Gedanken zur Jugendecke ...

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Michael13
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Gedanken zur Jugendecke ...

Beitrag von Michael13 » 23. Oktober 2008 23:51

Liebe Frau Genglawski & ein Hallo an alle,

aus bekannten Gründen habe ich mir mal eine andere "Ecke" des Forum-Raumes gesucht, um einige Gedanken zur Jugendecke zu schreiben.
Als einer der "Auslösenden" der Frage, wer denn eigentlich in der Jugendecke schreiben darf, habe ich mir natürlich auch Gedanken über die "externen Kosten" meines Tuns gemacht.

Was meine ich mit "externe Kosten"?
Nun, mein Ankreuzen eines "alle dürfen schreiben" war meiner Befürchtung geschuldet, dass die Jugendecke letztlich nur für 13-21jährige offen wäre. Ja, da habe ich ganz egoistische Gründe ins Spiel gebracht: ich fühle mich jung und sehe durchaus auch eine Möglichkeit, ggf. auf dortige Fragen antworten zu können. Dass die Entscheidung anders gelaufen ist, akzeptiere ich.
Das ist völlig i.O. und ich sehe es ja eigentlich mittlerweile so, dass das Interesse an der Jugendecke aus diversen Gründen gar nicht so groß ist ... es ist gut, dass es die Rubrik gibt, doch offenbar wissen sich die 13-21jährigen auch ganz gut anders zu helfen.

Kritisch sehe ich jedoch, wenn quasi "von oben" entschieden wird; so hat es für mich den Anschein (mag mich da täuschen). Kritisch insofern, weil es hier nicht nur um das "Fallbeispiel Jugendecke" geht, sondern wie wir einerseits in einer Demokratie entscheiden (lassen) und andererseits Minderheiten akzeptieren (wollen). Die BVSS ist m.E. der Betreiber dieses Forums, doch ohne Nutzer kein Forum ... Nutzer sind Kunden und auch wenn Deutschland gern als "Servicewüste" bezeichnet und auch beschimpft wird, glaube ich, dass es so etwas wie Kundenservice gibt.

Die von mir ins Leben gerufene Umfrage kann gern als demokratische Umfrage gewertet werden, für mich bleibt sie ein Meinungsbild, welche eher Fragen aufwirft wie:
1. Warum schreiben relativ wenige Jugendliche in die Jugendecke?
2. Warum haben sich ganze 6 Personen, d.h. rund 1% an der Umfrage beteiligt?
3. Wie wird mit dem demokratischen Selbstfindungsprozess der ForumsbenutzerInnen seitens der BVSS umgegangen?
4. Wo hören Regeln auf zu wirken und wirken eher als Hemmnis?
5. Inwiefern werden durch die m.E. nach einer Art Beschluss aussehenden Meldung seitens der BVSS Minderheiten behandelt, konkret "Menschen, die sich jung und jugendlich fühlen und älter als 21 sind ... oder auch jünger als 13 Jahre"?
Was machen z.B. "frühreife" stotternde Menschen, die 11 Jahre sind? ... 2 Jahre warten, bis sie antworten dürfen?
Was machen die "zurückgebliebenen stotternden Menschen", wie ich :) ... ?
Was macht eine Organisation, die gegen die Diskriminierung einer Minderheit kämpfen oder zumindest dieser positiv entgegenwirken möchte, wenn sie andererseits ebenso Menschen latent diskriminiert?


Die wichtigste aller Fragen bleibt für mich zum Schluss: Wer hat eigentlich die Jugend gefragt, wie sie das sieht?

Ich persönlich kann mit der Entscheidung sehr gut leben, würde jedoch gern eine "eindeutige Definition" von Jugend oder Jugendecke wissen wollen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre, Eure Bemühungen und weiterhin entspanntes Arbeiten ...

Michael Winkler
(33 Jahre jung), Dresden - "geborener Ossi" und daher mit medial vermitteltem Demokratiedefizit :D

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