Stottern im Gehirn - neue Meta-Analyse

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Torsten
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Stottern im Gehirn - neue Meta-Analyse

Beitrag von Torsten » 18. Februar 2015 12:37

Im Jahr 1996 ist die erste Untersuchung der Gehirne von Stotterern mit bildgebenden Verfahren veröffentlicht worden – von Peter Fox, einem Pionier auf diesem Gebiet. Seit dem sind viele weitere solcher Studien erschienen, zunächst wurde PET, später fMRT eingesetzt. Die Resultate waren teils übereinstimmend, teils aber auch widersprüchlich. Es stellt sich deshalb die Frage: Welche der festgestellten Abweichungen der Hirnaktivität vom Normalen sind wirklich typisch und charakteristisch für Stottern bzw. Stotterer, und welche sind eher zufällig und resultieren vielleicht aus der Zusammensetzung der Probanden-Gruppen oder dem Experimentdesign?

Eine Möglichkeit, diese Frage zu klären, bietet die Meta-Analyse, also das systematische Vergleichen der Resultate mehrerer Einzelstudien mit Hilfe statistischer Verfahren. Die erste Meta-Analyse der Stotter-Hirn-Bildgebungs-Studien wurde von Steven Brown und Kollegen (u.a. Roger Ingham und Peter Fox) im Jahr 2005 veröffentlicht. Damals wurden die Resultate von 8 Einzelstudien einbezogen. Das Resultat war eine 'neurale Signatur des Stotterns' mit den Merkmalen:
  • (1) Überaktivierung des rechten frontalen Operculums und der Insula,
    (2) fehlende Aktivierung in auditiven Arealen auf beiden Hirnhälften,
    (3) Überaktivierung im Kleinhirn
(vergl. Brown et al., 2005, S. 112) . Man beachte: Die einzige Hirnregion, die bei den Stotterern während des Sprechens zu gering aktiviert war, waren die auditiven Areale – also jene, die für das Hören und für das Verstehen von Sprache verantwortlich sind.

Im November des letzten Jahres, also fast zehn Jahre nach der ersten, ist nun eine zweite Meta-Analyse zum gleichen Thema erschienen:

Kristin Budde, Daniel Barron und Peter Fox:

Stuttering, induced fluency, and natural fluency: A hierarchical series of activation likelihood estimation meta-analyses.


(Übersetzungsversuch: Stottern, induzierte und natürliche Sprechflüssigkeit: Eine stufenweise Folge von Meta-Analysen zur Einschätzung der Aktivierungs-Wahrscheinlichkeit)

Diesmal wurden 17 Einzelstudien einbezogen. Was ist dabei Neues herausgekommen? Zunächst einmal wurden die Resultate der ersten Meta-Analyse klar bestätigt. Zwei neue Merkmale kommen allerdings zur 'neuralen Signatur des Stotterns' hinzu: Die Überaktivierung des supplementären motorischen Areals (SMA) und die Minderaktivierung des Nucleus ruber (des 'roten Kerns'). Das folgende Diagramm zeigt alle relevanten Regionen:

Das Diagramm Abbildung 2 unten links zeigt den Vergleich zwischen Stotterern und Nichtstotterern. Die blau gekennzeichneten Regionen sind also diejenigen, in denen bei den Stotterern zu wenig Aktivität war. Es handelt sich nur um zwei Areale: die linke mittlere Temporalwindung (verantwortlich für das Erkennen und Verstehen der Wörter) und um den Nucleus ruber, den roten Kern (red nucleus). Dieser Kern (im Mittelhirn) ist gewissermaßen ein Relikt der Evolution: Bei primitiveren Wirbeltieren (ohne Kortikospinaltrakt) steuert er die Fortbewegung (den Gang). Bei menschlichen Babys steuert der rote Kern die Krabbelbewegungen, und bei erwachsenen Menschen immerhin noch das unwillkürliche Mitbewegen der Arme beim Gehen.

Der rote Kern hat also offensichtlich mit sehr automatischen, unwillkürlichen, unbewussten Bewegungsanteilen zu tun. Man hat eine funktionelle Verknüpfung zwischen ihm und dem Temporallappen, also den Hörregionen, gefunden. Möglicherweise – das ist nur eine Spekulation von mir – steuert der rote Kern auch das unwillkürliche Mitbewegen der Arme beim Sprechen, also das Begleiten der Sprache durch Gesten. Nichtstotterer, zumal gute Redner, tun das oft ganz unwillkürlich, und Stotterern kann es, wenn sie es bewusst tun, dabei helfen, flüssiger zu sprechen (erinnert sei an die liegende Acht).

So viel zu den Regionen, die im obigen Diagramm blau markiert sind.Alle im obigen Diagramm rot markierten, von Stotterern also typischerweise überaktivierten Hirnregionen haben mit Sprechplanung und/oder motorischer Sprechsteuerung zu tun. Es liegt nahe, zu vermuten, dass die meisten dieser Überaktivierungen – nämlich die auf der rechten Hirnhälfte – Ausdruck des Bemühens sind, die Stottersymptome zu überwinden (durch Anstrengung) oder zu vermeiden (durch bewusste Sprechplanung und/oder willentliche Steuerung der Sprechbewegungen).

So viel zur Meta-Analyse der Studien, in denen die Gehirnaktivität von Stotterern mit der von Nichtstotterern verglichen wurde. Zusätzlich wurde eine Meta-Analyse derjenigen Studien durchgeführt, in denen innerhalb der Stotterer-Gruppe verglichen wurde zwischen der Hirnaktivität bei gestottertem Sprechen und bei künstlich herbeigeführtem flüssigen Sprechen (induced fluency). Das flüssige Sprechen wurde meist mit Hilfe eines Metronoms oder durch Lesen im Chor erreicht. In diese Meta-Analyse waren 7 Einzelstudien einbezogen. Das folgende Diagramm zeigt das Ergebnis:

Das Diagramm Abb. 2 unten rechts zeigt den Vergleich zwischen gestottertem und flüssigem Sprechen. Alle blau gekennzeichneten Regionen sind Areale auf dem Temporallappen – sie haben mit dem Hören und dem Verstehen von Sprache zu tun. Dass diese Aktivierungen hier so stark rechtslastig sind, dürfte damit zusammenhängen, dass es sich um künstlich herbeigeführtes flüssiges Sprechen handelte: Beim Lesen im Chor oder beim Sprechen mit Metronom kommt es nicht darauf an, auf den Inhalt zu achten (was gewöhnlich die Aufgabe des linken Temporallappens ist), sondern nur darauf, das Tempo bzw. den Rhythmus zu erfassen (was gewöhnlich Aufgabe des rechten Temporallappens ist.

Die rot markierten Regionen oberhalb der blauen liegen auf der Großhirnrinde und haben mit Sprechplanung, Bewegungssteuerung und Bewegungswahrnehmung zu tun (siehe dazu die Erklärung zum oberen Diagramm). Die rot markierten Regionen unterhalb der blauen sind (mit Ausnahme des Gyrus lingualis, dessen Aktivierung sicher mit dem Lesen zu tun hat) Bereiche des Kleinhirns. Das Kleinhirn hat vermutlich ganz direkt mit dem Auslösen der Sprechunflüssigkeiten zu tun. Die Überaktivierung des Kleinhirns ist häufig mit der Stotterstärke positiv korreliert – also je stärker die Aktivität des Kleinhirns, um so schwerer das Stottern. Umgekehrt kann eine Schädigung des Kleinhirns das Stottern zum Verschwinden bringen – siehe den Bericht von Martina P. im KIESELSTEIN 3/2013, S.46: „Und plötzlich war das Stottern weg.“

Fazit – aus meiner Sicht:

(1) Die viel diskutierten abweichenden Aktivierungen der Basalganglien gehören offenbar nicht zur 'neuralen Signatur des Stotterns'. Allerdings hängen die Basalganglien eng mit dem SMA zusammen, und dessen Überaktivierung – also eine zu starke willentliche Komponente beim Sprechen – ist ein Teil der 'neuralen Signatur des Stotterns' und scheint das eigentliche Problem zu sein.

(2) Auch die viel beachtete Minderaktivierung der Broca-Region, des Zentrums der Sprechplanung und -steuerung im linken inferioren Frontalkortex, gehört nicht zur 'neuralen Signatur des Stotterns'. Stottern resultiert nicht aus einem Mangel an Planung oder Steuerung.

(3) Entscheidend für das flüssige Sprechen ist die ausreichende Aktivität der Hörregionen. Also: Hört euch aufmerksam zu, wenn ihr sprecht!

Torsten
Zuletzt geändert von Torsten am 17. Dezember 2016 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Die zu starke willentliche Komponente

Beitrag von F.J.Neffe » 7. April 2015 20:19

Die zu starke willentliche Komponente, was ist das eigentlich?
Wollen, so sagt mir das Herkunftswörterbuch, kommt von Wählen.
Wie ist das, wenn man zu stark gewählt hat?
Wenn wir den Willen beim Misserfolg genau beobachten, zeigt sich, dass offenbar hinter diesem Willen noch eine Kraft ist, die ihn immer stärker voran und in die Enge treibt.
Das ist keineswegs nur bei Sprechproblemen so.
Den Betroffenen entgleitet im Problemfall die Kontrolle über das was sie wollen - mit gesteigerter Anstrengung - immer mehr.
E.Coué das Problem wie die Lösung durch sein Gesetz der das Gegenteil bewirkenden Anstrengung ganz praktisch erklärt.
Offenbar ist es die Kraft des Geistes - Coué nennt sie Vorstellungskraft - die das Wollen oder, genauer: das Gewollt/wählthaben des Menschen immer mehr voranbringt - in der Richtung, in der es unterwegs ist.
Es ist ein dynamisches Bild, das den betroffenen nicht stehenbleiben lässt sondern auf dem gewählten Weg vorantreibt.
Kommt es da auf die STÄRKE der Wahl an?
Oder nicht doch auf die ÜBERLEGTHEIT?
Mir zeigt zu starke Anstrengung immer an, dass vorher eine verkehrte Wahl / ein (für das angestrebte Ziel) verkehrtes Wollen stattgefunden und die Entwicklung auf ein verkehrtes Gleis gebracht hat.
Wenn wir auf dem richtigen Gleis in der richtigen Richtung unterwegs sind, wird es nicht immer schwerer sondern immer leichter.
Es müsste uns eigentlich auffallen, dass ein Problem für den Stotternden noch viel größer ist als das Stottern, nämlich dass das Stottern bei seinem Versuch, nicht zu stottern, noch schlimmer wird.
Wir sollten also unterscheiden lernen zwischen
a) Stottern und
b) MEHR STOTTERN bei offenbar ungeeigneten Lösungsversuchen.
Das könnte womöglich die Entscheidung erleichtern, ob man weiterhin das, was nie geklappt hat steigern oder vielleicht doch umkehren und statt der Steigerung einen Ausgleich suchen möchte.
Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe
[i]"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." [/i] Émile Coué

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Re: Stottern im Gehirn - neue Meta-Analyse

Beitrag von Torsten » 8. April 2015 12:14

F.J.Neffe hat geschrieben:Wollen, so sagt mir das Herkunftswörterbuch, kommt von Wählen. […] Mir zeigt zu starke Anstrengung immer an, dass vorher eine verkehrte Wahl / ein (für das angestrebte Ziel) verkehrtes Wollen stattgefunden und die Entwicklung auf ein verkehrtes Gleis gebracht hat.
Das mit dem verkehrten Gleis stimmt sicher – nur hat ein dreijähriges Kind, bei dem Stottern ausbricht, keine „falsche Wahl“ getroffen. Es kann nichts dafür, dass es auf das Stottergleis geraten ist. Und wenn dieses Kind dann ein paar Jahre stottert, verändert sich dadurch sein Gehirn. Diese Veränderungen lassen sich heute mit den bildgebenden Verfahren in der Hirnforschung gut nachweisen - und sehr wahrscheinlich tragen zumindest einige davon zur Verfestigung des Stotterns bei. Und das hat wiederum zur Folge, dass man sich vom Stottern nicht einfach dadurch befreien kann, dass man eine andere Wahl trifft - dass man sich einfach vorstellt, nicht mehr zu stottern.

Das etymologische Wörterbuch hilft hier also nicht wirklich weiter. :wink:

Gruß, Torsten
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Stottern ausgebrochen !

Beitrag von F.J.Neffe » 8. April 2015 13:12

Das ist natürlich brav und fleißig, sich soviel Sorgen um das Herkunftswörterbuch zu machen.
Dreijährige Kinder kommunizieren sehr intensiv mit der Mutter und anderen Bezugspersonen.
Was wir denken + fühlen + ausstrahlen erzeugt eine Schwingung und diese erzeugt eine Atmosphäre und diese ruft Re-Aktionen im Kind hervor - so fein, dass es uns an Anstrengungen Gewohnten meist unbewusst bleibt.
Dass wir mit bildgebenden Verfahren "etwas nachweisen" sagt noch nicht viel.
Ich erinnere mich da an Dieter Dorn, der in seinem Bereich immer eine amerikanische Studie zitierte, nach der über zwei Drittel der Röntgenaufnahmen falsch interpretiert werden - und da sind noch nicht einmal Spekulationen von "sehr wahrscheinlich" u.ä. einbezogen.
Was ist schon "Verfestigung" des Stotterns?
Das ist doch auch nur eine Interpretation aufgrund einer nicht gerade ausgewogenen Betrachtungsweise.
Da Ereignisse immer wieder innerlich kommentiert werden, bedeuten diese Kommentare stets eine NEUE WAHL:
in der Regel nur eine unbewusste quasi vollautomatische Bestätigung der gewohnten Einstellung.
Wenn man die Freiheit hat, sich auf diese simple Weise immer wieder sein Problem zu erneuern,
wieso sollte man nicht die Freiheit haben, eine NEUE Autosuggestion zu wählen.

Dass Stottern bei Kleinkindern AUSBRICHT finde ich sehr erheiternd.
Da muss es ja vorher jemand eingesperrt haben. Ich finde es merkwürdig, dass wir weder nach diesem Täter sehen noch danach, wie er das gemacht hat.
Ich finde es auch recht amüsant, mit wieviel Einsatz sich manche immer wieder dafür einsetzen, dass das alles NICHT so einfach sei. Meinetwegen kann es sich jeder 10fach wählen. Ich wünsche jedem guten Erfolg.
Franz Josef Neffe
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paul.dest
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Re: Stottern ausgebrochen !

Beitrag von paul.dest » 19. April 2015 18:25

F.J.Neffe hat geschrieben:Was ist schon "Verfestigung" des Stotterns?
Das ist doch auch nur eine Interpretation aufgrund einer nicht gerade ausgewogenen Betrachtungsweise.
Es kommt äußerst selten vor, dass ich FJN zustimme. Doch für das obige Zitat liegt diese Ausnahme vor.

Und weil Ausnahmen die Regel bestätigen:
F.J.Neffe hat geschrieben:Das ist natürlich brav und fleißig, sich soviel Sorgen um das Herkunftswörterbuch zu machen.
...
Dass Stottern bei Kleinkindern AUSBRICHT finde ich sehr erheiternd.
Da muss es ja vorher jemand eingesperrt haben.
Das ist natürlich brav und fleißig, FJN, dass Du Dir so viele Sorgen um die Herkunftsbedeutungen von Wörtern machst, dass Du vor lauter Sorgen vergisst, was Menschen in unserer heutigen Welt mit einem Wort meinen. Aber zum Glück gibt es außer den Herkunftswörterbüchern auch noch die ganz normalen Bedeutungswörterbücher. Hättest Du in eines davon für die deutsche Gegenwartssprache reingeschaut, dann hättest Du entdeckt, dass der normale Deutschsprecher der Gegenwart mit dem Wort "ausbrechen" in dem oben von Torsten benutzten Kontext folgendes meint:
Duden zu 'ausbrechen' in http://www.duden.de/rechtschreibung/ausbrechen hat geschrieben:6c. (von Krankheiten o. Ä.) zum Ausbruch kommen; mit Heftigkeit auftreten
Duden zu 'Ausbruch' in http://www.duden.de/rechtschreibung/Ausbruch hat geschrieben:2.
a. plötzlicher Beginn
b. plötzliches, heftiges Einsetzen von etwas
Daher kannst Du Torstens Verwendung des Wortes "ausbrechen" zwar gerne "sehr erheiternd" finden. Doch diese Erheiterung zeugt lediglich von Deinem (noch?) unterentwickelten Talent, mit Menschen zu kommunizieren, und von Deiner Unkenntnis der deutschen Gegenwartssprache.

...

-----------------

Der vollständige Inhalt dieses Beitrages ist ab jetzt nur noch unter http://www.stottern-verstehen.de verfügbar.
Zuletzt geändert von paul.dest am 5. Dezember 2016 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
http://stottern-verstehen.de

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Re: Stottern im Gehirn - sorglose Meta-Analyse

Beitrag von F.J.Neffe » 20. April 2015 14:01

Beachtlich wie immer, deine Sorgen um meine Sorgen, Paul.
Da brauch ich mir keine Sorgen zu machen und grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
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transit
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Re: Stottern im Gehirn - neue Meta-Analyse

Beitrag von transit » 20. April 2015 22:46

Hallo,

Franz-Josef, zu deinem Beitrag vom 07.04.2015, 20:19 :

Zum Problem kann es werden, wenn das "Gewählte"/ der "Wille"/die Zielsetzung, nicht mit der Vorstellung (welche wir von der Situation oder von uns etc haben) übereinstimmt. Dann können Blockaden (bzgl der Umsetzung des Zieles, des "Wollens") auftreten. Die "Vorstellungen" sind uns leider jedoch nicht immer bewusst, bzw bekannt, da diese sehr früh "erlernt" worden sein können.

Das heisst: die Veränderung (im Sinne der Zielsetzung) ist die Veränderung/die Anpassung der "Vorstellung" ....... im günstigsten Fall erübrigt sich dann die aktive Umsetzungs-Arbeit einerZielsetzung.

.... Steht ja auch in deiner Signatur .... ;-)

mit freundlichem Gruß.

F.J.Neffe
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Lebens-Vorstellung

Beitrag von F.J.Neffe » 25. April 2015 22:34

Da bist Du auf einer wichtigen Spur:
Im UNBEWUSSTEN wirken alle unsere Vorstellungen - die bewussten wie die unbewussten - zusammen und lassen Neues entstehen. Im Kern wirkt wohl immer jene Grundvorstellung, die uns LEBEwesen sein und alle Irrtümer überLEBEN und daraus lernen lässt.
Herzlich grüßt
Franz Josef Neffe
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