfach nicht, die Prolongation im Alltag anzuwenden, ich spüre denn nur noch Beklemmung und dass es mir die Kehle zuschnürt, ohne das ich etwas dagegen tun kann, einfach nur totale Hilflosigkeit.

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