Stottern und Alkohol

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T_homas
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Stottern und Alkohol

Beitrag von T_homas » 11. Mai 2012 01:12

Neulich hab ich mich wieder mal aus meiner Isolation hinausgetraut und war beim Hexenfeuer.
Umso mehr das Bierchen floss,umso lockerer wurde ich.

Im Endeffekt lief es auf das hinaus,dass ich in einen Redefluss kam,alle unterhalten habe und so gut wie nicht mehr den Schnabel halten konnte. :)
Hätte echt in dem Stadium Bäume ausreißen können und alles ging weitestgehend ohne Vermeidung von Wörtern usw.
Kleine Blocks hab ich bemerkt,nur deutlich reduzierter,die konnte ich an einer Hand abzählen und ohne sonderliche Anstrengung meistern,für den Zuhörer unhörbar. §xlol
Die Fessel des Stotterns,die sich meiner seit Jahren bemächtigt hatte,bekam Risse und ich konnte mal wieder der Alte sein,so wie früher. §dup

Meine Nichte,8J.,kennt mich sonst nur als den Schweiger und Missmutigen oder Gereizten.
Da sah ich nur,dass ihre Augen ganz groß wurden,als würde ein anderer T_homas vor ihr stehen.Am nächsten Tag war ich wieder in der Fessel (wie ausgewechselt).

Von meiner Nichte hörte ich nur "Schade".

Das gibt zu denken,vielleicht sollte ich mein Scheißstottern einfach akzeptieren und mich von den Reaktionen der Gesellschaft nicht weiter knechten lassen!

Ich glaub das wird der richtige Weg sein. §prost
Zuletzt geändert von T_homas am 11. Mai 2012 22:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von T_homas » 11. Mai 2012 01:29

Jetzt fehlt nur noch der Kommentar von F.J.Neffe: Vertraue auf deine Talente,sie umsorgen dich und fühlen mit dir. :shock:
Lass uns n Bier schwenken Freund,werden wir beide klarer. :D
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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von Roland Pauli » 12. Mai 2012 00:32

T_homas hat geschrieben: Das gibt zu denken,vielleicht sollte ich mein Scheißstottern einfach akzeptieren und mich von den Reaktionen der Gesellschaft nicht weiter knechten lassen!

Ich glaub das wird der richtige Weg sein. §prost
Lieber T_homas, Dein Stottern erkennen, wahrnehmen, Dich darauf einstellen wäre auch eine Möglichkeit, die ich z.b. gewählt habe. Und die Reaktionen der Gesellschaft hinnehmen, auch wenn manche sehr verletzend sein können, aber trotzdem weiter konstruktiv am eigenen Sprechen weiter arbeiten und sich über jeden kleinen Erfolg freuen. Du brauchst Dich nicht knechten zu lassen - denn keiner ist Dein Herr und ist mehr wert als Du. Jeder hat Stärken und Schwächen und ist deshalb nicht mehr oder weniger wert.

Ich wünsche Dir Mut und Gelassenheit.

Herzlichst

Roland

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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von transit » 13. Mai 2012 23:32

Liest sich so, dass Stottern Folge von Traumatisierung ( Zitate : Reaktion der Gesellschaft - knechten - Fessel - dein Herr - mehr wert als du - sehr verletzend ) ist.

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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von T_homas » 16. Mai 2012 10:11

Danke für die Beiträge.
Der Auslöser,wenn er einer ist,gestaltet sich als schwierig.
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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von Veronika » 25. Mai 2012 13:45

Ich finde es sehr interessant darüber zu lesen!
Meinst du wirklich es ist ausschließlich ein psychischer Auslöser der das Stottern hervorruft?
In dem Fall würde sozusagen eine Art Hemmung durch den Alkohol wegfallen.

Weißt du woran es liegt das du stotterst? Kann man das überhaupt so richtig sagen?

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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von wiwiwilli » 4. Juni 2012 21:39

Stottern und Alk is ne scheiß Kombination. Geht mir genau so, viel Alk - wenig stottern. Verführt irgendwann zum saufen, weil dann gehts ja flüssig! is aber kein <Lösung auf Dauer. Therapie? auch eine Lösung! Hab ich als alter Esel mit 45 noch gemacht. Finde ganz positiv.

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AlkoholEinfluss

Beitrag von stotterkopp » 27. Juni 2012 22:59

'

hallo miteinander,

wenn das erinnern schwerfällt -

wars vieleicht nur illusion -

( wiederholendes lallen unter alkoholeinfluss )

man verliert den überblick

'
irrsinniges - kann nicht an mir haften - dafür bin ich schon zu fortgeschritten !
stotterkopp werde ich ablegen - mein nicht ganz so neuer NickName Re-Call

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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von Malin » 28. Januar 2013 09:13

Alkohol ist auch keine Lösung :(

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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von Krissi » 4. Februar 2013 16:28

Ist ja leider oft so, dass mit zunehmenden Getränken die Hemmungen fallen. Ein gutes Beispiel sind auch Fremdsprachen. Nach dem fünften Glas lief das Englisch einfach super...hhmm.
Warum es dann immer wieder so schwer fällt, dieses Stadium der Gelassenheit in den Alltag zu übertragen, verstehe ich selbst nicht. Zu viele Gedanken blockieren einfach alles.

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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von T_homas » 11. Februar 2013 01:18

Nein!Alkohol ist keine Lösung!Ich benutze ihn nur in geringen Mengen als Einschlafhilfe.
Traurige Beispiele gibts hier,ein talentierter Mensch,mit gewisser Empathie behaftet,zerstört sich selbst!
Es müsste mehr Menschen wie ihn geben!!!Das Spiel 90 hab ich 2x gesehen und selbst ein Bulle als Fußballer mit gesegnetem Talent verzagt im Leben,das sind die Besten!Damals: http://www.abendzeitung-muenchen.de/med ... lized.jpeg Heute (45J.): http://i3.mirror.co.uk/incoming/article ... coigne.jpg Ich drücke dem Menschen echt die Daumen!!Gazzaaaaaa.

Zuletzt geändert von T_homas am 26. April 2015 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stottern und Alkohol

Beitrag von Max84 » 11. Februar 2013 15:09

Bei mir ist es genauso. Sobald ich Alkohol trinke wird mein Stottern besser, da ich lockerer werde. Der Preis dafür ist aber sehr hoch....und der Grat zur Abhängigkeit ist sehr schmal....

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