Stottern,Poltern u.Asperger- Stottern,Poltern und ADS,ADHS ?

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Stottern,Poltern u.Asperger- Stottern,Poltern und ADS,ADHS ?

Beitrag von transit » 5. Januar 2007 00:43

Stottern/Poltern oder Asperger Syndrom?

Monika Brunner - HNO-Universitätsklinik, Abt. Stimm- und Sprachstörungen und Pädaudiologie, Heidelberg, BRD
Graciela Lozano - HNO-Universitätsklinik, Abt. Stimm- und Sprachstörungen und Pädaudiologie, Heidelberg, BRD
Ute Pröschel - HNO-Universitätsklinik, Abt. Stimm- und Sprachstörungen und Pädaudiologie, Heidelberg, BRD

100 Jahre Phoniatrie in Deutschland. 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, 24. Kongress der Union der Europäischen Phoniater. Berlin, 16.-18.09.2005. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2005. Doc 05dgppV04

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter:
www.egms.de/en/meetings/dgpp2005/05dgpp056.shtml

Veröffentlicht: 15-09-2005

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Zusammenfassung

Kinder mit Asperger Syndrom (AS) werden häufig zu spät oder fehldiagnostiziert und damit auch fehltherapiert. Die Diagnose eines AS innerhalb der phoniatrischen Ambulanz wird dadurch erschwert, dass die Kernsymptome, die sozialkommunikativen Auffälligkeiten, auch als Folgeerscheinung bei Sprachentwicklungsverzögerung (SEV) und Stottern/Poltern auftreten können. Bezüglich des Kriteriums "gestörte Sprachentwicklung" herrschen in der Literatur zum Asperger Syndrom divergente Auffassungen. Auch wird „Stottern/Poltern" als Symptom innerhalb des autistischen Spektrums nur am Rande erwähnt. Dennoch finden wir unter den phoniatrischen Störungsbildern immer wieder einzelne Fälle, bei denen Redeflussstörungen im Zusammenhang mit AS auftreten.
Anhand von Videoaufzeichnungen werden in dem Vortrag die sprachlichen Symptome bei AS spezifiziert und die differentialdiagnostischen Kriterien aufgezeigt, anhand derer die Redeflussstörung innerhalb des autistischen Spektrums von isoliertem Stottern/Poltern zu unterscheiden sind. Diese Kriterien beziehen sich auf inhaltsanalytische Aspekte der Sprache und auf die anamnestischen Daten. Search Medline for
Brunner M
Lozano G
Pröschel U


Einleitung

Kinder mit Asperger Syndrom (AS) werden häufig zu spät oder fehl-diagnostiziert und damit auch fehl-therapiert. Die Diagnose eines AS innerhalb der phoniatrischen Ambulanz wird dadurch erschwert, dass die Kernsymptome, die sozialkommunikativen Auffälligkeiten, auch als Folgeerscheinung bei Sprachentwicklungsverzögerung und Stottern/Poltern auftreten können. Bezüglich des Kriterium "gestörte Sprachentwicklung und Sprachauffälligkeiten" herrschen in der Literatur zum Asperger Syndrom divergente Auffassungen. Einerseits wird das Fehlen von Sprachentwicklungsstörungen und Sprech- und Sprachauffälligkeiten als ein Wesensmerkmal des Asperger Syndrom im Unterschied zum High Functioning Autismus betrachtet (so in den internationalen Klassifikationsschemata DSM 5 und ICD 10). Andererseits gibt es mehrere neuere Untersuchungen, die dieses Abgrenzungskriterium anzweifeln und auch beim Asperger Syndrom Sprachentwicklungsstörungen und Sprechauffälligkeiten vorfinden, die über die pragmatischen Aspekte der Sprachbenutzung hinaus gehen. „Stottern/Poltern" als Symptom innerhalb des autistischen Spektrums wird jedoch in der Literatur nur am Rande erwähnt. Dennoch finden wir unter den phoniatrischen Störungsbildern immer wieder einzelne Fälle, bei denen Redeflussstörungen und Symptome aus dem autistischen Spektrum auftreten. Es stellt sich die Frage, ob die Symptome des Stotterns, die im Zusammenhang mit Asperger Syndrom auftreten, von den Symptomen des nicht-syndromalen Stotterns zu unterscheiden sind, bzw. welche Kriterien das Entscheidende sind, um die Diagnose Asperger Syndrom zu stellen und das Stottern somit als sekundäres Behandlungsziel zu bewerten.


Methode


Es wurden Videoaufzeichnungen von vier Kindern, die aufgrund von Sprechunflüssigkeiten in die phoniatrische Ambulanz kamen, unabhängig von zwei erfahrenen Sprachtherapeutinnen auf Stottersymptome und weitere Sprechauffälligkeiten hin analysiert. Zur Kategorisierung der Auffälligkeiten wurden Beschreibungen hinsichtlich Sprechfluss und Sprachmelodie aus einzelnen Autismus Studien zusammengestellt, sowie die üblichen Kriterien der Stottersymptomatik verwendet. Überlappungen zwischen den Kategorien wurden zugelassen. Ein Eintrag in eine Beschreibungskategorie wurde dann als gültig bewertet, wenn beide Beobachter in der Kategorisierung übereinstimmten. Die Besonderheiten in Verhalten, Interaktion und Kommunikation ermittelten wir aus der Verhaltensbeobachtung bei spezifisch konfigurierten Spiel- und Interaktionssituationen und aus den anamnestischen Daten. Die Auffälligkeiten in Kommunikation und Interaktion sowie stereotype Verhaltensweisen ließen alle Patienten als Asperger Syndrom klassifizieren.


Ergebnisse

Aus Tabelle 1 (Tab. 1) wird ersichtlich, dass neben den üblichen Stottersymptomen von tonisch-klonischen Unflüssigkeiten weitere Auffälligkeiten in der Sprechmelodie und Prosodie auftraten. Wir fanden die Merkmale langsam und stockend oder unangemessen schnell, zudem abgehackt und unregelmäßig im Rhythmus, so dass Verständnisschwierigkeiten auftreten. Weiterhin: Merkwürdige Sprechmelodie, z.T. näher präzisierbar als fehlende Variation in der Tonhöhe, auch durchgehend abnorme Lautstärke. Repetitives, auch stereotypes oder idiosynkrates Sprechen trat auf, Phrasierung und Betonung waren unangemessen, bei den meisten Patienten gab es unkodierbare Äußerungen. Artikulationsfehler traten jedoch nur bei einem Patienten auf. Die typischen Stotter-Symptome wie Wort-, Silben- und Lautwiederholungen, Vokaldehnungen, Blocks und Mitbewegungen fanden wir überwiegend bei drei Patienten, von denen einer jedoch nur leichte Wortwiederholungen aufwies.


Diskussion

Es konnte aufgezeigt werden, dass die Patienten mit Asperger Syndrom hinsichtlich des Sprachflusses zusätzlich zu den typischen Stottersymptomen weitere Auffälligkeiten zeigen. Diese liegen in Prosodie und Stimmgebung. Auffällige Prosodie, Stimmgebung und Dysrhythmie ist allerdings auch beim Poltern vorfindbar. Insofern ist die differentialdiagnostische Abgrenzung von isoliertem Stottern nicht einfach. Uns scheint das wesentliche Merkmal nicht so sehr in den formalen Aspekten der Rede zu liegen, sondern darin, dass die Erschwernis im Kontaktaufbau und der sozialkommunikativen Seite der Sprache bei Asperger im Vordergrund steht, wobei der soziale Rückzug hier nicht Folge der Sprechstörung ist - wie bei Stottern/Poltern - sondern Kernsymptom der Störung. Eine reine Sprachtherapie, ohne dass sie in eine spezifische Therapie des Autismus eingebettet wäre, ist in solchen Fällen nicht indiziert.
In der Literatur finden sich kaum Untersuchungen zum Phänomen des Stotterns bei Asperger, wohl aber ein Hinweise auf Ursachen möglicher Störungen des Redeflusses. Attwood (2000) [1] schreibt: „Manche Erwachsene mit Asperger Syndrom neigen zum Stottern, wenn sie ängstlich sind. Hier ist das Problem genau genommen nicht eine Beeinträchtigung der sprachlichen Fähigkeiten, sondern besteht in der Wirkung einer Emotion auf die Sprechfähigkeit". Eine weitere Interpretation wäre, die Sprechunflüssigkeit als einen Ausdruck der abweichenden fronto-striatalen Verarbeitung zu sehen. Diese äußert sich darin, dass Patienten mit Asperger Syndrom bekanntermaßen Schwierigkeiten haben, repetitive Gedanken und Handlungen zu inhibieren. Somit könnten auch Wortwiederholungen durch die fehlerhaften Inhibitationsprozesse erklärt werden.


Literatur


1. Attwood T (2000) Das Asperger Syndrom, Trias, Stuttgart
2. Büttner C (1995) Autistische Sprachstörungen, Gabel, Köln
3. Dilling H, Mombour W, Schmidt MH.(2000) Internationale Klassifikation psychischer Störungen ICD 10, Huber, Bern
4. Mayes SD, Calhoun SL, Crites DL. (2001) Does DSM-IV Asperger's disorder exist? Journal of Abnormal Child Psychology Vol 29 (3):263-271
5. McAlonan GM, Daly E, Kumari V, Critchley HD, van Amelsvoort T, Suckling J, Simmons A, Sigmundsson T, Greewood K, Russel,A, Schmitz N, Happe F, Howling P, Murphy DG (2002). Brain anatomy and sensorimotor gating in Asperger's syndrome. Brain 125 (7):1594-606
6. Saß H, Wittchen HU, Zaudig M, Houben I (Hrsg.) (2003). Diagnostische Kriterien des diagnostischen und statistischen Manuals Psychischer Störungen DSM-IV-TR. Hogrefe, Göttingen
Zuletzt geändert von transit am 26. Juli 2007 10:10, insgesamt 4-mal geändert.

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Asperger Syndrom

Beitrag von Qwent » 20. Januar 2007 22:46

Hallo,

Stottern/Poltern oder Asperger Syndrom? - Das ist für mich die falsche Frage. Ich bin sowohl Stotternder wie Asperger. Was wahrscheinlich bei Stotternden wie bei Aspergern die Ausnahme ist, da Kindern mit AS häufig früh, und überduchschnittliche gute sprachliche Fähigkeiten zeigen. Andererseits scheinen Stottern und AS ähnliche neurologische Ursachen zu haben. Beide basieren anscheinend auf ein Kommunikationsproblem im Gehirn und bei beiden sind primär das männliche Geschlecht betroffen. Bei AS schwanken die Angaben zwischen 1 : 4 bis 1 : 10.

Das Kinder mit AS weiterhin fehldiagnostiziert, unabhängig davon ob sie Stottern/Poltern oder nicht, werden ist sehr wahrscheinlich. Zum einen sind die Grenzen, oder besser die Übergänge, von normaler Entwicklung zum AS fließend. Zum anderen ist der allgemeinen Ärzteschaft das AS überwiegend nicht bekannt. Ich bin weit über vierzig und bin erst vor einen Jahr, aufgrund dieser Veröffendlichung, auf die Idee gekommen das ich AS-Betroffener sein könnte. Mein Hausarzt konnte mit AS überhaupt nichts anfangen und war froh das er mir bei meinen nächsten Besuch mitteilen konnte das es den von ihm befragten Kollegen genauso ging. Anderen Aspergern ging es ähnlich wie mir, so das mein Hausarzt nicht die Ausnahme sondern ehe die Regel ist. Da mein Hausarzt mir auch keinen wirklichen Rat geben konnte, wo ich mich einer fachlichen Diagnose unterziehen konnte, habe ich mich selber darum bemüht entsprechende Fachleute zu finden. Diese haben mir dann auch bestätigt das ich AS-Betroffener bin.

Die Erkenntnis das ich Asperger bin hat mir sehr geholfen mich besser zu verstehen. Ich hatte schon immer das Gefühl auf dem falschen Planeten zu befinden, - jetzt weiß ich warum. Erstaunlich, ist rückblickende gesehen, wie stark mich das AS beeinflußt hat. Es hat meine Persönlichkeit um ein mehrfaches stärker geprägt wie mein Stottern, ja ich denke sogar das es meine Einstellung zum eigenen Stottern maßgeblich beeinflußt hat. - Und das im positiven Sinne. Ich habe nie ein ausgeprägtes Feindbild gegenüber meinen eingenen Stottern gepflegt, wodurch mir eine wirkliche Akzeptanz meines Stotterns erleichtert wurde und wodurch ich heute ein recht unverkrampftes, gesundes Verhältnis zu meinen Stottern habe.

Gruß
Qwent

transit
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Stottern,Poltern u.Asperger(Autismus)...und wie ist bei ADS?

Beitrag von transit » 21. Januar 2007 15:42

Hallo Qwent,


Ich danke dir ganz herzlich für deinen Beitrag !


Denn dies zeigt mir, dass es nicht vergebens ist, wenn ich versuche, die Aufmerksamkeit auch mal nach links und rechts zu lenken.
Habe das Gefühl, dass meine Beiträge oft gar nicht beantwortet werden, wenn ich nicht dem Scheuklappen-Hyperfocus-Stottern-Isoliert folge.
Es ist auch mutig von dir. Danke.


1.
Zwischen Asperger und ADS gibt es sehr viele Parallelen bzgl der sozialen Wahrnehmung. Daher habe ich den Titel des Threads um die Fragestellung : ".... und wie ist es bei ADS ?" ergänzt.


2.
Sprachentwicklung : Natürlich sind nicht alle früh Sprachbegabten ASPIES. (Oder ? Wie ist es mit dem "High-functioning Autism" ?) - Aber ist es nicht bemerkenswert, dass zB in dem Thread "Entstehung eures Stotterns" von, ich glaube, 10 Antwortenden 4 ! eine überdurchschnittlich frühe Sprech- / Sprachentwicklung bestätigen ?


3.
Ich selbst habe nicht früh gesprochen. Meine Tochter ebenso. Obwohl ich die Sprachentwicklung eines Kindes nicht an der Sprechentwicklung festmachen möchte.
Mein Vater zeigt mitunter minimale Sprechunflüssigkeiten. Würde er aber niemals reflektieren wollen, schätze ich.
Meine 15 Mon. ältere Schwester sprach mit 1 Jahr vollständige Sätze im korrekten situativen Zusammenhang, also kein Imitieren. Sie bekam später sehr große psychische Probleme - ist nicht mehr die Persönlichkeit, die sie war. Obwohl ich sie immer noch unter ihrem Schutzpanzer der Regression finde.
Die Tochter meiner jüngeren Schwester sprach auch mit 1 Jahr so perfekt - enormes Vokabular, Satzbau, Zeiten. Ihr 3 Jahre jüngerer Bruder wirkt zumindest bzgl des Sprechens nicht so weit. Also (hier) nicht Folge der Sozialisation.

Sprechen ist nicht Indikator für Sprachverständnis - nur EIN Teil der Sprachentwicklung.


Lieber Qwent,
seit ca 7 Jahren weiss ich, dass ich ADSlerin bin.
Seitdem ging es, dank der mir dadurch zur Verfügung stehenden Medi (ich nehme Methylphenidat), mit dem Sprechen - ohne dass mir der Zusammenhang bewusst war, aufwärts.
Ursachen der Verbesserung: Innere "Ruhe", verbesserte Konzentration auf die für das Sprechen wichtigen Gedanken - Assoziationen (Gedankenchaos) ausblenden können (Reizfilter) - Impulsivität (Reizbremse, Inhibitorische Fähigkeiten) steuern können.
Die SelbstRegulationsstörung der ADS hat sich bei mir also ebenso auf das Sprechen - Stottern - ausgewirkt.
Heute bin / oder besser : wirke ich im Alltag Flüssig sprechend.
Aber zB zum Lesen -egal was - brauche ich enorm lange. Kann irgendwie das (auch lautlose) Sprech-Mitlesen nicht unterdrücken. Summe ich beim Lesen, oder höre ich (Hintergrund-)Musik, geht es besser.
Hintergrundgeräusche (Musik, kein Text !) verbessern die Konzentrationsfähigkeit bei ADS (zB bei ADS-Kids bei den Hausaufgaben). Durch den "Geräuschteppich" lassen sich andere, die gerichtete Aufmerksamkeit störende Reize besser ausblenden. Gibt es nicht so eine Methode in der Elektronik, durch Unterlegung mit "weissem Rauschen" bestimmte Frequenzen herausfiltern oder somit "verstärken",messen, zu können ? Was sagst du dazu, Leiftre ? Dazu muss ich mir noch Gedanken machen, zu diesem Lesechaos.
Beobachtet jemand bei sich selbst oder bei Angehörigen Ähnliches ?


Leider habe ich bisher noch keine Literatur zur Thematik "Stottern und ADS" gefunden.


Daher war ich sehr glücklich über den oa Artikel.
Und wenn du schon vor ~ 1 Jahr bzgl des Aspergers dadurch weitergekommen bist, Qwent, so könnte der Beitrag hier im Forum an richtiger Stelle stehen.
Interessant ist, dass Angehörige der Pädaudiologie (Pädiatrie - Kinder heilkunde / Audiologie - "Hören", Heilkunde des Hörens, der HörWahrnehmung) die Studie durchgeführt haben.
In der MHH - Med.Hochschule Hannover - wird in der Pädaudiologie (Prof.Dr.Ptok) im Zuge der Tests zur Auditiven Wahrnehmung auch der Hinweis auf Vorliegen einer ADS diagnostiziert.
-- Hörwahrnehmung bei Störschall - Auditive Merkfähiglkeit, auditive geteilte Aufmerksamkeit etc.
(schicke hin und wieder ein ErgoKind zur Abklärung hin - ca 6 Mon. Wartezeit !).


Vielleicht kann Ulrich Natke mehr dazu sagen ?
Er hatte gem. mit Prof.Dr.Ptok und Horst M.Oertle im Mai diesen Jahres einen Artikel "Stottern - Pathogenese und Therapie" im Deutschen Ärzteblatt (Sonderdruck) veröffentlicht.
Habe ich als Kopie - Einscannen wäre von der Qualität her nicht so toll.
Könnte bitte "Jemand" googeln, ob es hierzu einen Link gibt ? Herzlichen Dank!

Ich überlege, mich bzgl des Zusammenhanges "ADS <--> Hörwahrnehmung <--> Stottern" an die Abteilung von Prof.Dr.Ptok zu wenden - habe Interesse, eine entspr. Audiologische Testung ( vielleicht auch Vergleich : mit MPH / ohne MPH) durchführen zu lassen.
Aber wenn ich "überlege..." und nicht sofort handele, dann habe ich schon mal ein Problem mit der Umsetzung ... :lol:


Unter Pkt 1 schreibe ich :
Zwischen Asperger und ADS gibt es viele Parallelen bezüglich der Sozialen Wahrnehmung.
Habe auf den Seiten http://www.aspergia.de die dort zur Verfügung gestellten Online-Tests durchgeführt ! Bei den FragebogenTests zu : Wahrnehmung, Emotionen, Sozialer Interaktion erfuhr ich : Hinweis auf Asperger gegeben.
Viele der Aspekte finden sich auch in Fragebögen zu ADS.
Der (meiner Überzeugung nach, hier, wesentliche der Differentialdiagnostik zu ADS entsprechende Test) "Eye-Emotion-Test" ("Auge-Gefühl"-Test) ergab : Aspie unwahrscheinlich.
Dabei geht es um die Wahrnehmung der "atmosphärischen Schwingungen" , des Erkennens von Gefühlen und Stimmung im Gesichtsausdruck, der Mimik des Gegenübers.


Andererseits sehe ich meinen GesprächspartnerInnen, wenn diese Sprechen, meistens auf den Mund. Ich könnte eher über die Zahnstellung, als über die Augenfarbe Auskunft geben. :D
Wenn jem. beim Sprechen nicht "sichtbar" ist, muss ich oft nachfragen.
Vielleicht kommt dies der telefonischen Kommunikation erschwerend hinzu.
Diese Aspekte sprechen für eine auditive Wahrnehmungsstörung.
(Wahrnehmung = Reizaufnahme, Reizweiterleitung, -verarbeitung und adäquate Reizbeantwortung,Reaktion. - mal extrem vereinfacht gesagt.)



Vor x Jahren, als ich in der Stotterer-SHG-Hannover Mitglied war, nahm ich an einer Studie an der MHH teil. Erinnerung : .. Aufmerksamkeits-, Reaktionsverhalten ...Hemisphärendominanz mit Auditivem Schwerpunkt. Medium : Monitor (visuell und visuell-akustisch) und "Knöpfchen" drücken. Leider habe ich mir damals keine Aufzeichnungen zu dem Testverfahren angefertigt.
Sorry, ich lebe nun mal nicht in der Vergangenheit.
Hierbei wurde eine "Linksohrigkeit" festgestellt (Dominanz des li Ohres).
--> Bei der überwiegenden Zahl der Menschen liegen die neurolog.Sprachzentren in der linken Hemisphäre (li Hirnhälfte).
Wenn du Rechts-Ohrig-Dominant bist (so ähnlich wie Rechts- und Linkshändigkeit) geht "das Gehörte", also auch (wichtig !) die Rückmeldung, Überprüfung deines eigenen Sprechens !, die Schallweiterleitung zack - kurzer Weg, kurze Zeit - über Hörverarbeitungszentrum - "rüber" zum Sprachzentrum (Wernicke Zentrum). .. jetzt ganz unwissenschaftlich dargestellt.
Wenn du Links-Ohrig-Dominant bist, ist der auditive Reizverarbeitungsweg einen Sekundenbruchteil länger - Verzögerte Auditive (Schall-) Reizweiterleitung.So wurde es mir damals erklärt.

Ich halte den Telefonhörer IMMER am linken Ohr.
Wenn ich ihn am rechten Ohr halte, empfinde ich ein ziemliches Hörchaos, Folge ist Sprechchaos - ich muss mich bewusst stark konzentrieren - ... und werde (Impulsivität) ärgerlich.

Welchen Einfluss könnte hier der Einsatz eines "Sprachverzögerungs-Gerätes" haben ?
Hat jemand Erfahrung damit ?



So, Qwent, habe ich für's Erste etwas vergessen :wink: ?

Ist der für mich logische inhaltliche Rote Faden für euch nachvollziehbar ?
Sonst fragt mich bitte.



Abschliessend 1 Bitte :

Wer kennt Literatur / Veröffentlichungen zur Thematik "Stottern und ADS" ?

Sind Studien "in Arbeit" ?
Tipp : Thema für Bachelor-Arbeit etc ?



herzliche Grüße
isabel


das Forum ist doch ein schöner Planet, oder ?

Qwent
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AS - ADS - Stottern

Beitrag von Qwent » 22. Januar 2007 20:22

Hallo Isabel,

bei der Info-Beschaffung zum AS ist mir schon aufgefallen das oft auch von ADS die Rede wahr. Schau mal unter

http://sghl.de/forum/main.php

nach (Forum zu ADS und AS). Ich habe mich bisher jedoch auf AS konzentriert, da die Info im Web hierzu recht wiedersprüchlich und verwirrend sind. Ob es starke Parallelen von AS und ADS gibt entzieht sich meiner bisherigen Kenntnis. Ein wesendliches Merkmal des AS ist das Aspies verstärkt in eine Innenwelt leben. Ist dies bei ADS ebenso? Hier sehe ich auch eine mögliche Parallele zum Stottern, wenn Stotternde mit ihrem Stottern allein sind haben auch sie eine Tendenz sich in einer Innenwelt zurück zu ziehen.

Natürlich sind nicht alle früh Sprach/Sprechbegabten Aspies! Aber es wird immer wieder als ein markantes Merkmal erwähnt. Wobei ich mir nicht sicher bin ob dieser Punkt überbewertet bzw. falsch bewertet wird. Vielleicht wäre es richtiger zu sagen das viele Aspies früh sprachliche Auffälligkeiten zeigen, wozu z. B. eine auffällige Sprachbegabung oder ein auffälliges Sprechverhalten (wie z. B. veränderte Prosodie oder Stottern). Mein Gefühl sagt mir das Stottern und AS eine große Nähe besitzen

Was den "Geräuschteppich" betrifft geht es mir so das ich z. B. verstärkt Probleme habe meine Gegenüber zu verstehen, wenn andere sich in unmittelbarer Nähe unterhalten (z. b. Kneipe). Ich habe am liebsten möglichst wenige (Stör-)Geräusche, auch keine (Hintergrund-)Musik - typisch Aspie :-D .

Dieses Forum möchte ich nicht als "schönen Planeten" betrachten, es ist lediglich eine Insel auf dem falschen Planeten, auf der ich gerne mal raste. ;-)

Gruß
Qwent

transit
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Re: AS - ADS - Stottern

Beitrag von transit » 22. Januar 2007 22:56

Hallo Qwent,
ich setze mal meine Antworten in dunkelrot dazwischen.


Ein wesendliches Merkmal des AS ist das Aspies verstärkt in eine Innenwelt leben. Ist dies bei ADS ebenso? Hier sehe ich auch eine mögliche Parallele zum Stottern, wenn Stotternde mit ihrem Stottern allein sind haben auch sie eine Tendenz sich in einer Innenwelt zurück zu ziehen.

Wenn du mit Innenwelt das Empfinden meinst, von einem anderen Planeten zu kommen : JA !

Mein Gefühl sagt mir das Stottern und AS eine große Nähe besitzen.

Bei ADSlern, denen die nicht stottern, sind oft Sprechunflüssigkeiten zu beobachten. Stockendes Sprechen, mit Pausen, kein durchgehender Sprechfluss. Diese ADSler sagen, sie müssen aus den vielen parallelen Gedanken ... die sie zu einem Thema sagen wollen ... das herausfocussieren, was sie sprechen wollen.
Dann gibt es da noch die Vielsprecher, laut und ohne Punkt und Komma, wird charmanterweise Logorrhoe genannt, "Sprechdurchfall".
Davor hat mich eventuell mein Stottern bewahrt.


Was den "Geräuschteppich" betrifft geht es mir so das ich z. B. verstärkt Probleme habe meine Gegenüber zu verstehen, wenn andere sich in unmittelbarer Nähe unterhalten (z. b. Kneipe).

Oh ja ! Alles hörst du gleich-intensiv - Reizoffenheit - und kannst daraus die eine Stimme nicht herausfiltern. Kenne ich genau !
Kenne keinen ADSler, der dieses Problem nicht beschreibt, Qwent.
Ohne jetzt nerven zu wollen : in solchen Situationen bin ich dank der Medi zu einer "normalen", adäquaten Wahrnehmung fähig.


Ich habe am liebsten möglichst wenige (Stör-)Geräusche, auch keine (Hintergrund-)Musik - typisch Aspie :-D .

Ja, finde es schwierig, die Besonderheit der auditiven Wahrnehmung zu erklären. Stör-Geräusche ertrage ich auch nicht. zB früher bei Tests das Füßescharren, Knistern, Atmen der anderen auszublenden - unmöglich. Es sei denn, ich war aufgrund hoher Motivation durch persönliches Interesse hyperfocussiert. Dann tauche ich völlig ein in die gedankliche Welt des Themas.

Unter der Dusche können die Gedanken fliessen - plötzlich wache ich regelrecht daraus auf - und weiss nicht, wielange ich "geträumt" habe. muss dann wirklich auf die Uhr schauen zur Orientierung.


Das ist die Fähigkeit zu Flow-Erleben, wie es sonst nur Kinder können - Eintauchen in die Innere Welt. Genau.

Menschen mit junger Seele.

Hintergrundmusik - damit meine ich keine Störgeräusche, sondern zB Beruhigendes, wie das gleichmäßige Rauschen der Dusche, des Regens, das berühmte Plätschern des Baches. Ich liebe den Wind.


Dieses Forum möchte ich nicht als "schönen Planeten" betrachten, es ist lediglich eine Insel auf dem falschen Planeten, auf der ich gerne mal raste. ;-)

:lol: ich wohne hier schon fast ! :lol:
isabel

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Beitrag von Qwent » 24. Januar 2007 20:24

Hallo Isabel,

Ein wesendliches Merkmal des AS ist das Aspies verstärkt in eine Innenwelt leben. Ist dies bei ADS ebenso? Hier sehe ich auch eine mögliche Parallele zum Stottern, wenn Stotternde mit ihrem Stottern allein sind haben auch sie eine Tendenz sich in einer Innenwelt zurück zu ziehen.

Wenn du mit Innenwelt das Empfinden meinst, von einem anderen Planeten zu kommen : JA !

Mit "verstärkt in einer Innenwelt leben" meine ich, das ich mehr in mich selbst zurückgezogen leben, man ist sich selber genug, man braucht deutlich weniger Kommunikation mit der Außenwelt als Nicht-Aspies. Was mir als Stotternder den Vorteil einbringt, das es für mich nicht so wichtig ist (im Vergleich zum Nicht-Aspie), wie die Umwelt auf mein Stottern reagiert. Ich brauche z. B. pro Tag möglichst mehrere Stunden in denen ich nicht mit anderen Menschen kommunizieren muß. Unter "von einem anderen Planeten kommen" verstehe ich das Gefühl nicht in diese Welt (Planet) zu gehören. Die Welt erscheint einen irgendwie fremd und überdreht, ja irreal.:roll:

Hintergrundmusik - damit meine ich keine Störgeräusche, sondern zB Beruhigendes, wie das gleichmäßige Rauschen der Dusche, des Regens, das berühmte Plätschern des Baches. Ich liebe den Wind.

Natürliche Geräusche, wie du sie ansprichst, sind okay, aber Musik, Radio, TV, Lärm, etc. geht nur eine gewisse Zeit.

Gruß
Qwent

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Beitrag von transit » 28. Januar 2007 18:05

Hallo Qwent,

im Thread "Spirituelle Bedeutung des Stotterns" schreibst du, ebenso wie sinngemäß auch djub und Ralf_D., wenn ich mich nicht irre, :


"Viele Stotternde sind ,zu recht, der Meinung, dass ihr Stottern ihren Charakter positiv beeinflusst (dies habe ich auch schon in diesem noch recht jungen Forum gelesen), sie in vielen Dingen sensibler, nachdenklicher, gemacht hat. Das Stottern hat ihren Leben mehr Tiefgang, mehr Mitgefühl mit ihren Mitmenschen gegeben. Wenn das nicht positiv ist was dann!!!"


Sag' mal, passt das denn zu Asperger ?
Sind das nicht gerade die Wahrnehmungen, die Aspies nicht so gut zur Verfügung stehen, und wodurch Aspies Schwierigkeiten in der Sozialen Interaktion haben ?

Hm, das verstehe ich jetzt nicht ganz, Qwent.

Meine Überzeugung ist es, dass gerade die hohe Sensibilität für emotionale Schwingungen und Zwischentöne in der Kommunikation, sowie das Einfühlungsvermögen / Empathie die verletzliche Grundlage für die Entstehung von Entwicklungs-Störungen etc bildet.

lieben gruß
isabel

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AS - Stottern

Beitrag von Qwent » 30. Januar 2007 20:21

Hallo Isabel,

"Viele Stotternde sind ,zu recht, der Meinung, dass ihr Stottern ihren Charakter positiv beeinflusst (dies habe ich auch schon in diesem noch recht jungen Forum gelesen), sie in vielen Dingen sensibler, nachdenklicher, gemacht hat. Das Stottern hat ihren Leben mehr Tiefgang, mehr Mitgefühl mit ihren Mitmenschen gegeben. Wenn das nicht positiv ist was dann!!!"

Sag' mal, passt das denn zu Asperger ?
Sind das nicht gerade die Wahrnehmungen, die Aspies nicht so gut zur Verfügung stehen, und wodurch Aspies Schwierigkeiten in der Sozialen Interaktion haben ?


1. Alles ist relativ. 2. Wahrnehmung und soziale Interaktion laufen, für mich, auf verschiedenen Ebenen ab.

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung. Für den einen duftet eine Blume x, für den andern stinkt sie, für den dritten riecht sie nur, dem vierten ist optische Ästetik wichtiger als der Geruch. Aber alle können sich über die Blume x problemlos unterhalten. Das Problem der sozialen Interaktion, beruht meines Dafürhaltens, nicht primär auf eine graduell veränderte Wahrnehmung. Da spielen andere Faktoren eine größere Rolle, wie z. B. andere soziale Bedürfnisse (nach Kommunikation). Ich habe z. B. kein Problem auf Menschen zuzugehen wenn ich ein Anliegen habe, aber ich habe ein massives Problem einen guten Bekannten anzurufen nur um ihn zu fragen wie es ihm geht und mit nichtssagenden Gerede kann ich nur schwer umgehen.

Oben hatte ich ja schon angesprochen das die Infos im Web (und nicht nur da) recht verwirrend und wiedersprüchlich sind. Ich habe den Eindruck das nur auf wenige Aspies alle Kriterien zuzutreffen, manche Punkte wiedersprechen sich sogar und die Interpretation lassen oft sehr weiten Raum. Stottern passt z. B. nicht zum AS, aber AS macht auch nicht den ganzen Menschen aus.

Ich denke, von mir, das ich eine recht gute Menschenkenntnis habe, eine bessere als viele Nicht-Aspies. Ich weiß nicht mehr in welcher Sendung über Autismus es war, aber ein Wissenschaftler äußerte den Eindruck das Autisten die Realität so sehen können wie sie wirklich ist. Es gibt z. B. die Geschichte das sich Autisten die eine Ansprache von Ronald Reagen im Fernsehen sahen, sich nicht halten konnten vor lachen, weil für sie der Wiederspruch vom Gesagten zur Gestik und Mimik offensichtlich war.

Meine Überzeugung ist es, dass gerade die hohe Sensibilität für emotionale Schwingungen und Zwischentöne in der Kommunikation, sowie das Einfühlungsvermögen / Empathie die verletzliche Grundlage für die Entstehung von Entwicklungs-Störungen etc bildet.

AS ist, für mich, genausowenig eine Entwicklungs-Störung wie Stottern eine Krankheit. Ich fühle mich nicht in meiner Entwicklung gestört, meine Entwicklung ist nur erwas anders verlaufen und hat zu anderen Bedürfnissen geführt was natürlich zu gewissen Problemen/Missverständnissen mit meiner sozialen Umwelt führt. Das Aspies eine fehlende oder mangelde Empathie aufweisen sollen, halte ich auch nur eingeschränkt für richtig und ist auch nur aus dem Betrachtungswinkel des Nicht-Aspies, mit einer entsprechenden Erwartungshaltung, halbwegs nachvollziehbar.

Bei ADS und auch Stottern kann ich mir das von dir zuletzt Gesagte durchaus vorstellen. Bei AS weniger, hier sehe ich einfach eine andere gedankliche und emotionale Struktur.

Gruß
Qwent

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ADS, ADHS und Stottern !

Beitrag von transit » 17. Februar 2007 18:35

Hallo, Alle an diesem wichtigen Thema Interessierte !


Ich bin glücklich, glücklich, glücklich !

Bitte lest hier - ganz in Ruhe - Alles oder ab Antwort Nr 12 (beide Seiten) :

http://www.adhs.ch/forum/showthread.php?t=1529

Registrierung leider erforderlich. Daher werde ich den Text nicht zitieren. Schutz des Urheberrechtes und so.

Herzlichen Gruß
isabel


:D ist zum Zusammenhang Stottern und ADS.

transit
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Stottern, ADS, ADHS

Beitrag von transit » 26. Februar 2007 23:27

Hi,

Hier einige sehr aussagekräftige Seiten zum Zusammenhang ADS- Stottern.
Im deutschsprachigen Raum habe ich keine Veröffentlichungen, Literatur, sowie Hinweise auf Studien gefunden.


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http://www.stutteringhelp.org/Default.aspx?tabid=452

Stuttering and ADHD

Little is known about the specific characteristics of stuttering in children with ADHD other than the fact that the patterns of disfluencies are consistent with those of children who stutter who do not have ADHD.

If the prevalence of ADHD in school-age children is 3 - 6%, what is the prevalence of ADHD in children who stutter? The literature suggests that the prevalence of ADHD in school-aged children who stutter is between 4 - 26% (Ardnt & Healey, 2001; Conture, 2001, Riley & Riley, 2000). However, clinical findings often report that significant attention and impulsivity issues, without a current diagnosis of ADHD, negatively affect the outcome of stuttering treatment. Thus, clinicians must be on the lookout for both diagnosed and undiagnosed disorders of attention/impulsivity that may influence therapy outcomes.

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http://www.mnsu.edu/comdis/ISAD3/papers/healey3.html

The Link Between ADHD and Stuttering: A Closer Look
by E. Charles Healey and Robert Reid


from Nebraska, USA

Attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) affects approximately 3-5% of school-age children (APA, 1994). One aspect of ADHD which has received some attention is the relationship between ADHD and communication disorders. There are reports that from 16% to 37% of children with specific language impairment also have ADHD (Baker & Cantwell, 1987). Additionally, children who exhibit ADHD have been shown to have high rates of articulation disorders (Baker & Cantwell, 1987, 1992) and display an increased number of speech disfluencies when compared to children without ADHD (Zentall, Gohs, & Culatta, 1983).

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Aussage : Zusammenhänge sind bei vielen Stotterern sowie ADSlern erkannt worden. Bis zu 37 % der Kinder im Schulalter mit Sprachstörungen weisen als Grundlage ADS auf.
Aufmerksamkeit im Sinne von Reizoffenheit, Ablenkbarkeit, sowie das frontotemporale Inhibitionsproblem (Executive Fähigkeiten, Strukturieren - Regulieren des Sprechens) beeinflussen den Therapieerfolg.


herzlichen Gruß
isabel

transit
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Beitrag von transit » 26. Juli 2007 10:06

Erwin Geier hat geschrieben:Autor : Erwin
BeitragVerfasst am: 26.07.2007, 05:57 Titel: isabels schatzkiste

hallo isabel,

du hast mir ja eine richtige schatztruhe zugeschickt.

du hast dich aber jetzt verraten. das mit der fehlenden soundkarte war wohl nur ein joke. haste nachgebessert oder nachbessern lassen. vielleicht fehlt dir ja nur der treiber. bei den neueren rechenknechten ist der soundship oft auf der hauptplatine.
oder soll ich dir die inhalte multimedial direkt online vorlesen bevor ich nachher ins büro gehe. wie kannste mir denn mp3er oder mp3s zuschicken wenn du sie selber noch nicht kennst. oder weist du es mal wieder schon im voraus besser?


vielen dank für die diamanten! .

@für norbert:
dianmont's bzw. data mining. nee besser 'cancel sweetheart' ..... added value... overvalue? auf jeden fall isses noch zu früh für london und nachhilfe. obwohl die uns glaube ich eine stunde vorraus oder hintenher sind.

gruß erwin

Hallo Erwin, Hallo Leserinnen+Leser,

es handelt sich bei der Schatztruhe um den Link
http://www.ads-adhsfundgrube.de/index.p ... biditaeten
Die Seite betreut Hr Kennedy, der Leiter der Kennedy-Schule in 78532Tuttlingen.

Ich merke erst jetzt, wie umfangreich die Informationen sind.

Besonders selten sind tatsächlich die Hördateien eines Interviews mit Cordula Neuhaus, Psychologin aus 73730 Esslingen. Wer die Möglichkeit hat - ob nun selbst thematisch involviert, oder nicht - einmal einen Vortrag von ihr, bes. zum Thema ADHS bei Erwachsenen, zu hören, sollte dies nicht versäumen.

ADS, ADHS und Stottern : Das Stottern wird zur Zeit noch nicht offiziell in Bezug zu den dem AD(H)S zuzuordnenden Teilleistungsstörungen untersucht. Ich persönlich sehe bzgl meiner Biographie / Anamnese einen, auch neurologisch bedingten , Zusammenhang. Ich kenne Stotterer, bei denen diese Komorbidität mit großer Wahrscheinlichkeit auch zutreffen könnte.
ADS, ADHS und Poltern : Poltern bei Menschen mit ADHS hat dagegen Cordula Neuhaus schon vor 15 Jahren, nach ihrer Weiterbildung bzgl des ADHS in den USA, verdeutlicht - in der leider wenig schmeichelhaften Bezeichnung Logorrhoe - welche den Teilaspekt des "eigentlich spreche sehr viel und gerne", "eigentlich wäre ich - wenn ich die Sprechstörung nicht hätte - eine richtige Quasselstrippe", "ohne Punkt und Komma" definiert.

@Erwin,
du hast mich in Zugzwang gesetzt.
Den Sound habe ich wirklich nicht. Wenn ich etwas sage, dann ist es auch so. Rechts neben den orange-markierten Hördateien auf der o.a. Seite steht auch : PDF-Datei, du Wuselchen :wink: .

So, lass' uns bitte überlegen, wie wir jetzt diesen Thread - mit adäquaterem Titel - in den Ordner Wissenschaft und Forschung umsetzen. Das kann ich nicht als Antwortende, da brauche ich deine und die Hilfe der Moderatoren. Ich danke euch.

LG Isabel

---***---
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Beitrag von ---***--- » 26. Juli 2007 12:40

transit hat geschrieben:So, lass' uns bitte überlegen, wie wir jetzt diesen Thread - mit adäquaterem Titel - in den Ordner Wissenschaft und Forschung umsetzen.
Hi Isabel, konnte noch nicht alles lesen (und verstehen), hab den Eindruck, da passt auch für mich einiges.
Welchen Titel schlägst Du denn vor?
Gruß, Mechthild

transit
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Beitrag von transit » 26. Juli 2007 22:08

Hi Mechthild,

na, dann sag ich mal, Willkommen im Club.

Habe den Beitrag hier an diesen Thread angehängt, und über den Erstbeitrag den Titel aufpoliert.

LG Isabel

transit
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Stottern und Hochsensibilität.

Beitrag von transit » 29. Oktober 2007 11:21

Thema : Hochsensibilität / Hochsensitivität

Hallo, sind Stotterer hochsensibel ?

Bist du sehr empfindsam, reizoffen, empathisch ?

Hier findest du einen Online-Test :
http://zartbesaitet.net/test.htm

mehr Info findest du über :
http://www.hochsensible.de/

LG Isabel

biete 265 Punkte.

Norbert

Re: Stottern und Hochsensibilität.

Beitrag von Norbert » 29. Oktober 2007 12:08

transit hat geschrieben:Thema : Hochsensibilität / Hochsensitivität

Hallo, sind Stotterer hochsensibel ?

Bist du sehr empfindsam, reizoffen, empathisch ?

Hier findest du einen Online-Test :
http://zartbesaitet.net/test.htm

mehr Info findest du über :
http://www.hochsensible.de/

LG Isabel

biete 265 Punkte.
Auweia. Nur 155 Punkte, aber es koennte sein, dass ich einen Hang zur ideologischen Ruecksichtslosigkeit habe? Wo kommt das denn her? :-)

N.
Zuletzt geändert von Norbert am 29. Oktober 2007 13:09, insgesamt 1-mal geändert.

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