Erwachsener Stotterer

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Hilfesuchender

Erwachsener Stotterer

Beitrag von Hilfesuchender » 15. August 2011 13:14

Hallo

ich bin 26 Jahre alt, männlich und habe des öfteren Probleme beim Aussprechen. Meine Sprachstörung sieht folgendermaßen aus, dass ich öfter Probleme habe Wörte auszusprechen, also anzufangen, habe ich die erste Hürde (den ersten Laut) überstanden bereitet die weitere Aussprache keine Probleme mehr. Sehr häufig habe ich diese Probleme bei Wörtern die mit Verschlusslauten anfangen.

Meine Sprachstörung kam zum Vorschein als ich ca 6-7 Jahre alt war. Ich besuchte dann eine Logopädin für nicht allzulange Zeit und die Sprachstörung war "weg". Wieder aufgetaucht ist mein Problem mit 17 Jahren. Ich hatte Probleme mit zwei Sitzenbleibern, der es sich zum Ziel gemacht hatte, mir das Leben schwer zu machen. Ich weiß nicht genau ob das der Auslöser war, aber ich kann es mir gut vorstellen. Vor dem Abitur wurde es schlimmer und seither ist der Sprachfehler ca gleich geblieben. Große Angst hatte ich während meines Studiums vor Referaten und mündlichen Vorträgen, wobei ich diese nach Möglichkeit gemieden habe. Generell fällt es mir schwer vor Leuten zu reden, die ich gar nicht/nicht gut kenne. Bei mir vertrauten Personen ist das Problem nicht so ausgeprägt.

Während meines Studiums besuchte ich dann erneut eine Logopädin, doch es war überhaupt keine Besserung erkennbar, weswegen ich die Behandlung nach ca 4 Monaten abbrach. Wir trainierten Wörter langsam auszusprechen, da bei mir oft das Problem ist, dass ich verkrampfe und die Luft nicht rauskann. Auch zu Hause trainierte ich diese Methoden. Möglicherweise brach ich die Behandlung zu früh ab, aber ich sah einfach keinen Sinn dahinter.

Man liest ja immer wieder dass Stottern ein rein physisches Problem ist und kein psychisches. Ich wollte nachfragen ob man dies wirklich so einfach sagen kann? Mir kommt es vor, dass mein Gemütszustand sehr viel mit meinem Sprachproblem zu tun hat. Leider ist mein Selbstwertgefühl nicht sonderlich hoch und wenn ich in einer Situation bin, wo ich auf Leute einen guten Eindruck hinterlassen möchte, dann hänge ich sehr oft bei den Wörtern, was dazu führt, dass ich dann oft gar nichts mehr sage. Teilweise gibt es wieder Situationen, wenn ich von Menschen umgeben bin, wo ich weiß, dass ihnen jeder Fehler egal ist, dann rede ich einfach so drauf los und denke nichtmal drüber nach, dass ich Stottern könnte.

Wäre es sinnvoll zu einem Psychotherapeuten zu gehen oder doch besser zu einer Logopädin? Mich beschäftigt das Stottern sogar teilweise in den Schlaf, wo ich dann Alpträume habe, wo ich nicht mehr sprechen oder nicht verständlich sprechen kann.

Weiters glaube ich auch, dass meine Sprachstörung etwas mit meiner Atmung zu tun hat. Bei Bauchatmung verkrampft sich mein oberer Bauch immer etwas und in angespannten Situationen habe ich dann meistens nurmehr eine Pressatmung. Manchmal kann ich mir auch vordenken, dass ich einfach bei "schwierigen" Wörtern bewusst ausatme und dann funktioniert das Sprechen auch öfter, doch dies ist eher die Ausnahme.

Ich bitte um Ihre Hilfe, da ich nach meinem Studium einen Beruf ergreifen werde, in dem ein fehlerfreier Sprachfluss sehr viel mit Erfolg zu tun hat.

Mit freundlichen Grüßen

der Hilfesuchende

Claudia Tasch
Fachberatung der BVSS
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Beiträge: 68
Registriert: 27. Januar 2008 19:24
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Re: Erwachsener Stotterer

Beitrag von Claudia Tasch » 15. August 2011 23:29

Lieber Hilfesuchender,

wir, das Team der Fachberatung, haben Ihre Anfrage erhalten. Wir arbeiten an der Antwort und werden diese noch im Laufe dieser Woche im Forum einstellen.
Bis dahin alles Gute,
Claudia Tasch
Claudia Tasch, Logopädin
Fachberatung der BVSS

Claudia Tasch
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Re: Erwachsener Stotterer

Beitrag von Claudia Tasch » 26. August 2011 21:02

Hallo, ich habe Sie nicht vergessen, die Antwort kommt in den nächsten Tagen. Entschuldigung für die Verspätung!
MfG Claudia Tasch
Claudia Tasch, Logopädin
Fachberatung der BVSS

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