Stottern und Bundeswehr/Zivildienst

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Ernst-Martin
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die Kreislauf-Wirtschaft ...

Beitrag von Ernst-Martin » 10. Mai 2007 19:35

Erwin hat geschrieben: die westliche welt sichert mit militärischen mittel das ungleichgewicht an lebenschancen. rohstoffe werden vergeudet. das militär ist der unnötigste ozonkiller, klima, erderwärmung, pfui-teufel

fl-fl-flieger g-g-g-eier meldet sich ab
Lieber Erwin,
den Streß auf dem Venushügel (Berg bei Bonn) wollte ich nicht haben; und den in der Schreibstelle auch nicht ...
:lol:
Fernseh-Professor Dr. Heinz Haber, glaubte 1960, daß die Welt mit 1,o Mrd. Menschen genug hätte, um die Kreislaufwirtschaft noch aufrecht zu erhalten (also das Gleichgewicht in der Natur).
Er stellte damit die "Nützlinge" mit den "Schädlingen" ins Verhältnis und kam zu dem Schluß, daß der Mensch zu den Schädlingen gehöre, die 10 % der Nützlinge nicht überschreiten sollen.
Er glaubte entdeckt zu haben, daß das Verhältnis der Raubtiere in der Serengeti zu den Büffel, Gnus und Gazellen etwa 1 : 10 beträgt ...

Auch die Bibel gefällt mir:
Wachset und mehret Euch und erfüllet die Erde ... von Überfüllung steht nichts geschrieben ...
aber dieses Problem reguliert sich von selbst:
Du weißt schon, ein Indianer-Häuptling ...
"Wenn der letzte Büffel und der letzte Fisch erlegt worden ist, werdet ihr merken, daß man Gold nicht essen kann ..."
zu Karl-Mays Zeiten ca. 1888 nach Chr.

Viel Vergnügen bei Deinen Betrachtungen zur Kreislaufwirtschaft!
:wink:

Demnach wären über 6 Mrd. Menschen (ich habe bei Wiki nicht nachgesehen) für die Natur schädlich und überflüssig ...., wobei die westliche Welt 2 Mrd. Menschen fast "unschuldig" an Deinen Vorgaben ist.

Ich würde hier sparen ...
:wink:
Ernst-Martin,
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Beitrag von Heiko Bräuer » 11. Mai 2007 09:11

Um es vorweg zu nehmen, ich wurde auch ausgemustert! Wo die Frage nach Krankheiten oder so kam, hab ich gleich ma angefangen zu Stottern :) Und ich bin auch froh das ich keinen Zivildienst machen muss, denn meine Grundhaltung in der Sache ist, dass die die es wollen es machen sollen und die, die es nicht wollen auch nicht müssen und denen auch keine Hindernisse (Begründungen schreiben usw.) in den Weg gestellt werden.
Ich denke nicht, dass ich es bereuen würden, denn aus Erzählungen eines Freundes weiß ich, dass "unnormale" bei der Bundeswehr schnel gemobbt bzw. "gehänselt" werden... und das hab ich schon in der Grundschule hinter mir und möchte es nicht mehr erleben.

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Beitrag von transit » 11. Mai 2007 10:36

Ist jemand von euch bei der Bundeswehr wegen seines Stotterns gehänselt, gemobbt worden ?

@ Ernst-Martin, du warst lange, wie du schreibst, als Berufssoldat tätig. Wurdest du wegen deines Stotterns während deiner Bundeswehrzeit gehänselt oder gemobbt ?


Herzlichen Gruß
isabel

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Mobbing bei der Bundeswehr ...

Beitrag von Ernst-Martin » 11. Mai 2007 17:09

transit hat geschrieben:Ist jemand von euch bei der Bundeswehr wegen seines Stotterns gehänselt, gemobbt worden ?

@ Ernst-Martin, du warst lange, wie du schreibst, als Berufssoldat tätig. Wurdest du wegen deines Stotterns während deiner Bundeswehrzeit gehänselt oder gemobbt ?


Herzlichen Gruß
isabel
Liebe Isabel,
:lol:
was verstehst Du bitte unter "gemobbt"?

Ich habe neuerdings gehört, daß der Richter heutzutage bereits bei einem "Ausdruck" oder demonstrativ "zur Seite schaun", nach mobbing verurteilt ..... so ab 300 Euro aufwärts. Ich kann es kaum glauben; weiß jedoch, daß der Arbeitgeber den betroffenen Arbeiter bereits in so einem Fall schützen muß.

Bei der Bundeswehr:
1)
natürlich wird hinter jedem getuschelt - genau wie in jedem anderen Industriebetrieb auch, der irgendwie aufgefallen ist. Dies würde ich als "zwischenmenschliche Erheiterung" bezeichnen.

2)
Wird jemand mit "Ausdrücken" oder "herabwürdigen Eigengeschaften" in Verbindung gebracht, wird auch bei der Bundeswehr theoretisch genauso bestraft wie vor einem zivilen Gericht - so ab Euro 500,-- aufwärts.
... und der Spieß hat dann zusätzlich eine Musterkollektion von unangenehmen Diensten parat ...

Ein abgehärteter strammer Fallschirmjäger-Feldwebel bezeichnete einen Gebirgsjäger während eines Manövers als "Mulitreiber" - er hätte "Tragtierführer" sagen sollen ... der Soldat schrieb eine Meldung "halb und halb" privat an den Oberst der Fallschirmjäger und bat ihn, die Bundeswehr von solchen "Kameradenschweinen" zu verschonen!
Dies erfolgte - beiden durften sich nicht mehr weiter verpflichten!

Der Hauptmann ließ bei uns denjenigen, dem "der Gaul durchgegangen ist", (unabhängig von Milderungsgründen z.B. wenn ihn der andere gereizt hat, also seinerseits mit mobbing angefangen hat),
vor seinen Gardaroben-Spiegel stehen, und befahl dem jeweiligen Unteroffizier, die Worte zu wiederholen, die er seinem Untergebenen ins Gesicht geschleudert hat ... ich habe von dem betreffenden Unteroffizier niemals mehr gehört, daß er Ausdrücke gebraucht hat.

3)
Dennoch, die Mannschaften untereinander - besonders in der Kantine - benehmen sich schon so, daß glauben könnte, man wäre in einer Hafenkneipe - doch am anderen Tag ist alles vergessen ...

4)
Mir wurde nur einmal zugetragen, daß ich nachgeäfft wurde von einem ganz selbstbewußten Schlauen ....
Ich habe ihn beim nächsten Antreten aus dem Glied treten und stillstehen lassen. Als ich ihn gefragt habe, ob der dies und jenes gesagt habe - antwortete er mit Schweigen.
Ich verkündete ihm, dies als Zustimmung zu werten und erstattete dem Spieß Meldung vor der gesamten Kompanie und fragte anschließend den Gefreiten, ob er denn unter "psychologischer Betreuung" stünde ....
ein weiteres Schweigen ... und der Spieß "betreute" ihn dann mit Sonderdiensten ...

Seitdem hatte ich meine Ruhe, denn der allzu selbstbewußte Gefreite hatte es gar nicht gern, wenn er als "Außenseiter" gebrandmarkt wurde.

Nein, liebe Isabel, richtiges Mobbing (ich verstehe darunter, ein absichtliches Herabwürdigen mit dem Ziele, den Betreffenden nachhaltig zu schädigen) habe ich nicht erlebt;
es waren eigentlich nur Worte, die einem Vorgesetzten in der Aufregung entfahren sind ...

Also kein Grund zur Aufregung - die Wahlreden der Politiker finde ich auch nicht besser - nur umschrieben höflicher.

Sollte allerdings einer hier im forum "die Sau rauslassen", hat er bis zum nächsten Tag Zeit, seinen Beitrag stillschweigend zu ändern (entschuldigen braucht er sich bei mir nicht unbedingt - er will sich ja nur hervortun ...).
Im Wiederholungsfall können dann die Herren Moderatoren mit "Sperrung" drohen - ich wäre in diesem Fall für einen Bußgeldkatalog - dies wirkt am schmerzlichsten.
:wink:

Aber sind wir nicht ein vornehmer Verein - und haben so etwas gar nicht nötig?
:wink: <
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Beitrag von Ernst-Martin » 14. Juli 2007 19:50

greencar hat geschrieben:Hallo zusammen,

Außerdem teilte mir der Amtsarzt noch ditekt bei der Untersuchung mit das ich aufgrund meines Stotterns eher eine nachteilige Haltung der Komanie erfahren könnte.

mfg Joachim
Diese Beruhigung sollte wohl als Trost gelten (auch bei einer zivilen Bewerbung gibt es seitens des Personalchefs den Ausspruch: "Ich kann Ihnen guten Gewissens empfehlen, diese ... Stelle nicht anzunehmen - Sie sind ja besser qualifiziert".

Persönliche Nachteile habe ich bei der Bundeswehr in direkter Konfrontation nicht erlebt;
gegen üble Nachrede kann um den Schutz des Spießes bitten.

Die Frage ist - wie immer bei der Berufswahl, ob der Bewerber auch für diese bestimmte Tätigkeit und auch im Team halbwegs geeignet ist und wie im Zivilleben:
auch die Bundeswehr ist durchaus noch attraktiv und kann sich ihre Soldaten aussuchen; es kann ja nicht jeder Pilot werden .... soviele Jagdbomber gibts ja gar nicht.

Ich kann die Bundeswehr bei Vorliegen der gewünschten Fähigkeiten durchaus empfehlen, wenn er Bewerber mit den Vor- und Nachteilen des Berufssoldaten einverstanden ist.
:wink:
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Beitrag von Gast » 17. Juli 2007 22:26

Hallo Ernst- Martin,

ich würde ja gern schreiben "nimm's nicht persönlich", aber das geht nicht, weil es persönlich gemeint ist. Man soll ja immer nett und hilfsbereit sein, aber wenn man wie du jedes Thema quasi im Alleingang bearbeitet oder zumindest zu dominieren versucht, bleibt für die anderen nicht viel übrig. Könnte sein, dass du im Alltag ein bisschen mehr Gesellschaft bräuchtest (wer braucht die nicht?), aber so finde ich es ein bisschen dick aufgetragen.

Zum Thema: Kann es sein, dass deine Dienstzeit schon eine Weile her ist und sich die Dinge beim Bund mittlerweile verändert haben? Ich bin auch ausgemustert worden (gottlob), aber nach allem, was ich so von Freunden erzählt bekam, ist die Bundeswehr kein Verein, dem ich freiwillig beitreten würde. Das Beste war der Empfang im Kreiswehrersatzamt: Als man mich an der Rezeption fragte, wo ich mich denn gern sähe, Luftwaffe, Marine oder so, und ich antwortete, dass ich wohl ausgemustert würde, verfinsterten sich augenblicklich die Mienen und es kam zur Antwort: "Das wollen wir mal sehen". Hodengrabschen und Urintest blieben auch mir nicht erspart, der Amtsarzt war aber sehr freundlich und wünschte mir zum Abschied noch alles Gute. Zivi hätte ich ja vielleicht noch gemacht, aber das blieb mir dadurch leider verwehrt. Auch im Nachhinein habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben (besonders verquast finde ich ja immer das Gerede von der einmaligen Kameradschaft; hat euch schonmal einer von euren ehemaligen Kameraden geholfen, wenn es wirklich nötig war, ich meine, im richtigen Leben?). Natürlich ist es eine "gute" Gemeinschaft, die basiert aber auf Zwang und Gleichbehandlung und ist außerdem zeitlich begrenzt, Sonderlinge haben da per se schlechte Karten. Ich rate aber auch niemandem ab, wer so scharf darauf ist, soll es ruhig probieren.

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Bundeswehr ja / nein

Beitrag von Ernst-Martin » 18. Juli 2007 12:00

Anonymous hat geschrieben:Hallo Ernst- Martin,

ich würde ja gern schreiben "nimm's nicht persönlich", aber das geht nicht, weil es persönlich gemeint ist. Man soll ja immer nett und hilfsbereit sein, aber wenn man wie du jedes Thema quasi im Alleingang bearbeitet oder zumindest zu dominieren versucht, bleibt für die anderen nicht viel übrig. Könnte sein, dass du im Alltag ein bisschen mehr Gesellschaft bräuchtest (wer braucht die nicht?), aber so finde ich es ein bisschen dick aufgetragen.
Lieber Gast,
gestatte bitte, daß ich mich wundere!
Hast Du denn nicht genauso viel Zeit wie ich?
Dominieren ...? Ich sage genau wie Du meine Meinung - sie muß ja nicht auf jeden Einzelnen zutreffen und Du kannst auch gerne für oder dagegen antworten - so entsteht ja erst ein Gespräch.
Ein bißchen mehr Gesellschaft .... natürlich, wünsche ich auch jedem - doch es kommt schon sehr darauf an ...
Hier werden ja Themen diskutiert, die allgemeines Gedankengut sind.
Wenn Dir meine Beiträge dazu weniger zusagen, kannst Du sie ja streichen lassen - sofern Dir etwas besseres einfällt.
Möchtest Du Dich gerne "einmalig" äußern, biete ich Dir gerne unsere Rätsel-Ecke (Denksportaufgaben in off topix) an.
Zum Thema: Kann es sein, dass deine Dienstzeit schon eine Weile her ist und sich die Dinge beim Bund mittlerweile verändert haben?
Ja, nach der Wende durften altgediente Soldaten in Pension gehen - es gab plötzlich zu viele, weil der "Feind" sich in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Ich bin auch ausgemustert worden (gottlob), aber nach allem, was ich so von Freunden erzählt bekam, ist die Bundeswehr kein Verein, dem ich freiwillig beitreten würde.
Du hast völlig recht - die Bundeswehr sucht sich seit der Wende ihre Soldaten aus; sie müssen ja gewisse Leistungen erbringen, die nicht jedermanns Sache sind.
Trotzdem geht die Tendenz zu einem Freiwilligenheer - wenn es bezahlbar ist.
Das Beste war der Empfang im Kreiswehrersatzamt: Als man mich an der Rezeption fragte, wo ich mich denn gern sähe, Luftwaffe, Marine oder so, und ich antwortete, dass ich wohl ausgemustert würde, verfinsterten sich augenblicklich die Mienen und es kam zur Antwort: "Das wollen wir mal sehen".
Der Arzt muß erklären, was er alles untersuchen soll über den Wald-und Wiesen-Soldaten hinaus; dazu muß er wissen, in welcher Truppengattung Du Deinen Dienst ausüben willst - ist doch ein netter Zug!
Wenn Du erklärst, daß Du voraussichtlich ausgemustert wirst - wird die Musterungskommission erst aufmerksam, denn sie muß es ja begründen, weshalb sie Dich ausgemustert haten.
Gewiß, sie sind großzügig mit Ausmusterungen, wenn sie erkennen, daß ein Wehrpflichtiger seine Unteroffiziere voraussichtlich nur ärgert und das Waffenhandwerk gar nicht lernen will; somit erspart er der Truppe eine "Entlassung wegen Untauglichkeit".
Hodengrabschen und Urintest blieben auch mir nicht erspart, der Amtsarzt war aber sehr freundlich und wünschte mir zum Abschied noch alles Gute. Zivi hätte ich ja vielleicht noch gemacht, aber das blieb mir dadurch leider verwehrt.
Der Amtsarzt geht natürlich kein Risiko ein:
wenn bei der Truppe plötzlich eine "Wehrdienstbeschädigung" entsteht, z.B. ein überlastetes Herz, kann die Bw regreßpflichtig gemacht werden und auch dem Amtsarzt droht seine "Versetzung ins hinterste Eck", wenn er dies hätte erkennen können.
Auch im Nachhinein habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben (besonders verquast finde ich ja immer das Gerede von der einmaligen Kameradschaft; hat euch schonmal einer von euren ehemaligen Kameraden geholfen, wenn es wirklich nötig war, ich meine, im richtigen Leben?).
Du meinst Hilfe in persönlichen Angelegenheiten z.B. Schulden?
Meinst Du, ein betreffender Soldat kommt dann freiwillig zu seinem Hauptmann, der ihn ja wegen Spionage verhören muß ... ein Soldat gesteht leider erst dann, wenn ihm schon die fristlose Entlassung droht.

Die gegenseitigen Besuche der Familien funktionieren ebenso wie im zivilen Sportvereinen.
Natürlich ist es eine "gute" Gemeinschaft, die basiert aber auf Zwang und Gleichbehandlung und ist außerdem zeitlich begrenzt, Sonderlinge haben da per se schlechte Karten.
Du meinst wohl "Befehl und Gehorsam"?
Auch nicht mehr wie auf einem Fußballfeld - außerdem kommt es schon sehr auf die Tätigkeit in der Waffengattung an.
Die Bundeswehr hat die Aufgabe, Wehrpflichtige an der Waffe so lange auszubilden, bis er einem "Feinde" ins Auge schauen kann und ihm zumindest gleichwertig ist (bis zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit) - sonst braucht er ja gar nicht zum Angriff antreten und kann gleich "mit erhobenen Händen" "hinüber" maschieren ...!
Ich rate aber auch niemandem ab, wer so scharf darauf ist, soll es ruhig probieren.
[/quote]
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, weshalb sich so viele Freiwillige gleich auf 8 oder 12 Jahre verpflichten?
Die Kameradschaft bedeutet, daß mann/frau freiwillig dem Tod ins Auge schaut, wenn mann/frau andere Kameraden damit retten kann und ihm auch dann helfen, wenn ihn seine Nerven mal im Stich lassen - deshalb müssen die Offiziere bis zum Umfallen üben und noch im Umfallen die notwendige Befehle erteilen ... zum Wohle der Bevölkerung daheim!

Alles Gute für Dich und die Deinen!
Ernst-Martin,
der Lechgeist
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Gast

Re: Bundeswehr ja / nein

Beitrag von Gast » 18. Juli 2007 16:29

Hallo Ernst- Martin,

entschuldige bitte, dass ich mich nicht anmelde, aber ich werde hier wohl nicht zum Dauergast werden, und zum Meinungsaustausch reicht es ja hoffentlich auch so.

> gestatte bitte, daß ich mich wundere!

Ich gestatte es.

> Hast Du denn nicht genauso viel Zeit wie ich?

24 h am Tag, es kommt aber auch darauf an, wie man sie nutzt.

> Dominieren ...? Ich sage genau wie Du meine Meinung - sie muß ja nicht auf jeden Einzelnen zutreffen und Du kannst auch gerne für oder dagegen antworten - so entsteht ja erst ein Gespräch.

Damit meine ich die Frequenz und den Tonfall. Mir ist schon klar (aus eigener Erfahrung), dass manch ältere Leute meinen, den Jüngeren täglich aus ihren gesammelten Lebensweisheiten vortragen zu müssen, das ist allerdings bestenfalls nett zu lesen, im Normalfall wirkt es aufdringlich.

> Ein bißchen mehr Gesellschaft .... natürlich, wünsche ich auch jedem - doch es kommt schon sehr darauf an ...

Sicher kommt es das, aber ich kann jedem nur raten, sich auch außerhalb des Internets zu engagieren und sich die richtigen Leute zu suchen, ich habe just in der Kirche die richtigen Ansprechpartner gefunden.

> Hier werden ja Themen diskutiert, die allgemeines Gedankengut sind.

Das muss ich nicht verstehen, oder? Das ist in so ziemlich jedem Forum so, aber ich dachte, dass es hier speziell um die Problematik Stottern geht.
Wenn Dir meine Beiträge dazu weniger zusagen, kannst Du sie ja streichen lassen - sofern Dir etwas besseres einfällt.
Möchtest Du Dich gerne "einmalig" äußern, biete ich Dir gerne unsere Rätsel-Ecke (Denksportaufgaben in off topix) an.
???

> Der Arzt muß erklären, was er alles untersuchen soll über den Wald-und Wiesen-Soldaten hinaus; dazu muß er wissen, in welcher Truppengattung Du Deinen Dienst ausüben willst - ist doch ein netter Zug!
Wenn Du erklärst, daß Du voraussichtlich ausgemustert wirst - wird die Musterungskommission erst aufmerksam, denn sie muß es ja begründen, weshalb sie Dich ausgemustert haten.

Das war ja eben nicht die Musterungskommission, sondern so ein paar zivile Angestellte hinterm Empfangstresen, die mich geil auf den Dienst machen wollten.

> Du meinst Hilfe in persönlichen Angelegenheiten z.B. Schulden?
Meinst Du, ein betreffender Soldat kommt dann freiwillig zu seinem Hauptmann, der ihn ja wegen Spionage verhören muß ... ein Soldat gesteht leider erst dann, wenn ihm schon die fristlose Entlassung droht.

Wo kommt denn die Spionage plötzlich her? Wenn man deinen Ausführungen folgt, könnte man meinen, du seist eher Polterer, das geht alles ein bisschen ungeordnet durcheinander.

> Du meinst wohl "Befehl und Gehorsam"?

Ich meine das Gefühl, dass die Soldaten aufgrund des gemeinsam Erlebten vermeintlich verbindet. Wenn die Zeit dann aber um ist, verkriecht sich wieder jeder in seinen Winkel der Republik, und die meisten sind dann wohl auch froh, dass es vorbei ist. Dem Rest kann nicht geholfen werden, oder es werden eben echte Soldaten. Natürlich muss ein Staat wehrfähig sein, es ist aber sehr die Frage, wie man diese Wehrfähigkeit herstellt. Möhren in den Arsch schieben oder Rekruten scheinexekutieren halte ich da tendenziell für die falsche Methode.

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Beitrag von transit » 18. Juli 2007 23:32

Hallo Gast,

herzlich Willkommen für deinen Kurzbesuch im Forum.
Schade, dass du hier keine Basis für deinen Austausch bzgl des Stotterns zu finden meinst.
Welche Erwartungen und Wünsche brachten dich denn hierher ?
Es gibt auch andere Bereiche im Forum, welche sich mehr mit der Problematik Stottern auseinandersetzen, als ausgerechnet der Thread zum Thema Bundeswehr.
Du nimmst für dich folgende Störung in Ernst-Martins Kommunikationsstil wahr :
Anonymous hat geschrieben:Damit meine ich die Frequenz und den Tonfall.

Dies ist in dem Moment dein Problem als "Empfänger". Da du offenbar (und hoffentlich) die Art und Weise anderer nicht so empfindest, wird ein Teil der Verantwortung für die Kommunikations-Störung auch bei Ernst-Martin liegen. Mehrfach berichteten andere Forenleser Ähnliches. Ich schliesse mich diesbzgl nicht aus.
Lieber Gast, ich verwehre mich entschieden dagegen, mich aufgrund deiner Verallgemeinerung mit Ernst-Martin gleichgesetzt fühlen zu "sollen".
Anonymous hat geschrieben:Das muss ich nicht verstehen, oder? Das ist in so ziemlich jedem Forum so, aber ich dachte, dass es hier speziell um die Problematik Stottern geht.
Was sind, abgesehen von der Musterung, konkret deine Erfahrungen und Fragen zum "Stottern" ?
Anonymous hat geschrieben:Ich meine das Gefühl, dass die Soldaten aufgrund des gemeinsam Erlebten vermeintlich verbindet. Wenn die Zeit dann aber um ist, verkriecht sich wieder jeder in seinen Winkel der Republik,[...]
Das ist mE typisch für alle von aussen veranlassten Gruppen. Es ist normal.

Lieber Gast, bitte tu' mir, egal wie du dich bzgl eines weiteren Austauschs entscheidest, den persönlichen Gefallen, und informiere dich darüber, was Poltern definiert. Denn da hast du ME etwas spontan geurteilt. Ich hoffe nicht, dass ich mich irre.

LG Isabel

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Bundeswehr als Alternative

Beitrag von Ernst-Martin » 20. Juli 2007 04:58

Anonymous hat geschrieben: Mir ist schon klar (aus eigener Erfahrung), dass manch ältere Leute meinen, den Jüngeren täglich aus ihren gesammelten Lebensweisheiten vortragen zu müssen, das ist allerdings bestenfalls nett zu lesen, im Normalfall wirkt es aufdringlich.
Stimmt nicht, der Auslöser ist immer ein vorangegangenes Thema, das den Antworter interessiert!
Falls Du es nicht lesen willst - es zwingt Dich ja keiner.
Daher muß auch der "Tonfall" (physikalisch hier gar nicht möglich!) nicht Deiner Mentalität entsprechen.
Wir sind alle an die Regeln gebunden, die auf der Startseite dieses forums stehen - und ich wünsche mir, daß sie eingehalten werden!


die Gesellschaft außerhalb dieses forums ...
Sicher kommt es das, aber ich kann jedem nur raten, sich auch außerhalb des Internets zu engagieren und sich die richtigen Leute zu suchen, ich habe just in der Kirche die richtigen Ansprechpartner gefunden.
Wie schön für Dich!

die ärztliche Tauglichkeits-Untersuchung:
Das war ja eben nicht die Musterungskommission, sondern so ein paar zivile Angestellte hinterm Empfangstresen, die mich geil auf den Dienst machen wollten.
Jeder untersuchende Arzt handelt im Auftrag der Musterungskommission,
niemand will Dich zum Dienst an der Waffe zwingen!
Der Arzt muß Dich körperlich untersuchen, um belegen zu können, warum er Dich für untauglich hält - und gegebenenfalls Dich zu einer psychologischen Prüfung vorschlagen.
Hierbei scheiten die meisten - und das hilft der Truppe weiter.
Die Bundeswehr kann sich heute ihre Soldaten aussuchen.
Ich vermisse Deine Aussage, was Du vorlesen mußtest, wenn Du wegen einem Sprachhindernis freigestellt werden wolltest - und wie es Dir gelungen ist.
Wo kommt denn die Spionage plötzlich her? Wenn man deinen Ausführungen folgt, .... das geht alles ein bisschen ungeordnet durcheinander.
Du kannst ja meine Ausführungen ganz in Deinem Sinne ordnen oder konkrete Fragen stellen.

Anfällig für die Spionage sind Leute, die sich besonders hervortun wollen (übersteigertes Geltungsbedürfnis nach Geld, Liebe und Anerkennung) und auch deshalb mit ihrem Geld nicht auskommen und in der Regel landen jene in der "Klapsmühle".
Das müssen keine Soldaten sein - aber solche Leute versucht man, von allen militärischen Einrichtungen und Zulieferfirmen fern zu halten.

(quote]
Ich meine das Gefühl, dass die Soldaten aufgrund des gemeinsam Erlebten vermeintlich verbindet. Wenn die Zeit dann aber um ist, verkriecht sich wieder jeder in seinen Winkel der Republik, und die meisten sind dann wohl auch froh, dass es vorbei ist. Dem Rest kann nicht geholfen werden,

oder es werden eben echte Soldaten.
Das ist auch so, wenn Du von einer Firma gekündigt wirst; die Geeigneten bleiben - wenn sie mit ihrem Dienst und dem drum herum einverstanden sind.
Natürlich muss ein Staat wehrfähig sein, es ist aber sehr die Frage, wie man diese Wehrfähigkeit herstellt. Möhren in den Arsch schieben oder Rekruten scheinexekutieren halte ich da tendenziell für die falsche Methode.
[//quote]

Wenn Du den letzten Satz so in einer Leserzuschrift bringst - bekommt die Zeitung eins auf den Deckel (vom "Bundeswehr-Rechtsanwalt"); im übrigen sind Ausdrücke (die Dich ja selber kennzeichnen) auch hier in diesem forum nicht erwünscht!

Deine Aussage ist nicht haltbar - Du mußt den Zusammenhang wahren und diese Übung für den Ernstfall sehen (Deine "Möhren" höre ich jetzt zum 1. Mal - und halte sie für unglaubwürdig; jedenfalls aus dem Zusammenhang gerissen - wo sollen denn die Möhren herkommen?)
Wenn Du schon Kritik an der Ausbildung üben willst, wäre das für und wider beim Iller-Unglück 1955 die bessere Alternative!

Die Soldaten sind Staatsbürger (genau wie Du auch) - nur in Uniform und wenn Du an der Ausbildung etwas verbessern willst, kannst Du beim Bundesminister für Verteidigung Deinen Vorschlag einreichen.
Wünschenswert wäre es zum Beispiel, wenn auch (Sprach-)Behinderte bei der Bundeswehr heute noch Dienst tun dürften.
Es gäbe genügend Tätigkeiten hierfür!
Ernst-Martin,
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Erwin
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stimmt nicht

Beitrag von Erwin » 20. Juli 2007 05:57

es gibt nämlich nichts richtiges im falschen


Erwin
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wenn du schmollst und traurig bist

Beitrag von Erwin » 20. Juli 2007 11:18

sing, ernstmartin, du dinosaurier:

Boris Vian: Der Deserteur

Verehrter Präsident
Ich sende Euch ein Schreiben
Lest oder laßt es bleiben
Wenn Euch die Zeit sehr brennt.

Man schickt mir da, gebt acht
Die Militärpapiere
Daß ich in den Krieg marschiere
Und das vor Mittwoch nacht.

Verehrter Präsident
Das werde ich nicht machen
Das wäre ja zum Lachen
Ich hab kein Kriegstalent.

Sei´s Euch auch zum Verdruß
Ihr könnt mir´s nicht befehlen
Ich will´s Euch nicht verhehlen
Daß ich desertieren muß.

Seit ich auf Erden bin
Sah ich den Vater sterben
Sah meine Brüder sterben
Und weinen nur mein Kind.

Sah Mutters große Not
Nun liegt sie schon im Grabe
Verlacht den Bombenhagel
Und treibt mit Würmern Spott.

Als ich Gefangner war
Ging meine Frau verdienen
Ich sah nur noch Ruinen
Nichts blieb, was mir mal war.

Früh wenn die Hähne krähen
Dann schließ ich meine Türen
Und will die Toten spüren
Und auf die Straße gehen.

Ich nehm den Bettelstab
Auf meiner Tour de France
Durch Bretagne und Province
Und sag den Menschen dies:

Verweigert Krieg, Gewehr
Verweigert Waffentragen
Ihr müßt schon etwas wagen
Verweigert´s Militär.

Ihr predigt, Kompliment
Doch wollt Ihr Blut vergießen
Dann laßt das Eure fließen
Verehrter Präsident.

Sagt Eurer Polizei
Sie würde mich schon schaffen
Denn ich bin ohne Waffen
Zu schießen steht ihr frei.

(Variante zur Schlußstrophe, nur in Notfällen zu singen)

Sagt Eurer Polizei
Sie würde mich nicht schaffen
Denn ich besitze Waffen
Und schieße nicht vorbei.

(Aus Boris Vian, "Der Deserteur - Chansons, Satiren und Erzählungen", Wagenbach Verlag, 1992)

oder noch ein songtext drauf: http://www.c-peper.de/wiki/Krieg

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Re: wenn du schmollst und traurig bist

Beitrag von Ernst-Martin » 20. Juli 2007 17:58

Wäre dieser Beitrag auch unter off topix aufgehoben?
Erwin hat geschrieben:sing, ernstmartin, du dinosaurier:

Boris Vian: Der Deserteur

Verehrter Präsident
Ich sende Euch ein Schreiben
Lest oder laßt es bleiben
Wenn Euch die Zeit sehr brennt.
Gut gesungen, lieber Erwin!

Mir wäre es damals auch lieber gewesen, die Bundestags-Abgeordneten hätten ein Berufsheer beschlossen, in dem auch (Sprach-) Behinderte ihren Dienst tun dürfen - aufgebaut ähnlich wie die Polizei.

Wäre dies in Deinem Sinne gewesen?
Aber dies war ja unerwünscht, weil es zuviel gekostet hätte ... zumal gleich 20 Divisionen in der Planung waren (der "Feind" hatte 60 Divisionen).

Ich wünsche Dir auch alles Gute zu Deiner neuen Bewerbung;
willst Du unbedingt arbeiten - es wären ja "geschenkte Jahre" und Du verhungerst ja nicht; Du hast ja Deine Kinder!

@ bei dieser Gelegenheit zum "Gast":
Ich kenne die Urteilsbegründung im Fall 2 nicht.
Was war nun - nachgewiesen - wahr und was übertrieben?
Wie groß war die körperliche Schädigung?
Für die Soldaten gelten natürlich die gleichen Gesetze wie für einen Zivilisten.
... und was mich mißtrauisch macht: warum haben die Rekruten mitgemacht - sie hätten ja jederzeit abbrechen können - allerdings ... der abgesonderte Keller und nicht im Gelände, wenn dies stimmt, dann ....!
:roll:
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soll sich der bvss auch um die Bundeswehr kümmern?

Beitrag von Ernst-Martin » 10. August 2007 09:08

transit hat geschrieben: Nicht nur "Stottern und Schule" sondern auch "Stottern und Bundeswehr" ist ein Bereich für die Aufklärungsarbeit der BVSS. Das könnte dein Engagement der nächsten Jahre werden, Ernst-Martin. Eine große und wichtige Aufgabe liegt vor der BVSS und dir. Wie siehst du es ?
Liebe Isabel,
:lol:
1) nein, ich kenne Cosmos'(?) Ausbilder nicht; ich bin nach der Wende "freiwillig zu außer Dienst" erklärt worden (der Feind hat sich ja in Wohlgefallen aufgelöst).
Eher interessiert mich der "Typ" von Ausbilder!

2)
Nein, der bvss braucht sich nicht um behinderte Soldaten kümmern; sie werden in Friedenszeiten ja nicht eingezogen!
... und wenn, dann soll sich die Bundeswehr selbst darum kümmern; schließlich hat sie ihn eingezogen und ist verpflichtet, ihn so gut wie möglich auszubilden!

3) Bei Cosmos liegen nicht alltägliche Voraussetzungen vor - ich vermute mal, daß er "im zivilen Leben" nur sehr wenig stottert - sondern nur in ungewohnten Streßsituationen ... das Lampenfieber vor Vorgesetzten!

4) Im übrigen hast Du natürlich Recht, die Bundeswehr hätte Platz und Aufgaben für jeden Behinderten, ganz gleich welcher Art und sie wird sie im Ernstfall auch dienstverpflichten!

Stottern wird auch nicht als Hindernis bei der Bundeswehr eingestuft (auch nicht Fußkranke - da "fahren sie eben mit dem Panzer") - die Bundeswehr hat zur Zeit die Möglichkeit, sich die Soldaten aussuchen zu können (Friedenszeit) ... daher hätte cosmos bereits bei der Musterung ablehnen können (der Musterungsarzt frägt jeden, zu welcher Waffengattung / Tätigkeit er eingezogen werden will - er muß ihn darauf hin entsprechend untersuchen).
Scheinbar hat der Musterungsarzt und später der Gruppenführer von cosmos dies gar nicht gemerkt, weil er vermutlich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gestottert hat.
Anscheinend bereitete ihm erst das ungewohnte laute Sprechen seiner Vorgesetzten seelische Probleme.

Im Übrigen kann fast jeder Befehl (und dessen Rückmeldung) auch in der Zeichensprache gegeben werden z.B. bei Motorenlärm oder außerhalb der Rufweite ....
aber auch: stell Dir mal vor, Du kommst mit einem (verbündeten) Kameraden aus Zentralafrika zusammen ...
z.B. ... die gekreuzten Hände über dem Kopf und den Körper dabei im Kreis drehen heißt "Pause" oder auch "hier gibt es was zu Essen!"

:wink: :wink:
Vielleicht erzählt uns cosmos mehr ...
Ernst-Martin,
der Lechgeist
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... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

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