Welche Stottertherapie?

Fragen, Erklärungen, allgemeine Diskussionen und Erfahrungsberichte zu bestimmten Therapiekonzepten (reine Sprechtechniken, Non-Avoidance-Ansatz, ...). Für eine professionelle Beratung wende Dich bitte an die Fachberatung
Antworten
Alexx
neu
neu
Beiträge: 1
Registriert: 23. April 2015 19:43

Welche Stottertherapie?

Beitrag von Alexx » 23. April 2015 20:30

Hallo ihr lieben,

bin neu hier und würde mich gern kurz vorstellen.

bin 29 Jahre alt und leide seid ca. 13 Jahren an den fesseln des Stotterns. wobei ich dazu sagen muss das es bei mir sicher nicht ganz so schlimm ausgeprägt ist wie bei manch anderen. ich kann teilweise schon flüssig sprechen nur wenn es darum geht längere geschichten zu erzählen oder vortäge zu halten werde ich nervös, da die angst vor dem "hängen bleiben" mein ständiger begleiter ist, und fange an zu Stottern. Mein ehemaliger Psychologe meinte einmal, das ich kein Stotterer im herkömmlichen sinne sei, da ich eigl. sprechen könnte und nur mein vertrauen in das Sprechen verloren hätte.
Aufjedenfall hab ich nun beschlossen was dagegen zu unternehmen!

Die Frage ist nun, welche Therapie ist für mich die geeignet bzw. welche ist die beste?
im Netz bin ich auf das DelFerro Institut und die Kasseler Stottertherapie gestossen, wobei das sicher nur die Spitze des Eisberges ist.
wäre nett wenn Ihr eure erfahrung mit mir teilen würdet :-)





Welche Therapie

Benutzeravatar
Roland Pauli
kompetent
kompetent
Beiträge: 393
Registriert: 15. August 2006 12:00
PLZ: 91058
Ort: Erlangen-Tennenlohe
BVSS-Mitglied: ja
Kontaktdaten:

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von Roland Pauli » 23. April 2015 20:37

Alexx hat geschrieben:...Mein ehemaliger Psychologe meinte einmal, das ich kein Stotterer im herkömmlichen sinne sei, da ich eigl. sprechen könnte und nur mein vertrauen in das Sprechen verloren hätte.
Aufjedenfall hab ich nun beschlossen was dagegen zu unternehmen!

Welche Therapie
Hallo Alexx,

wenn du längere flüssige Phasen hast, könnte gerade der mentale Ansatz gut für dich geeignet sein.
Das Konzept findest du hier beschrieben:

http://www.ropana.de/seite1.htm

Liebe Grüße

Roland

paul.dest
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1163
Registriert: 3. Mai 2010 22:36
Kontaktdaten:

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von paul.dest » 23. April 2015 22:25

Hallo Alexx,
Alexx hat geschrieben:ich kann teilweise schon flüssig sprechen nur wenn es darum geht längere geschichten zu erzählen oder vortäge zu halten werde ich nervös, da die angst vor dem "hängen bleiben" mein ständiger begleiter ist, und fange an zu Stottern. Mein ehemaliger Psychologe meinte einmal, das ich kein Stotterer im herkömmlichen sinne sei, da ich eigl. sprechen könnte und nur mein vertrauen in das Sprechen verloren hätte.
:-) Wenn Dein Psychologe das wirklich gemeint hat, dann hat er leider keine Ahnung von Stottern.
Denn ein Stottern, bei dem man permanent nicht sprechen könne, gibt es gar nicht.

Du schreibst, Du bist 29 und leidest seit ca. 13 Jahren an Stottern. Demnach hat dieses Leiden im Alter von 16 Jahren angefangen. Es macht es einfacher zu verstehen, worin Dein Leiden genau besteht, wenn Du beschreiben könntest, was ab diesem Zeitpunkt, wo dieses Leiden angefangen hat, anders wurde als es zuvor war.

Wenn Du davon ausgehst, dass Dein Problem nur im mangelndem "Vertrauen in das Sprechen" besteht - und das allein hat mit Stottern nichts zu tun - , dann empfehle ich Dir einen der vielen Toastmasters Clubs. Es wird bestimmt auch einen in Deiner Nähe geben. ...

...

-----------------

Der vollständige Inhalt dieses Beitrages ist ab jetzt nur noch unter http://www.stottern-verstehen.de verfügbar.
Zuletzt geändert von paul.dest am 5. Dezember 2016 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
http://stottern-verstehen.de

777
angekommen
angekommen
Beiträge: 25
Registriert: 9. März 2015 16:05

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von 777 » 1. Mai 2015 21:28

paul.dest hat geschrieben:
Im Falle des Stotterns ist es wichtig, nur solche Logopäden in Anspruch zu nehmen, die wirklich was von Stottern verstehen.
Und wonach wird das beurteilt? Woran mag man das als Nicht-Logopäde vorher erkennen?

paul.dest
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1163
Registriert: 3. Mai 2010 22:36
Kontaktdaten:

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von paul.dest » 3. Mai 2015 08:31

777 hat geschrieben:
paul.dest hat geschrieben:
Im Falle des Stotterns ist es wichtig, nur solche Logopäden in Anspruch zu nehmen, die wirklich was von Stottern verstehen.
Und wonach wird das beurteilt? Woran mag man das als Nicht-Logopäde vorher erkennen?
Hallo 777,

Für einen Laien ist das manchmal in der Tat nicht einfach zu erkennen.

Für einen stotternden Laien wiederum etwas einfacher: der stotternde Laie hat den meisten Logopäden die persönliche Erfahrung des Stotterns voraus, da die meisten Logopäden ja Nichtstotterer sind. Wenn der Logopäde auf meine Schilderung hin, dass ich beim ganz lauten Reden oder Schreien, nicht stottere, mir als Therapie vorschlägt, ich könnte/sollte in einen Wald gehen und dort so lange schreien, bis sich mein Stottern vielleicht "ausgeschrien" hat, dann weiß man auch als Laie, dass der Logopäde nicht wirklich wissen kann, wovon er spricht. Insbesondere dann, wenn der Logopäde die vom Stotternden (in dem Fall: von mir) vorgeschlagenen Maßnahmen abwehrt, die Sitzungsgespräche auf ein Diktiergerät aufzuzeichnen, damit ich später anhand der Aufnahmen hoffentlich nachvollziehen kann, an welchen Stellen ich stottere. Das sind Momente, wo man einfach nur seine Überweisung in die Hand nehmen und die Praxis möglichst schnell verlassen sollte.

...

-----------------

Der vollständige Inhalt dieses Beitrages ist ab jetzt nur noch unter http://www.stottern-verstehen.de verfügbar.
Zuletzt geändert von paul.dest am 5. Dezember 2016 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
http://stottern-verstehen.de

Benutzeravatar
Aprilhexa
entdeckend
entdeckend
Beiträge: 8
Registriert: 3. Mai 2015 10:45
Ort: Rüdesheim

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von Aprilhexa » 4. Mai 2015 18:45

Hallo, auch ich bin auf der Suche nach einer gescheiten Therapie.

Meine letzte Logopädin machte mich nach, Gesichtszucken, um zu demonstrieren wie das aussieht. Da bin ich nie wieder hin. Gebracht hat es mir die Therapie dort nicht viel. Sprechübungen wurden keine gemacht. Auch keine Tipps, außer Entspannungsübungen und Osteopathie.

Ich werde mal meinen Hausarzt nach der Ropana-Methode fragen. Diese Methode ist mir sofort sympatisch. Ich fange gleich an. Ach, es ist schön, dass Ruder wieder in der Hand zu haben.

Meine Hängestellen sind Anfangsbuchstaben mit a (a-a-andere), oder Larry z.B. geht gar nicht-oh, Lu-lu-lutscher und der blödeste Hänger aller Zeiten: Sau-sau-saudi Arabien. Die haben gelacht, ich kanns ihnen nicht verübeln, aber ich fands weniger lustig!

Benutzeravatar
PetraS
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1114
Registriert: 9. November 2013 19:45
Ort: Wesseling (Nähe Köln)
BVSS-Mitglied: ja

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von PetraS » 4. Mai 2015 19:01

Hallo Aprilhexa,
bevor du deinen Hausarzt fragst, der vermutlich keinen blassen Schimmer hat, weil die meisten Hausärzte nicht viel von Stottern und Stottertherapien wissen; der Initiator der von dir benannten Methode ist Teilnehmer dieses Forums. Schreib ihn doch lieber als PN an.
Gruß
Petra

777
angekommen
angekommen
Beiträge: 25
Registriert: 9. März 2015 16:05

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von 777 » 10. Mai 2015 12:42

Generell ist ja auch eher der HNO-Arzt und nicht der Hausarzt für Stottern zuständig. Zumindest musste ich immer dort meine Heilmittelverordnungen holen, mein Hausarzt durfte und konnte da gar nichts machen.

paul.dest, danke für die Erklärungen. Ich würde aber mal sagen, dass es durchaus auch geeignete Logopäden gibt, die nicht auf der Liste zu finden sind, die nicht "klassisch" vorgehen und trotzdem viel Ahnung haben.

Benutzeravatar
T_homas
kompetent
kompetent
Beiträge: 269
Registriert: 9. Januar 2010 20:12
BVSS-Mitglied: nein

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von T_homas » 10. Mai 2015 12:53

Das ist eine Budget- oder Kulanzfrage.
Mein Hausarzt stellt mir alles aus,selbst Antidepressiva und die gehen richtig ins Geld,obwohl sein Budget dafür,im Gegensatz zum Psychiater,begrenzter ist.
Hat man einen guten Hausarzt,ist das alles kein Problem.
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

777
angekommen
angekommen
Beiträge: 25
Registriert: 9. März 2015 16:05

Re: Welche Stottertherapie?

Beitrag von 777 » 16. Mai 2015 21:37

Bei meiner Heilmittelverordnung war ein Hörtest zwingend notwendig und ich denke eigentlich, dass das der normale Fall ist. Hausärzte führen ja normalerweise keinen Hörtest durch?
Aber wenn es klappt, ist es ja gut. Hast dich ja hoffentlich informiert, was man für eine Verordnung braucht. Ist nicht wie ein normales Rezept.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste