Freundschaft

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NicciLA
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Beitrag von NicciLA » 27. November 2006 20:02

:lol:
Hallo, musste jetzt wirklich grinsen als ich das gelesen hab, dass ich ihn nicht zu sehr mit Samthandschuhen anfassen soll...
Ich weiß das... aber in solchen momenten fällt mir nicht das richtige ein, z.B. neulich sagte er als wir einen Eisverkäufer gesehen haben: "Wenn ich Eis verkaufen würde, wäre das Eis schon lange geschmolzen bevor ich dazu gekommen wäre eine Satz auszusprechen um es anzubieten"
Du, was soll ich dazu sagen... soll ich sagen: "ich kann dich soooo gut verstehen aber du bist trotzdem ein toller mensch" oder soll ich ihm wirklich einen tritt geben und sagen: "wie kannst du nur so denken??? reiß dich zusammen"
Ich denke ich würde ihn durch so was nur verletzen...
Wie denkst du sollte ich dabei vorgehen?
Ihn wirklich vor ein Brettspiel setzen und sagen: "da musst jetz mal durch, weil sich immer vor allem zu drücken machts auch nicht besser!" :?: :?: :?:
Weißt du er bräuchte nur mit mir reden und mir erklären wie er sich fühlt aber ich glaube man kann als Frau warten bis man schwarz wird ehe ein Mann um Hilfe bzw. Mithilfe bittet...
und so im Vertrauen gesagt, ich hab auch angst dass ich ihn durch so einen "tritt in den hintern" verlieren könnte...

Liebe Grüße

Nicci
Sehr kurz und voller Sorgen ist das Leben derer, die das Vergangene vergessen, das Gegenwärtige vernachlässigen, vor der Zukunft Angst haben.

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Tarantandy
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Beitrag von Tarantandy » 27. November 2006 20:57

Hallo Nicci,

ich finde die Geschichte mit dem Eis von seiner Seite selbstironisch, und wenn so wäre, wäre das doch klasse?
Ich denke, du stärkst ihn am meisten, wenn du mit ihm "normal" umgehst, damit zeigst du ihm, dass du ihn so wie er ist respektierst und liebst.
Und was kann amn sich mehr wünschen?

Ich finde es sehr sympathisch, welche Mühen du auf dich nimmst, und dich hier über das Stottern informierst und austauschst. Gleichzeitig solltest du aber im Auge behalten, dass ihr gleichberechtigte Partner sein solltet und du nicht seine Mutter o.ä. bist (das klingt jetzt böser, als ich es ausdrücken will).

Liebe Grüße

Andi.

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djub
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Beitrag von djub » 28. November 2006 17:35

Über seine Aussage hätte ich einfach geschmunzelt und ihm im Spaß gesagt, dass er ein Blödmann ist. ;)
Aber so bin ich, wie du bist, weiß ich nicht.
Über Humor und Selbstironie kommt man meiner Erfahrung nach am besten an das Thema "Stottern" heran.

Ich meinte mit dem "Tritt in den Hintern" eher ein klärendes Gespräch. ICH würde ihm sagen, dass ich mich über's Stottern informiert habe und informiere und nun sein Verhalten nachvollziehen kann. Dass er aber gleichzeitig nicht sein Leben lang so weiterleben kann - mit Vermeidung und Angst in großem Stil. Und dass ich ihn so mag wie er ist (und vllt. mehr), aber finde, dass er so nicht weiterleben darf, weil es mehr Hilfe für Stotterer gibt, als man gemeinhin glauben mag.

Muss schnell weg....
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NicciLA
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Beitrag von NicciLA » 12. Dezember 2006 21:34

Hallo ihr Lieben!
:wink:
Ich hätte gerne noch ein paar Informationen...
... und zwar könntet ihr mir bitte erzählen was ihr schon für Therapien gemacht habt, die erfolgreich waren...
Einfach so zum einfachen Überblick...
Geht das?

Viele liebe Grüße & noch einen schönen Abend!!!
Nicci :wink:
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Beitrag von NicciLA » 13. Dezember 2006 11:29

Hi guten Tag,

ist einer von euch schon mal zur Dorn-Therapie gegangen und
könnte das positiven Einfluss aufs Stottern haben?

Liebe Grüße, Nicci
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Beitrag von Frankie » 13. Dezember 2006 13:47

Hallo Nicci,

die beiden bewährten Therapieansätze sind die "Stottermodifikation" (auch als Nicht-Vermeidungs-Ansatz oder Van-Riper-Therapie bezeichnet) und das "Fluency Shaping". Ich empfehle, dass ihr euch für den Anfang über diese Richtungen informiert. Auf keinen Fall ist es sinnvoll, bei irgendwelchen Außenseitern anzufangen und schon gar nicht bei den In-10-Tagen-geheilt-Abzockern.

Grüße,
Frank

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Beitrag von Andreas Weiser » 14. Dezember 2006 17:10

Hi Frank.

große Worte >>> bei den 10 Tages-Abzockern.
Gebe dir Recht erfahrene Therapeuten sollten es schon sein.

Hatte gedacht das Du nicht generell gegen alles bist ?!

Gruß Andreas

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Beitrag von Frankie » 14. Dezember 2006 18:48

Andreas Weiser hat geschrieben: Hatte gedacht das Du nicht generell gegen alles bist ?!
Hä? (hessisch für: das verstehe ich jetzt aber nicht)

Aber Du hast insoweit schon recht: Ich bin nicht generell gegen alles. Warum sollte ich auch? Einiges finde ich gut, zu etlichem habe ich eine neutrale Einstellung, und manches finde ich auch richtig schlecht. Also gut gemischt.

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