stottere viel in eng und französisch

Austausch speziell zum Thema Schule (Noten, Mobbing usw.) für stotternde Mädchen und Jungen, deren Eltern, Lehrer und alle Interessierten. Für eine professionelle Beratung wende Dich bitte an die Fachberatung
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Gast

Beitrag von Gast » 4. April 2005 12:53

Hallo
also bei mir ist das so ... ich stottere so auch ein bisschen aber auch net mehr so viel , was mch schon mal sehr freut ... aber eng und französisch machen mir da so meine sorgen ... da tritt es viel häufiger auf und ich ziehe mich total zurück . jetzt nach dem letzten halbjahr , haben wir auch noch neue schüler in die französisch gruppe bekommen . die leute , die vorher dabei waren , wussten das alles und so aber jetzt ... hm naja ich weiß net . ich lese so gut wie garnicht und wenn ich lesen soll , dann kommen immer wieder diese blockanden und so ... das ist voll der mist .
was kann ich da machen ?
aufhören?
oder?

Christine

Beitrag von Christine » 7. April 2005 12:26

Hallo du

Aufhören würde ich keinesfalls. Du willst doch diese Fremdsprachen lernen und davon profitieren! Das darf dir niemand (und auch nicht du dir selbst) nehmen. Du schreibst, dass du Blockaden hast. Gäbe es da nicht die Möglichkeit, dass du mal Sprechtechniken in Fremdsprachen etwas einübst. Ev. solche, die du schon in deiner Muttersprache kannst. Alleine oder via Logopädie? Dann geht vielleicht der Transpher in die leicht stressigen Stunden etwas besser. Auf der andern Seite würde ich mir auch wieder überlegen, ob dich erneute Transparenz deinen Mitschülern gegenüber nicht wieder entlasten könnte und somit indirekt helfen :-)

Alles Gute
Christine

Gast

Beitrag von Gast » 8. April 2005 19:38

Ja also ich weiß das net ... bei so einer logopädie bin ich schon und ich habe ihr das auch alles erzählt und so ... naja jetzt will sie auf jedenfall mit mia mehr französisch bzw eng überund so ... sie meint , das ich jetzt mal son pseudostottern ausprobieren soll , weil ich ja blockadeb habe ,... das würde mia vllt helfen mich zu entspannen oder ruhiger zu werden ...
naja dann werd ich wohl auch weiter machen , wie du es sagst ... bis bald ...

Christine

Beitrag von Christine » 9. April 2005 10:43

Das ist doch gut! Je mehr Sicherheit du in Fremdsprachen hast, desto weniger bringen sie dich unter Druck. Ausserdem finde ich den Ansatz des Pseudostotterns wirklich gut. Kann ich dir nur empfehlen, denn dem Zuhörer gefallen meist Wiederholungen besser als Blockaden. Du musst das selber mal achten, was du zuhörend als angenehmer empfindest. Vielleicht gibst du mir dabei ja Recht...

Es ist auf jeden Fall gut, dass du weiter Fremdsprachen lernst.

Alles Gute
Christine

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Michael13
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Beitrag von Michael13 » 20. September 2007 10:20

Hallo liebe/r GastIn, liebe Christine und alle Fremdsprachenliebenden,

dieser Eintrag ist zwar schon einige Monate (ja Jahre alt), aber das Thema ist ja nach wie vor aktuell.

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass das Stottern in einer Fremdsprache eigentlich nichts anderes ist als in der jeweiligen Muttersprache. Es kann sogar sehr heilsam sein. Folgende Gründe sehe ich dafür:
1. In einer Fremdsprache stottert man (und frau) anfangs stärker, weil man a.) unsicher ist, was die "Fehler" und die Missverständnisse anbetrifft und b.) weil man weniger vermeiden kann, denn meist ist es schon schwierig auch nur eine Übersetzung für ein Wort zu kennen ... Ausweichen ist somit schwieriger
2. Hinzu kommen andere, evtl. ungewohnte und dadurch schwerer auszusprechende Laute ... ich hatte z.B. im Englischen immer Probleme mit dem "tzsch" wie bei "Germany" ... und das sagt man als Deutscher im Ausland sehr häufig, wenn man Leute kennenlernt, denn die erste Frage ist meist "Where do you come from?"
3. Alles zusammen stellt eine erhöhte Konfrontation mit dem Stottern bzw. der Angst vor dem Sprechen dar ... bei Überwindung aber auch eine schnellere Desensibilisierung. Mittlerweile rede ich im Englischen mitunter schneller und flüssiger als im Deutschen (nicht immer freilich :)) ...

Wie bei allen Dingen hilft da nur eines: üben, üben, üben ... egal, was die oder der andere denken mag ... Da hilft aber auch der Bonus, dass es in 99% der Fälle geschätzt wird, wenn man die Sprache eines Landes sprechen möchte ... die persönliche Ebene wird hierdurch sehr stark "bedient" ... Im Deutschen ist es dem Gegenüber egal, wie du gut Deutsch du spricht. Ich möchte nicht pauschalisieren, aber spricht man "zu ordentlich", gilt man vielleicht als Snob oder was weiß ich was. Oder im gegenteiligen Fall als nicht so gebildet, primitiv oder oder ... Kurzum: in einer Fremdsprache könnte man theoretisch eigentlich sogar entspannter ans Sprechen herangehen als in der Muttersprache (Gott, sei Dank, heißt die nicht auch noch "Vatersprache" :)).

Pseudostottern ist natürlich noch eine Stufe weiter ... eine m.E. sehr wirksame Therapie. Hab's auch mal probiert ... fand es leichter als im Deutschen, spielerischer irgendwie ... ich habe mich da, glaube ich, weniger geziert, weil es nicht so auffällig ist, wenn man in einer Fremdsprache Silben wiederholt etc.

Das Fremdsprachen in jedem Fall eine Bereicherung im Leben darstellen kann ich nur unterstreichen. Der Schlüssel zu einer Kultur geht sehr stark über die Sprache ... und wenn man noch eine Person des anderen Geschlechts als Sprachtandem hat, dann geht alles meist noch fließender ... achja, meinetwegen auch des gleichen Geschlechts (ich wollte niemanden vergessen oder ausschließen :))

In diesem Sinne, ciao et hasta luego, Micha-Michail-Miguel. :)

PS: Eine albanische Freundin erzählte mir dieses Jahr, wie sie sich vor drei, vier Jahren mit kaum Deutsch "in der Tasche" manchmal sehr einsam gefühlt hat, in gewisser Weise unverstanden und allein ... dieses Gefühl veränderte sich mit der Zeit ... ich glaube, an diesem Punkt konnte sie auch auch verstehen, wie ich mich manchmal mit meinem Stottern gefühlt habe.

Peter
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Beitrag von Peter » 22. September 2007 18:25

Es ging mir in der Schule irgendwie genauso.
In Englisch habe ich viel mehr gestottert als in Deutsch.
Obwohl ich rückblickend sagen muss, dass das vielleicht auch was mit meinem Lehrer in Englisch zu tun hatte und nicht unbedingt mit der Fremdsprache an sich.
Gruß Peter
Das Schicksal fragt nicht wer wir sind. Es würfelt blind.

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Beitrag von newage » 23. September 2007 20:38

Bei mir ist es so, dass ich auf französisch viel flüssiger
reden kann als auf Deutsch oder Englisch.
In Englisch z.B komme ich bei wörtern wie river, reporter..
nicht weiter.
Im Deutschen sind es im moment wörter, die mit m anfangen.
Es hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich erst
gerade mein zweites Jahr französisch habe und wir in der klasse
alle nicht etwas probleme mit der Aussprache habe.
Latein ist ja wie das Deutsche, da habe ich auch die selben
"Probleme"
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Re: stottere viel in eng und französisch

Beitrag von Serenity » 17. Juli 2008 21:36

In der Oberstufe habe ich damals Englisch abgewählt und Französisch
ins Abitur genommen.
Ich hatte im Englischen nur noch Probleme beim Sprechen.
Was vorher-bis zur 8.Klasse - ÜBERHAUPT NICHT der Fall war.
Ich hab Englisch geliebt, bei Geschichten vor der ganzen Klasse
vorgelesen. Gerne vorgelesen.
Und irgendwann sollte ich im Kurs alle Wörter, die an der Tafel
standen, vorlesen und es ging nicht. Ich hab nur noch gehakt.
Die schlimmsten Blöcke.
Von 100 auf 0....
Im Französischen habe ich auch gestottert, aber nicht so
sehr wie im Englischen.
Weil die Sprache "härter" ist, konnte ich es besser aussprechen.
Englisch ist weicher und "nuscheliger" (worry, rabbit)
Jedenfalls habe ich als Einzige der gesamten Stufe ;)
damals Französisch ins Abi genommen und mit 'ner guten Drei bestanden...
Ich liebe Sprachen. Und ich hasse es, dass man letztendlich in
JEDER Sprache stottert...
Grant me the serenity to accept the things I cannot change
the courage to change the things I can
and the wisdom to know the difference

Luna
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Registriert: 19. Mai 2008 12:36

Re: stottere viel in eng und französisch

Beitrag von Luna » 3. Oktober 2008 17:17

Mir geht es auch so. in französisch ist es ganz schwierig. in deutsch und englisch geht es eigentlich sogar. aber französisch geht gar nicht. vorallem wir haben jetzt zum neuen schuljahr auch neue schüler in französisch bekommen... bis jetzt musste ich zum glück noch nicht lesen oder so.
in englisch geht es wie gesagt ganz gut. liegt vielleicht daran, dass ich mich beim englischen mehr auf die sprache konzentreieren muss.
Lg,
Luna

luxemburger
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fremdsprachen

Beitrag von luxemburger » 16. Oktober 2008 20:38

hallo
ich bin luxemburger und wie bekannt lernen wir seit der grundschule 3 sprachen: luxemburgisch, deutsch und französisch. etwas später kommt dann noch englisch dabei .ich bin eigentlich eine sehr offene person und habe keine probleme leute auf luxemburgisch anzusprechen ohne zu stottern. komischerweise stottere ich im englischn und französischen um so mehr, hauptsächlich unsern lehrern gegenüber wenn ich mich melde. kennt jemand vielleicht einfache tricks dieses leichte stottern / gelegentlich blockaden/ zu verbessern?

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