Stottern und Testosteron

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Ist der Zeigefinger Deiner Führungshand kürzer oder länger als der Ringfinger?

Ich bin ein stotternder Mann und mein Zeigefinger ist kürzer als der Ringfinger.
6
60%
Ich bin ein stotternder Mann und mein Zeigefinger ist länger als der Ringfinger.
2
20%
Ich bin ein stotternder Mann und Zeigefinger und Ringfinger sind gleich lang.
1
10%
Ich bin eine stotternde Frau und mein Zeigefinger ist kürzer als der Ringfinger.
0
Keine Stimmen
Ich bin eine stotternde Frau und mein Zeigefinger ist länger als der Ringfinger.
0
Keine Stimmen
Ich bin eine stotternde Frau und Zeigefinger und Ringfinger sind gleich lang.
1
10%
 
Abstimmungen insgesamt: 10

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Jaspis
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Stottern und Testosteron

Beitrag von Jaspis » 20. Mai 2013 21:45

Hallo Ihr,
in einer Frauenzeitschrift stieß ich heute mal wieder auf den folgenden Hinweis:
"Frauen, deren Zeigefinger im Vergleich zum Ringfinger kürzer ist, beschreiben sich eher als durchsetzungsfähig, wettbewerbsorientiert und sexuell freizügig, zeigen Studien. Der Grund: Wir sind im Mutterleib alle auch dem männlichen Sexualhormon Testosteron ausgesetzt. Je kürzer der Zeigefinger im Verhältnis zum Mittelfinger ist, desto höher war die Konzentration des Testosterons." (emotion Juni 2013)

Weiter zu diesem Thema gegoogelt fand ich dann in folgendem und weiteren Artikeln diesen Hinweis:
"Autismus, Migräne, Stottern, Schizophrenie und Depressionen können die Folge von zuviel Testosteron im Mutterleib sein."

Aha. Und interssiert mich natürlich generell das Verhältnis von Zeigefingerlänge zu Ringfingerlänge der Führungshand bei Stotternden. :wink: Besonders bei den stotternden Frauen. Wer mitmachen will, bitte bei der Umfrage anklicken!
Gruß, Jaspis
Zuletzt geändert von Jaspis am 21. Mai 2013 14:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Stottern und Testosteron, besonders bei Frauen

Beitrag von T_homas » 21. Mai 2013 11:10

Meiner ist kürzer,als zielorientiert kann ich mich aber absolut nicht beschreiben. :roll:
„Das Leben ist wie ein Fluss! Mal schnell, mal langsam, mal klar, mal dreckig, mal niedrig, mal hoch, immer in Bewegung und jeden Moment anders!“ Quelle: -asiatische Weisheit-

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Re: Stottern und Testosteron, besonders bei Frauen

Beitrag von Jaspis » 21. Mai 2013 12:54

Wo steht denn was von zielorientiert? "Durchsetzungsfähig" heißt ja noch nicht, dass man diese Fähigkeit auch einsetzt. :wink:
Aber ich habe vergessen, jeweils die Option "beide Finger gleich lang" anzulegen, und habe deshalb die Umfrage noch mal geändert. Gffls. bitte nochmal anklicken!
Danke, Jaspis!

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Re: Stottern und Testosteron

Beitrag von paul.dest » 21. Mai 2013 22:40

Ohne die Vorgabe einer Messmethode war das gar nicht so einfach.

Ich habe zunächst an der Innenfläche der Hand gemessen: ...

Als ich dann in dem verlinkten Artikel auch noch auf den Hinweis stieß
Zudem haben die Biologen 19 Gene für den Skelettaufbau identifiziert, die durch Testosteron und Östrogen kontrolliert werden.
war ich zum Entschluss gekommen, dass die Knochenlänge der Finger ausschlaggebend sein dürfte und nicht ihre "Behautung".

Also maß ich nunmehr mit folgender Methode: ...

...

-----------------

Der vollständige Inhalt dieses Beitrages ist ab jetzt nur noch unter http://www.stottern-verstehen.de verfügbar.
Zuletzt geändert von paul.dest am 3. Dezember 2016 16:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stottern und Testosteron

Beitrag von Jaspis » 22. Mai 2013 10:19

Warum habe ich auf so einen Hinweis gewartet und wußte auch schon im Voraus, von wem er kommt? :wink:

Wenn der Unterschied groß genug ist, kommt man auch ohne Messen aus. Ansonsten hatte ich in einer Studie gelesen, dass von der Falte an der Fingerwurzel bis zur Fingerspitze gemessen wurde. Ich denke, eine Genauigkeit von 1mm reicht.
Gruß, Jaspis!

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Re: Stottern und Testosteron

Beitrag von paul.dest » 22. Mai 2013 20:26

Jaspis hat geschrieben:Warum habe ich auf so einen Hinweis gewartet und wußte auch schon im Voraus, von wem er kommt? :wink:
Weiß nicht. Vielleicht weil Jaspis ein Stein ist und weil Steine steinalt und somit weise sind? ;-)
Jaspis hat geschrieben:Wenn der Unterschied groß genug ist, kommt man auch ohne Messen aus.
Um die Verwirrung komplett zu machen: ohne Messen sehe ich zwar einen (kleinen) Unterschied, allerdings fällt er so oder so aus - je nachdem, ob ich mir die Hand von der Innen- oder Außenseite anschaue. Und ich habe nicht den Eindruck, außergewöhnliche Hände zu haben.
Jaspis hat geschrieben:Ansonsten hatte ich in einer Studie gelesen, dass von der Falte an der Fingerwurzel bis zur Fingerspitze gemessen wurde. Ich denke, eine Genauigkeit von 1mm reicht.
Du bist der Studienleiter, Du bestimmst die Methode. Demnach ziehe meine Stimme im obigen Abstimmungsergebnis von "mein Zeigefinger ist kürzer" ab und rechne sie stattdessen dem "gleich lang" hinzu. Aber nur zur Info: nach der Stinkefinger-Methode ergibt sich für meine Hände ein Unterschied von etwa 1cm - in Worten: ein Centimeter!

Viele Grüße,
Paul
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Re: Stottern und Testosteron

Beitrag von Jaspis » 23. Mai 2013 10:59

Ach, Paul ...

In einem Internetforum empfehlen sie folgende Meßmethode zur Bestimmung des 2D:4D Verhältnisses (2D=Zeigefinger, 4D=Ringfinger):
Mit einem Lineal, welches ich mir
zwischen Mittel- und Ringfinger bzw. zwischen
Mittel- und Zeigefinger gesteckt habe. Besser
funktioniert es mit einem Bandmass, welches mit
0 am Ende beginnt.
Auf 1 mm Unterschied kommt man damit, ansonsten 1:1 anklicken.
Ich wollte doch nur mal einen Überblick. Und ich weiß, dass ich mit diesem unwissenschaftlichen Anspruch im falschen Unterforum bin. Liebe Moderatoren, Ihr könnt diesen Thread gern nach "Stottern - alles zum Thema" verschieben.
Gruß, Jaspis!

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Re: Stottern und Testosteron

Beitrag von paul.dest » 23. Mai 2013 11:37

Jaspis hat geschrieben:Ach, Paul ... Und ich weiß, dass ich mit diesem unwissenschaftlichen Anspruch im falschen Unterforum bin.
Keine Ahnung, welche Laus Dir über die Leber gelaufen ist, aber meine obigen Anmerkungen hatten nicht die Absicht, Deine Aktion abzuwerten, sondern ganz im Gegenteil. Wissenschaft ist nicht, was sich kompliziert anhört und mit viel Aufwand betrieben wird, sondern alles, was neue Erkenntnisse auf nachvollziehbare Art und Weise generiert.

Das tust Du mit Deiner Aktion durchaus. Insofern handelt es sich dabei um eine wissenschaftliche Studie. Das meine ich gänzlich ohne Ironie!

Du bist der Leiter dieser Studie - auch das meine ich gänzlich ohne Ironie! - , denn Du hast die Umfrage angelegt. Du musst Dir also keinen weißen Kittel anziehen, um Dir wie ein Studienleiter vorzukommen. :-)

Wenn Du die Messmethode festlegst - und das steht Dir zu, denn Du führst die Studie durch; ganz unabhängig davon, wer wo was empfiehlt - , sammelst Du Messwerte, die miteinander vergleichbar und somit auswertbar sind.

Nach der nun wieder anderen Messmethode
Mit einem Lineal, welches ich mir
zwischen Mittel- und Ringfinger bzw. zwischen
Mittel- und Zeigefinger gesteckt habe. Besser
funktioniert es mit einem Bandmass, welches mit
0 am Ende beginnt.
komme ich auf 1 bis 2 mm Unterschied mit dem Ergebnis, dass mein Zeigefinger diesmal länger als der Ringfinger ist.

Du siehst: drei verschiedene Messmethoden ergeben drei verschiedene Ergebnisse.

...

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Re: Stottern und Testosteron

Beitrag von djub » 2. Juni 2013 13:15

Hallo,

sehr interessant! Allerdings muss ich Paul hier beipflichten. Je nach Messmethode bekomme ich unterschiedliche Ergebnisse. Als guter Statistiker habe ich also Pi-mal-Daumen gemessen und den Pi-mal-Daumen-Mittelwert aller Messmethoden genommen. Das Ergebnis ist, dass die Finger im Rahmen meiner Pi-mal-Daumen-Messungenauigkeit gleich lang sind. Nullhypothese also nicht abgelehnt. ;)

Größenvergleich hin oder her: Was mich sehr interessieren würde ist, was die Erklärung dahinter ist? Warum genau sollte Testosteron Stottern (mit-) verursachen. Da mehr Männer als Frauen betroffen sind, ist es zumindest eine denkbare (Teil-) Erklärung. Als Nicht-Mediziner fehlt mir allerdings die Vorstellung, was für Auswirkungen Testosteron auf das Gehirn hat.

Viele Grüße,
djub
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