Medikament gegen Stottern

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Medikament gegen Stottern

Beitrag von T_homas » 11. Februar 2012 16:52

Hallo,


hatte mal so gegoogelt und das hier gefunden,demnach würde es schon etwas geben
was zumindest das Stottern vermindert.

http://www.gesundheit.com/gc_detail_17_gc19100605.html
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von Torsten » 12. Februar 2012 10:46

Hallo Thomas,

über Pagoclone gibts hier mehr zu lesen.
www.stottertheorie.de

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von T_homas » 12. Februar 2012 12:21

Ja danke,aber das müsste man mir schon übersetzen,bin des Englischen nicht so mächtig. :wink:
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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von stotternzuerich » 12. Februar 2012 22:11

T_homas hat geschrieben:Ja danke, aber das müsste man mir schon übersetzen, bin des Englischen nicht so mächtig. :wink:
Dazu braucht es nicht viele Worte: Von der Pharmaindustrie durchgeführte wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Pagoclone kein wirksames Medikament gegen Stottern ist.

Stottern in Zürich: Homepage | Facebook

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von stotternzuerich » 12. Februar 2012 22:30

T_homas hat geschrieben:Hallo,

hatte mal so gegoogelt und das hier gefunden,demnach würde es schon etwas geben
was zumindest das Stottern vermindert.

http://www.gesundheit.com/gc_detail_17_gc19100605.html
Ein miserabler Artikel, voll von Spekulationen und anekdotischen "Belegen", leider ohne Angabe einer wissenschaftlichen Studie, die die Behauptungen stützen würde.

Der Versuch, Stottern mit Antipsychotika (Medikamenten, die z.B. bei Schizophrenie eingesetzt werden) zu therapieren, hat eine lange Tradition, war aber meines Wissens bisher nicht erfolgreich.

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von Blitz » 13. Februar 2012 23:59

stotternzuerich hat geschrieben: Von der Pharmaindustrie durchgeführte wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Pagoclone kein wirksames Medikament gegen Stottern ist.
Das wäre schon schön wenn man einfach am morgen nur seine Tablette schlucken müsste und dann wäre das stottern weg und das am besten noch ohne nebenwirkungen.

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von Torsten » 14. Februar 2012 10:31

T_homas hat geschrieben:Ja danke,aber das müsste man mir schon übersetzen...
Kurz zusammengefasst: Die Firma Endo hat die Tests mit Pagaclone eingestellt, weil die erhoffte Wirkung nicht nachgewiesen werden konnte.
www.stottertheorie.de

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von T_homas » 14. Februar 2012 13:46

Torsten hat geschrieben:
T_homas hat geschrieben:Ja danke,aber das müsste man mir schon übersetzen...
Kurz zusammengefasst: Die Firma Endo hat die Tests mit Pagaclone eingestellt, weil die erhoffte Wirkung nicht nachgewiesen werden konnte.

Ja,mit Pagaclone kenne ich mich nicht so aus.

Hab bloß wegen des Medikaments Zyprexa in anderen Foren herauslesen können,dass es kein Medikament ist das speziell gegen das Stottern entwickelt wurde,sondern ein Medikament das schon länger auf dem Markt war und Anwendung findet bei schizophrenen Erkrankungen.

Außerdem wurde es nach kurzer Zeit in Deutschland wieder vom Markt genommen,da es zu zahlreichen Todesfällen kam,was einen Großteil an Selbstmorden impliziert.
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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von Torsten » 14. Februar 2012 21:20

Hallo Thomas.

meiner Ansicht nach gibt es Stotterer, deren Symptomatik stark durch Erregung beeinflusst wird, und die auch von Natur relativ nervös sind (zu denen gehöre ich selber). Bei diesen Stotterern können beruhigende, die nervöse Spannung verringernde Medikamente das Stottern vermindern. Aber nur kurzzeitig, solange das Medikament wirkt, und mit erheblichen Nebenwirkungen (Müdigkeit, geringere Konzentrationsfähigkeit...). Ich finde es einfacher, dann mal ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken - der Effekt ist ähnlich.
Es gibt aber auch Stotterer, die nicht besonders nervös sind und in so ziemlich jeder Situation eine gleichbleibende Symptomatik haben - und denen helfen solche Mittel vermutlich nicht.
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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von T_homas » 14. Februar 2012 21:37

Hatte was verwechselt,das Medikament ist in den USA verboten.

Ja,die Nervosität kann aber auch vom Stottern herrühren.
In dem Fall wäre das dann wieder ein Sekundärsymptom wie Vermeidung usw.
Um da irgendwas effektiv ändern zu können müsste man an der Wurzel arbeiten und das wäre dann wieder das Stottern.
Ich gehe mal davon aus,dass es irgendwann ein Medikament geben wird,ist bloß die Frage ob man das erlebt. :oops:
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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von paul.dest » 18. Februar 2012 16:48

Torsten hat geschrieben:Ich finde es einfacher, dann mal ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken - der Effekt ist ähnlich.
:D Da kommt wieder der individuelle Unterschied zum Vorschein. Bei mir wirkt Alkohol stottern-verstärkend, nicht -reduzierend. Und ich bin da keine Ausnahme. ...

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Der vollständige Inhalt dieses Beitrages ist ab jetzt nur noch unter http://www.stottern-verstehen.de verfügbar.
Zuletzt geändert von paul.dest am 2. Dezember 2016 18:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von T_homas » 19. Februar 2012 12:32

Hallo Paul.dest,


gehört zwar nicht zum Thema,aber ich wollte mal fragen mit welchen Mitteln man sein Stottern in den Griff bekommen hat.
Hatte mal hier irgendwo ein Video von dir gesehen und da war ja absolut nichts an Stottern rauszuhören noch sah man irgendeine Technik oder hörte sie.
Wie du mal geschrieben hattest,war dein Stottern aber auch mal wesentlich schlimmer,ich glaub man hatte so starke Blocks,dass man tagelang nicht normal essen konnte.
Würde mich mal interessieren wie man das so gut hinbekommen hat.

mfg
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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von paul.dest » 28. Februar 2012 23:41

Hallo T_homas,

Bevor Legenden entstehen, eines vorweg zu: ...

Und jetzt zu Deiner Frage:
Die Mitteln sind unterschiedlich. Weil das/mein Stottern nichts einheitliches ist, sondern eine Ansammlung verschiedener Sprechfluss-Zerhacker: für die eine Blockart braucht man eine Harke, für die andere einen Hammer. Aus welchen Blockarten das eigene Stottern sich zusammensetzt, muss jeder für sich beim Sprechen durchfühlen (Fachjargon: identifizieren). Aber auch das bleibt nicht gleich. Deswegen ändern sich mit der Zeit auch die Mitteln. ...

...

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Re: Medikament gegen Stottern

Beitrag von T_homas » 29. Februar 2012 15:39

Dann ist man also ein Glückskeksesser? :shock:

Bei mir wird es als Kind beides gewesen sein,ein klonisch-tonisches Stottern (beim Klonischen aber kein Buchstabenstottern,wenn dann hin und wieder Wiederholungen von Wörtern),wobei das Tonische sich erst mit ca. 20J. nach einem Rückfall stark bemerkbar gemacht hat.
Das hat sich dann so gezeigt,dass ich neben dem Reden nicht mehr richtig lesen (laut) konnte.
Beim Z wars besonders schlimm,ich hatte es einfach nicht mehr rausbekommen.
Beim 1. Üben damals hab ich vor Wut das Buch mehrfach in die Ecke geschmissen.
Dann hab ich mich so angestrengt,dass mir der Schweiß auf der Stirn stand wegen eines einzelnen Buchstabens!

Als Kind waren es aber eher leichte Hürden die man nehmen musste und über die man auch ohne große (meistens) Anstrengung drüberkam,deswegen wurde bei mir auch nur eine leichte Redeflussstörung erkannt.
Durch mehrere Therapien bei verschiedenen Logopäden durfte ich einen kleinen Einblick in die Ursachenforschung erhaschen.

Im Endeffekt sagt der eine das,der andere das,es waren aber auch verschiedene Therapieformen,van-Riper usw..
Bei dem einen heißt es die Stimmlippenverkrampfungen führen zu den Blockierungen,beim nächsten sind es die Stimmbänder die schuld wären.Edit:(mittlerweile weiß ich auch,dass Stimmlippen und -bänder eins sind) :baetsch:
Andere führen das wiederum aufs Zwerchfell zurück.
Das mit dem Zwerchfell würde ich noch als am plausibelsten betrachten,da meine Atmung wirklich nicht hinhaut,die Koordinierung stimmt nicht.


Techniken habe ich nicht allzu viele gelernt oder vielleicht gibt es auch nur die wenigen:Sich ein H vor die schwierigen Wörter denken und dabei die Stellung einnehmen weil das die Blockierung aufhebt oder reinrutschen in die jeweils schwierigen Wörter und das wars auch schon.


So richtig bewirkt hat bei mir nichts von dem.
Das Einzige was ich noch übe ist Zeitlupensprechen,pro Tag jeweils eine halbe h,je nach Lust und Laune.
Weitergeholfen hats mir trotzdem nicht.
Was ich mir angewöhnt habe,wenn ich denn mal reden muss,ist so schnell wie möglich in kürzester Zeit etwas zu sagen,weil ich dann keine Zeit habe an die Blocks zu denken und dann komischerweise auch selten welche habe,das führt aber wiederum dazu,dass man mich nicht/wenig versteht oder ich mich verhasple/überschlage,also auch nicht so das wirklich Wahre.

Na ja,vielleicht werd ich auch mal ein paar Glückskekse essen. §dup
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