6j.Junge plötzliches Stottern-Logopäde oder Intensivseminar?

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Renata

6j.Junge plötzliches Stottern-Logopäde oder Intensivseminar?

Beitrag von Renata » 23. September 2006 10:46

Guten Tag,
Ich heisse Renata und komme aus Monheim am Rhein. Mein 6,5 jähriger Sohn hatte schon immer eine kleine sprachliche Entwicklungsverzögerung (Probleme bei der S-Bildung) und seit 2 Jahren Sprachtherapie. Seit der Einschulung ist bei ihm ein stakes Stottern aufgetreten. Was tun? Logopädie 1x in der Woche oder soll ich ein Intensivseminar buchen, die versprechen ja hohe Heilungsquoten? Ich habe Sorge dass mei Sohn bei dem falschen Logopäden eine jahrelange erfolglose Therapiekarriere antritt. Was ist mit den Kosten? Gibt es Seminare die von den Krankenkassen anerkannt sind?
Können Sie mir ein Tip geben an wen ich mich wenden kann hier in Monheim, Köln, Düsseldorf oder Solingen?
Viele Grüsse und Danke
Renata

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Ralf_D.
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Beitrag von Ralf_D. » 24. September 2006 18:15

Hallo Renata!

Sogen. Intensivseminare, welche hohe "Heilungschancen" versprechen und i.d.R. über 10 Tage laufen (Greifenhofer, del Ferro), sind meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen. Dazu kommt, dass die Krankenkassen solche "Crashkurse" nur in Ausnahmefällen bezahlen.

Ob 1x wöchentlich oder mehrere Wochen am Stück, ob Einzel- oder Gruppentherapie für Deinen Sohn sinnvoller ist, lässt sich schwer beurteilen.

Schau mal in den Bereich: "Erste Hilfe für Betroffene und Eltern". Dort findest Du Infos und Tel.Nr. der telefonischen Fachberatung der BVSS.
Die geben Dir Adressen von seriösen Therapeuten in Deiner Nähe, die i.d.R. auch von der Krankenkasse bezahlt werden.

Gruß
Ralf
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Stottertherapie-Sommercamp

Beitrag von FrankRav » 23. Oktober 2006 18:45

Hallo Renata,
neben einer logopädischen Behandlung kann der Besuch eines Stottertherapie-Feriencamps sehr hilfreich sein. Hier lernen die Kinder andere Stotternde kennen und erfahren, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind. Zudem kann durch einen offenen Umgang mit dem Stottern problematischen Entwicklungen vorgebeugt werden. Auch kann die Basis für eine weiterführende Therapie gelegt werden. Die Erfahrungen auch mit jüngeren Kindern ab 7 Jahren sind sehr positiv. Die Eltern können auch aktiv an der Therapie teilnehmen, wenn sie wollen.
Mehr dazu finden Sie unter http://www.sommercamp.de
Intensiv-Stottertherapie
Sprachheilzentrum Ravensburg
http://www.stotterinfo.de

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Ernst-Martin
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mehrere-Therapie für Renatas Sohn

Beitrag von Ernst-Martin » 25. Oktober 2006 04:02

Liebe Renata,
:wink:
1)
Ralf D. hat vollkommen Recht, wenn er die "Heilungsversprechen" hinterfragt. Es kommt ja auch auf die Mentalität des einzelnen Jugendlichen an und wenns besser wird, welche Freude für das Selbstbewußtsein Deines Sohnes!
8)
2)
Falls es nicht sofort besser wird,
denk bitte an FrankRav's Idee:
Dein Sohn gewinnt Kontakt zu andern Betroffenen - und plötzlich freut ihn sein junges Leben wieder, denn er ist ja nicht allein und kann Kontakt halten. Dies kann ihm später helfen, leichter eine "Mißachtung" weg zu stecken.

... und nie aufgeben.
:lol:
3) Lieber FrankRav, ich kann mich an Dich nicht erinnern - was hast Du noch für so gute Ideen? Sie sind zwar nicht neu, aber interessant .... zu mindest willst Du den Betroffenen helfen.

:roll:
Ernst-Martin,
der Lechgeist
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... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

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