Bin neu hier

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Gilzuna

Bin neu hier

Beitrag von Gilzuna » 30. Dezember 2006 18:41

Hallöchen,
bin neu hier und habe u.a. eine 9 Jährige Tochter die während des Sprechens so einige Wörter wiederholt.
Bisher haben wir noch nichts unternommen. Sollten wir?
Der Leidensdruck ist nicht hoch.Sie ist von sich und ihren Fähigkeiten überzeugt.
Sie zeigt im Alltag zum Teil starke ADHS Symptomatik, ist auch Diagnostiziert.
Da wir im Alltag schwerwiegendere Probleme haben als das Stottern, haben wir noch nix unternommen. Ist ja auch die Frage ob eine Therapie eher dem Kind oder dem Therapeuten hilft oder?
Wie seht Ihr das? Gehe ich damit zu lasch um? Sollten wir uns doch auf den Weg machen? Oder kann manns lassen, da ein Erfolg fragwürdig ist?
Freue mich auf Eure Meinungen.
Grüße von Gilli

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Ernst-Martin
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Aller Anfang ist schwer ...

Beitrag von Ernst-Martin » 30. Dezember 2006 22:03

Liebe Gilli,

schön, daß Du bereit bist, Verantwortung über Dein Kind zu übernehmen.
:lol:
1) Die 1. Stunde bei einer "Sprachheilerin" kostet nichts!
Sie kann auch gleich entscheiden, ob eine Therapie sinnvoll erscheint.

2) Wehret den Anfängen - später wirds umso schwerer
und eine Therapie hilft immer eine Zeit lang ... in der man sich wieder seelisch erholen kann!

3) Bekommt Dein Kind noch die Anerkennung der Freunde?
Auch hier im forum kann es seinem Kummer freien Lauf lassen, ohne daß jemand lästert - sie ist uns herzlich willkommen!
:lol:
Wäre es nicht auch Sache des Vaters, mit einer Therapeutin zu diskutieren - die Therapeutin will auch wissen, ob bei den Ahnen solche Symtome schon einmal aufgetreten sind.

Ich bin Leie; die Fachleute unter uns werden sich schon auch noch zu Wort melden .... :wink:
Ernst-Martin,
der Lechgeist
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... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

drb
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Beitrag von drb » 5. Januar 2007 22:25

Liebe Gili,

schön, dass Du Dich informierst - manchmal wünschte ich, meine Eltern wären auf dieselbe gute Idee gekommen... :x
Erstmal zur Therapie: Ein Erfolg ist niemals sicher. Aber Du kannst Dir sicher sein, dass derjenige, der sicheren Erfolg verspricht, derjenige sien wird, bei dem die Therapie in erster Linie dem Therapeuten hilft.

Bemerkenswert find in dem, was du schreibst, eigentlich 2 Dinge:

1.) Du schreibst von "schwerwiegenderen Problemen"
Ich will nicht unken, aber könnte es sein, dass da ein Zusammenhang besteht ? Sprich - dass entweder Deine Tochter darunter sehr leidet oder (ohne Dir etwas unterstellen zu wollen!!!) dabei in ihren Ansprüchen zu (an Liebe, Aufmerksamkeit o.ä.) zu kurz kommt?

2.) Diagnostizierte AHDS. Da stellst sich dieselbe Frage zu wie Punkt 1.

Warum finde ich diese Punkte so wesentlich? Nun, das ist ganz einfach: Wenn Du der Meinung bist, der Weg zum Therapeuten hindert Dich (oder Euch) abn der Lösung dieser schwerwiegenden Probleme, dann würde ich diesen zurückstellen.
Wenn er gleichzeitig möglich ist, solltest Du (ich meine sie ist 9, sie ist incht mehr ganz klein!) Deine Tochter genau beobachten. Wenn sie absolut keinen Leidensdruck hat (und das nicht nur überspielt!), dann wird ihre Motivation in einer Therapie mitzuarbeiten nicht besonders gross ausfallen. Auch dann würde ich (als Laie!) das eher zurückstellen.
Wenn das nicht der Fall ist und ein Leidensdruck herrscht, würde ich in Anbetracht des Punktes 1 eventuell ernsthaft überlegen, ob in Deinem Fall nicht ein guter Kinderpsychologe Deiner Tochter mehr helfen kann als ein Logopäde.

Wenn all das nicht zutrifft, sprich Sie unter ihrem Wortwiederholen leidet, nicht aber unter den schwerwiegenden anderen Problemen des Umfeldes, dann ist der beste Zeitpunkt einen Logopäden zu kontakieren der nächstmögliche.
Und - wenn das so sein sollte, beschäftige Dich gut mit der Auswahl des Logopäden. Lass Dir erklären, wie der- oder diejenige zu arbeiten gedenkt.
Wenn da jetzt jemand "unproduktiven Mist" macht, dann macht das dieSituation bestimmt nicht besser. Zumindest von mir kann ich sagen - nach einer (aus meiner Erinnerung) unproduktiven logopädie ohne Konzept und erkennbare Ziele mit so gegen 11 oder 12 ist eine (wie ich heute weiss nicht sinnvolle) Abwehrreaktion gegen Logopädie geworden, die über 10 Jahre gehalten hat. Oder anders gesagt - in eine logopädische Praxis hätten mich in der Zeit keine 10 Pferde bekommen.

Das alles ist natürlich nur meine Meinung - und ich bin kein Fachmann, sondern nur Laie und selbst betroffener.

philomena-erhard
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ADHS und Stottern

Beitrag von philomena-erhard » 6. Januar 2007 00:30

Guten Tag,
wenn Sie möchten, können Sie mich gerne anrufen. Ich würde gerne mit Ihnen über Ihre Fragen sprechen. Und falls Sie nicht allzu weit weg wohnen, könnten wir uns auch zu einem -unverbindlichen- Beratungsgespräch treffen.
Philomena Erhard
info@philomena-erhard.com
Sprache, Sprechen und Stimme sind Ausdruck des GANZEN MENSCHEN. Sprachgestaltung bezieht den ganzen Menschen ein.

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