Erste Anlaufstellen

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Gerd
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Erste Anlaufstellen

Beitrag von Gerd » 23. April 2013 17:56

Hallo,
Ich habe meine Frage vor ein paar Tagen schon einmal gestellt, offentsichtlich aber in den Expertenbereich und bisher keine Antwort bekommen. Als ich meine Frage gestellt habe, war mir nicht klar, dass andere dort keine Antworten geben können. Da ich aber gerade auf der Suche nach dem Rat anderer Eltern bin, nun noch einmal hier die Frage: :)
Bei unserem Sohn zeichnet sich langsam ein Stottern ab.
Ich würde gern frühzeitig etwas dagegen tun. Leider habe ich sehr wenig Auskunft von meinem KA bekommen, was ich sehr schade fand.
Nun zu meiner Frage, was sind so die ersten Schritte die man unternehmen kann? Wohin kann ich mich wenden?
Danke und viele Grüße

Gerd
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Re: Erste Anlaufstellen

Beitrag von Gerd » 30. April 2013 12:39

Mh so wirklich gar keiner?! :?

F.J.Neffe
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Eine wichtige Aufgabe für Dich

Beitrag von F.J.Neffe » 30. Mai 2013 14:36

Du siehst an Dir etwas Wichtiges: Du kannst fühlen, wie es Deinem Kind geht.
Was es erlebt und denkt und fühlt, strahlt es aus, und diese Strahlen kannst Du empfangen.
Du fühlst Dich dann ganz ähnlich wie das Kind.
Umgekehrt ist es auch so: Das Kind empfängt ständig, was Du denkst + fühlst + ausstrahlst.
Die Sorgen, die Du hin und her wälzt, werden auch im Kind dann hin und her gewälzt.
Wenn Dir das klar ist, denkst Du bei allen auftauchenden Problemen künftig nicht mehr in das Problem hinein sondern in Richtung Lösung.
Das tut Dir schon einmal gut.
Und für das Kind schaffst Du damit eine Atmosphäre der Zuversicht und des Glaubens an das Mögliche.
Das ist eine gute WACHSTUMSatmosphäre.
Die Sprech- und Persönlichkeitskräfte Deines Kindes brauchen Wachstum, nur dadurch werden sie dem Leben gewachsen.
Talente sind wie Pflanzen: Wir können sie nicht groß machen, wir können ihnen aber gute Wachstumsbedingungen bieten.
Jeder Mensch, der über das Problem hinaus in Richtung Lösung denkt und lebt, kann eine Anlaufstelle für Dich sein.
Du selbst solltest die erste Anlaufstelle für Dich sein.
Bitte tue nie etwas GEGEN etwas!
Die auftretenden Schwächen und Probleme zeigen Dir ja ganz konkret, FÜR welche Kräfte & Talente Du etwas tun solltest.
Die Sprechauffälligkeit bekommst Du präsentiert, damit Dir was auffällt.
Die Auffälligkeit ist nur der WEGWEISER, der von sich selber WEG weist, hin zu den Kräften & Talenten, die Achtung, Anerkennung, Stärkung, Bestätigung, Pflege und mehr desgleichen brauchen.
Den - feinen - Umgang mit diesen feinen, sensiblen, alles entscheidenden Lebenskräften kann man lernen.
Wenn Du magst, kannst Du im Net mal unter "Coué" und "Ich-kann-Schule" suchen; da findest Du viele praktische Beispiele.
Werde also ein guter SENDER und sanft-bestimmter Aufrichter und Lenker geschwächter und irriterter Talente!
Ich freue mich auf Deinen / Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

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Re: Eine wichtige Aufgabe für Dich

Beitrag von paul.dest » 30. Mai 2013 14:56

F.J.Neffe hat geschrieben:Wenn Du magst, kannst Du im Net mal unter "Coué" und "Ich-kann-Schule" suchen...
Fündig kann man auch gleich in diesem Forum werden.
Zu "Coué" in "Coués Autosuggestion für Dummies!"
Zu "Ich-kann-Schule" in "Ich-kann-Schule für Dummies!"

Viele Grüße,
Paul
http://stottern-verstehen.de

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Original und Kopie

Beitrag von F.J.Neffe » 30. Mai 2013 17:02

Danke lieber Paul,
es ist immer gut, wenn man zum Original auch eine Kopie zum Vergleich hat.
In Anerkennung Deines Fleißes grüße ich Dich herzlich.
Franz Josef Neffe
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Re: Erste Anlaufstellen

Beitrag von T_homas » 30. Mai 2013 22:16

Da wird sich der Paul freuen. :D
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

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Re: Erste Anlaufstellen bei Stotteranzeichen

Beitrag von Ninchen » 2. Januar 2014 16:11

Lieber Gerd

Deine Frage ist nun schon ein paar Monate alt und ich gehe schwer davon aus, dass dir die Experten in der Zwischenzeit geholfen haben mit guten Ratschlägen. Da meine Nichte als kleines Mädchen mit dem Stottern begonnen hat, haben wir ziehmlich viel gegoogelt. Wollten uns Tipps holen, was man tun soll, wie man das Kind unterstützen kann oder vielleicht sogar Massnahmen welche Helfen könnten Verschlimmerung vorzubeugen. Am meisten hilft einem schon der Austausch mit Experten. Aber wir wollten es nicht zu einem zu grossen Thema werden lassen und versuchen ihr vor allem mit Rückhalt und Unterstützung innerhalb der Familie, dass sie ihr Selbstbewusstsein nicht verliert, zu zeigen, dass sie es schafft (in Begleitung eines Sprachpädagogen).

Bei meiner damaliegen Recherche bin ich auf einen interessanten Artikel gestossen, welcher wirklich gute Vorschläge gibt, wie die Eltern die Sprachentwicklung des Kindes unterstützen können. Denn viele Kinder haben eine Stotterphase welche sich selbst wieder auswächst. Da sollte man nicht zu viel rein interpretieren. Natürlich sind diese Tipps bei einem echten Stotterproblem nicht sehr effektiv und es sollte ein Experte zugezogen werden. Aber fand sie für die alltägliche Erziehung sehr wertvoll und lese immer wieder von verzweifelten Eltern, die verunsichert sind über erste Stotteranzeichen. Interessierte finden den Beitrag hier

Vorallem in der heutigen Zeit wo die Kinder in den meisten Spielen und Schulen darauf gedrimmt werden möglichst schnell alle Antworten bereit zu haben. Da kommen kleine Kinder schnell unter Druck! Als Eltern sollte man sich vor allem Zeit lassen zum Zuhören und strickte Regeln einführen zu Tisch z.Bsp. dass jeder Mal zu Wort kommt und keiner dem anderen ins Wort fällt! Wie ich bei Freunden meiner Kinder bemerkt habe, lernen diesen Grundanstand von einander zuhören viele wohl nicht mehr zu Hause. Tragisch, denn das hilft auch im späteren Leben!

Vielleicht helfen diese guten Ansätze auch noch weiteren Eltern!

Für Gerd und seine Famile hoffe ich, dass sich die Stotteranzeichen wieder gelegt haben und es wäre spannen für den Verlauf des Threads zu erfahren was für Schritte ihr unternommen habt um dem entgegenzuwirken? Das hilft vielleicht Eltern mit ähnlichen Ängesten die nach dem Thema googeln.

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