Keilne Chance in meinem Berufsfeld wg Sprachfehler?

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Shirley

Keilne Chance in meinem Berufsfeld wg Sprachfehler?

Beitrag von Shirley » 31. Oktober 2006 16:11

Hallo!
Ich bin 25 Jahre alt und jetzt fast mit meinem Studium zur Sonderpädagogin fertig. Zur Zeit mache ich ein Praktikum an einer Schule und werde verstärkt darauf angesprochen, dass ich oft zu schnell rede, manchmal stottere und ausserdem lispele.
Ich bin völlig fertig...
während meiner Schulzeit ist das verstärkt aufgetreten und ich dachte, ich hätte das im Griff. Was kann ich jetzt tun? Ich kann doch so nie ins Berufsleben einsteigen, jedenfalls nicht in mein Berufsfeld... Was nutzen mir gute Noten und ein Diplom, wenn ich durch meinen Sprachfehler nicht ernst genommen werde? Wahrscheinlich bekomme ich so nicht einmal eine Anstellung. Eine Kollegin sagte mir dezent, dass es auch Sprachtherapie für Erwachsene gäbe. Ist das sinnvoll für mich? Wie komme ich daran? Muss ich erst zum Hausarzt oder gleich zum Logopäden und wer trägt die Kosten? Ich kann mir das als Noch-Student wahrscheinlich gar nicht leisten....
Für ein Tipps wäre ich sehr dankbar...
liebe Grüsse
Shirley

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Ernst-Martin
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Informationen für den Neu-Anfang

Beitrag von Ernst-Martin » 31. Oktober 2006 17:21

Liebe Shirley,
:lol:
Informationen findest Du
a) auf der Startseite des http://www.bvss.de oder

b) hier im forum (im gleichen Ordner) - nur ganz oben unter "Ankündigungen" von Andreas, unserem Ministrator

c) interessant ist auch unser Monatsheft der "Kieselstein", den Dir unsere Geschäftsstelle in Köln zusenden kann.
8)

Wäre es auch möglich, daß Du hier in diesem Forum Deine nächste größere Stadt bekannt gibst; es gibt unter uns ehemaligen Betroffenen einige, die sich zum Therapeuten weiter gebildet haben - und vielleicht in Deiner Nähe wohnen!

Wenn Du uns Deine Gesprächsthemen / Hobbys erzählst, kannst Du über dieses forum weitere Gesprächspartner finden.

Auch bei mir hat sich durch Übung diese Behinderung gebessert - wenn Du auch neue Wege suchst, ist das ein guter Anfang!

Wir antworten Dir gerne.
:wink:
Ernst-Martin,
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ja, wenn man sie läßt!
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Eine Therapie kann für Dich sinnvoll sein.

Beitrag von Roland Pauli » 31. Oktober 2006 18:01

Hallo Shirley,

eine Therapie kann für Dich sehr wohl sinnvoll sein.

Mein Sohn hat mit 23 Jahren mit Hilfe einer Logopädin sein sehr schnelles und etwas undeutliches Sprechen deutlich verbessern können. Da er eine Ausbildung zum Prediger macht, ist das für seine Andachten, Bibelstunden und Predigten schon wichtig. Gestottert hat er allerdings nicht, davon bin nur ich selbst betroffen, wobei es mir inzwischen allerdings sehr gut geht.

Wenn Du nur manchmal stotterst und Du es schon einmal im Griff hattest, kannst Du das sicher auch wieder erreichen und noch weiter kommen.

Üblicherweise schreiben Dir HNO-Ärzte ein Rezept für eine logopädische Behandlung.

Du kannst für Dein Sprechen auch etwas in Eigenregie unternehmen. Auf meiner Homepage findest Du diverse Seminarunterlagen, mit denen man gut an seinem Sprechen arbeiten kann. Das kostet Dich gar nichts.

Du kannst auch über einen Video-Voice-Chat
http://www.personal-style.de/fc/videoch ... rence.html
bewusst an Deinem Sprechen arbeiten und Dich mit anderen austauschen.

Es gibt viele Möglchkeiten. Kopf hoch :)

Herzlichst

Roland

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Hilfe und Unterstützung finden

Beitrag von Ellinor » 31. Oktober 2006 21:38

Hallo Shirley,

kann ich gut nach empfinden wie schrecklich Du Dich jetzt fühlen musst, nach so einem feedback.
Ich bin Logopädin und kann Dir folgende Infos geben:
- wenn es eine Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe gibt, die speaking circle anbietet, ist das eine sehr gute Gelegenheit am Sprechen zu arbeiten.
- eine Kombination aus Angeboten der Selbsthilfegruppen und eine logopädische Therapie könnten Dir wahrscheinlich sehr helfen. Ich persönlich halte sehr viel von Selbsthilfegruppen.
Es gibt Dinge, die kann eine Therapie niemals abdecken, wie zum Beispiel die emotionale Nähe bei den alltäglich sich wiederholenden kleinen und großen Katastrophen. Die kann eine Therapie auffangen. Aber das Gespräch mit Betroffenen und der Austausch kann einen sehr entlasten und Kraft geben.
- Verordnungen kannst Du bekommen. Egal wie alt Du bist.
Beim Hausarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt/Phoniater, Neurologen/Psychiater, je nach dem, welcher Arzt für Dich in Frage kommt.
- Bei der Bundesvereinigung der Stotterer-Selbsthilfe gibt es telefonische oder schriftliche Unterstützung und eine Adressenliste von Logopäden in Deiner Nähe.

Du bist nicht alleine und kannst Unterstützung bekommen.

Viel Erfolg!
Gruß Ellinor

philomena-erhard
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Einladung

Beitrag von philomena-erhard » 3. November 2006 10:54

Liebe Shirley,
wenn Sie Zeit und Interesse haben, können Sie unsere Therapieform unverbindlich am ersten Wochenende im Dezember kennenlernen. Wenn Sie mich anrufen oder mir direkt mailen, kann ich Ihnen auch einiges zu möglichen Kosten und Möglichkeiten einer Kassenleistung für eine ausführliche Therapie sagen.
Philomena Erhard, philerh@aol.com
Sprache, Sprechen und Stimme sind Ausdruck des GANZEN MENSCHEN. Sprachgestaltung bezieht den ganzen Menschen ein.

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