Die negativen Folgen vom positiven Denken

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Qwent
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Die negativen Folgen vom positiven Denken

Beitrag von Qwent » 5. Juli 2009 12:53

Hallo,

für diejenigen die sich mit (Auto-)Suggestion und „positiven Denken“ bzgl. Ihres Stotterns beschäftigen dürfte folgender Artikel recht interessant sein.

Gruß
Qwent

Die negativen Folgen vom positiven Denken

Nicht alle Selbstermutigungen stärken das Selbstbewusstsein

Die beliebte Aufforderung, positiv zu denken, kann auch nach hinten losgehen: Gerade Menschen mit einem wenig ausgeprägten Selbstbewusstsein, denen die Technik eigentlich helfen soll, profitieren nicht davon, wenn sie sich beispielsweise auf Sätze wie "Ich bin eine liebenswerte Person" konzentrieren. Sie fühlen sich im Gegenteil sogar schlechter als ohne die Selbstsuggestion, haben US-Psychologen jetzt nachgewiesen. Besser sei es, sich auf ganz konkrete Eigenschaften der Betroffenen zu konzentrieren und diese statt der stark verallgemeinerten Statements hervorzuheben, berichten die Forscher.

Die Forscher um Joanne Wood von der Universität in Waterloo konzentrierten sich in ihrer Studie auf Aussagen, die laut einer Reihe von Ratgeberbüchern das Selbstbewusstsein stärken und eine positive Einstellung zum Leben fördern sollen. Daraus wählten sie gezielt den Satz "Ich bin eine liebenswerte Person" aus, weil die Fähigkeit, sich selbst zu lieben, ein wesentlicher Bestandteil eines guten Selbstbewusstseins ist. In einer Reihe von Tests untersuchten sie dann, ob und wenn ja, wie die Aussage Stimmung und Gefühle von Freiwilligen beeinflusste.

Dazu teilten sie die Teilnehmer in eine Gruppe mit großem und in eine mit eher wenig ausgeprägtem Selbstbewusstsein ein. Beide Gruppen bekamen dann unter anderem die Aufgabe, ihre Gedanken und Gefühle zu Papier zu bringen, Fragen zu beantworten und anzugeben, ob sie gerne an verschiedenen angenehmen Aktivitäten teilnehmen würden. Ein Teil der Probanden hörte dabei alle 15 Sekunden einen Gong und sollte sich dann jeweils selbst den Satz "Ich bin eine liebenswerte Person" vorsagen. Bei den Teilnehmern mit gering ausgeprägtem Selbstbewusstsein verschlechterte das Aufsagen des Satzes messbar die Stimmung, den Optimismus und die Bereitschaft, an Aktivitäten teilzunehmen, zeigte die Auswertung. Diejenigen mit einem guten Selbstbewusstsein profitierten dagegen zwar leicht von der Autosuggestion, der Effekt war jedoch nicht besonders ausgeprägt.

Vermutlich habe der Satz bei denjenigen, die ohnehin schon an sich zweifelten, Beispiele des eigenen Verhaltens ins Gedächtnis gerufen, die überhaupt nicht der Aussage entsprachen, spekulieren die Forscher. Ein solches Statement könne Diskrepanzen zwischen dem eigenen Verhalten und intern angestrebten Standards hervorheben, etwa "Ich bin zwar liebenswürdig, aber nicht so liebenswürdig, wie ich sein könnte". Dazu komme noch, dass Menschen dazu neigen, an einem einmal geschaffenen Selbstbild festzuhalten, selbst wenn es negativ ist. Dadurch entstehe unbewusst ein Widerstand. Die Ergebnisse zeigten, dass gerade diejenigen, die eine Verbesserung ihres Selbstwertgefühls am nötigsten bräuchten, am wenigsten von derartigen Techniken profitieren, so das Fazit der Forscher. Es sei konstruktiver, konkretere Statements zu verwenden wie etwa "Ich bin gut darin, schöne Geschenke auszusuchen", die dem eigenen Charakter entsprechen, als sehr allgemeine Formulierungen wie "Ich bin eine großzügige Person".

Joanne Wood (University of Waterloo) et al.: Psychological Science, Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.1111/j.1467-9280.2009.02370.x

Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft ... 04978.html

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Roland Pauli
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Re: Die negativen Folgen vom positiven Denken

Beitrag von Roland Pauli » 8. Juli 2009 17:49

Qwent hat geschrieben:Hallo,

für diejenigen die sich mit (Auto-)Suggestion und „positiven Denken“ bzgl. Ihres Stotterns beschäftigen dürfte folgender Artikel recht interessant sein.

Gruß
Qwent

Die negativen Folgen vom positiven Denken

Nicht alle Selbstermutigungen stärken das Selbstbewusstsein

Die beliebte Aufforderung, positiv zu denken, kann auch nach hinten losgehen: Gerade Menschen mit einem wenig ausgeprägten Selbstbewusstsein, denen die Technik eigentlich helfen soll, profitieren nicht davon, wenn sie sich beispielsweise auf Sätze wie "Ich bin eine liebenswerte Person" konzentrieren. Sie fühlen sich im Gegenteil sogar schlechter als ohne die Selbstsuggestion, haben US-Psychologen jetzt nachgewiesen. Besser sei es, sich auf ganz konkrete Eigenschaften der Betroffenen zu konzentrieren und diese statt der stark verallgemeinerten Statements hervorzuheben, berichten die Forscher...
Hallo Quent,

die Selbstermutigungen sollten meines Erachtens so gewählt sein, dass man sich vorstellen kann, dass diese auch in nächster Zeit umsetzbar sind.

Die Ziele müssen realistisch sein und man kann aus keinem vorsichtigen Menschen einen kühnen Draufgänger machen.

Du kennst ja meine Leitsätze, die zum Teil einen sehr hohen Anspruch haben, so dass gewisse Aussagen für manchen, der erst am Anfang seines Prozesses steht, unerreichbar erscheinen. Dadurch kann sich ein innerer Widerstand ergeben, der die Wirkung der Autosuggestion zunichte machen kann.

Deshalb ist es gut, sich erst die Leitsätze herauszusuchen, die einem angenehm sind und in näherer Zukunft erreichbbar scheinen.

Wenn durch das mentale Training eine höhere Flüssigkeit und Stabilität auch in Stresssituationen erreicht wurde, kann man auch anspruchsvolle Leitsätze dazunehmen, oder man geht gelassen an die Sache ran, indem man sich sagt: "ich versuche mir zu meinen Gunsten vorzustellen, dass ich auch utopisch klingende Leitsätze irgendwann einmal umsetzen kann."

Wenn man sich keinen Zeit- oder Erfolgsdruck aufbaut, kommen die Fortschritte eh schneller.

Am besten wäre es, sich immer wieder die nächsten Ziele zu definieren und sie mit der Person seines Vertrauens zu besprechen.

Herzlichst

Roland
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Re: Die negativen Folgen vom positiven Denken

Beitrag von Graupel » 10. Juli 2009 19:47

Positives denken kann nie negativ sein, per definition. Der Titel sollte vlt ein bisschen mehr durchdacht sein?!?

---***---
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Re: Die negativen Folgen vom positiven Denken

Beitrag von ---***--- » 22. Juli 2009 19:40

Qwent hat geschrieben:Ein Teil der Probanden hörte dabei alle 15 Sekunden einen Gong und sollte sich dann jeweils selbst den Satz "Ich bin eine liebenswerte Person" vorsagen.
Das hört sich nach "weißer Folter" an... ;)
Die Ergebnisse decken sich völlig mit meiner Abneigung gegen simples "positives Denken", wenn man sich dabei irgendwelche vorgefertigten Sätze vorsagen soll. Ich verwende schon selber auch Affirmationen, zum Beispiel erinnere ich mich manchmal vor schwierigen Gesprächen, dass ich mit Freude spreche. Das ist etwas, was ich auch tatsächlich so empfinde.
Grüße!

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Beitrag von F.J.Neffe » 31. August 2009 12:57

Man könnte lauthals herauslachen, wenn man sieht, wie immer wieder Autosuggestion, positives Denken und sonst noch was durcheinanderwursteln. Dabei bräuchten die Leute doch nur Coué lesen, durch dessen konkrete Erfolge Autosuggestion von einem med. terminus technicus zu einer weltberühmten Selbsthilfemethode wurde.
Natürlich kann man sich mit Denken auch selbst betrügen und selbst vergewaltigen. Schon auf Seite 1 seines Büchleins schreibt Coué: "Autosuggestion ist nämlich ein Werkzeug, das wir schon bei der Geburt besitzen, und diesem Werkzeug oder, besser gesagt, dieser Kraft wohnt eine unerhörte und unberechenbare Macht inne, die - je nach ihrer Anwendung - sehr gute oder sehr schlechte Wirkungen hervorbringt."
Es ist einfach nur noch peinlich, wenn in pubertärer Manier jeder, der drei Sätze davon gehört hat, sich irgendwas über eine angeblich lächerliche Mentaltechnik zusammenkonstruiert. Dieses Hirngespinst wird dann besiegt und damit glaubt man die Welt vor dem Untergang gerettet zu haben.
Ich frage mich, was dieser dämliche "Versuch" beweisen soll?
Wenn ich zwei Gruppen eine Arbeit auftrage und sie alle 15 Sekunden davon ablenke und drausbringe und auch noch verlange, dass sie sich in dieser Situation - wo sie eine Fliege, wenn sie sie stören würde, plattschlagen würden - selbst für liebenswert zu erklären, dann ist das doch blanker Zynismus so zu tun, als habe das etwas mit Persönlichkeitsstärkung zu tun. Hier ist doch ganz etwas anderes untersucht worden als Denken!
Die Forscher um Joanne Wood haben nicht Autosuggestion untersucht sondern ein sehr ungenaues Experiment mit dem gemacht, was sie unter "positivem Denken" zu kennen scheinen.
Nun ja, wer meint, sich damit bewiesen zu haben, dass er sich mit Denken oder Autosuggestion nicht helfen kann, der hat es so verdient. Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

---***---
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Re: Jedem das Seine

Beitrag von ---***--- » 1. September 2009 15:54

F.J.Neffe hat geschrieben:Man könnte lauthals herauslachen, wenn man sieht, wie immer wieder Autosuggestion, positives Denken und sonst noch was durcheinanderwursteln. Dabei bräuchten die Leute doch nur Coué lesen, durch dessen konkrete Erfolge Autosuggestion von einem med. terminus technicus zu einer weltberühmten Selbsthilfemethode wurde.
Natürlich kann man sich mit Denken auch selbst betrügen und selbst vergewaltigen. Schon auf Seite 1 seines Büchleins schreibt Coué: "Autosuggestion ist nämlich ein Werkzeug, das wir schon bei der Geburt besitzen, und diesem Werkzeug oder, besser gesagt, dieser Kraft wohnt eine unerhörte und unberechenbare Macht inne, die - je nach ihrer Anwendung - sehr gute oder sehr schlechte Wirkungen hervorbringt."
Es ist einfach nur noch peinlich, wenn in pubertärer Manier jeder, der drei Sätze davon gehört hat, sich irgendwas über eine angeblich lächerliche Mentaltechnik zusammenkonstruiert. Dieses Hirngespinst wird dann besiegt und damit glaubt man die Welt vor dem Untergang gerettet zu haben.
Ich frage mich, was dieser dämliche "Versuch" beweisen soll?
Wenn ich zwei Gruppen eine Arbeit auftrage und sie alle 15 Sekunden davon ablenke und drausbringe und auch noch verlange, dass sie sich in dieser Situation - wo sie eine Fliege, wenn sie sie stören würde, plattschlagen würden - selbst für liebenswert zu erklären, dann ist das doch blanker Zynismus so zu tun, als habe das etwas mit Persönlichkeitsstärkung zu tun. Hier ist doch ganz etwas anderes untersucht worden als Denken!
Die Forscher um Joanne Wood haben nicht Autosuggestion untersucht sondern ein sehr ungenaues Experiment mit dem gemacht, was sie unter "positivem Denken" zu kennen scheinen.
Nun ja, wer meint, sich damit bewiesen zu haben, dass er sich mit Denken oder Autosuggestion nicht helfen kann, der hat es so verdient. Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Franz Josef, Du kannst ja richtig herausgehen aus Dir selber. Ich bin überrascht. Ja, wenn's ums Eigene geht.
Jetzt kannst Du vielleicht ein wenig nachfühlen, was andere so denken, wenn sie Deine Beiträge zu Stottern lesen... es ist in der Tat immer wieder peinlich, wie jeder, der was von Stottern gehört hat, sich irgendetwas zusammenkonstruiert. Und dann ist es oft blanker Zynismus, Vorurteile als Persönlichkeitsstärkung auszugeben. Ich stimme Dir zu! Und natürlich ist das ein etwas eigenartiges Experiment, positives Denken aber oft auch.

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Re: Die negativen Folgen vom positiven Denken

Beitrag von NoNick » 3. Dezember 2009 17:03

Also ich find dieses Experiment auch etwas...naja.
Das stumpfe berieselung mit irgendwelchen Leitsätzen rein garnichts bringt,
wenn man sich deren erfolg nich vorstellen kann, nicht drann glaubt,
das sollte doch wohl klar sein.

Es heißt ja auch nicht:
Die Wörter versetzen Berge.
sonder
Der Glaube versetzt Berge.

:wink:

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Beitrag von F.J.Neffe » 3. Dezember 2009 17:40

Wenn ich ein Experiment beschreibe und das sofort wieder in der Schublade einsortiert wird, wo man seine schlimmsten unbewältigten Erfahrungen aufbewahrt, dann bräuchte man meine Beschreibung an sich gar nicht lesen. Ich meine jedes Wort, das ich schreibe, so wie ich es schreibe. Ich möchte damit auch niemand was aufdrängen oder eine Theoriediskussion anfangen, dafür hab ich weder Zeit noch Lust. Es ist einfach ein Angebot aus dem Erleben konkreter Problemlösung, das man prüfen kann. Ich wäre gerne bereit, wenn jemand meinen Text geprüft hat und er dazu noch mehr wissen will, um selber in der Problemlösung voranzukommen, weiter zu antworten. Aber für eine Diskussion zur Überbrückung der Langeweile hab ich einfach keine Lust. Wenn jemand etwas anders sieht als ich, finde ich das großartig; Hauptsache, er sieht! Drum also: Allzeit gute Sicht!
Franz Josef Neffe
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Re: Die negativen Folgen vom positiven Denken

Beitrag von paul.dest » 13. Februar 2011 23:39

Hallo Franz Joseph Neffe,

Sind Dir weitere Studien zur (Wirksamkeit der) Autosuggestion bekannt? Ich wäre für Links dankbar.

Viele Grüße,
Paul
http://stottern-verstehen.de

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Denken

Beitrag von F.J.Neffe » 14. März 2011 14:41

Schon als ich 1980 meine Diplomarbeit über Autosuggestion und Schule schrieb und dazu alle damals auftreibbare Literatur sichtete, war überauffällig, dass die Wissenschaft so gut wie jegliche Forschung und Lehre über Autosuggestion tabuisiert hat. Von den 1920er Jahren bis 1980 waren keine fünf Doktorarbeiten über Autosuggestion aufzutreiben. Das kommt einem regelrechten Boykott eines Wissensgebietes gleich. Natürlich habe ich den Ursachen nachgeforscht und darüber in dieser und weiteren Arbeiten berichtet.
Dietrich Langen hat an der Univertsität Mainz eine Doktorarbeit von Eckart Köhler über "E.Coué und seine Richter in Deutschland und Frankreich" angenommen. Was es aus Coués Zeiten gibt, kannst Du meiner "kommentierten Bibliographie der Autosuggestion" "Coué - wer was über ihn schrieb" mit ca. 600 Titeln entnehmen. Da die Aufgabe der Wissenschaft ja Forschung und Lehre ist, wie wäre es, bei Zuständigen nachzufragen, wenn wir damit rechnen können?
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
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Re: Denken

Beitrag von paul.dest » 24. April 2011 20:42

Hallo Franz Josef Neffe,

Du mißverstehst mich. Ich interessiere mich nicht für den Personenkult rund um Coué, sondern für das Phänomen "Autosuggestion".

...

Um auf meine Frage zurückzukommen... ich fasse Deine Antwort als ein klares "Nein" auf.

...

-----------------

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Zuletzt geändert von paul.dest am 2. Dezember 2016 13:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Autosuggestion und Etikettierung.

Beitrag von transit » 25. April 2011 09:14

"Autosuggestion" hat sehr viel mit "Etikettierung" zu tun, darüber gibt es viele Studien.
Weil heute Ostern ist, wegen der Etiquette, dazu ein "netter" Link : .... Etique...kettierung.

paul.dest
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Re: Autosuggestion und Etikettierung.

Beitrag von paul.dest » 25. April 2011 21:55

transit hat geschrieben:"Autosuggestion" hat sehr viel mit "Etikettierung" zu tun, darüber gibt es viele Studien.
So viele, dass jeder sie zu kennen scheint, aber keinen zu nennen weiß?
transit hat geschrieben:Weil heute Ostern ist, wegen der Etiquette, dazu ein "netter" Link : .... Etique...kettierung.
Keine Studien dabei. Nur Meinungen. ...

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Sorgfalt und Genauigkeit

Beitrag von F.J.Neffe » 6. Mai 2011 00:40

Nun lieber Paul, ich habe ja schon beklagt, dass es keine Studien bzw. so gut überhaupt keine neueren wissenschaftlichen Arbeiten über Autosuggestion gibt. Daraus lassen sich allerdings keine Schlüsse über Autosuggestion ziehen sondern es wirft Fragen über Wissenschaft auf. Aus "keine Studien" auf "nur Meinungen" zu schließen, ist auch nur eine - unbegründete - Meinung.
Im Gegensatz zum konkreten Beispiel Coués interessieren mich die rudimentären Reste von "Kult" um Coués Person auch nicht.
Und es gefällt mir auch gar nicht, dass man immer wieder einmal alles mögliche, was in irgendeinen Zusammenhang mit Autosuggestion gebracht werden könnte, als diese darzustellen sucht.
Wenn Deine Initiative auf Sorgfalt und Genauigkeit abzielt, soll sie gute Früchte tragen.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
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annika
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Selbstmanipulation

Beitrag von annika » 12. Mai 2011 17:40

Positives Denken, Affirmationen und Autosuggestion sind der Technik nach sicherlich unterschiedlich, dennoch meine ich, es gibt einen guten Grund, diese drei Begriffe in einem Atemzug zu nennen. Gemeinsam ist ihnen ihr identisches Anliegen - nämlich von außen zu erreichen, was von innen nicht vorhanden ist. Damit sind alle drei Techniken vom Wesen her manipulativ.

Eine Affirmation kann mich nur dann bestärken, wenn in mir selbst bereits ein korrespondierendes Grundgefühl vorhanden ist. Das Grundgefühl selbst erzeugen kann die Affirmation nicht. Egal wie oft ich sie wiederhole. Ein authentisches Selbstgefühl entsteht durch Erkenntnisprozesse. Wer sich jedoch selbst mit Fremdaussagen zu überzeugen versucht, bringt sich um seine eigene Erkenntnis. Er gestaltet sich dann ein Selbstbild, das mehr auf den bevorzugten Bildern anderer beruht als auf der eigenen Selbstwahrnehmung.

Meine Meinung ist, dass es keiner Selbstmanipulation bedarf, wenn das eigene Potential erkannt ist. Wahrnehmen, erkennen und in die eigene Persönlichkeit integrieren kann ich dieses Potential allerdings nur, indem ich nach innen schaue. Manipulationstechniken jedoch, egal wie sie sich nennen, lenken genau von dieser Innenschau ab.

Annika

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