elterliche Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Angst

Erst informieren - dann therapieren: Die telefonische Fachberatung der BVSS:
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Für Stotterer ist auch eine Beratung per E-Mail möglich (info@bvss.de), welche aber längere Bearbeitungszeiten haben kann.
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ringelblume
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elterliche Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Angst

Beitrag von ringelblume » 8. Januar 2013 11:32

Liebes Team der BVSS,

vorneweg: ich weiß, das schlechteste, das ich meiner Tochter mitgeben kann ist die Sorge und Angst vor der Zukunft wegen ihres Stotterns.
aber ich kann nicht aus meiner haut und ich bin so unheimlich verunsichert!

unsere tochter ist 5einhalb und stottert seit sie sprechen kann.
seit kurz vor ihrem vierten geburtstag geht sie mit sommerpausen sie zur logopädie. zwischendurch haben wir auch die praxis gewechselt, um mit ihrem stottern wirklich gut aufgehoben zu sein.
mit der derzeitigen paxis sind wir sehr zufrieden, unsere tochter geht gern dort hin und hat auch große freude an den spielen.
ihr stottern ist (gefühlt und auch nach aussage der logo) locker und ohne anstrengung. sie hat große freude am sprechen und zeigt auch keine sprechängste.

wie bei so vielen kindern kommt ihr stottern in phasen.
derzeit liegt es im mittelfeld würde ich meinen, mal scheint es, als ginge es nun für immer fort und mal ist es so stark, dass sie durchaus auch frustriert ist und dinge sagt wie "mama, ich kann nicht mehr reden!" diese momente sind glücklicherweise sehr, sehr selten. und es ist jetzt auch einige monate nicht mehr vorgekommen, selbst wenn sich ihr stottern wieder häuft.

mein mann und ich haben als kinder beide gestottert, können uns also gut in sie hinein fühlen.
bei mir ging das stotter ohne therapie mit etwa 5 von allein, bei meinem mann dauerte das stottern (ohne therapie) bis zur pubertät an.

wir tabuisieren das stottern nicht, machen es aber auch nicht zum großen thema. kurz: wir sind gut informiert und bemühen uns mit herz auch unsere angehörigen und die bezugserwachsenen unserer tochter zu informieren und aufzuklären.

mein mann ist glücklicherweise (!) ganz enstpannt mit dem thema und macht sich auch gar keine sorgen.
ich bemühe mich redlich darum, aber mir gelingt es nur bedingt.

dazu kommt eine unsensible kindergartenerzieherin, die das stottern zum großen thema macht und unserer tochter (gut gemeint) immernoch mit "mach ruhig", "überleg genau was du sagen willst" unterstützen möchte.
außerdem werde ich beim abholen häufig mit "ach, was ist denn nur wieder passiert, sie stottert ja wieder so sehr!". die Erz. ist absolut bestrebt, dass unsere tochter das stottern so schnell wie möglich ablegt, sie einfach mit ihrem stottern zu akzeptieren fällt ihr wohl sehr schwer.
dazu kommt eine große sensibilität unserer tochter. sie hat ein trostkuscheltier und ab und an gibt es tränen in momenten, die für die Erz. nicht nachvollziehbar sind. die Erz. hat ein klares muster im kopf, wann ein kind was können/sollen/nicht mehr brauchen muss.
außerdem hat sie schon mehrmals durchklingen lassen, dass sie unsere tochter zum psychologen schicken würde.
Wir haben schon viele Gespräche mit der Erz. geführt. Sie ist kurz vor der rente und hat generell schwierige Ansichten - schwierig für unsere tochter, die damit nicht so gut zurecht kommt (aufessen müssen, hektik und ein harscher ton, unter druck setzen mit "ach, die großen weinen doch nicht!").

wir werden die Erz. nicht mehr ändern können und wollen es für das halbe Jahr wahrscheinlich auch nicht mehr versuchen.
(Unsere Tochter wird in diesem Jahr eingeschult).

Aber das Verhalten verunsichert mich.

Über das Stottern gibt es gefühlte eine Million Meinungen.
Die einen meinen, da steckt ein tiefes psychologisches Problem dahinter und die weitere Familie von uns meint immer, wir sollten die Logo sein lassen und unsere Tochter einfach in Ruhe lassen, das gibt sich.
Sie finden die Logo sogar falsch, weil sich das Stottern damit nur verfestige.

Und wie gesagt, nun kommt sie in diesem Jahr in die Schule und das verunsichert mich zusätzlich. Wie wird es werden? Sollte ich vorher das Gespräch mit der Schule und den Lehrern suchen?

Unsere Tochter ist so ein tolles Mädchen.
Sie ist klug und mutig, trotz ihrer sensibilität. Sie ist kreativ und freut sich sehr auf die Schule!
Vom jetzigen Standpunkt aus würde ich wirklich meinen, dass sie das Stottern nicht stört und auch nicht ärgert. Noch nicht?

ich möchte gern meine Tochter für die Zukunft stärken.
das haben wir uns auch zum Teilziel der Logopädie gesetzt.
Aber irgendwie muss ich auch mich stärken und mich resistent gegen all diese Meinungen und Ratschläge machen.

ich danke Ihnen für eine qualifizierte Meinung

Mfg

Ringelblume

Bettina
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Re: elterliche Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Angst

Beitrag von Bettina » 10. Januar 2013 00:21

Liebe Ringelblume,

wir vom Fachberaterteam haben Ihre Anfrage erhalten und arbeiten schon an der Antwort. Diese wird in den nächsten Tagen hier im Forum eingestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Bettina

Bettina
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Re: elterliche Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Angst

Beitrag von Bettina » 20. Januar 2013 05:35

Liebe Ringelblume,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir sind überzeugt, dass Sie vielen Eltern aus der Seele sprechen. Sie sprechen an, dass eine gute Therapie sehr wichtig ist und viel Entlastung bringt, dass es aber auch dann immer noch so viele Faktoren geben kann, die einem richtige Sorgen machen.

In Ihren letzten Zeilen schreiben Sie, dass nun Sie als Eltern eine Stärkung brauchen. Das ist verständlich und aus diesem Grund soll der Großteil unserer Antwort auch auf Sie als Eltern bezogen sein und berechtigterweise heute einmal Sie in den Vordergrund stellen. Denn geht es Ihnen gut, fühlen Sie sich sicher und können Sie im Umfeld Ihrer Tochter sinnvoll agieren, dann geben Sie damit nicht nur sich sondern auch in besonderer Weise Ihrer Tochter Aufwind.

Sie waren beide selbst in Ihrer Kindheit und Jugend vom Stottern betroffen und können daher für Ihr Kind eine besondere Sensibilität aufbringen. Ihrem Schreiben nach zu urteilen tun Sie das auch und das ist gut.

Gehen wir nun auf die verschiedenen von Ihnen beschriebenen Meinungen und Ratschläge ein.

- Tabuisierung des Stotterns: das ist nie gut. Es muss mit dem Kind und individuell angepasst an das Kind angesprochen und besprochen werden. Das Kind wird dadurch emotional aufgefangen und lernt: ich bin mit dem Stottern nicht alleine, auch anderen Kindern geht das so, mir wird geholfen. Fazit: Sie machen diesbezüglich alles richtig.
- Elterlicher Umgang mit dem Stottern des Kindes: oft beobachten wir, dass Eltern verschieden entspannt mit dem Stottern des Kindes umgehen. Das macht nichts. Wenn Sie als Eltern ehrlich zu sich bleiben und sich den Grad an Entspannung oder Anspannung zugestehen, den Sie wirklich fühlen, schaden Sie Ihrem Kind damit nicht. Und wenn die Anspannung mal sehr hoch ist, dann teilen Sie das Ihrem Kind mit: „Weißt Du, Du bist manchmal sauer wenn die Wörter nur schwer aus deinem Hals rauskommen und ich bin deshalb auch manchmal besorgt und traurig. Aber gemeinsam helfen wir uns ja gut und das schaffen wir schon.“
- Die Erzieherin: sicherlich ganz redliche Absichten aber in ihrem Verhalten so wie Sie sie beschreiben für Ihre Tochter und auch für Sie keine Hilfe sondern eher eine Herausforderung. Kennen Sie die Infoflyer der Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe (BVSS, www.bvss.de)? Es gibt zwar keine speziell ausgewiesene Flyer für Kindergärten, aber der Elternflyer und der Flyer mit den FAQ`s (frequently asked questions) sind voll mit Infos, die auch für die Erziehungsarbeit in Kindergärten passen. Ihr elterlicher Stil macht sicher vieles von dem was seitens dieser einen Erzieherin nicht gut läuft, wieder wett.
- Psychologische Hilfe: Ihre Anfrage gibt uns ein gutes Bild Ihrer momentanen Situation, aber wir kennen Sie nicht persönlich. Dennoch glaube ich, dass weder Ihre Tochter noch Sie im Moment die Hilfe eines Psychologen benötigen. Zumal die Sichtweise dieser Berufsgruppe auf das Stottern sehr unterschiedlich ist. Es gibt Psychologen, die behaupten immer noch, das Stottern wäre eine Tic-Störung und es gibt Psychologen, die sich sehr professionell und intensiv mit dem Stottern auseinandersetzen. Nur in einem solchen Fall und nur wenn siech Psychologe und Logopäde intensiv austauschen kann bei Bedarf eine psychologische Therapie ergänzend zur Logopädie sinnvoll sein.
- Die gefühlten eine Million Meinungen: Ja, das ist wirklich ein Problem. Die BVSS arbeitet als einzige unabhängige Organisation mit ihrer Informationspolitik auf vielen Ebenen unermüdlich mit dem Ziel, viele Menschen und Institutionen mit den aktuellsten Informationen rund um das Stottern zu versorgen. Um das zu gewährleisten haben sie nicht nur eine Fülle von Flyern, die man dort für einen geringen Selbstkostenpreis bestellen kann – es gibt auch den BVSS-eigenen Demosthenes-Verlag. Alles an (Fach)Büchern, Ratgebern, Filmen, Material für Kinder wie Ausmalbücher, Bilderbücher und Comics kann uneingeschränkt empfohlen werden.
Nun aber zu den zwei Meinungen, die Sie beschreiben:
 Es steckt kein tiefes psychologisches Problem hinter dem Stottern. Manche Menschen werden mit der Anlage dazu, irgendwann in ihrem Leben ein Stottern zu entwickeln, geboren. Ein winziger „Defekt“ im Gehirn, der irgendwann einmal bedingt, dass falsch koordinierte Bewegungsimpulse an die Stimmlippenmuskulatur geschickt werden, die dann die stottertypischen Verkrampfungen auslösen. Dass Stottern und die daraus entstehenden Kommunikationsprobleme einen Menschen psychisch beeinflussen können, steht natürlich außer Frage. Aber nicht weil man ein psychisches Problem hat stottert man, sondern weil man stottert können sich auch psychische Probleme entwickeln.
 Logopädische Therapie bei einer in kindlicher Stottertherapie belesenen, fortgebildeten und erfahrenen TherapeutIn verfestigt kein Stottern. Der Effekt einer guten Stottertherapie verhält sich positiv und im „schlimmsten“ Fall neutral – aber hat nie einen verfestigenden Effekt. Das war vielleicht früher so als es keine guten Behandlungskonzepte gab. Gott sei Dank gibt es aber mittlerweile mit den Konzepten von beispielsweise Carl Dell, Dr. Patricia Sandrieser (KIDS und Mini-KIDS), Peter Schneider und Tina Lattermann (Lidcombe) gute Behandlungsmöglichkeiten auch für Kinder.


Auch meine Tochter kommt dieses Jahr in die Schule und das ist schon ohne eine Sprechbehinderung eine aufregende und aufwühlende Veränderung des gesamten Lebens, für alle in der Familie.
Es ist gut und richtig, dass sie sich darüber Gedanken machen. Möchte Ihre Tochter mal mit Ihnen über die Schule und das Stottern sprechen? Hat Ihre Tochter darüber schon mal mit der Logopädin gesprochen? In den Entscheidungsprozess, wie man die Schule oder die Klassenlehrerein über das Stottern informiert, kann das Kind mit eingebunden werden. Wenn es selbst hinter dem Vorgehen steht und wenn ihm das kindgerecht und transparent erklärt wird, ist diese gemeinsame Entscheidungsfindung in der Gruppe „Kind-Eltern-Logopädin“ die, die auch dem Selbstvertrauen des Kindes am zuträglichsten ist.
Meiner Meinung nach gibt es nur den Weg der umfassenden Information. Für das „Wie“ gibt es mehrere Möglichkeiten.
Die umfassende Information:
Die Eltern reden mit der Klassenlehrerein und am besten auch noch mit weiteren wichtigen Lehrern bzw. Bezugspersonen (z.B. im Hort).
Es muss davon ausgegangen werden, dass Lehrkräfte nur sehr rudimentär über das Wesen eines kindlichen Stotterns informiert sind. Es wird in der Ausbildung wenig besprochen, der Alltag während und nach der Lehrerausbildung schluckt so viel Kraft, dass oft keine Energie vorhanden ist, sich über das (vermeintliche) „Randthema“ Stottern aktuell und umfassend zu informieren. Es kann aber auch davon ausgegangen werden, dass das Interesse der Lehrkräfte nach guter und hilfreicher Information hoch ist, wenn sie mit einem stotternden Kind zu tun haben. Alle Gespräche, die ich als Stottertherapeutin mit Lehrkräften geführt habe, waren durchweg positiv und interessiert.
Für Lehrer gibt es von der BVSS einen extra Flyer und auch weitere Flyer der BVSS geben Lehrern wichtige Informationen an die Hand. Es liegt in der verantwortung der Therapeutin oder der Eltern, diese Flyer am besten in mehrfacher Ausführung an die Schule zu geben. Über den BVSS-eigenen Verlag gibt es das Buch „Stottern und Schule“ von Angelika Schindler. Es wäre wünschenswert, wenn dieses Buch in die Schulbibliothek aufgenommen werden würde. Oft ist aber auch ein ganzes Buch schon wieder zu viel...Dann nicht verzagen. Wenn die Flyer angesehen werden, ist schon viel erreicht. Sie als Eltern können im Gespräch mit den Lehrern immer wieder Infos zum Stottern anbringen: dass es eine Vererbungskomponente gibt, dass es nicht psychisch ist, sondern manche Menschen mit dieser Anlage dafür geboren werden, dass es v.a. bei Mädchen oft wieder verschwindet, welches die wichtigsten Kommunikationsregeln sind, dass man das Stottern mit dem Einverständnis des betroffenen Kindes und vielleicht mit der Hilfe der Logopädin auch mal im Stuhlkreis ansprechen kann, dass die Lehrer ein Auge auf Hänseln und Mobbing wegen des Stotterns haben müssen, dass es für stotternde Kinder Hilfen gibt, wie sie mit Vorlesen und mündlicher Mitarbeit besser zurechtkommen können, dass die Kinder wenn sie Lust haben, auf jeden Fall vor der Klasse sprechen können, dass sie Theaterrollen übernehmen sollen wenn sie das wünschen, dass sie auch die Theater-AG besuchen sollten wenn sie das wünschen. Theater deshalb, weil viele Kinder (auch Jugendliche und Erwachsene) ja nicht stottern wenn sie in andere Rollen schlüpfen. Das ist gut für das Selbstwertgefühl und die kommunikative Entwicklung. All diese Dinge können Sie als Eltern oder kann die Logopädin bei den Gesprächen mit den Lehrern anbringen. Toll ist es, wenn die Logopädin vielleicht sogar anbieten kann, eine Infoveranstaltung für die Lehrer zu halten. Bei einer Lehrerkonferenz vielleicht für eine halbe Stunde – da kann man schon viele Infos anbringen und viel Material der BVSS verteilen.
Soweit Ideen zur umfassenden Information der Schule zum Thema Stottern.
Nun ist noch die Frage offen, wie man zur Einschulung des Kindes die Erstinformation der Lehrer gestaltet. Entweder man sagt es schon im Vorgespräch und informiert dann gleich umfassend oder man wartet ab bis die Klassenleitung die Klasse kennen gelernt hat und bis sie sich selbst an die Eltern wendet. Beides ist möglich und sicher abhängig von der Schule und dem Gefühl, das man bei der Klassenleitung hat. Als ganz wichtig erachte ich dabei die Meinung Ihrer Tochter. Sie bestimmt mit und mit welcher Vorgehensweise sie sich sicherer fühlt, die wird ausgewählt.

In der Akzeptanz von „Anders-Sein“ der Kinder untereinander ist der Eintritt in die Schule ein Wendepunkt. Hänseleien deswegen im Kindergarten gibt es praktisch nicht. Das ändert sich auf dem Schulhof oft schlagartig. Kinder werden Ihre Tochter nachmachen, sie werden sie auf ihr Stottern ansprechen, sie werden ihr sagen, dass sie ja nicht richtig sprechen kann. Darauf wird sie wahrscheinlich von ihrer umsichtigen Logopädin vorbereitet. Es genügt, damit zu beginnen, wenn auch die Schule begonnen hat. Jetzt sind diese Dinge noch zu abstrakt für Ihre Tochter. Man kann mit den Kindern dann ein paar pfiffige Antworten einüben („Hey, Du kannst mich ja gar nicht nachmachen! Lern erst mal selber wie man richtig stottert!“ ; „Wer´s sagt ist es selber, sagen alle Kälber, vorne und hinten, fängst Du an zu stinken!“ „Ich stotter, na und. Dafür kannst Du nicht mal richtig lesen!“), man kann sie bestärken, zum Lehrer zu gehen und man darf ihnen Mut machen, auch mal zurückzuärgern. Man kann die Kinder dann auch einbeziehen, wenn man die Lehrer informiert. Vielleicht will das Kind etwas über das Stottern malen oder aufschreiben, dann kann man das dem Lehrer mit Infomaterial aushändigen.

Liebe Ringelblume, nun zum letzten Punkt für diese Antwort. Sie möchten sich selbst auch stärken. Das ist genauso wichtig wie Ihre Tochter zu stärken und bitte tun Sie das!

Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten:

- Besuchen sie die örtliche Selbsthilfegruppe stotternder Menschen. In vielen Städten gibt es eine und die Adressen erfahren sie über die BVSS. Die meisten Gruppen freuen sich über Besuch und erzählen aus ihrem Leben und welche Erfahrungen für sie wertvoll waren, erzählen vielleicht auch, was sie sich als Kinder von Ihren Eltern gewünscht hätten. Das können sie vielleicht dann in Ihren Alltag einbauen.

- Bitten Sie Ihre Logopädin, herauszufinden, ob es vielleicht andere Eltern gibt, deren Kinder bei ihr in Behandlung waren oder sind und die Interesse an einem Informationsaustausch haben. Sie können ein Treffen für die Eltern organisieren. Das ist für alle Beteiligten eine „win-win-Situation“.

- Dann bietet ja auch die BVSS wertvolle Unterstützung an. Nicht nur über eine Elternmitgliedschaft und eine extra Elternzeitschrift, die ein- oder zweimal im Jahr erscheint. Es gibt Seminarwochenenden für Eltern betroffener Kinder. Dort kann die ganze Familie anreisen. Die Kinder werden so betreut, dass sich die Eltern mittels fachkundiger Anleitung austauschen können, informieren können, vernetzen können und somit profitiert jeder von der Erfahrung der anderen und das ist so wertvoll für die eigene Sicherheit im Umgang mit dem betroffenen Kind und im Umgang mit dessen Umwelt.

- Nicht zuletzt bietet ja dieses Beratungsforum mittlerweile eine Fülle an Informationen an. Allein schon, wenn man sich die Anfragen und Antworten der letzten Jahre durchliest. Aber das haben Sie vielleicht auch schon längst gemacht.

Nun sind wir ans Ende gekommen und ich hoffe sehr, Sie konnten aus der einen oder anderen Information schon mehr Sicherheit gewinnen und ich hoffe ebenso sehr, dass diese noch steigt, wenn Sie einige der gemachten Vorschläge umsetzen können. Falls noch Fragen offen sind: bitte scheuen Sie sich nicht, eine erneute Anfrage ins Netz zu stellen. Wir von der BVSS möchten gern auch weiterhin für Sie und Ihre Familie da sein.

Mit den besten Grüßen und Wünschen,

Bettina

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