Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

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Steffen-2
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Steffen-2 » 3. Oktober 2015 19:59

PetraS hat geschrieben:Hallo Steffen,
hast du schon mal eine SHG besucht?
Auch das kann sehr viele neue Impulse geben, wie man mit dem Stottern besser klar kommen kann.
Zum einen liest du nicht nur über andere Stotternde - wie hier im Forum - sondern du erlebst die Personen mit ihrem Stottern, was ihre Aussagen authentischer macht.
Und wenn es so eine SHG in deiner näheren Umgebung nicht gibt, dann kann man auch mit anderen Betroffenen Hangouts machen oder skypen.
Wir wollten ohnehin mal anregen, solch eine Möglichkeit öffentlich für dieses Forum anzubieten!
Gruß
Petra
(auf dem Weg zum BuKo)
Hallo Petra,

an den Besuch einer SHG hatte ich auch schon gedacht. Bislang ist das immer daran gescheitert, dass ich nach Hamburg (dort gibt es die nächste Gruppe) gut eine Stunde Fahrtzeit habe. Dazu kommt, dass ich innerhalb der Woche immer gut mit Terminen ausgelastet bin, so dass ich schwer für mich ist, noch neue regelmäßige Verpflichtungen einzugehen. Ich bin z.B.schon in einer ganz anderen Selsthilfebewegung aktiv, die nichts mit Stottern zu tun hat.
Von daher hat es wirklich nichts mit Vermeidungsverhalten zu tun, wenn ich sage, dass ich nicht mehr allzu viel Kapazitäten für was neues frei habe. Ich hab das Thema aber trotzdem noch auf dem Schirm.

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PetraS
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von PetraS » 4. Oktober 2015 00:01

Hallo Steffen,
Steffen-2 hat geschrieben: Hallo Petra,
an den Besuch einer SHG hatte ich auch schon gedacht. Bislang ist das immer daran gescheitert, dass ich nach Hamburg (dort gibt es die nächste Gruppe) gut eine Stunde Fahrtzeit habe.
Eine SHG verpflichtet nicht zu einem Besuch, sie kann aber hilfreich sein, wenn man mal das Bedürfnis hat, sich mit anderen auszutauschen. Daher kann man ja ruhig mal reinschnuppern und kann unverbindlich kommen oder auch nicht.
Ich habe die Hamburger Leute hier auf dem BuKo gerade kennen gelernt. Sehr interessante und nette Leute!
Gruß
Petra

soeren22
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von soeren22 » 14. Oktober 2015 06:33

Hallo Freunde,

ich hatte vor kurzem einen Therapieansatz gepostet und da ich diese Therapie nun vollendet habe möchte ich gerne davon berichten.
Der Therapieansatz nennt sich Dynamic Stuttering Therapy und sieht das Stottern nicht als Problem sondern eher als Symptom eines anderen Problemes. Sehr vereinfacht ausgedrückt hat ein 'Stotterer' zuviel Kontrolle über das Sprechen und deswegen stottert er. Das Problem besteht in der Art und Weise wie Sprache gebildet wird. Dynmaic Stuttering Therapy zeigt dir den 'richtigen' Weg wie Sprache gebildet wird. Ich sehe mich nicht mehr als 'Stotterer' wie ich das über 22 Jahre getan habe, sondern vielmehr als eine Person die manchmal zuviel Kontrolle über seine Sprache hat. Mir wurde keine Technik beigebracht welche ich in heiklen Situationen anwende kann, sonder vielmehr wurde mir 'beigebracht' automatisch und ohne den kleinsten Funken Anstrengung zu reden. Du brauchst keine Kontrolle, sondern vielmehr genau das Gegenteil. Wenn du bereit bist dich auf einen anderen Therapieansatz einzulassen, welcher übrigens nicht neu ist, und nachgewiesen zum Erfolg führt, kann ich dir diese Therapie nur ans Herz legen. Du solltest dir bewusst sein das du in der Therapie keine Techniken lernst, welche du anwenden musst sondern vielmehr musst du bereit sein von der Kontrolle abzulassen.

Gehe den Weg. Es lohnt sich.
Viel Erfolg mein Freund.

Hier der Link zur Therapie: http://stutteringonlinetherapy.com/therapy/

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Torsten
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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Torsten » 14. Oktober 2015 08:11

Hallo Soeren,

das klingt ja wie Reklame. Schön, dass dir die Therapie geholfen hat.Aber lass uns ein wenig mehr erfahren!

Es war eine Online-Therapie, nicht wahr? Und vermutlich auf Englisch – oder? Wer hat dich bahandelt – Barbara Dahm selbst? Wie schwer hattest du vor der Therapie gestottert, und wie ist dein Sprechen jetzt – ist das Stottern komplett weg?

Gruß, Torsten
www.stottertheorie.de

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Re: Was kann man tun, wenn Logopädie nicht mehr hilft?

Beitrag von Zypresse » 27. Februar 2016 21:46

:D Tiere waren für mich immer die besseren Therapeuten.Ein Hund,der mir die Angst vor den Menschen nahm,Pferde machten mich stark und eine jetzt zugelaufene Katze bringt mich zur Ruhe, wenn ich wütend bin und meine Gefühle in mir verstecke.-Zypresse,die allen stotternden Kindern einen Hund an die Seite wünscht!

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