Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Aktuelle Forschungsergebnisse, Medikamente, medizinische Aspekte
Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 14. Mai 2010 15:14

Ja das ist klar, werden sicher einige Zeit benötigen bis dass Medikament bei uns anschlägt. Aber ich glaube nicht nach Jahren, sondern eher schon nach Wochen oder monaten. Die Probanden sagen es ja auch so dass eine deutliche verbesserung aufgetreten wäre.
Viele sagen auch dass die sich ein leben ohne Stottern nicht vorstellen können.
Ist ähnlich wie bei Blinden Menschen. Wenn sie auf einmal sehen könnten wäre dass einer 100%ige lebensumstellung.
Ich muss aber sagen dass ich mir ein leben ohne Stottern sehr wohl vorstellen kann. Ich hoffe dass es bald zu uns kommt.
Was denkst du maurice, wann es ungefähr sein werden könnte? eher anfang/mitte/ende des jahres 2011?

Grüße

Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 29. Mai 2010 09:38

Weiß einer wo man aktuelle infos erhalten kann? Wie der aktueller stand bisher aussieht bzgl 2011. Ob es jetzt raus kommt oder nicht..?

Gruß

Benutzeravatar
djub
kompetent
kompetent
Beiträge: 422
Registriert: 10. November 2006 08:57

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von djub » 2. Juni 2010 14:01

Hallo Stefan,

ich kann deinen Wissensdurst sehr gut verstehen. Ich halte mich zwar leider auch nicht immer daran, aber meiner Erfahrung nach ist es oft besser, abzuwarten und Tee (oder ein Getränk deiner Wahl) zu trinken und seine Zeit besser anderweitig zu nutzen. Ich habe schon oft bereut, viele Stunden, Tage, Nächte etc. mit dem Sammeln von vagen Informationen und Spekulationen verbracht zu haben. Denn das endgültige handfeste Ergebnis war absolut ernüchternd und damit alle investierte Zeit und Kraft umsonst, weil alle vorherigen Spekulationen damit hinfällig waren -- und alle Hoffnungen und Erwartungen enttäuscht wurden.

Nur so ein Gedankengang. :)

Viele Grüße,
djub
Verlierer suchen Bestätigung. Gewinner suchen Entwicklung.

Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 4. Juni 2010 16:37

Ja da hast du wohl leider recht :) :cry: Hoffen wir dass beste und wie du bereits geschrieben hast..abwarten und Tee trinken.

Grüße
Stefan

Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 14. Juni 2010 21:00

Ich habe heute eine email an Doctor Gerald A. Maguire geschickt.
Habe gefragt ob es nun sicher ist dass Pagoclone 2011 bei uns erhältlich ist.
Er antwortete dass es vllt noch einige Jahre dauernt könnte.

Zusätzlich hat er mir 3 Medis geschrieben die das stotter "stoppen" sollen.
Weiß jemand etwas mehr über diese medis?

We have found the following medications to be useful in stuttering--risperidone, olanzapine and aripiprazole. We have other compounds we are studying as well.

Benutzeravatar
dosi
kompetent
kompetent
Beiträge: 428
Registriert: 19. November 2006 16:14
PLZ: 06242
Ort: Braunsbedra
BVSS-Mitglied: ja

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von dosi » 14. Juni 2010 22:18

Ich würde die Medikamente nicht einfach so probieren wollen. Risperidon / Risperdal bekommen z.B. auch Leute im Pflegeheim und ich fühle mich durch mein Stottern nicht so ..., daß ich Lust verspüre mich damit vollzuknallen. Laß die Finger davon. Medikamente haben meist auch unerwünschte Nebenwirkungen und ob damit Dein Leben besser wird, wage ich zu bezweifeln. Klar wäre es schön, wenn man nur jeden Tag eine Pille schlucken müßte, um flüssig sprechen zu können. Du versteifst Dich zu sehr darauf.
Dosi
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

Wolf Schneider

wortdrache
neu
neu
Beiträge: 1
Registriert: 9. Juli 2010 19:34

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von wortdrache » 9. Juli 2010 23:24

Ich finde diese Nachricht sehr erfreulich. Aber bei allem Optimismus, wie aller Kritik: Positiv ist, dass die Wissenschaft vorangeht. Daran kann nichts und niemand etwas ändern. Und auch unser eigenes, individuelles Verständnis des Stotterns, der Psyche und Sprache entwickelt sich ja weiter. Meine persönliche Meinung ist jedoch eher positiv-realistisch... ich denke, dass ein solches Medikament durchaus helfen wird, weil es biochemische Faktoren die beim Stottern eine Rolle spielen umfasst. Allerdings wird etwa die geistige Ebene, also die Psyche ( 'Seele' ), in ihrer Wechselwirkung zum Gehirn ignoriert. Ein bisschen Chemie einzunehmen wird wohl eher die Wahrscheinlichkeit des Stotterns verringern, etwa durch angstlösende Reaktionen, durch eine Aufhebung der Blockaden etc. ... aber das Stottern endgültig zu besiegen halte ich für ein nicht einzuhaltendes Versprechen. Mir ist das aber auch relativ schnurz. Solang ich flüssig genug spreche um erfolgreich zu kommunizieren und im Berufsleben kein großes Handicap habe bin ich mit... gelegentlichen Stottereien glücklich. Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Psyche die Macht besitzt durch Autosuggestion oder etwa NLP ( Neuro Linguistische Programmierung ), 'Individualpsychologie' usw. das Stottern bereits einzugrenzen. Nur die chemische Seite zu sehen halte ich für fragwürdig... ein einfacher Roboter ist der Mensch nämlich - zum Glück! - nicht. Wichtig ist es erstmal konstruktiv zu denken... und auch ohne das Medikament zu leben. Jeder von uns kann das. Wir können alle über uns hinauswachsen, wenn wir unseren Ängsten entgegentreten und unseren unbewussten Energieressourcen vertrauen. §prost

Benutzeravatar
Roland Pauli
kompetent
kompetent
Beiträge: 380
Registriert: 15. August 2006 12:00
PLZ: 91058
Ort: Erlangen-Tennenlohe
BVSS-Mitglied: ja
Kontaktdaten:

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Roland Pauli » 12. Juli 2010 14:21

Neues zum Thema ist hier in englischer Sprache zu finden.

http://thestutteringbrain.blogspot.com/ ... -meet.html

Herzlichst

Roland
www.ropana.de

Reinhold
präsent
präsent
Beiträge: 177
Registriert: 2. Oktober 2007 22:16
Ort: Gießen
Kontaktdaten:

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Reinhold » 13. Juli 2010 19:34

Roland Pauli hat geschrieben:Neues zum Thema ist hier in englischer Sprache zu finden.

http://thestutteringbrain.blogspot.com/ ... -meet.html
Nun, das wars dann wohl mit Pagoclone. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass in dieses Projekt weitere Energie und Geld gesteckt wird. Für mich nicht überraschend – waren doch die Ergebnisse der ersten Studien nicht gerade überwältigend.

Noch eine Sache – erinnert sich noch jemand an Haloperidol? Dieses Medikament ist in den 70ern und 80ern auf breiter Basis Stotternden als Mittel gegen Stottern verschrieben worden. Ebenfalls ohne eindeutige klinische Studien, und ebenfalls weitgehend ohne Erfolge. Heute spricht keiner mehr davon.

Haloperidol blockiert Dopamin-Rezeptoren.

Gruß Reinhold

Benutzeravatar
dosi
kompetent
kompetent
Beiträge: 428
Registriert: 19. November 2006 16:14
PLZ: 06242
Ort: Braunsbedra
BVSS-Mitglied: ja

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von dosi » 14. Juli 2010 11:15

Haloperidol kenne ich noch aus DDR-Zeiten. Das bekamen alkoholkranke Leute verschrieben. Wenn ich mich recht erinnere gegen Entzugserscheinungen.
Kann sich Jemand mal die Mühe machen und den Artikel über Pagoclone in groben Zügen in Deutsch wieder geben? Mein Dank ist gewiß.
Dosi
Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache. Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert, eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen.“

Wolf Schneider

Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 15. Juli 2010 13:11

Hallo allerseits, mein Englisch ist leider auch nicht gut deshalb habe ich den obigen Text bei google übersetzen lassen.
Vllt kann ja jemand noch kurz was dazu schreiben dem sein Englisch kenntnise besser ist als wir :)
Endo Pharmaceuticals hat die ersten Analysen der Daten aus einer laufenden Studie pagoclone (IP456-041) abgeschlossen. Obwohl die Studie nicht erfüllten ihre vorgegebenen Kriterien für den Erfolg, es gab einige Tendenzen von Interesse, dass Endo bei genauer durch die Durchführung zusätzlicher Analysen der Daten aussehen wird. Der letzte Teil dieser Studie werden bis zur Fertigstellung Ende dieses Jahres fortsetzen. Eine zweite aktive pagoclone Studie (IP456-039) wird in geordneter Weise in den nächsten Monaten geschlossen werden. Teilnehmenden Patienten in dieser Studie wird gefördert zu anderen Behandlungsmöglichkeiten mit ihrem Arzt besprechen.

Für weitere Fragen, rufen Sie bitte Endo Medical Information unter 1-800 bis 462-ENDO (3636).

Endo Aussage steht im Einklang mit meinen Prognosen. Pagoclone entsprach nicht den vorgegebenen Kriterien für den Erfolg. Re-for gemeine Volk formuliert: Pagoclone war nicht erfolgreich. ;-) Jede Studie muss eine Hürde für den Erfolg vor dem Prozess eingestellt zu vermeiden, verlagern die Definition von Erfolg nach Analyse der Daten. Und die Open-Label-Studie der Phase IIa wird geschlossen, aber der andere läuft bis zum Ende des Jahres. Sie schreiben, dass "Trends von Interesse, dass Endo wird stärker durch die Durchführung zusätzlicher Analysen der Daten" suchen. Es gibt zwei Interpretationen, die beide nicht gegenseitig ausschließen. Erstens wird jede gute PR fügen Sie einige positive Nebenwirkungen oder Anker der Hoffnung, den Schlag der negativen Nachrichten zu erweichen. Wir Menschen brauchen Hoffnung, wenn unsere Träume betroffen sind. Sie wollen auch zu glätten jeder Treffer auf ihren Aktienkurs, der noch nicht ein Treffer von den Nachrichten gesehen. Interessanterweise hat der Aktienkurs sehr stabil: siehe Grafik. Da die Einnahmen für Pagoclone sind jetzt viel eher zu Null werden, wodurch die Zukunft des Unternehmens Cashflows und damit zur Verringerung des Unternehmenswertes und seiner Equity Teil. Wenn Sie Aktien, zu verkaufen. Oder kurz die Aktie verkaufen, eine Zukunft, gehen lange um eine Verkaufsoption oder kurz anrufen. Zweitens, ich würde mich nicht wundern, wenn es Taschen der reale Hoffnungen, dh Abweichungen in den Daten. Einige könnten auch angesprochen haben, während andere nicht. Die Frage bleibt dann, ob es einen Sub-Typ zu reagieren Pagoclone. Mein Bauchgefühl ist wahrscheinlich. Vielleicht für diejenigen, die Borderline-Angst sind / Panikstörung, die in Kombination mit einer niedrigen Kapazität Rede System zu entwickeln signifikante Symptome. Aber das ist reine Spekulation und insgesamt auf meiner Seite. Eine rigorose statistische Analyse mit einem tiefen Verständnis der Natur des Stotterns und seine Fallen kombiniert ist erforderlich.

Um klar: Pagoclone ist nicht das Wundermittel für alle viele erhofft. Am besten könnte Pagoclone der Lage sein, modulieren das Niveau eines Sub-Typ der Stotterer. Es tut mir leid, Ihnen zu sagen. Sie hassen mich alle für die Verbreitung der schlechten Nachrichten, nicht wahr? ;-) Tom ist einfach so skeptisch und negativ. Aber hören ist es nicht meine Schuld. Ich sage dir nur über die Wirklichkeit. Ich bin nicht schaffen oder verursachen Sie es!

Ich werde gleich eine Email an Doctor Gerald A. Maguire schicken und den Text hier mitsenden. Mal schauen was er darüber schreiben wird.
Irgendwie bin ich gerade total traurig dass ich so etwas lesen musste :(

Was anderes:

Ein bekannter muss Antidepressiva nehmen. Citalopram nennt sich dass. Ich habe mich bei google etwas schlau gemacht und
konnte feststellen dass die Einnahme von Citalopram positiv auf dass Stottern sei. Hat jemand damit Erfahrungen?


Ach ja, falls jemand ihn auch mal anschreiben möchte der besser Englisch kann wäre es eine Super Sache.
Hier ist seine emailaddy er ist sehr freundlich und antwortet immer. gerald.maguire@uci.edu

Grüße
Stefan123

Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 25. September 2010 15:12

Gibts was neues?????????

transit
nicht mehr wegzudenken
nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 812
Registriert: 24. September 2006 01:03

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von transit » 25. September 2010 17:07

Bzgl Pagoclone ? Mir ist leider nichts Neues bekannt.
Allerdings gehe ich davon aus, dass das Medikament vermutlich für andere Indikationen (oder auch Diagnosen) zugelassen werden wird - oder it es das schon ? - und dann als "off-label"-Medikation bzgl des Stotterns verordnet werden könnte.
Gibt es eigentlich einen anderen, ähnlichen Wirkstoff der gleichen Wirkstoffgruppe ?

Methylphenidat, ein Wirkstoff der Gruppe der Psychostimulantien, wird zBsp bei SelbstregulationsStörungen (ADS) verordnet. Es wirkt bei einigen Menschen sehr gut strukturierend auf den Sprechfluss, auf das Stottern. Nicht bei Allen.
Ich persönlich profitiere sehr davon. Ohne diese medikamentöse Unterstützung hätte ich große Probleme, meine Berufstätigkeit auszuführen.

Hast du einen vertrauensvollen Arzt, den du mal darauf ansprechen könntest ?
Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat können Erwachsenen in Form eines Privat-BTM-Rezeptes verordnet werden. Die Kosten für das Medikament müssen dann selbst in voller Höhe übernommen werden.

Ja, ich bedauere auch, dass die Erfolgsrate bzgl der Studie zu Pagoclone nicht die für eine Zulassung ausreichende Größenordnung erzielt hatte.

Stefan123
angekommen
angekommen
Beiträge: 33
Registriert: 3. Mai 2010 12:08

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Stefan123 » 12. Oktober 2010 22:19

Hast PN transit :)

Grüße

Zypresse
präsent
präsent
Beiträge: 130
Registriert: 22. Februar 2007 19:13

Re: Das dopaminregulierende Medikament gegens Stottern

Beitrag von Zypresse » 7. Januar 2011 20:32

ich bin neugierig wann bei uns in germany endlich Pagaclone auf den Markt kommt,bzw. verordnet werden darf.Warum dauert das bei uns nur solange?In anderen Ländern gibt es dieses angebliche Wundermittel schon seit Monaten.Wer kann da mal nachhaken,bzw. nachfragen?Zypresse

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast