Einschulung

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Irina
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Einschulung

Beitrag von Irina » 10. Februar 2009 00:22

Hallo,

mein Sohn ist 5 1/2 Jahre und stottert ca. seit seinem 4. Lebensjahr. Er geht seit 1.5 Jahren 1 x in der Woche zum Logopäden, den ich wirklich gut finde. Gleichzeitig versuche ich (klappt nicht immer) täglich mit ihm ca. 30 Min. spielerische Übungen zu machen. Wir sehen uns Bilderbücher an und beschreiben was wir sehen oder üben anhand von Karten Sätze zu bilden oder uns dazu Geschichten auszudenken. Während den Übungen stottert er so gut wie überhaupt nicht. Er ist locker und entspannt und kann manchmal "unendliche" Geschichten erzählen ohne sich dabei anzustrengen bzw. zu stottern. Wenn ich an der Reihe bin wende ich hin und wieder das Pseudostottern an, damit er mich auch "erwischt". Alles klappt super, doch sobald er sich mit seinem Freund oder seiner Schwester unterhällt (auch kurz nach den Übungen) ist alles verflogen und er stottert bei jedem zweiten Wort. Ist ja auch verständlich, da spielen Emotionen eine große Rolle (Freude, Aufregung) und er will sich schnell mitteilen. Außerdem ist er noch in der Sprachentwicklung, da wird noch nach den passenden worten gesucht. Und wenn's gar nicht mehr besser wird......er soll nun nach den Sommer in die Schule (Mußkind), ich weiß es zwar noch nicht 100%ig weil die Gespräche, Test noch kommen werden, dennoch muß ich mich mit den Gedanken versuchen anzufreunden dass er dieses Jahr eingeschult wird. Ich habe eine riesige Angst. Seine besten Freunde kommen alle erst nächstes Jahr in die Schule, sie kennen ihn und das Stottern. Wenn er dieses Jahr (ohne seine Freunde) eingeschult wird habe ich Angst dass er es schwer haben könnte. Er ist ein fröhliches (das sagen mir auch die Erzieher), aber auch ein sehr sensiebles Kind. Ich habe mir fest vorgenommen das diesjährige Eltern-Kind Seminar zu besuchen.
Ich glaubte mich mit der Situation, dass mein Kind stottert arangiert zu haben, aber nun ist ständig diese Angst da. Ich frage mich, ob ich um ein Termin mit der Schulleitung bitten sollte, um mich einfach darüber zu informieren, ob es dort schon mal stotternde Schüler gegeben hatte u.s.w.
Mein Sohn ist wohl bisher meine größte Herausforderung. Ich versuche cool zu bleiben und mir immer wieder seine Stärken vor die Augen zu halten. Und dann packen mich die Sorgen und die Angst und ich wünsche mir, dass er es nicht merkt. Aber er hat so feine Antenen, er nimmt meine Sorgen sicherlich mehr wahr als mir lieb ist.

2412

Re: Einschulung

Beitrag von 2412 » 10. Februar 2009 09:36

Hallo Irina,

vor 16 Jahren war ich genau dein Kind. Deshalb hoffe ich, dir ein bisschen darüber berichten zu können.

ich habe ebenfalls seit meinem vierten Lebensjahr gestottert, weswegen insbesondere meine Mutter krank vor Sorge war. Da ich meine frühe Kindheit in einem osteuropäischen Land verbracht habe, wurde ich nicht nur von Logopäde zu Logopäde, sondern auch von Wunderheilerin zu Wunderheilerin geschleppt. Dies alles führte zu keinerlei Erfolg, dafür wurde mir aber immer mehr bewusst, dass ich anders bin - nicht wie die anderen Kinder - und ein Störungsbewusstsein entwickelte, das sehr belastete. Ich persönlich halte deshalb nicht viel davon, kleine Kinder wie deinen Sohn zum Logopäden zu schicken. Erstens versteht dein Sohn noch gar nicht, warum er pseudostottern soll und zweitens spiegelst du ihm durch dein eigenes Pseudostottern eine Welt vor, die es so gar nicht gibt - und das wird er spätestens mit Schuleintritt leidvoll feststellen müssen.

Hinsichtlich der Schule solltest du dein Hauptaugenmerkt darauf richten, dass dein Sohn fair benotet wird. Aus eigener Erfahrung in der Grundschule und später auf dem Gymnasium weiß ich, dass oft nicht die Mitschüler das Leben von stotternden Schülern schwer machen, sondern die Lehrer. In der Lehrerausbildung werden Sprechstörungen völlig ausgelassen, so dass sie nicht selten ahnungs- und hilflos dem Stottern gegenüber stehen. Die meisten Lehrer werden dich beruhigen und dir sagen, sie würden darauf Rücksicht nehmen, aber die Wirklichkeit ist leider häufig anders. Daher solltest du dich frühzeitig über den Nachteilsausgleich (http://www.bvss.de/index.php?option=com ... cle&id=110) informieren und dafür kämpfen, dass dein Sohn niemals eine Note bekommt, die aufgrund seines Stotterns oder den begleitenden psychosozialen Faktoren heruntergesetzt ist.

Einschulen würde ich deinen Sohn allerdings schon jetzt. Je früher er - so brutal es klingen mag - mit eventuellen Hänseleien konfrontiert wird, desto besser. Diese Erfahrungen würde er auch machen, wenn du noch 1,2,3,4,5...100 Jahre wartest und er selbst mit den besten Freunden der Welt eingeschult wird. Diese Erfahrungen macht jeder Stotterer und je früher er solche Erlebnisse hat, desto schneller lernt er, damit umzugehen. Deine Aufgabe sollte es dann sein, zuhause mit ihm darüber ausführlich zu reden und - am besten mit psychotherapeutischer Hilfe - ihm beizubringen, solche Erfahrungen gut zu verarbeiten und zukünftig cool zu bleiben. Du tust deinem Sohn meines Erachtens keinen Gefallen damit, wenn du ihn in einem goldenen Käfig hältst, in einem stets überbehüteten Umfeld und seine Einschulung von seinen Freunden abhängig machst. Freunde kommen und gehen, das Stottern bleibt (in Fällen von richtig chronischem Stottern, wie du es beschreibst, leider öfter als einem lieb ist).

Ich habe mein ganzes Leben als Stotterer verbracht, habe schreckliche und schöne Erfahrungen gesammelt, habe das Stottern manchmal verflucht und manchmal akzeptiert, aber ich habe mich nie unterkriegen lassen. Mittlerweile studiere ich recht erfolgreich und habe damit nicht weniger erreicht als "Normalsprechende". Auch als Stotterer lässt sich ein qualitatives Leben führen - wichtig ist nur der eigene Umgang mit dem Stottern.

Viel Glück dir und deinem Sohn!

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Michael13
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Re: Einschulung

Beitrag von Michael13 » 15. Februar 2009 22:47

Hallo liebe Irina,
Irina hat geschrieben:Mein Sohn ist wohl bisher meine größte Herausforderung. Ich versuche cool zu bleiben und mir immer wieder seine Stärken vor die Augen zu halten. Und dann packen mich die Sorgen und die Angst und ich wünsche mir, dass er es nicht merkt. Aber er hat so feine Antenen, er nimmt meine Sorgen sicherlich mehr wahr als mir lieb ist.
Umso mehr ich jetzt - mit 33 Jahren - auf das/mein Stottern schaue, umso mehr merke ich, wie sehr ich die Reaktionen meiner Umwelt reflektiere. Das kann dazu führen, dass ich "aus heiterem" Himmel ins Stottern komme ... heute erkläre ich mir das damit, dass die Menschen um mich drumherum genauso von irgendwelchen Ängsten belastet sind.
Mittlerweile ist mir mein Stottern auch ein gutes Testmittel, wie mein Gegenüber mit dieser Situation umgehen kann, ob er oder sie auch locker bleiben kann.

Um ehrlich zu sein, frage ich mich, ob dein Sohn überhaupt solche großen Probleme mit dem Stottern hat, wie du selbst :) ...
Ich denke, du siehst das schon ganz richtig ... er ist deine größte Herausforderung. Ich würde mal so tippen, dass sich sein Stottern auch legt, wenn du dich mit dem Stottern deines Sohnes nicht nur arrangieren, sondern es akzeptieren kannst ... Akzeptanz heißt nicht Resignation.

Aus eigener Erfahrung ist es wichtiger, Kinder in den Dingen zu unterstützen, die sich tun wollen ... wenn sie Selbstvertrauen über Hobbys, Sport etc. bekommen, dann wirkt sich dies auch positiv auf das Stottern aus.
Mich haben die Leseübungen allein oder beim Sprachheillehrer wohl manchmal eher nervöser gemacht, weil der Kontrast von Übung im Stillen zur Realität sehr groß war mitunter. Hmm, ich denke, alles in Maßen, nicht auf "Teufel komm raus" sozusagen. Mir erscheinen 30 Minuten am Tag irgendwie etwas zu regelmäßig ... manchmal hat man einfach gar keine Lust sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Wann bekommt denn dein Sohn ein Ruhepause, um das alles zu verarbeiten? Zudem könnte der Effekt eintreten, dass es nur für die tägliche Übung ist ... und die restliche Zeit am Tag. Ich meine, die Übungen sind ja eigentlich da, um in der Praxis angewandt zu werden.

Wie empfindet denn dein Sohn das Stottern? Sprichst du mit ihm darüber? Welche Probleme hat er denn selbst damit?

In der Schule würde ich dies wahrscheinlich ansprechen - bei der Klassenleiterin in jedem Fall, vielleicht auch andere Lehrer. Wahrscheinlich ist es jedoch besser, wenn man erst einmal beobachten kann ... vielleicht hat dein Sohn auch überhaupt keine Probleme. Ist ja alles möglich ...

Euch beiden alles Gute, Micha.

Irina
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Re: Einschulung

Beitrag von Irina » 20. April 2009 16:11

Hallo Jonny und Michael,
sorry dass ich mich jetzt erst melde, habe Eure Antworten heute erst gelesen. Danke für Deine ehrliche Antwort Jonny.....Du hast mich mit Deinen Worten wirklich berührt.
Vielleicht kam es aus meiner Email so hervor als würde ich meinen Sohn vollbombadieren....so ist es nicht. Muss aber eingestehen dass man vielleicht mit zuviel Liebe und Gutgemeintem manchmal mehr Schaden als Gutes bewirken kann. Mein Sohn hatte mir neulich, als ich ihn abends ins Bett brachte ganz stolz gesatz: "Mama ich habe heute den ganzen Tag nicht gestottert.".....ich lobte ihn und das war auch eine Bestätigung dass er damit keine Probleme hat (auch wenn er stotterte, es ist ihm nicht wirklich bewußt oder nicht störend).
Ich wollte/will einfach nicht irgendwann mir selber Vorwürfe machen, ich hätte zuwenig für ihn getan.
Aber ich habe es mitlerweile eingesehen, dass ich ihm damit unwillentlich has Gefühl gebe 'anders zu sein'. Unsere kleinen spielerischen Übungen mache ich inzwischen nur noch wenn er das auch möchte. Wir reden ja auch so sehr viel miteinander. Der Logopäde hat uns jetzt auch eine Therpiepause vorgeschlagen, was wir auch tun werden.

Danke Euch beiden und viele Grüße

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Beitrag von F.J.Neffe » 22. April 2009 11:58

Du hast fein empfunden, dass Dein Sohn sensibel ist, also über feine Kräfte verfügt. Nun hast Du im persönlichen Umgang eine feine Atmosphäre geschaffen, in der er sich logischerweise fein entwickelt. Aber Deine und seine und die Sichtweise aller Beteiligten ist nach wie vor, dass Ihr Euch mit dem Stottern und der Angst arrangiert habt. Was fehlt, ist ein solides Arrangement mit seinen feinen Talenten: die brauchen nämlich Energiezufuhr und der Angst und dem Stottern solltet Ihr diese vollautomatische unbewusste Energiezufuhr entziehen. Dazu ist es notwendig, ein bisschen was über das Unbewusste zu lernen.
Wir machen ja alles, was wir machen, über den bewussten Verstand. Dabei entgeht uns, dass der für fast alles, was wir von ihm wollen, gar nicht zuständig ist. Dann erklären wir es noch einmal und noch einmal und nocheinmal - was für den Verstand viel zu viel und für die tatsächlich zuständigen Kräfte mehr als zu wenig ist.
Alle wichtigen Lebensfunktionen werden nicht vom Verstand sondern vom Unbewussten gelenkt. Das ist die zentrale Instanz für unser Leben: eine feine Instanz. Das kommt Dir mit deinem Feingefühl sehr zugute. Fein erreicht man nämlich mit dem Unbewussten und den dort schlummernden Seelen- und Geisteskräften am meisten.
Am besten ist es, mit diesen Kräften zu sprechen, wenn man dabei nicht gestört wird. Wenn der bewusste Verstand zuhört, plappert er oft dazwischen und schmettert so manches ab, was er gar nicht versteht. Also bietet sich der Schlaf und die Schlafsuggestion geradezu an. Wenn dein Kind schläft, kannst Du ganz ungestört und direkt mit seinen Talenten und Kräften sprechen, kannst sie achten und anerkennen, bestätigen und bestärken, ihnen ihre gute Entwicklung vorzeichnen und ausmalen und - sinnvollerweise - einen klaren und eindeutigen Auftrag für diese gute Entwicklung geben.
Ich habe Dir das jetzt aus der Sicht des Ich-kann-Schule-Lehrers beschrieben. Da ersetze ich Druck durch Sogwirkung, da stelle ich nicht den bewussten Verstand ins Zentrum sondern das Unbewusste, da stecke ich die Energie nicht in die starken Schwächen sondern nur in die geschwächten Stärken usw. Überle einmal, ob Du auf diesem Wege nicht die Kräfte Deines Sohnes stärken und entwickeln kannst. Und damit Du dabei eine besonders fein-starke Wirkung hast, stärkst Du auf dieselbe einfache Weise erst Deine Talente, die strahlen dann den Talenten Deines Sohnes entgegen, wie gut Du ihnen schon getan hast. Ich freue mioch auf Deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

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Re: Stärkung und Entfaltung der tatsächlich zuständigen Kräfte

Beitrag von Micha136 » 7. Mai 2009 02:19

Irina hat geschrieben:Muss aber eingestehen dass man vielleicht mit zuviel Liebe und Gutgemeintem manchmal mehr Schaden als Gutes bewirken kann.
Den Satz könnte ich so unterschreiben, Irina :) ... wenn ich heute rückblickend den von außen vielleicht etwas kühl wirkenden Umgang meiner Mutter und den sehr umsorgten Umgang meines Vaters mit meinem Stottern betrachte, tendiere ich zu der Ansicht, dass meine Mutter mir mehr Freiheit gelassen hat, damit umzugehen. Irgendwann merkt ein Kind auch, dass die Mutter ihm da nicht wirklich helfen kann - außer dass es ihr Kind so annimmt wie es ist und es in seinen Fähigkeiten fördert, unabhängig vom Stottern. Selbstbewusstsein stärkt auch die Fähigkeit zu sprechen.
Und vielleicht hat es die Sache noch nicht einmal als Problem wahrgenommen???

Ich respektiere natürlich jegliche Hilfsversuche aller Coleur, doch letztlich möchte man dem Kind ja helfen und nicht nur das Gefühl haben, etwas getan zu haben. Ich bin da der Meinung "Weniger ist mehr." ... sage ich aus eigener Erfahrung.
F.J.Neffe hat geschrieben:Alle wichtigen Lebensfunktionen werden nicht vom Verstand sondern vom Unbewussten gelenkt. Das ist die zentrale Instanz für unser Leben: eine feine Instanz.
...
Wenn der bewusste Verstand zuhört, plappert er oft dazwischen und schmettert so manches ab, was er gar nicht versteht. Also bietet sich der Schlaf und die Schlafsuggestion geradezu an. Wenn dein Kind schläft, kannst Du ganz ungestört und direkt mit seinen Talenten und Kräften sprechen, kannst sie achten und anerkennen, bestätigen und bestärken, ihnen ihre gute Entwicklung vorzeichnen und ausmalen und - sinnvollerweise - einen klaren und eindeutigen Auftrag für diese gute Entwicklung geben.
Das ist nicht so, würde ich mal meinen Franz-Josef. Nicht alle wichtigen Lebensfunktionen laufen unbewusst ab bzw. wie du es formuliert hast, werden vom Unbewussten gelenkt. Atmung ist eine körperliche Sache und läuft durchaus automatisch ab, weil ohne dieser Sache, das Gehirn ja wohl vor jedem Atemzug überlegen würde, ob es jetzt atmen sollte oder nicht. Spätestens nach einem Tag bis du am Ende :) ... drum läuft's automatisch.

Durchaus kann man sich seiner Atmung bewusster werden ... vorm Einschlafen zum Beispiel oder ... eigentlich immer, man kann den Atem ja auch hören.
Anders ist es auch beim "bewussten Verstand" ... ganz im Gegenteil zu deiner Aussage schmettert der unbewusste Verstand etwas ab, gerade weil er eben nicht zuhört bzw. nicht richtig zuhört.
Nehmen wir mal ein plakatives Beispiel: Person A sagt zu Person B "Ich liebe dich.", d.h. mit einer starken Betonung auf dem "ich", was als Botschaft ungefähr heißen könnte "Ich liebe dich mehr als du mich und du mich eigentlich nicht wirklich" oder "Ich liebe dich und sonst niemand." Person B kann sich nun seinen oder ihren Teil denken und einfach wahrnehmen "Ich liebe dich." ... alles paletti, sie oder er hat's doch gesagt. Alles im Lot ... was Person A jedoch gar nicht meinte.
Also, der bewusste Verstand nimmt dann auch noch andere Dinge wahr, weil er mit dem Bauchhirn kommuniziert, das fragt "He, wie hat er oder sie denn das jetzt gemeint?" (hmm, ich glaube, das war auch der Kopf :)) ... also mit anderen Worten: der Kopf stellt Fragen, der Bauch gibt Antworten.

Um ehrlich zu sein, klingt das Wort "Auftrag" so nach Hausaufgaben, fast schon nach Gehirnwäsche :) ... also, da ist der Grad sehr sehr schmal, Franz-Josef ... keine Frage, dass Autosuggestion jeden Tag von Menschen eingesetzt wird, schon mit dem Spruch "Wird schon klappen" ... die etwas Zweifelnden sind dann meist beim "Wird schon schiefgehen." hängengeblieben :) ... was es nicht wirklich besser macht.

Also, als Mensch, der selbst noch nicht reif für solche Gedanken ist, wäre es besser, wenn man auch solche "Einflößungen" verzichtet und vor allen Dingen nachts, wenn sich die "beflüsterte Person" nicht wehren kann. Da entstehen krumme Dinge, würde ich mal meinen, wenn man da keine Ahnung hat ... wie gesagt "Gehirnwäsche".
Viel besser ist es, wenn Eltern erst mal ihre eigenen Probleme lösen, bevor sie sich auf die Probleme der Kinder "stürzen", denn häufig spiegeln Kinder nur die Probleme der Eltern wieder. Und wem ist geholfen? Niemanden, denn durch die Problemverlagerung beginnt genau dieser (Teufels)Kreislauf erst ... nicht sehr schön :) ...

So weit, so gut ... viele Grüße, Micha.
Neues Leben - neues Glück :)

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