mein Sohn stottert.. wer weiß rat?

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Steffi

mein Sohn stottert.. wer weiß rat?

Beitrag von Steffi » 20. Mai 2007 20:28

Hallo
Ich bin Mama eines 4 3/4 Jahre alten Jungen.
Um unser "Problem" zu schildern, muß ich etwas weiter ausholen. Ich hoffe dennoch, dass ihr einen Rat für mich habt.
Mein Sohn wurde mit einer Fehlbildung(Gastroschisis) geboren. Sein Darm lang während der Schwangerschaft außen. Nach der Geburt wurde er sofort operiert. Leider hat sein Darm lange gebraucht um sich richtig zu erholen und um richtig zu funktionieren. So war 6 Monate in der Klinik, mußte 6 große BauchOPs über sich ergehen lassen, da es immer wieder zu Verwachsungen usw. kam. Während dieser Zeit bekam er oral kaum was zu essen. Er hat zwar immer fleißg Schnulli genuckelt, aber eben keine Flasche oder ähnliches bekommen. Auch als sein Darm langsam anfing zu arbeiten wie er soll, wurde er anfäglich noch über eine Sonde ernährt. Als er dann gekonnt hätte, verweigerte er die Flasche. Er war dann auch schon über 6 Monate alt und aß ausschließlich "festes" Essen, sprich bekam alles mit dem Löffel.
Das Problem, dass sich später zeigte. Seine Mundmotorik blieb total auf der Strecke. Er sprach spät. Sprach schlecht. Letztes Jahr so im Juni bin ich dann zu einer Logopädin. Seither ging er 2 mal die Woche. Sein Sprechen hat sich deutlich verbessert. Er hat hier und da noch Probleme, seine Grammatik ist nicht der Hit. Eigentlich ist seine Behandlung auch noch nicht abgeschlossen. Vor ca. 1 1/2 Monaten fing er aber an die Logopädie total zu verweigern. Er hat nach dem Aufstehen schon geweint, ist nicht in die Behandlung hinein. Hat komplett dicht gemacht. UNgefähr zeitlich fing er an leicht zu stottern.
Ich hab also die Notbremse gezogen. Hab mich mich den Kindergärtnerinnen, dem Kinderarzt abgesprochen und beschlossen erstmal eine Pause einzulegen. Alles drhete sich um sein Sprechen, vielleicht war das langsam zuviel für ihn.
Ich dachte also, wenn er eine Weile nicht zur Logo geht, würde sich das Stottern bald von selbst geben. Hab versucht nicht groß auf das Stottern einzugehen, lasse ihn aussprechen, behandel ihn nicht anders, schaue ihn beim Sprechen an.. Ich sage ihm nie, er solle langsam Sprechen.. ich versuche ienfach ganz natürlich zu sein, auch wenn mir das total schwer fällt.
Jedenfalls ist es nicht besser, sondern eher schlechter geworden. Er stottert vermehrt. Es stört ihn auch teilweise. Von ihm kommen dann Kommentare, wenn er was erzählen will und es nicht rauskommt " guck, das geht nicht" er wird dann ganz wütend auf sich selbst. Ich hab ihm aber auch versucht zu erklären, dass es nicht schlimm ist, wie er spricht. Ich möchte ja nicht, dass er sich schämt und nachher gar nicht mehr spricht.
Er stottert im übrigen auch, wenn er allein ist. Also wenn er zb. am spielen ist und mit sich selbst spricht. Wenn sich seine Playmobilfiguren unterhalten oder so..
Ich überlege natürlich wieso er stottert. Ob wir als Eltern was gemacht, oder eben nicht gemacht haben. Suche Grüne, Ursachen.
Ich frage mich zur Zeit, ob ich warten soll, oder doch ganz schnell wieder zur Logopädie mit ihm gehe. Eventuell eine andere Praxis, oder nur eine andere Logopädin. Vielleicht kam er nur nicht mehr mit dieser einen klar.
Mir tut es einfach in der Seele weh, wenn ich mein Kind so sehe, weil ich mich so hilflos fühle. Ihm nicht helfen kann..

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Marek
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Re: mein Sohn stottert.. wer weiß rat?

Beitrag von Marek » 21. Mai 2007 10:18

Liebe Steffi,

ich antworte Dir als Betroffener (früher versteckt, d.h. nach außen kaum wahrnehmbar, aber durchaus ernsthaft, inzwischen ziemlich leicht betroffen) und Papa zweier Jungen (3,5 und 8 Monate).

Zunächst denke ich, daß du nichts falsch gemacht hast. Für Eltern - und alle anderen - ist es wichtig zu verstehen, daß es auch Dinge gibt, auf die man keinen Einfluß hat, die einfach passieren. Du bist nicht schuld! Niemand ist schuld. In erster Linie ist es Pech.

Ich hab schon öfter drüber nachgedacht, was ich machen würde, wenn meine Kinder anfangen würden zu Stottern (zumal mein Großer sprachlich ein bißchen ein Spätentwickler ist und nach wie vor Probleme mit der Artikulation hat).

Wichtig finde ich zunächst folgendes:

1. Kein Problem machen, wo keins ist. Solange für das Kind alles in Ordnung ist, würde ich einfach nichts machen.

2. Sobald aber ein Problem da ist (wie jetzt bei euch), sollte man, denke ich, auch nicht so tun, als gebe es keins. Dann muß man drüber sprechen!

Für alle Beteiligten ist dabei am wichtigsten: Gelassenheit.
Die wird dein durch seine Unflüssigkeiten verstörtes Kind nicht entwickeln können, wenn du sie ihm nicht authentisch vermitteln kannst. Ich glaube nicht, daß du ihm etwas vorspielen kannst. Er wird genau spüren, daß du die Sache nicht so "normal" und "unproblematisch" findest, wie du ihm glauben machen möchtest, sondern daß du sehr besorgt bist. (Deswegen bist du ja hier).
Er kann also auch daß Gefühl bekommen, daß die Sache so schlimm ist, daß man nicht mal drüber sprechen kann.
Und das vertrackte beim Stottern ist, daß die Sache auch sprechmotorisch umso schwerer wird, je besorgter man ist. Ein Teufelskreis - den man allerdings auch umdrehen kann, wenn man weniger besorgt ist. Schwer, ich weiß das ... (aus eigener Erfahrung :wink:).

Ich denke: Um deinem Kind jetzt eine Hilfe zu sein, mußt du also erstmal selber runterkommen. Stottern ist keine Katastrophe, ist - von Spezialisten (!) - gut behandelbar, wenn auch im Erwachsenenalter nicht mehr (vollständig) heilbar. Es gibt aber stotternde Anwälte, Verkäufer, Professoren, Dozenten, Bundestagsabgeordnete (wenn man allerdings auch sagen muß, daß die das meist ziemlich gut im Griff hat, so daß Laien davon oft gar nicht viel mitkriegen). Gut, was es (scheinbar :wink: ) nicht gibt, sind stotternde Nachrichtensprecher und (hoffentlich :wink: ) Fluglotsen. Aber wer weiß.
Im Kindesalter ist Stottern wohl in vielen Fällen tatsächlich heilbar.

Am schwierigsten finde ich den Spagat zwischen einerseits: die Sache angehen, sie thematisieren, sie behandeln, was auch ein mehr oder weniger aufwendiges sprechmotorisches Training einschließt, und andererseits: sie auch nicht zu wichtig zu nehmen, nicht zu sehr ein Problem draus zu machen, auch einzelne "Fehler" nicht zu sehr zu problematisieren. Das ist ein bißchen widersprüchlich und auch nicht leicht.
Gefährlich - unter Stotternden meiner Beobachtung nach ziemlich verbreitet und meiner Meinung nach Teil des Problems - ist Perfektionismus. Wichtig - und ein Teil der Lösung - ist positives Denken. Nicht nur das Stottern sehen, sondern auch das Flüssige Sprechen und überhaupt das ganze Kind.

Mein Rat:
1. Werde du Expertin für kindliches Stottern und vielleicht auch für Stottern von Erwachsenen. Es gibt dazu viel Literatur und Erfahrungsberichte. Je besser du das Problem verstehst (Und ich kann dir sagen, daß das für Normalsprecher nicht leicht ist und es viele Logopäden gibt, die es nicht wirklich verstanden haben), desto besser kannst du deinem Kind helfen - und desto ruhiger und gelassener wirst du auch damit umgehen können.
Als Einstieg: Angelika Schindler, Stottern erfolgreich bewältigen. Gibts preiswert beim Demosthenes-Verlag (http://www.demosthenes-verlag.de).

2. Was den Beginn einer Therapie angeht - Da es ihn ja selbst stört: Sobald du dich informiert hast: sprich mit ihm und sag ihm, daß man was machen kann, wenn es ihn stört. Knapp 5 scheint mir allerdings ziemlich früh zu sein.

3. Was die Auswahl der Therapie angeht: Unbedingt ein Spezialist! Oder du wirst eben selbst Spezialistin. Ich denke, daß man mit der nötigen Energie und Information da selber bald ebenso kompetent sein kann, wie viele "normale" Logopäden.
Ob allerdings grundsätzlich die eigene Mutter ein geeigneter Therapeut sein kann :wink: ? - das weiß ich nicht. Vielleicht sollte sie sich bei der konkreten Durchführung auch besser raushalten. Was sagt denn der Vater?

Insgesamt ist es in meinen Augen wichtig, da den Druck rauszunehmen. Es ist nicht notwendig, völlig flüssig zu sprechen - und wenn man das glaubt, spricht man als Stotternder auch flüssiger. Das ist eine von mehreren Paradoxien beim Stottern.

Viele Grüße
Viel Kraft, Mut und Gelassenheit wünscht
Marek

Gast

Beitrag von Gast » 21. Mai 2007 18:19

siehe auch rolands post im thread: "3-jähriger hat angefangen zu stottern ..." von jack in diesem Bereich.

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Ernst-Martin
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Re: mein Sohn stottert.. wer weiß rat?

Beitrag von Ernst-Martin » 21. Mai 2007 19:34

Marek hat geschrieben:Liebe Steffi,

2. Was den Beginn einer Therapie angeht - Da es ihn ja selbst stört: Sobald du dich informiert hast: sprich mit ihm und sag ihm, daß man was machen kann, wenn es ihn stört.

Knapp 5 scheint mir allerdings ziemlich früh zu sein.

Viele Grüße
Viel Kraft, Mut und Gelassenheit wünscht
Marek
Liebe Beteiligte,
:lol:

In diesem Alter sind echte Spielkameraden besonders wichtig ....
ich würde mich auch mal unter Sprachbehinderten umsehen und besonders jene,
die daran denken, an einer Gruppentherapie teilzunehmen,
am besten an vorerst an Ihrem Heimatort;
ich bin mir nicht sicher, ob schon Ferienkurse (Pfadfinder) unter gleichaltrigen Sprachbehinderten angeboten werdern - lobenswert wäre es!

Ein Mitglied unseres forum könnte so etwas auch anbieten .....

Ein Ferienort wäre z.B. http://www.wartaweil.de, weil die Eltern mitkommen können.
Vielleicht könnte auch eine Logopädin (als Mutterersatz) stundenweise dort hin kommen - vielleicht spricht er darauf an?

Nur ein Gedanke - denn hier gewinnt er erstmal Selbstvertrauen und kann die Therapie mit neuem Mut angehen.

Alles Gute für Dich und Deinem Buben.
:wink:
Ernst-Martin,
der Lechgeist
--------------------------------
... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

Steffi

Beitrag von Steffi » 21. Mai 2007 19:37

Hallo

Ersteinmal Dank an Makre für die wirklich ausführliche Antwort!

Ich denke, momentan habe wohl mehr ICH ein Problem. Anfänglich hat mein Sohn zwischendurch mal den Kopf gesenkt, die Hand vor den Mund gehalten oder hat sehr leise gesprochen, wenn er was nicht rausbekam. Zur Zeit redet er aber einfach. Mal geht es ganz gut, und dann ist es wieder ganz schlimm. Aber er scheint sich zur Zeit nicht dran zu stören.
Ich bin jetzt wohl dran ruhiger zu werden. Entspannter zu sein und meinem Sohn dieses Gefühl auch zu vermitteln.

Ich habe hier jetzt einige Posts gelesen. Oft scheinen die Eltern im ersten Moment das größere Problem zu haben. Klar. Man macht sich ja Sorgen!

Ich werden mich also die nächsten Tage mal versuchen selbst zu beobachten. Vielleicht bekomme ich dann ja auch heraus, wann bzw in welchen Situationen er vermehrt stottert und wann wieder so ziemlich gar nicht.

Dennoch wüßte ich gerne, ob es "normal" ist, dass er auch stottert, wenn er allein ist. Ich habe hier gelesen, dass die meisten flüssig sprechen, wenn sie für sich allein sind.
Mein Sohn hat ja nun die letzte Zeit doe Logopädie total verweigert, so dass wir Pause einlegen mussten. Sollte sich das stottern eher verfestigen, wie bekomme ich das Kind wieder zur Logopädin? Hat da Jemand einen Tip? :?

Gast

Beitrag von Gast » 21. Mai 2007 19:38

Sorry, dass sollte MAREK heißen :oops:

Steffi

Re: mein Sohn stottert.. wer weiß rat?

Beitrag von Steffi » 21. Mai 2007 19:42

Ernst-Martin Schneider hat geschrieben:
Marek hat geschrieben:Liebe Steffi,

2. Was den Beginn einer Therapie angeht - Da es ihn ja selbst stört: Sobald du dich informiert hast: sprich mit ihm und sag ihm, daß man was machen kann, wenn es ihn stört.

Knapp 5 scheint mir allerdings ziemlich früh zu sein.

Viele Grüße
Viel Kraft, Mut und Gelassenheit wünscht
Marek
Liebe Beteiligte,
:lol:

In diesem Alter sind echte Spielkameraden besonders wichtig ....
ich würde mich auch mal unter Sprachbehinderten umsehen und besonders jene,
die daran denken, an einer Gruppentherapie teilzunehmen,
am besten an vorerst an Ihrem Heimatort;
ich bin mir nicht sicher, ob schon Ferienkurse (Pfadfinder) unter gleichaltrigen Sprachbehinderten angeboten werdern - lobenswert wäre es!

Ein Mitglied unseres forum könnte so etwas auch anbieten .....

Ein Ferienort wäre z.B. http://www.wartaweil.de, weil die Eltern mitkommen können.
Vielleicht könnte auch eine Logopädin (als Mutterersatz) stundenweise dort hin kommen - vielleicht spricht er darauf an?

Nur ein Gedanke - denn hier gewinnt er erstmal Selbstvertrauen und kann die Therapie mit neuem Mut angehen.

Alles Gute für Dich und Deinem Buben.
:wink:
Er hat echte Spielkammeraden. Er ist täglich unter Kindern. Er geht Vormittags 4 Stunden in einen Kindergarten und Nachmittag sind wir sehr viel draußen auf dem Spielplatz.

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Marek
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Beitrag von Marek » 22. Mai 2007 09:42

Steffi hat geschrieben:Dennoch wüßte ich gerne, ob es "normal" ist, dass er auch stottert, wenn er allein ist. Ich habe hier gelesen, dass die meisten flüssig sprechen, wenn sie für sich allein sind.
Es gibt beim Stottern nichts, was es nicht gibt. Bei erwachsenen, chronifizierten Stotternden hat die Null-Stotter-Quote beim Alleinesein wohl oft auch damit zu tun, daß der Druck, den man sonst mehr oder weniger stark hat (bzw. genauer: sich macht), völlig fehlt. Ich habe früher aber auch beim alleine-Lesen gestottert - und ich kann dir auch sagen warum: weil ich mir jedes Mal beweisen wollte, daß ich wenigstens in dieser Situation nicht stottere :D Totaler Schwachsinn 8)
Wobei "Nicht-Stottern" eigentlich genau genommen oft auch nur heißt "sehr viel weniger und leichter Stottern".

In gewisser Weise ist es daher sogar gut, wenn dein Sohn auch stottert, wenn er alleine ist. Ich denke, eine ausgeprägte Situationsabhängigkeit ist ein Zeichen für eine schon ziemlich ausgeprägte psychische Komponente. Bei deinem Sohn spielt das - wie wohl den meisten Kindern in seinem Alter - zum Glück noch keine so große Rolle. Das ist sozusagen unverfälschtes "organisches" Kern-Stottern. Wenn man es schafft, daß wenigstens in der Familie diese paradoxe Psychodynamik nach dem Motto "Ich darf nicht stottern, deswegen muß ich stottern" nicht weiter angeschoben wird, hat man schon viel erreicht.
Was ich wirklich wichtig finde, Steffi, ist: offenes Stottern ist für alle Beteiligten besser als verstecktes Stottern. Verstecktes Stottern ist die Hölle. Besser er stottert, als daß er die Klappe hält.
Steffi hat geschrieben: Mein Sohn hat ja nun die letzte Zeit doe Logopädie total verweigert, so dass wir Pause einlegen mussten. Sollte sich das stottern eher verfestigen, wie bekomme ich das Kind wieder zur Logopädin? Hat da Jemand einen Tip? :?
Wahrscheinlich nur mit Zwang (sehr schlecht), oder, wenn er selber will, weil er merkt, daß es ihm hilft (sehr gut).
Informiere dich darüber was es gibt. Besonders hilfreich wäre wahrscheinlich, wenn er lernen könnte, leichter zu stottern, ohne dabei das gefühl zu haben, nicht stottern zu dürfen.
Bei Charles van Riper, Die Behandlung des Stotterns, gibt es auch ein Kapitel über die Behandlung von Kindern, die gerade anfangen zu stottern.

Mach dir ein Bild darüber, was die Logopädin macht und ob das hilfreich ist oder nur den Druck erhöht.

Liebe Grüße
Marek

Steffi

Beitrag von Steffi » 22. Mai 2007 12:37

Vielen lieben Dank
Marek, deine Antworten ahben mir schon sehr geholfen udn vorallem viel Mut gemacht!
Danke!

CZ

Sandrieser

Beitrag von CZ » 24. Juni 2007 12:21

Hallo, fragen Sie die Logopädin ob sie nach Sandrieser arbeitet. Dieses Konzept ist sehr gut für jüngere Kinder geeignet und ist eine Modifizierung des van Riper Ansatzes.
Hier wird das Thema Stottern offen angegangen, es geht auch immer um eine Desensibilisierung der Eltern. Es wird Pseudostottern kindgerecht integriert und invivo - Arbeit empfohlen.
Ich habe Frau sandrieser selbst erlebt und arbeite danach; sie beginnt eine Therapie so früh wie möglich, gegebenfalls schon ab 2 1/2 Jahren.
Mit 5 Jahren Ihr Kind schon alt genug um sich über sein Sprechproblem zu unterhalten.
Viel Erfolg und beste Grüße aus Magdeburg

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