Ist das Stottern oder etwas anderes?

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Torsten
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Ist das Stottern oder etwas anderes?

Beitrag von Torsten » 15. Mai 2015 19:31

Hallo,

ich bringe hier die Übersetzung eines Aufsatzes von Nan Ratner, einer der weltweit wichtigsten Experten zum Thema Stottern. Er entstammt dem Newsletter der Stuttering Foundation vom Winter 2015. [Zum englischen Origninal]


Dieses Kind spricht nicht flüssig –
ist das Stottern oder etwas anderes?


von Dr. Nan Bernstein Ratner, Universität von Maryland

Ich beginne diese Kolumne mit einer Geschichte:

Da ich auf Sprechstörungen bei Kindern spezialisiert bin, treten oft Sprachtherapeuten an mich heran mit Fällen von Schulkindern, bei denen anscheinend sowohl Sprechflüssigkeit als auch die Sprachfähigkeit behandelt werden müssen. Vor einigen Jahren war ich erstaunt, wie viele Kinder diese Doppel-Diagnose zu haben schienen – aber auch wegen eines Themas, das häufig aufkam, wenn der Therapeut des Kindes mich um Rat fragte: dass nämlich den meisten dieser Kinder ihr Unflüssigkeits-„Problem“ gleichgültig war. Dadurch konnte der Therapeut manche seiner Behandlungsmethoden nur schwer oder gar nicht einsetzen.

Vor dem Hintergrund meiner Arbeitserfahrung auf dem Gebiet des kindlichen Stotterns erschien es mir zweifelhaft, dass einem älteren Kind sein Stottern tatsächlich nicht bewusst sein sollte. So begann ich, weitere Fragen zu stellen und bat die Therapeuten, einmal das Verhalten zu imitieren, dass ihnen oder den Eltern der Kinder Sorgen bereitete.

Das erwies sich als sehr informativ:

Fast ausnahmslos imitierten die Sprachtherapeuten Wiederholungen von Lauten, Wörtern und Phrasen, einige Dehnungen von Abschnitten, viele Verzögerungen und zahlreiche Korrekturen. Blockierungen jedoch, also das charakteristischste Stotter-Symptom, wurde niemals imitiert, und auch keine Anstrengung oder irgendein Anzeichen dafür, dass das Kind selbst das Reden als schwierig empfindet.

Ich war verblüfft und dachte: Was die Therapeuten gehört hatten, war gewiss nicht flüssig genug, um noch als normale Sprech-Unflüssigkeit bezeichnet zu werden, aber es schien auch nicht kennzeichnend für Stottern zu sein.

Bei der Durchsicht der Fachliteratur stellten wir fest, dass bereits andere auf dieses Problem hingewiesen hatten, besonders Penelope Hall im Jahre 1977 und Nancy Hall und Kollegen; siehe Hall (1996). Wir begannen, uns die Sache genauer anzusehen. Dabei kam heraus, dass Kinder mit verschiedenen Typen von Sprachentwicklungs-Verzögerungen oder -Störungen ziemlich unflüssig sprechen – mehr als normal entwickelte Kinder gleichen Alters (siehe unten die Verweise auf unsere eigenen Studien und auf die Arbeiten anderer Forscher). Entscheidend dabei ist ist jedoch: Obwohl diese Kinder tatsächlich Laute, Silben und Wörter wiederholen, verzögern, dehnen und korrigieren, lassen sie in all diesen Untersuchungen keinerlei hörbare oder sichtbare Anstrengung und keinerlei Störungsbewusstsein erkennen. Sie scheinen etwas zu haben, das ich eine Formulierungs-Unflüssigkeit* nennen würde.

Formulierungs-Unflüssigkeit – wieso kommt es dazu? Eine Möglichkeit ist, sich zu überlegen, wie der Ausdruck „flüssig / fließend Sprechen“** in anderen Bereichen benutzt wird, z.B. um den Grad der Beherrschung einer Fremdsprache zu bestimmen. Flüssiges / fließendes Sprechen ist die Fähigkeit, schnell und akkurat Sätze zu zusammenzufügen, ohne übermäßige Pausen für die Planung des verbleibenden Teils der Äußerung. für das Suchen nach Wörtern oder die Korrektur von Fehlern. Doch genau dies scheint es zu sein, was bei Kindern passiert, die gewisse Sprachentwicklungsverzögerungen oder -störungen haben. Alljährlich wächst die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu diesem Thema, und die Fähigkeit, fließend zu sprechen wird heute als potentielles allgemeines Merkmal der kindlichen expressiven Sprachstörungen*** angesehen – unabhängig davon, welche Sprache gelernt wird (Bernstein Ratner, 2013).

Wie sollte man diejenigen Fälle behandeln, die tatsächlich untypisch erscheinen?

Das ist eine schwierige Frage, weil es viele Belege dafür gibt, dass Kinder mit Sprachentwicklungs-Problemen nie wirklich ganz den Entwicklungsstand ihrer Altersgenossen erreichen. Das betrifft auch den Sprachfluss: Viele dieser Kinder werden niemals so fließend sprechen wie ihre normal entwickelten Klassenkameraden. Das zeigt allerdings auch, warum es – aus zwei verschiedenen Gründen – ziemlich wichtig sein kann, diese Kinder gerade nicht wie stotternde Kinder zu behandeln: Erstens ist schwer vorstellbar, wie herkömmliche Behandlungsmethoden für Stottern, die entweder das motorische Sprechmuster verändern oder dem Kind helfen, schwierige Momente Stotterns zu erkennen und hindurch zu kommen, in diesen Fällen wirkungsvoll sind – denn die Ursache für die Störung des Sprachflusses sind Formulierungs-Schwierigkeiten, und das Kind ist sich keines Problems bewusst. Zweitens würde man durch die Beschäftigung mit dem Sprachfluss kostbare Zeit verlieren, die man besser dafür einsetzt, an dem Sprachentwicklungs-Problem zu arbeiten, das die Bildungs- und Berufs-Chancen des Kindes ernsthaft beeinträchtigt.

Natürlich gibt es Kinder, die sowohl stottern als auch ein Sprachentwicklungs-Problem haben. Diese Kinder brauchen sorgfältig geplante Therapie-Ziele, sodass auf jedes der Ziele hingearbeitet wird und eines nicht das Erreichen des anderen behindert. So wissen wir beispielsweise, dass die Beanspruchung der sprachlichen Fähigkeiten**** eines Kindes die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Sprechflüssigkeit negativ beeinflussen kann (siehe die Zusammenfassung dieses Forschungsgebietes in Hall, et al., 2007).

Als nächstes komme ich zu einem Begriff, der oft von Sprachtherapeuten und Eltern benutzt wird, wenn sie den Sprachfluss von Vorschulkindern erörtern: Entwicklungs-Unflüssigkeit***** Dieser Terminus wird seit den 1930er Jahren benutzt (Davis, 1939), um eine Phase in der Entwicklung des Kleinkindes zu beschreiben, in der das Kind zu versuchen scheint, mehr zu sagen, als es ohne Unterbrechungen bewältigen kann – Unterbrechungen, in denen es nachdenkt, etwas korrigiert, Wörter oder Phrasen wiederholt. Entscheidend ist, dass als Entwicklungs-Unflüssigkeit nur solche Sprechmuster bezeichnet werden, die keine Merkmale des Stotterns beinhalten – also keine Anstrengung, keine Blockaden, kein Störungsbewusstsein. Die Entwicklungs-Unflüssigkeit wird als normale Phase des Sprechenlernens angesehen, die das Kind allmählich hinter sich lässt.

Früher hatte man vermutet, gewisse Faktoren (etwa Reaktionen der Eltern oder traumatische Erfahrungen) könnten bewirken, dass die Entwicklungs-Unflüssigkeit sich in Stottern verwandelt. Doch durch Langzeitstudien mit normal entwickelten Vorschulkindern und gleichaltrigen Kindern, bei denen der Verdacht auf Stottern besteht (z.B. dem Illinois Project; Yairi & Ambrose, 2005) ist inzwischen recht gut nachgewiesen, dass das Sprechverhalten dieser Kinder von Anfang an verschieden ist und dass Stottern sich nicht aus der Entwicklungs-Unflüssigkeit heraus entwickelt. Trotzdem sehe ich immer noch oft Berichte über die Behandlung von Kleinkindern, in denen Merkmale des Stotterns einschließlich eines mittleren oder höheren SSI-Wertes******, Störungsbewusstsein, Anstrengung und Sekundärsymptomen diagnostiziert werden, doch dann überprüft der Therapeut die familiäre Veranlagung und andere Faktoren. die eine positive Prognose vermuten lassen (wir wissen, dass rund 80 % der Fälle von frühkindlichem Stottern sich von selbst, ohne Behandlung, wieder verlieren und dass einige Faktoren das Risiko für chronisches Stottern erhöhen können) und diagnostiziert bei dem Kind eine Entwicklungs-Unflüssigkeit – weil die Sprech-Unflüssigkeit vermutlich wieder verschwinden wird. Meiner Meinung nach ist das nicht richtig. Stottern, Formulierungs-Unflüssigkeit und Entwicklungs-Unflüssigkeit haben unterschiedliche Merkmale und nicht nur einen unterschiedlichen Verlauf.

Ein Kind, dass sich so anhört, als würde es stottern, und das gute Prognose-Indikatoren für eine Remission hat, ist eben ein Kind, das stottert, das aber vermutlich von selbst wieder damit aufhören wird – es ist kein Kind mit einer Entwicklungs-Unflüssigkeit.

Zum Schluss sei erwähnt, dass Sprachtherapeuten und auch Eltern oft verunsichert sind, wenn Kinder atypische Muster unflüssigen Sprechens zeigen, wie etwa komplexe Wiederholungen der Enden von Wörtern oder Phrasen, was eindeutig nicht normal ist – aber stottern diese Kinder? Solche komplizierteren Fälle und einige mögliche Behandlungsansätze werden Vivian Sisskin und ich in einer nachfolgenden Kolumne erörtern.


Anmerkungen des Übersetzers:

*) language formulation disfluency – es handelt sich also um eine Sprach- und nicht um eine Sprech-Unflüssigkeit.

**) fluency – im Englischen wird zwischen „flüssig sprechen“ und „fließend sprechen“ nicht unterschieden

***) language disorders – hier sind ausdrücklich Sprachstörungen gemeint und keine Sprechstörungen wie Stottern

****) linguistic abilities – also z.B. Wortwahl und Satzbau

*****) developmental disfluency – die exakte Übersetzung im gegebenen Kontext wäre: entwicklungsbedingtes nicht-fließendes Sprechen

******) Stuttering Severity Instrument – das übliche standardisierte Testverfahren zur Bestimmung der Schwere des Stotterns


Literatur

Boscolo, B., Bernstein Ratner, N. & Rescorla, L. (2002). Fluency characteristics of children with a history of Specific Expressive Language Impairment (SLI-E). American Journal of Speech-Language Pathology, 11, 41-49.

Bernstein Ratner, Nan (2013). Fluency in late talkers. In L. Rescorla & P. Dale (eds.) Late talkers: from theory to practice. Baltimore: Brookes (pp 129-144).

Davis, D. M. (1939). The relation of repetitions in the speech of young children to certain measures of language maturity and situational factors: Part I. Journal of Speech Disorders, 4, 303-318.

Finneran, D. A., Leonard, L. B., & Miller, C. A. (2009). Speech disruptions in the sentence formulation of school-age children with specific language impairment. International Journal of Language & Communication Disorders, 44, 271–286.

Guo, L., Tomblin, J. B., & Samelson, V. (2008). Speech disruptions in the narratives of English-speaking children with specific language impairment. Journal of Speech, Language, and Hearing Research, 51, 722–738.

Hall, N. E. (1996). Language and fluency in child language disorders: Changes over time. Journal of Fluency Disorders, 21, 1-32. 

Hall, N. E., & Yamashita, T. S. (1993). Relationship between language and fluency in children with developmental language disorders. Journal of Speech & Hearing Research, 36, 568-580. 

Hall, Nancy, Wagovich, Stacy & Bernstein Ratner, Nan (2007). Language considerations in childhood stuttering. In E. Conture & R. Curlee (eds.) Stuttering and related disorders of fluency (3rd ed). NY: Thieme.(pp.153-167)

Hall, P. K. (1977). Occurrence of disfluencies in language-disordered school-age children. Journal of Speech & Hearing Disorders, 42364-369. 

Wagovich, S. A., Hall, N. E., & Clifford, B. A. (2009). Speech disruptions in relation to language growth in children who stutter: An exploratory study. Journal of Fluency Disorders, 34(4), 242-256. 

Yairi, E. and Ambrose, N. (2005). Early Childhood Stuttering. Austin: Pro Ed.

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Der angekündigte Folge-Artikel von VivianSisskin un Nan Bernsein Ratner ist inzwischen ebenfalls erschienen - hier.
www.stottertheorie.de

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Unflüssigkeiten: Masern ist nicht Akne!

Beitrag von paul.dest » 22. Mai 2015 16:44

Masern ist nicht Akne!
oder
"Unflüssigkeit" ungleich "Unflüssigkeit" ungleich "Unflüssigkeit"

Der Artikel von Nan Ratner freut mich, thematisiert und kritisiert er doch das (auch meiner Erfahrung zufolge) in der Logopädenwelt so oft benutzte, aber wenig hinterfragte Konzept der "(Un)Flüssigkeit". Zu häufig wird von "Unflüssigkeiten" geredet und dabei der fundamentale Unterschied zwischen den verschiedenen "Unflüssigkeiten" unter den Teppich gekehrt - stotternde Kinder etwa werden in der deutschsprachigen Logopädie-literatur nur zu häufig als "unflüssig" bezeichnet, sich permanent verhaspelnde Erwachsene in den Medien dagegen als "stotternd". Man könnte fast den Eindruck bekommen, der eine oder andere Logopäde hält das Wort "Stottern" für abwertend, während das Wort "Unflüssigkeit" für gleichbedeutend, aber wertfrei und daher für korrekt gehalten wird. Ein in der Behandlung konsequenzenreiches Irrtum, wie Ratner in ihrem Artikel erläutert.

Leider ist Torstens Übersetzung des Artikels an mehreren Stellen missverständlich bis falsch, so dass Ratners Aussage aus der Übersetzung leider nur schwer verständlich wird. Eine Aufzählung der vom Original abweichenden Stellen füge ich am Ende dieses Beitrags an. Nachfolgend möchte ich jedoch eine verständliche Zusammenfassung des Artikels von Ratner versuchen.

In Ratners Sicht der Dinge gilt es, drei Arten von "Unflüssigkeiten" ihrer Ursache und ihrem subjektiven Erleben nach klar von einander zu unterscheiden, auch wenn einzelne "Unflüssigkeiten" dieser drei Arten untereinander äußerlich ähnlich oder gleich erscheinen mögen:
  1. Eine "normale Unflüssigkeit" ist der ganz gewöhnlichen Sprach- und Sprechproduktion in Echtzeit geschuldet: Wörter werden nicht immer gleich gefunden, Silben werden manchmal nicht gleich oder falsch abgerufen - Verhaspler eben - , Überlegens- und Umentscheidungsprozesse während des Sprechens führen zu dem, woran man die gesprochene Sprache von der geschriebenen unterscheidet: zu "falschen" Satzstellungen, Ein- und Nachschüben.
    • "Sprachformulierungsunflüssigkeiten" sind davon ganz klar abzugrenzen: sie sind Verzögerungen im Redefluss, welche auf mangelnde bzw. nicht ausreichend schnelle Echtzeit-Sprachkompetenz zurückzuführen sind. Spätestens dann, wenn man eine Fremdsprache sprechen muss, in der man nicht sattelfest ist, kennt man die "Sprachformulierungsunflüssigkeiten" aus eigener Erfahrung - die Suche nach dem passenden Wort, das Überlegen über die richtige grammatische Form, das Anpassen des Gedankengangs an die zur Verfügung stehenden Ausdrucksmöglichkeiten und ähnliche Phänomene.

      Manche Menschen bekommen diese Art von "Unflüssigkeiten" niemals weg, ganz egal, wie lange sie die jeweilige Fremdsprache üben. Und manche Menschen erleiden diese Art von Unflüssigkeiten sogar in ihrer Muttersprache.
      • Davon wiederum ganz klar abzugrenzen sind die "Sprechunflüssigkeiten": sie sind Verzögerungen und Entstellungen des Redeflusses, die erst im Sprechen, also auf der Ebene des Sich-hörbar-machens entstehen. Stotterereignisse sind eine Unterart davon.
      Ratners Aussage: ist ein Kind von Sprachformulierungsflüssigkeiten betroffen, so ist es Vergeudung von Therapiezeit und der Lebenszeit des Kindes, ihn mit den bekannten Stottertherapie-Methoden behandeln zu wollen. Denn Stottertherapie-Methoden sind zur Behandlung des Stotterns gedacht, nicht zur Behandlung von Sprachstörungen.

      Oder in meinen Worten: Masern ist nicht Akne! Daher sollte Masern auch nicht wie Akne behandelt werden, obwohl sich beide u.a. als Pusteln oder pustel-ähnlicher Ausschlag auf der Haut bemerkbar machen.

      ...

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      Re: Ist das Stottern oder etwas anderes?

      Beitrag von Torsten » 23. Mai 2015 18:35

      Hallo Paul,

      deine Zusammenfassung ist gut - aber was treibt dich nur dazu, diie Arbeit anderer Leute, die weder deine Schüler noch deine Angestellten sind, zu kontrollieren und zu bewerten?

      Du hattest mir ja deine Mängelliste schon per PN geschickt. Ich habe sie gelesen und mich dann entschieden, an meiner Übersetzung nichts zu ändern. Hier die Gründe:
      paul.dest hat geschrieben:"war gewiss nicht flüssig genug, um noch als normale Sprech-Unflüssigkeit bezeichnet" - hier heißt es im Original "normal disfluency", wobei an dieser Stelle noch bewusst offen gelassen wird, ob es sich bei den "normal disfluencies" um Sprech- oder Sprach-Unflüssigkeiten handelt, da das ja erst im weiteren Verlauf geklärt wird. Meinem Verständnis nach handelt es sich bei den "normal disfluencies" um normale "Sprach-Unflüssigkeiten".
      Mag sein, nur ist "Sprach-Unflüssigkeit" im Deutschen ungebräuchlich. Man sagt in diesem Fall, dass jemand z.B. fließend oder nicht fließend Spanisch spricht – und da hast du wieder das Wort „sprechen“ drin, obwohl es ganz klar um die Beherrschung der Sprache geht. Im Deutschen ist „Sprache“ nun einmal das Substantiv zu „sprechen“, während im Englischen „language“ und „speech“ zwei verschiedene Wörter mit verschiedenem Ursprung und verschiedenen Bedeutungen sind. Der semantische Unterschied zwischen „Sprach-“ und „Sprech-“ in der Umgangssprache ist dagegen praktisch Null, denn Sprache ist das, was herauskommt, wenn man spricht. Und wenn das Sprechen gestört ist, dann kommt eben gestörte Sprache heraus. Deshalb wird Stottern traditionell als Sprachstörung bezeichnet, und deshalb war ich als stotterndes Kind in einer Sprachheilschule und nicht in einer Sprechheilschule.

      Ich glaube nicht, dass man in der deutschen Umgangssprache mit der Unterscheidung zwischen „sprach-“ und „sprech-“ irgendetwas verdeutlichen kann. Die meisten Leute werden diese Unterscheidung als Wortklauberei empfinden. Wenn ich zum Ausdruck bringen will, dass Stottern keine Störung der geistigen Seite, sondern eine Störung der körperlichen, motorischen Seite des Sprechens ist, dann muss ich das halt sagen bzw. schreiben und dafür ein paar Wörter mehr aufwenden.
      paul.dest hat geschrieben:Auch später, zum Beispiel "...Begriff, der ... benutzt wird, wenn sie den Sprachfluss von Vorschulkindern erörtern" - im Original bloß undifferenziert "fluency".
      Ich habe hier das „Sprach-“ davorgesetzt, weil „Flüssigkeit“ im Deutschen nun einmal etwas anderes bedeutet (Bier ist eine Flüssigkeit). Von „Flüssigkeit“ zu reden und damit die Sprache oder das Sprechen zu meinen, ist allenfalls Logopäden-Fachjargon, aber kein gutes Deutsch.
      paul.dest hat geschrieben:"das ich eine Formulierungs-Unflüssigkeit* nennen würde" - hier im Original "language formulation disfluency", wie von Dir in der Fußnote angegeben. Hier hielte ich die Übersetzung "Sprachformulierungs-Unflüssigkeit" günstiger, weil sie zum einen genau auf den Unterschied zwischen Sprech- und Sprach-Unflüssigkeiten hinweist, zum anderen aber sich enger ans Original hält, ohne zu undeutsch zu wirken.
      Da bin ich andere Ansicht. Ich hatte zuerst Sprach-Formulierung-Unflüssigkeit stehen und habe das „Sprach-“ dann weggelassen. Erstens, um ein Wortungetüm zu vermeiden, zweitens – und das war der Hauptgrund – weil „Sprach-“ im Gegensatz zu „language“ eben keine konkretisierende Zusatzinformation darstellt, denn „Sprache“ und „sprechen“ sind, wie bereits erwähnt, semantisch sehr eng verwandt. Hinzu kommt, dass „Formulierung“ immer die geistige, nicht die körperlich-motorische Seite des Sprechens / der Sprachproduktion meint. Eine Unterscheidung zwischen „Sprachformulierun“ und „Sprechformulierung“ wäre also Unfug.
      paul.dest hat geschrieben:"Zweitens würde man durch die Beschäftigung mit dem Sprachfluss kostbare Zeit verlieren,..." - hier im Original "Second, any time taken to address the fluency problem will take valuable time away from working on the language problem..." Die im Original gemeinte überflüssige "Beschäftigung" ist hier gerade nicht die Beschäftigung mit dem Sprachfluss, sondern die mit dem Sprechfluss.
      Nein, es geht hier um Kinder, die eine Sprach (-entwicklungs)-Störung haben und deren Sprachfluss deshalb gestört ist – sie sprechen nicht fließend.

      Abgesehen davon – das Wort „Sprechfluss“ wäre im Deutschen ein „sprechender Fluss“. Linguisten und Logopäden benutzen daher statt dessen den Terminus „Redefluss“ und bezeichnen Stottern als Redefluss-Störung. Wer's mag...
      paul.dest hat geschrieben:"Kinder, die sowohl stottern als auch ein Sprachentwicklungs-Problem haben" - hier ist im Original lediglich von "language problems" die Rede, also von "Sprachproblemen", es müssen nicht notwendigerweise Sprachentwicklungsprobleme sein.
      Das ist richtig, aber im Deutschen versteht man unter einem „Sprachproblem“ eher etwas anderes – z.B. hat jemand im Ausland ein Sprachproblem, weil er die Landessprache nicht beherrscht. Man wird von einem kleinen Kind kaum sagen, es habe ein Sprachproblem. Und de facto meint Nan Ratner Störungen oder Verzögerungen der kindlichen Sprachentwicklung. Deshalb finde ich, dass meine nicht-wörtliche Übersetzung den Sinn besser wiedergibt.
      paul.dest hat geschrieben:"Die Entwicklungs-Unflüssigkeit wird als normale Phase des Sprechenlernens angesehen" - hier im Original genau umgekehrt: "Developmental disfluency is believed to be a normal phase of language learning", also eine normale Phase des Spracherlernens (language, not speech).
      Man sagt im Deutschen aber stets „das Kind lernt sprechen“. Vom „Lernen einer Sprache“ spricht man nur, wenn es sich um eine Fremdsprache handelt. Nur im Linguisten-Fachjargon gibt es den Terminus „Erstspracherwerb“. Und de facto ist es doch so, dass man – sogar beim Lernen einer Fremdsprache – immer beides zugleicht lernt: die Sprache (Wörter, Grammatik) und das Sprechen (das Bilden ungewohnter Laute, die ungwohnte Satzmelodie).
      paul.dest hat geschrieben:"etwa Reaktionen der Eltern oder traumatische Erfahrungen" - im Original "either parental responses, life experiences, etc.", von traumatischen Erfahrungen ist im Original nicht die Rede, sondern von "Lebenserfahrungen"
      Ich habe hier auch gezögert. Aber eins ist klar: „Lebenserfahrungen“ bedeutet im Deutschen etwas, das ein kleines Kind noch nicht hat. Außerdem wendet sich Ratner in ihrem Text ja gegen die These, dass „parental responses, life experiences, etc.“ eine Rolle spielen. Daher scheint mir meine Übersetzung dem zu entsprechen, was Ratner meint.
      paul.dest hat geschrieben:"Berichte über die Behandlung von Kleinkindern" - im Original "I often see diagnostic reports of young children". Es geht hier nicht um die Berichte über Behandlung, sondern Diagnoseberichte, aufgrund von welchen gerade eine Behandlung unterlassen wird, weil trotz eindeutiger Stottern-Anzeichen eine nicht behandlungsbedürftige "entwicklungsbedingte Unflüssigkeit" diagnostiziert wird! Ein Punkt, den Ratner gerade kritisiert!
      Das ist mir klar. Das Wort „Diagnosebericht“ gibt es im Deutschen aber nicht – ich hab es jedenfalls noch nie gehört, und im Duden kommt es auch nicht vor. Deshalb meine Umschreibung. Man könnte den „Bericht“ auch ganz weglassen, denn es geht hier eigentlich nur um Diagnosen.

      paul.dest hat geschrieben:"diagnostiziert bei dem Kind eine Entwicklungs-Unflüssigkeit – weil die Sprech-Unflüssigkeit vermutlich wieder verschwinden wird." - im Original "diagnose the child with developmental disfluency – because it is likely to go away." Hier ist die Einfügung von "Sprech-Unflüssigkeit" in der Übersetzung für "it" irgendwie gegen die Absicht der Autorin: denn das "it" bezieht sich eben auf das undifferenziert/unreflektiert "developmental disfluency", obwohl es sich nach Darstellung Ratners in Wirklichkeit um Stottern handelt.
      Das sehe ich nicht so. Die Diagnose, die der Therapeut stellt, ist eindeutig Stottern, mit SSI-Wert usw. – nur der Therapeut glaubt (aufgrund der Prognose-Indikatoren), dass dieses Stottern (= die Sprech-Unflüssigkeit) von selbst wieder weggehen wird und nennt das Ganze deshalb fälschlicherweise „developmental disfluency“.

      Es ist also klar, dass es hier um Stottern geht, und Ratner kritisiert nur, dass der Therapeut es unkorrekt als „Entwiclungs-Unflüssigkeit“ bezeichnet – also als etwas, das kein Stottern ist. Um die Verwirrung komplett zu machen, hätte Ratner hier noch den Terminus „developmental stuttering“ ins Spiel bringen können. Wohlweislich hat sie es nicht getan.
      paul.dest hat geschrieben:"verunsichert sind, wenn Kinder atypische Muster unflüssigen Sprechens" - im Original "confused when children show atypical patterns of disfluency" und später "but are they stuttering?" - Hier geht es gerade darum, die Art von "disfluency" - Sprach- oder Sprech- nicht mitanzugeben, weil es eben erst abzuklären gibt. In Deiner Übersetzung ist aber jedoch gleich von "unflüssiges Sprechen" die Rede.
      Der Sache nach hast du recht, aber „Muster von Unflüssigkeit“ oder gar „Unflüssigkeitsmuster“ klingt im Deutschen erstens hässlich, und zweitens gibt es diese Wörter in der deutschen Umgangssprache nicht (schau im Duden nach!). Wie gesagt: Bier ist eine Flüssigkeit. Eine Unflüssigkeit – falls es dieses Wort gäbe – wäre z.B. Schokolade – wenn sie nicht zu lange in der Sonne liegt.

      Gruß, Torsten
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      Beitrag von paul.dest » 24. Mai 2015 14:16

      Torsten hat geschrieben:...was treibt dich nur dazu, diie Arbeit anderer Leute, die weder deine Schüler noch deine Angestellten sind, zu kontrollieren und zu bewerten?
      Torsten, in Deiner Frage sind gleich mehrere falsche Unterstellungen und unsachliche (=themenfremde) Behauptungen verbaut, so dass ich mich fast schon eingeladen fühle, bei Deinem wiederkehrenden Diffamierungsspiel mitzuspielen:
      ja, ich bin ein böser, super-böser, mega-böser Mensch, der alle guten Menschen, Dich im Besonderen, quälen will! :twisted:
      Ich vermute, dass ist die Antwort, die Du hören wolltest bzw. mit Deiner Frage impliziert hast. ...

      Nun aber zurück zum Thema:
      Als ich Deinen Eröffnungsbeitrag dieses Threads gelesen habe, habe ich mich gefreut, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, einen Artikel von Ratner zu übersetzen. Und auch wenn mir das Lesen von englisch-sprachigen Artikeln nicht schwer fällt, fällt mir das Lesen deutschsprachiger Texte meist leichter. Also fing ich an, Deine Übersetzung zu lesen. Und stellte nach dem Lesen von ein paar Absätzen nicht nur fest, dass ich nicht verstehe, worum es geht, sondern auch, dass die Aussage der Übersetzung sich selbst widerspricht. Zunächst hatte ich die Befürchtung, Ratner hätte tatsächlich etwas so miss- bis unverständliches geschrieben. Also wechselte ich, ohne die Übersetzung zu Ende zu lesen, zum Originalartikel und wurde zum zweiten Mal überrascht: diesmal positiv. Denn im Originalartikel thematisiert Ratner das Thema "Unflüssigkeit" ohne Widersprüche, unmissverständlich und klar. Das Thema erschien mir zu wichtig - nicht umsonst habe ich dem Thema schon vor 5 Jahren einen eigenen Vortrag gewidmet - , als dass ich den Stottern-aufklärenden Artikel Ratners durch eine missverständliche bis falsche Übersetzung Stottern-verklärend wirken lassen wollte. Um Dir aber nicht einen Gesichtsverlust zu bescheren, habe ich mir die Mühe gemacht, mir die Frage zu stellen, an welchen Stellen der Übersetzung Aufklärung zur Verklärung wurde, und meine Antworten darauf, Dir in einer privaten Nachricht zu schicken. Zwei Tage später hast Du Dich für mein Feedback und die Hinweise ohne weitere Kommentare bedankt. Als auch drei Tage später sich nichts weiter tat, ging ich davon aus - Deine Antwort hat es bestätigt - , dass Du an der Übersetzung nichts verändern willst. Also schrieb ich meinen obigen Beitrag.

      Von dem obigen Punkt 4 abgesehen, wo wir offenbar beide dasselbe meinen, lassen sich Deine Begründungen für das Festhalten an Deiner Übersetzung in folgende Kategorien einteilen:
      1. Die deutsche Umgangssprache mache keinen deutlichen Unterschied zwischen "Sprache" (language) und "Sprechen" (speech); den zu verdeutlichenden Unterschied durch den Unterschied zwischen "Sprech-" und "Sprach-" wiedergeben zu wollen, verfehle beim Leser deswegen das Ziel:
        ...

        Das ist in der Tat ein berechtigter Punkt. Und die daraus zu ziehende Konsequenz für die Übersetzung hast Du aufgeschrieben. Nur ziehst Du sie in Deiner Übersetzung leider nicht. Auch Deinen eigenen Vorschlag, anstatt "Sprachfluss" "Redefluss" zu verwenden, greifst Du nicht auf. Und das hat wiederum leider zur Folge, dass Ratners Aussage in Deiner obigen Übersetzung nicht mal durch den minimalen Unterschied zwischen "Sprech-" und "Sprach-" angedeutet wird: Ratners Aussage geht in der Übersetzung somit unter.
        • Bestimmte Unterscheidung seien Wortungetüme und daher Unfug:
          ...

          Auch das ist ein berechtigter Punkt. Vielmehr: er ist im Englischen gleichermaßen berechtigt. Und genau deswegen spiegelt so ein "Wortungetüm" die volle Ausdrucksabsicht der Autorin wieder. Als Übersetzer mag man diese Absicht für übertrieben oder überflüssig halten. Eine Übersetzung eines Fachartikels ist jedoch keine Korrektur und keine Verschönerung der Originalaussage, sondern lediglich ihr Transport in eine andere Sprache.
          • Unpassbarkeit zum Weltbild des Übersetzes:
            Torsten hat geschrieben:Aber eins ist klar: „Lebenserfahrungen“ bedeutet im Deutschen etwas, das ein kleines Kind noch nicht hat.
            Das bedeutet es im Englischen auch. Kein Grund, den Ausdruck "life experiences" deshalb mit "traumatischen Erfahrungen" zu übersetzen. ...
            • Das (zusammengesetzte) Wort lässt sich im Duden nicht finden:
              ...
              Wenn es um Diagnosen geht, dann sollte man auch Diagnose und nicht Behandlung hinschreiben. Außerdem kommen viele zusammengesetzte Wörter im Duden nicht vor: das macht sie noch lange nicht zu Unwörtern - etwa "Therapiekonzept", "Zickzack-Muster", "Stotterereignis" oder "Entwicklungsstottern".

              ...
            • "Ich will es aber so haben!" - Meinetwegen, dann ist es aber auch keine Übersetzung mehr!
              Torsten hat geschrieben:Die Diagnose, die der Therapeut stellt, ist eindeutig Stottern...
              Es handelt sich in der Darstellung zwar um Stottern,
              aber die Diagnose - das ist dem Originaltext eindeutig zu entnehmen - ist "developmental disfluency":
              Ratner in http://www.stutteringhelp.org/child-isnt-fluent-is-it-stuttering-or-something-else hat geschrieben:...diagnose the child with developmental disfluency
            ...

            -----------------

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            Re: Ist das Stottern oder etwas anderes?

            Beitrag von Torsten » 24. Mai 2015 19:27

            paul.dest hat geschrieben:ja, ich bin ein böser, super-böser, mega-böser Mensch...
            Ich vermute, dass ist die Antwort, die Du hören wolltest
            Nein, Paul, diese Antwort wollte ich nicht hören, und ich denke auch nicht so von dir. Wirklich nicht. Aber du hast recht - das ist hier OT.

            Alles andere lasse ich so stehen - wir sind eben wieder mal in einigen Punkten verschiedener Meinung, was auch nicht weiter schlimm ist. Und die, die hier mitlesen, werden sich ihre Meinung bilden.

            Gruß, Torsten
            www.stottertheorie.de

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            PetraS
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            Re: Ist das Stottern oder etwas anderes?

            Beitrag von PetraS » 25. Mai 2015 12:34

            Hallo,
            ich finde tatsächlich die Auseinandersetzung um die Begriffe und ihre Übersetzung sehr aufschlussreich. Und eure Debatte hilft mir wirklich dabei, den Originaltext, den ich ob meines mangelhaften Englisch nicht sofort verstehen kann, besser zu begreifen und zu interpretieren.
            Und da ihr beide nicht als Übersetzer bezahlt :D wurdet, aber sich offenbar nicht nur Torsten, sondern auch Paul die Mühe gemacht hat, in die Tiefen des Textes einzusteigen, danke ich euch beiden für die Verständnishilfe, die ihr mir und mit Sicherheit auch allen anderen dadurch geliefert habt.
            Gruß
            Petra

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