Stottern bei zweisprachiger Erziehung

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Strandwanderer
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Stottern bei zweisprachiger Erziehung

Beitrag von Strandwanderer » 7. Juli 2011 21:49

Hallo und guten Tag,

mein Name ist Klaus, ich lebe seit ca. 10 Jahren in Thailand. Zusammen mit meiner thail. Frau habe ich einen knapp 4-jaehrigen Sohn (Andi), der seit einigen Monaten angefangen hat zu stottern.

Als Andi die ersten Worte sprach, war alles noch in Ordnung. Auch das Bilinguale, (d.h. er spricht mit seiner Mutter thai, mit dem Vater deutsch) klappte ganz gut und er lernte schnell. Da ich aber unter allen Personen, mit denen Andi Kontakt hat, der einzige Deutsche bin, hinkt er natuerlich mit dem Deutschen stark hinterher. Ich denke, sein jetziger Wortschatz besteht aus 90% thai und ca. 10% deutsch. Um dies zu korrigieren, hatten wir urspruenglich vor, einen laengeren Aufenthalt in Deutschland zu planen, evtl. mit Kindergartenbesuch.

Jedoch vor 2-3 Monaten etwa fing er an zu stottern. Zum Teil sehr unterschiedlich. Manchmal beginnt er einen Satz mit Aaaa - aaa - aaa - andi und redet fluessig hinterher, und manchmal verkrampft er sich so stark, baut Druck auf, lehnt den Kopf zurueck oder zur Seite, unfaehig, einen Laut herauszubringen. Anfangs dachten wir, dass es eine harmlose, voruebergehende Stoerung sei, die Kinder in dieser Lebensphase desoefteren zeigen, sowie vielleicht auf seine Zweisprachigkeit begruendet. In den letzten Wochen hat es sich noch verschlechtert, wir haben sogar den Eindruck, dass er keine neuen Vokabeln mehr aufnehmen bzw. nachsprechen will.

Ich bin jetzt ratlos, habe Zweifel und weiss nicht, was wir tun sollen. Ist es gut fuer das Kind, in absehbarer Zeit nach Deutschland zu gehen, weil dort vielleicht besser geholfen werden kann, oder sollten wir hierbleiben, um ihm einen Kultur- und Sprachschock zu ersparen?

Ergaenzend sollte ich noch erwaehnen, dass ich selber in meiner Kindheit stotterte. Das ging los in der 3.Klasse, so mit 9 Jahren. In der Pubertaet war's dann am Schlimmsten, Referate halten war der schiere Albtraum. Als ich spaeter dann regelmaessig im Ausland war und vorwiegend englisch redete, ebbten die Sprachprobleme ab. Jetzt, seit ca. 10 Jahren, wo ich zusaetzlich noch die thailaendische Sprache sprechen kann, habe ich so gut wie keine Probleme mehr. Ich ertappe mich selber, wenn mal Freunde oder Verwandte bei mir zu Besuch sind; wenn wir dann jede Menge zu erzaehlen haben, passiert es schon mal, dass bei mir ein Wort "nicht raus will". Insofern kann ich anderen Personen mit Sprachschwierigkeiten raten und ermuntern, eine andere Sprache zu lernen und anzuwenden. Bei mir hat's geholfen!

Nur, bezueglich meines Sohnes, weiss ich nicht weiter. Deswegen bitte ich um Rat.
Fuer Ihre Bemuehungen besten Dank im voraus

Strandwanderer + Andi

Bettina
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Re: Stottern bei zweisprachiger Erziehung

Beitrag von Bettina » 8. Juli 2011 02:18

Sehr geehrter Strandwanderer,

wir vom Fachberaterteam haben Ihre Anfrage erhalten und arbeiten an der Antwort, die wir im Laufe der nächsten Woche hier ins Forum einstellen werden.

Viele Grüße,

Bettina

Bettina
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Re: Stottern bei zweisprachiger Erziehung

Beitrag von Bettina » 17. Juli 2011 01:37

Sehr geehrter Strandwanderer,

nicht oft erreichen uns Anfragen von so weit her. Die Tatsache, dass Sie mit Ihrer Familie in Thailand vermutlich andere Gegebenheiten haben was Beratung und Therapie bei kindlichem Stottern angeht, macht eine umfassende Antwort mit möglichst hilfreichen Tipps etwas kniffliger. Des weitern geht es für Sie und insbesondere für Ihren Sohn Andi ja nicht nur um die Situation in Thailand sondern auch um die Frage eines Ortswechsels nach Deutschland und die gewissenhafte Abwägung der Chancen und Risiken solch einer Entscheidung. Aus diesen Gründen möchte ich vorausschicken, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu allen Aspekten Ihrer Anfrage Stellung nehmen kann, weil ich noch auf Impulse, Ideen und Erfahrungen weiterer Fachleute zurückgreifen möchte – und das braucht noch etwas Zeit. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass ich noch gezielte Fragen an Sie richten muss, deren Antworten wiederum unsere Beratung für Sie optimieren kann. Dennoch hoffe ich, dass auch schon die nun folgenden Zeilen eine solide erste Orientierung bieten.
Sie beschreiben, dass Ihr Sohn seit ca. April diesen Jahres vermutlich ein Stottern zeigt. Er wiederholt den Anfangsbuchstaben eines Wortes mehrmals und dann kommen das Wort und die weiteren Wörter flüssig. Des Weiteren beschreiben Sie auch, dass er auf sein Stottern (wenn es richtige stumme Blockaden sind) reagiert: er verkrampft, baut Druck auf, bewegt den Kopf.
Tatsächlich hat jedes Kind im Laufe seiner Sprachentwicklung Phasen, in denen es ein Stottern zeigt ( Stottern: Dehnungen wie „Aaaaaandi“, Wiederholungen wie „A-a-a-andi“, Blockierungen wie „A-----------ndi“ oder „-------------Andi“ in mehr als 3 % der gesprochenen Silben). Bei den meisten Kindern sind das Phasen, aus denen sie sich ohne besondere Hilfe wieder herausarbeiten können, aber bei einem Teil der Kinder manifestiert sich das Stottern und es vermehren sich manchmal die so genannten Sekundärsymptome. So werden Begleitreaktionen auf das Stottern genannt. Dies sind Bewegungen wie Kopfnicken, mit den Händen auf die Beine hauen, gestikulieren, mit dem Fuß aufstampfen, die Augen verdrehen, den Mund weit aufmachen,…auch Andi scheint das Ihrer Beschreibung nach manchmal zu tun. Mit motorischen Bewegungen helfen sich die Stotternden über den Moment der Unflüssigkeit hinweg. Sie haben irgendwann gelernt, dass ihnen im Moment der Blockade eine Bewegung hilft, dass das Wort besser heraus kommt. Die Bewegungen helfen nur nicht lange, sie nutzen sich sozusagen mit der Zeit ab und dann muss die Bewegung intensiver werden…eine ungünstige Spirale. Außerdem zeigt das Kind vielleicht auch schon Frust über das Hängenbleiben, bricht Sätze ab, wendet sich ab und möchte nicht weiter sprechen,… spätestens dann beginnen auch die Eltern, sich Sorgen zu machen. Stottert das Kind, strengt es sich dabei an, hat es Begleitreaktionen, ist es frustriert und machen sich die Eltern große Sorgen, dann sollte die Familie Hilfe durch eine gut fortgebildete und auf kindliches Stottern spezialisierte Fachkraft bekommen. Soweit für den Moment die Fakten zum kindlichen Stottern.
Ihr Sohn wächst zweisprachig auf und Sie behandeln die zweisprachige Erziehung genau so, wie es aus logopädischer Sicht geraten wird: jedes Elternteil spricht die jeweilige Muttersprache mit ihm: Ihre Frau also Thai, Sie Deutsch. So wird es empfohlen und so kann es bei Ihrem Sohn trotz der momentanen Unflüssigkeiten auch weiterhin bleiben: Ihre Frau spricht in der Muttersprache mit ihm und so tun Sie das auch wie gehabt.
Studien haben bestätigt, dass sich die Veranlagung zum Stottern vererben kann. Bei 50% der Menschen, die stottern, gibt es in der Familie weitere Stotternde. Mit der Anlage dazu, ein Stottern zu entwickeln, wird man geboren. Es ist nach momentanem Stand der Wissenschaft eine Bewegungsablaufstörung der Kehlkopfmuskulatur, bedingt durch falsch getaktete neuronale Befehle aus dem Gehirn an die am Sprechen beteiligte Muskulatur. Das bedeutet: nichts und niemand ist persönlich am Stottern seines Kindes schuld. Sie haben sich nicht irgendwie falsch verhalten oder Andi mit der zweisprachigen Erziehung überfordert.
Sie haben recht anschaulich beschrieben, wie es Ihnen mit diesem Handicap ergangen ist, dass es harte Zeiten gab und Ihnen Fremdsprachen geholfen haben. Sie können mit Fug und Recht von sich behaupten, dass Sie einen guten Weg gefunden haben, mit dem Sprechproblem zu leben. Jeder Mensch findet dafür seinen eigenen Weg, der eine mit, der andere ohne Therapie, dem einen helfen Fremdsprachen, bei anderen sind diese eher eine zusätzliche Belastung. Ich möchte behaupten: so viele Menschen es mit Stottern gibt – so viele Arten gibt es, damit umzugehen.
Wie ich schon in den ersten Zeilen erwähnt habe, möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht raten, ob es besser ist, in Thailand zu bleiben oder besser ist, nach Deutschland zu gehen. Die Fragen, die ich dazu auch noch an Sie habe, werde ich am Ende des Beitrags anbringen.
Nun zu ein paar Ideen, die Ihrem Sohn und damit auch Ihnen schon jetzt weiterhelfen können. Sie können Andi im alltäglichen Umgang und in der alltäglichen Kommunikation mit ihm unterstützen, wenn Sie folgende Punkte beachten:
- Unterbrechen Sie ihn nicht, sondern lassen Sie ihn auch dann in Ruhe zu Ende sprechen, wenn er sich schwer tut.
- Beim Sprechen wie sonst auch immer mal wieder Blickkontakt halten.
- Auch wenn Sie schon wissen, was er sagen möchte: sprechen Sie die Sätze nicht für ihn fertig, denn das stört und frustriert die Kinder auf Dauer sehr und hilft nachgewiesenermaßen nicht bei der Überwindung des Stotterns.
- Lassen Sie ihn Wörter, die er stotternd gesagt hat, nicht nachsprechen und nochmals üben – auch das frustriert nur und hat keinen positiven Effekt auf eine Besserung der Unflüssigkeiten.
- Sie können auch nicht von ihm verlangen, die Mitbewegungen beim Sprechen bzw. beim Stottern sein zu lassen – so etwas geht wenn überhaupt nur mit stottertherapeutischer Hilfe.
- Bitte keine Ermahnungen oder gut gemeinte Hilfen wie: „Sprich mal langsamer“ oder „Das war grad nicht schön, sprich das noch mal“ oder „Atme noch mal tief durch und versuch`s noch mal“ oder „Ganz ruhig bleiben“. So möchten Eltern gerne helfen und tatsächlich hat man erst auch das Gefühl, den Kindern hilft das, aber das ist trügerisch. Die Kinder strengen sich dann für ein paar Wörter oder Sätze an, schaffen das auch und sind froh, den Ratschlag ihrer Eltern umgesetzt zu haben, aber für das normale Sprechen im Alltag ist das viel zu aufwändig und die Kinder halten das nicht durch, der Frust wird mehr.
- Wenn Ihr Sohn ein Wort gestottert hat, können Sie dieses Wort noch mal flüssig wiederholen, indem Sie dieses in Ihre Antwort einbauen. „Corrective feedback“ nennt man das. Das Kind hört das gestotterte Wort nochmals, aber diesmal flüssig und sein Gehirn kann den gestotterten Eindruck mittels des flüssigen Eindrucks sozusagen „überschreiben“. Es „lernt“ nicht nur, wie das Wort sich gestottert anhört, sondern es „lernt“ auch, wie es sich flüssig anhört. Ein Beispiel: „Papa kuck mal, da ist ein Schmetterling. Der sitzt da auf der B-b-b-blume.“ „Stimmt, Andi, der Schmetterling sitzt auf der Blume, Schmetterlinge mögen Blumen gern, weil der Nektar in der Blume dem Schmetterling schmeckt.“ So „verbessern“ Sie Ihr Kind indirekt und auch wenn es nicht direkt darauf reagiert, lernt es doch dabei, wie sich die gestotterten Wörter flüssig anhören. Das geht natürlich genauso gut auf Thai.
- Hat Andi sein Stottern schon mal selbst kommentiert? Ärgert er sich, wenn er hängen bleibt? Bricht er das Sprechen ab, wendet er sich ab und sagt, das klappt nicht? Selbst wenn er das nicht tut ist es wichtig, das Stottern nicht zu tabuisieren. Es kann ruhig kindgerecht angesprochen werden: „Mensch, das war jetzt aber schwer, das Wort ist nur ganz schwer aus Deinem Hals herausgekommen. Das ist bestimmt anstrengend. Weißt Du, das geht vielen Kindern so, dass manchmal die Wörter im Hals hüpfen wie ein Ball. Wir kümmern uns gemeinsam darum, dass das mit den Wörtern wieder leichter geht.“ Das betroffene Kind muss wissen: ich bin mit diesem Problem nicht alleine auf der Welt. Und es muss wissen: meine Eltern, meine Bezugspersonen mögen mich mit diesem Problem genauso gern wie immer. Das Kind in dieser Schwierigkeit emotional aufzufangen trägt dazu bei, sein Selbstvertrauen zu erhalten und das wiederum ist wichtig wenn es um den Umgang mit den Unflüssigkeiten geht.
- Wenn Ihr Sohn, wenn die Familie gerne singt, dann singen Sie viel. Niemals stottert man beim Singen, so dass betroffene Kinder es genießen, sich ohne Angst vor dem nächsten Stotterereignis ausdrücken zu können.

Neben diesen Ideen zum Alltag mit dem Kind, gibt es weitere Möglichkeiten für Sie, sich schlauer zu machen:
- Lesen Sie in diesem Forum andere Antworten an Eltern, deren Kinder auch betroffen sind, vielleicht entdecken Sie noch die eine oder andere weitere gute Information.
- Es gibt über die Bundesvereinigung Stottererselbsthilfe (www.bvss.de) Infoflyer und vielleicht kann man diese Ihnen auch als pdf mailen.
- Ein vernünftiger Elternratgeber heißt „Mein Kind stottert – was nun“, erhältlich im Demosthenes-Verlag.
- Der Demosthenesverlag hat auch informative DVDs zum Thema Stottern bei Kindern.

Es tut den Kindern gut, wenn die Eltern zum Thema Stottern bestens informiert sind, denn dadurch gewinnen die Eltern auch Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind und das stärkt natürlich auch das Kind selbst.

Über die kurzen Beschreibungen ihrer Kinder, die die Eltern in dieses Forum setzen, können wir von der Fachberatung keine Diagnosen ableiten. So wie Sie das Sprechen Ihres Sohnes beschreiben, ist es sehr wahrscheinlich, dass er im Moment in einer Phase des Stotterns steckt. Er zeigt mit den Mitbewegungen darüber hinaus auch Anstrengungsverhalten und Sie als Eltern machen sich Sorgen. Diese Komponenten reichen aus, um zu sagen, dass der persönliche Besuch einer auf kindliches Stottern spezialisierten Fachkraft sinnvoll wäre. Nach einer ausführlichen Diagnostik würde besprochen werden, wie man dann weiter vorgeht: Erst mal nur intensive Elternberatung mit Tipps für den Alltag und abwarten oder gleich eine Therapie für das Kind. Wie lange so etwas dann nötig wäre, kann auch bei guter Kenntnis der Familie und des Kindes nur schlecht vorausgesagt werden. Kinder im Alter Ihres Sohnes würden einmal die Woche zur Therapie kommen – und das in einem Zeitraum von 6 Monaten bis zu 18 Monaten. Spätestens dann müsste eine Therapiepause für das Kind erfolgen.

Kommen wir nun zu den Überlegungen eines Ortswechsels. Offen gestanden möchte ich diese Frage noch mit mehreren Kolleginnen und Kollegen diskutieren, weil das schon eine knifflige Sache ist. Damit wir das vernünftig tun können, hätte ich noch ein paar Fragen an Sie:
- sind Sie frei in der Auswahl des Ortes? Können Sie überall hin nach Deutschland ziehen?
- Sind Sie zeitlich begrenzt? Ein paar Monate? Für die Kindergartenzeit? Mehrere Jahre? Pro Jahr mehrmals für mehrere Wochen in Deutschland und Mittelpunkt bleibt weiterhin Thailand?
- Hat Ihr Sohn dazu schon eine Meinung?
- Wer von der Familie würde mitkommen?
- Gibt es dort in Thailand, wo Sie jetzt leben, einen guten Stottertherapeuten, dem „van Riper“ etwas sagt (der Begründer einer sehr guten Stottertherapieform für Erwachsene und ältere Jugendliche) oder vielleicht sogar „KIDS“ und „Mini-KIDS“ von Patricia Sandrieser (das Konzept von van Riper auf kleine Kinder zugeschnitten) oder „Lidcombe“ von Tina Lattermann?
Das wären für den Moment die wichtigsten Fragen. Man muss schon genau die „Kosten und den Nutzen“ einer solch weitreichenden Entscheidung abwägen – und dafür sind die gerade erfragten Infos unerlässlich.

Nun hoffe ich, Ihnen bis dahin dennoch schon etwas weitergeholfen zu haben. Sie können Ihre Informationen über den Button „Persönliche Nachricht“ an mich mailen – aber lieber wäre uns, wenn Sie nochmals praktisch eine neue Anfrage starten würden und die Infos über das Forum so ins Netz stellen würden, wie Sie es mit Ihrer ersten Anfrage getan haben.

Sobald ich die Infos habe, werde ich mich mit den weiteren Fachleuten in Verbindung setzen und wenn alles zusammengetragen ist, setze ich mich mit Ihnen in Verbindung. Wann das sein wird, kann ich nicht sagen. Wegen der Urlaubszeit dauert der kollegiale Austausch wahrscheinlich länger.

Mit den besten Wünschen in das ferne Thailand, das ich irgendwann in Zukunft gerne auch einmal bereisen möchte, und alles Gute für Andi,

Bettina

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Re: Stottern bei zweisprachiger Erziehung

Beitrag von Bettina » 3. September 2011 03:11

Sehr geehrter Strandwanderer,

die einhellige Meinung der Fachberatung ist, dass Sie die Entscheidung zu bleiben oder zu gehen auf keinen Fall vom Stottern des Kindes abhängig machen sollten. Vielleicht geht das Stottern so schnell wieder weg wie es gekommen ist und dann bereuen Sie eine Entscheidung eventuell. Unabhängig vom Stottern oder Nicht-Stottern Ihres Sohnes sollten Sie als Familie Ihren Lebensmittelpunkt frei wählen. Tun Sie das, was Sie tun würden, wenn Ihr Kind nicht angefangen hätte zu stottern. Alles weitere wird sich entwickeln - Sie haben ja nun gute Kontakte geschaffen, über die Sie sich Hilfe holen können.

Mit den besten Grüßen,

Bettina

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