Ratlos!!!

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Fu
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Ratlos!!!

Beitrag von Fu » 3. Februar 2008 20:26

Hallo,
ich schaue seit ca. 1 Jahr öfter mal in dieses Forum rein und habe mich heute entschlossen, selbst mal zu schreiben.
Mein Sohn, 4,5 Jahre alt, stottert seit kurz vor seinem 3. Geburtstag.
Er hat auch ziemlich spät angefangen zu sprechen (mit 2 Jahren) und ich bin ziemlich sicher, dass es da einen Zusammenhang gibt. Seit er 3 1/2 Jahre alt ist, gehen wir zur Logopädin. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich etwas bringt und ob wir bei der richtigen Logopädin sind.
Sie ist nicht spezialisiert auf dieses Thema. Seit November haben wir auf ihren Vorschlag hin, eine 3-Monatige Pause eingelegt. Sie meinte, es wäre besser, da er dann wieder mit mehr Freude an die Sache ran geht.
Bei ihm "fehlen" auch noch die Buchstaben "G" und "K".
Mein Sohn spricht nie über sein Sprachproblem und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihn darauf ansprechen soll. Es scheint ihn auch nicht sonderlich zu belasten, er spricht gerne und viel. Manchmal denke ich, es belastet mich mehr als ihn. Aber dann denke ich wieder, vielleicht traut er sich nur nicht oder schämt sich gar, darüber zu sprechen.

Bei ihm sind die Phasen, in denen es besser oder schlechter läuft, ganz massiv ausgeprägt. Seit Dezember war es wirklich so gut mit dem Sprechen, dass wir schon zu hoffen gewagt haben, dass es sich langsam "ausschleicht". Seit ca. 1,5 Wochen allerdings hat sich das wieder schlagartig geändert und wir können uns nicht erklären, warum es auf einmal wieder so schlimm geworden ist. Jetzt frage ich mich halt, ob ich evtl. mal zu einem Sprachtherapeuten o.ä. gehen sollte, der auf die Sache wirklich spezialisiert ist. Unsere Logopädin hat nicht so viele Patienten, die stottern. Hat jemand einen Rat für mich?
Liebe Grüße
Fu

---***---
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Beitrag von ---***--- » 4. Februar 2008 00:35

Hallo Fu,

herzlich willkommen im Forum!
Fu hat geschrieben:Er hat auch ziemlich spät angefangen zu sprechen (mit 2 Jahren) und ich bin ziemlich sicher, dass es da einen Zusammenhang gibt.
Ja, nach dem, was ich weiß, haben viele Kinder, die beginnen zu stottern, eine verzögerte Sprachentwicklung. Kompetente Auskunft kann Dir die Fachberatung geben, an die Du Dich hier im Unter-Forum "Fachberatung..." wenden kannst.

Vielleicht verschiebt auch ein Moderator Deinen Beitrag dorthin?
Fu hat geschrieben:Mein Sohn spricht nie über sein Sprachproblem und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihn darauf ansprechen soll. Es scheint ihn auch nicht sonderlich zu belasten, er spricht gerne und viel. Manchmal denke ich, es belastet mich mehr als ihn. Aber dann denke ich wieder, vielleicht traut er sich nur nicht oder schämt sich gar, darüber zu sprechen.
Konntest Du mit der Logopädin darüber reden, wie Du Stottern mit Deinem Sohn besprechen kannst?

Aus meiner Erfahrung mit einem meiner Neffen, der stottert (wie ich selber), kann ich mir durchaus vorstellen, dass es Deinem Sohn nicht sonderlich auffällt und er auch nicht leidet. Ich könnte mir vorstellen, dass es Dich im Umgang mit ihm auch verunsichert, was schade wäre. Vielleicht bekommst Du von der Fachberatung auch Tipps, wie Du gut über Stottern mit ihm reden kannst.

Liebe Grüße!
Mechthild

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Roland Pauli
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Re: Ratlos!!!

Beitrag von Roland Pauli » 4. Februar 2008 00:58

Fu hat geschrieben:...ob ich evtl. mal zu einem Sprachtherapeuten o.ä. gehen sollte, der auf die Sache wirklich spezialisiert ist. Unsere Logopädin hat nicht so viele Patienten, die stottern. Hat jemand einen Rat für mich?
Liebe Grüße
Fu
Hallo Fu,

Du kannst Dir folgenden Text des BUNDESVERBANDES DIPLOMIERTER LOGOPÄDINNEN ÖSTERREICH zu Gemüte führen, um die Zeit zu überbrücken, bis Du einen Kinder-Spezialisten gefunden hast:
...
Versetzen Sie sich doch kurz in die Lage Ihres Kindes!
Bis jetzt hat ihr Kind zwar dann und wann Schwierigkeiten mit dem Sprechen gehabt, doch das hat es nicht weiter gestört. Allmählich merkt es aber, dass es damit etwas auf sich hat. Vielleicht wurde es von seinen Spielkameraden gehänselt. Oder Sie haben ihm gesagt, es soll langsam und ordentlich sprechen. Das Kind merkt nun, dass etwas mit seinem Sprechen nicht stimmt, die Sprechstörung wird dem Kind bewusst.
Dieses „Störungsbewusstsein“ ist der erste Schritt zu Verstärkung des Stotterns. Von nun an wird das Kind vermehrt auf sein Sprechen achten. Es könnte merken, dass bestimmte Wörter besonders große Schwierigkeiten machen und diese durch „leichtere“ ersetzen. Gibt man ihm Ratschläge, langsamer zu sprechen oder vor dem Sprechen tief Luft zu holen, und gelingt das Sprechen dann immer noch nicht besser, so kann dies zu noch mehr Verkrampfung führen.

Stottern ist mit sehr vielen Vorurteilen und Tabus behaftet, so dass es nicht verwunderlich ist, wenn Ihr Kind bei Ihnen Gefühle wie Angst und Unsicherheit, Scham, Mitleid und Ungeduld auslöst. Wie Sie über das Stottern denken und was Sie beim Stottern Ihres Kindes fühlen, spielt eine wichtige Rolle, da es Ihr Verhalten beeinflusst. Ihr Kind wird auch ohne Worte Ihre Gefühle und Gedanken verstehen.

Für die weitere Entwicklung ist also die Umgebung – Eltern, Geschwister, Freunde, Kindergarten, Schule wichtig. Es geht darum, die Umwelt des Kindes so zu gestalten, dass das Sprechen so gut wie möglich unterstützt wird.

Wie können Sie Ihrem Kind flüssiges Sprechen erleichtern?
Versuchen Sie, langsam zu sprechen!
Beobachten Sie Ihr eigenes Sprechverhalten, denn Sie sind das wichtigste Sprachvorbild für Ihr Kind. Sprechen Sie sehr schnell? Ein hohes Sprechtempo kann ein stotterndes Kind unter Druck setzen, indem es genauso schnell sprechen will, wie Sie. Langsames Sprechen können Sie trainieren, wenn Sie Ihrem Kind vorlesen.
Wir sprechen am schnellsten, wenn wir es eilig haben, d.h. unser „Lebenstempo“ bestimmt unser Sprechtempo. Sollten Ihre Familie und Sie ihr „Lebenstempo“ senken?
Versuchen Sie, einfach zu sprechen!
Sprechen Sie mit Ihrem Kind altersgemäß? Wenn Sie mit Ihrem Kind wie mit einem Erwachsenen sprechen, kann es passieren, dass es auch z.B. lange komplexe Sätze bilden will. Auch hier kann es unter einen Anforderungsdruck geraten, dem es noch nicht gewachsen ist. Ihr Sprachvorbild sollte so sein, dass es für Ihr Kind erreichbar ist.
Fragen Sie so wenig wie möglich!
Dadurch soll nicht der Umfang einer Unterhaltung verkürzt werden. Lassen Sie Ihr Kind aus eigener Initiative sprechen. Erzählen Sie selber! Wenn Sie etwas über Ihren Tag erzählen, so erzählt Ihr Kind wahrscheinlich etwas über seinen Tag. Bedenken Sie, dass gewisse Fragestellungen hohe sprachliche Anforderungen an das Kind bedeuten. (z.B. Was hast Du gemacht? Erzähle! ...)
Lassen Sie Ihr Kind aussprechen!
Geben Sie Ihrem Kind genügend Zeit, sich zu äußern und unterliegen Sie nicht der Versuchung, seine Sätze zu vervollständigen, wenn es hängen bleibt.
In Familien mit mehreren Kindern ist es wichtig, darauf zu achten, dass jeder die Zeit bekommt, die er für seine Äußerungen benötigt.
Versuchen Sie ruhig und gelassen zu bleiben, wenn Ihr Kind stottert!
Vielen Eltern fällt es schwer, ihrem stotternden Kind ruhig und gelassen zuzuhören. Vielleicht passiert es auch Ihnen, dass Sie die Luft anhalten oder einzelne Körperbereiche anspannen (z.B. Schulterbereich), wenn Ihr Kind stottert. Damit sich diese Anspannung nicht auf das Kind überträgt, sollten Sie versuchen ruhig weiterzuatmen und sich bewusst zu entspannen. Konzentrieren Sie sich insgesamt auf das, was das Kind sagt, und nicht so darauf, wie es das tut.
Schauen Sie nicht weg, wenn Ihr Kind stottert!
Das Halten des Blickkontaktes ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation – er zeigt dem Gesprächspartner, dass man zuhört und Interesse am Gesagten hat. Ein natürlicher Blickkontakt schließt ein gelegentliches Abschweifen des Blickes jedoch nicht aus. Allerdings sollten Sie auch vermeiden, erst beim Auftreten von Symptomen den Blickkontakt herzustellen.
Hören Sie aktiv zu!
Hierzu gehört der bereits erwähnte Blickkontakt während eines Gesprächs, aber auch ein zustimmendes Nicken, ein kurzes bestätigendes „Mhm“, ... Durch diese Verhaltensweisen zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie an dem, was es sagt, interessiert sind, und dass das Stottern kein Problem ist. Wiederholen Sie am Ende einer Aussage kurz mit eigenen Worten, was es Ihnen gesagt hat. So zeigen Sie, dass Sie verstanden haben, worum es ihm geht.
Sprechen Sie offen über das Stottern!
Sobald Ihr Kind sich seines Stotterns bewusst ist, können Sie mit ihm über sein Stottern sprechen. Ein Gespräch könnten Sie beginnen, indem Sie z.B. „Das war aber ein schwieriges Wort!“ sagen. Ein Kind, dem sein Stottern bewusst ist, mit dem Sie jedoch noch nie darüber gesprochen haben, könnte das Gefühl bekommen, dass Stottern etwas ganz besonders Schlimmes sein muss..."

Viel Erfolg

Roland
http://www.ropana.de

Fu
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Beitrag von Fu » 10. Februar 2008 12:05

Hallo Mechthild,
vielen lieben Dank für Deine Mail.
Ich glaube, Du hast Recht mit Deiner Vermutung wegen meiner Verunsicherung. Ich will halt auf keinen Fall etwas falsch machen und habe Angst, ihn auf das Stottern anzusprechen. Aber ich will mich jetzt auf jeden Fall schlau machen und etwas gegen meine Angst tun.

Wie alt ist Dein Neffe? Sprecht Ihr mit ihm über das Stottern?

Liebe Grüße
Fu

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Beitrag von Fu » 10. Februar 2008 12:20

Hallo Roland,
vielen lieben Dank für Dein Mail.
Ich habe von unserer Logopädin auch schon einiges an Lesematerial mitbekommen und versuche seitdem auch, die ganzen Tips und Ratschläge zu befolgen. Oft bin ich verunsichert, ob ich das auch richtig mache und oft suche ich die Ursache für das Stottern meines Sohnes bei mir.
Ich weiss, dass ich da noch viel an mir selbst arbeiten muss.
Liebe Grüße
Fu

ZORA
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Beitrag von ZORA » 10. Februar 2008 16:55

Hallo Fu,
so etwas wie Schuldgefühle oder zu glauben, etwas falsch gemacht zu haben als Eltern, stört nachhaltig die Beziehung zwischen Eltern und Kindern.
Ich stottere und habe zwei nicht stotternde Kinder. Kinder bringen uns immer wieder an unsere Grenzen. Wir machen immer wieder Fehler - ohne Absicht. Wenn wir Fehler machen, können wir uns entschuldigen.
Als Mütter versuchen wir immer, alles richtig zu machen. Wir sind, wie alle anderen Menschen, begrenzt, und deshalb werden wir immer wieder Fehler machen. Das ist auch nicht schlimm, sondern normal.
Suche nicht die Ursache für das Stottern deines Sohnes bei Dir. Es hindert Dich, Dir die Hilfe zu holen, die Du brauchst.
Unserer Aufgabe ist, unsere Kinder zu schützen und zu erziehen. Schuldgefühle sind da wirklich nur hinderlich.
Die gemeinsame Auseinandersetzung (Du und Dein Sohn) mit den individuellen Möglichkeiten und Grenzen können euch wachsen lassen und eure Beziehung stärken.
Ich wünsche Dir Kraft und Mut, immer wieder neue Lösungen zu suchen und zu finden.
Die großen Lösungen sind leider selten, aber die gibt es auch!
Ich hatte immer das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, weil ich den Ratschlägen meiner Eltern bezüglich der Veränderung des Stotterns nicht folgen konnte. Meine Mutter war traurig. Ich dachte, ich bin daran schuld, dass sie traurig ist, weil ich stottere und konnte es dennoch nicht ändern. Es hat lange gedauert, mir und ihr klar zu machen, dass niemand von uns etwas falsch gemacht hat.
Alles Gute!
ZORA

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Beitrag von ---***--- » 12. Februar 2008 01:32

Liebe Fu,

was glaubst Du, was Du falsch machen könntest, was sind Deine Ängste?
Fu hat geschrieben:Wie alt ist Dein Neffe? Sprecht Ihr mit ihm über das Stottern?
Mein Neffe ist mittlerweile 14, er stottert nicht schwer, nicht angestrengt, hat relativ wenig Stotterereignisse. Als ich gemerkt habe, dass er beginnt zu stottern, war ich besorgter als seine Eltern, ich glaube, das ist heute noch so :wink:, ich war besorgt, dass er es wegen Stottern schwer haben wird. Aber er geht ganz entspannt damit um, ist sehr kontakt- und redefreudig. Wenn er zu Besuch hier ist, lerne ich mit ihm nette Menschen kennen, weil er so offen auf Leute zugeht.

Er ist von kleinauf gewohnt, dass ich über mein Stottern spreche. Ich spreche mit ihm über sein Stottern, auch nicht häufig, wenn es sich ergibt, wenn ich das Gefühl habe, er ist doch irritiert wegen einer Blockade. Dann frage ich ihn, manchmal, welcher Laut gerade schwierig für ihn war. Ansonsten geht es, wie im Umgang mit anderen, um den Inhalt, nicht wie er etwas sagt. Seit er in der Schule ist, habe ich immer mal wieder nachgefragt, ob er wegen Stottern Probleme hat. Da kamen auch immer Geschichten, die er sonst nicht erzählt hätte, eine Lehrerin z.B. (in einer Sprachheil(grund)schule :roll:) hat es nicht mit Stottern in Verbindung gebracht, wenn er schon gesprochen hat, bevor er eigentlich an der Reihe war. Heute erzählt er, und wir sprechen darüber, ein Ohr für seine Schilderungen scheint ihm zu reichen, selbstbewusst und ohne Ängste zu sprechen.

Liebe Grüße,
Mechthild

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Beitrag von Fu » 17. Februar 2008 16:17

Liebe Mechthild,
meine Angst hat glaube ich damit zu tun, dass ich oft nicht weiss, ob ich das Richtige tue. Z.B. ob ich meinen Sohn auf das Stottern ansprechen sollte oder ob ich einfach warten soll, bis er auf mich zukommt.
Aber ich werde mich jetzt auf jeden Fall nach einem Sprachtherapeuten, der auf das Stottern spezialisiert ist, erkundigen. Und vielleicht kann der mir auch ein paar Tips geben wie ich für mich besser damit umgehen kann.
Vielleicht hört es sich jetzt so an, als ob sich bei uns zu Hause alles auf
die Sprache konzentriert. Das ist natürlich nicht so. :)
Genau wie Du schreibst, geht es mir auch. Ich hab einfach Angst, dass er es unheimlich schwer haben wird mit dem Stottern.
Ich finde es schön, wie und was Du über Deinen Neffen schreibst und es macht mir Mut! Vielen Dank dafür.
Ganz liebe Grüße
Fu

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Beitrag von Fu » 17. Februar 2008 16:44

Hallo ZORA,
vielen Dank für Dein Mail.
Es ist gut, das mal aus der Sicht einer betroffenen Person zu lesen, vor allem wie das in Deiner Kindheit war.
Natürlich versuche ich, mir vor meinem Sohn nicht anmerken zu lassen, dass mich das Ganze so belastet. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis (aus meiner Sicht :) ) und ich hoffe einfach, dass er zu mir kommt, wenn ihn irgendetwas belastet!
Es müsste einen Schalter geben, der sich ganz einfach umlegen lässt! :)
Aber wie ja schon gesagt, ich bin entschlossen, da an mir zu arbeiten.
Der erste Schritt war, glaube ich, hier in diesem Forum einfach mal meine Gedanken zusammenzufassen. Und es tut auch gut, sich einfach mal auszutauschen und zu lesen wie es anderen Leuten ergeht.
Viele liebe Grüße
Fu

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Beitrag von ---***--- » 17. Februar 2008 16:50

Liebe Fu,
Fu hat geschrieben:Aber ich werde mich jetzt auf jeden Fall nach einem Sprachtherapeuten, der auf das Stottern spezialisiert ist, erkundigen. Und vielleicht kann der mir auch ein paar Tips geben wie ich für mich besser damit umgehen kann.
Vielleicht kann Dir die Fachberatung hier im Forum schon weiterhelfen, bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten, aber auch, wie und ob Du mit Deinem Sohn über Stottern sprechen kannst.

Die Antwort der Fachberatung würde mich ehrlich gesagt auch interessieren :smile,

liebe Grüße
Mechthild

Uli
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Re: Ratlos!!!

Beitrag von Uli » 23. April 2008 22:11

Fu hat geschrieben:Mein Sohn spricht nie über sein Sprachproblem und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihn darauf ansprechen soll. Es scheint ihn auch nicht sonderlich zu belasten, er spricht gerne und viel. Manchmal denke ich, es belastet mich mehr als ihn. Aber dann denke ich wieder, vielleicht traut er sich nur nicht oder schämt sich gar, darüber zu sprechen.
Hallo Fu,
ganz ähnlich ist es mir vor zwei Jahren mit meinem damals achtjährigen Sohn auch ergangen. Vielleicht hilft es Dir ja, in dem Thema von damals zu lesen:http://forum.bvss.de/viewtopic.php?f=17&t=189
Wenn ich Dir einen Rat geben kann, dann den: Rede mit Deinem Sohn darüber, gerade weil es ihn momentan nicht sonderlich belastet. Ihr könnt es ganz langsam und ruhig angehen lassen, es läuft Euch ja nichts weg. Und da er ja schon in logopädischer Behandlung ist, wird er ja wissen, wie so etwas abläuft und sich vielleicht ganz leicht entschließen können, auch sein Stottern mittels einer solchen Therapie in den Griff zu bekommen. Wenn Du den Eindruck hast, der bisherige Logopäde ist für's Stottern nicht ausreichend ausgebildet, dann lass Dich doch von ihm weiter verweisen. Wenn er wirklich gut ist, wird es ihm sicher nichts ausmachen, Deinem Sohn zu helfen, indem er ihn an einen kompetenteren Kollegen vermittelt.
Ich wünsche Dir viel Liebe und Geduld für Dein Kind und die Gewissheit, dass sich alles zum Guten wenden wird.
Grüße von Uli

Fu
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Re: Ratlos!!!

Beitrag von Fu » 13. Mai 2008 21:17

Hallo Uli,
dank Dir für Deine Nachricht. Mittlerweile ist ja schon wieder einige Zeit vergangen und wir sind jetzt gerade zu einer neuen Logopädin gewechselt, die mit diesem Thema schon einige Erfahrungen gesammelt hat. Einmal war ich alleine dort und das letzte Mal waren mein Sohn und ich zusammen bei ihr.
Ich glaube, die 2 verstehen sich ganz gut.
Wir hatten wieder eine ganz prima Phase, in der mein Sohn wirklich kaum gestottert und die ging über mehrere Wochen hinweg.
Vor 2 Wochen hat er Windpocken bekommen und etwa 2 Tage vorher wurde sein Sprechen schlechter (ich frage mich, ob es da eine Verbindung gibt?)
und er ist aus dieser Phase auch noch nicht wirklich draussen. Die Windpocken sind aber so gut wie abgeheilt.
Aber ich glaube, ich kann von mir selbst sagen, dass ich lockerer geworden bin, kann im Moment ganz gut damit umgehen.
Ich habe auch versucht, mit meinem Sohn darüber zu reden, so von wegen "wenn die Wörter machmal hüpfen" aber er ist überhaupt nicht darauf eingegangen, er hat einfach ein neues Thema angesprochen. Danach hat mich der Mut verlassen und auch die neue Logopädin meinte, ich soll es erstmal lassen.
Ach ja, und Ende der Woche haben wir auch noch in der Phoniatrie im Krankenhaus einen Termin. Das wurde mir ebenfalls empfohlen.
Bin neugierig, wie das abläuft.
Liebe Grüße
Fu

Stolperstein
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Re: Ratlos!!!

Beitrag von Stolperstein » 11. März 2014 08:05

Hallo, ich möchte dir - aus eigener Erfahrung - eine Anregung geben. Meine Tochter hat damals auch spät gesprochen und mit knapp 4 Jahren begonnen zu stottern. Ich vermutete psychische Gründe; wir hatten damals Unruhe in der Familie. Logopäde verschlimmerte leider das Problem, so ließ ich sie ganz in Ruhe damit und alles beruhigte sich. Später stellte sich heraus, dass sie eine Legasthenie hat. (erbliche Disposition väterlicherseits, wusste ich aber damals nicht, da gut "getarnt") Heute weiß ich, dass Stottern ein Vorbote der Legasthenie sein kann. Kannst du auch bei wiki nachlesen.

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