Die negativen Folgen vom positiven Denken

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F.J.Neffe
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Das Stolpern über die eigenen Füße

Beitrag von F.J.Neffe » 6. Juli 2011 11:44

Heute ist es allgemein üblich, aus allem, was man nicht versteht, eine Wissenschaft zu machen.
Natürlich kann man mit jedem Messer die Butter auf Brot streichen oder sich den Finger abschneiden.
Sich alles zu dem zu "erklären", was man nicht haben will, um dann "begründet" dagegen sein zu können, löst kein Problem.
Wir alle denken unablässig "positiv" unsere Position - ob uns das passt oder nicht.
Wir alle denken sehr vieles öfters und affirmieren = verstärken es damit ständig.
Und wir alle treiben - wie Coué schon zeigte - Autosuggestion vom ersten bis zum letzten Atemzug; wir können das auf dem augenblicklichen Niveau weiter tun oder es besser lernen.
Die "Manipulationstechniken" sind nur ein klitzekleines Teilchen aus dieser großen, uns alle bestimmenden Wirklichkeit - vor der wir den Kopf in den Sand stecken können oder auch nicht.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

annika
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Re: Das Stolpern über die eigenen Füße

Beitrag von annika » 15. Juli 2011 21:48

F.J.Neffe hat geschrieben:Die "Manipulationstechniken" sind nur ein klitzekleines Teilchen aus dieser großen, uns alle bestimmenden Wirklichkeit - vor der wir den Kopf in den Sand stecken können oder auch nicht.
Ein Mensch, der sich auf einen Erkenntnisprozess einlässt, hat seinen Kopf bereits aus dem Sand genommen. Er bearbeitet seine Lebensthemen sicherlich auf reifere Art und Weise als durch suggestive Selbstmanipulation.

Es grüsst,
Annika

F.J.Neffe
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Beitrag von F.J.Neffe » 15. Juli 2011 23:06

Liebe Annika,
mir sind im Leben selbst viele Menschen begegnet, die sich auf geradezu tragikomische Weise mit übernommenen "suggestiven Selbstmanipulationstechniken" jahrelang in Misserfolg und Erschöpfung hineingequält haben. Ihr Drama war nicht, dass sie etwas mit suggestiver Wirkung taten sondern dass sie die suggestive Qualität ihres Tuns nicht verstanden. Wenn es Dir einfacher fällt, kannst Du das Wort "suggestive" weglassen; dann heißt der Satz: Ihr Drama war nicht, dass sie etwas mit Wirkung taten sondern dass sie die Qualität ihres Tuns nicht verstanden. Es geht dennoch um genau dasselbe.
Ich habe noch nie in über 35 Jahren der Befassung mit Suggestion auch nur einen Nebensatz für "suggestive Selbstmanipulationstechniken" gesagt oder geschrieben. Wenn Du auch nur die Augenbraue hochziehst, kannst Du damit auf Deine Mitmenschen eine suggestive - unterschwellige - Wirkung haben. Mir geht es seit 35 Jahren darum, diese Wirkungen in unserem Leben genau zu erkennen, denn dann kann man genau reagieren und effizient genau korrigieren, wo das nötig ist. Es kann sehr hilfreich sein, a) seine eigenen ERinflussmöglichkeiten genauer zu kennen aber auch b) die Absichten und Wirkungen anderer auf mich genauer zu erfassen um angenmessener darauf reagieren zu können.
Das Leben ist nach meiner Wahrnehmung auch kein Wettbewerb, in dem es darum geht, reifer als jemand anderer zu sein. Es geht darum, (morgen) reifer als man selbst (heute) zu werden.
Dass Dir das Einlassen auf den eigenen Erkenntnisprozess wichtig ist und Du dasfür einstehst, finde ich sehr beachtenswert. Ich danke Dir und wünsche Dir guten Erfolg.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

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