Anonymität ...

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Michael13
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Anonymität ...

Beitrag von Michael13 » 25. September 2008 00:52

Ein Hallo an alle,

eine Sache, die mir bei der Benutzung von Foren immer wieder durch den Kopf ging, wurde jetzt dankenswerterweise in der wöchentlichen Beilage zur Zeitschrift "Das Parlament", herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, behandelt. Internet und Anonymität.

Folgenden Abschnitt fand ich darin, der meine innere Einstellung bzw. äußere Wahrnehmung sehr gut widerspiegeln:
Wer sich jedoch hinter der Anonymität versteckt, vorgibt, jemand anderes zu sein, anders auszusehen, anderes zu tun als in Wirklichkeit, der oder die verbaut sich von vornherein die Möglichkeit, die virtuellen Kontakte auch in die Wirklichkeit zu übertragen. Dies kann der Ausgangspunkt einer potentiellen Internetsucht sein: Wer sich in der realen Begegnung unsicher fühlt und in der virtuellen Begegnung mit falschen Angaben auftritt, kann vielleicht viele virtuelle Freunde gewinnen, aber die Unsicherheit, in der realen Welt Kontakte zu knüpfen, wird noch größer, die Möglichkeit in der Realität zurecht zu kommen, kann allmählich verbaut werden.
aus Uwe Buermann, "Kinder und Jugendliche zwischen Virtualität und Realität" in Nr. 39 / 22.09.2008, Thema: Neue Medien - Internet - Kommunikation (http://www.das-parlament.de/2008/39/Beilage/006.html)

Es lohnt sich natürlich, den gesamten Text durchzulesen ... wie auch die anderen Artikel, z.B. den hier: Nicola Döring
"Psychische Folgen der Internetnutzung" - http://www.das-parlament.de/2008/39/Beilage/007.html.

Ich glaube, dass gerade beim Thema "Stottern" die Anonymität eine weitere "Falle" sein kann ... so zumindest mein Empfinden. Bin jedoch gern offen für andere Einstellungen, Einsichten usw. ...

Alles Gute, Micha (der auch wirklich so heißt :)).

---***---
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Re: Anonymität ...

Beitrag von ---***--- » 25. September 2008 19:30

Hi Micha,

danke für die Links und die Anregungen!
Ich hab die Artikel noch nicht gelesen, ich glaub aber, für Stotterer ist die "Gefahr" im Internet nicht die Anonymität - wer sich hier zu seinem Stottern bekennt, macht ja gerade einen Schritt zu mehr Ehrlichkeit und "realer" Identität. Ob das jetzt unter eigenem Namen geschieht oder einem Phantasienamen. Der Schritt ist viel kleiner und leichter, wenn man das auch anonym tun kann.

Für mich liegt der Nachteil der Internetnutzung, der Nutzung eines Stotterer-Forums darin, dass man sehr gefangen in seinen eigenen Vorstellungen bleiben kann. Das, was ein anderer schreibt, erzeugt Bilder und Vorstellungen, aus der eigenen bekannten Welt. (zB ist es viel schwerer, jemanden anderen wirklich gut zu verstehen, man müsste sehr sorgfältig lesen und nachfragen, der Schreiber müsste eigentlich auch sehr sorgfältig schreiben, um leicht verstanden zu werden)

Wir wissen zB gar nicht, wie ein anderer spricht! Und das wäre bei Stottern schon nützlich...
Bei Kleinigkeiten kann Schreiben reichen, aber vielleicht hängt jemand an irgendeinem Problem fest und das wäre ganz einfach gelöst, wenn noch mal jemand anderes drauf schaut...

Ich dachte auch mal, man sollte im Profil angeben können, wie man stottert, Therapieerfahrungen, größte Herausforderungen... aber selbst das wäre missverständlich, es würde mE eine Möglichkeit zum Verstehen nur vorgaukeln, die es im Internet, im Schriftlichen, einfach nicht gibt.

Ein großer Vorteil ist aber die Langsamkeit der Kommunikation! Man muss nicht überstürzt antworten und hat Zeit, sich und seine Ideen zu entfalten.

Ich hab auch nicht den Eindruck, dass hier reale Kontakte vermieden werden. Im Gegenteil! Ich (zB) habe einige Leute persönlich kennengelernt und werde demnächst andere kennenlernen, das ist echt nett! Wenn also mal jemand in die Gegend kommt: ich freu mich!

Schönen Abend!
Mechthild, die zu spät drauf gekommen ist, sich hier eine Scheinidentität zuzulegen :verwandlu

nora

Re: Anonymität ...

Beitrag von nora » 26. September 2008 11:36

Ich seh da jetzt auch kein Problem...
Wer reale Kontakte sucht kann diese ja eventuell sogar hier finden, indem er sich mit Leuten aus dem Forum verabredet etc.... Und wer nur schreiben möchte schreibt halt nur.
Ich finde das Schreiben ist kein Schritt in die Isolation, sondern kann eventuell sogar der erste Schritt aus ihr heraus sein.
Klar empfinde ich es erst mal als beruhigend wenn ich mich schriftlich mitteilen kann und nichts sagen "muss" aber das ist doch nicht tragisch... Kann sich ja auch noch ändern.

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Re: Anonymität ...

Beitrag von ---***--- » 26. September 2008 13:01

Ich hab beide Artikel nun tatsächlich gelesen, find sie sehr interessant!
Sie vertreten entgegengesetzte Positionen, oder gewichten Vorteile und Nachteile anders. Während Artikel 1 eher warnend ist, stellt Artikel 2 die Vorzüge der Internetkommunikation heraus, für solche Nischen-Nutzer wie uns zum Beispiel:
Aber auch für Erwachsene, die von kritischen Lebensereignissen betroffen sind (etwa Trennungen oder Todesfällen), gesellschaftlichen Minderheiten angehören (aufgrund ihrer Ethnizität oder sexuellen Orientierung) oder künstlerisch ambitioniert sind, kann Internetöffentlichkeit bei der Identitätsarbeit hilfreich sein. Damit die eigene Privatsphäre geschützt bleibt und dennoch bei Bedarf heikle Persönlichkeitsaspekte thematisiert werden können, werden Online-Selbstdarstellungen ggf. auch pseudonym erstellt oder nur für bestimmte Nutzergruppen freigeschaltet.

Bei diesen persönlichen Internetpublikationen handelt es sich um Nischenmedien, die sich an Freunde und Bekannte, an Mitbetroffene und Interessierte wenden und von diesen aktiv abgerufen werden. Sie zielen ausdrücklich nicht auf ein Massenpublikum und einen Massengeschmack ab, müssen und wollen keine "Quote" machen oder in Inhalt und Form den Trendmedien entsprechen. Ihre Stärke liegt in der Authentizität des individuellen Ausdrucks, inklusive möglicher Unbeholfenheit und Improvisation, die im Kontrast zur Hochglanzästhetik der normierten kommerziellen Medienwirklichkeit steht. Das natürliche Selbstdarstellungs- und Mitteilungsbedürfnis von Internetnutzern "wie du und ich", die ihre Belange mit eigener Stimme artikulieren und mit eigenen Stilmitteln zum Ausdruck bringen, wird oft vorschnell als "virtueller Exhibitionismus" diffamiert....
... nur ein Teil davon, ich finde, es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen!

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Re: Anonymität ...

Beitrag von Michael13 » 27. September 2008 00:37

Hallo Mechthild, hallo Nora,

ich denke, dass wir uns alle im selben Bereich bewegen, nur unterschiedliche Aspekte wahrnehmen ... ebenso ist es bei den beiden Artikeln ...
Ich empfand den ersten Artikel von Uwe Buermann in gewisser Weise auch als "warnend" wie Mechthild es ausdrückte, doch ich habe mir mal zwei Sätze rausgesucht und möchte insbesondere im zweiten etwas hervorheben: "Wer sich jedoch hinter der Anonymität versteckt, vorgibt, jemand anderes zu sein, anders auszusehen, anderes zu tun als in Wirklichkeit, der oder die verbaut sich von vornherein die Möglichkeit, die virtuellen Kontakte auch in die Wirklichkeit zu übertragen. Dies kann der Ausgangspunkt einer potentiellen Internetsucht sein."
Buermann benutzt das Wort "kann" und nicht "ist". "Ausgangspunkt" deutet m.E. auf die Möglichkeit hin, dass es sich dahin entwickeln kann. Und mit "potentiell" ist auch eher die Möglichkeit beschrieben ...
Natürlich kann man sagen, dass hier bereits vehement gewarnt werden soll ... ist m.E. recht relativ. Auch eine Wettermeldung mit "Morgen 32°Grad im Schatten" kann Freude über Badewetter oder Angst vor Kreislaufbeschwerden auslösen ...

Ich denke, es geht um den Übergang von einer Form in die andere. Ja, das Internet ermöglicht einerseits eine leichtere Kommunikation bzw. kann sie ermöglichen und andererseits kann sich dieser leichtere Einstieg auch ins Gegenteil verkehren, wenn man den Übergang etwas verpasst und zwar genau an dem Punkt, wo es um Authentizität geht. Das kann jedoch nur jede/r mit sich selbst ausmachen ... es ging mir und m.E. auch den Autoren eher um das Bewusstmachen gewisser Tendenzen bzw. Wahrnehmungen.

Insofern war es "nur" ein Hinweis meinerseits und jede/r möge ich das herausnehmen, was sie oder er für wichtig hält.

Alles Gute und viel Spaß beim Lesen ... Micha.
PS: im Übrigen enthalten die Hefte "Aus Politik und Zeitgeschichte" mitunter sehr interessante Themenzusammenstellungen.

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Re: Anonymität ...

Beitrag von Micha136 » 17. Mai 2009 22:04

Ein Hallo an alle,

aus gegebenen Anlass - Thread http://forum.bvss.de/viewtopic.php?f=12&t=1558 - möchte ich noch einmal auf den Umstand verweisen, dass Schreiben unter Anonymität eine Reihe von Verhaltensweisen mit sich bringen kann. Was und wie, wird jeder selbst herausfinden können ...
Worauf ich hinaus möchte, ist wohl hauptsächlich der Fakt, dass es gut wäre, wenn sich jede/r Schreiber/in beim Schreiben vorstellen könnte, die selben Worte auch im persönlichen Gespräch zu sagen.
Das Internet ist hauptsächlich dazu gedacht, Menschen miteinander zu verbinden ... kann jedoch auch Schwierigkeiten mit sich bringen. Insofern "Fühlt euch durchaus verantwortlich für das, was ihr schreibt."

Ansonsten können etwas Selbsthumor und Verständnis für andere eine ganze Menge regeln ... manchmal tut's auch ein Telefonanruf.

In diesem Sinne, alles Gute, Micha.
Neues Leben - neues Glück :)

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Anonymität ...

Beitrag von Ernst-Martin » 18. Mai 2009 04:26

Micha136 hat geschrieben:Ein Hallo an alle,

Worauf ich hinaus möchte, ist wohl hauptsächlich der Fakt, dass es gut wäre, wenn sich jede/r Schreiber/in beim Schreiben vorstellen könnte, die selben Worte auch im persönlichen Gespräch zu sagen.
Ansonsten können etwas Selbsthumor und Verständnis für andere eine ganze Menge regeln ... manchmal tut's auch ein Telefonanruf.

In diesem Sinne, alles Gute, Micha.
Anders gehts ja gar nicht ....

und das Erfreuliche daran ist, daß jeder schön bei der Wahrheit bleiben kann - es passiert ihm ja nichts (eine evtl. Kritik hat sich in Grenzen zu halten!)

Wünschenswert wäre, wenn wir mehr Teilnehmer wären - um mehr "Gleichgesinnte" heraus filtern zu können, die nach Möglichkeit "um den Kirchturm herum" wohnen sollten ...
um auch mal: §prost
Ernst-Martin,
der Lechgeist
--------------------------------
... die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere -
ja, wenn man sie läßt!
Peter Alexander

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Re: Anonymität ...

Beitrag von Micha136 » 18. Mai 2009 16:35

Deine Ideen in aller Ehre, Ernst-Martin, doch gestatte mir einige Anmerkungen ...

Es ist ja nicht so, dass hier jemand die eine Wahrheit hat ... somit kann auch keiner dabei bleiben. Er oder sie kann höchstens ihre/seine Wahrheit mitteilen, letztlich seinen Glauben bzgl. dieses oder jenes Glauben.
Für dich ist eben ein großer Teil der Wahrheit der "Kirchturm" und das hier §prost ... ich würde da für beide Dinge wohl woanders hingehen, doch warum nicht anderen ihre Ideen lassen???

Etwas Naserümpfen bekomme ich allerdings bei solchen Wortgruppen, Ernst-Martin
Ernst-Martin hat geschrieben:Wünschenswert wäre, wenn wir mehr Teilnehmer wären - um mehr "Gleichgesinnte" heraus filtern zu können, die nach Möglichkeit "um den Kirchturm herum" wohnen sollten ...
"Herausfiltern" trifft die Sache genauso wenig wie "Gleichgesinnte" ...
Ganz einfach weil es hier eben gerade nicht die eine Wahrheit gibt, die Gleichgesinnte sucht und ebenso wird hier auch nicht gefiltert ...

Ein Forum ist - so zumindest mein Verständnis - dafür da, dass sich Interessierte finden, die ihre Meinung austauschen wollen ... alles andere führt in eine völlig schräge Richtung.

In diesem Sinne ... trink mal ruhig dein Bier, Ernst-Martin, gehe hinterher drei Runden um den Kirchturm und schreib dann im Forum ... Schopenhauer war's es, glaube ich, der beim Laufen zu Erkenntnissen kam :) ... Alles Gute, Micha.
Neues Leben - neues Glück :)

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Re: Anonymität ...

Beitrag von ---***--- » 18. Mai 2009 23:10

Ein Hallo an Dich, Micha!

Schön, alte Threads wieder zu lesen! Ich bin ganz angetan von dem, was ich mal über "Identität" geschrieben habe :laugh.
Micha136 hat geschrieben:aus gegebenen Anlass ... möchte ich noch einmal auf den Umstand verweisen, dass Schreiben unter Anonymität eine Reihe von Verhaltensweisen mit sich bringen kann. Was und wie, wird jeder selbst herausfinden können ...
Ich denke, Du solltest die "Verhaltensweisen", die Dir missfallen, wirklich benennen.

In dem besagten Thread sehe ich alles mögliche. Die "Unterhaltung" wäre "nicht-anonym" genauso abgelaufen, behaupte ich mal. Das Argument, sich hinter "Anonymität" zu verstecken, ist ein Mittel, vom eigentlichen Diskussionsgegenstand abzulenken, von den Argumenten/der Position des "Gegners". Wie Schopenhauer schreibt: ein "argumentum ad personam".

(ziemlich lahme Finte, es wundert mich, dass die zieht; ist wohl so...)
Micha136 hat geschrieben:Worauf ich hinaus möchte, ist wohl hauptsächlich der Fakt, dass es gut wäre, wenn sich jede/r Schreiber/in beim Schreiben vorstellen könnte, die selben Worte auch im persönlichen Gespräch zu sagen.
Ich verstehe nicht, worauf Du tatsächlich hinaus willst. Ist Dir der Ton zu rauh, die Kritik zu harsch? Was möchtest Du konkret, wie/was geschrieben werden soll?
Micha136 hat geschrieben:Das Internet ist hauptsächlich dazu gedacht, Menschen miteinander zu verbinden ...
... das ist'ne schöne Vorstellung. Ist "Verbindung mit anderen Menschen" das, was Du Dir wünschst? Sollen sich alle mögen?
Micha136 hat geschrieben:Insofern "Fühlt euch durchaus verantwortlich für das, was ihr schreibt."
Jeder ist verantwortlich für das, was er/sie schreibt.

Warum stört gerade Dich "Anonymität" hier so? Ich meine, Du spielst selber mit mehreren Identitäten...
Jeder möchte anderen ein bestimmtes Bild von sich vermitteln. Ob das nun "stimmt", geschönt oder schlicht gelogen ist, das hängt nicht davon ab, ob unter welchem Namen jemand auftritt. Namen sind Schall und Rauch.

Es soll Leute im Internet geben, die unter ihrem echten Namen auftreten, und so tun, als wären sie Single, arme Junggesellen usw. Dabei warten Frau und Kinder am Abendbrottisch. Zum Beispiel. Andere basteln sich ein Experten-Image. Undsoweiter undsofort.

Die "Identitätsarbeit" braucht den Schutz der Privatsphäre. Das stand in einem der eingangs erwähnten Artikel.
Mir ist langsam eher eine ostentative Offenheit suspekt. Soll die sagen: Du kannst mir doch vertrauen, ich bin ein offenes Buch - und was dabei verdecken? :?

Am wichtigsten ist mir, dass jeder seine Grenzen wahren darf und selber bestimmen kann, wieviel er/sie offenbart. Punkt.

Grüße, Mechthild

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Transparenz statt Anonymität ?

Beitrag von Micha136 » 19. Mai 2009 12:11

Hallo liebe Mechthild,

danke für deinen Beitrag ... gestatte mir allerdings anzumerken, dass er - wohl gemerkt in meiner Wahrnehmung - an Aussagekraft erheblich verliert, wenn du ihn mit "Punkt." abschließt. Klingt für mich mehr nach "So, Ende der Diskussion." als "Das ist meine Meinung - und jeder kann davon halten, was sie oder er möchte."

Nun ich möchte den Anlass nutzen, einige Dinge richtig zu stellen, die du - aus Unwissenheit (Absicht möchte ich dir nicht unterstellen) nicht oder missverstanden hast.
Mechthild hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben:aus gegebenen Anlass ... möchte ich noch einmal auf den Umstand verweisen, dass Schreiben unter Anonymität eine Reihe von Verhaltensweisen mit sich bringen kann. Was und wie, wird jeder selbst herausfinden können ...
Ich denke, Du solltest die "Verhaltensweisen", die Dir missfallen, wirklich benennen.
In dem besagten Thread sehe ich alles mögliche. Die "Unterhaltung" wäre "nicht-anonym" genauso abgelaufen, behaupte ich mal. Das Argument, sich hinter "Anonymität" zu verstecken, ist ein Mittel, vom eigentlichen Diskussionsgegenstand abzulenken, von den Argumenten/der Position des "Gegners". Wie Schopenhauer schreibt: ein "argumentum ad personam".
Woher weisst du denn so genau, dass die Unterhaltung in einem Raum mit mehreren Personen genauso abgelaufen wäre?
Ich bezweifle dies und es bringt auch nichts, daruber nachzudenken, wie es gewesen wäre wenn, sondern nur wie es in Zukunft eventuell anders sein könnte.
Freilich beeinflusst die Nichtanonymität den Diskussionsgegenstand - ganz klar. Wenn ich in einem Gespräch mit einer Person nicht weiterkomme (aus welchen Gründen auch immer), versuche ich ihr einen Brief zu schreiben. Dadurch wird es manchmal geordneter, nochmals lesbar ... und dennoch es ist persönlich. Anonym zu schreiben, ist nicht persönlich ... ist auch gar nicht die Absicht des Schreibers, es sei denn er möchte den Gegenueber persönlich angreifen. Wenn es um die reine Information geht, dann ist es wirklich fast nebensächlich. Pressemeldungen über eine Firma sind meist auch ohne Absender und es ist für mich eine Pressemeldung - nicht mehr. Jedoch ist es interessant, wie die Meldung entstand - gestreut durch eine PR-Abteilung und die Medienvernetzung nutzend oder durch Recherche eines Journalisten.
Mechthild hat geschrieben:(ziemlich lahme Finte, es wundert mich, dass die zieht; ist wohl so...)
Welche Finte??? Verstehe ich nicht so ganz - bitte um Erklärung, Mechthild. Danke im Voraus.
Mechthild hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben:Worauf ich hinaus möchte, ist wohl hauptsächlich der Fakt, dass es gut wäre, wenn sich jede/r Schreiber/in beim Schreiben vorstellen könnte, die selben Worte auch im persönlichen Gespräch zu sagen.
Ich verstehe nicht, worauf Du tatsächlich hinaus willst. Ist Dir der Ton zu rauh, die Kritik zu harsch? Was möchtest Du konkret, wie/was geschrieben werden soll?

Konkret geht es mir die Trennung von sachlicher und persönlicher Ebene. Hier geht es primär um Sachinformation. Wer ins Forum kommt, möchte Informationen zum Thema "Stottern". Wenn daraus Freundschaften entstehen, umso besser und schön so ... doch primär ist es ein themenbezogenes Forum. Ansonsten kann man zur Partnersuche-leicht-gemacht.de oder wie auch immer gehen. Kritik ist für mich immer nur sachbezogen konstruktiv, nicht personenbezogen ...
Wer anderen mal verbal "eins auf die Fresse" geben möchte und sich daran ergötzen möchte, kann dies auch woanders tun ... oder noch besser - weil sinnvoller - überlegen, wie er seine Aggressionen anders ausleben kann (Metal-Musik hören oder Bungee-Jumping oder was weiß ich was).
Mechthild hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben:Das Internet ist hauptsächlich dazu gedacht, Menschen miteinander zu verbinden ...
... das ist'ne schöne Vorstellung. Ist "Verbindung mit anderen Menschen" das, was Du Dir wünschst? Sollen sich alle mögen?

Warum denn nicht??? Dass sich nicht alle Menschen mögen ist Realität seit Ewigkeiten ... doch irgendwie kann es doch auch anders gehen. Wenn ich diesen Glauben verloren habe, kann ich doch eigentlich nach Hause gehen ... sinnbildlich gesprochen.
Mechtild hat geschrieben:Warum stört gerade Dich "Anonymität" hier so? Ich meine, Du spielst selber mit mehreren Identitäten...
Du sagst es ja selbst, ich spiele mit verschiedenen Identitäten, doch nicht anonym ... ich bin erkennbar, wenn auch erst auf den zweiten Blick :) ... Ueber zwei, drei Links kann jede/r herausfinden, wer ich bin. Das hat wenig mit Anonymität zu tun. Ich trage eben nur etwas mehr Schminke bei einer Identität ... Frauen nennen das Make-Up :)
Mechthild hat geschrieben:Jeder möchte anderen ein bestimmtes Bild von sich vermitteln. Ob das nun "stimmt", geschönt oder schlicht gelogen ist, das hängt nicht davon ab, ob unter welchem Namen jemand auftritt. Namen sind Schall und Rauch.
Du hast dir gerade selbst widersprochen ... schön zu beobachten. Wenn jemand ein bestimmtes Bild von sich vermitteln möchte, dann geht es ihm oder ihr ja um die eigene Person. Wenn es anonym getan wird, bleibt die eigene Person jedoch wirklich Schall und Rauch ... Mit anderen Worten - die Person wird nicht wirklich ernst genommen oder schiebt sich selbst in eine Kategorie. Und das Problem ist, wenn ich dies dann unbewusst auf mein reales Leben übertrage ... viele Menschen kommen ja nicht mal aus ihren realen Rollen raus und dann noch eine oder mehrere Internetrollen dazu??? Na, viel Spaß damit :)
Mechthild hat geschrieben:Es soll Leute im Internet geben, die unter ihrem echten Namen auftreten, und so tun, als wären sie Single, arme Junggesellen usw. Dabei warten Frau und Kinder am Abendbrottisch. Zum Beispiel. Andere basteln sich ein Experten-Image. Undsoweiter undsofort.
Im Internet??? ... das gibt's seitdem es Menschen gibt, liebe Mechthild :) ... und stell dir mal vor, es gibt auch Frauen, die Geschichten erfinden :) ... Tja, wenn Menschen Angst vor sich selbst haben, dann ist es gleich, ob das nun Männer oder Frauen sind ... die Mittel variieren nur mitunter :)
Mechthild hat geschrieben:Die "Identitätsarbeit" braucht den Schutz der Privatsphäre. Das stand in einem der eingangs erwähnten Artikel. Mir ist langsam eher eine ostentative Offenheit suspekt. Soll die sagen: Du kannst mir doch vertrauen, ich bin ein offenes Buch - und was dabei verdecken? :?
Hmm, was ist denn "ostentative Offenheit", Mechthild? Könntest du dies bitte mit deinen eigenen Worten erklären? Danke im Voraus.
Für mich beginnt Identitätsarbeit im Innern und zwar allein, durch Reflexion ... erst dann gehe ich nach außen. Wenn ich nichts zu sagen habe, halte ich den Mund :) ...
Mechthild hat geschrieben:Am wichtigsten ist mir, dass jeder seine Grenzen wahren darf und selber bestimmen kann, wieviel er/sie offenbart. Punkt.
Genau, Mechthild, darum geht es mir auch ... drei Punkte :) ... und zwar so "...".
Mit anderen Worten "Punkt." steht für mich für Grenzen zu, "..." steht für Grenzen offen.

Mir geht es um Transparenz ... das ist das Wort, welches im Grunde über dem ganzen Thread stehen könnte.

In diesem Sinne ... einen entspannten Tag mit offenem Ausgang :) ... Michael alias Micha136 alias Michael13.
Neues Leben - neues Glück :)

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Re: Transparenz statt Anonymität ?

Beitrag von 2412 » 21. Mai 2009 13:55

Micha136 hat geschrieben: Mir geht es um Transparenz ... das ist das Wort, welches im Grunde über dem ganzen Thread stehen könnte.
Persönlichkeitsrechte stehen dem entgegen. Niemand muss sich in Internetforen transparent gebärden. Ganz im Gegenteil spricht sehr viel dafür, anonym zu bleiben. Ich bleibe in Foren aus Prinzip anonym, völlig egal, um welche Art von Forum es sich handelt. Es ist nicht klug, private Spuren im Internet zu hinterlassen. Ein Umstand, den du vielleicht noch auf die eine oder andere Weise wirst lernen müssen.

Der besagte Thread ist sicherlich, das gebe ich gerne zu, suboptimal verlaufen. Im Nachhinein wäre es angemessener gewesen, einen diplomatischeren Ton einzuschlagen. Jedoch regen mich Subjekte wie der eine Herr maßlos auf - und noch viel mehr erzürnt mich, dass sie im BVSS-Forum unbehelligt Werbung für ihr "Institut" machen dürfen und damit eventuell weitere unerfahrene Stotternde ans Land ziehen.

Ich werde jedenfalls auch in Zukunft solchen Menschen energisch die Stirn bieten. Im Internet anonym, im realen Leben mit richtiger Identität, so wie es sich gehört. Hahns aggressive Drohungen bestätigen mich ja nur darin.


PS: Kann es sein, Michael Winkler, ehemaliger OB-Kandidat aus Dresden, dass du dich dieses Themas nur deshalb annimmst, weil du Hahns kostenlosen Intensivkurs ergattern möchtest? :grinundwe:

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Re: Transparenz statt Anonymität ?

Beitrag von Micha136 » 22. Mai 2009 11:38

JonnyHell hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben: Mir geht es um Transparenz ... das ist das Wort, welches im Grunde über dem ganzen Thread stehen könnte.
Persönlichkeitsrechte stehen dem entgegen.
Persönlichkeitsrechte stehen Transparenz nicht entgegen, Jonny, sondern sind ein anderer Aspekt, eine parallel nebenher laufende Schiene sozusagen. Wenn ich etwas sachlich klären möchte, dann bleibe ich beim Thema ... wenn ich zusätzlich etwas von meiner Person preisgeben möchte, dann kann ich das nach eigener Entscheidung tun.
JonnyHell hat geschrieben:Niemand muss sich in Internetforen transparent gebärden.
Warum "gebärden"? Man kann auch einfach so sein, wie man ist ... so etwas nennt man auch Authentizität.
JonnyHell hat geschrieben:Ganz im Gegenteil spricht sehr viel dafür, anonym zu bleiben. Ich bleibe in Foren aus Prinzip anonym, völlig egal, um welche Art von Forum es sich handelt. Es ist nicht klug, private Spuren im Internet zu hinterlassen. Ein Umstand, den du vielleicht noch auf die eine oder andere Weise wirst lernen müssen.
Ach, du bist ja niedlich, Jonny ... erzählst mir wie ein alter Hase, was ich vielleicht noch lernen muss :)
Bist'de ja doch auf das "Hase-und-Igel-Spiel" eingestiegen, hmmm ;) ... renn mal ruhig noch ein paar Runden ...

Was glaubst du, wer alles Zugriff auf die weltweiten Daten hat? ... Ich kann auf einer 500-Giga-Byte-Festplatte bei 1000 Zeichen per Person, sprich rund 1 kB, die Daten von 500*1000*1000*1kb (stimmt nicht ganz, da ein 1 kB 1024 Zeichen sind), also rund 500 Millionen Menschen speichern. Mit ein bisschen geschickter Komprimierung sind's 700 Millionen und habe ich 10 Festplatten für schlappe 500 Euro insgesamt, könnte ich rein theoretisch, alle Menschen weltweit mit Namen, Adresse, IP-Nummer, Biometrie usw. erfassen. Alles kein Problem - die Daten ziehe ich mir von den Ämtern und Behörden, die Suchmaschinen beschaffen mir die restlichen Informationen und Verbindungen ... Und du weißt sicherlich, dass an einigen Stellen diese Erde nicht mehr in Giga- oder TeraBye gedacht wird :)
Die Stasi wäre froh gewesen über solche Technik :) ... es entscheidet nur eine einzige Sache: Zugriffsrechte ...

Ich erinnere mich da gern an einen Vortrag an der TU Dresden im Jahr 2004 oder 2005 vom SPD-EU-Parlamentarier Gerhard Schmidt über das Echelon-Programm der Allierten und der Fortsetzung nach dem Zweiten Weltkrieg. Er meinte u.a. sinngemäß: "Gehen Sie einfach davon aus, dass das, was technisch möglich ist, auch gemacht wird."

Mit anderen Worten: vergiss das Wort Anonymität besser, wenn du im Internet bist ... da ist du auf der Straße anonymer :)

Übertragen auf's Internet bewege ich mich selbst immer so als wäre ich gläsern ... was ich für mich behalten möchte, brauche ich ja nicht erzählen ... ich renne ja auch nicht draußen rum und erzähle Dinge, die ich nicht erzählen möchte, doch im Internet erreiche ich mit den Dingen, die ich erzählen möchte unter Umständen mehrere Hundert.
JonnyHell hat geschrieben:Ich werde jedenfalls auch in Zukunft solchen Menschen energisch die Stirn bieten.
Ich hab's doch von Anfang an gesagt, dass dein Name Programm ist :)
JonnyHell hat geschrieben:Im Internet anonym, im realen Leben mit richtiger Identität, so wie es sich gehört.
Na, dann bist du für die von mir eventuell geplante Kabarett-Show schon mal miteingeplant, Jonny :) ... als Animateur :)
JonnyHell hat geschrieben:PS: Kann es sein, Michael Winkler, ehemaliger OB-Kandidat aus Dresden, dass du dich dieses Themas nur deshalb annimmst, weil du Hahns kostenlosen Intensivkurs ergattern möchtest? :grinundwe:
Erstens bin ich immer noch OB-Kandidat (für 2015 :)), zweitens war ich 2008 kein offizieller Kandidat, weil die nötigen Unterstützerunterschriften schwieriger zu bekommen waren als erwartet und überhaupt, frage ich direkt bei Leuten an, wenn ich etwas von ihnen möchte ... da brauche ich nichts zu "ergattern" ...

So weit, so gut ... Alles Gute, Micha.
Neues Leben - neues Glück :)

2412

Re: Transparenz statt Anonymität ?

Beitrag von 2412 » 22. Mai 2009 18:40

Micha136 hat geschrieben: wenn ich zusätzlich etwas von meiner Person preisgeben möchte, dann kann ich das nach eigener Entscheidung tun.
Na also. Da sind wir uns ja einig und dein Thread mit einem Male völlig überflüssig: Es steht jedem frei, anonym im Internet zu bleiben.
Micha136 hat geschrieben: Warum "gebärden"? Man kann auch einfach so sein, wie man ist ... so etwas nennt man auch Authentizität.
Schlag das Wort am besten noch einmal im Duden nach.
Micha136 hat geschrieben: Ach, du bist ja niedlich, Jonny ... erzählst mir wie ein alter Hase, was ich vielleicht noch lernen muss :)
Wenn nicht ich, wer dann?
Micha136 hat geschrieben: Was glaubst du, wer alles Zugriff auf die weltweiten Daten hat? ... Ich kann auf einer 500-Giga-Byte-Festplatte bei 1000 Zeichen per Person, sprich rund 1 kB, die Daten von 500*1000*1000*1kb (stimmt nicht ganz, da ein 1 kB 1024 Zeichen sind), also rund 500 Millionen Menschen speichern. Mit ein bisschen geschickter Komprimierung sind's 700 Millionen und habe ich 10 Festplatten für schlappe 500 Euro insgesamt, könnte ich rein theoretisch, alle Menschen weltweit mit Namen, Adresse, IP-Nummer, Biometrie usw. erfassen.
Ja und ich könnte ein Passagierflugzeug kapern und es ins Brandenburger Tor lenken. Ich wäre dann sicherlich bekannter als ein OB-Querulant. Rein theoretisch natürlich.
Micha136 hat geschrieben: Mit anderen Worten: vergiss das Wort Anonymität besser, wenn du im Internet bist ... da ist du auf der Straße anonymer :)
Tatsächlich? Wie ist mein Name? Wie sehe ich aus? In welcher Stadt lebe ich? Wie heißt meine Freundin?

Wäre doch skurril, wenn du bei all den biometrischen etc. Hinweisen, die ich so im Internet verstreue, einfachste Dinge, die jeder, der mich real kennt, weiß, nicht wüsstest. §xlol
Micha136 hat geschrieben:doch im Internet erreiche ich mit den Dingen, die ich erzählen möchte unter Umständen mehrere Hundert.
Ohne Zweifel. Deshalb zieht das Internet auch so viele Spinner an :?
Micha136 hat geschrieben: Ich hab's doch von Anfang an gesagt, dass dein Name Programm ist :)
Das will ich doch hoffen.
Micha136 hat geschrieben: Na, dann bist du für die von mir eventuell geplante Kabarett-Show schon mal miteingeplant, Jonny :) ... als Animateur :)
Ich weiß nicht, ob es dir aufgefallen ist, vermutlich nicht, aber deine Kabarett-Show läuft schon wesentlich länger als du glaubst.
Micha136 hat geschrieben: zweitens war ich 2008 kein offizieller Kandidat, weil die nötigen Unterstützerunterschriften schwieriger zu bekommen waren als erwartet.
Sag bloß, dass nicht ganze Massen einen Bürgermeister Winkler befürworten?! Ganz Dresden sollte mal deine Homepage, von deinem Sammelsurium an absurden politischen Verschwörungstheorien ganz zu schweigen, lesen und sich von deiner Weisheit leiten lassen!
Micha136 hat geschrieben: und überhaupt, frage ich direkt bei Leuten an, wenn ich etwas von ihnen möchte ... da brauche ich nichts zu "ergattern" ...
Du hast das kleine Spielchen von Rolf Hahn offensichtlich nicht erfasst. Wenn du meinen Namen nicht herausbekommst, kriegst du auch kein gratis Leckerli, eine Teilname an seiner Therapie.

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Re: Transparenz statt Anonymität ?

Beitrag von Micha136 » 23. Mai 2009 21:14

Na endlich, Jonny, bist du wieder der Alte :) ... so wie ich dich gern habe :)

Das war übrigens dein bester ...
JonnyHell hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben: Ach, du bist ja niedlich, Jonny ... erzählst mir wie ein alter Hase, was ich vielleicht noch lernen muss :)
Wenn nicht ich, wer dann?
... da habe ich innerlich sehr gut schmunzeln können. Zum Lautlachen war er allerdings etwas flach ... hmm, da "muss" ich mir das wohl nochmals überlegen mit dir als Animateur in der Kabarett-Show :)
JonnyHell hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben: Na, dann bist du für die von mir eventuell geplante Kabarett-Show schon mal miteingeplant, Jonny :) ... als Animateur :)
Ich weiß nicht, ob es dir aufgefallen ist, vermutlich nicht, aber deine Kabarett-Show läuft schon wesentlich länger als du glaubst.
Ist mir durchaus aufgefallen ... und ich vermute, vielleicht sogar etwas eher als du bemerkt hast, dass ich das Hase-Igel-Spiel schon vorher mit dir gespielt habe :) ... hast du gedacht, dass du der erste JonnyHell in meinem Leben bist? .. Wenn ja, dann glaubst du sicher auch noch, dass es der Storch ist, der die Kinder bringt, oder? :)

Doch im Ernst, Jonny ...
Du magst zwar intelligent und clever sein, doch smart bist du nicht wirklich - zumindest noch nicht - doch darum bist du ja hier im Forum :) ... wenn du jetzt Verständnisprobleme hast, schau einfach mal im Duden nach :)
JonnyHell hat geschrieben:
Micha136 hat geschrieben:doch im Internet erreiche ich mit den Dingen, die ich erzählen möchte unter Umständen mehrere Hundert.
Ohne Zweifel. Deshalb zieht das Internet auch so viele Spinner an :?
:) ... genau :)
JonnyHell hat geschrieben:Ja und ich könnte ein Passagierflugzeug kapern und es ins Brandenburger Tor lenken. Ich wäre dann sicherlich bekannter als ein OB-Querulant. Rein theoretisch natürlich.

Hmm, wäre ich beim BND, CIA oder KGB würde ich dich jetzt registrieren ... wer solche Andeutungen macht, macht dies nicht ohne Grund. Du weißt ja, dass in Misstrauen neigende Skepsis die Grundlage aller Geheimdienstler und Verfassungsschutzler ist ... jeder Hinweis wird verfolgt ... ja, auch deine und du selbst, JonnyHell :)
JonnyHell hat geschrieben:(1) Wie ist mein Name?
(2) Wie sehe ich aus?
(3) In welcher Stadt lebe ich?
(4) Wie heißt meine Freundin?
(1): Na, "Hase" natürlich ...
(2): Keine Ahnung, offenbar jedoch so, dass du dich nicht (vor)zeigen kannst ... hmm, trau dich doch einfach mal. Ist gar nicht so schwer :)
(3): Lass mich raten, JonnyHell ... in Devil's City :)
(4): Also, wenn du schon nicht weißt, wie deine Freundin heißt, woher soll ich es dann wissen???
Bin ich Gott? :)
JonnyHell hat geschrieben:Ganz Dresden sollte mal deine Homepage, von deinem Sammelsurium an absurden politischen Verschwörungstheorien ganz zu schweigen, lesen und sich von deiner Weisheit leiten lassen!
Hmm, kannst du nicht mal'n bisschen Werbung für mich machen, JonnyHell?
Ich stelle gerade fest, dass du nicht nur ein guter An- und Aufheizer bist, sondern offenbar auch ungeahnte Vertriebsfähigkeiten hast ... Solche Männer (nehme ja an, dass du einer bist) braucht Dresden ...

Achso, JonnyHell, noch einer zum Schluss ... wenn's kein Internet gäbe, gäbe es dich gar nicht ... wusstest du das eigentlich? ... dann müsstest du anonym Flugblätter schreiben oder würdest wahrscheinlich am Stammtisch paar Geschichten erzählen ... hmm, naja, das mit dem Stammtisch nehme ich auch gleich wieder zurück, dafür bist du doch "zu" intelligent :)

In diesem Sinne ... nächste Runde, Hase, renn schon mal los - ich warte :) ... Alles Gute und renn' nicht so schnell, sonst fällst du auf :), Micha.
Neues Leben - neues Glück :)

---***---
Die Kirschblüte
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Re: Anonymität ...

Beitrag von ---***--- » 24. Mai 2009 16:40

Meine Herren,

In der Absicht, weiter eine Diskussion zu führen, habe ich mich eingeloggt.
Nun bin ich hier mitten in einem flame-war. Schon wieder lese ich einen Schlagabtausch zwischen Euch beiden und bin dermaßen genervt davon, dass ich mich dazu äußern muss. Vor allem, weil Du Micha, die Auseinandersetzungen auf andere Threads ausgeweitet hast. Mit Hase-und-Igel-Zähigkeit, aber weit von Sachlichkeit und Objektivität entfernt. JonnyHell könnte sich zufrieden zurücklehnen. In der Tat, da ist eine beleidigte Leberwurst in Aktion.
Micha136 hat geschrieben:und ich vermute, vielleicht sogar etwas eher als du bemerkt hast, dass ich das Hase-Igel-Spiel schon vorher mit dir gespielt habe ... hast du gedacht, dass du der erste JonnyHell in meinem Leben bist? .. Wenn ja, dann glaubst du sicher auch noch, dass es der Storch ist, der die Kinder bringt, oder?

Doch im Ernst, Jonny ...
Du magst zwar intelligent und clever sein, doch smart bist du nicht wirklich - zumindest noch nicht - doch darum bist du ja hier im Forum ... wenn du jetzt Verständnisprobleme hast, schau einfach mal im Duden nach
Und das Publikum* merkt: sehr billige Retourkutschen. Micha, JonnyHell hat schon längst gewonnen. Er zerlegt Dich, wie man so schön sagt. Und Dein Mittel ist nur böses Zurückschnappen. :sauer
*falls außer mir überhaupt noch jemand da ist.
Micha136 hat geschrieben:was ich für mich behalten möchte, brauche ich ja nicht erzählen ... ich renne ja auch nicht draußen rum und erzähle Dinge, die ich nicht erzählen möchte, doch im Internet erreiche ich mit den Dingen, die ich erzählen möchte unter Umständen mehrere Hundert.
Genau deshalb schreiben sich viele Leute nicht unter ihrem echten Namen in Foren ein. Sie wollen etwas erzählen, was sie sonst noch niemandem erzählen konnten. Die meisten Anonymen schreiben viel persönlicher als Du, Micha, das je getan hast. Sie probieren sich hier aus, wie es ist, über Stottern zu sprechen, über Stottern zu denken. Identitätsarbeit braucht die Gruppe, ein Gegenüber. Und die meisten, die hier unter einem anderen Namen schreiben, schreiben mit großer Aufrichtigkeit. Sie sind nah an ihrem inneren Erleben, aber dadurch auch verwundbar. Ich merke an Deinen Antworten immer wieder, dass Du für diese Offenheit und Nähe kein Gespür hast.

Im Gegensatz dazu weiß ich von Dir zwar, womit Du Dir die Zeit vertreibst (in Internet-Foren schreiben und dort andere User verärgern (ja, ich bin einem Deiner Links gefolgt; bist Du auf Signaturen stolz wie 'I dislike Michael13'?);
Texte verfassen, denen Du versuchst, den Anschein von Tiefsinn zu geben;
nach Öffentlichkeit jagen und einer Art von Bedeutung, Berühmtheit, völlig erfolglos, dabei ist es hierzulande so leicht, seine 15 Minuten Ruhm zu bekommen)
- persönliche Beiträge sehe ich sehr sehr selten.
Dir ist anscheinend nicht bewusst, welche Aussagen Deine Beiträge trotzdem enthalten, die das Image anders aussehen lassen, das Du so gerne entstehen lassen möchtest. Es liegt in der Natur der Kommunikation, dass die Selbst-Offenbarung schwer steuerbar ist.

Nehmen wir Deinen Beitrag von heute wegen des Nachteilsausgleichs. Abgesehen davon, dass der einen völlig unnötigen Hieb auf JonnyHell enthält, in dem Du aber alle Nutzer, die anonym schreiben, gleich in Miskredit bringst, fand ich es aufschlussreich, dass Du Deine Abinote erwähnst. Für mich ein Bündel an Informationen, ob die nun wahr sind oder nicht, das ist ja unerheblich. So läuft Kommunikation ab. Ich dachte unter anderem: Und dabei soll das sächsische Abitur schwer sein. Wer weiß, wieviel Zehntel Stottern als Plus gebracht hat. Er ist stolz auf die Note, jetzt noch. Er möchte Anerkennung. Er wollte und will gut sein, eine Art Star. Erfolge, die er später nie wieder hatte, auch weil's im Erwachsenenleben anders abläuft als in der Schule. Eine narzisstische Kränkung? Diskrepanz zwischen idealisiertem Selbstbild und tatsächlicher Realität? Eine Erklärung für sein Verhalten? ...

Mit diesem Ausschnitt aus meinem inneren Monolog wirst Du nun Deine eigenen Schlüsse über mich ziehen, wie jeder Leser.
Micha136 hat geschrieben:
Mechthild hat geschrieben:Jeder möchte anderen ein bestimmtes Bild von sich vermitteln. Ob das nun "stimmt", geschönt oder schlicht gelogen ist, das hängt nicht davon ab, ob unter welchem Namen jemand auftritt. Namen sind Schall und Rauch.
Du hast dir gerade selbst widersprochen ... schön zu beobachten. Wenn jemand ein bestimmtes Bild von sich vermitteln möchte, dann geht es ihm oder ihr ja um die eigene Person. Wenn es anonym getan wird, bleibt die eigene Person jedoch wirklich Schall und Rauch ... Mit anderen Worten - die Person wird nicht wirklich ernst genommen oder schiebt sich selbst in eine Kategorie. Und das Problem ist, wenn ich dies dann unbewusst auf mein reales Leben übertrage ... viele Menschen kommen ja nicht mal aus ihren realen Rollen raus und dann noch eine oder mehrere Internetrollen dazu??? Na, viel Spaß damit
Du hast hier meine Worte (sicher unbewusst, leider auch unwissend) missverstanden. "Die eigene Person" soll davon abhängen, wie sie genannt wird? Wir beide werden hier auf keinen grünen Zweig kommen. Bevor wir weiter diskutieren können, solltest Du Dir ein wenig Wissen aneignen, was Persönlichkeit/Person/Identität bedeuten können (als philosophische, soziologische, psychologische Kategorien).
Micha136 hat geschrieben:Für mich beginnt Identitätsarbeit im Innern und zwar allein, durch Reflexion ... erst dann gehe ich nach außen. Wenn ich nichts zu sagen habe, halte ich den Mund ...
Die letztere Aussage kann ich nicht bestätigen :smile
Micha136 hat geschrieben:
Mechthild hat geschrieben:In dem besagten Thread sehe ich alles mögliche. Die "Unterhaltung" wäre "nicht-anonym" genauso abgelaufen, behaupte ich mal.
Woher weisst du denn so genau, dass die Unterhaltung in einem Raum mit mehreren Personen genauso abgelaufen wäre?
Micha, das ist eristische Dialektik. Im wahren Leben treibst Du damit Deine "Gesprächspartner" wohl in den Wahnsinn oder in die Flucht (um dies dann als Sieg für Dich zu interpretieren). Schriftliches kann man nachlesen.

Die Rede hier war von einer Diskussion in einem Internet-Forum. Du veränderst den Gegenstand, nun eine "Unterhaltung in einem Raum mit mehreren Personen".

Eristische Dialektik ist die Lehre von der Rechthaberei. Schopenhauer. Ich war mir sicher, dass Du den Text kennst.
Wikipedia schreibt zu weiterführenden Konzepten
Im Gegensatz dazu dient die Dialektik der Wahrheitsfindung durch Abwägen und die Logik, die Lehre vom schlüssigen und folgerichtigen Argumentieren, der Überzeugung durch Beweisführung in der Rhetorik. Im besonderen Gegensatz steht die Eristik zur sog. gewaltfreien Kommunikation.
Und Aristoteles schlug als Mittel, der Eristik zu entgehen, vor:
Nicht mit dem Ersten dem Besten zu disputieren; sondern allein mit solchen, die man kennt und von denen man weiß, dass sie Verstand genug besitzen, nicht gar zu Absurdes vorzubringen und dadurch beschämt werden zu müssen; und um mit Gründen zu disputieren und nicht mit Machtsprüchen, und um auf Gründe zu hören und darauf einzugehen, und endlich, dass sie die Wahrheit schätzen, gute Gründe gern hören, auch aus dem Munde des Gegners, und Billigkeit genug haben, um es ertragen zu können Unrecht zu behalten, wenn die Wahrheit auf der anderen Seite liegt. Daraus folgt, dass unter Hundert kaum Einer ist, der es wert ist, dass man mit ihm disputiert.
Micha136 hat geschrieben:Wer ins Forum kommt, möchte Informationen zum Thema "Stottern". Wenn daraus Freundschaften entstehen, umso besser und schön so ... doch primär ist es ein themenbezogenes Forum. Ansonsten kann man zur Partnersuche-leicht-gemacht.de oder wie auch immer gehen. Kritik ist für mich immer nur sachbezogen konstruktiv, nicht personenbezogen ...
Wer anderen mal verbal "eins auf die Fresse" geben möchte und sich daran ergötzen möchte, kann dies auch woanders tun ... oder noch besser - weil sinnvoller - überlegen, wie er seine Aggressionen anders ausleben kann.
Mein Eindruck ist nicht, dass es nur um den Austausch von Informationen geht, sondern um Austausch an und für sich. Mit Leuten, die einen verstehen.

Ob Ernst-Martin den Hinweis auf "Partnersuche-leicht-gemacht.de " gelesen hat?
Ich würde es mir sehr wünschen.

Micha, ich mag Keilerei genauso wenig wie Du. Ich denke aber, JonnyHells Kritik an Dir, an deiner Person, trübt Dein Urteilsvermögen und macht Dich aggressiver als Du es Dir eingestehn willst. Mein Eindruck von JonnyHell ist nicht, dass er hier im Forum ist, um anderen "eins auf die Fresse" zu geben. Du scheinst das von ihm zu glauben und schlägst zurück. Das vergiftet die Atmosphäre hier. Deshalb bitte ich Dich, mal um den Block zu gehen und Dir einen Menschen hinter dem Beitrag vorzustellen. Stoff genug hättest Du mit seinen bisherigen Beiträgen. Falls Du den realen Namen dafür brauchst, dann ist das sicher ein interessantes Problem, das Du aber dann hast, über das wir reden könnten. Am Ende hat es sogar was mit Hirnfunktionen und mit Stottern zu tun.

Dir gibt anscheinend nicht zu denken, dass Du immer wieder in die gleichen Hase-und-Igel-Spiele verwickelt bist, auch immer wieder andere Teilnehmer verärgerst. Egal in welchem Forum Du schreibst.
Micha136 hat geschrieben:gestatte mir allerdings anzumerken, dass er - wohl gemerkt in meiner Wahrnehmung - an Aussagekraft erheblich verliert, wenn du ihn mit "Punkt." abschließt. Klingt für mich mehr nach "So, Ende der Diskussion." als "Das ist meine Meinung - und jeder kann davon halten, was sie oder er möchte."
Micha136 hat geschrieben:Mit anderen Worten "Punkt." steht für mich für Grenzen zu, "..." steht für Grenzen offen.
Das Recht für jeden, seine Grenzen zu wahren, ist für mich nicht verhandelbar. Auch nicht belaberbar. Dafür steht der Punkt. Ich werde dafür eintreten, dass zum Beispiel Du hier kein Klima erzeugst, in dem Leute sich dafür rechtfertigen müssen, hier namenlos zu schreiben.
Nein.
Im Gegenteil, stehe Du Rede und Antwort, weshalb Du andere bedrängst. Und dabei Dich selber hinter Fragen, Andeutungen, Unpersönlichkeit versteckst.

Grüße, Mechthild

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