Gefährdet das Stottern meinen Beruf ?

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Spooky
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Registriert: 18. Januar 2013 23:51

Re: Gefährdet das Stottern meinen Beruf ?

Beitrag von Spooky » 18. Januar 2013 23:55

---***--- hat geschrieben:Hallo Huntley,

hast Du bereits gecheckt, inwiefern Dein Stottern als Behinderung gewertet werden würde?
Interessant: Der Kündigungsschutz greift mit Beginn der Antragstellung.
Hier http://www.sozialportal.de/Dateien/Behi ... usweis.pdf ist eine gute Übersicht über das Vorgehen und über den Schweregrad der Behinderung bei Stottern (S. 133)
Stottern
leicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0
mittelgradig
auf bestimmte Situationen begrenzt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
nicht situationsabhängig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
schwer, auffällige Mitbewegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 – 40
mit unverständlicher Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Außergewöhnliche psychoreaktive Störungen (einschl. somatoformer Störungen) sind ggf. zusätzlich zu berücksichtigen (siehe Nummer 18 Absatz 8, Seite 96).
Bei Dir scheint die "psychoreaktive" Störung auch hoch zu sein, Du hast bereits psychosomatische Störungen entwickelt (nicht außergewöhnlich für Stotterer, aber ich glaub, darum geht's hier nicht...)

Der Ansatzpunkt bei der Anwendung des AGG scheint mir auch die unzumutbare psychische Belastung zu sein, die eine Versetzung in einen anderen Bereich für Dich bedeuten würde. Zur Zeit bedeuten würde, ich glaub nämlich auch, dass diese Aufgaben für Dich grundsätzlich machbar sind und ich bin sogar überzeugt, dass Sprechberufe Stotterern sehr gut tun. Du bräuchtest dafür verständnisvolle Vorgesetzte und Kollegen und wahrscheinlich zusätzliches Training, vielleicht eine Therapie? Das hilft Dir noch nicht in Deiner aktuellen Situation, einen Weg gibt's immer. Wer weiß, was sich noch Gutes ergeben kann.

Viele Grüße! Mechthild
Ich würde empfehlen, dass er ein Gutachten erstellen lässt und damit einen Antrag stellt und einen Behindertenausweis bekommt. Somit wäre es schon ein Pluspunkt im Beruf, weil die Kündigung nicht so leicht ausgesprochen werden kann und die psychische Belastung nicht anwächst.

Des Weiteren würde ich trotzdem eine Therapie anfangen. Es gibt mittlerweile recht gute Verfahren, die helfen können das Stottern in den Griff zu bekommen, aber da hängt es auch von der Schwere ab.

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