Stottern und Ausland

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IgorOnline
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Stottern und Ausland

Beitrag von IgorOnline » 30. Oktober 2012 19:34

Guten Abend zusammen,

Heute gab es bei uns eine Informationsveranstaltung bezüglich Auslandssemester bzw. Praktikum im Ausland.
Da waren schon einige interessante Beiträge dabei, wo ich jetzt am Hadern bin.

Ich würde schon gern ins Ausland. Mit meiner jetzigen Einstellung würde es wahrscheinlich nur ein Praktikum im Ausland werden, da ich dafür nicht länger studieren müsste. Wobei ein Auslandssemester wäre natürlich angenehmer um vor allem Land und Leute besser kennen zulernen.

Momentan bin ich halt am Überlegen.

Bis jetzt war es meistens so, dass ich Englisch sprechen konnte ohne zu stottern. Zumindest war das vor dem Beginn meiner Therapie so ;-) ...
Im September diesen Jahres war ich auf Teneriffa, war richtig schön dort, aber da hatte ich das Problem, dass ich das Erste mal auch bei einer Fremdsprache Stottern musste, sowohl Englisch, als auch bei den paar Brocken Spanisch die ich kann :-D ...

Jetzt hab ich halt so ein bisschen bedenken, ob ich wirklich ein Auslandssemester bzw. Praktikum machen soll.

Habt ihr hierzu irgendwelche Erfahrungen machen können?
Habt vielleicht auch Tipps für mich?

Freue mich über eure Antworten.

Gruß Igor
"Da, wo die Angst ist, da geht es lang"
"Nicht vermeiden - Stottern zeigen"
[Beide Zitate sind aus Abenteuer Stottern, Wolfgang Wendlandt, Verlag DEMOSTHENES]

F.J.Neffe
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Re: Stottern ist international individuell

Beitrag von F.J.Neffe » 1. November 2012 10:29

Wenn ich in Deinem Leben eine Stotterpflanze und eine Sprechpflanze sehe - welche gießt Du bei jeder Gelegenheit und über welche jammerst Du und schämst Dich für sie?
Wenn ich mich bei Dir um einen Job als Stottern oder als Sprechen bewerben könnte, wo hätte ich mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge: als Stottern oder als Sprechen?
Wenn Du konkret Bilanz ziehst, müsste Dir auffallen, dass bei Dir alles immer nur ums Stottern geht.
Alles dreht sich darum.
Sogar Du.
Und dabei beklagst Du, dass sich das Leben nicht um Dich dreht.
Das ginge ohne weiteres - wenn Du aufhörst, wie eine Ziege, die man an den (Stotter-)Pflock gebunden hat, ständig das Stottern zu umkreisen.
Du kannst Dich - Kraft Deines Geistes - losbinden.
Losdenken.
Lossprechen.
Und dann neue Wege denken, sprechen, gehen - raus aus dem Kreisverkehr.
Andererseits kannst Du aber auch nur das das nächste Problem suchen, um Dich wieder daran anzuknüpfen und es zu umkreisen.
Wenn Du 45 neue Möglichkeiten, zu stottern, entdeckst, kannst Du Dich und Dein Leben an allen festmachen.
E.Coué nannte diesen (großteils unbewussten) Umgang mit sich selbst Autosuggestion.
Täglich demonstrierte er vor einigen hundert Hilfesuchenden aus aller Welt, wie man diese unbewusste Autosuggestion bewusst korrigieren und damit seine Geistes- und Seelen- und Körperkräfte lenken kann.
Im Gegensatz zur Pädagogik, die uns auf bewusste Anstrengung konditioniert, wo mit wir unsere begrenzten bewussten Kräfte blockieren und erschöpfen, lenkt man mit Autosuggestion fein, präzise und mühelos die unbegrenzten unbewussten Kräfte, die unsere Lebensfunktionen steuern. Das ist ungewohnt einfach und deshalb gewöhnungsbedürftig, aber sehr effizient. Wenn man bereit ist, die Verantwortung für sich selbst und seine Kräfte & Talente zu übernehmen.
Ich wünsche Dir guten Erfolg.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

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