Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

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BeateK
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Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von BeateK » 31. Oktober 2017 16:18

Hallo zusammen!

Ich bin Beate Köhler, 34 Jahre alt und lebe in Hamburg. Ich bin begeisterte Chemikerin, verreise gerne in nahe und ferne Länder und mag es zu fotografieren. Ich liebe ich es, Reden zu halten, zu präsentieren, neue Leute kennenzulernen - und ich stottere. :)

25 Jahre lang hat das Stottern über mein Leben bestimmt. Es hat bestimmt, was ich sage und wen ich treffe, dass ich nicht telefoniere, sondern E-Mails schreibe und oft konnte ich nicht zeigen, wer ich wirklich bin. Ich war sehr oft darauf angewiesen, dass jemand anderes für mich spricht, weil ich so schlimme Blockaden hatte. Hatte ich einen Block, ging nichts mehr. Ich verkrampfte am ganzen Körper, wurde rot und kämpfte mit meinem ganzen Körper gegen das Stottern an. In einigen Situationen war ich flüssig, aber darauf konnte ich mich nie verlassen. Auf mein Stottern dagegen konnte ich zählen, wenn es drauf ankam.

Ich hab niemals ohne Zettel und Stift das Haus verlassen, denn ich wollte vorbereitet sein für den Fall, dass ein Wort trotz größter Anstrengung einfach nicht über meine Lippen kommen wollte.
Was ich vermeiden konnte, habe ich vermieden. Ich habe alles daran gesetzt, den Vortrag an der Uni nicht halten zu müssen und habe dafür tonnenweise Zusatzarbeit in Kauf genommen. Ich bin nicht zur Geburtstagsfeier meiner Freundin gegangen, weil ich mich in Gesellschaft nicht nur unwohl gefühlt habe, sondern Angst davor hatte, angesprochen zu werden. Nicht weil mein Umfeld mit meinem Stottern nicht klar gekommen wäre... ich wollte einfach nicht in dieser Situation sein. Meine größte Angst von allen war es aber, Englisch zu sprechen.

Nach jeder geglückten Vermeidung fühlte ich mich erleichtert und miserabel zur gleichen Zeit: Es bedeutete nämlich, dass ich nicht das Leben gelebt habe, dass ich wirklich wollte. Ich bin mir sicher, dass ich mit diesen Gefühlen und Strategien hier nicht alleine bin.

Glücklicherweise gab es immer Menschen in meinem Leben, die hinter dem Stottern, das in mir so viel Raum eingenommen hat, den Menschen gesehen haben! Das hat mir Kraft gegeben.

Es gibt in Deutschland so viele Therapiemöglichkeiten und ich denke, dass jeder das finden kann, das zu ihm (oder ihr :) ) passt. Das finde ich großartig. Für mich ist es das McGuire-Programm und ich möchte meine Erfahrung gerne mit euch teilen.

Das McGuire-Programm ist ein internationales Programm von Menschen, die stottern, für Menschen, die stottern und es kombiniert physische und mentale Strategien gegen das Stottern zu einem ganzheitlichen Ansatz. Weltweit gibt es mehrere Tausend Mitglieder und es gibt ein riesiges - und wie ich finde phantastisches, weltweites Supportnetzwerk. Jeder, der im Programm involviert ist, stottert selbst und weiß aus eigener Erfahrung was es bedeutet, Kontrolle über das Stottern zu erlangen. Der Gründer Dave McGuire, alle Kursleiter, alle Coaches, alle anderen Mitglieder - alle sind Menschen die stottern und alle arbeiten gemeinsam an den Zielen "Kontrolle über das Stottern" und daran ein artikuliert klingender und eloquenter "Redner" zu werden.

Das Stottern ist so individuell wie die Menschen selbst und doch verbindet uns alle doch unheimlich viel.
Das Stottern verbindet uns, weil wir mehr oder weniger ein ähnliches Leben führen und durch gemeinsame/ähnliche Erfahrungen so viel Verständnis für den anderen aufbringen können. Was ich gelernt habe ist: zusammen sind wir stark und können so viel von einander lernen.

Seit Juli 2015 bin ich Mitglied im McGuire-Programm und mein Leben hat sich verändert. Ich bin nicht "geheilt", aber ich habe mein Stottern unter Kontrolle und es nimmt bei weitem nicht mehr so viel Raum ein wie früher. Es ist jetzt wieder Platz für mich selbst und ich kann/konnte zu dem Menschen werden, der ich wirklich bin :-) Ich kann in allen Situationen sagen, was ich gerne möchte und ich kann genauso klingen, wie ich es gerne möchte. Und ich entdecke neue Seiten an mir, die ich vorher nicht kannte.

Ich wusste nicht, dass ich es liebe, neue Menschen kennenzulernen, und auch nicht dass ich gerne Reden halte! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es mal eine Zeit geben wird, in der ich all das tun kann, wovon ich nicht mal zu träumen gewagt habe, weil ich mich befreit vom Stottern fühle. Mithilfe des McGuire-Programms und den tollen Menschen, die das McGuire-Programm sind, habe ich mir die Kontrolle über mein Stottern und mein Leben zurück erkämpft und kann heute der Mensch sein, der ich wirklich bin.

Ich habe auch meine allergrößte Angst überwunden - das Englisch sprechen. Ich habe heute Freunde auf der ganzen Welt gefunden und stehe in Verbindung mit ihnen - über Telefon/Skype/persönlich/... und natürlich auf Englisch. Ich halte Vorträge auf Englisch (!), präsentiere auf Englisch auch im Rahmen des McGuire-Programms und ich fühle mich gut dabei. Und manchmal sehe ich sogar, wie mich meine Freunde für meine (mündlichen!) Englischkenntnisse bewundern. Das hätte ich mir nie erträumen lassen. :-) Letztes Jahr bin ich alleine nach Dublin gereist und habe dort an einem McGuire-Kurs teilgenommen. Das war eine der besten Erfahrungen meines Lebens und ein riesiger Erfolg für mich.

Am 22.10. war wieder Welttag des Stotterns. Zu diesem Anlass habe ich meine Geschichte geteilt, um auf das Thema Stottern aufmerksam zu machen und auch anderen Mut zu machen. Ich hatte eine verrückte Woche mit drei Interviews!! 😊

Ich würde mich freuen, wenn ihr lest und teilt!

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/loka ... 263307.htm

http://www.echo-online.de/lokales/darms ... 256891.htm

http://www.wormser-zeitung.de/lokales/w ... 263296.htm

Falls ihr eure Geschichte mit mir teilen wollt und/oder falls ihr Fragen zum McGuire-Programm habt, meldet euch gerne. Ich würde mich freuen, euch kennenzulernen.

Was auch immer der richtige Weg für euch ist, gebt niemals auf!
Viele Grüße
Beate
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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von T_homas » 31. Oktober 2017 21:24

Hallo,

sehr interessant. Ich kann mich mit Vielem was du schreibst selbst identifizieren.
Habe jetzt die Artikel nur mal überflogen, werde das morgen noch mal ausführlicher lesen.

mfg
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von julius » 31. Oktober 2017 23:25

Hallo Beate,

Ich freue mich wirklich für dich, dass es dir mit deinem Stottern so viel besser zu gehen scheint. Darum habe ich lange überlegt, ob ich diese kritischen Kommentare schicke. Aber ich halte sie doch für wichtig und fände es gut, wenn du darauf antworten könntest:

1) Der Betreff deines Posts klingt wie eine Werbebotschaft. Ist das so gemeint? Und (@Moderatoren), ist das für dieses Forum akzeptabel? Ich sehe einen Unterschied darin, von etwas begeistert zu sein und es so zu bewerben.

2) Ich fände es fair, in diesem Zusammenhang auch die Kosten des Programms zu erwähnen, laut dieser Webseite liegen sie bei 1490 Euro (inkl. Mwst) für 3 oder 4 Tage bei 16-32 Teinehmern. Das ist nicht wenig für ein Programm, dass so dargestellt wird, als würde es von einer großen Gemeinschaft von Betroffenen getragen. Wie umfangreich ist das Kursprogramm (Stunden/Tag), wie intensiv ist die Betreuung (Kursleiter pro TN), was passiert mit dem Geld, wer verdient an dem Kurs, etc.? (32 TN * 1500 Euro/TN = 48.000 Euro, ich nehme an, die Raummiete macht nur einen kleinen Teil aus...)

3) Auf derselben Webseite sehe ich dich als Ansprechpartnerin mit Emailadresse "vorname.nachname@mcguireprogramm.de". Machst du das ehrenamtlich oder wirst du dafür bezahlt? Die Regeln dieses Forums erfordern, dass man potentielle Interessenkonflikte (z.B. finanzieller Art) offenlegt!

4) Die Kosten werden als Mitgliedsgebühren für die lebenslange Mitgliedschaft begründet, das erscheint mir als absolut unseriös! Man sollte genau dafür bezahlen, was man tatsächlich in Anspruch nimmt (der erste Kurs) und der Preis sollte angemessen sein (ganz sicher nicht 300-400 Euro pro Tag!). Findest du das nicht auch? Und könntest du genauer beschreiben, was man vom "international network of speech coaches" erwarten kann, nach dem man diese lebenslange Mitgliedschaft abgeschlossen hat?

5) Ist der vermeintliche Erfolg des Programms vernünftig (d.h. neutral und transparent) untersucht und veröffentlicht worden?

Ich würde mich freuen, wenn meine Skepsis sich als unbegründet herausstellen würde...

Viele Grüße, Julius

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von BeateK » 1. November 2017 18:37

Hallo Julius,
danke für deine Nachricht und die Fragen. Ich versuche alles so gut ich es kann zu beantworten und ich hoffe, es hilft weiter.
1) Der Betreff deines Posts klingt wie eine Werbebotschaft. Ist das so gemeint? Und (@Moderatoren), ist das für dieses Forum akzeptabel? Ich sehe einen Unterschied darin, von etwas begeistert zu sein und es so zu bewerben.
Der Betreff ist nicht wie eine Werbebotschaft gemeint. Ich werbe nicht für das McGuire-Programm und habe auch keinerlei finanzielle Vorteile durch meinen Erfahrungsbericht. Ich bin ein Mitglied und spreche über meine eigene Erfahrung: es hat mein Leben positiv verändert und es ist ein sehr großer Erfolg für mich. Ich wollte hier lediglich meine Begeisterung teilen.
2) Ich fände es fair, in diesem Zusammenhang auch die Kosten des Programms zu erwähnen, laut dieser Webseite liegen sie bei 1490 Euro (inkl. Mwst) für 3 oder 4 Tage bei 16-32 Teinehmern. Das ist nicht wenig für ein Programm, dass so dargestellt wird, als würde es von einer großen Gemeinschaft von Betroffenen getragen. Wie umfangreich ist das Kursprogramm (Stunden/Tag), wie intensiv ist die Betreuung (Kursleiter pro TN), was passiert mit dem Geld, wer verdient an dem Kurs, etc.? (32 TN * 1500 Euro/TN = 48.000 Euro, ich nehme an, die Raummiete macht nur einen kleinen Teil aus...)
Die Kosten des McGuire-Programms liegen bei 1490 Euro (inkl. MwSt) für eine lebenslange Mitgliedschaft. Dieser Betrag ist zahlbar nur beim ersten Kurs, als Mitglied zahlt man dann für jeden weiteren Kurs entweder 30 EUR am Tag oder 80 EUR für den gesamten 3- Tages-Kurs.

Der 3-Tages-Intensivkurs ist lediglich der Start in das Programm. Der Kurs ist sehr intensiv, insgesamt arbeitet man ca. 40 Stunden intensiv an den physischen und mentalen Techniken. Die Kurse sind so organisiert, dass es neben dem Kursleiter genügend Coaches gibt und es wird prinzipiell immer 1-zu-1 gearbeitet. Dadurch ist ein intensives und effektives Arbeiten gewährleistet.

Nach dem Kurs erhält man Unterstützung von einem persönlichen Coach und Zugang zum internationalen Coach-Netzwerk. Vor allem der persönliche Coach ist nach dem Kurs eine unfassbar wertvolle Unterstützung und hat mir sehr geholfen, das neu gelernte in meinem Alltag zu verankern. Neue Angewohnheiten können nicht über Nacht jahrelanges außer-Kontrolle-Stottern ersetzen. Dafür muss man arbeiten und das geht am besten im Team!

Ich nehme immer wieder an Intensivkursen Teil, um meine Technik zu perfektionieren, mich weiter zu verbessern, neue Herausforderungen zu meistern und auch um meine Erfahrung an andere Teilnehmer weiterzugeben. Außerdem lerne ich jedes Mal etwas Neues über mich und lerne neue Leute kennen. Ich arbeite an meinen Fähigkeiten zu präsentieren und arbeite nebenbei an meinem Englisch.

Mittlerweile habe ich an 10 Intensivkursen teilgenommen - und die Mitgliedsgebühr habe ich nur einmal als neuer Teilnehmer bezahlt. Das finde ich persönlich sehr fair. Ich kann an allen angebotenen Kursen weltweit teilnehmen und habe auch schon an einem Kurs in Dublin teilgenommen.

Zu deiner Rechnung: Die Kurse setzen sich zur Zeit aus ca. 5 neuen Teilnehmern, wiederkehrenden Mitgliedern und Coaches zusammen. Die Höchstgrenze liegt bei 10-15 neuen Teilnehmern, um ein intensives Arbeiten mit allen gewährleisten zu können.
Das Programm wird wie du erwähnt hast, größtenteils von der Gemeinschaft getragen und ist nicht konzipiert, um damit den Beteiligten Reichtum zu bescheren.

Abgesehen davon finde ich es aber auch nicht verwerflich, wenn jemand für gute Arbeit auch angemessen bezahlt wird. Im Gegenteil: Wir alle möchten am Ende des Monats für unsere Arbeit auch bezahlt werden, um uns und unsere Familie zu ernähren :)

Ich kenne kein anderes Programm mit einem derartigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Investition hat sich für mich mehr als ausgezahlt und ich profitiere jeden Tag davon: sei es durch Support, Kurse und die neue Lebensqualität.

3) Auf derselben Webseite sehe ich dich als Ansprechpartnerin mit Emailadresse "vorname.nachname@mcguireprogramm.de". Machst du das ehrenamtlich oder wirst du dafür bezahlt? Die Regeln dieses Forums erfordern, dass man potentielle Interessenkonflikte (z.B. finanzieller Art) offenlegt!
Ich engagiere mich ehrenamtlich für das McGuire-Programm in meiner Freizeit neben meinem Beruf.
4) Die Kosten werden als Mitgliedsgebühren für die lebenslange Mitgliedschaft begründet, das erscheint mir als absolut unseriös! Man sollte genau dafür bezahlen, was man tatsächlich in Anspruch nimmt (der erste Kurs) und der Preis sollte angemessen sein (ganz sicher nicht 300-400 Euro pro Tag!). Findest du das nicht auch? Und könntest du genauer beschreiben, was man vom "international network of speech coaches" erwarten kann, nach dem man diese lebenslange Mitgliedschaft abgeschlossen hat?
Ich sehe es ganz genauso, dass man nur dafür bezahlen sollte, was man auch in Anspruch nimmt. Das McGuire Programm ist für mich in dieser Hinsicht einzigartig und extrem fair.

Wenn man sich für das Programm entscheidet, hat man für den Fall, dass sich für einen herausstellt, dass es nicht das richtige für einen ist, nach der Hälfte des Kurses die Möglichkeit, auszusteigen und erhält den vollen Mitgliedsbeitrag ohne wenn und aber zurückerstattet. Das finde ich nicht nur fair, sondern auch seriös. Mir ist kein anderes Programm bekannt, bei dem es eine ähnliche Regelung gibt.

Das internationale Coachnetzwerk ist ein Netzwerk aus über 200 ehrenamtlichen Coaches, die über Telefon/Skype/persönliche Treffen oder auch im Rahmen von Supportgruppentreffen kontaktiert werden können. Durch die verschiedenen Zeitzonen ist immer jemand verfügbar, wenn ich Unterstützung brauche. Dieser zeitlich unlimitierte Zugriff auf das Coachingnetzwerk ist in dem einmaligen Mitgliedsbeitrag enthalten.
5) Ist der vermeintliche Erfolg des Programms vernünftig (d.h. neutral und transparent) untersucht und veröffentlicht worden?
Das McGuire Programm führt jährlich strenge Evaluationen nach eigenen Maßstäben durch, um die Qualität zu sichern und den Erfolg auch in Zahlen ausdrücken zu können.

Mich persönlich überzeugt auch der Erfolg, der Menschen, die ich in den Kursen sehe oder mit denen ich telefoniere. Ich sehe so viele lebende und sprechende :) Erfolgsgeschichten im McGuire-Programm und es motiviert mich immer wieder, wenn ich denjenigen frage, wie lange er oder sie schon dabei ist. Das beweist für mich immer wieder aufs Neue, dass auch ich es langfristig schaffen kann. Ich kenne Teilnehmer, die z.B. seit 2, 5, 10 oder 15 Jahren oder länger dabei sind und ich kann sehr viel von diesen Menschen lernen.

Ich hoffe, ich konnte dir damit deine Skepsis nehmen. Wenn du weitere Fragen hast, melde dich gerne.

Viele Grüße
Beate

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von julius » 1. November 2017 22:20

Hallo Beate,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Deine Antworten zu Punkt 1)-3) finde ich hilfreich.

Bezüglich Punkt 4) bin ich anderer Meinung, nämlich: dass ich es (weiterhin) unseriös finde, einen hohen Kurspreis mit einer lebenslangen Mitgliedschaft zu begründen, ihnen damit also genau die Möglichkeit zu nehmen, nur für das zu bezahlen, was sie in Anspruch nehmen wollen. Aber das muss jede/r potentelle Teilenehmer/in selbst entscheiden. (Und ich bin ganz deiner Meinung, dass es im Vergleich dazu sehr viel unfairere und unseriösere Angebote gibt... )

Bezüglich Punkt 5): Ist das irgendwo veröffentlicht?

Viele Grüße, Julius

BeateK
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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von BeateK » 1. November 2017 23:25

Hallo Julius,

danke für deine Nachricht und freut mich, dass ich weiterhelfen konnte.

Zu allererst möchte ich folgendes anmerken, weil es mir wirklich am Herzen liegt. Du schreibst
Und ich bin ganz deiner Meinung, dass es im Vergleich dazu sehr viel unfairere und unseriösere Angebote gibt...
Das ist nicht meine Meinung und das habe ich mit keiner Silbe gesagt, weil ich es absolut nicht so empfinde. Ich stehe voll hinter dem McGuire-Programm und ich finde es in keinster Weise unfair und/oder unseriös. Und ich habe andere Programme/Kurse/Therapien nicht abgewertet (das ist mir ganz wichtig!), sondern angemerkt, dass mir kein anderes Programm mit einem derart guten Preis-Leistungsverhältnis bekannt ist. Ich bin froh, dass es in Deutschland so eine Vielfalt an Therapiemöglichkeiten gibt – man muss nur das richtige für einen selbst finden. Und um das richtige für sich zu finden, ist es meiner Meinung nach wichtig, möglichst viel über die verschiedenen Möglichkeiten zu erfahren. Deshalb sind Fragen gut 😊

Dann noch zu Punkt 4)
Bezüglich Punkt 4) bin ich anderer Meinung, nämlich: dass ich es (weiterhin) unseriös finde, einen hohen Kurspreis mit einer lebenslangen Mitgliedschaft zu begründen, ihnen damit also genau die Möglichkeit zu nehmen, nur für das zu bezahlen, was sie in Anspruch nehmen wollen. Aber das muss jede/r potentelle Teilenehmer/in selbst entscheiden.
Ich respektiere deine Meinung, habe aber eine wirklich andere Erfahrung gemacht. Das McGuire-Programm ist KEIN 3-Tages-Intensivkurs, sondern ein langfristiges Programm mit einem anschließenden unbegrenzten Support – es ist ein Paket und funktioniert auch nur im Paket. In drei Tagen kann enorm viel erreicht werden, aber nur mit dem durchdachten und auf Erfahrung begründeten McGuire-Paket ist langfristiger Erfolg möglich. Und das ist eine der Stärken des McGuire-Programms! Es ist nicht nur ein Kurs, es ist ein Paket und man bezahlt nicht den Kurs, sondern für das Paket.

Was mich zum nächsten Punkt führt. Thema „Wahlmöglichkeit“. Ich habe geschrieben:
Wenn man sich für das Programm entscheidet, hat man für den Fall, dass sich für einen herausstellt, dass es nicht das richtige für einen ist, nach der Hälfte des Kurses die Möglichkeit, auszusteigen und erhält den vollen Mitgliedsbeitrag ohne wenn und aber zurückerstattet. Das finde ich nicht nur fair, sondern auch seriös. Mir ist kein anderes Programm bekannt, bei dem es eine ähnliche Regelung gibt.
Man hat die Möglichkeit, sich überzeugen zu lassen. Falls nicht, kann man gehen – ohne wenn und aber. Meine Erfahrung ist: Wenn man überzeugt ist, dann entscheidet man sich bewusst für das ganze Paket. Man weiß ganz genau, wozu man „Ja“ sagt und das finde ich wie gesagt nicht nur fair, sondern sehr seriös und transparent. Das McGuire-Programm gibt es nur im Paket und man hat die Möglichkeit zur Wahl: möchte ich das Paket oder nicht. Falls ja – herzlich willkommen, falls nein – kein Problem 😊 und man erhält die volle Mitgliedsgebühr zurück (und ich sage es nochmal – mir ist kein anderes Programm bekannt, bei dem es eine ähnliche Regelung gibt).

Und dann noch
Bezüglich Punkt 5): Ist das irgendwo veröffentlicht?
Ja klar: http://www.mcguireprogramme.com/en/success-evaluations
Volle Transparenz: Kriterien, Statistiken…

Viele Grüße
Beate

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von julius » 2. November 2017 08:36

Hallo Beate,

vielen Dank nochmal!

Zu "Unfairer und unseriöser" - das habe ich wirklich als Vergleich gemeint, ich wollte damit nicht sagen, dass McGuire unfair oder unseriös ist, sondern dass ich andere Programme sehe bei denen das (mehr) der Falls ist. Es stimmt, dass du das selbst so nicht gesagt hattest, sorry! (du hattest von Preis-Leistungsverhältnis geschrieben)

Zur lebenslangen Mitgliedschaft: Wenn ich ein Fahrrad kaufe, will ich dafür (z.B.) 500 Euro ausgeben. ich habe kein Interesse daran 10000 Euro auszugeben, selbst wenn mir damit Fahrräder für den Rest meines Lebens versprochen werden. ich will zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit haben, meine Mitgliedschaft zu kündigen, wenn ich nicht überzeugt bin, und das kann man nicht nach einem oder zwei Tagen entscheiden, zum Beispiel, weil ich in so kurzer Zeit gar nicht alles kennen lernen kann. Bezogen auf das McGP: Vielleicht merke ich nach dem Kurs, dass ich mit dem Onlinecoaching nichts anfangen kann, oder ich merke, dass die gelernten Techniken einen kurzzeitigen Effekt haben aber längerfristig wertlos sind (kein seltener Befund bei Kurzzeitprogrammen - ich sage damit nichts über das McGP) - dann habe ich nichts von der "lebenslangen Mitgliedschaft", im Gegenteil, ich wurde dann um den Großteil meines Geldes betrogen. Dann muss es (in einem fairen Programm) die Möglichkeit geben, auszusteigen und einen Teil des Geldes zurückzukommen.

Veröffentlichung: Vielen Dank für den Link, das sieht erstmal vielversprechend aus. (Noch überzeugender wäre externe Begutachtung, aber die gibt es soweit ich weiß auch bei anderen Programmen kaum.)

Gibt es hier eigentlich noch andere mit Erfahrung mit dem McGuire-Programm?

Viele Grüße, Julius

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von julius » 2. November 2017 08:52

p.s. Stimmt die Information hier , dass Dave McGuire 20% aller Kursgebühren erhält? (also eine Art Lizenzgebühr...)

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von PetraS » 2. November 2017 10:13

Hallo Julius,
julius hat geschrieben:
2. November 2017 08:36
Gibt es hier eigentlich noch andere mit Erfahrung mit dem McGuire-Programm?
Ich möchte mich auch mal einklinken als eine Person, die sich schon seit Beginn der Deutschland-Aktivitäten von McGuire mit diesem Programm befasst.
Siehe auch: viewtopic.php?f=12&t=4315

Zunächst einmal was den Punkt "Werbung" angeht: Beate habe ich kennengelernt, als der Deutschland-Verantwortliche von McGuire bei uns in die Selbsthilfe-Gruppe kam, um das McGuire-Programm vorzustellen. Sie war damals ein Frischling, hatte also gerade einen Kurs belegt und tauchte zusammen mit einem weiteren Teilnehmer pakistanischer Herkunft auf. Sie war (und ist) reine Teilnehmerin, darum finde ich, dass sie genauso das Recht wie ein Teilnehmer einer Van-Riper-Therapie oder der Kasseler Stottertherapie hat, sich über ihre Erfahrungen zu äußern.

Ob sie damit andere Teilnehmer dafür gewinnt, an dem Programm teilzunehmen, ist dann irrelevant. Sie veranstaltet das Programm nicht und sie zieht daraus keinen finanziellen Vorteil.

Ich erinnere mich an den Tag (der Tag, an dem ich den oben genannten Thread eröffnet habe), als der Deutschland-Verantwortliche von der lebenslangen Mitgliedschaft sprach, und Peter und ich (wir hatten an jenem Tag einen Infostand für die BV, und Emmet war von der BVSS informiert, dass er uns dort finden würde) schreckten beide zusammen, weil uns der Begriff abschreckend erschien.

Genau das hat er ja offenbar auch bei dir bewirkt. Bei der Infoveranstaltung in unserer SHG, die etwa ein halbes Jahr danach stattfand, wurden wir genauer darüber aufgeklärt. Man sagte uns sogar, dass die ersten 1,5 Tage vollkommen kostenneutral seien, das heißt man trägt nur die Unkosten von Kost und Logis, kann aber an dem Programm schon einmal teilnehmen, wird intensiv informiert über Inhalt und Ziel und erlernt die ersten Therapieschritte.
Erst dann werde die Kursgebühr fällig. Sie sichert dir lebenslangen Support durch das System, du zahlst für alle Folgekurse nur für Kost und Logis und wirst aber selbst zunehmend zum Co-Coach (vielleicht kann @Beate das genauer erklären) und kannst später auch Lizenznehmer werden (hierzu habe ich aber keine hundertprozentigen Infos, wie man dann eventuell auch finanzielle Vorteile erlangt, aber ich glaube, darum geht es hier gar nicht)

Tatsache ist, dass ich mittlerweile eine Reihe von Leuten kennengelernt haben, die an dem Programm teilgenommen haben (und immer weiter teilnehmen), die für sich einen unglaublichen Gewinn an Lebensqualität zu verzeichnen haben. Nebeneffekt: man verbessert sein Englisch und lernt sehr viele Leute aus der internationalen Szene kennen.

Emmet sagte uns, dass man z.B. wenn man gerade mal ein Jahr "Work and Travel" in Australien macht und Teilnehmer des McGuire-Programmes ist, sich einfach zu melden braucht und dann dort auch kostenfrei (wie gesagt, nur die Unkosten von Kost und Logis) teilnehmen kann.

Der Support durch den persönlichen Coach z.B. besteht darin, dass man täglich telefoniert bzw. skypt. (@Beate, sollte ich es falsch in Erinnerung haben, bitte korrigiere mich)
Nehmen wir eine herkömmliche Therapie: Die Therapie ist abgeschlossen, dein Therapeut sagt dir: "Und wenn du Probleme oder Fragen hast, kannst du mich jederzeit anrufen."
Dies ist zwar richtig und auch schön, aber sei ehrlich: du wirst wahrscheinlich einen enormen Leidensdruck aufbauen müssen, bis du wirklich anrufst. Dir wird im Kopf herumschwirren, "Mensch, der Mann / die Frau hat jetzt Feierabend, und da belästige ich ihn /sie mit meinem blöden Problem mit dem Pull-out / weichen Stimmeinsatz / Stotterkontrolle" etc. pp.

Bei McGuire ist es umgekehrt. SIE halten dich auf dem Laufenden, sie verlangen von dir, dass du weitermachst, indem sie dich täglich kontaktieren.
Und aussteigen?

Auch danach haben wir gefragt, und der Verantwortliche sagte, das sei nicht ungewöhnlich, dass die Leute nach zwei Jahren sagen "nun habe ich genug gelernt, ich schaffe das zeitlich nicht mehr, ich steige aus."
Aber wenn dann das Stottern nach mehreren Jahren Berufsstress wieder außer Kontrolle gerät, kann auch diese Person sich auf die "lebenslange Mitgliedschaft" berufen (denn es handelt sich nicht um eine Mitgliedschaft wie in einem Verein deutscher Natur) und man kann sich melden und sagen "nun ist es soweit, ich brauche mal wieder einen Kurs und Support."

Kritik:
Was ich als Kritik bezeichne, ist es eigentlich gar nicht wirklich. Wir Deutschen sind es gewohnt, zum Arzt zu gehen und uns eine Überweisung zum Logopäden zu holen und anschließend zahlen wir nichts oder einen geringen Eigenanteil.
Dabei kann es uns passieren, dass wir unzufrieden aus der Therapie gehen, weil der/die Therapeut/in mir nicht wirklich weiterhilft. Außerdem ist der/die Therapeut/in in den meisten Fällen selbst Nicht-Stotterer und hat nicht das ausreichende Wissen bzw. die Empathie, weil er/sie nicht nachempfinden kann, was ich erlebe.
Anders ist das bei den Intensivtherapien, die auf unserem Markt angeboten werden, sie werden meistens von Stotternden für Stotternde bzw. in Kooperation mit nicht stotternden Therapeut(Inn)en mit einer guten, wissenschaftlichen Evaluation geführt. Aber all das ist Leistung unserer Krankenkasse, und egal wie zufrieden oder unzufrieden wir sind, wir bezahlen nichts oder nur sehr wenig.

Das McGuire-Programm ist ein Programm von Stotternden für Stotternde. Niemand ist ausgebildeter Therapeut, aber alle Coaches sind erfolgreiche Absolventen des Programmes. Niemand behauptet, dich vom Stottern zu heilen, weil alle es am eigenen Leib erfahren haben, dass man Stottern zwar kontrollieren, aber nicht ausschalten kann.
Dies ist auch der Grund, warum das deutsche Gesundheitssystem vermutlich auch in ferner Zukunft das Programm nicht subventionieren wird. Aber vergleichen wir die Kosten mal mit anderen Bezahltherapien, die ich hier nicht namentlich nennen möchte, ich meine jedoch die, über die schon sehr viele Leute hier Enttäuschendes berichtet haben...

Der Support hält dort nur für die Dauer des Kurses / der Therapie an, und wenn du dann einen Rückfall erlebst, wird dir noch vorgeworfen, DU hättest zu wenig geübt oder die Thearpie-Hausaufgaben vernachlässigt.

Ich persönlich fühlte mich vom McGuire-Programme sehr angesprochen, nachdem ich die Infoveranstaltung in der SHG mitgemacht hatte. Mir war jedoch klar, dass es sehr viel Disziplin und Leidensdruck erfordert, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Man sieht bereits in dem Umfang des Programmes, dass man sehr, sehr gefordert wird. Und da wägt man ab, ob der Leidensdruck ausreicht, um so viel Disziplin aufzubringen.

In der internationalen "Stuttering Community" (Facebook-Gruppe) wird häufig über McGuire und McGuire-Erfahrungen berichtet. Ich habe noch keinen Post gelesen, der besagt hätte: "Halt dich bloß von denen fern, es sind Betrüger und Scharlatane!" Im Gegenteil, die Leute kratzen ihr letztes Geld zusammen oder verschulden sich (denn in den meisten anderen Ländern sind ALLE Stottertherapien Bezahltherapien), um an dem Programm teilzunehmen.

Damit ist das Programm auch leider ein Programm der Privilegierten, und Stotternde mit wenig Geld können es sich nicht leisten.
Es passt damit nicht in unser Gesundheits-Flatrate-Denken, das wir gewohnt sind.
(Aber bedenke, dort ist es ja auch nicht entstanden, es hatte sich schon etwa 20 Jahre in vielen anderen Ländern ausgebreitet, in denen es solch eine Flatrate nicht gibt.)

Aber ich - und dafür werde ich nicht von McGuire bezahlt - kann es jedem, der bereit ist, Geld in die Hand zu nehmen und ein erfolgsversprechendes Programm sucht UND die nötige Disziplin und den Leidensdruck mitbringt, nur empfehlen. Dies ist meine ganz persönliche Meinung und nicht eine Empfehlung der BVSS.
Petra
Zuletzt geändert von PetraS am 15. November 2017 13:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von julius » 3. November 2017 17:38

Hallo Petra und Beate,

ich bin natürlich der Meinung, dass jede/r hier ausführlich über alle Programme berichten sollte, die ihr/m geholfen oder auch nicht geholfen haben. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass diese Programme dabei möglichst umfassend dargestellt werden sollten, und daszu gehört auch die Finanzierung. Das gilt aus meiner Sicht ganz besonders, wenn sich ein Programm (wie in diesem Fall) als eine Art Gemeinschaftsprojekt darstellt ("Von Stotterern für Stotterer").

Wenn ein dreitägiges Seminar 1400 Euro kostet, entsteht bei mir der Wunsch, zu verstehen, wie dieses Geld verwendet wird. Genau diese Frage wurde übrigens auch schon in der Diskussion, auf die Petra verweist , nicht beantwortet. Auch meine ganz konkrete Frage hierzu, ob die Aussage aus diesem Artikel korrekt ist, dass der "Gründer" Dave McGuire 20% aller Kursgebühren erhält (das wären bei einem Kurs mit 16 TN ca. 5000 Euro), wurde bisher nicht beantwortet. Ergänzen möchte ich die Frage: Falls er solch einen Anteil erhält, wofür? Sind das Lizenzgebühren? Betreut er die Kursleiter so intensiv, dass so eine Bezahlung angemessen wäre? Sind das die Kosten für die Internetpräsenz?

Und was ist mit den anderen 80%? Werden die Kursleiter gut bezahlt? Was erhalten die Coaches? Die Frage "Was passiert mit dem Geld" ist bei einem Projekt, dass sich als gemeinschaftlich darstellt ("Stotterer für Stotterer") nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar notwendig. Auf diese Frage habe ich auf der Webseite des McGP keine Antwort gefunden. Ich finde, dass ein Behandlungprogramm sinnvoll sein kann (so beschreibt ihr es, und so ist auch mein erster Eindruck von McGuire), das Bezahlmodell aber trotzdem unseriös.

Anstatt weiterer Kritik ein positives Beispiel: Überzeugend und seriös fände ich ein Abo-Modell, in dem ich einen angemessenen Preis für das erste und auch weitere Seminare bezahle und parallel dazu z.B. 10-20 Euro pro Monat, solange ich das kontinuierliche Angebot nutzen möchte. Wenn ich es nicht mehr nutzen möchte (z.B. weil ich es nicht mehr brauche, oder weil es mir nichts bringt), könnte ich es kündigen; natürlich könnte ich mich auch dafür entscheiden, das Abo weiterlaufen zu lassen, wenn ich so von dem Programm überzeugt bin, dass ich es auch ohne direkte Notwendigkeit weiter untersützen möchte.

Wenn das McGuire-Programm funktioniert, sollte dieses Modell die Finanzierung (von was auch immer, die Frage ist noch offen) genauso gut oder noch besser sicherstellen, als das Einmal-Zahlen-Modell. Und Menschen, denen das Programm nichts bringt (und das kann man nun mal nicht nach 1.5 Tagen feststellen!), würden deutlich weniger bezahlen als nach dem jetzigen Modell. Das wäre fair und seriös. Das aktuelle Bezahlsystem ist es nicht. mir ist wirklich unklar, wie man das anders sehen kann.

Weiterhin wäre ich an Informationen interessiert, was mit dem vielen Geld passiert, wenn ein Großteil der Arbeit anscheinend ehrenamtlich getragen wird. Wenn ich ehrenamtlich für McGuire tätig wäre, würde ich mich das erst recht fragen!

Viele Grüße, Julius

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von PetraS » 4. November 2017 09:30

Hallo Julius,
julius hat geschrieben:
3. November 2017 17:38
Wenn ein dreitägiges Seminar 1400 Euro kostet, entsteht bei mir der Wunsch, zu verstehen, wie dieses Geld verwendet wird. Genau diese Frage wurde übrigens auch schon in der Diskussion, auf die Petra verweist , nicht beantwortet. Auch meine ganz konkrete Frage hierzu, ob die Aussage aus diesem Artikel korrekt ist, dass der "Gründer" Dave McGuire 20% aller Kursgebühren erhält (das wären bei einem Kurs mit 16 TN ca. 5000 Euro), wurde bisher nicht beantwortet.
Zu deinen Fragen kann ich eine ganz einfache, kurze Antwort geben: Ich weiß es nicht.
Und ehrlich gesagt, es interessiert mich auch nicht wirklich, da es keine Verpflichtung für mich gibt, an dem Programm teilzunehmen.

Und genau da liegt auch der Hund begraben. Dieses Programm gibt es seit etwa 20 Jahren (soweit ich mich erinnere) in mittlerweile vielen Ländern der Welt. Und - wie bereits gesagt - Deutschland ist eines der wenigen Länder, von denen ich weiß, bei denen Stottertherapien von der Gesundheitsversorgung getragen werden.

Für die meisten Länder interessiert nur das Preis-Leistungsverhältnis. Sie kriegen eine 2-Wochen-Therapie ohne jegliche Nachsorge zu etwa demselben Preis oder dieses gestaffelte Angebot, bei dem die einmalige Mitgliedsgebühr am Anfang fällig wird und anschließend nur noch die Unkosten getragen werden.
Ergänzen möchte ich die Frage: Falls er solch einen Anteil erhält, wofür? Sind das Lizenzgebühren? Betreut er die Kursleiter so intensiv, dass so eine Bezahlung angemessen wäre? Sind das die Kosten für die Internetpräsenz?
Keine Ahnung! Aber nehmen wir mal an, es SIND Lizenzgebühren. Ist das verwerflich, solange das System funktioniert und lauter zufriedene Leute produziert?
Nehmen wir als Gegenbeispiel mal die "Martin-Rütter-Hundeschulen". Soweit ich informiert bin, gibt es die mittlerweile in jeder größeren deutschen Stadt. Es gibt aber nur einen Martin Rütter und der wohnt in Köln. Er kann also nicht zur gleichen Zeit in jeder Stadt seine Hundeschulen betreiben. Das bedeutet, er hat Lizenznehmer, die er schult, und die nach seinen Prinzipien arbeiten.
Ob er dann selber mal einspringt, wenn der Trainer in München mit einem Fiffi oder Rex überhaupt nicht klarkommt, weiß ich nicht. Ich stelle mir aber vor, dass der Münchener Trainer einen heißen Draht zu Martin Rütter hat, über den dieser ihn berät, und vielleicht schaut er ja wirklich ab und zu in München, Kiel oder Hannover vorbei.

Das McGuire-System wird sicherlich ähnlich funktionieren. Dies entnehme ich einem Gespräch, das ich vor etwa anderthalb Jahren mit dem türkischen McGuire-Coach geführt habe, und das auch (allerdings auf Türkisch) auf YouTube einsehbar ist http://kekemelikforum.com/konu-kekemeli ... k-ile.html ab ca. Minute 13.

Was mich eher ärgert, ist die Tatsache, dass die Türken viel mehr Geld für das Programm bezahlen müssen als z.B. die Deutschen, und das verstehe ich auch nicht wirklich, da die durchschnittlichen Einkommen wesentlich geringer sind. Andererseits lassen sich aber auch die türkischen Stottertherapeuten exzellent bezahlen (10-20 Prozent des Monatsgehaltes eines Durchschnittsverdieners für eine! Sitzung) vielleicht liegt es ja daran.

Bei uns dagegen werden herkömmliche Logopäden erbärmlich bezahlt, für eine Sitzung erhalten sie weniger als 20 Euro! Nur das kriegen wir ja nicht mit, weil wir unsere Gesundheits-Flatrate haben.
Überzeugend und seriös fände ich ein Abo-Modell, in dem ich einen angemessenen Preis für das erste und auch weitere Seminare bezahle und parallel dazu z.B. 10-20 Euro pro Monat, solange ich das kontinuierliche Angebot nutzen möchte. Wenn ich es nicht mehr nutzen möchte (z.B. weil ich es nicht mehr brauche, oder weil es mir nichts bringt), könnte ich es kündigen; natürlich könnte ich mich auch dafür entscheiden, das Abo weiterlaufen zu lassen, wenn ich so von dem Programm überzeugt bin, dass ich es auch ohne direkte Notwendigkeit weiter untersützen möchte.
Deine Idee macht sicherlich Sinn. Aber noch eimal: das System ist so wie es ist erprobt und niemand MUSS daran teilnehmen. Entweder ich entschließe mich, die Gebühr zu bezahlen oder ich lasse es. Habe ich den notwendigen Leidensdruck, die Disziplin und das Geld, dann ist es allein meine Entscheidung, ob ich es tue oder nicht.

Mir fällt bei Abo die Masche mit den Fitness-Studios in Deutschland ein. Es hat sich zwar mittlerweile durch Billigangebote wir McFit etwas relativiert, aber ist es dort nicht auch ähnlich? Ich habe ein kurzes Schnupperangebot und zahle dann für mindestens ein Jahr. Viele Leute gehen die ersten beiden Monate regelmäßig hin, anschließend haben sie keine Zeit oder keine Lust, zahlen aber noch ihren Beitrag bis zum nächsten Kündigungstermin.

Bei McGuire brauche ich nicht zu kündigen. Ich kann mich - soweit das Emmet gesagt hat - einfach verabschieden und nach Jahren wiederkommen. Ich zahle auch dann nur die Folgekosten, nicht mehr das ursprüngliche Abo.

Ich will ja das System gar nicht schönreden. Aber ich finde nichts Verwerfliches daran. Du machst es oder machst es nicht. Darin bist du vollkommen frei. Für mich käme es nicht in Frage, weil ich einfach viel zu wenig stottere. Aber für Menschen, denen das Stottern wie ein Felsbrocken am Bein den Lebensweg versperrt, und die vielleicht schon X logoädische Therapien hinter sich haben, ist es eine Überlegung wert.

Natürlich haben sie die Alternative nach Kassel zu gehen oder in Bonn die stationäre Therapie zu machen, sofern ihre Krankenkasse mitspielt. (Also besser bei der Techniker als bei AOK oder DAK versichert)

Aber wer das Geld in die Hand nimmt, der kriegt auch etwas dafür.

Noch eine Kritik: Weiterhin könnte man kritisieren, dass McGuire zu wenig individuell arbeitet, also ein Komplett-Paket ist, das jeder mitmachen muss. Darin unterscheidet es sich von Bonn oder auch der vier-mal-fünf, die sehr viel mehr auf die individuellen Aspekte eingehen (sagen jedenfalls die jeweiligen Therapeuten, ich kenne es nicht aus eigener Erfahrung). Wobei Kassel ja auch dasselbe Paket für alle anbietet, was neulich Harald Euler als wissenschaftlicher Begleiter auf dem Buko selbst noch explizit als Kritik genannt hat.

Aber vielleicht kann uns @Beate zu dieser Frage genaueres sagen? Mich jedenfalls würde es sehr interessieren.

Noch etwas zum Inhalt der Therapie, das mich bei der Vorstellung sehr beeindruckt hat:
Viele Stotternde - und ich lese es immer wieder bei der Stuttering Commity - sind extrem frustriert, weil es ausgerecht der eigene Name ist, den sie überhaupt nicht sagen können. Und immer wieder mit derselben Folge: unsensible Mitbürger begreifen genau an der Stelle nicht, dass sie einen Stotterer vor sich haben und machen sich darüber lustig, die Person habe womöglich ihren Namen vergessen.

McGuire setzt gerade an dem Punkt an. Ein Erkennungsmerkmal übrigens eines jeden McGuire-Teilnehmers. Sie stellen sich mit ihrem Namen vor, ohne voranzuschieben "Ich heiße..." oder "my name is..." Sie sagen dann also "Petra Sasmaz ist mein Name" oder "Petra Sasmaz heiße ich".
Aber vielleicht kann dazu Beate auch noch mehr sagen.

Wünsche euch allen ein schönes Wochenende
Petra
Zuletzt geändert von PetraS am 15. November 2017 13:41, insgesamt 1-mal geändert.

BeateK
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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von BeateK » 6. November 2017 20:36

Hallo zusammen,

danke für eure Nachrichten!

Das Bezahlmodell des McGuire- Programms ist wie es ist und wenn es jemandem nicht zusagt, dann ist das eben so.

Es gibt unterschiedliche Programme mit unterschiedlichen Bezahlmodellen. Kosten werden von der Krankenkasse übernommen oder nicht, wirklich gratis ist nichts. Ja, man muss für das McGuire-Programm bezahlen. Und ja, das Geld ist vielleicht nicht für jeden leicht aufzubringen. Und um es nochmal zu sagen: das McGuire-Programm ist kein 3-Tages-Kurs, sondern beinhaltet u.a. unlimitierten nachfolgenden Support.

Für mich zählt: finde ich es fair? Ist das, was ich bekomme, mir die Investition wert? Werde ich ausgenutzt oder betrogen oder fühle ich mich aufgehoben, unterstützt und ganz wichtig: wird mir geholfen?

Ich persönlich sage von ganzem Herzen, dass diese Gebühr die beste Investition meines Lebens war. Ich bin so glücklich wie noch nie, fühle mich so stark wie nie und habe einen Gewinn an Lebensqualität, den ich in Worten nicht ausdrücken kann. Ich habe angefangen, das Leben zu leben, das ich immer wollte und ich bin auf meinem Weg und meinen Herausforderungen nicht alleine. Ich habe nicht nur Coaches, sondern mittlerweile Freunde auf der ganzen Welt, die mich dabei unterstützen. Und das alles lässt für mich Bezahlmodelle in den Hintergrund treten. Nicht nur, weil ich mein neues Leben mag, sondern weil ich dem McGuire-Programm vertraue. Ich weiß, dass die Gebühren in guten Händen sind, und für sinnvolle Dinge verwendet werden. Es ist nicht dazu konzipiert, um Einzelnen Reichtum zu bescheren. Außerdem habe ich eine für mich mehr als angemessene Gegenleistung erhalten und weiß dass ich sie darüber hinaus auch in Zukunft erhalten werde. Alles andere weiß ich nicht oder sehe es für mich aus den o.g. Gründen als irrelevant an.

Natürlich geht man bei jeder Investition auch immer ein Risiko ein und man kommt immer an einen Punkt, an dem man sich für oder gegen etwas entscheiden muss. Bei manchen Programmen kommt dieser Punkt früher, bei anderen später. Wie schon gesagt, kommt beim McGuire-Programm der Punkt der Entscheidung nach der Hälfte des ersten Kurses. Ich kenne kein anderes Programm mit einer derartigen Regelung und ich finde es sehr fair. Ich habe in meiner McGuire-Zeit viele neue Teilnehmer kommen sehen und bei allen, die ich bisher gesehen habe inkl. mir selbst, war es eine klare und eindeutige Entscheidung. Das ist meine Erfahrung.

Um auf Petras Post zu antworten: ich habe viel Erfahrung mit anderen Therapien gesammelt und die Betreuung im McGuire-Programm finde ich sehr individuell und auf mich abgestimmt. Ja klar, es ist ein Paket: physische und mentale Aspekte gegen das Stottern, unbegrenzter nachfolgender Support nach dem ersten Kurs und weitere Kurse, um sich immer weiter zu verbessern. Aber innerhalb des Pakets ist so viel Raum, um auf die individuellen Bedürfnisse und auch Herausforderungen einzugehen. Das Stottern ist so individuell wie wir Menschen; unsere Erfahrungen, die wir gemacht haben sind einzigartig in ihrer Summe. Und doch verbindet uns in der Gesamtheit doch so viel. Wer weiß das besser, als Menschen, die auch stottern? Die Technik und das Paket gilt für alle, die Individualität wird im intensiven 1:1 Coaching innerhalb der Kurse und nach dem ersten Kurs/zwischen den Kursen durch das Coaching-Netzwerk berücksichtigt. Und was ist individueller als z.B. ein 1:1 Coaching im Kurs (inkl. Gruppendynamik!) oder als eine intensive Nachsorge im eigenen Alltag?

In den ersten sechs Wochen nach dem ersten Kurs ist die Betreuung durch den eigenen Coach sehr intensiv (das ist ein Angebot, keine Pflicht!). Wir alle wissen, wie schwer es sein kann, neu gelerntes im eigenen Alltag zu integrieren. Ich habe die mitunter täglichen Telefonate mit meinem Coach als sehr wertvoll empfunden. Ich habe nicht bis heute täglich mit meinem Coach oder anderen Coaches telefoniert oder über Skype gesprochen, sondern nach Bedarf, so oft ich wollte bzw. heute noch möchte - falls nötig auch täglich. Ich weiß aber, dass da immer jemand ist, der mich unterstützt, wenn ich es möchte - und das ganz ohne schlechtes Gewissen, dass ich jemanden stören würde oder ähnliches. Ich weiß nämlich, dass wir alle zusammen an unserem Sprechen arbeiten und ich durch meinen Anruf auch dem anderen helfe.

Im Idealfall gibt es in der Nähe Coaches oder andere Teilnehmer, die man treffen kann. Gleiches gilt natürlich für Reisen, wie Petra schon geschrieben hat. Es beschränkt sich also nicht nur auf Online-Coaching!

Ja, mein Name :-) das ist neben allem, was ich bisher erreicht habe (Telefonate, Reden halten, Vorstellungsgespräche, Alleinreisen nach Irland, Interviews...) immer noch mein größter Sieg. Mein Name war immer die größte Hürde, nicht nur am Telefon, sondern fast immer. Und wie oft habe ich Anlauf genommen: Mein Name ist....... Mein Name ist...... Ich heiße....... Ähm.... usw. All das brauche ich nicht mehr, weil ich heute meinen Namen sagen kann, deshalb stelle ich meinem Namen keine Einleitung oder kein Anlaufnehmen mehr voran. Ich sage meinen Namen geradeheraus und stelle alles andere hintenan. Damit fahre ich die letzten zwei Jahre sehr gut :-)

Ich sage das alles nicht weil ich Werbung für das McGuire-Programm mache, sondern weil ich von ganzem Herzen dahinter stehe. Ich möchte meine Erfahrung teilen, damit ihr euch vielleicht ein besseres Urteil bilden könnt. Ich selbst bin so froh, dass ich durch Zufall davon erfahren habe, deshalb möchte ich selbst auch anderen davon berichten. Das McGuire-Programm muss auch gar nicht für jeden die beste Lösung sein, es gibt in Deutschland ein so großes Angebot, dass denke ich jeder das passende für sich finden kann. Was das richtige für mich ist, wisst ihr mittlerweile denke ich :-)

Mein Fazit: Das McGuire-Programm hat mein Leben zum positiven verändert und ich bin so glücklich wie noch nie. Ich lebe das Leben, das ich immer wollte und das habe ich den Menschen zu verdanken, die das McGuire-Programm sind (und natürlich auch mir selbst, denn ich habe schließlich dafür gearbeitet :-) ) Ich vertraue dem McGuire-Programm und die Investition hat sich für mich mehr als ausgezahlt. Ich habe auch keine Angst vor der Zukunft, denn ich weiß, dass ich nicht alleine bin und ich kenne so viele Menschen, die langfristig Erfolg haben. Von diesen Menschen, versuche ich dann zu lernen!

Ich wünsche euch allen viel Erfolg und alles Gute auf eurem eigenen Weg und wünsche euch, dass ihr das richtige für euch findet.

Viele Grüße
Beate

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von Roland Pauli » 6. November 2017 23:47

Hallo BeateK,

Dein Fazit:"Das McGuire-Programm hat mein Leben zum positiven verändert und ich bin so glücklich wie noch nie. Ich lebe das Leben, das ich immer wollte und das habe ich den Menschen zu verdanken, die das McGuire-Programm sind (und natürlich auch mir selbst, denn ich habe schließlich dafür gearbeitet :-)"

Ich freue mich für dich.
Deine wichtigste Aussage für mich ist: "denn ich habe schließlich dafür gearbeitet :-)"

Vor 18 Jahren hatte ich mich einmal ausführlich mit McGuire telefonisch unterhalten und musste schmunzeln, dass er auch wie ich aus dem mentalen Bereich des Tennisspielens kam. Dort lernt man Misserfolge auf dem Wege der Weiterentwicklung nicht als Niederlagen, sondern als notwendige Erfahrungen zu sehen, um konstruktiv damit umuzugehen.

Ich wünsche dir weiterhin viel Energie, diesen lebenslangen Weg in Dankbarkeit weiter zu gehen.
Ich bin auf einem anderen mentalen Weg auch schon seit 1998 unterwegs und genieße die gewonnene Lebensqualität.

LG

Roland

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von kovox » 7. November 2017 06:12

julius hat geschrieben:
3. November 2017 17:38
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass diese Programme dabei möglichst umfassend dargestellt werden sollten, und daszu gehört auch die Finanzierung. Das gilt aus meiner Sicht ganz besonders, wenn sich ein Programm (wie in diesem Fall) als eine Art Gemeinschaftsprojekt darstellt ("Von Stotterern für Stotterer").

... Auch meine ganz konkrete Frage hierzu, ob die Aussage aus diesem Artikel korrekt ist, dass der "Gründer" Dave McGuire 20% aller Kursgebühren erhält (das wären bei einem Kurs mit 16 TN ca. 5000 Euro), wurde bisher nicht beantwortet. Ergänzen möchte ich die Frage: Falls er solch einen Anteil erhält, wofür? Sind das Lizenzgebühren? Betreut er die Kursleiter so intensiv, dass so eine Bezahlung angemessen wäre? Sind das die Kosten für die Internetpräsenz?

Und was ist mit den anderen 80%? Werden die Kursleiter gut bezahlt? Was erhalten die Coaches? Die Frage "Was passiert mit dem Geld" ist bei einem Projekt, dass sich als gemeinschaftlich darstellt ("Stotterer für Stotterer") nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar notwendig. Auf diese Frage habe ich auf der Webseite des McGP keine Antwort gefunden. Ich finde, dass ein Behandlungprogramm sinnvoll sein kann (so beschreibt ihr es, und so ist auch mein erster Eindruck von McGuire), das Bezahlmodell aber trotzdem unseriös.
Berechtigte und interessante Fragen.

Die Antworten waren sehr wortreich, zugleich aber auch sehr enttäuschend, da auf das hier reduzierbar:
PetraS hat geschrieben:
4. November 2017 09:30
Keine Ahnung!
BeateK hat geschrieben:
6. November 2017 20:36
...weiß ich nicht oder sehe es für mich aus den o.g. Gründen als irrelevant an.
Das Folgende lässt sich übrigens über jedes "Bezahlmodell" behaupten:
BeateK hat geschrieben:
6. November 2017 20:36
Das Bezahlmodell des McGuire- Programms ist wie es ist und wenn es jemandem nicht zusagt, dann ist das eben so.
Insbesondere lässt sich das über jedes Abzocker-Modell behaupten.
Nur rechtfertigt diese Behauptung nichts.

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Re: Lebensverändernder Erfolg mithilfe des internationalen McGuire-Programms und Challenge zum Welttag des Stotterns

Beitrag von PetraS » 8. November 2017 13:52

Hallo @Roland,
du warst auch der erste, der mir in den Sinn kam, als uns das McGuire-Modell vorgestellt wurde. Anscheinend hat Dave McGuire das Ganze nur noch um einige Bausteine erweitert und dann dieses internationale Netzwerk aufgebaut.
Für viele Länder, in denen es bislang überhaupt keine relevanten Stottertherapien gab (zum Beispiel einigen arabischen Ländern) ein Segen.

Hallo @Kovox,
ich verstehe nicht, warum ihr euch so sehr am Bezahlmodell festbeißt.
Fakt ist doch, es gibt einen fixen Preis, und dafür gibt es eine Leistung.
Fragst du, wenn du ein neues Auto kaufst, auch, wie sich beim VW die 5.000 Euro mehr rechtfertigen lassen als z.B. beim Fiat oder Kia?

Ich respektiere, dass nicht alles transparent sein kann. Und ich erwarte auch gar nicht, dass alles transparent ist, ich vergleiche nur den Preis mit der angebotenen Leistung, denn bei den wenigsten Leistungen ist so etwas transparent, weder bei Stottertherapien, noch sonstigen gesundheitlichen Leistungen, noch beim Kauf eines PKW.
Ich habe jederzeit die Freiheit, mich für ein anderes Modell zu entscheiden, nur steht dies dann alles in Relation zu meinen Wünschen und Bedürfnissen.

Was ich will: möglichst gut mit meinem Stottern klar kommen.
Ich sehe mir Therapieabsolventen verschiedener Therapiemodelle an und stelle fest:
McGuire produziert - meinen persönlichen Erkenntnissen zufolge, die ich in 2,5 Jahren durch Gespräche mit mehreren Teilnehmern und Coaches sowie unzähligen Empfehlungen auf der Facebook-Seite Stuttering Community entnommen habe -

- glückliche Teilnehmer, die ihr Stottern gut kontrollieren können
- die den umfangreichen Support grandios finden
- die aber wissen, dass sie selbst viel arbeiten müssen

Solange dies alles stimmt, wird das Bezahlmodell auch funktionieren, und selbst in Deutschland, wo die meisten Therapien Leistungen der KV sind, funktioniert es, denn es gibt immer Teilnehmer, die von vorherigen Therapien (auch Langzeit 1:1 mit einem Logopäden) enttäuscht sind und gerne eigenes Geld in die Hand nehmen, um endlich Nägel mit Köpfen zu machen.
kovox hat geschrieben:
7. November 2017 06:12
Insbesondere lässt sich das über jedes Abzocker-Modell behaupten.
Ich halte es nicht für ein Abzocker-Modell. Und noch einmal: niemand nötigt oder zwingt dich, dieses Geld auszugeben. Andere nehmen viel mehr Geld in die Hand und lassen sich die Brüste verkleinern/vergrößern oder Fett absaugen.
Jeder hat die Freiheit, dies zu tun oder zu lassen.

Was zählt, ist doch:
  • Ist es MIR so viel Geld Wert für das Ziel, nicht mehr meinem Stottern ausgeliefert zu sein und jederzeit so sprechen zu können, wie ich möchte.
  • Wenn ich noch dazu realistisch aufgeklärt werde, dass ich nicht geheilt werde, sondern nur Kontroll-Techniken erlernen kann.
  • Wenn ich als Nebeneffekt noch mein Englisch verbessere und viele Leute von überall auf der Welt kennenlerne.
Beate ist es das Wert, und daran finde ich nichts Verwerfliches.
Alle weiteren Leute, die ich im Rahmen des Programmes kennengelernt habe, haben ähnliche Erfahrungen berichtet.
Dennoch bleibt unser großer Markt an KV-subventionierten Therapien davon unberührt.
Ich wünschte mir, es gäbe McGuire als Kassenleistung. Aber darauf werden wir wohl lange warten müssen.
Gruß
Petra

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